<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 9:23-Luke 9:27;">Lukas 9:23-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nachfolge meint kein kurzzeitiges Interesse, sondern bleibende Jüngerschaft; deren Bausteine
sind nach Jesu Worten:

<OL>
<LI>Selbstverleugnung (V.23.24; statt Selbstverwirklichung oder dem vergeblichen Versuch, sein
eigenes Leben zu retten statt auf SEIN Angebot einzugehen) <name>Jim Elliot</name>: "<citation>Der
ist kein Tor, der aufgibt, was er nicht behalten  kann, um zu gewinnen, was er nie verlieren
kann.</citation>" ER hat uns Selbstverleugnung vorgelebt (<scripRef passage="Rom.15:3">Röm.15,3</scripRef>) und wer IHN liebt, wird IHM ähnlicher.</LI>

<LI>Tragen des Kreuzes (V.23). Wenn wir um SEINETwillen leiden, so ist unsere Zukunft in der
Herrlichkeit, die wir ebenso mit IHM teilen werden, Motivation zum Durchhalten (<scripRef passage="Rom.8:17">Röm. 8,17; </scripRef><scripRef passage="II Tim.2:12">2. Tim.2,12</scripRef>).</LI>
<LI>Liebe zu IHM</LI>

<LI>Gehorsam</LI>
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 9:29-Luke 9:35;">Lukas 9:29-35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Moses und Elias Erscheinung belehrt uns über das Leben von Gläubigen nach ihrem irdischen Tod:
<UL>
<LI>sie leben immer noch</LI>
<LI>sie mussten nicht vorgestellt werden, sondern wurden so erkannt</LI>
<LI>sie konnten sprechen</LI>
<LI>sie konnten sich mit IHM besprechen</LI>
<LI>sie hatten Einsicht, auch in die Zukunft</LI>
<LI>sie fürchteten sich nicht in SEINER Gegenwart</LI>
</UL>


Petrus sagte: <scripture passage="Luke 9:33" version="ELB">"Meister, es ist gut, dass wir hier 
sind; und lass uns drei Hütten machen, dir eine und Mose eine und Elia eine."</scripture>
Er mißachtete SEINEN Vorrang vor Mose und Elia, denn er wollte diese beiden nicht fortgehen
lassen. Er wurde durch den Vater selbst richtiggestellt, indem dieser SEINEN Sohn als den
Einzigartigen darstellte (<scripRef passage="Luke 9:35">Lk.9,35</scripRef>).


Dass Mose trotz seines Versagens (als er sich die Ehre für das Wunder mit dem Wasser aus
dem Felsen selbst anmaßte; 4.Mo.20,1-13) hier auf dem Berg der Verklärung auftritt, d.h. in den
Himmel kommt, zeigt, dass auch zur Zeit des AT Vergebung für Sünden da war. Für Gläubige zur Zeit
des NT gilt freilich, dass sie seit ihrer Bekehrung mit dem Heiligen Geist versiegelt wurden und
damit Kinder Gottes sind und bleiben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 9:37-Luke 9:42;">Lukas 9:37-42</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Satan und seine Helfer wissen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt und bieten deshalb alle Kraft
auf (vgl. Mk.1,23-27; Lk.9,37-42). Dies lässt sich auch heute in der Welt beobachten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 9:44-Luke 9:45;">Lukas 9:44-45</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Jünger sollten Jesu Wort behalten, aber sie verstanden es (noch) nicht. Ebenso verwendet der
Heilige Geist einmal gelernte Schriftworte als »Schwert des Geistes« bei persönlicher Not. Aus
diesem Grund ist es sinnvoll, wenn auch Kinder Schriftverse lernen, selbst wenn sie deren Inhalt
noch nicht ganz begreifen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 9:46-Luke 9:48;">Lukas 9:46-48</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<scripture passage="Matthew 8:14" version="ELB">"Darum, wer irgend sich selbst erniedrigen wird
wie dieses Kindlein, dieser ist der größte im Reiche der Himmel." (Mt.8,14).</scripture>
Solches Handeln heißt in unserem Text »dieses Kindlein [Gottes] aufnehmen [...] in meinem [d.i.
Jesu] Namen« (V.48), denn dazu muss man sich selbst erniedrigen und werden wie ein Kind und »wer der
Kleinste ist unter euch allen, der ist groß.« (V.48).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 9:49-Luke 9:50;">Lukas 9:49-50</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Unterschied zwischen diesem Vers 50 und 
<scripture passage="Luke 11:23" version="ELB">"wer nicht mit mir ist, ist wider mich" 
(Lk.11,23)</scripture> 
ist wie folgt zu verstehen: Der Dienst anderer wird nach Lk.9,50 beurteilt, was eine Einmischung
(wie hier durch Johannes oder in Joh.21,21.22 durch Petrus) in den Dienst anderer, die deren Dienst
als widergöttlich verhindern will, ausschließt. Ein Jünger Jesu beurteilt seinen eigenen Dienst
jeweils nach <scripture passage="Luke 11:23" version="ELB">"wer nicht mit mir ist, ist wider
mich"</scripture>, was garantiert, dass er tatsächlich IHM nachfolgt. Wenn jeder Diener nach beiden
Grundsätzen handelt, wird es keinen Dienst geben, der nicht für IHN ist.
<!-- ######################################### bis hier scripture-Tags eingebaut -->


Jüngerschaft ist nicht an den Worten eines Menschen zu erkennen, sondern an seinem Herzen: hier
muss der HERR den Vorrang haben (1.Petr.3,15), denn "Freundschaft der Welt ist Feindschaft wider
Gott" (Jak.4,4-10). Nachfolge ist nach Jesu Vorbild ein Weg der Verlassenheit und Beschwerlichkeit,
mit dem einen Zweck, SEIN Reich zu verkündigen. Das erfordert volle Aufmerksamkeit.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:1">Lukas 10:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR bestellt seine Arbeiter. ER befähigt, beruft und sendet zum Dienst; der Mensch hat nur
anzuerkennen, was ER gewirkt hat. Die siebzig Jünger wurden jeweils paarweise ausgesendet. Das ist
eine Lehre für den Dienst in SEINEM Reich, denn zwei sind besser dran als einer (Pred.4,9.10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:3">Lukas 10:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sandte SEINE Arbeiter »wie Lämmer inmitten von Wölfen« (V.3), denn »das Törichte der
Welt hat Gott auserwählt, auf dass er die Weisen zu Schanden mache.« (1.Kor.1,27). Wer in SEINEM
Reich arbeitet, darf das nur nach diesen SEINEN Maßstäben und Mitteln tun; menschliche
Kraftanstrengungen, Weltweisheit in Strategie und Organisation sind für den Bau SEINES Reiches
nicht nach SEINEM Willen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:4">Lukas 10:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»die gelegene Zeit auskaufend, denn die Tage sind böse.« (Eph.5,16) und »[...] indem wir jede Bürde
[...] ablegen« (Hebr.12,1) ist gilt für die Art unseres Dienstes; wir sollen alles abwerfen, was
unseren Dienst für IHN behindert und die uns zur Verfügung stehende Zeit vollständig nutzen.
Dagegen galten die konkreten Anweisungen, die der HERR hier gibt, in der Zeit vor dem großen
Missionsauftrag (Mt.28,18-20; Mk. 16,15.16; Apg.1,8).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:14">Lukas 10:14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Schwere des Gerichtes ist nicht für alle gleich (V.14), sondern wächst mit dem Grad an
Erleuchtung und Vorrechten, die man bekommen hat, und Christus dennoch verworfen hat.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:16">Lukas 10:16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es ist schwerwiegend, auch nur den geringsten SEINER Boten zu verwerfen, denn dadurch verwirft
man den HERRN und SEIN Wort.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:17-Luke 10:20;">Lukas 10:17-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR hat Autorität über Satan und stellt sie uns zur Verfügung, wenn wir in SEINER Kraft
handeln. Die Freude der 70 über diese Autorität zeigt aber auch, dass ein Neuling im Glauben, dem
zuviel Verantwortung anvertraut wird, in großer Gefahr steht, durch Hochmut ins Gericht des Teufels
zu fallen.

Der HERR verspricht uns Schutz in Gefahren (wie Skorpionen, Schlangen), die in unserem
Dienst auftreten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:21">Lukas 10:21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Weltlich Gescheite sind durch ihren Hochmut untüchtig, die Offenbarung Gottes der Rettung durch
Christus zu empfangen; der Demütige aber, der sich unmündig vor Gott weiß, empfängt sie.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.10.1998; 24.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:25-Luke 10:37;">Lukas 10:25-37</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR kannte die Motive jedes Einzelnen, der IHN versuchte, und konterte entsprechend: dem
Gesetzesgelehrten mit dem Gesetz, Satan mit dem Wort Gottes. Nur ER kann die Motive (wie Liebe,
V.27) beurteilen, und diese sind IHM wichtig, nicht rein äußerliche Taten. Das heißt nicht, dass
ein Motiv nicht gerade durch Taten offenbar wird, wie sich ja die Liebe in hauptsächlich in Taten
erweist (1.Kor.13).

<B>V.27: </B> Der HERR fordert für die Werke aus Glauben: "Du sollst den HERRN, deinen Gott
lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner  ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit
deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst." (Lk.10,27). Nicht  mit halber Kraft,
nicht mit halb(herzig)em Einsatz für IHN, sondern unter Aufgebot aller Mittel. Alles muss aus Liebe
zu IHM IHM dienen.

<TABLE>
	<TR>
		<TD><B>Herz:</B></TD>
		<TD>Motive und Gehorsam der Liebe</TD>
	</TR>
	<TR>
		<TD><B>Seele:</B></TD>
		<TD>geistlicher Charakter der Liebe</TD>
	</TR>
	<TR>
		<TD><B>Kraft:</B></TD>
		<TD>Kraftanstrengung hinter der Liebe, wodurch sie von einer oberflächlichen, leichtfertigen 
Gesinnung unterscheidbar ist</TD>
	</TR>
	<TR>
		<TD><B>Verstand:</B></TD>
		<TD> der rationale Aspekt, den der Gläubige auch nicht vernachlässigen darf</TD>
	</TR>
</TABLE>


Alle diese vier Aspekte finden sich wieder in 1.Kor.13,5-7: das Herz "freut sich mit der
Wahrheit"; die Seele "glaubt alles"; die Kraft  "erträgt alles"; der Verstand "rechnet Böses nicht
zu".

So wie der Glaube durch Werke offenbar wird, zeigt sich die Liebe zu Gott in der Liebe zum Menschen.


<B>V.30-37:</B>Die Geschichte vom barmherzigen Samariter lässt sich sowohl auf die Frage des
Gesetzesgelehrten (»Und wer ist mein Nächster?«) als auch auf Jesus selbst anwenden: Ein Sünder ist
auf dem Weg weg von Gott: von Jerusalem, der Stadt Gottes, steil abwärts nach Jericho, dem Ort des
Fluches.

Die Wirkungen von Sünde und Satan an einem Menschen finden sich wieder im Ausgeraubtwerden,
Ausgezogenwerden, Niedergeschlagenwerden. So ist dieser Mensch absolut hilflos und unfähig, sich
selbst zu erretten: ein verlorener, geistlich toter  Sünder. Der barmherzige Samariter steht für
den HERRN: er kam zu ihm, rettete ihn (Wiedergeburt) und wird wiederkommen (SEINE Wiederkunft).

Nach SEINEM Vorbild sollen also auch wir Hilfsbedürftigen Mitleid erweisen. Die Absonderung von
Sünde und Welt darf nie zur Isolierung von Not oder Abschottung von Hilfsbedürftigen führen.

Im Samariter können wir einige Parallelen zu unserem HERRN finden: auch ER ist auf einer Reise, war
Fremder im Lande und von dessen Bewohnern verhasst und ER ist innerlich bewegt beim Anblick eines
gefallenen Sünders. Und weiter: Unser HERR sorgt voll Liebe für einen Sünder, hier dargestellt
durch heilendes Öl und den Wein des Trostes und der Freude. Der Samariter begleitete den
Überfallenen und setzte ihn auf sein Reittier, wie auch ein Erretteter erhöht und in Jesus in
himmlische Örter versetzt wird. Die Herberge nun, in der der Samariter den Verwundeten zurückließ,
ist ein Bild auf die örtliche Versammlung mit dem Heiligen Geist (dem Wirt) als Beistand.

Durch diese Geschichte lehrte ER den Gesetzesgelehrten, dass der Nächste jeder ist, der einem
Erbarmen und Fürsorge in der Not zuteil werden lässt. Diesen sollen wir wie uns selbst lieben, auch
wenn es -wie hier- ein verhasster Samariter ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:38-Luke 10:42;">Lukas 10:38-42</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Liebe zu IHM soll die einzige Motivation zum Dienst für IHN sein, sonst vergeht die Freude im
Dienst. Unser HERR versteht und kennt einen jeden, war ER doch selbst Mensch. ER kennt unsere
Motive und ist besorgt für einen jeden.

Alles was höhere Priorität als der HERR hat, wird dadurch falsch; um andere Dinge muss man also
nicht wie Martha beunruhigt sein. Marias »gutes Teil« war, zu SEINEN Füßen SEINEM Wort zu
lauschen. Solches ist wichtiger als sich in ziellosem Aktivismus »für IHN« zu verlieren. Manche
Dienste sind auf diese Erde begrenzt, manche können wir im Himmel weiter tun.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:1-Luke 11:4;">Lukas 11:1-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<foreign lang="en">"The progress of doctrine in the New Testament"</foreign> (T. Bernard) meint die
fortschreitende Entfaltung der Lehre, wie zum Beispiel der Lehre über das Beten. Das hier
beschriebene »Herrengebet« beinhaltet nämlich noch nicht alles, was uns über das Beten gesagt ist:
nach Jesu Himmelfahrt sollten die Jünger in SEINEM Namen bitten, im Unterschied zu diesem
Beispielgebet.

<b><h4>Unser HERR ist uns auch für das Gebet das beste Beispiel:</h4></b>
<UL>
<LI> ER betete bei unterschiedlichsten Anlässen:</LI>
 
	<UL>
	<LI>bei SEINER Taufe (Mt.3,21)</LI>
	<LI>als er SEINE Jünger erwählte (Mt.6,12)</LI>
	<LI>als  er allein war (Mt.5,16; 9,18)</LI>
	<LI>wenn andere bei IHM waren (Mt.9,28)</LI>
	<LI>im Garten Gethsemane (Mt.22,41)</LI>
	<LI>als er am Kreuz hing  (Mt.23, 34.46)</LI>
	</UL>
 
<LI>ER begann mit einer schlichten, vertraulichen und ehrfurchtsvollen Anrede ("Vater, geheiligt
werde dein Name."). Umgangssprachliche Anredeformen widersprechen der gebotenen Ehrfurcht vor
Gott.</LI>
 
<LI>Gott allein kann unsere täglichen Bedürfnisse stillen (V.3). Bitte und Dank für Essen sollten
wir auch dann nicht vernachlässigen, wenn wir Überfluss haben.</LI>
 
<LI>Gott versucht niemand zur Sünde (Jak.1,13), aber er prüft seine Jünger (V.4), wie er auch
Abraham prüfte (1.Mo.22,1). <font color=#FF0000>Frage: Bedeutet das hier verwandte griechische Wort
für »versuchen« wie auch das hebräische gleichzeitig »prüfen, erweisen« (vergleiche dazu auch den
Abschnitt zu Lk.4,1-4 dieses Kommentars), wird es auch für Versuchungen nicht zur Sünde verwandt,
bedeutet »führe uns nicht in Versuchung« das Hineinführen in Versuchung zum Bösen im Gegensatz zum
Versuchen selbst oder wie sonst harmoniert V.4 mit Jak.1,13?</font></LI>
</UL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:5-Luke 11:13;">Lukas 11:5-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR will, dass wir ausharrend bitten, nicht halbherzig. Wir müssen unser Vertrauen ganz auf
IHN setzen, damit ER unsere Bitten erfüllt. Bitten wir um etwas, das wir nicht bedürfen, so bitten
wir nicht um Dinge, die gut für uns wären: "Ihr bittet und empfanget nicht, weil ihr übel bittet, 
auf dass ihr es
in euren Lüsten  vergeudet." (Jak. 4,3). 

Der HERR lehrt in SEINER Rede über den gebenden Vater, dass auch Sünder gute Werke tun können
- natürlich aber nicht so, dass sie deshalb Gott gefallen (Röm.8,9) oder in den Himmel kommen
könnten (Eph.2,8.9).


Der Heilige Geist wohnt seit Pfingsten beständig in allen Gläubigen (Joh.14,17), weshalb es heute
nicht mehr biblisch ist, darum zu bitten. Wohl aber dürfen und sollen wir darum bitten, dass der
Heilige Geist uns Kraft gibt und unter uns wirkt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:16">Lukas 11:16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR ist geduldig: obwohl die Menschen immer wieder ein Zeichen forderten, wurde er nicht
ärgerlich.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:20">Lukas 11:20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wenn SEIN Reich kommt, kommt auch das Gericht über Satan und alle seine Verbündeten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:21-Luke 11:22;">Lukas 11:21-22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.21:</B> Der HERR zählt fünf Dinge auf, die zu Satan gehören: Stärke, Waffen, sein Hof, Habe,
Friede. Satan hat seine Verbündeten und Waffen in der Welt mit allem, was darinnen ist. Darunter
fallen z.B. Stolz, Reichtum, Vergnügen und Ruhm in dieser bösen Zeit, und dadurch können auch
Gläubige verwundet werden.

<B>V.22:</B> Der HERR hat jedoch auf Golgatha Satan besiegt »und seine Beute teilt er aus«, denn der
HERR hat die Gefangenen Satans freigesetzt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:23">Lukas 11:23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dies ist das Kriterium zur Bewertung des eigenen Dienstes. Vgl. auch den Abschnitt zu Lk.9,49.50 in
diesem Kommentar.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:24-Luke 11:26;">Lukas 11:24-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Verse sagen nicht, dass der Dämon durch Gottes Macht ausgetrieben wurde, sondern er
fuhr aus. Damit bezieht sich dieser Abschnitt nicht auf einen durch Gott geheilten Besessenen, der
sich wieder satanischer Macht öffnet (denn wenn Gott heilt, ist diese Heilung vollständig und
andauernd), sondern auf das Volk Israel: Es war Götzen bis zur Zeit der babylonischen
Gefangenschaft Götzen nachgegangen (was wie jede heidnische Religion eine Form der Satansverehrung
ist). Danach nicht mehr, so dass der unreine Geist ausfuhr. Doch schließlich kehrt der unreine
Geist zurück und findet in Israel ein leeres Haus (Mt.12,44), das durch inhaltlosen rituellen
Gottesdienst für böse Geister geschmückt war, denn diese konnten die leeren Formen nun mit Inhalt
nach Belieben füllen. Leere ist demnach gefährlich für einen Menschen - wenn ein Mensch nicht von
Gott gefüllt ist, ist er für satanische Übel offen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:24-Luke 11:26;">Lukas 11:24-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR war glückselig, denn er hörte und bewahrte das Wort Gottes. Das ist auch für uns der
Schlüssel zur Glückseligkeit.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:29-Luke 11:30;">Lukas 11:29-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
SEINE Auferstehung ist das größte auf dieser Erde geschehene Wunder (Joh.2,18-22). Sie ist das
Zeichen, auf das Jonas Erlebnis mit dem großen Seetier verweist (Mt.12,40): drei Tage und drei
Nächte im Grab, wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des großen Seetieres war (Jon.2,1) und
danach die Auferstehung als Zeichen, wie auch Jona, der in der Tiefe des Meeres verloren war, den
Niniviten ein Zeichen war.

Jona litt freilich wegen seines Ungehorsams, der HERR aber wegen unseres Ungehorsams.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:31">Lukas 11:31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesu Anspruch "und siehe, mehr als Salomon ist hier." war für die Juden der höchstmögliche Anspruch,
den ein Mensch stellen konnte.

Wer nicht glaubt und von Sünde verblendet ist, kann Jesus nicht als den Messias erkennen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:37">Lukas 11:37</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Lukas zeigt uns den HERRN als Freund der Zöllner und Sünder, und selbst eine Einladung eine
Einladung eines Pharisäers lehnte ER nicht ab. Aber auch wenn der Pharisäer meinte, dem HERRN einen
Gefallen getan zu haben, so machte ER dennoch alle auf ihre Fehler aufmerksam. Also auch wir: wenn
wir um der Mission willen Gemeinschaft mit der Welt haben, dürfen wir es nicht versäumen, IHN
tatsächlich zu bezeugen, selbst wenn wir so Vorteile in der Welt einbüßen sollten (V.53.54).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:39">Lukas 11:39</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR zeigt, dass alle äußerlichen Riten nutzlos sind, wenn das Herz nicht aufrichtig ist vor
Gott.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:41">Lukas 11:41</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die wichtigste Gabe ist, sein Herz Gott zu geben. Dann werden alle anderen Gaben von selbst
erfolgen und man wird keine rituellen Waschungen mehr nötig haben, wenn man so aus reinem Herzen
reine Taten vollbringt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:42">Lukas 11:42</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Gabe des ganzen Zehnten ist richtig: »[...] ; diese Dinge hättet ihr tun <I>[d.h.: den Zehnten
geben]</I> und jene Dinge nicht  lassen sollen <I>[Handlungen entspr. dem Gericht und der Liebe
Gottes]</I>.«


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:43">Lukas 11:43</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
An Anerkennung und Selbstdarstellung Gefallen zu finden, ist fleischliche Gesinnung. <font
color=#FF0000>Frage: Wenn der Wunsch nach Anerkennung und Ehre vor Menschen fleischlich ist, was
ist dann mit dem Wunsch, geliebt zu werden? Wenn das Gebot der Liebe gegen Gott meint, das
Gott sich Liebe von Menschen wünscht, so ist dieser Wunsch sicher nicht fleischlich; aber
vielleicht hat Gott uns dieses Gebot ja gegeben, weil ER uns liebt und uns helfen will, nach
dem Sinn unseres Lebens (d.i. um SEINETwillen) zu leben?</font>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:54">Lukas 11:54</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Pharisäer provozierten den HERRN, griffen ihn an und fragten ihn aus. So will Satan uns auch
heute zu unüberlegtem Reden verleiten. Der HERR jedoch blieb ruhig.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:1">Lukas 12:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR lehrte SEINE Jünger zuerst, bevor ER sich an die Volksmenge wandte und gab damit der
Belehrung der SEINEN höhere Priorität. Der gesamte Abschnitt Lk.12,1-12 war an SEINE Jünger
gerichtet.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:2-Luke 12:3;">Lukas 12:2-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Gericht wird einst alle Verfehlungen der Menschen hervorholen und bloßstellen. Doch was den
Gläubigen durch Jesus vergeben ist, wird nicht mehr hervorgeholt werden, denn diese Anklageschrift
ist zerrissen. Darum müssen Christen das kommende Gericht nicht fürchten.


»Freunde« gebraucht der HERR hier als Anrede für SEINE Jünger, denn an dies sind die Verse 1-12
gerichtet (Lk.12,1). Joh.15,14: "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles tut, was irgend ich euch
geboten habe." Das Gegenteil eines  Freundes Jesu wird in Jakobus 4,4 definiert: "Wer nun irgend
ein Freund der Welt sein will, stellt sich als Feind Gottes dar."


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:4">Lukas 12:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR zeigt, dass sich Seele und Leib im Tod trennen. Vgl. auch 1.Mo.35,18. Es ist ein Befehl
des HERRN, dass wir Menschen nicht fürchten sollen - demnach ist Menschenfurcht Ungehorsam
gegenüber IHM.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:5">Lukas 12:5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR will nicht, dass wir die Hölle und das Gericht fürchten, sondern dass wir Ehrfurcht vor
Gott haben, der die Gewalt hat zu richten. Solche Furcht vor dem HERRN bildet »der Erkenntnis
Anfang« (Spr.1,7). Aus dieser Ehrfurcht resultiert eine heilige Scheu davor, Gott zu betrüben, der
uns so sehr liebt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:6-Luke 12:7;">Lukas 12:6-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Phil.4,6: "In allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott
kundwerden." Auch unsere geringsten Anliegen sind vor Gott nicht zu gering, sondern ER ist so groß,
dass ER selbst auf jeden einzelnen Sperling achtgibt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:10">Lukas 12:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Lästerung gegen den Geist ist keine Lästerrede, sondern das Verleugnen des Glaubens, das
Abweisen der Überführung durch den Heiligen Geist, dass Jesus der Christus ist. Wer aber nicht
glaubt, kann nicht wiedergeboren werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:11-Luke 12:12;">Lukas 12:11-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wenn man sich vor Obrigkeit für seinen Glauben verantworten muss, wird man die rechte Rede vom
Heiligen Geist bekommen und soll nicht selbst nach Worten suchen. Ein Beispiel hierfür sind Petrus
und Johannes vor dem Hohen Rat (Apg.4,8). Dagegen beziehen sich diese Worte nicht auf die
Wortverkündigung.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:13-Luke 12:21;">Lukas 12:13-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jetzt kommt dieser Mann und unterbricht die ernsten und wichtigen Belehrungen des HERRN, nur um
seine unwichtigen natürlichen Belange vorzutragen. Der HERR verurteilt Habsucht (d.i. griechisch
<foreign lang="el">pleonexia</foreign>: Mehrhaberei, immer noch mehr haben wollen), denn Reichtum
und Überfluss sind nicht der Sinn des Lebens. Und auch wir: wie schnell setzen wir unsere
Prioritäten auf natürliche Dinge wie Bequemlichkeit in dieser Welt, wodurch Gott aus unserem Leben
verdrängt wird, wo doch all dies im Feuer verbrennen wird.


Das Gleichnis vom reichen Kornbauern veranschaulicht diesen Sachverhalt: Es ist in Bezug auf Gott
und die Ewigkeit eine Torheit,  sich nur um die Güter der Zeit zu kümmern, auch wenn man hier klug
handelt. Es ist verhängnisvoll, die Sorge um seine Güter vor die Sorge um seine Seele zu stellen,
wie es der reiche Kornbauer tat (vgl. V.18-19): er sprich zuerst von seinen Gütern und in 
Abhängigkeit davon von seiner Seele, Gott aber nennt die Seele zuerst: "Du Tor! In dieser Nacht
wird man deine Seele von dir fordern. Was du aber bereitet hast, für wen wird es sein?" Die
göttliche Reihenfolge der Prioritäten ist nicht schadlos umkehrbar.

V. 21 enthält die Anwendung: Wer reich ist in Bezug auf Gott, betrachtet die Erdenzeit von der
Ewigkeit her, nicht vom begrenzten natürlichen Standpunkt. Wohl soll ein Gläubiger für die
Familie sorgen (1.Thess.4,11-12), doch müssen die Prioritäten klar sein: unser Leben muss auf die
Ewigkeit ausgerichtet sein, Besitz darf nicht Lebensinhalt werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.10.1998; 20.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:22-Luke 12:31;">Lukas 12:22-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
V.21 hat gezeigt, dass materieller Besitz nicht Lebensinhalt werden darf, denn Gott muss höchste
Priorität haben. Hier zeigt der  HERR, dass wir nicht ängstlich besorgt sein sollen
(<foreign lang="el">merimnao</foreign>) um weltliche Bedürfnisse wie Nahrung und Kleidung, denn Gott
kennt  kennt unsere Bedürfnisse und wird uns versorgen. Das Besorgtsein um diese Dinge kann wie die
Habsucht (Lk.12,15) Gottes Priorität in unserem Leben kippen. Natürlich soll sich ein Familienvater
auch um die natürlichen Bedürfnisse seines Haushalts kümmern (1.Tim.5,8: "Wenn jemand
aber für die Seinen und besonders für die Hausgenossen nicht sorgt, so hat er den Glauben 
verleugnet und ist schlechter als ein Ungläubiger"), aber die Priorität Gottes vor allem
Besorgtsein um das irdische Leben muss unberührt bleiben. ER ist treu, so dass wir nicht ängstlich
besorgt sein müssen, dass uns am Lebensende der Unterhalt fehlt. Alle unsere Bedürfnisse dürfen wir
IHM anbefehlen. "Es ist herrlich, von der Hand in den Mund zu leben, wenn es Gottes Hand und
unser Mund ist." <a href="#footnote_1">[1]</a>

Gott kennt unsere Bedürfnisse und wird sie großzügig erfüllen, denn er kleidet selbst das Gras
herrlicher als Salomo (V. 27). "Wenn  aber Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen
in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel mehr euch,  Kleingläubige!" (V. 28). Trachten,
Sorgen, Ängstlichkeit, Beunruhigung und Kleingläubigkeit ist in Bezug auf weltliche Bedürfnisse 
für Gläubige unangebracht, denn Gott selbst sorgt für sie: "Trachtet jedoch nach seinem Reich, und
dies wird euch hinzugefügt  werden." (V.31). "Nach seinem Reich zu trachten" bedeutet, Gottes Reich
gegenüber dem Reich dieser Welt in allem den Vorrang zu geben, dass es zu unserem Lebensziel und zum
Sinn unseres Daseins wird.

<B>V.29-31:</B> <font color=#FF0000>Als der HERR dies sagte, an welche Bedürfnisse dachte er da?
Sind "Essen, Trinken, Kleidung" auch heute noch die  Bedürfnisse aller Menschen in der Welt, oder
gehört heute mehr / anderes dazu?</font>

-------------------------------------------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">»Was die Bibel lehrt.« - Dillenburg: Christliche Verlagsgesellschaft;
(CV-Kommentarreihe Neues Testament) Einheitssacht.: <foreign lang="en">What the Bible
teaches</foreign> <dt.>; Aus dem Englischen übersetzt; NE: EST; Bd. 3. Lukasevangelium /
[Kommentator Norman Crawford. Übersetzung: Benedikt Peters]. - 1992; ISBN 3-89436-025-9; NE:
Crawford, Norman.</a></LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:32">Lukas 12:32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es entspricht vollkommen Gottes Wesen, ohne Widerwillen und ohne Maß zu geben. Nicht durch
Zufall beginnen die ersten Botschaften des Himmels im NT immer mit "Fürchte dich nicht!" (Mt.1,20;
Lk.1,13.20; 2.10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:33-Luke 12:34;">Lukas 12:33-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dies ist die Zusammenfassung der Lehre des HERRN über irdischen Besitz ab V.13. Danach darf der
Besitz nie das Herz eines Gläubigen regieren. Wir sollen gerne abgeben denen, die bedürftig sind
(V.33), denn er will Schätze im Himmel anlegen, die keinem Wertverlust unterworfen sind.
Schließlich ist der HERR unser Schatz (Kol.2,3) im Himmel; auf IHN wollen wir also Herz und
Sinn richten (Kol.3,1).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:35-Luke 12:40;">Lukas 12:35-40</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR selbst ist das beste Beispiel für die richtige Haltung, die Christen nach V.35 beim
Warten auf SEINE Wiederkunft  einnehmen sollen: "Und Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden
sein." (Jes.11,5). Die brennenden Lampen weisen auf das  Bekenntnis hin, das der HERR ja auch
unermüdlich leistete. Die Gläubigen warten in Bezug auf Jesu Wiederkunft weder auf das Ereignis
noch auf die dann anbrechende vollkommen gerechte Regierung, sondern auf ihren HERRN selbst.
Dieses Warten führt zu heiligem Wandel (1.Kor.1,7) und, wenn es in Geduld geschieht, zu
Tapferkeit gegenüber den Feinde (1.Thes.1,9-10). Kein Mensch weiß, wann ER wiederkommt -
daher kennzeichnet Wachsamkeit die Wartenden.


<B>V.37:</B> Auch im Himmel wird der HERR der vollkommene Diener sein. Der HERR nahm bei SEINER
Menschwerdung die Gestalt (»<foreign lang="el">morphä</foreign>«) eines Knechtes an (Phil.2,7), und
dieses griechische Wort bezeichnet SEINE Wesensart.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:41-Luke 12:43;">Lukas 12:41-43</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Schon immer hat Gott Menschen eingesetzt, um SEIN Volk zu beaufsichtigen. Diese haben von Gott die
Verantwortung, die Versammlung zu hüten bzw. zu weiden (Apg.20,28), natürlich nach SEINEM Vorbild.
Wie also hütete der HERR die Versammlung? Psalm 23 beschreibt Gott als den guten Hirten:



<b><h4>Was zeichnet nach Gottes Vorbild einen guten Hirten aus?</h4></b>
<OL>
 
<LI>Seinen Schafen mangelt nichts. (Ps.23,1). Die Gemeindeleiter und Lehrer werden also so für die
ihnen anvertrauten  Gemeindemitglieder sorgen, dass diesen nichts mangelt.</LI>
 
<LI>Er leitet seine Schafe auf rechtem (=gerechtem) Pfad (Ps.23,3).</LI>
 
<LI>Er leitet sie auch sicher und behütet in schweren Lebensabschnitten (Ps.23,4).</LI>
 
<LI>Er gibt seinen Schafen überreichlich von allem, was sie bedürfen (Ps.23,5.6).</LI>
 
<LI>Er leitet seine Schafe (Joh.10,4).</LI>
 
<LI>Jesus ist der wahre gute Hirte. Er lässt sein Leben für die Schafe (Joh.10,11). Auch die, die
der HERR nun als Hirten über  seine Herde gesetzt hat, werden also mit ganzem Einsatz für die Herde
einstehen.</LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:48">Lukas 12:48</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Für Gläubige wie für Ungläubige gilt, dass ein Mensch je mehr Verantwortung trägt, je größerer
Einblick ihm gewährt wurde.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:56-Luke 12:57;">Lukas 12:56-57</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
So wie der HERR auftrat, konnte er als Messias erkannt werden. Durch seine Vollkommenheit
wäre eigentlich eine  Selbstverurteilung der Juden angebracht gewesen. Sie wollten aber nicht Jesus
als den Messias erkennen, deshalb bezeichnete Jesus sie als "Heuchler", weil sie etwas nicht
anerkannten, was offensichtlich war.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:58">Lukas 12:58</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ein Sünder sollte vor seinem Gerichtstermin unbedingt die Schuldfrage klären, denn sonst ist seine
Verurteilung sicher. Seine Gegenpartei, der Kläger, ist das Gesetz - Gott ist der Richter.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 13:3">Lukas 13:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Buße ist, Gottes Gericht und SEIN Verdammungsurteil als absolut gerechtfertigt anzuerkennen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 13:4">Lukas 13:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Buße ist sofort nötig, denn man weiß nicht, wie lange man noch lebt. Echte Buße, das ist echte
Umkehr, wird einen Menschen stets zu seinem Gott zurückführen und wird deshalb auch stellvertretend
für die gesamte Errettung gebraucht (Lk.5,32; 24,47; Apg.11,18; Röm.2,4; 2.Petr.3,9). Der HERR
verwandte hier ein lokales Ereignis, um auf die Notwendigkeit des Heils aufmerksam zu machen. Das
kann uns ein Vorbild bei der Verkündigung sein.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 13:8">Lukas 13:8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der einzelne Feigenbaum im Weinberg kann mit Israel identifiziert werden, aber auch die
Anwendung auf einen einzelnen unbußfertigen Sünder ist gerechtfertigt. Das Gleichnis zeigt, wie der
HERR sich um jeden Sünder kümmert, wie er um ihn wirbt und  ihm Vorteile gewährt. Aber er zwingt
ihn nicht, Frucht zu bringen, denn jeder Mensch hat einen freien Willen. Wenn auch die  Bemühungen
und Mühen des Weingärtners groß sind und die Geduld Gottes lang, ein Sünder kann sich Gott
verweigern, er kann sich gegen IHN entscheiden und verloren gehen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 13:10-Luke 13:17;">Lukas 13:10-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Frau in der Synagoge in ihrer Hilflosigkeit und absoluten Kraftlosigkeit, sich selbst
aufzurichten, ist ein Bild auf verlorene Sünder. Sie suchte den HERRN nicht, aber der HERR sprach
sie an: "Ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten."  (Jes.65,1). Es ist ein Grund
zu danken, dass der HERR selbst solche Menschen errettet, die sich ihrer eigenen Schwachheit nicht
bewusst sind. Die Frau wurde von ihren Banden befreit, so wie jeder erlöste Sünder von der Sünde
und dem Angst vor dem Gericht  befreit wurde.

Der HERR war barmherzig und gnädig und liebevoll. Das stand im Gegensatz zu der Religion der
Juden, die diese auf die äußeren Formen reduziert hatten, so dass Liebe, Freundlichkeit,
Barmherzigkeit und Mitleid darin keinen Platz mehr hatten. Dies verurteilte  der HERR, indem er
zeigte, dass Liebe und Barmherzigkeit vor nur rein äußerlich angewandten Regeln und Zeremonien zu
stehen haben. Liebe und Glaube sind die Basis des christlichen Glaubens ("Du sollst den HERRN,
deinen Gott lieben von ganzem  Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft und deinen Nächsten wie dich
selbst") und sollen Motivation aller Handlungen sein. So  folgen die Handlungen der Gesinnung und
die Gesinnung soll nicht durch Handlungen erzeugt werden, was unmöglich ist. Der HERR befreite die
Frau von der Macht Satans und ermöglichte ihr den Lobpreis Gottes. Ebenso befreit er Sünder zum 
Gottesdienst.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 13:18-Luke 13:21;">Lukas 13:18-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sieht die Zukunft seines Reiches realistisch, er kannte sie ja bereits vorher. Das Reich
wird sehr groß und mächtig  werden, aber von Bösem durchsetzt sein: "..., und die Vögel des Himmels
nisteten in seinen Zweigen." Das lässt sich heute  erkennen: nicht alle Bekennenden gehören zu
Christus, vgl. die katholische Kirche.

Der HERR warnt im Gleichnis vom Sauerteig vor einem bloßen Aufblähen der Gemeinde ohne Zunahme an
Wert oder Substanz, wie  es beim Sauerteig de Fall ist. Ein bloß zahlenmäßiges Wachstum der Kirche
ohne Wirken des Geistes ist von Übel. Dies geschah  zum Beispiel in den Tagen Konstantins, als das
Christentum Staasreligion wurde.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 13:22">Lukas 13:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR lehrte, während er nach Jerusalem reiste. Er nutzte also alle Gelegenheiten, um Menschen
zu Gott zu bringen. 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 13:23-Luke 13:30;">Lukas 13:23-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Mann fragte den HERRN aus Neugier ganz allgemein, und bekam eine persönliche Antwort: Ob es
viele oder wenige seien, er solle zusehen, selbst dazuzugehören. Vieles will einen Sünder von der
Errettung abhalten, und all dies muss er überwinden, das Heil muss ihm wichtiger sein als alles
dies in der Welt. Oliver Smith, ein Evangelist: "Die Errettung ist einfach, aber sie ist  nicht
leicht." Niemand kann Selbstzufriedenheit, Stolz und sündige Gelüste behalten, wenn er
in die Errettung eingehen will - mit solchem Ballast passt er nicht durch die »enge Pforte« (V.24).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 13:31-Luke 13:35;">Lukas 13:31-35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR ließ sich von niemandem in seinem Dienst beeinflussen, von niemandem von seinem Willen,
den er konsequent ausführte,  abbringen. Der HERR führte den ihm gegebenen Auftrag konsequent und
gewissenhaft aus, ohne Kompromisse hinzunehmen (V.33). Der HERR benutzte für Herodes nicht
gewöhnliche Schimpfnamen, das wäre unter der Würde des HERRN gewesen. Er bedachte  ihn mit einem
treffenden Vergleich: Fuchs. Kraftausdrücke darf man also durchaus verwenden, wenn sie treffend sind
und nicht als  Beleidigung gedacht sind. Der HERR zwingt niemanden unter seinen Schutz, er ruft,
man muss aber selbst kommen: "Wie oft habe  ich deine Kinder versammeln wollen wie eine Henne die
Brut unter die Flügel, und ihr habt nicht gewollt." (V.34)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 14:1-Luke 14:6;">Lukas 14:1-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR verurteilte die Zusätze, die die Pharisäer zum Gesetz machten: " 'Vergeblich aber
verehren sie mich, indem sie als  Lehren Menschengebote lehren'. Ihr gebt das Gebot Gottes preis
und haltet die Überlieferung der Menschen fest." (Mk.7,7.8). Was also Menschen zu den Geboten Gottes
hinzutun, ehrt IHN nicht. Es ist also Unsinn, mehr tun zu wollen als das Gesetz verlangt 
- abgesehen davon, dass es ohnehin der Heilige Geist ist, der zur Einhaltung des Gesetzes befähigt.
Der Heilige Geist wird nicht zur  Einhaltung menschlicher Regeln befähigen, so dass man über eigene
Gesetze immer wieder stolpern wird. Es ist also wichtig, was  im eigenen Handeln nach Gottes Gesetz
ausgerichtet ist, und wo man über eigene Regeln fällt und diesen Fall dann fälschlicherweise  als
Sünde bezeichnet. Der HERR selbst hielt sich nämlich nicht an menschliche Regeln wie das
Heilungsverbot am Sabbath (V.4).  Für den HERRN stand Mitleid höher als materielle Erwägungen, bei
den Pharisäern war es andersherum: einen Ochsen am Sabbath aus einem Brunnen zu ziehen war
allgemein anerkannt und sollte dem Verlust von Besitz vorbeugen - dagegen waren Heilungen oder
Krankenbehandlungen am Sabbath nach jüdischer Tradition verboten, wenn der Kranke nicht in
Lebensgefahr schwebte.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 14:7-Luke 14:11;">Lukas 14:7-11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Wunsch, sich selbst in den Vordergrund zu stellen, ist ein Hauptkennzeichen des gefallenen
Menschen. Gott aber hasst solchen menschlichen Hochmut (Spr.16,5), welcher Sünde ist. Ein Christ
sollte sich deshalb weit von Selbstverwirklichung und Egoismus, wie die Welt sie lehrt,
distanzieren. Die Bibel lehrt,  »nicht höher von sich zu denken als zu denken sich gebührt,
sondern so zu denken, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt
hat.« (Röm.12,3) - das schließt Hochmut ebenso wie ichbezogene Selbstverachtung aus. Zu jeder
Zeit ist der demütige HERR unser Vorbild (Phil.2,5), der sagt "Denn jeder, der sich selbst erhöht
<I>[d.h. einen höheren Platz einnimmt, als ihm zusteht]</I> wird erniedrigt werden, und wer sich
selbst erniedrigt, wird erhöht werden."


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 14:12-Luke 14:14;">Lukas 14:12-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»<foreign ang="la">do ut des</foreign>« (»Ich gebe, damit du mir etwas gibst«) wird vom HERRN als
Prinzip zu handeln verurteilt und kann damit nicht für einen Christen gelten. Dieser Abschnitt
wendet sich gegen den Egoismus, der den eigenen Vorteil auch bei Taten für andere sucht (»...dich
wiederladen«; V.12); damit werden keine gesellschaftlichen Anlässe verboten, aber diese dienen IHM
nicht. Unsere guten Taten müssen nach SEINEM Vorbild weit mehr sein: sie müssen denen gelten, die
nicht zurückzahlen können, denn so sammelt man sich Lohn im Himmel.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 14:15-Luke 14:24;">Lukas 14:15-24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieses Gleichnis war die Antwort des HERRN auf die selbstgerechte Rede eines Gastes, dass die
glückselig seien, die im Reich Gottes essen würden, wobei dieser Gast sich selbst dazuzählte. Die
Gäste des großen Abendmahl weigerten sich zu kommen und gaben fadenscheinige Entschuldigungen vor.
Der eine Knecht, der die Gäste laden sollte, kann mit dem Heiligen Geist identifiziert werden. Dass
er den Bitten der Gäste entsprach und sie tatsächlich beim Hausherrn entschuldigt zeigt, dass auch
Gebete von Sündern erhört werden und diese für ihre Abwesenheit im Himmel entschuldigt werden,
wenn sie das wollen. Dann ließ der HERR solche laden, die sonst nie selbständig zu  einem Gastmahl
kommen konnten: ein Bild auf Sünder in ihrer Hilflosigkeit. Der Himmel hat Grenzen, viele
Wohnungen, einen Tisch und einen begrenzten Raum, deshalb heißt es: "..., und es ist noch Raum.".

Am Ende des Tages wurde es schwieriger, Gäste für das Abendmahl zu finden, denn jetzt musste man
sie entlang der Wege und Zäune suchen. Reichgottes-Arbeiter bestätigen das. Der eine ausgesandte
Knecht steht für den Heiligen Geist, denn er kann (im Gegensatz zu menschlichen Arbeitern) Menschen
willig besorgt um ihr Heil machen (sie »nötigen«; V.23). Ein Sünder kann Gottes Einladung aber
dennoch aus eigener Verantwortung ablehnen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 14:25-Luke 14:27;">Lukas 14:25-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Liebe zu Jesus muss soviel stärker als jede Liebe zu Menschen oder Dingen (die so unwichtig
sind, dass sie in V.26 nicht einmal genannt werden), dass letztere daneben wie Hass ist. Wer IHM
nachfolgen will, darf sich von nichts und niemandem dabei hindern lassen. V.27: Das Kreuz tragen
ist, seinem Ego gestorben sein, sich selbst verleugnen: nicht mehr für sich selbst zu leben
(Eigenliebe), sondern für IHN (Liebe zu Gott). Wir  sollen nicht das Kreuz des HERRN tragen
-stellvertretend für Sünder-, sondern unser eigenes, d.h. alles an Gegnerschaft der Welt,  die
einem entgegenschlägt, weil man dem HERRN nachfolgt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 14:28-Luke 14:30;">Lukas 14:28-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nachfolge kostet immer etwas - Hingabe wächst mit dem was man zu geben bereit ist. Die
vollständigste Hingabe ist die Gottes, denn er gab uns SEINEN Sohn bzw. sich selbst. Der HERR
fordert uns auf, die Kosten zu bedenken, bevor wir in SEINE Nachfolge eintreten: Können bzw. wollen
wir die Mittel für ein ganzes Leben mit IHM aufbringen? Paulus machte diese Rechnung so,
dass er um Christi willen alles für Verlust achtete, was ihm früher Gewinn war (Phil.3,7.8), denn
die Gemeinschaft mit dem HERRN ist das Leben für einen Menschen.

Der HERR versuchte nicht, das Evangelium als zusätzliche Segnung in einem Leben der Weltlichkeit
und Vergnügungen darzustellen, um es so den Weltmenschen schmackhaft zu machen. Statt dessen
forderte er zur Kostenrechnung auf.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 14:31-Luke 14:32;">Lukas 14:31-32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wahre Jünger sind solche, die erkannt haben, den Forderungen Gottes (der feindlichen Heeresmacht)
nichts entgegensetzen zu können, sie niemals erfüllen zu können. Deshalb haben sie sich Gott
ergeben (V.32; d.i. die Nachfolge inkl. Abschied von allem was man hat: V.33) und IHN um Frieden
gebeten. Diesen hat ER gewährt, indem ER uns in Christus vergab.

<B>V.33:</B> griechisch »<foreign lang="el">apotassomai</foreign>« (entsagen) bedeutet wörtlich
»aus er Reihe abtreten«. Es ist, sich von allem zu verabschieden, was einem bisher etwas
bedeutete. Unser Herz muss ganz IHM gehören, denn für halbherzige Hingabe gilt "Der kann nicht
mein Jünger sein!".


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 14:34-Luke 14:35;">Lukas 14:34-35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Echte Jüngerschaft ist beständig, weder zeitlich beschränkt noch wechselhaft.


(Es ist teilweise schwierig, den HERRN in diesen Kapiteln zu beobachten, da er selbst auftritt und
sich in den Hintergrund stellt. Gerade das aber ist eine Lehre: seinen Auftrag in den Vordergrund,
sich aber in den Hintergrund zu stellen.)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 15:4-Luke 15:7;">Lukas 15:4-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Alle waren in ihren Sünden verloren (»..., lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste...«),
aber nur einer erkannte dies. Der  Hirte - unser HERR - ging dem verlorenen Schaf nach. Das Schaf
hatte keine Möglichkeit, sich aus eigener Kraft zu retten und der  Hirte rettete es, obwohl er
nicht darum gebeten worden war. Deshalb kann ein Erretteter - der ja ohne eigenes Zutun und ohne
darum zu bitten, errettet wurde, der selbst nur seine Verlorenheit erkannt hat - keine Gegenleistung
für die Rettung erringen. »...und geht dem  verlorenen nach, bis er es findet« zeigt den Einsatz
Gottes für jede verlorene Seele: nämlich soweit, bis diese errettet ist. Für Gott  gibt es daher
keine gewöhnlichen Leute; jedes Individuum ist eine unermesslich kostbare Seele, die vom Hirten
persönlich geliebt und beharrlich gesucht wird. Das allein das eine Schaf, das sein Verlorensein
erkannte, errettet wurde, zeigt: Der Mensch, der noch nie verloren war (d.h. sein Verlorensein
erkannt hat), ist auch nie gerettet worden. Sein Verlorensein zu erkennen, hat aber nichts  mit
Gefühlen zu tun. Es genügt, Jesu Wort zu glauben, dass alle Sünder verloren sind. Nur die Schafe,
die von IHM gefunden wurden, bezeichnet der HERR als SEINE Schafe. Die Suche des einen verlorenen
Schafes kostete den HERRN sein Leben und außerdem noch die  Mühen, einem Sünder nachzugehen, bis
er bereit ist, dem HERRN zu folgen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 15:8-Luke 15:10;">Lukas 15:8-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Eine verlorene Münze ist absolut hilflos, sie kann ihren verlorenen Zustand selbst nicht
beheben, sondern muss gefunden werden. Das Suchen der Frau - sie zündet eine Lampe an, kehrt das
Haus und sucht sorgfältig, bis sie sie findet - stellt das Wirken des Heiligen Geistes dar. Auch die
Freude, als sie die Münze fand, ist ein Bild vom Wirken des Heiligen Geistes.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 15:11-Luke 15:32;">Lukas 15:11-32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das dritte Teilgleichnis dieses Kapitels - denn alle drei Gleichnisse zeigen das Verlorensein und
die Errettung von Sündern - zeigt  hauptsächlich die Buße im Herzen eines Sünders und das Herz des
Vaters. Das Hauptthema des Gleichnisses ist ein Sünder, der willentlich in die Irre geht, aber der
Heilige Geist hat dieses Gleichnis auch benutzt, um abgefallene Gläubige zu erreichen. Wir sind
mit einem freien Willen geschaffen und können also auch die falsche Wahl treffen; deren Folgen kann
Gott nicht  aufheben, ohne dass die Schuld vollständig bezahlt wird, entweder durch den Schuldner
(unmöglich) oder durch einen Stellvertreter (der HERR Jesus, die einzige Möglichkeit). Der
verlorene Sohn wollte nichts mit seinem Vater (Gott) zu tun haben, er lebte ein  weltliches Leben
in Ausschweifung, als eine Hungersnot kam und er erkannte, dass er nichts mehr hatte. Jetzt - in
dieser Not, in die Gott einen Sünder führt - erkennt dieser seine Sünde, denn er musste Schweine
hüten, die für die Juden unreine Tiere waren. Jetzt  war er bereit, den Tatsachen ins Gesicht zu
sehen und erkannte seine eigene Armut und seinen Huner gegenüber dem Überfluss an Brot, den die
Tagelöhner seines Vaters hatten. Ein Sünder darbt Hungers, nur um nicht unter der Autorität Gottes
zu stehen, denn vor dieser lief der verlorene Sohn ja weg; ein Gläubiger hingegen wird von seinem
guten Vater versorgt. Ohne unter der Autorität  Gottes zu stehen, ist ein Mensch nicht
überlebensfähig und kann sich seines Lebens auch nicht erfreuen. Der verlorene Sohn hatte  sich um
sein zu Hause gebracht (5.Mo.21,18-21), er wollte deshalb zu seinem Vater zurück und nicht nach
Hause. Wahre Buße ist mehr als Worte: es bedeutet, umzukehren, zurück zu Gott, dem Vater. Dieser
nahm den Sohn sofort wieder auf, er  hatte lange auf seinen Sohn gewartet und nach ihm verlangt.
Der Sohn wurde bei seiner Rückkehr vom Vater gesegnet; das entspricht den Segnungen der Gläubigen:
sie sollen den neuen Menschen anziehen (Eph.4,24); sie bekommen die Würde der Sohnschaft,
gleichwie der Sohn einen Ring erhielt (Eph.1,5); die Schuhe enthalten die Ermahnung, "dass ihr
würdig wandelt der  Berufung, mit welcher ihr berufen worden seid" (Eph.4,1); schließlich sind 
Musik und Reigen die "geistlichen Liedern, singend  und spielend dem HERRN in euren Herzen"
(Eph.5,19).

»..., und lasst uns essen und fröhlich sein« (V.23) bedeutet, das dies anfangen wird und nie enden
wird: ein Hinweis auf die ewige  Errettung. Der ältere Bruder war noch nicht wie der verlorene Sohn
aufgewacht und hatte seine Sünden noch nicht eingesehen:  er hatte einen selbstgerechten Geist und
meinte, seine Arbeit für den Vater genüge als Grundlage seiner Errettung. Obwohl er beim  Vater
geblieben war, widersetze er sich dessen Autorität: "Er aber wurde zornig und wollte nicht
hineingehen." (V.28), ebenso wie  er der Jüngere Bruder getan hatte, indem er davonlief. Der ältere
Bruder, der z.B. die Pharisäer repräsentiert, sagte: "und mir hast du  niemals ein Böcklein
gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich wäre." (V.29). Hier zeigt sich sein Egoismus und zum
anderen  die Freudlosigkeit religiöser Arbeit, die tatsächlich nichts als Knechtschaft ist. By the
Way: Gott sagt in V.31: "Kind, du bist allezeit bei  mir und alles, was mein ist, ist dein." Es
bedeutet also keinesfalls Beschränkung, unter der Autorität Gottes zu stehen, sondern im  Gegenteil
großen Reichtum und -wie am Beispiel des verlorenen Sohnes zu sehen ist- große Freude.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 16:1-Luke 16:7;">Lukas 16:1-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Gleichnis vom ungerechten Verwalter hat nur eine Hauptaussage: Nutze jede Gelegenheit,
die sich dir jetzt bietet, um für die Zukunft gerüstet zu sein.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 16:8">Lukas 16:8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"[...]; denn die Söhne dieser Welt sind klüger als die Söhne des Lichts gegen ihr eigenes
Geschlecht.": Gläubige  sollten im Blick auf die Ewigkeit die gleiche Klugheit aufweisen wie die
Weltklugen im Bezug auf ihre weltliche Zukunft. Das heißt, sein Ziel vor sich zu sehen und deshalb
die zeitlichen Mittel (Zeit, Gaben, Geldmittel) in die Ewigkeit zu investieren. So sammelt man sich
Schätze im Himmel, und "wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein." (Lk.12,34).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 16:9">Lukas 16:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers zeigt den richtigen Gebrauch des Mammon für alle, denen Gott ihn gegeben hat. Wenn
man diesen nämlich nicht  für die privaten Interessen verwendet, sondern damit Gutes tut, schafft
man sich Freunde und der Mammon bringt einem Frucht in der  Ewigkeit. Mit dem Mammon Gutes zu tun
bedeutet z.B.: den Bedürftigen dienen, die Hungrigen speisen, die Armen kleiden, die  Kranken
pflegen, das Werk des HERRN vorantreiben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 16:10-Luke 16:12;">Lukas 16:10-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.10-12:</B> Dieses Prinzip lässt sich auf alle Lebensbereiche anwenden: man kann nur dem Großes
zur Verwaltung anvertrauen, der sich in der Verwaltung von Unbedeutendem treu erwiesen hat. Für uns
gibt es mannigfaltige Möglichkeiten, die geistliche »Treue im Kleinen« zu erweisen, so zum Beispiel
das Geld, das der HERR uns gegeben hat, IHM gemäß einsetzen (V.11) und die Gnadengaben, die ER uns
gegeben hat, zum Bau SEINES Reiches einsetzen. Derartige Treue nach Christi Vorbild ist mit
Ergebenheit gegenüber Gott und SEINEM Geist verbunden.


<B>V.11:</B> Alle unsere irdischen Reichtümer sind Gaben, mit denen wir treu IHM zur Verherrlichung
dienen sollen. Je treuer wir uns darin erweisen, desto größeren, wahrhaften Reichtum und Lohn werden
wir im Himmel empfangen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 16:13">Lukas 16:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR ist vollkommenes Vorbild eines ungeteilten und vollkommenen Dienstes für Gott.  Er
lehrt, Gottes ergebener Knecht zu sein statt zeitweise auch Eigeninteressen nachzulaufen. Zu wahrem
Dienst müssen wir selbst mit allem, was wir haben, Gott jederzeit zur Verfügung stehen, ein
geteiltes Herz dagegen ist ein großes Übel (Jak.1,8; 4,4.8).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 16:19-Luke 16:31;">Lukas 16:19-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Reichtum ist nicht an sich böse. Doch es ist böse, ihn in seinen eigenen Lüsten zu verschwenden,
ohne ihn zur Linderung der Not anderer einzusetzen, so wie es hier der reiche Mann tat. Wer die
Möglichkeit hat, Leid zu lindern -wie es diesem  reichen Mann gegeben war-, aber hartherzig bleibt
und nicht hilft, der versündigt sich (vgl.: »Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist
es Sünde.« (Jak.4,17)). Das ist eine Lehre für den Umgang mit Gaben  in dieser Welt, wie z.B.
Reichtum: sie sind dazu da, sie zur Ehre Gottes, also auch zum Wohle der Menschen einzusetzen, und
auf  keinen Fall dazu, eigene Gelüste zu befriedigen.

Die Bibel sagt zwar, dass Reichtum ein Hindernis auf dem Weg in Gottes Reich sei (Mark 10, 25: »Es
ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes
komme.«), aber  nicht, dass dies unmöglich sei, denn Abraham ist im Himmel (Lukas 16,22) und
(1.Mo.13,2:) "Und Abram war sehr reich an Vieh, Silber und Gold."


<B>V.25:</B> Auch im Leben nach dem Tod wird man ein Gedächtnis und eine Erinnerung haben, man wird
sich an  das Leben auf der Erde erinnern können.


Auch in der Hölle werden die Ungläubigen ihr Verhalten nicht bereuen, sondern sie werden Gott für
ihr Schicksal beschuldigen. (Offb.16,9). Dies tat auch der reiche Mann in der Hölle: er sagte nicht
"Hätte ich doch nur Buße getan und an den Retter geglaubt.", sondern "Nein, Vater Abraham, sondern 
wenn
jemand von den Toten zu ihnen geht,  werden sie Buße tun", was einer glatten Weigerung, Gottes
Zeugnis anzunehmen, entspricht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 17:1">Lukas 17:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR lehrte, dass Versuchungen der Gläubigen kommen werden: wer also gläubig geworden ist,
ist vor Versuchungen nicht sicher. Wie aber unterscheidet man eine Versuchung (einen Anlass
zur Sünde) von einer begangenen Sünde? Eine  Versuchung ist die Möglichkeit -bzw. Gelegenheit- zu
sündigen, die man aber auch in der Kraft des Heiligen Geistes ablehnen  kann. Wenn man aber
sündigt, so verstößt man gegen ein Gebot Gottes (nämlich gegen das, das die Zusammenfassung des
ganzen  Gesetzes bildet: "Du sollst den HERRN, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, ganzer Seele
und ganzer Kraft und deinen  Nächsten wie dich selbst" mit dem Kriterium "Alles was ihr wollt, dass
euch die Menschen tun, so auch ihr tut ihnen"). Wenn man  nicht gegen dieses Gebot verstoßen hat,
so ist man über seine eigenen, menschlichen, zusätzlichen Regeln gefallen, die beseitigt  werden
müssen. Um entscheiden zu können, ob eine Handlung Sünde gegenüber Menschen ist:
»Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn
dies ist das Gesetz und die Propheten.« (Matth. 7,12) Alle Sünden wider Menschen sind auch Sünden
wider Gott, es gibt nur noch einen weiteren Grundsatz, die Liebe zu Gott (vgl. Mt. 22,37-39).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 7:7-Matthew 7:8;">Matthäus 7:7-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott zeigte hier, dass konkrete Bitten notwendig sind, um zu empfangen und damit Gott einem die
Bedürfnisse in dieser Welt erfüllt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 17:3-Luke 17:4;">Lukas 17:3-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR lehrt, dass man seinem Bruder (Mitmenschen ?) vergeben soll, wenn dieser umkehrt und
sich ändern will. Um also Vergebung der Menschen untereinander zu ermöglichen, ist es notwendig,
zum anderen hinzugehen und zu bekennen: ich will mich ändern. Stolz verhindert solches Verhalten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.10.1998; 27.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 17:5-Luke 17:6;">Lukas 17:5-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Weit bedeutungsvoller als die Größe des Glaubens als solchem ist der Gegenstand, auf den er sich
gründet, denn dessen Wert macht den Wert des Glaubens aus. So hilft ein starker Glaube nichts, wenn
die Person, an die man glaubt, unzuverlässig und / oder unfähig ist, aber ein kleiner Glaube an
unseren absolut zuverlässigen und allmächtigen Gott reicht (Mt.24,35) selbst um Berge zu versetzen,
denn Gott kann das tun.


<UL>
	<LI>Matth. 17,20</LI>
	<LI>Matth. 21,21</LI>
	<LI>Mk. 11,23</LI>
	<LI>Lk. 17,6</LI>
</UL>

Die obigen vier Verse sprechen von der Macht des Glaubens. Matth.21,21 berichtet davon, dass
Jesus vorher einen Feigenbaum  zum Verdorren brachte. Die sich anschließende Aussage "Glaube
versetzt Berge" muss also auch wörtlich statt bildlich aufgefasst  werden. Jesus sagte weiter in
Matth.21,22: "Und alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten, wenn ihr glaubt."


Nach Röm.14,23 (»wer aber zweifelt und doch ißt, der ist verurteilt, weil es nicht aus Glauben
geschieht. Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.«) ist  alles Sünde, was nicht
aus Glauben geschieht, denn es ist unmöglich, im Glauben zu sündigen. Wer nicht an Jesus Christus
glaubt,  ist ein Ungläubiger und alle Handlungen eines Ungläubigen sind Sünde -also ist alles
Sünde, was nicht aus Glauben geschieht. Wer etwas nicht im Glauben an den HERRN tun kann bzw.
zwischen dieser Handlung und dem Glauben ohne Zweifel entscheiden müsste, sollte diese Handlung
unterlassen und am Glauben festhalten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 17:2">Lukas 17:2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer einem Gläubigen Anlass zur Sünde gibt, hat ein schweres Gericht zu erwarten, besonders
wenn es um "einen dieser Kleinen" geht, d.i. wohl ein Neubekehrter, der deshalb unter dem
besonderen Schutz des Vaters steht (vgl. Lk.10,21).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 17:7-Luke 17:10;">Lukas 17:7-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Verse sprechen vom Dienen bzw. Arbeiten; denn wir sind Arbeiter Gottes in Seinem
Reich, das sollten wir über aller  Gnade und allen Gaben nicht vergessen. Die Verse 7-9 zeigen die
beobachtbare Ausführung der Arbeit / der Aufträge, so wie  Christen sie tun sollten: Man führt die
Arbeit gehorsam aus und nimmt, auch wenn man erschöpft ist, neue Befehle an - es bleibt  nichts
anderes übrig, denn man ist Sklave. Man wird keine Dankbarkeit erwarten. Man arbeitet nicht für
sich selbst, sondern für  seinen HERRN (also Gott) und erfüllt dessen Bedürfnisse, Wünsche und
Befehle durch den Dienst. Danach wird der HERR die  Bedürfnisse seines Sklaven erfüllen: er gibt ihm
zu essen. Die Geisteshaltung bei solch einem Dienst für Gott ist: "Wir sind unnütze  Sklaven. Wir
haben getan, was wir zu tun schuldig waren."

Resultate für den Dienst: Was Gott befiehlt, muss ausgeführt werden. Gottes Befehle haben Vorrang
vor menschlichen Bedürfnissen.  Gott wird zu gegebener Zeit für die Bedürfnisse seiner Diener
sorgen; wir haben weder Dank noch die Erfüllung unserer Bedürfnisse  zu fordern.

Auch der HERR selbst lehnte es ab, für seine eigenen Bedürfnisse zu sorgen: Matth.4,2-4. Auch
wenn er Ruhe brauchte und das  Volk zu ihm kam, kam er seinem Auftrag nach (vgl. auch Mk.1,21-38).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 17:15-Luke 17:18;">Lukas 17:15-18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dass der HERR nach den anderen neun fragte (V.18) zeigt,  dass er es von denen, die er heilte und
denen er half, erwartet, dass sie Gott loben. Der Aussatz war in der Bibel schon immer ein  Bild
für Sünde: wenn durch Jesus also Sünder erlöst wurden, so sind sie es schuldig, IHN vor den
Menschen zu ehren ("...; und er lobte  Gott mit lauter Stimme.", V.15b), demütig zu sein und IHM zu
danken ("Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm.",  V.16a). Alle zehn hatte der
HERR gerettet, aber nur dieser dankte IHM.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 17:20-Luke 17:36;">Lukas 17:20-36</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.21b:</B> "Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch.": Der HERR hatte das Reich Gottes
bereits aufgerichtet, allerdings sind seine  Auswirkungen noch verborgen und werden erst später
offenbar werden.


Der HERR sagt, dass das Kommen des Menschensohnes zum Gericht plötzlich geschehen wird, in einer
Zeit ungehemmter  Weltlichkeit, Diesseitsbezogenheit und Konsums, von Perversität und
Sündhaftigkeit ...wie es heute bereits in Anfängen zu sehen ist.  Das Böse wird sich aber erst nach
der Entrückung der Gläubigen in der genannten Weise ausbreiten, wenn der Heilige Geist  weggenommen
worden ist.


Leben Menschen in Auflehnung gegen Gott, wird sogar "das Ackern der Gottlosen Sünde" (Spr.21,4).
Wie der HERR Lot aus Sodom herausführte, so wird er auch die Gemeinde vor dem Gericht der Welt
entrücken. Christus aufzunehmen beinhaltet, die Welt zu verwerfen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 18:1-Luke 18:8;">Lukas 18:1-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR lehrte, allezeit zu beten und nicht zu ermatten (Lk.18,1). Er stellt Gebet und Ermatten
einander gegenüber, denn durch Gebet bekommen wir die Kraft und den Mut, die uns davor bewahren, zu
ermatten. Dieses Gleichnis lehrt, dass Beten <I>mit Ausharren</I> von Gott erhört wird. Das
Ausharren im Gebet und die Aufforderung, nicht zu ermatten, ist besonders auf sein  Kommen
ausgerichtet, denn jeder Gläubige sollte hier in Naherwartung leben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 18:9">Lukas 18:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR Jesus verurteilt Selbstgerechtigkeit und Hochmut. "...; denn jeder, der sich selbst
erhöht, wird erniedrigt werden; wer  aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden." (V.14). Der
HERR selbst war von Herzen demütig. Diese Aufforderung zur  Selbsterniedrigung beinhaltet in Bezug
auf das Gebet: Nicht so tun, als ob man nichts bedürfe, wie es der Pharisäer tat, der keine  Bitte
an Gott richtete. Der Zöllner dagegen bat Gott um Gnade und erniedrigte sich vor Gott, indem er
sich als "den Sünder"  bezichtigte und vor Gott demütig war. Es beinhaltet aber auch, sich keinen
Ehrenplatz bei Gott anzumaßen. Es heißt aber nicht, Gott  um weniger zu bitten -denn wer sich
selbst erniedrigt, wird abhängiger von Gott und muss mehr erbitten. Andererseits sind  anmaßende
Bitten unzulässig.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 18:15-Luke 18:17;">Lukas 18:15-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR wollte, dass die Kinder zu ihm kommen. Jeder muss das Reich Gottes aufnehmen
wie ein Kind, um in das Reich  Gottes einzugehen: mit einem Glauben, der nichts anzweifelt oder
hinterfragt, und in vollständiger Abhängigkeit von IHM.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 18:18-Luke 18:30;">Lukas 18:18-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Guter Lehrer, was muss ich getan haben, um ewiges Leben zu erben?" Diese Frage enthält
einen Widerspruch, denn  wenn man ewiges Leben ererbt, wie kann man es durch Taten erreichen
wollen? Jesus forderte den Reichen auf: "verkaufe alles,  was du hast, und verteile es an die
Armen,..." (V.22b), denn an diesen Dingen hing sein Herz. A. Plummer sagt: "Petrus, Jakobus und 
Johannes wurde nicht gesagt, sie müssten ihre Schiffe und Netze verkaufen und den Erlös den Armen
geben; denn ihre Herzen  waren nicht mit diesen Dingen vermählt." Der HERR fordert nicht auf, von
allem loszulassen, sondern nur von dem, woran das Herz  hängt außer ihm, denn das sind Götzen.
Alles, woran das Herz nicht hängt, sondern was man nur als Werkzeug für IHN einsetzt,  kann man
weiter benutzen. Nichts darf SEINE Priorität gefährden, alles muss Werkzeug sein und IHM dienen,
denn er allein ist Sinn des Lebens und oberstes Ziel.

Auch Reiche können errettet werden, aber für sie gibt es viele Hindernisse auf dem Weg dorthin:
Sie sind stets in Gefahr, auf ihren materiellen Reichtum zu vertrauen und darüber blind für
ihre geistliche Armut vor Gott zu werden. Außerdem kann man die Errettung nur als Geschenk
empfangen und nicht kaufen - Stolz macht es einem Reichen unmöglich, sich etwas schenken zu lassen.

Der HERR lehrt, dass Güter dieser Welt für SEINE Nachfolger unbedeutend geworden sind, nur noch als
Werkzeuge (s.o.) im Dienst für IHN eingesetzt werden. Gerade dazu forderte der HERR den jungen
Obersten auch auf (V.22). So kann »Vielfältiges empfangen [...] in dieser Zeit« (V.30a) daher
nicht die Belohnung mit materiellen Gütern zu Selbstzweck meinen, sondern die Erfüllung aller
Bedürfnisse (Phil.4,19), wieviel die Nachfolge auch verlangt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 18:31-Luke 18:34;">Lukas 18:31-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR schaute seinem Schicksal ins Auge, er  wusste, was auf ihn zukam. Dennoch gehorchte er
ohne zu Zögern und folgte  willig, geradlinig und konsequent seinem Auftrag, auch wenn es ihm
sicher schwer war.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 19:1-Luke 19:9;">Lukas 19:1-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zachäus Beispiel zeigt, dass Reichtum die Errettung nicht verhindern muss - ist das Herz von
Liebe erfüllt, wird es freigiebig, auch wenn Reichtum vorhanden ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 19:10">Lukas 19:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dies ist der sog. "goldene Text des Lukas", eine knappe und umfassende Verkündigung des Evangeliums.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 19:11-Luke 19:27;">Lukas 19:11-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jeder Knecht erhielt ein Pfund, also die gleichen Möglichkeiten. Während ihr Herr außer Landes war
(also bis der HERR wiederkommt) sollen die Knechte treu seine Geschäfte betreiben. Unser
Dienst auf er Erde ist damit eine Prüfung, die zeigen soll, ob wir später größere Verantwortung
bekommen können (V. 17). 

Die Knechte hatten persönliche Freiheit in der Art, wie sie mit dem anvertrauten Pfund
wirtschaften wollten. Ebenso liegt es in unserer eigenen Verantwortung und Entscheidung, wie wir IHM
mit den uns anvertrauten Gaben dienen, wie wir einen Auftrag ausführen.

Die Aufgaben der Knechte sind nach Ada Habershon:  "Frucht bringen; andere
zum Fest einladen; den Bedürftigen dienen; wachen; sich  um die Mitknechte sorgen; ihre Lampen
bereithalten; mit dem anvertrauten Pfund Handel treiben".

Das Reich, das der Herr in diesem Gleichnis im Ausland empfangen soll (V.12), bedeutet die Erde,
die der HERR zur Herrschaft empfängt und auf der er früher verachtet und verworfen wurde
(V.14).


Treue Diener werden vom HERRN im Himmel nicht mit Ruhe belohnt, sondern mit Tätigkeit: mit IHM
mitzuregieren und IHM zu dienen. Dieser Lohn übersteigt den Wert unseres Dienstes so wie zehn
Städte (V.17) die zehn verdienten Pfunde (V.16). Hier zeigt sich wieder das biblische Prinzip, dass
Treue in geringem Dienst mit größerer Möglichkeit zum Dienst für Gott, mit größerer Verantwortung
belohnt wird. Ein böser Knecht aber ist der, der dem HERRN keinen Gewinn gönnt (V.22.23).

Unserem Gott, dem höchsten Herrn, zu dienen, ist der Lebenssinn eines Menschen auf der Erde und im
Himmel - um SEINETWILLEN sind wir erschaffen worden und ER verdient unsere Liebe und Ehrerbietung,
denn ER ist für uns gestorben und hat uns so gerettet!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Corinthians 12:9-II Corinthians 12:10;">2. Korinther 12:9-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zusammenfassung zur Gemeindestunde vom 1.11.1998


Es ist für ein effektives Glaubensleben, d.h. für effektiven Dienst gegenüber IHM, notwendig,
seine eigene Schwachheit, das  eigene Unvermögen, überhaupt etwas zustande zu bringen, zu erkennen.
Diese menschliche Schwachheit ist Realität, sie  entspricht der Schwachheit des Fleisches mit all
seinen Begierden und Sünden. Im Fleisch ist ein Mensch z.B. nicht fähig, auch nur  irgendeine
Versuchung abzulehnen oder diszipliniert das zu tun, was notwendig ist. Wer nun seine eigene
Schwachheit in allen  Bereichen erkennt und anerkennt, vor Gott zugibt, in dem kommt die Kraft Jesu
zur Vollendung. So kann Paulus sagen, dass er  Gefallen habe an Situationen, mit denen er allein
nicht fertig werden könne: "...; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark"  (V.10b). Weil es
aber Gott ist, der einem SEINE Kraft zur Verfügung stellt, gilt 2.Kor.10,17: "Wer sich aber rühmt,
rühme sich des  HERRN." Der HERR kann einen jeden dazu führen, Gefallen an leidvollen und extremen
Situationen zu finden, wo ein Mensch mit  allem seinem Wissen und seinem Können am Ende ist, wo er
an seine Grenzen stößt und seine Schwachheit erkennt. Denn in  unseren Schwachheiten kommt die
Kraft Christi zur Vollendung. Christen sind also abhängig von ihrem HERRN, und das ist gut so.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 19:40">Lukas 19:40</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Auch die Steine, die unbelebte Natur, verlangt nach der Regierung des Erlösers, wie es auch
Röm.8,22 ausdrückt: "die ganze Schöpfung seufzt und liegt in Geburtswehen bis jetzt". Dieses
Verlangen kommt daher, dass die ganze Natur -allerdings in unterschiedlichem Ausmaß (1.Mo.3,14)- 
nach dem Sündenfall des Menschen verdammt wurde, um vom Sündenfall und der Hoffnung auf Erlösung
Zeuge zu sein.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 19:41-Luke 19:44;">Lukas 19:41-44</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR ist allwissend, denn er sagte in Lk.19,43.44 die Zerstörung Jerusalems als direkte
Folge der Ablehnung des HERRN  voraus. Diese sollte sich 40 Jahre später unter Titus buchstäblich
erfüllen: zur Einnahme der Stadt wurde ein Wall aufgeschüttet.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 19:45-Luke 19:46;">Lukas 19:45-46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Tempelreinigung zeigt, dass es eine klare Trennung zwischen Gottesdienst und weltlichem
Gewinnstreben geben sollte: im und mit dem Gottesdienst sollen keine Geschäfte gemacht werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 20:1">Lukas 20:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Predigt, d.h. die Verkündigung der Botschaft der Errettung vor vielen, ist die gottgewollte
Form der Evangeliumsverkündigung;  Jesus handelte so (Luk.20,1); Gott hat die Torheit der Predigt
als göttlichen Weg zur Errettung der Glaubenden erwählt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 20:9-Luke 20:18;">Lukas 20:9-18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR erwartete Frucht von seinem Weinberg Israel; um diese einzufordern, sandte er seine
Knechte (V.10-12), das sind die Propheten, die SEINE Forderungen an den Weinberg Israel
überbrachten. Der Gehorsam dieser Knechte (Propheten) ist vorbildhaft für uns, denn sie
gehorchten, obwohl sie wussten, dass schon andere  Knechte geschlagen, verächtlich behandelt und
fortgeschickt worden waren.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 20:20-Luke 20:25;">Lukas 20:20-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.21:</B> Vorsicht vor Schmeicheleien, das können Fallen der Welt und Satans sein.


Der Text lehrt, dass die Gesetzestreue gegenüber dem Staat auch für Christen geboten ist, denn
Steuern und Abgaben an den Staat  stehen diesem zu, es sind weltliche Dinge, die auch weltlich
verwendet werden sollen. Gleichwohl macht Gott in seinem Wort klar,  dass bei Gegensätzen zwischen
göttlichen und weltlichen Gesetzen Gottes Gesetzen immer der Vorrang zu geben ist (Offb.14,9-11). 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 20:26">Lukas 20:26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die gesamte Lehre des HERRN ist unverfänglich; wer IHM nachfolgt, wird keine Gegner
haben, deren Motive  begründet sind, denn die Lehre des HERRN ist die lautere Wahrheit: von der
Schöpfung der Welt (1.Tim.2,13) bis zum Verhalten der  Christen gegenüber dem Staat (Luk.20,25).
Wohl wird es aber Gegner aus nichtigen Motiven geben, wie es der HERR erfahren hat.  Wer die
Wahrheit verkündigt, stößt an (Luk.6,26).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 20:27-Luke 20:40;">Lukas 20:27-40</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR lehrte nachvollziehbar (V.34-38). Wie fand der HERR eine Antwort auf Fragen, die noch
nicht in so direkter Form in der  Schrift  gegeben wurde? Beispiele dazu sind V.20-26 (Die Frage
nach der Steuer) und V.27-40 (Die Frage nach der Auferstehung). -er erkannte die verborgene Absicht
hinter diesen Fragen, deren wahren Zweck. Wenn wir also etwas wissen wollen, so sollten wir  uns
vom HERRN prüfen lassen und uns selbst prüfen, ob unsere Frage ehrlich ist oder welche eigentliche
Absicht hinter ihr steckt. -der HERR argumentierte logisch und folgerichtig, ausgehend von den
Grundsätzen der Schrift.



Behandlung einer Beispielfrage: Werden Ehepaare auch im Himmel noch zusammensein?


<B>Der HERR sagte (Mk.10,7-9):</B>

»7. Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen; 
8. und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. 
9. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!«


Diese Verse sagen, dass Menschen eine Ehe nicht auflösen können; sie machen aber keine Aussage
darüber, ob Gott das tun wird  oder nicht. Obwohl Jesus nur sagt, dass die Kinder der Auferstehung
"weder heiraten noch sich heiraten lassen [werden]"  (Luk.20,35), so ist dies doch als Antwort auf
die Frage der Sadduzäer zu verstehen, wen solche im Himmel als Ehepartner haben  werden, die auf
der Erde durch Verwitwung mehrere Partner gehabt haben.

Der HERR sagt sinngemäß, dieses Problem gäbe es in der Auferstehung nicht, da dort die Ehe als
Einrichtung für diese Weltzeit nicht  mehr existiere. Auch heute kann es noch vorkommen, dass eine
Frau in ihrem Leben mehrere Männer hatte, nämlich wenn sie  verwitwet war und wiedergeheiratet hat
(vgl. 1.Kor.8,39.40). Im Himmel könnte sie aber -wenn Paare im Himmel auch noch  zusammen wären-
nur einen Mann haben, wer aber wäre das dann? Dies entspricht der Frage der Sadduzäer.

Der HERR nun lehrt, dass solche Probleme im Himmel nicht existieren, weil es die Ehe dort nicht
mehr gibt. Somit werden Ehepaare im Himmel nicht mehr zusammensein.



<b><h4>Stützende Argumente:</h4></b>
<UL>
 
<LI>die Ehe ist eine Einrichtung dieser Weltzeit, sie soll ein Bild auf die Beziehung zwischen Jesus
und der Gemeinde sein. Im Himmel  aber werden solch Bilder nicht mehr notwendig sein, da alles
offenbar sein wird, wie es ist.</LI>
 
<LI>Jesus sagt (Luk.20,36): "Denn sie können hinfort auch nicht sterben, denn sie sind den Engeln
gleich und Gottes Kinder, weil sie  Kinder der Auferstehung sind." Die Bibel berichtet nirgends
davon, dass Engel verheiratet seien, also werden wohl die Kinder der  Auferstehung nicht
verheiratet sein.</LI>
 
<LI>dass Paare im Himmel nicht mehr verheiratet sind, heißt natürlich nicht, dass sich die Partner 
im
Himmel nicht mehr kennen werden,  denn auch im ewigen Leben besitzt man noch die Erinnerungen an
das Leben auf der Erde und an Personen (Luk.16, 24.25).</LI>
 
<LI>im Himmel wird alle Liebe auf IHN ausgerichtet sein</LI>
 
</UL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 21:1-Luke 21:4;">Lukas 21:1-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gottes Maßstab ist auch in Bezug auf Gaben, die wir IHM geben, anders als der der
Menschen. Während Menschen  den Wert einer Spende an deren Geldwert messen, beachtet Gott zuerst
das, was die Gabe den Geber gekostet hat: von Überfluss  etwas abzugeben fällt dem Geber leichter,
als in Armut selbst das Lebensnotwendige zu geben (V.4).

Für eigene Gaben folgt daraus: Damit eine Gabe von Gott geachtet wird, sollte sie den Geber etwas
kosten. Also von dem geben,  woran es einem selbst mangelt (z.B. Zeit). Dazu: Die Witwe hatte "den
ganzen Lebensunterhalt, den sie hatte, eingelegt". Das zeigt, dass ein richtiges Verständnis
von Gott und der Ewigkeit zu völliger Hingabe führt.

Die Witwe gab "Gott, was Gottes ist" (Luk.20,25), und das trotz des Versagens der Pharisäer, ihrer
religiösen Führer. Wenn also andere versagen, darf das für uns nicht als Entschuldigung dienen, um
Gott das IHM Zustehende vorzuenthalten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 20:46">Lukas 20:46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers warnt davor, sich durch sein Auftreten in der Welt profilieren zu wollen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 21:8-Luke 21:19;">Lukas 21:8-19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.8-19:</B> Diese Prophezeihungen beziehen sich auf das Kommen Jesu auf die Erde, um sein
Reich aufzurichten; die  Gläubigen aus den Nationen erwarten aber die Entrückung, und diese kann
ohne ein vorheriges Ereignis jederzeit geschehen (1.Thes.4,13-18). Es ist aber so, dass die in
V.13-18 beschriebenen Ereignisse ihre Schatten bereits auf diese Zeit vorauswerfen.

<B>V.11:</B> Dieser Vers bezieht sich nicht auf Kometen, Sonnenfinsternisse oder andere Zeichen am
natürlichen Himmel, sondern auf Zeichen  "...<foreign lang="en">from heaven</foreign>." (KJV,
Lk.21,11).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 21:32">Lukas 21:32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Dass dieses Geschlecht nicht vergehen wird" wird von bibeltreuen Christen nicht so
ausgelegt, dass Jesus selbst nicht vom  Zeitpunkt seiner Wiederkunft gewusst habe, sondern der
Vater allein, dass Jesus also auch in Naherwartung gelebt habe. Die Bibel  sagt nichts darüber,
dass Jesus selbst nichts von diesen Zeitpunkten gewusst habe, sondern nur, dass es nicht unser Teil
sei, um solche Zeiten und Zeitpunkte zu wissen: "Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache,
Zeiten oder Stunden zu kennen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat"
(Apg.1,7). Statt dessen bezeichnet das verwendete Wort »<foreign lang="el">genea</foreign>« auch
eine bestimmte Nation oder ein Volk. Andere sagen, dass "dieses Geschlecht" sich auf die Generation
bezieht, die dann lebt, wenn die genannten Zeichen  beobachtet werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 21:34">Lukas 21:34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jeder echte Gläubige wird sich nicht von weltlichen Sorgen (Völlerei, Trunkenheit, Lebenssorgen;
V.34) beschweren lassen, so  dass er am Tag des HERRN nicht bereit ist, sondern er wird in Wachen
und Beten verharren, denn das kennzeichnet die  Bereitschaft.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.11.1998; 6.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:21-Luke 22:23;">Lukas 22:21-23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR wusste vorher, dass Judas ihn überliefern werde (Joh.13,26.27). Da er gleichzeitig Judas
persönliche Verantwortung zuschreibt (Lukas 16,22), zeigt das, dass die Sünde von Menschen von
Gott nicht zuvorbestimmt, sondern in seiner  Allwissenheit nur zuvorerkannt ist. Judas war
habsüchtig und verriet den HERRN, weil er dafür Geld bekam.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:31-Luke 22:32;">Lukas 22:31-32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sagte zu Petrus: "Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre
<I>[nämlich in der Versuchung durch  Satan]</I>; und wenn du einst zurückgekehrt bist, so stärke
deine Brüder." (Lukas 22,32). Auch heute noch bittet der HERR Jesus für  die Seinen bei Gott; und
auch heute noch weiß er, dass seine Bitte erfüllt werden wird, denn er sagte zu Petrus "[...] und
wenn du  einst zurückgekehrt bist." (Luk.22,32b). Der HERR ist für jeden in Sünde gefallenen
Gläubigen der vollkommene Vertreter seiner Sache beim Vater (1.Joh.2,1.3). 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:35-Luke 22:38;">Lukas 22:35-38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR bereitet die Seinen immer ausreichend auf kommende Situationen vor.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:39-Luke 22:42;">Lukas 22:39-42</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR war unser vollkommener Stellvertreter vor Gott für uns, die wir Sünder waren: er
entfernte sich einen Steinwurf weit (V.41) und  identifizierte sich so mit dem unbändigen und
widerspenstigen Sohn (5.Mo.21, 18-21), der gesteinigt werden sollte - ER aber war  vollkommen, ließ
sich aber für uns zur Sünde machen, er stand als Stellvertreter an unserer Stelle, an der Stelle,
die wir als Sünder verdient hatten.

Der HERR war der vollkommene Mensch: Obwohl ER in der "Gleichgestalt des Fleisches der Sünde"
(Röm.8,3) auf diese Erde kam,  kannte er durch die Macht des Geistes die Sünde doch nicht. Er wird
auch wie wir vom Fleisch zur Sünde versucht worden sein,  aber er widerstand dieser Versuchung in
der Kraft des Geistes, wodurch er das Fleisch besiegte. Weil er aber sündlos blieb, wie die  Bibel
es bezeugt, bedeutet das, dass Versuchung zur Sünde durch das Fleisch keine Sünde ist, denn wir
können dieser  Versuchung in der Kraft des Heiligen Geistes widerstehen. "Das Wunderbare und für
uns Erlösende an seiner Gerechtigkeit liegt  gerade darin, dass er die Sünde von sich fernhielt,
obwohl er unser Bild an sich trug und in dasselbe Fleisch und Blut wie wir  gekleidet war." 
<a href="#footnote_1">[1]</a>.

Der Vers »Wachet und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber
das Fleisch ist schwach.« (Matth.26,41) zeigt, dass der Wille eine Eigenschaft des Geistes,
Schwachheit dagegen eine Eigenschaft des Fleisches ist.

------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">Adolf Schlatter: Der Brief an die Römer; Band 5; ISBN 3-7668-0843-5
(Gesamtausgabe)</a></LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.11.1998; 8.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:43-Luke 22:46;">Lukas 22:43-46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.43:</B> Engel gewähren normalerweise leibliche Bewahrung und Hilfe. Wie bereits am Beispiel der
Versuchung in der Wüste zu ersehen, sorgte der HERR nie selbst für seine leiblichen Bedürfnisse
(Mt.4,2-4), auch hier nicht. ER wollte nur den Willen SEINES Vaters tun, nicht SEINEN eigenen, und
überließ seine natürlichen Bedürfnisse daher SEINEM Vater. Darin kann er uns ein Vorbild sein: wenn
wir uns zuerst um SEIN Reich sorgen und Gott die Sorge um unsere weltlichen Bedürfnisse überlassen,
dann wird er tatsächlich für unsere Bedürfnisse in dieser Welt sorgen und wir brauchen seine Gaben
nur noch anzunehmen (vgl. Luk.12,31).

<B>V. 43-46:</B> Die Jünger zogen das Vergessen im Schlaf der Realität vor ("[...] und fand sie
eingeschlafen vor  Traurigkeit.", Luk.22,45). Nicht so der HERR: er zog sich nicht in eine
Scheinwelt zurück, um Vergessen zu finden, sondern er stellte sich dem Kampf, während die Jünger
wohl schon schliefen (Luk.22,44) und wurde von Gott gestärkt (V.43). Darin kann ER uns  besonders
ein Vorbild sein: sich nicht vor der Wirklichkeit mit Anstrengung, Arbeit und Leid zu drücken,
sondern sich dieser in der Kraft Gottes zu stellen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:50-Luke 22:51;">Lukas 22:50-51</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Petrus hieb dem Knecht Malchus das rechte Ohr ab und tat damit Unrecht. Wir sollen daher nicht in
unserem Eifer zur Verteidigung der göttlichen Wahrheit anderen durch Verletzungen die Möglichkeit
nehmen, die Wahrheit zu verstehen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:55-Luke 22:62;">Lukas 22:55-62</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Petrus verleugnete den HERRN. Auch wir werden oft in diese Bereich schuldig: wenn wir aus Angst
vor der Welt nicht ein solches  Bekenntnis ablegen, wie es dem HERRN entspricht: IHN als Retter der
Welt zu bekennen, der für unsere Sünden am Kreuz von  Golgatha gestorben ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 23:23-Luke 23:33;">Lukas 23:23-33</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR konnte nicht gesteinigt werden (Joh.12,31-33). Gott ist souverän und lenkte das Handeln
der Gegner Jesu so, dass es  SEINEM Willen entsprach. Trotz dass Menschen einen freien Willen
haben, kann also nichts geschehen oder getan werden, das  Gott nicht zulässt.

<font color=#FF0000>Frage zur genaueren Erforschung: Warum musste Simon von Kyrene dem HERRN das
Kreuz nachtragen? (Luk.23,26).</font>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 23:34">Lukas 23:34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers zeigt den HERRN Jesus als Stellvertreter der Sünder, denn er bat den Vater, von
seinem Zorn auf diejenigen abzusehen, die  IHM Leiden zufügten ("Vater, vergib ihnen", V.34b),
während er sich selbst schutzlos der ganzen Härte des göttlichen Gerichtes  auslieferte. Unschuldig
litt ER für uns mehr als jeder Sünder erleiden wird.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 23:8-Luke 23:9;">Lukas 23:8-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR weigerte sich, sich durch seine Wunder selbst darzustellen, sie sollten stets ein
Zeugnis für seinen Vater sein (Luk.23,8.9). Auch für SEINE Zeugen ist es wichtig, seine Macht
nicht zur Selbstdarstellung, sondern ausschließlich zu SEINEM  Zeugnis zu gebrauchen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 23:39-Luke 23:43;">Lukas 23:39-43</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Errettung des einen Schächers am Kreuz zeigt das Prinzip der Errettung, so wie es für jeden
Menschen gültig ist: Der Mann  hatte vor seiner Begegnung mit Jesus keinen gottgefälligen
Lebenswandel geführt und konnte nach seiner Bekehrung keinen  christlichen Lebenswandel führen. Er
wurde ohne jeglichen Eigenverdienst errettet, und nur nach diesem Muster erfolgt die Errettung auch
heute. Ein nach der Bekehrung geändertes Leben erweist nur, dass die Vergebung stattgefunden hat:
man muss sich nicht anstrengen, selbst gut zu  leben, sondern wird vom Heiligen Geist dazu
befähigt. Weil jeder Bekehrte den Heiligen Geist empfangen hat, wirkt sich auch jede  Bekehrung in
einem positiv veränderten Leben aus: darum muss man sich nicht selbst bemühen.

Der Schächer am Kreuz hatte Glauben: er nahm Jesus als HERRN und Erretter an, obwohl dieser
blutend und leidend neben ihm  hing. Der Glaube bleibt von Sinneseindrücken und Umständen, die ihn
scheinbar widerlegen, unbeeindruckt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 23:46">Lukas 23:46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR übergab seinen Geist in Gottes Hände und verschied. Der Geist ist also dasjenige Element,
das den Menschen zu  einer lebenden Seele (= lebendig) macht, die Seele dagegen bezeichnet den
Menschen als lebendes Wesen. (1.Mo.2,7: »Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der
Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und also ward der Mensch eine lebendige Seele.«).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 2:25-Acts 2:30;">Apostelgeschichte 2:25-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Petrus sagt in V.30, dass David ein Prophet war und zitiert in V.25-28 Ps.16,8-11 als Davids
Prophezeihung über Jesus Christus. Somit ist es grundsätzlich biblisch gerechtfertigt, Psalmen
auf unserer HERRN Jesus Christus zu beziehen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 23:50-Luke 23:56;">Lukas 23:50-56</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier zeigt sich Gottes Vorsehung, denn die Pharisäer hatten "sein Grab bei Gesetzlosen bestimmt"
(Jes.53,9); Gott aber führte es  in seiner Weisheit so, dass der HERR richtig beerdigt wurde. Sein
Handeln und seine Weisheit ist höher als Menschenweisheit, was  ER tun will, das führt er auch aus.

Von Josef aus Arimathäa lässt sich Kühnheit lernen (Mk.15,43): Was der HERR gutheißt, dazu wird er
auch gelingen geben; im  Vertrauen darauf kann man kühn Gottes Auftrag anpacken und ausführen und
auch kühn Schwierigkeiten und Gefahren -z.B. im  Umgang mit Menschen aus der Welt- ins Gesicht
blicken. Josefs Dienst als der des rechten Mannes zur rechten Zeit, der sich vorbereitete und
plante und diese Pläne ausführte (weshalb er in der kurzen Zeit vor Anbruch des Sabbaths noch so
viel tun konnte), ist vorbildhaft für den Dienst eines jeden Dieners des HERRN.

Wie lange jemand dem HERRN dienen kann, ist unwichtig - Hauptsache, ein jeder hat »seinen Lauf
vollendet«. 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 24:1-Luke 24:12;">Lukas 24:1-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesu Auferstehung wird in den vier Evangelien auf unterschiedliche, aber nicht widersprüchliche
Weise beschrieben. Das zeigt,  dass die Autoren der Evangelien weder voneinander abschrieben noch
ihre Berichte nachträglich harmonisierten. Die Auferstehung ist die Grundlage allen christlichen
Glaubens (vgl. 1.Kor.15,14-20; vgl. 1.Kor.15,32.)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 24:13-Luke 24:25;">Lukas 24:13-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.14.25-27:</B> Die Emmausjünger unterhielten sich über den HERRN Jesus, und ER hieß ihren
Gesprächsgegenstand für gut, korrigierte ER doch nur die Ausrichtung des Gesprächs. Somit können
die Emmausjünger uns darin Vorbild sein, dass der HERR auch in unseren Gesprächen erste Priorität
haben soll.


<B>V.19.21.25:</B> Durch Jesu Gefangennahme und Tod hatte Petrus seinen Mut und die Emmausjünger
ihre Hoffnung (V.21) verloren - aber sowohl Petrus (Lk.22,32) als auch die Emmausjünger (V.19)
behielten ihren Glauben alle aber behielten ihren Glauben und  konnten deshalb wiederhergestellt
werden.

Fehlender Glaube dagegen ist ein Problem träger Herzen (V.25)! Der erste Satz, den der HERR an die
Emmausjünger richtete, bezog sich auf SEIN Leiden am Kreuz; dies ist also von grundlegender
Bedeutung für das Verständnis bei Christen; wer das Kreuz noch nicht  verstanden hat, kann gar
nichts richtig verstehen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 24:27">Lukas 24:27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wenn man davon ausgeht, dass der HERR den Emmausjüngern zuerst das Wichtigste darlegte und dieses
"das was ihn betraf" (V.27) war, dann zeigt dies den wichtigsten und zuerst und am ausgiebigsten zu
untersuchenden Gegenstand der Bibel: der HERR Jesus und die Aussagen über ihn. Der HERR selbst
sagt, dass jedes Buch im AT (und damit jedes Buch der Bibel) Aussagen über IHN enthält.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 24:39-Luke 24:43;">Lukas 24:39-43</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR war der "Erstling aus den Toten" -wie er, so werden auch alle Entschlafenen Gläubigen
bei seiner Wiederkunft  auferstehen und im Himmel sein. An SEINEM Beispiel lassen sich daher
Lektionen über die Beschaffenheit des Auferstehungsleibes  lernen:
<UL>
 
<LI>der Auferstehungsleib behält Kennzeichen des natürlichen Leibes: die Jünger konnten ihren HERRN
wiedererkennen und  der HERR trug die Nägelmale und die Wunde in seiner Seite.</LI>
 
<LI>Der Leib des HERRN strahlte (noch nicht alles) von SEINER Herrlichkeit aus, weshalb die Jünger
ihn für einen Geist hielten. Auch im Himmel besitzt ER diesen Auferstehungsleib.</LI>
 
<LI>Der Auferstehungsleib des HERRN kann betastet und angefasst werden.</LI>
 
<LI>Der HERR konnte etwas essen, aber er hatte im Auferstehungsleib kein Bedürfnis nach
Nahrung.</LI>
 
<LI>Der Auferstehungsleib entspricht dem verherrlichten natürlichen Leib, denn der natürliche Leib
des HERRN war nach seiner Auferstehung nicht mehr in der Gruft.</LI>
 
<LI>Der Auferstehungsleib besteht aus Fleisch und Knochen. Demgegenüber lehrt der HERR über Geister,
dass diese selbst keinen Leib haben.</LI>
 
</UL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 24:44">Lukas 24:44</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR selbst sagt, dass die Psalmen auf IHN bezogen werden müssen und Voraussagen über
IHN enthalten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 24:47-Luke 24:49;">Lukas 24:47-49</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Evangelisation ohne diese »Kraft aus der Höhe«, d.h. nicht in der Kraft des Heiligen Geistes,
ist reine menschliche Anstrengung, die jedoch keine Frucht für die Ewigkeit bringt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 1:1">Matthäus 1:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Matthäus entfaltet eine Wahrheit in seinem Evangelium mehr und mehr: dass Christus der König der
Juden ist. Der Gottesdienst in einer jüdischen Synagoge war formalistisch geregelt, in der
christlichen Urgemeinde herrschte dagegen  geistliche Freiheit. Später führte die Kirche jedoch
einen formal geregelten Gottesdienst nach dem Vorbild des Gottesdienstes in  Synagoge und Tempel
ein, der bis auf den heutigen Tag gehalten wird, obwohl das nicht nach dem Willen Gottes war.

Der Heilige Geist leitete die Formulierung der Bibel und nutze dabei Erinnerungen, persönliche
Erfahrungen, Forschungen und Stil der Autoren.

---------------------------------------------------

<B>[Quelle zu Matthäus:]</B> John Heading: "Was die Bibel lehrt: Matthäus"; CV-Kommentarreihe Neues 
Testament; ISBN 3-89436-124-7

<B>[Quelle zu obigem Abschnitt:]</B> ebd., Einführung und Teil des Kommentars zu Mt.1,1.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 5:4">Hebräer 5:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers gilt für alle Gnadengaben als Vorstand oder Hirte für IHN.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 1:2-Matthew 2:12;">Matthäus 1:2-2:12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus zitiert den Bußpsalm Davids nach dessen Sünde mit Bathseba als Beispiel für Gerechtigkeit
aus Glauben »ohne Werke« (Röm.4,4-8, zitiert  von Ps.32,1.2).

Usia (V.8.9) suchte Gott am Anfang seiner Regierung, "und solange er den HERRN suchte, ließ es ihm
Gott gelingen." (2.Chr.26,5b; LUT'12). Dies gilt auch heute für Gläubige: wenn und solange sie dem
HERRN erste Priorität geben, wird Gott ihnen Gelingen bei dem geben, was sie tun. 

Die messianische Linie von Abraham über David bis zu Joseph, dem Mann Marias, von der Jesus
geboren wurde, zeigt das Wirken und die Bewahrung Gottes: trotz aller Anschläge Satans wurde
die messianische Linie nicht ausgerottet. Satan versuchte mit  allen Mitteln, die messianische
Linie auszurotten, da ja aus dieser der Messias kommen sollte.

<font color=#FF0000>Zur genaueren Erforschung: War "sein Stern" (Mt.2,2) eine Supernova (wie in
</font><a href="#footnote_1">[1]</a><font color=#FF0000>  angenommen) oder ein Wunder, vielleicht
die "Wolke der Herrlichkeit" (wie in </font><a href="#footnote_2">[2]</a><font color=#FF0000>
angenommen)?</font>

Echte Anbetung muss "in Geist und Wahrheit" (Joh.4,24) geschehen.

Die Weisen waren Gott gehorsam und "zogen [...] auf einem einem anderem Weg in ihr Land"
(Luk.2,12); dies bedeutete für sie das Verlassen der Haupthandelswege und der Zug durch eine
unwirtliche Gebirgsregion - Gehorsam gegenüber Gottes Wort ist nicht immer der bequemste Weg,
sondern es fordert persönlichen Einsatz und Anstrengung.

----------------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">Werner Papke, "Das Zeichen des Messias - Ein Wissenschaftler identifiziert
den Stern von Bethlehem"; © 1995 by CLV; ISBN 3-89397-369-9</a></LI>
 
<LI>
<a name="footnote_2">John Heading: "Was die Bibel lehrt: Matthäus"; CV-Komentarreihe Neues
Testament; ISBN 3-89436-124-7</a></LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.5.1998; 11.5.1998; 13.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 2:13-Matthew 4:2;">Matthäus 2:13-4:2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Satan übte durch Herodes einen Anschlag auf den HERRN Jesus aus, doch dieser misslang, denn
Gott bewahrte seinen Sohn.  Hier lässt sich die Überlegenheit Gottes und die Beschränktheit Satans
erkennen, denn Gott wusste schon vor Jesu Geburt um die  Flucht nach Ägypten (Hosea 11,1). Auch
Gläubige müssen sich also nicht vor dem Satan fürchten, denn der HERR selbst  beschützt seine Herde
- ER behält immer die Oberhand, auch wenn es zeitweise so aussieht, als wenn der Teufel gesiegt
hätte (vgl.  das Wirken des Teufels bei der versuchten Ausrottung der messianischen Linie). Josef,
Maria und der HERR Jesus waren in  Ägypten im politischen Asyl: wir sollten daher auch darauf
achten, Verfolgte als Asylanten aufzunehmen und nicht zurückzuweisen.  Schließlich fanden viele
Juden in den USA 500 Jahre lang eine Heimat, nachdem sie aus ihrem Land vertrieben worden waren. 
Das Zitat aus Hosea 11,1 ("Als Israel jung war, da liebte ich es, und aus Ägypten habe ich meinen
Sohn gerufen.") bezieht sich auf das Volk Israel, das Gott aus Ägypten führte. Diese Erlösung aus
Ägypten schattete jedoch die Erlösung durch das Blut Jesu und vor weitere Passagen aus dem Leben
Jesu vor. Weil der Heilige Geist es legitimiert, kann dieser Vers auf die Flucht des HERRN Jesus
nach Ägypten und auf seine Rückkehr bezogen werden.


Buße -die Botschaft des Johannes- ist der erste Schritt zur Errettung: Umkehr vom Willen des
Fleisches zum Willen Gottes, von Fleischlichem zu den Geistlichem und dem Wort Gottes. Johannes:
"Tut Buße, denn das  Reich der Himmel ist nahegekommen" (Mt.3,2).


Das Griechische hat wie des Deutsche nur ein Wort für »Himmel«, das daher mehrere Bedeutungen haben
kann: erstens, die irdische Atmosphäre (1.Mo.7,11; der »erste Himmel«), zweitens das
Weltall (Ps.8,1.3; der »zweite Himmel«), drittens die ewige Wohnstätte  Gottes (2.Kor.12,2;
Hebr.9,24; der »dritte Himmel«).


Johannes gab in allem Christus den höheren Rang und kann uns darin ein Vorbild sein: "ER muss
zunehmen, ich aber muss  abnehmen." (Joh.3,30). Johannes kontrastierte klar seine Person,
Würdigkeit und Taufe mit der seines HERRN, u.a. durch seine einfache Kleidung. Persönliche
materielle Bescheidenheit soll auf den HERRN verweisen - dies ist besser, als sich durch
materiellen Reichtum selbst darzustellen und sich so eine Ehre anzumaßen, die einem nicht
zusteht. Natürlich kann auch materielle Bescheidenheit zur Selbstdarstellung statt zum Hinweisen
auf unseren HERRN missbraucht werden.

Mt.3,4: Die Erscheinung des Johannes war wohl auch in der damaligen Zeit alles andere als normal,
findet  Matthäus sein Auftreten doch erwähnenswert (Mt.3,4): "Er aber, Johannes, hatte seine
Kleidung von Kamelhaaren und einen  ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren
Heuschrecken und wilder Honig." Ganz praktisch bedeutet das: schlichte und einfache, aber nützliche
und praktische Kleidung ist auch heute noch sinnvoll, selbst (und gerade) wenn es völlig unmodisch
ist.


Mt.4,2: Fasten als Verzicht auf notwendige weltliche Dinge zeigt, dass man sein Vertrauen nicht
auf diese setzt; dass man zwar in der Welt, aber nicht »von der Welt« ist (Joh.17,16).

Der HERR wurde in allem versucht, jedoch blieb er ohne Sünde (Hebr.4,15). ER kennt unsere Situation,
denn ER war in  dieser Welt ebenfalls von allen Seiten mit Sünde und Schwachheit umgeben.


Warum konnte der HERR der Versuchung durch Satan widerstehen, indem er Worte aus der Schrift
zitierte (»Es steht geschrieben«),  Eva aber nicht, indem sie sagte »Gott hat gesagt«? Denn was
geschrieben steht ist doch Gottes Wort ... ? Eva fügte etwas zu Gottes Wort hinzu (»aber von der
Frucht des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon und rührt sie auch nicht an,
damit ihr nicht sterbet!«, 1.Mo.3,3), denn Gott hatte nicht gesagt, dass  sie sterben werden, wenn
sie die Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse berühren würden. Das zeigt, dass Eva sich
 nicht auf das schlichte Wort Gottes verließ, sondern diesem etwas hinzufügte, weil sie Angst
hatte, Gott werde sie sterben lassen,  wenn sie die Frucht berührt; sie glaubte nicht an die
vollgültige Wahrheit und Allgenugsamkeit des Wortes Gottes, sie glaubte Gott  nicht, sie glaubte
nicht an Gott: das war ihr Problem. Der HERR aber zitierte in vollem Vertrauen und Glauben die
angeführten  Bibelstellen. Also: Wer Gottes Wort nicht glaubt, kann Versuchungen nicht widerstehen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 4:3-Matthew 4:19;">Matthäus 4:3-19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR gebrauchte seine Wundermacht, um andere zu ernähren und zu versorgen (Mt.14,13-21;
Mt.15,32-39; Mt.17,27), aber er tat solches nicht für sich  selbst (Mt.4,2-4). Der HERR sorgte 
nicht 
für sich selbst, sondern vertraute darauf, dass der Vater für ihn sorge; SEIN Grundsatz war "Ein
jeder sehe nicht  auf das seine, sondern auf das der anderen. Diese Gesinnung sei in euch, die auch
in Christo Jesu war." (Phil.2,4.5).

Die Versuchungen, denen der HERR ausgesetzt war, zeigen, dass die Versuchung an sich
keine Sünde ist, sondern erst das Eingehen darauf. Versuchung kann durch Satan oder durch die
Lust des Fleisches entstehen.


Der HERR führte zur Abwehr der Versuchung 5.Mo.8,3 an: "um dir kundzutun, dass der Mensch nicht
von Brot allein lebt, sondern  dass der Mensch von allem lebt, was aus dem Munde des HERRN
hervorgeht."

Auch wir müssen lernen, die Prioritäten richtig zu setzen: Nach der Lehre unseres HERRN ist das
Leben mehr ist als die Speise, weshalb wir zuerst nach Gottes Reich und SEINER  Gerechtigkeit
trachten müssen (denn zum Leben benötigt man ewiges Leben, nicht aber Essen). Wenn wir so
handeln, hat der HERR verheißen, dass alle anderen Dinge uns zufallen werden (Mt.6,25.33).
Alles muss IHM dienen: allein der Dienst für IHN darf Selbstzweck sein, denn der HERR ist Sinn im
Leben eines Menschen. Deshalb wollen wir nicht die Dinge der Welt suchen, sondern als Werkzeuge im
Dienst für unseren HERRN einsetzen.


Satan versucht oft Gläubige durch falsch angewandte Bibelworte. Nur durch bessere Bibelkenntnis und 
Kenntnis des Zusammenhangs kann man in der Kraft des Heiligen Geistes diese Versuchung abweisen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 4:20-Matthew 4:22;">Matthäus 4:20-22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mt.4,20.22: Zunächst verwundert es, dass diese Menschen sofort alles verließen, was sie hatten, um
dem HERRN nachzufolgen. Es  zeigt sich jedoch, dass dies nicht die erste Begegnung von Andreas,
Johannes und Simon Petrus mit dem HERRN war, diese  erfolgte in Joh.1,35-42. Sie wurden in mehreren
Stufen in den Dienst eingeführt. Der erste Schritt (die »Berufung zur Jüngerschaft«,  Joh.1,35-42)
führte sie noch nicht zu vollständiger Hingabe, kehrten sie doch zu ihrem Beruf als Fischer
zurück. In Mt.4,18-20 (dem vorliegenden Text; vgl. Lk.5,2-11) erfolgte die »Berufung zu
allgemeinem Dienst«, die Jünger wurden zu Menschenfischern, sie verließen Netze, Schiff und Vater
und folgten IHM nach. Später erfolgte der Ruf zur  Apostelschaft, d.h. der »Ruf zu besonderem
Dienst«. Dazu berief der HERR von all seinen Jüngern nur die zwölf.


Joh.1,41.42 zeigt die Wirksamkeit persönlichen Zeugnisses in der Familie, die Wirksamkeit
persönlicher Mission. Die Wunder des HERRN sollten immer die Menschen auf die Botschaft aufmerksam
machen, die er brachte; sie geschahen nie zur  Unterhaltung oder bloßen Demonstration der Macht.
Das zeigt: den Bedürfnissen der Menschen zu dienen ist richtig, ihrer  Vergnügungssucht
entgegenzukommen hingegen nicht. Lk.4,25: Dem HERRN folgten zwar große Voksmengen, das bedeutet
aber  nicht unbedingt Jüngerschaft. Die Nachfolge muss zuerst einem Härtetest unterworfen werden:
Nehmen die Leute auch SEINE Lehre an und folgen IHM weiterhin nach? Wenn nicht,
geht es ihnen nur um leibliches Wohlbefinden, während das Herz  unberührt bleibt. Vgl. Joh.6,66.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:3">Matthäus 5:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Arm im Geist" ist eine innere Haltung, die bei Gott, aber nicht vor Menschen offenbar ist. Sie
bezeichnet das Fehlen von Selbstvertrauen, Anmaßung, Stolz  und Selbstherrlichkeit, also Demut und
Ehrfurcht vor Gott. Wer "arm im Geist" ist, bekennt seinen Mangel vor Gott und sucht seine  Stärke
bei IHM.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:5">Matthäus 5:5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Sanftmütigkeit war eine Eigenschaft des HERRN (Mt.11,29) - sie steht im Gegensatz zu äußerer
Demonstration von Macht und  Autorität, wie es heidnische Herrscher taten. Sanftmut meint, nicht
nach irdischer Größe zu streben (in Politik oder Wirtschaft), sondern sich freiwillig unter SEINE
Autorität zu beugen (denn IHM ist alle Gewalt gegeben) und sich nach SEINEM Willen zu richten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:6">Matthäus 5:6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christen hungern nach Gerechtigkeit und können sich nicht mit nach Macht und Land
hungernden weltlichen Imperialisten identifizieren, die ihre Herrschaft durch Ungerechtigkeiten
aufrichten und erhalten. Ein Jünger Jesu sucht hier unten keine Schätze (Mt.6,19), noch Plätze um
diese Schätze unterzubringen (vgl. Lk.12,16-21).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:8">Matthäus 5:8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen": Was ein reines Herz
enthält, zeigt Phil.4,8:  »Im übrigen, meine Brüder, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was
keusch, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder ein Lob ist, dem denket nach;«


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:9">Matthäus 5:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christen sollen den Frieden tun, sie sollen dem nachstreben, »was des Friedens ist« (Röm.14,19)
und »dem Frieden [...] mit allen«  nachjagen (Hebr.12,4). Wenn sie nun Friedensstifter sind, so
werden sie »Söhne Gottes« genannt, angenommen durch Jesu Blut an Sohnes statt (vgl. Gal.4,5.6).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:12">Matthäus 5:12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers verspricht Lohn in den Himmeln für solche, die verfolgt werden, weil sie den HERRN
bezeugten - uns wird nicht notwendigerweise Lohn auf der Erde verheißen. Zum Beispiel wurden
Stephanus und Jakobus nicht befreit (Apg. 7,58-60; 12,2) und Paulus  musste bis zu seinem irdischen
Tod im Gefängnis bleiben (2.Tim.4,6).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:13-Matthew 5:16;">Matthäus 5:13-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Worte von Salz und Licht und die Aussendung der Jünger wie "Schafe inmitten von Wölfen"
(Mt.10,16) zeigen das rechte  Verhalten eines Christen zur Welt: sich nicht vor der Welt in
Klöstern oder im Privatleben oder sonstwo zu verstecken, sondern in  der Welt zu sein, aber nicht
von der Welt zu sein; wenn auch die guten Werke die Welt nicht an sich verbessern werden, aber jedes
Gute hat dennoch seinen Wert: (V.16) Gute Werke sollen zum Zeugnis für Christus dienen, zur
Mission in der Tat. 

Warnungen und Aufforderungen sind doch in der Bibel enthalten, weil der  HERR weiß, dass wir diese
brauchen; es ist also nicht unmöglich, sie zu beherzigen, freilich mit Gottes Hilfe. So auch hier:
es  besteht die Gefahr, dass das Salz kraftlos wird, deshalb warnt Gott davor. Es ist nicht so
wichtig, wer mit dem "kraftlosen Salz, das  nur noch dazu taugt, hinausgeworfen zu werden" gemeint
ist, als selbst auf sich achtzugeben, dass man noch kraftvoll Zeugnis gibt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.11.1998; 7.55h-8.10h; 10.06h-10.18h; 10.22h-10.40h; 18.06h-19.17h; 19.50h-20.27h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:18">Matthäus 5:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Offb. 21,1 sagt nun »Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und
die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.«, und auch der HERR selbst sagt (Mt.
24,35): »Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.«. Da nun dieser
Himmel und diese Erde vergehen, Gottes Gesetz aber nur für diesen  Himmel und diese Erde Bestand
hat (Mt.5,18), wird es im neuen Himmel (dem Platz der Gläubigen bei Gott) kein Gesetz geben.



Wird nach Offb.21,1 und Mt.24,35 die Wohnstätte Gottes erneuert werden?


<B>Die KJV verwendet das Wort »<foreign lang="en">sky</foreign>« in der Übersetzung wie folgt:</B>


<table>
<tr>
	<th align=left>Bibelstelle</th>
	<th align=left>»sky« im Sinne von</th>
</tr>
<tr>
	<td>5.Mo.33,26</td>
	<td>Wolken</td>
</tr>
<tr>
	<td>Hiob 37,18</td>
	<td>Wolkendecke</td>
</tr>
<tr>
	<td>Mt.16,2.3; Lk.12,56</td>
	<td>[atmosphärischer] Himmel in Zusammenhang mit dem Wetter</td>
</tr>
<tr>
	<td>Hebr.11,12</td>
	<td>Sternenhimmel</td>
</tr>
</table>


In der englischen KJV-Übersetzung wird nur in Hebr.11,12 »sky« für den Sternenhimmel verwendet,
ansonsten »heaven« (z.B. 1.Mo.15,5; 1.Mo.1,17). Ebenso wird »heaven« auch im Zusammenhang mit Wetter
verwendet (Jes.55,10; Ps.147,8), und im Schöpfungsbericht verwendet die KJV ebenfalls  »heaven«
(1.Mo.1,1.8), wobei die Fußnote in Elberfelder Übersetzung sagt, dass »Im Hebr, [...] das Wort
»Himmel« immer in der Mehrzahl [stehe].«,  also: »Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.«

Vergleiche zu diesem Thema auch den Abschnitt Mt.2,13-4,2 in diesem Kommentar.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.11.1998; 12.41h-15.15h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:21-Matthew 5:48;">Matthäus 5:21-48</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.21-48:</B> Dass der HERR hier die Gesetze gemäß der Gerechtigkeit Gottes erweitert, zeigt,
dass er selbst auf dieser Erde  entsprechend diesen Geboten handelte. ER verachtete nicht seine
Brüder, er sah nie eine Frau an, ihrer zu begehren, er schwor nicht, er widerstand nicht dem Bösen.


<B>V.38-42:</B> Der Gläubige soll nicht auf seinen Rechten bestehen, sondern weitergehen und mehr
geben, als von ihm (auch zu  Unrecht) gefordert wird und so dem Beispiel Christi folgen. Das kann
er natürlich nicht von sich aus, sondern nur in der Kraft des  Heiligen Geistes. Es ist niemals
Sache der Kinder Gottes, Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Gläubige müssen, so oft sie Gelegenheit dazu haben, allen Menschen Gutes tun (Gal.6,10), also
auch ihren Feinden. Schon die Forderungen zu Beginn der Bergpredigt sind für Menschen absolut
unerfüllbar. Das weiß ER (Joh.15,5.7.8). Es ist nun  für uns notwendig, in IHM zu bleiben und ER in
uns, um Frucht bringen zu können, also auch, um die hier gestellten Forderungen erfüllen zu
können. Wenn wir in IHM bleiben und SEINE Worte in uns, so wird Gott uns alle Bitten erfüllen.



Wann sind diese drei Bedingungen erfüllt?


<UL>
<LI><B>bleibe / bin ich in IHM?</B>

1.Joh.2,5b.6: "Hieran erkennen wir, dass wir in IHM sind. Wer sagt, dass er in IHM bleibe, ist
schuldig, selbst auch so zu wandeln,  wie er gewandelt ist."

1.Joh.2,27d: "[...] und wie sie euch belehrt hat, so bleibt in IHM." Der Heilige Geist lehrt
(durch die Schrift?), wie man im HERRN beibt. In IHM zu bleiben bedeutet, in einer möglichst engen
Gemeinschaft mit IHM zu bleiben. Wer nicht in IHM bleibt, wird vor IHM  beschämt werden bei SEINER
Ankunft (1.Joh.2,28) und hinausgeworfen werden und verbrennen (Joh.15,6).</LI>
 
<LI><B>bleibt / ist ER in mir?</B>

1.Joh.3,24: "Und wer SEINE Gebote hält, bleibt in IHM, und ER ist in ihm; und hieran erkennen
wir, dass er in uns bleibt: durch den  Geist, den er uns gegeben hat." Und daran erkennt man, dass
man seine Gebote hält: "Geliebte, wenn das Herz uns nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu
Gott, und was immer wir bitten, empfangen wir von IHM, weil wir SEINE Gebote halten und das vor
IHM Wohlgefällige tun." (1.Joh.3,21-23).

1.Joh.4,13.15.16b: "Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von
Seinem Geist gegeben hat. Wer nun  bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er
in Gott. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in  Gott und ER in ihm."

1.Joh.5,3: "Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind
nicht schwer." Der Heilige Geist ist eine Person Gottes; deshalb ist es ein Kennzeichen, dass ER in
uns ist, wenn wir den Heiligen Geist haben. Alle Gläubigen haben den Heiligen Geist empfangen
(1.Joh.2,27). Sie sind mit diesem versiegelt worden und der Heilige Geist ist  die Garantie, erlöst
zu sein (Eph.1,13.14). Und daran erkennt man den Geist Gottes: "[...]: Jeder Geist, der Christus
Jesus, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus Gott."</LI>
 
<LI><B>bleiben / sind SEINE Worte in mir?</B>

Joh.5,37.38: "Und der Vater, der mich gesandt hat, hat von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt niemals
seine Stimme gehört noch seine  Gestalt gesehen, und sein Wort habt ihr nicht in euch wohnen; denn
ihr glaubt dem nicht, den er gesandt hat."

Wer also Jesu Worten  glaubt, d.h. wer Gottes Kind ist, in dem bleiben SEINE Worte.</LI>
 
</UL>


<B>Fazit:</B> Alle Kinder Gottes (alle, die glauben und deshalb die den Heiligen Geist empfangen
haben), bleiben in IHM und ER in ihnen und seine Worte bleiben in ihnen. Alle Kinder Gottes haben
den Heiligen Geist empfangen und müssen darum nicht mehr um diesen bitten. Aber sie sollen darum
bitten, dass dieser in ihnen mehr und mehr zur Wirksamkeit kommt und sie die Gaben des Geistes 
empfangen und durch diesen in Jesu Ebenbild umgestaltet werden. So kann die Gemeinschaft mit IHM
noch inniger werden.


<B>Wichtig:</B> Wer in IHM bleibt, der hält SEINE Gebote. Und daran erkennt man, dass man seine
Gebote hält: "Geliebte, wenn das Herz  uns nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott, und
was immer wir bitten, empfangen wir von IHM, weil wir SEINE Gebote halten  und das vor IHM 
Wohlgefällige tun." (1.Joh.3,21-23).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 6:1-Matthew 6:34;">Matthäus 6:1-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christen sollen im Verborgenen Gutes tun und im Verborgenen Beten -allgemein um nicht von den
Menschen beachtet zu werden, denn Ehrsucht ist eine widergöttliche Motivation des Handelns. Also
sollen Christen auch nicht ihre Leistungen, das was sie können,  stolz vor anderen präsentieren,
sondern still und ruhig im Verborgenen mit dem, was sie können, Gutes wirken. Der HERR fordert
uns auf, anderen ihre Vergehen an uns zu vergeben, auf dass der  HERR auch uns unsere Vergehen
vergeben wird (Mt.6,11.15).

Auch der Abschnitt vom rechten Fasten (Mt.6,16-18) zeigt, dass Christen das, womit sie Gott
dienen wollen (und das ist ihr  gesamtes Leben, schließt also alle Handlungen ein), auch nur vor
diesem und nicht vor Menschen tun sollen. Alles im Leben soll zur  Ehre Gottes geschehen, nichts um
Menschen oder sich selbst zu gefallen.


Nach Mt.6,8 weiß der HERR, was wir bedürfen; das ist u.a. Essen, Trinken und Kleidung (Mt.6,31).
So wird ER für seine Kinder sorgen und ihnen alles geben, was sie bedürfen, wenn sie zuerst nach
dem Reich Gottes und SEINER Gerechtigkeit trachten. ER wird seinen Kindern nie etwas vorenthalten,
was gut für sie ist. Wer sich auch nur um die elementarsten weltlichen Bedürfnisse selbst kümmert
und sorgt und nicht einfach nur das annimmt, was der HERR gibt, der dient dem Mammon (Mt.6,24b.25a).

Der HERR warnt davor, sich um sein Leben oder seine Zukunft zu sorgen (vgl. Mt.6,25a.34), denn
diese Sorgen nützen nichts ("Wer  aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle
zusetzen?", Mt.6,27; " [...] denn der morgige Tag wird für sich selbst  sorgen.", Mt.6,34c) und
sind unnötig (Mt.6,33.34), denn der HERR sorgt für seine Kinder, wenn diese das Trachten (nicht:
die Sorge, denn Sorgen sind immer von Übel) nach dem Reich Gottes und SEINER Gerechtigkeit an die
erste Stelle setzen. Wohl dürfen Christen Probleme haben und sie lösen, aber sie brauchen sich
nicht qualvoll zu sorgen, sich verzehren beim Nachdenken über diese Probleme, denn alles liegt in
Gottes Hand. Weil ein Christ nie tiefer fallen kann als in Gottes Hand, kann er froh, frei und
mutig leben, ohne von den Sorgen um seine Zukunft erdrückt zu werden. Warum sollten sie sich
zusätzlich mit unnötigen Sorgen darum beschweren, wo doch -wie der HERR selbst sagt- "Jeder Tag
[...] an seinem Übel genug [hat]." (Mt.6,34)? Alle Sorgen sind deshalb  unnötig, weil Gott für die
Christen sorgt, wenn sie zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit trachten (Mt.6,33).
Für alle Gaben und allen Dienst gegenüber Gott gilt: »Jeder &lt;gebe&gt;, wie er sich in seinem
Herzen vorgenommen hat: nicht mit  Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt
Gott.« Es gibt im NT kein Maß wie den Zehnten für das, was Gott  zusteht, sondern es gilt der
freiwillige Herzensgottesdienst aus Liebe zu IHM. NT-Christen kennen nur das großzügige Maß der
Gabe  aus Dankbarkeit, mürrische oder erzwungene Gaben aus Gesetzlichkeit gelten vor Gott nichts,
da im NT Gnade statt Gesetz herrscht.  So gehorcht ein Christ im NT dem Gesetz nicht aus
Pflichterfüllung, sondern aus Dankbarkeit IHM gegenüber.


Auch für die Zeit, die ein Gläubiger dem HERRN zur Verfügung stellt, gilt der Grundsatz, der in
Mt.6,1-4 schon für das Geben von  Almosen aufgestellt wurde: Entweder arbeitet man als ein
Unbekannter (2.Kor.6,9), oder um sich selbst in den Vordergrund zu stellen und für sich etwas zu
gewinnen.

Die gegenüber dem Gesetz verschärften sittlichen Anforderungen der Bergpredigt wurden in der Zeit
vor dem stellvertretenden  Kreuzestod Jesu gesprochen. Christen sollen nicht versuchen, sie wie ein
Gesetz zu befolgen, denn dadurch können sie Gott nicht  gefallen. Das Gesetz und auch die
Bergpredigt dienen im Blick auf Ungläubige dazu,  »[..] damit das Maß der Sünden voll würde. Wo
aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überfließend geworden« (Röm.5,20). Wenn
bei einem Menschen dieser Zustand erreicht ist, dann hat das Gesetz seine Schuldigkeit getan.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.11.1998; 22.01h-23.04h (zu kurz)</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 11:3">Hebräer 11:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers ist die Stellung der Bibel zur Evolution: nur durch Glauben kann man die Wahrheit
erkennen, dass die Erde nicht durch  Evolution entstanden ist.


<B>Frage:</B> Ist Kreationismus dann überhaupt erlaubt, sinnvoll oder notwendig, wenn doch nur durch
den Glauben  die Wahrheit über die Entstehung der Welt erkannt werden kann?

<B>Antwort:</B> Am Wichtigsten und ganz zu Anfang steht immer die Botschaft vom Kreuz,
denn durch den Kreationismus kann niemand zum Glauben finden, wohl aber durch die Predigt, "Denn
weil ja in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott
wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten." (1.Kor.1,21). Paulus nahm 
sich vor, als er unter den Korinthern war, "nichts anderes [...] zu wissen, als nur Jesus Christus,
und IHN als gekreuzigt." (1.Kor.2,2b).  Kreationismus taugt also nicht zur Evangelisation. Paulus
betont in 1.Kor.14,12-25 die Erbauung der Gemeinde durch das Reden im Verstand, d.h. durch die
Auslegung. Wo hat der Kreationismus seinen Platz, welchem Zweck soll er dienen?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.11.1998; 22.01h-23.04h (zu kurz)</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 7:7-Matthew 7:8;">Matthäus 7:7-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR fordert in Mt.7,7.8 dazu auf, IHN zu bitten. Es gibt aber eine Liste von Bedingungen für
erhörliches Beten:


<TABLE>
   <TR>
      <TD>Mt.7,11</TD>
      <TD>wir müssen um etwas Gutes bitten</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Mt.18,19</TD>
      <TD>zwei oder drei müssen übereinkommen</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Mt.21,21.22</TD>
      <TD>wir dürfen nicht zweifeln</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Mk.11,22-24</TD>
      <TD>wir müssen glauben, dass uns unsere Bitte geschehen wird</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Lk.17,6</TD>
      <TD>der Glaube muss mindestens so groß sein wie ein Senfkorn</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Joh.14,13-14</TD>
      <TD>wir müssen in seinem Namen bitten</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Joh.15,7</TD>
      <TD>wir müssen in ihm bleibe und seine Worte in uns</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Joh.15,16</TD>
      <TD>wir müssen bleibende Frucht bringen</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Jk.4,3</TD>
      <TD>wir dürfen nicht übel bitten, um das Empfangene in unseren Lüsten zu vergeuden</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Jk.5,16</TD>
      <TD>der Betende muss ein Gerechter sein</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>1.Joh.3,22</TD>
      <TD>der Betende muss SEINE Gebote halten und das vor Gott Wohlgefällige tun</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>1.Joh.5,14</TD>
      <TD>wir müssen nach seinem Willen bitten</TD>
   </TR>
</TABLE>


Mt.7,12 ist das ethische Prinzip, das die ganze Lehre von Gesetz und Propheten zusammenfasst:
Man tue anderen all das, was man selbst an Behandlung von anderen erfahren möchte. John Heading in
seinem Kommentar zum Matthäusevangelium hierzu: »Es ist dies eine andere Art, das zweite große
Gebot auszusprechen: »Du sollst  deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« (Mt.22,39).« (1) In beiden
Fällen wird die eigene Person als Vergleichsnormal verwendet, der  HERR fordert jedoch nicht zur
Eigenliebe auf.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.11.1998; 8.24h-10.55h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 7:15-Matthew 7:23;">Matthäus 7:15-23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Hütet euch aber vor den falschen Propheten, [...]." (Mt.7,15) fordert uns nicht auf, die falschen
Propheten zu enttarnen und zu verdammen, denn das steht uns nicht zu. Wir sollen aber auf uns
selbst achtgeben und uns vor ihnen hüten. Christus wird solche verdammen (Mt.7,23). Alles, was mit
der Gemeinde zu tun hat, ist subtilen Angriffen durch Satan und seine Helfer ausgesetzt, doch  "der
in euch ist, ist größer, als der in der Welt ist." (1.Joh.4,4). Es gibt falsche

<TABLE>
   <TR>
      <TD>Mt.24,23-2; 1.Joh.2,18</TD>
      <TD>Christusse</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>2.Kor.11,13; Offb.2,2</TD>
      <TD>Apostel</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>5.Mo.13,1-5; Jes.30,10; Hes.13,16-17; Mt.7,15; 24,11</TD>
      <TD>Propheten</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>1.Tim.4,1-5; 2.Pet.2,1; Jud.4</TD>
      <TD>Lehrer</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Hes.34,1-10</TD>
      <TD>Hirten</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Apg.20,30</TD>
      <TD>Älteste</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Gal.2,4; 2.Kor.11,26</TD>
      <TD>Brüder</TD>
   </TR>
</TABLE>

Die Werke eines Menschen entsprechen immer dessen Natur (d.h., seinem Wesen), auch wenn dieses 
nicht unmittelbar erkennbar ist, weil es vielleicht hinter einer Maske versteckt ist. So sehr sich
dieser Maskierte aber auch anstrengt, seine Werke werden immer Werke des Fleisches und daher böse
bleiben. An verdächtigen Werken nun kann man falsche Christen nun erkennen. Nicht alle, die den
HERRN Jesus "Herr, Herr" nennen, werden in das Reich der Himmel eingehen, denn der HERR akzeptiert
nur  solche, die ihn durch den Heiligen Geist "Herr" nennen (1.Kor.12,3).

Zu leicht wird etwas, das aus dem Rahmen des Gewöhnlichen herausfällt, als ein göttliches Wunder
bezeichnet. Der HERR aber  lehrt, dass es auch Wunderwerke gibt, die nicht im Namen des HERRN
geschehen, wiewohl sich deren Täter auf SEINEN Namen berufen (Mt.7,22.23). Die Gesinnung der Täter
lässt sich an ihren Werken erkennen (Mt.7,16): Es können keine göttlichen Wunder durch Menschen
geschehen, die Wahrheiten der Bibel verdrehen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.11.1998; 8.24h-10.55h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 7:24-Matthew 7:29;">Matthäus 7:24-29</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Bibel lehrt, dass für das Christsein die Grundlage entscheidend ist: nur wer nicht abfällt,
der ist Christ (Mt.13,5.6). Und nur der  fällt nicht ab, der "sein Haus [klugerweise] auf den
Felsen baute" (Mt.7,24), denn er hörte des HERRN Worte und tat sie. Seine  Grundlage sind die
Lehren des HERRN, SEIN Tod und SEINE Auferstehung, denn danach handelte er, darauf baute er
sein Haus. Nur wer in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat (wer es also gehört
hat) und danach handelt, der bleibt bei diesem Gesetz und fällt nicht ab (Jak.1,24.25).


Jak.3,2b gibt ein Kriterium für einen vollkommenen Menschen: wer nicht im Wort strauchelt, wer
nicht durch die Zunge sündigt, der  kann auch den ganzen Leib zügeln. Kein Mensch kann dies aus
eigener Kraft, denn "die Zunge aber kann keiner der Menschen  bändigen" (Jak.3,8a). Der Heilige
Geist kann aber auch dazu befähigen, mit der Zunge nicht zu fluchen gegen Menschen, denn die 
Menschen sind alle nach dem Bilde Gottes erschaffen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 1:2-James 1:3;">Jakobus 1:2-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie wir mit Versuchungen umgehen sollen: »Achtet es für lauter Freude <I>[KJV: "<foreign
lang="en">count it all joy</foreign>"]</I>, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei  Versuchungen
geratet, indem ihr erkennt, dass die Erprobung <I>[das »Prüfungsmittel«, d.i. die Versuchung]</I>
Ausharren bewirkt.«  (Jak.1,2.3).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 8:1-Matthew 8:4;">Matthäus 8:1-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott wird nur Bitten seiner Kinder erfüllen, die SEINEM Willen entsprechen, denn SEIN Wille ist
immer gut und ER wird uns nie etwas Schlechtes geben. Wenn wir nun um etwas Gutes Bitten, so
können wir daher sicher sein, dass dies nach seinem Willen ist und dass wir es also empfangen
werden. Wenn wir nun nicht sicher sind, ob das, was wir erbitten wollen, gut ist bzw. nach SEINEM
Willen ist,  dann sollten wir sagen: "HERR, wenn Du willst,..." (Mt.8,2) bzw. "Wenn Gott will..."
(Apg.18,21).


Alles, was gut ist, ist nach SEINEM Willen. Alle rechten Wege stehen Christen offen, nur wenige
Entscheidungen sind von Gott  vorherbestimmt worden.


So befahl der Heilige Geist Paulus in Apg.21,4, nicht nach Jerusalem zu gehen, aber Paulus
beabsichtigte in Apg.18,21, wieder  nach Ephesus zurückzukehren, und es geschah so (Apg.19,21).
Gott weiß alles, aber er bestimmt nicht alles. So hat er vorher  gewusst, dass Adam und Eva
sündigen würden, hat dies aber bestimmt nicht vorherbestimmt, denn Sünde ist IHM ein Greuel und
nicht  nach seinem Willen. Gottes Wille ist immer gut, und alles, was gut ist, ist nach SEINEM
Willen. Gottes Wille ist aber kein Naturgesetz,  gegen das nicht verstoßen werden kann und das immer
eintrifft - denn sonst wäre die Sünde nie in die Welt gekommen. Sondern der  Mensch wurde mit einem
eigenen Willen erschaffen, den er gegen Gottes Willen einsetzen konnte. Das tat er auch, und zwar
im  Sündenfall. Weil nun Gottes Wille kein Naturgesetz ist, sind nicht alle Dinge zuvorbestimmt
(sondern nur die wichtigsten), sondern  Gottes Wille beinhaltet alles Gute, so dass Christen oft
mehrere gute Wege offenstehen. Indem man nun Gott bittet, ergreift man SEINEN  Willen und Gott
führt und gibt entsprechend derjenigen Alternative der guten Wege, die man im Gebet erwählte.

Die Macht des Gebetes besteht also darin, ein Geschehen zu beeinflussen, indem man eine von
mehreren guten Möglichkeiten des  Fortgangs auswählt. Denn etwas Schlechtes wird Gott nie geben.
Man muss noch beachten, dass es in manchen Fällen nur eine  gute Möglichkeit gibt, denn diese hat
Gott selbst ausgewählt (Apg.21,4). Meist aber gibt es unüberschaubar viele gute Möglichkeiten 
(Mission, Partnerwahl, gute Werke, Dienst IHM gegenüber).

Jak.1,17: »Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der
Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel.«

Die Bibel fordert uns auf, nach dem Guten zu streben, Täter des Wortes zu sein (z.B. Phil.4,8:
»Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was  gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat,
sei es eine Tugend, sei es ein Lob - darauf seid bedacht.«). Wir sollen  also allgemein das Gute
verwirklichen, und das tut man auch, indem man um etwas gutes bittet. Was man nun speziell im
eigenen  Leben an Gutem tut, welchen der guten Wege man wählt, wenn mehrere vorhanden sind, das ist
nicht vorherbestimmt, das liegt in der eigenen Entscheidungsgewalt, darüber macht die Bibel keine
genaueren Angaben.

Auch die Aufforderung, IHN zu bitten, zeigt, dass SEIN Wille kein immer zutreffendes Gesetz ist,
zeigt, dass nicht alles vorherbestimmt ist und das es oft mehrere gute Wege in einer Situation
gibt:  denn wenn es nur einen Ablauf der Geschichte gäbe, dann wäre Gebet unnütz, dann könnte Gebet
nichts bewirken, und Gott würde uns nicht dazu auffordern. Nun aber sollen wir beten, und zwar um 
Gutes: wenn es aber nur einen guten Weg in jeder Situation gäbe, dann wäre das Gebet um Gutes
genauso unnütz, denn dann gäbe es nur die Wahl zwischen Gut und Böse und die Entscheidung wäre
klar.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.11.1998; 25.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 8:5-Matthew 8:22;">Matthäus 8:5-22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gottes ganzes Wort ist für jeden Glaubenden wichtig, daher kann man Gott nicht bitten: "Bitte
zeige mir die Bedeutung dieser Bibelstelle, falls das wichtig für mich ist." Paulus sagt in
2.Kor.12,9 in Bezug auf seinen Dorn im Fleisch: "Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft  kommt in
Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit
die Kraft Christi bei mir wohne."


Mt.5,21.22 zeigt, dass der HERR keinen Aufschub und keine Ausflüchte duldet, wenn ER jemanden in
die Nachfolge ruft. Der HERR wurde nach Jes.50,4 jeden Morgen von Gott geweckt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 8:23-Matthew 8:27;">Matthäus 8:23-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In Matth.8,26 sagt der HERR: "Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?" ER bringt also
Glaube und Furchtlosigkeit in Verbindung. Kleiner Glaube besteht nach der Bibel darin, an einen
sichtbaren Menschen zu glauben (denn der HERR konnte von  seinen Jüngern damals ja gesehen werden,
ER war Mensch) und sich nicht auf den unsichtbaren Gott stützen zu wollen. Von großem Glauben
dagegen sprach der HERR dagegen beim Hauptmann von Kapernaum: Mt.8,10: »Als Jesus das hörte,
verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei niemand
in Israel habe ich so großen Glauben gefunden!« Dieser nämlich  hielt sich für unwürdig, obwohl er
selbst Herr über Soldaten war, erkannte IHN aber als den HERRN selbst über Dämonen.


Mt.15,28: »Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie
du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.«


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 9:1-Matthew 9:34;">Matthäus 9:1-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Freie Gastfreundschaft ist ein Zeichen von Christen; die Gastfreundschaft des Matthäus gab dem
HERRN Gelegenheit, zu Sündern  zu sprechen (Mt.9,10.13b) - so kann auch unsere Gastfreundschaft
eine Gelegenheit für den HERRN sein, zu wirken. Mt.9,15c:  "Es werden aber Tage kommen, da der
Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann werden sie fasten." bezieht sich auf  die Zeit
zwischen Tod und Auferstehung unseres HERRN (vgl. Joh.16,20). Joh.16,19-22 beschreibt, wie die
Jünger sich nach der  Auferstehung und Erhöhung des HERRN abermals freuen werden; in dieser Zeit
der Freude leben wir heute, so dass es für uns  keinen Grund zum Fasten gibt.

Es ist Unfug, die Unzulänglichkeiten des Gesetzes (das "alte Kleid") mit dem Evangelium flicken
zu wollen, denn beides verträgt sich  nicht miteinander. Gälte das Gesetz noch, wäre
Christus umsonst gestorben (Gal.2,21). Das Evangelium aber ist, dass der Hörende den Geist "aus
der Botschaft des Glaubens" empfängt (Gal.3,2), dass dieser Geist nun in ihm als in einem Sohn wirkt
(Gal.4,6), ihn führt und die köstliche Frucht des Geistes bringen lässt (Gal.5,18.22).

Echter Glaube zeigt ich in einem veränderten Leben, denn der "[...] Glaube [ist], wenn er keine
Werke hat, in sich selber tot"  (Jak.2,17). 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.11.1998; 10.50h-13.17h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 9:35-Matthew 10:10;">Matthäus 9:35-10:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es ist absolut notwendig, die Sorge um SEIN Reich an erste Stelle zu setzen und die Erfüllung
unserer weltlichen Bedürfnisse IHM zu  überlassen, nicht selbst zu versuchen, sich die weltlichen
Bedürfnisse zu erfüllen. Das nämlich ist zum Scheitern verurteilt, da wir  ohne IHN nach dem
Fleisch leben, also nicht arbeiten und nichts sinnvolles vollbringen können, faul und träge und
feige und  hedonistisch sind und nicht den Überblick haben, der notwendig ist, um etwas richtig zu
tun.

Das wurde auch meine eigene Erfahrung, als ich die stille Zeit mit Gott falsch als notwendige
Pflichtübung und nicht als wichtigste Zeit des Tages, die Gelingen bei allem  anderen garantiert,
ansah. Ich versuchte entsprechend dieser Ansicht, mich um meine weltlichen Bedürfnisse selbst zu 
kümmern und scheiterte dabei am  menschlichen Fleisch. Wenn man allerdings die Sorge um SEIN 
Reich an erste Stelle setzt, dann kann man ganz bewusst erwarten, wie der HERR die weltlichen 
Bedürfnisse erfüllen wird. 

Den Titel "Apostel" (von <foreign lang="el">apostello</foreign>: senden, entsenden) bekamen nur
wenige Männer. Es gab aber auch falsche, nämlich  selbsternannte Apostel (2.Kor.11,13). Nicht alle
Jünger haben gleiche Gaben (1.Kor.12,7-31): so gibt es das Wort der Weisheit, das  Wort der
Erkenntnis, Glaube, Gnadengaben der Heilungen, Wunderkräfte, Weissagung, Unterscheidung der
Geister, Zungenrede,  Auslegung der Zungenrede, die Berufung zu Aposteln, Propheten oder Lehrern,
Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen. 


Es gibt vier Phasen, in denen ein Gläubiger zu seiner besonderen Aufgabe gerufen wird:

<OL>
<LI><B>Der Ruf zu Christus</B><BR>
Bei Petrus in Joh.1,42: "Und er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sprach: Du bist
Simon, der Sohn des Johannes; du  wirst Kephas heißen - was übersetzt wird: Stein."</LI>
 
<LI><B>Der Ruf zu allgemeinem Dienst</B><BR>
Bei Petrus in Lk.5,10: "[...] Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht. Von nun an wirst du
Menschen fangen!"</LI>
 
<LI><B>Der Ruf zu besonderem Dienst</B><BR>
Bei Petrus in Lk.6,13.14: "Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger herzu und erwählte aus
ihnen zwölf, die er auch Apostel  nannte: Simon, den er auch Petrus nannte, [...]."</LI>
 
<LI><B>Der Ruf zu einzigartigem Dienst</B><BR>
Bei Petrus in Mt.10,1: "Und als er seine zwölf Jünger herzugerufen hatte, gab er ihnen Vollmacht
über unreine Geister, sie  auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen."
<BR>
Der HERR berief viele Jünger, aber wenige Aposteln, denn "viele sind berufen <I>[das sind alle
Gläubigen, die zum Dienst gerufen werden]</I>, aber wenige  auserwählt <I>[das sind die, die mit
ganzer Hingabe dienen]</I>" (Mt.20,16).</LI>
</OL>


Die Zwölf (Mk.6,7) und dann die Siebzig (Lk.10,1) wurden jeweils zu zweit gesandt; dies diente der
gegenseitigen Unterstützung, aber auch dem Zeugnis, denn das Zeugnis zweier Menschen ist wahr
(Joh.8,17). Johannes der Täufer, »die Stimme eines einsam Rufenden in der Wüste«, ist hier eine
Ausnahme. Aber schließlich gehörte er noch zu den alttestamentlichen Propheten.


<B>V.8b:</B> ("Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebt.") gilt dem Grundsatz nach auch für die
Gnadengaben in der Gemeindezeit: sie wurden umsonst empfangen und sollen ebenso eingesetzt werden.
Sonst könnte all denen nicht gedient werden, die den Dienst nicht bezahlen können. Natürlich
müssen SEINE Diener unterstützt  werden, denn "der Arbeiter ist seines Lohnes wert"
(Lk.10,7; Mt.10,10). Wenn das Reich Gottes so nicht behindert wird, soll der Evangelist "vom
Evangelium leben" können (1.Kor.9,12.14). Ein Arbeiter im Reich Gottes lebt von der Frucht seiner
Arbeit in denen, denen er dient; er lebt nicht von einem festen Einkommen.

<B>V.9.10:</B> Der HERR verbot den Jüngern, unterwegs für Lohn zu arbeiten oder überflüssige Dinge
mitzunehmen (vgl. Mk.6,8-9).  Diese Anweisungen galten für diese besondere Sendung, in der
Gemeindezeit soll aber die Mission mit natürlichen Mitteln unterstützt werden (Lk.22,35-37). 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.11.1998; 10.06h-11.31h; 14.13h-14.55h; 20.15h-20.32h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:11-Matthew 10:13;">Matthäus 10:11-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In jedem Ort sollten die Jünger ein würdiges Haus suchen, d.h. ein Haus, das die Botschaft und
die Boten bereitwillig aufnahm. Es ist daher immer von Vorteil, in einem fremden Ort SEINE Jünger
ausfindig zu machen. So ist geistliche Gemeinschaft der ansässigen und durchreisenden Geschwister
möglich.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.11.1998; 10.06h-11.31h; 14.13h-14.55h; 20.15h-20.32h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:14-Matthew 10:15;">Matthäus 10:14-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Schwere des Gerichts richtet sich nach den begangenen Sünden und dem Grad des Wissens /
der Vorrechte: war nur das  Zeugnis der Schöpfung vorhanden oder eine besondere Offenbarung Gottes?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.11.1998; 10.06h-11.31h; 14.13h-14.55h; 20.15h-20.32h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:16">Matthäus 10:16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers steht in einem Abschnitt, der eine prophetische Sicht bietet; weil aber Lk.10,3 ("Geht
hin; siehe, ich sende  euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.") einen ähnlichen Inhalt hat und
sich eindeutig auf die konkrete Aussendung von Jüngern  bezog, gilt dieser Grundsatz, praktisch
klug zu sein, um von den Wölfen keinen Schaden zu leiden, und zugleich einfältig, d.h. fehlerlos
zu sein, um das Zeugnis unter den Wölfen nicht zu schwächen, auch in der Gemeindezeit.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.11.1998; 10.06h-11.31h; 14.13h-14.55h; 20.15h-20.32h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:19-Matthew 10:20;">Matthäus 10:19-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Verse verbieten die Sorge um die rechte Rede bei der Verteidigung (ebenso wie die Sorge um
die natürlichen Bedürfnisse nicht notwendig ist, wenn wir zuerst nach Gottes Reich und SEINER
Gerechtigkeit trachten (Mt.6,33)), denn der Heilige Geist gibt uns die rechten Worte in der
Verfolgung. Da also die Worte zur Verteidigung gegenüber Obrigkeiten vom Heiligen Geist kommen,
müssen auch die Verteidigungsreden des Paulus in Apg.22-26 vom Heiligen Geist inspiriert sein
und es lassen sich daran Merkmale des Redens des Geistes Gottes, als Vorbild für unsere Reden,
erkennen:

<OL>
<LI>Paulus berichtete in Apg.22,1-21 seine Geschichte objektiv, wahrheitsgetreu, von Anfang an
und auch gegen sich selbst schonungslos. Er fürchtete seine Zuhörer nicht.</LI>
 
<LI>Paulus entschuldigte sich, als er versehentlich etwas Falsches getan hatte (Apg.23,5). Wie er
schonungslos gegen sich selbst war,  so war er es auch gegen andere und deckte Übel auf
(Apg.23,2.3). Er war »klug unter den Wölfen« bei seiner Verteidigung, denn er  provozierte einen
Streit zwischen Pharisäern und Sadduzäern. Dies war keine Sünde, sondern Klugheit, wozu der HERR
auch uns  ermahnt (Mt.10,16).</LI>
 
<LI>Paulus wies seine Richter auf objektiv feststellbare Tatsachen; er bekannte, "nach dem Weg,
den sie eine Sekte nennen" (Apg.24,14) Gott zu dienen, verheimlichte also seine Überzeugung seinen
Richtern nicht, auch wenn er dadurch die Juden gegen sich aufbrachte und diese versuchen würden,
sein Geständnis bei seinen Richtern gegen ihn zu verwenden.</LI>
 
<LI>Paulus entgegnete Anschuldigungen und Verleumdungen höflich und ruhig, aber sachlich und
bestimmt (Apg.26,25.26).</LI>
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.12.1998; 17.00h-19.30h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Peter 1:21">2. Petrus 1:21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die heiligen Schriften wurden niedergeschrieben, indem Männer Gottes getrieben waren vom Heiligen
Geist. So zum Beispiel ist auch das Lukasevangelium durch die Inspiration des Heiligen Geistes
geschrieben worden, aber nicht in Form eines Diktates, sondern der Heilige Geist führte die
Niederschrift über genaue Nachforschungen des Autors (vgl. Lk.1,1-4).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.12.1998; 17.00h-19.30h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:21">Matthäus 10:21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Offene Feindschaft und Verfolgung Bekehrter durch die eigene Familie gibt es z.B. in islamischen
Ländern. In Westeuropa dagegen ist die »Verfolgung« selten mehr als der Spott der Angehörigen; Gott
sei Dank.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.12.1998; 17.00h-19.30h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:26-Matthew 10:28;">Matthäus 10:26-28</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR fordert jedoch zu offener Mission, zu freimütigem Bekenntnis auf. Wie köstlich ist es
doch, zu dem stehen zu können, was man tut und sagt, d.h. aus vollem Glauben und ohne sich selbst
dabei zu richten, zu handeln und zu sprechen, weil man nach Gottes Willen lebt und redet!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.12.1998; 17.00h-19.30h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:39">Matthäus 10:39</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Leben« meint hier nicht das physische, sondern das ethische Leben: was wir tun und für wen wir
leben.


»wer sein Leben findet, wird es verlieren«: Wer sich selbst verwirklicht und ein weltliches Leben
voll Hedonismus und Beschäftigung lebt, arbeitet nicht in SEINEM Reich - er kann dem HERRN nicht
dienen, weil die Beschäftigung mit der Welt dazu keinen Raum lässt.


»wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden«: Sein Leben um des HERRN Willen zu
verlieren heißt, auf alle persönlichen »Vorteile« und »Erfolge« in dieser Welt um des HERRN Willen
zu verzichten, um IHM dienen zu können. Dann wird unser Leben Frucht bringen, denn es ist bereit
zum Dienst für Gott, wenn ER ruft. Timotheus zum Beispiel hatte ein gutes Zeugnis unter den Brüdern
und war bereit, Paulus zu folgen, als er dazu berufen wurde (Apg.16,1-3).

Wer IHM dient, wird dagegen nur in der Welt (Joh.17,11), aber nicht von der Welt sein (Joh.17,16);
er wird die Welt nur als Werkzeug im Dienst für IHN, aber nie zum Selbstzweck gebrauchen, d.h. er
wird nicht in der Welt arbeiten, um in der Welt etwas zu erreichen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.12.1998; 17.00h-19.30h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:40-Matthew 10:42;">Matthäus 10:40-42</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer einen Boten aufnimmt und ihm dient, zeigt, dass er den aufnimmt, der den Boten gesandt hat.
Sein Lohn wird sein, als wäre er denen gleich, die er aufgenommen hat. Alle Gläubigen sind
zu solcher Gastfreundschaft gegen SEINE Diener aufgerufen und zum Dienst nach Vermögen, sei es ein
Becher kalten Wassers, wie hier, oder ein "großes Mahl" (Lk.5,29). Der HERR wird relativ zur
Größe eigenen Vermögens belohnen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.12.1998; 15.35h-17.05h; 17.19h-18.13; </FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 11:2">Matthäus 11:2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Zwei" ist die Mindestzahl hinreichenden Zeugnisses, denn »Es steht aber auch in eurem Gesetze
geschrieben, daß das Zeugnis zweier Menschen wahr sei.« (Joh.8,17). So sandte Johannes der
Täufer zwei seiner Jünger (Mt.11,2; Lk.7,19). Und so sind die Zeugen in der Offenbarung auch zwei:
»Und ich will meinen zwei Zeugen verleihen, daß sie weissagen sollen tausendzweihundertsechzig Tage
lang, angetan mit Säcken.« (Offb.11,3).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.12.1998; 15.35h-17.05h; 17.19h-18.13; </FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 11:19">Matthäus 11:19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mt.11,19c: »[...], und die Weisheit ist gerechtfertigt worden aus ihren Werken.« meint, dass
die guten Früchte im Dienst von Jesus und Johannes zeigen, dass ihr Dienst nicht vom
Teufel oder von Menschen, sondern von Gott ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.12.1998; 15.35h-17.05h; 17.19h-18.13;</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 11:25-Matthew 11:30;">Matthäus 11:25-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR lebte in inniger Gemeinschaft mit seinem Vater (vgl. Joh.17; Mt.11,25-30). Er verwendete
viele Titel für seinen Vater:

<TABLE>
   <TR>
      <TD>Vater</TD>
      <TD>Mt.11,25</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Herr des Himmels und der Erde</TD>
      <TD>Mt.11,25</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>mein Vater</TD>
      <TD>Mt.11,27</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>der Vater</TD>
      <TD>Mt.11,27</TD>
   </TR>
</TABLE>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.12.1998; 12.54h-13.10; 15.40h-15.48h; 15.53h-20.00h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 1:20-Romans 1:21;">Römer 1:20-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In seiner Schöpfung kann der Mensch Gottes Wesen erkennen (SEINE Kraft und SEIN göttliches
Wesen wahrnehmen / erkennen / mit dem Verstand ergreifen (Röm.1,20), Gott durch seine Schöpfung
kennenlernen (Röm. 1,21)).


Das Wesen Gottes erkennen zu können setzt seine Existenz voraus - also kann man auch die Existenz
Gottes in der Schöpfung ablesen. Wer so aber von Gottes Existenz und Wesen weiß, IHN aber nicht
verherrlicht noch ihm Dank darbringt, ist ohne Entschuldigung.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.12.1998; 12.54h-13.10; 15.40h-15.48h; 15.53h-20.00h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Galatians 5:13">Galater 5:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Freiheit wird auch von der Bibel positiv beurteilt, jedoch darf sie nicht zu einem Anlass für die
Sünde werden, wie es das Freiheitsideal in unserer westlichen Gesellschaft ist (vgl. Gal.5,13).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.12.1998; 2.45h</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 12:1-Matthew 12:13;">Matthäus 12:1-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.1:</B> Die Jünger hatten Hunger und es gab zu Essen. Deshalb tat der HERR kein Wunder, um Essen
zu beschaffen, wie er es für die 5000 und die 4000 tat; Gott gibt uns durch die Natur Essen im
Überfluss und erwartet immer noch, dass wir uns durch eigene Arbeit davon versorgen (1.Mo.3,17-19).
ER tat keine überflüssigen Wunder, schon gar nicht zur Unterstützung irgendeiner Faulheit. Aber
der HERR wird Gelingen geben und alle unsere weltlichen Bedürfnisse erfüllen, wenn wir zuerst
nach SEINEM Reich und SEINER Gerechtigkeit trachten.



Ist es in neutestamentlicher Zeit erlaubt, am Sonntag zu arbeiten?


Röm.14,5.7.8: "Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag
&lt;gleich&gt;. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt. [...] Denn keiner von uns
lebt sich selbst und keiner stirbt sich selbst. Denn sei es, dass wir leben, wir leben dem HERRN,
sei es, dass wir sterben, wir sterben dem HERRN."


In einem Kind Gottes ist der eigennützige Wille und das ganze Sündenfleisch gestorben (Röm.6,11);
freilich, wenn wir auf uns selbst sehen, sehen wir immer noch Handlungen des selbstsüchtigen
Fleisches und fleischliche Schwachheit - der Blick auf uns lässt uns verzweifeln. Doch als Errettete
<I>sind</I> wir gerecht durch <I>IHN</I> - der Blick auf unseren HERRN, dessen Gerechtigkeit unsere
wurde, macht uns froh.

So soll nun nichts im Leben eines Gotteskindes auf eigene Ehre, auf Eigennutz ausgerichtet
sein, sondern unser ganzes Leben soll IHM dienen (ER wird uns  geben, was wir bedürfen, wenn
wir zuerst nach SEINEM Reich und SEINER Gerechtigkeit trachten). Wenn wir nun alle Tage gleich
halten wollen, den Sonntag also auch zum Arbeiten verwenden, so soll das ebenfalls zur Ehre des
HERRN geschehen, nicht aus Selbstliebe.

"Für Paulus gab es keinen Unterschied zwischen den Tagen; er kannte nicht heiligere und 
weniger heilige Tage. Sein Gottesdienst umfasste mit derselben Vollständigkeit jeden Tag." <a 
href="#footnote_1">[1]</a> 
Paulus setzte die beiden Gruppen, die  die Tage verschieden werteten, nebeneinander, ohne über
stärkeren oder schwächeren Glauben zu urteilen. Alles aber sollte zur Ehre des HERRN geschehen - so
soll der Sonntag nicht entheiligt werden, sondern alle Tage sollen gleich heilig sein. Auch wird 
man aus Liebe zu seinen Glaubensgeschwistern am Sonntag nicht arbeiten, wenn deren Gewissen daran
Anstoß nehmen sollte (Röm.14,21).

Paulus hätte die Wiedereinführung der Sabbathfeier für alle Christen (nicht nur für die Juden) als
Rückfall ins Gesetz abgelehnt (!, die rituelle Gesetzlichkeit des Alten Bundes gilt für uns nicht
mehr).


Röm.14,5-8 lehrt darüber hinaus auch den rechten Umgang mit der Welt für Christen: Alles, was wir
tun, kann für uns heilsam sein; nur müssen wir es mit einer festen, entschlossenen Überzeugung tun
und dürfen nicht mit uns selbst uneins sein, denn was nicht aus Glauben geschieht, das ist Sünde
(Röm.14,23). Die Grundregel ist, dass alles, was wir tun, von der Liebe zum HERRN geleitet sein
soll, dass wir also IHN damit ehren und allein auf SEINEN Willen bedacht sind. "So ist auch jeder
Gebrauch der Welt dadurch als rein und im Glauben gegründet erwiesen, dass wir  darin eine Gabe
Gottes erkennen, für die wir danken. Alles, wofür wir nicht aufrichtig danken können, ist uns damit
verwehrt. Das, wofür wir Gott danken, reißt uns nicht von IHM los, sondern verbindet uns fester und
inniger mit IHM; denn solange wir danken, bleibt  unsere Grundstellung vor Gott richtig: als die
Empfangenden stellen wir uns unter Gottes Güte, als solche, die von all dem leben, was  er uns
gibt." <a href="#footnote_2">[2]</a> Entscheidend ist, dass wir nicht für uns selbst leben, sondern
für den HERRN (Röm.14,7.8).

--------------------------------------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">Schlatter, Adolf: »Erläuterungen zum Neuen Testament / Adolf Schlatter.«;
Brosch. Ausg. in Kassette d. 1961-1965 neu durchgesehenen und sprachlich überarbeiteten Ausgabe;
Stuttgart: Calwer Verlag; ISBN 3-7668-0843-5; Bd. 5. Schlatter, Adolf: Der Brief an die Römer. -
1987; S. 223 Z. 4-6.</a></LI>
 
<LI>
<a name="footnote_2">ebd., S. 224 Z. 14-22</a></LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.5.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 1:5">Lukas 1:5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Lk.1,5: Sogar die Priester Gottes im Tempel waren verheiratet. Es darf also für keine
Personengruppe ein allgemeingültiges Gebot  des Zölibats aufgestellt werden. Jeder darf / soll
selbst entscheiden, ob er heiraten will.

--------------------------------------

<B>[Quelle für Teile der im Kommentar zu Lukas dargestellten Lehre]</B>: »Was die Bibel lehrt.« -
Dillenburg: Christliche Verlagsgesellschaft; (CV-Kommentarreihe Neues Testament) Einheitssacht.:
<foreign lang="en">What the Bible teaches</foreign> <dt.>; Aus dem Englischen übersetzt; NE: EST;
Bd. 3. Lukasevangelium / [Kommentator Norman Crawford. Übersetzung: Benedikt Peters]. - 1992; ISBN
3-89436-025-9; NE: Crawford, Norman.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.5.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 1:18-Luke 1:20;">Lukas 1:18-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Von Zacharias kann man lernen: wer Gott nicht glaubt, handelt töricht und muss die Konsequenzen
tragen. Denn: Gott ist  glaubwürdig.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.5.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 2:7">Lukas 2:7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wenn Gott es zuließ, dass Jesus in einem Stall geboren wurde, dann ist auch für uns hoher
Anspruch, Bequemlichkeit und Reichtum unwichtig.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.5.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 2:51-Luke 2:52;">Lukas 2:51-52</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesus war seinen Eltern untertan (Lk.2,51), er "nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott
und  Menschen" (Lk.2,52).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.5.1998; 11.5.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 3:1-Luke 3:6;">Lukas 3:1-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Bibel fordert (z.B. durch Johannes) echte Buße (sichtbaren Sinneswandel) vor der Taufe, dem
öffentlichen Zeugnis dieser Abkehr von Sünde mit Herz und Tat. Im NT beinhaltet der Begriff
»Buße« oft Glauben an Jesus Christus. Taufe wäscht Sünden nicht ab, sie ist nur das sichtbare
Zeichen für eine bereits geschehene, innerliche Wendung. Wenn die innere  Wirklichkeit fehlt, ist
Taufe eine bloße Schau.

Jeder, der zu IHM kommen will, muss sich vor IHM demütigen (Lk.3,5) und ehrlich zugeben, dass
Gottes Gerichtsurteil über das eigene, sündige Leben gerecht ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.5.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 3:7-Luke 3:20;">Lukas 3:7-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Israeliten verwiesen auf ihre Herkunft, als sie von Johannes zur Buße aufgefordert
wurden; der HERR aber lehrt, dass die wahren Kinder Abrahams all die sind, die die Werke
Abrahams tun (Joh.8,39), das sind die Werke des Glaubens. Das Leben muss die Echtheit der Buße
erweisen.

Das Prinzip des Teilens bei Christen: Wenn ein Christ etwas hat, das ein anderer nötiger hat
als er  selbst, ist er verpflichtet, dies ihm zu geben (von dem auszuteilen, was er selbst nicht
braucht). Die Aufforderung des Johannes an  die Zöllner und Kriegsleute zeigt, dass man sich mit
rechtmäßigem Gewinn zufriedengeben soll. Es ist falsch, ohne die Kraft des  Heiligen Geistes, und
ohne Mitgefühl und Verweis auf Jesu Lösung, Gericht zu predigen. Johannes ist in seiner Demut ein
würdiges Vorbild für alle Diener Gottes: er versuchte immer, im Hintergrund zu bleiben und verwies
auf seinen Herrn, Jesus.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 3:21-Luke 3:22;">Lukas 3:21-22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Joh.3,34: "Gott gibt den Geist nicht nach Maß." (nicht in kleinen oder großen Mengen, sondern
immer gleich).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.5.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 3:23-Luke 3:38;">Lukas 3:23-38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesus trat erst mit 30 auf, weil mit 30 Jahren auch der Dienst der Leviten begann
(4.Mo.4,3.23.30.35.39.43.47).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.5.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 4:1-Luke 4:4;">Lukas 4:1-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In einer Versuchung zu stehen ist keine Sünde. Der HERR ist vollkommen und konnte deshalb in keiner
Versuchung fallen, er kann nicht sündigen. Gott kann sogar gar nicht versucht werden (Jak.1,13)!

Gott versucht uns im Gegensatz zu Satan nie zur Sünde (Jak.1,13). Dies zeigt sich als »Gott den
Abraham versuchte« (1.Mo.22,1), dass er seinen Sohn opfern solle. MHC <a href="#footnote_1">[1]</a>
sagt dazu, dass im Hebräischen »versuchen«, »erproben« und »prüfen, beweisen« durch dasselbe Wort
ausgedrückt werden. Gott verleitete Abraham nicht zur Sünde, sondern zu einem Werk des Glaubens.

Oft folgen größte Versuchungen auf größten Segen, wie hier bei Jesus (Lk.4,1), denn Satan greift
all die an, die Gott verherrlichen. Um in Versuchungen zu siegen, müssen wir Satan in der Kraft des
Heiligen Geistes entgegentreten, wie es der HERR getan hat, uns zum Vorbild.


Lukas 4,4: "Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort Gottes." Gottes
Wort ist - ebenso wie leibliche  Speise und deren Genuss - lebensnotwendig.

Jesus war abhängig von SEINEM Vater und bewahrte sich diese Abhängigkeit, indem ER sich
weigerte, SEINE Macht für eigene Zwecke zu gebrauchen, um menschlichen Beschränkungen zu entkommen.
Statt dessen vertraute ER Gott, dass dieser alle SEINE Bedürfnisse ausfüllen werde. Das ist eine
für uns vorbildhafte Selbstbeschränkung, die lehrt, nicht für eigene menschliche Bedürfnisse zu
beten, sondern anzunehmen (!), was Gott gibt.

------------------------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">Matthew Henry: »<foreign lang="en">Matthew Henry's Concise Commentary on the
Whole Bible</foreign>«. Druckwerk z.B.: Ausgabe von Moody Press; 28. Auflage; kein Copyright; ISBN
0-8024-5190-X. Als SWORD-Modul zum kostenlosen Download verfügbar auf </a> 
<a href="http://www.crosswire.org"> http://www.crosswire.org</a>.</LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.7.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 4:5-Luke 4:13;">Lukas 4:5-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesus begegnete den Versuchungen des Teufels, indem er mit Versen der Schrift antwortete, ohne
einen Zweifel an deren Gültigkeit.  Dies kann uns Vorbild sein. Um Jesu Taktik zu durchbrechen,
versucht es der Teufel selbst mit Versen der Schrift, verdreht sie jedoch  und verschweigt die
ganze Wahrheit. Deshalb ist genaue Schriftkenntnis und die Bewahrung und Aufklärung durch den
Heiligen Geist nötig, um uns vor dem Fall in solch eine Versuchung zu bewahren. Zum Beispiel
verdreht Satan beim Gespräch mit Eva kurz vor dem Sündenfall Gottes Wort und stellt ihn als
Tyrannen dar, der Freude verbietet. Wenn der Teufel weltliche Macht und weltliches Vergnügen
anbietet, so muss man wissen, dass das Vergnügen der Gemeinschaft  mit Gott viel größer und
dauerhafter ist. Der Teufel wartet immer, bis sich ihm eine gute Gelegenheit für eine Versuchung
bietet.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.7.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 4:14-Luke 4:30;">Lukas 4:14-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es war Jesu <I>Gewohnheit</I>, am Sabbath in die Synagoge zu gehen - das sei uns Vorbild.

Jesus kam, um Zerschlagene zu befreien - was heißt das? "Zerschlagene" wurden durch Sünde und
Satan zugrunde gerichtet.

Wie Jesus durch sein Beispiel zeigt, darf Predigt keine wohlklingende Lehre ohne praktische
Anwendung sein, sondern muss den wahren Charakter der Zuhörer aufdecken und ansprechen, damit
Auswirkungen auf das Leben der Zuhörer möglich sind - auch wenn der Prediger selbst  dafür gehasst
wird.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.7.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 4:34">Lukas 4:34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Dämonen wissen, wer Gott und wer Jesus ist. Weil es den Teufel gib, gibt es demnach
auch Gott.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.7.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 4:32">Lukas 4:32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesus zitierte nicht Lehren und Auffassungen anderer, sondern konnte die Schrift selbst
auszulegen. Das solle Vorbild für die Predigt sein.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.7.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 4:38">Lukas 4:38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Fieber ist wie die Sünde ruhelos, beherrschend und auszehrend. Ein Sünder hat keine Ruhe, sondern
sucht vergeblich Erfüllung in Vergnügen, Besitz und Ansehen. Ein Christ dagegen muss und darf sich
von diesen Kräften der Welt nicht zerreißen lassen, denn er hat Ruhe, Sinn und Lebenserfüllung in
Christus und ist unabhängig von der Welt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.7.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 4:40-Luke 4:44;">Lukas 4:40-44</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR arbeitete unermüdlich (selbst abends heilte er Kranke) und nahm sich nur Ruhe, um zu
beten. Er nimmt von Dämonen kein  Zeugnis an. - Das zeigt uns, dass Zusammenarbeit mit abgefallenen
Christen, die Grundwahrheiten leugnen (Ökumene) nicht  gottgewollt ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.8.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 5:1-Luke 5:11;">Lukas 5:1-11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jeder, der Gott dienen will, muss wie Petrus vor IHM seine eigene Sündhaftigkeit erkennen, IHM
bedingungslos gehorchen (auch gegen eigene Logik), alles, woran sein Herz hängt, aufgeben und IHM
nachfolgen.

Eigenschaft unseres HERRN, den wir lieben wollen: Wenn man IHM etwas zur Verfügung stellt, was er
wünscht  (Boot), so schenkt ER mehr, als man zur Verfügung stellte (Fischfang) - was IHM
untergeordnet und in SEINEN Dienst gestellt wird, beginnt zu  blühen. Stellt man dieses Geschenk
wiederum IHM zur Verfügung (Petrus verließ sein Boot, als es voll war, und seine bisherige
Existenz), so schenkt ER wieder mehr zurück: Leben in der Nachfolge. Dies ist ein Prinzip des
Lebens mit Christus.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 5:12-Luke 5:26;">Lukas 5:12-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der geheilte Aussätzige ist in der Bibel das Bild eines Sünders, der zum Glauben kommt. Dazu muss
man zu Jesus kommen, seine  Sünden bekennen und IHN um Reinigung bitten. Und der HERR will
Sünder reinigen (Lk.5,13: »Ich will! [...]«)! Wir können niemanden zu einem Kind Gottes machen,
aber wir können (wie die Träger des Gelähmten; Mk.2,3.4) sie zu Jesus bringen, der sie zu 
Sündenerkenntnis und Sündenvergebung führen kann. Die Gewissheit der Vergebung ist das Ergebnis des
Glaubens an SEIN Wort. Sündenvergebung ist keine Sache bloßer Worte, sie bedeutet das Bezahlen von
Schuld.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 5:31-Luke 5:32;">Lukas 5:31-32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jeder Mensch ist vor Gott ein gerichtsreifer Sünder. Aber nur der wird errettet, der seine
Verlorenheit gegenüber Gott eingesteht und sich nicht wie die Pharisäer als gerecht (V.31)
oder »gesund« (V.32) ausgibt.

Der HERR war nicht gekommen, "Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße" (Luk.5,32) - das
ganz einfach deshalb, weil es keine Gerechten gab, sondern nur Selbstgerechte.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 5:33-Luke 5:39;">Lukas 5:33-39</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der  HERR wollte das alte System des jüdischen Gesetzes und der Zeremonien nicht flicken, sondern
vollständig ersetzen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 6:1-Luke 6:10;">Lukas 6:1-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.3:</B> Wir sollen durchaus die von Gott gegebenen Gesetze beachten - das können wir natürlich
nie allein, sondern immer nur in  der Kraft des Heiligen Geistes. Allerdings genügt es tatsächlich,
Gottes Gebote zu tun, keine darüber hinausgehenden menschlichen Gesetze. Außerdem zeigt der
Bericht von den Schaubroten, dass die Vorschriften des Zeremonialgesetzes im Gegensatz zum 
sittlichen Gesetz (Mitleid und Erbarmen, z.B. gegenüber den hungrigen Männern Davids) verletzt
werden dürfen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 6:12-Luke 6:16;">Lukas 6:12-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR war ein abhängiger Mensch, der mit SEINEM Vater Gemeinschaft haben wollte und
ausschließlich dessen Willen tun wollte. Das sollte  uns Vorbild für ein Leben mit IHM sein.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 6:20">Lukas 6:20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nicht weltliche Armut an sich ist eine Tugend, aber es ist besser, als Armer in das
Reich Gottes einzugehen als es als  Reicher zu verpassen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 6:22">Lukas 6:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Von jeher war die Welt den Gläubigen feindselig und ablehnend gesinnt. Wir sollten daher nicht
versuchen, uns die Welt  zum Freund zu machen, indem wir ihre Zustimmung suchen, denn damit machen
wir uns zu Gottes Feind (Jak.4,4).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 6:27-Luke 6:35;">Lukas 6:27-35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie Gott handelt (Lk.6,35: er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen), so sollen wir auch
handeln. Gott ist gütig gegen die, die  undankbar sind (wir Menschen) und die die böse sind (wir
Menschen)! Deshalb Lk.6,31: Und wie ihr <I>wollt</I>, dass euch die  Menschen tun, so tut auch ihr
ihnen. Das heißt, andere so zu behandeln, wie man auch selbst gern behandelt werden möchte, ohne 
eine Gegenleistung zu erwarten und auch, wenn die anderen Feinde sind.

Die Liebe eines Jüngers ist in ihrer Qualität gleich Gottes Liebe: eine selbstlose Liebe für
solche, die nicht liebenswert sind. Angriffe von Feinden sollten wir daher nicht stoisch
ignorieren oder erdulden, sondern wir sollen diese Feinde aktiv lieben: ihnen Gutes wünschen, für
sie beten. Dazu kann uns nur der Heilige Geist befähigen.

<B>V.29:</B> "Die andere Backe darreichen" ist, ohne Gegenwehr um SEINetwillen bereitwillig zu
ertragen, was nötig ist. Es ist nicht, Schläge zu suchen.

"Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen" (2.Thes.3,10): Liebe unterstützt keine Faulheit
durch ihre Gaben, sondern bringt den Faulen dazu, sich zu schämen (2.Thes.3,14).

Es gibt eine menschliche Ebene der Güte (zu leihen dem der zurückzahlt; den zu lieben, der
wiederliebt ...), die der HERR auch anerkennt. Doch ER fordert weit mehr, weshalb wir uns nicht
mit bloßer menschlicher Güte zufriedengeben können.

Christen hoffen nicht auf menschlichen Lohn, wenn sie aus Liebe handeln, sondern Gott kennt ihr
Bemühen und wird es zu gegebener Zeit entsprechend belohnen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 6:36-Luke 6:38;">Lukas 6:36-38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie sollten wir, die Gott vollständig freigesprochen hat, andere verurteilen? Dies ist nicht
unsere Aufgabe (sondern vergeben!), das  Richten müssen wir Gott überlassen. Es ist ein Grundsatz
Gottes, dass ER die, die segnen und geben, selbst segnet und ihnen gibt (Spr.11,25). Dennoch ist
für uns nicht der zu erwartende Lohn, sondern Liebe zu Gott die Motivation zu solchem Handeln aus
Liebe.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 6:39-Luke 6:41;">Lukas 6:39-41</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ungelernte Lehrer sind führungsunfähig. Dagegen zeigt V.40, dass jeder Gläubige (hier besonders
einer, der einen Lehrdienst tut) bei IHM lebenslang lernt und schließlich »vollendet« (d.h.
vollständig belehrt) sein wird. Wer lehrt, muss Jesu Lehre zuerst auf sich selbst angewandt haben
(vgl. die Gleichnisse vom blinden Blindenführer (V.39) und vom Holz im Auge (V.41.42)).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 6:43-Luke 6:45;">Lukas 6:43-45</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Fortschritt in der Nachfolge Jesu kann an der erbrachten  Frucht abgelesen werden. Gute Taten
tut ein Mensch nicht selbst, er produziert sie nicht, sondern er bringt aus dem guten Schatz seines
Herzens das Gute hervor.  D.h.: Die guten Werke wurden ihm von Gott gegeben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 6:46-Luke 6:49;">Lukas 6:46-49</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Man darf als Christ nicht vergessen, dass das Leben auf dieser Erde auch aus Prüfungen, Leid und
Versuchung besteht (Lk.6,48:  "eine Flut"; "der Strom"). Nur wer die Worte Jesu nicht nur gehört,
sondern auch auf sich selbst angewandt hat (wer seinen Glauben  auf Jesus allein gegründet hat),
der wird dieser Flut widerstehen können. Nicht mehr das Hochgefühl des Wirkens des Heiligen 
Geistes zu erleben, bedeutet nicht, dass der Heilige Geist nicht mehr wirkt. Die Prüfung durch die
Flut zeigt, ob der Heilige Geist wirkt oder nicht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 7:1-Luke 7:10;">Lukas 7:1-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Alle in der gegenwärtigen Heilszeit (die auch für die Heiden gilt, weil die Juden Jesus nicht
annahmen) Erretteten, haben  "nicht gesehen und [doch] geglaubt" (Joh.20,29). Das wird in der
Geschichte dieses Hauptmanns - der Heide war - deutlich. Lk.7,9-10: Nach der Bibel ist es großer
Glaube, wenn man selbst den niedrigsten Platz einnimmt und dem HERRN den höchsten Platz gibt. Vgl.
Mt.15,21-28 als einzige Stelle, wo der HERR noch von großem Glauben spricht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 7:11-Luke 7:16;">Lukas 7:11-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.14:</B> "Jüngling, ich sage dir, stehe auf!" zeigt, dass ER nichts befiehlt ohne die Ausführung
zu ermöglichen. Der Tote steht für die umfassende Unfähigkeit des (geistlich toten) Sünders, sich
selbst zu erretten. Der Befehl Jesu (die  machtvolle Predigt des Wortes Gottes) führt jedoch zum
ewigen Leben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.9.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 7:24-Luke 7:35;">Lukas 7:24-35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Johannes war vor dem Messias hergesandt; das war eine Bestätigung der Messianität Jesu. Diese
Tatsache (ebenso wie die erfüllte Prophezeihung der Jahrwochen in Daniel) zeigt, dass der HERR es
uns erleichtert bzw. einfach macht, an IHN zu glauben. Dies gilt  auch für die Übereinstimmung des
biblischen Schöpfungsberichtes mit den naturwissenschaftlichen Tatsachen. Außerbiblische 
Bestätigungen von Gottes Aussagen können und dürfen also durchaus ein Grund sein, zu glauben,
besonders für solche, die noch nicht glauben. Größe ist ganz und gar abhängig vom Platz, den wir in
Gottes großartigem Heilsplan einnehmen und hat nichts mit  persönlicher Größe oder Würde zu tun.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 7:36-Luke 7:50;">Lukas 7:36-50</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wenn ein Gläubiger einem Schuldner erlässt, wenn Gott einem Sünder vergibt, dann kostet ihn das
immer die erlassene Schuld. Für den Preis unserer Sünde musste der HERR am Kreuz bezahlen! Das
Maß der Liebe wächst als Resultat mit dem Maß der Vergebung. Im Leben eines Erretteten
wird dir Kraft der Errettung in einem geänderten Leben sichtbar.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 8:1-Luke 8:3;">Lukas 8:1-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ein Dienst für IHN wird nicht durch die Menge an persönlichem Besitz wertvoll, sondern durch die
Bereitschaft, davon für den HERRN aufzugeben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2/3.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 8:4-Luke 8:15;">Lukas 8:4-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Same, das verkündigte Wort Gottes, darf nicht ersetzt oder verschlechtert werden; auch nicht
durch Kreationismus <I>[Schöpfungswissenschaft]</I>. "Der Glaube kommt aus  der Verkündigung, die
Verkündigung aber durch Gottes Wort." (Röm.10,17): SEIN verkündigtes Wort hat Kraft durch IHN und
wird nicht leer zurückkehren (Jes.50,10.11). Gott spricht durch Menschen und wirkt so Glauben. Wer
nicht glaubt, ist kein Kind Gottes. Auch wer eine Zeit lang meinte, zu glauben, dann aber abfiel,
war noch nie errettet, sondern  ein Lippenbekenner. Er gleicht dem felsigen Boden aus Lk.8,6. Nur
wer Gottes Kind ist, hat SEINEN Heiligen Geist und ist deshalb in der Lage, im Glauben zu
verharren und Unglauben abzulehnen. Nur der, in dem das Wort Gottes tief verwurzelt ist, wird 
beständig glauben. Wer wahrhaft an IHN glaubt, tut dies beständig und nicht nur für eine Zeit.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 8:16-Luke 8:17;">Lukas 8:16-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Same (vgl. Lk.8,4-15) und Licht stehen beide für das Wort Gottes (Jes.55,10.11; Ps.119,105). 

"Die Lampe anzünden" bedeutet nach Mt.5,16 mehr als nur predigen; es ist, so zu leben, dass
unsere Lampe hell leuchtet, damit andere in das Licht (d.i. Jesus) kommen können und errettet
werden. 

Gläubige sollen ihre brennende Lampe nicht durch Materialismus (»die Lampe mit einem Gefäß
bedecken«) oder Faulheit bzw. Gleichgültigkeit (»die Lampe unter ein Bett stellen«) unbrauchbar
machen, sondern es für die noch Ungläubigen hell leuchten lassen. Gott will nicht, dass Wahrheiten
SEINES Reiches geheim bleiben (Lk.7,17); natürlich sollen wir aber auch nicht die Perlen vor die
Schweine werfen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 8:18">Lukas 8:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Der nicht hat« hat Gottes Wort nicht ernst genommen und es nicht sein Leben in Besitz
nehmen lassen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 8:19-Luke 8:21;">Lukas 8:19-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nach SEINEM Wort zu leben ist wichtiger als jede familiäre Bindung..


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 8:22-Luke 8:25;">Lukas 8:22-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie gut, dass die Jünger sich in der Gefahr durch den Sturm an die richtige Adresse, ihren HERRN,
wandten. Das sei in Schwierigkeiten Vorbild für uns: "Indem ihr alle Sorge auf ihn werfet; denn er
ist besorgt für euch" (1.Petr.5,7). 

An SEINEN Befehl (Lk.8,22) zu glauben sollte gewiss machen, das gegenüberliegende Ufer, das
geforderte Ziel zu erreichen, denn der HERR gibt Gelingen zur Ausführung SEINER Befehle. Trotzdem
können bei solchem Gehorsam große Schwierigkeiten auftreten, wie hier der Sturm. Doch in solchen
Widerwärtigkeiten lernt man, wie mächtig ER und wie unberechtigt der eigene Unglaube ist; denn wenn
ER etwas sagt oder befiehlt, so kann und soll man ganz schlicht glauben, dass ER es ausführen
wird. Glaube ist dieses schlichte Vertrauen auf SEIN Wort, mangelnder Glaube versäumt dies 
(Lk.8,25).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 8:26-Luke 8:39;">Lukas 8:26-39</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dämonen erkennen IHN als Richter an. Diese Tatsache nimmt dem Unglauben von uns Menschen Grundlage
und Berechtigung.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 8:40-Luke 8:56;">Lukas 8:40-56</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zwei Wunder sind hier verwebt: Die Heilung der Frau steht für die Errettung aus menschlicher Sicht
(ein Mensch kommt zu Gott), die Auferweckung der Tochter des Jairus steht für die Errettung aus
göttlicher Sicht (ER errettet einen geistlich toten Menschen). Errettung braucht menschliche
Verantwortung (worauf wir in der Predigt setzen) <I>und</I> Gottes Kraft (weshalb wir beten). 

Die Errettung muss Menschen gegenüber bekannt werden. Wer einmal IHM vertraut hat und zum Glauben
kommt, bleibt bei diesem Vertrauen. Wer errettet wurde, also geistliches Leben hat, braucht
geistliche Nahrung (Mt.4,4), ebenso wie die Auferweckte natürliche Nahrung brauchte.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 9:1-Luke 9:5;">Lukas 9:1-5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nur indem ER uns lehrt, werden wir brauchbare Diener für IHN.

<B>V.3:</B> Die Jünger durften keine zusätzliche Ausrüstung mitnehmen, weil ihr Auftrag eilig
war; Gott sorgte für sie. Für die Gemeindezeit hat ER das Gegenteil befohlen (Lk.22,35-38).


<B>V.4:</B> Es ist heute noch genauso eine gute Art unter Gläubigen, Reisenden Gastfreundschaft zu
gewähren.

<B>V.5:</B> Wer SEIN Reich verkündigt, soll keine Gemeinschaft haben mit der Welt, die Christus
verwirft. Eine Missionsgesellschaft wird also keine Spenden aus solchen Quellen annehmen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 9:10-Luke 9:17;">Lukas 9:10-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Abend (Lk.9,12) und die hungrige Menge spiegeln die Endzeit und unsere Unfähigkeit, den Hunger
der Menschen nach Gott zu stillen. Er aber mehrt auch das Geringste, was wir IHM bringen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.12.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 12:25-Matthew 12:37;">Matthäus 12:25-37</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wichtig: V.34b.35


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.12.1998; 6.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 12:38-Matthew 12:41;">Matthäus 12:38-41</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR war drei Tage und drei Nächte im Grab, und zwar leibhaftig; der Vergleich mit Jonas
Geschichte im Bauch des großen Fisches ist so die Bestätigung unseres allwissenden HERRN, dass
Jona tatsächlich leibhaftig drei Tage und drei Nächte im Bauch des großen Fisches war.

Damit ist das Buch Jona ist keine Legende "in märchenhafter Einkleidung" <a 
href="#footnote_1">[1]</a>,
keine mythische Rahmenerzählung und kein Märchen, sondern ein
Tatsachenbericht.

Wenn die Niniviten auf die Worte eines ungehorsamen Propheten hin Buße taten, wieviel mehr Grund
haben doch wir, an die Worte  des HERRN Jesus Christus, Gottes Sohn, zu glauben!

----------------------------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">Meyers Lexikon, 7.Aufl., 6.Bd., Bibliographisches Institut Leipzig 1927: Spalte
568, Stichwort "Jonas"</a></LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.12.1998; 2.25h;</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 12:50">Matthäus 12:50</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer den Willen des Vaters tut, ist also ebenso wie der HERR ein Kind Gottes (vgl. auch Joh.20,17b:
"Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott.").


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.12.1998; 8.2.1999; 14.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 13:1-Matthew 13:23;">Matthäus 13:1-23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Gleichnis vom Sämann

Frucht (dazu zählt auch Ausharren in Verfolgungen und das Bewahren des Wortes) ist das Zeichen
des Errettet-Seins, denn der Böse reißt das Wort aus dem Herzen "derer am Weg", wer keine Wurzel
hat, harrt nicht aus in Verfolgungen, wer "unter den Dornen  ist", der bringt keine Frucht, denn er
wird von den zeitlichen Sorgen und vom Reichtum erstickt. Nur "wo aber auf die gute Erde gesät 
ist, dieser ist es, der das Wort hört und versteht, der wirklich Frucht bringt" (Mt.13,23a).

Die Volksmengen z.B., die Jesus folgten, hörten das Wort zwar, aber sie verstanden es nicht
(Mt.13,14-16): "Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, [...]; denn das Herz [womit
man versteht] dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben  sie schwer gehört [...]
damit sie nicht etwa [...] mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und
ich sie heile."


Mt.13,8: Das Zeichen jedes Erretteten ist, dass er nach dem Wort lebt, d.h. Frucht bringt. Vgl.:
Mt.7,24: "Darum, wer diese meine  Worte hört und sie tut, der gleicht einem klugen Mann, der sein
Haus auf Fels baute." Hören und Tun des Wortes gehören immer  zusammen: jeder Gläubige wird Frucht
bringen, d.h. Werke des Glaubens vollbringen. Vgl.: "Willst du nun einsehen, du törichter  Mensch,
dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird,
nicht durch  Glauben allein." (Jak.2,20.24). Die Frucht ist das Zeichen Wahren Glaubens: nur wer
Frucht bringt, wurde errettet.

Der Glaube muss durch die Nachfolge gelebt werden!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.12.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 11:23-Mark 11:24;">Markus 11:23-24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mk.11,23.24 fordert Glaube bei Bitten im Gebet, ohne zu zweifeln, dass werden wird, um was man
bittet - Voraussetzung ist, dass  man geprüft hat und sicher ist, dass es etwas Gutes ist, um das
man bittet, denn wenn man sich da nicht sicher ist, so kann man sich auch nicht sicher sein, ob
der HERR das betreffende Gebet erhört.

Wie aber kann man schnell erfahren, ob eine Bitte nach SEINEM Willen ist, ohne pro Überprüfung
eine Stunde Bibelarbeit zu investieren? Allgemeiner: Wie kann man biblisch schnell die Güte einer
Sache / Handlung beurteilen? (vgl. Röm.12,2)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.12.1998; 15.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 13:44-Matthew 13:46;">Matthäus 13:44-46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Himmelreichsgleichnisse in Mt.13,44-46 vom Standpunkt der Menschen in der Welt als <foreign
lang="en">"a matter of the investment / result ratio"</foreign> (»Sache des Verhältnisses von
Investition und Gewinn«) zu  betrachten, entspricht nicht dem biblischen Kontext; wer ins Reich der
Himmel eingehen will, muss nur an den HERRN glauben, sonst nichts; Hingabe ist erst nach der
Bekehrung als Teil der praktischen Heiligung gefordert, jedoch nicht, um das Reich der Himmel zu
erlangen, denn dieses ist uns durch Jesus kostenfrei gemacht worden. ER ist es, der alles, was er
hatte, gab, um den Schatz, seine Gemeinde, zu erwerben; die beiden Gleichnisse in Mt.13,44-46 sind
aus SEINER Sicht erzählt.


V.44 zeigt, wie wertvoll die Gemeinde dem HERRN gewesen ist: er verkaufte alles, was er hatte
(SEIN Opfertod), um den Acker zu  kaufen (die Welt! Der HERR starb für die ganze Welt.) und den
Schatz (die Gläubigen) zu erlangen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.12.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 13:57">Matthäus 13:57</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mt.13,57b: "Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner
Vaterstadt und in seinem Haus." Wer Gott  dient, ist meist nicht ohne Ehre, er besitzt auch Achtung
vor den Menschen - was natürlich keine Motivation zum Dienst sein darf, aber als »Kollateraleffekt«
bezeichnet werden könnte. Mt.13,58: "Und er tat dort nicht viele Wunderwerke wegen ihres
Unglaubens": Die Wunder Jesu sollten nicht zum Glauben führen, sollten kein Spektakel für
Schaulustige sein, sondern waren zusätzliche Segnungen für Gläubige. Glaube ist die Vorbedingung,
um solche Gnadengaben Jesu zu empfangen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.2.1999; 27.12.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 14:1-Matthew 14:12;">Matthäus 14:1-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Tochter der Herodias -Salome- tanzte auf der Geburtstagsfeier des Herodes und gefiel diesem.
Dies ist der Zweck aller  weltlichen Unterhaltung: sie muss gefallen; dagegen darf es im Dienst für
den HERRN nie mitspielen, Menschen zu gefallen, sondern dem HERRN (1.Thes.2,4; Gal.1,10).

Wer Menschen gefallen will, kann Gott keinen Dienst tun, denn er wird nicht geradlinig und
konsequent (»<foreign lang="en">straight</foreign>«) handeln. So wird er versuchen, mit seinem
Glauben nicht anzuecken, opportunistisch sein und den Auftrag, IHN zu bekennen, missachten. Wenn wir
gebeugt sind unter diesem Zwang, Ehre vor Menschen zu suchen, so kann dennoch ER uns zu furchtlosem
Bekennen und ungeteilter Liebe zu Gott ausrüsten, in der Kraft SEINES Heiligen Geistes. So zum
Beispiel konnte Petrus, nachdem er einmal seinen HERRN verleugnet hatte, mutig predigen
(Apg.3,12-26). Wenn wir IHN darum bitten, gibt ER uns die dazu notwendige Kraft und wir müssen
diese Kraft dann nur noch nutzen und entsprechend handeln.


Unüberlegt gesprochene und nach oben offene Eide können gefährlich werden - so musste Herodes den
Johannes töten lassen und Jeftah musste dem HERRN sein einziges Kind, seine Tochter opfern, um
dem HERRN sein Gelübde zu erfüllen (»Wenn du die Söhne  Ammon wirklich in meine Hand gibst, dann
soll der - wer es auch sei - der aus der Tür meines Hauses herauskommt mir entgegen,  [...] der
soll dem HERRN gehören; ich will ihn als Brandopfer opfern!«, Ri.11,30.31).  Mit Recht bereut
Jeftah: »Ich selber habe meinen  Mund gegen den HERRN aufgerissen und kann nicht mehr zurück!«,
Ri.11,35.

<B>V.9:</B> Menschengebote zu halten ehrt den HERRN  keinesfalls, Menschengebote dürfen übertreten
werden ("[...] mit ungewaschenen Händen zu essen, verunreinigt den Menschen  nicht.", Mt.14,20b).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 12:43-Matthew 12:45;">Matthäus 12:43-45</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Gleichnis von der Rückkehr unreiner Geister zeigt einen Menschen, der am Ende von acht unreinen
Geistern besessen ist; ein unreiner Geist, der einst von diesem Menschen ausgefahren war, kehrte
zurück und nahm sieben andere unreine Geister mit, die schlimmer waren als er selbst. Es ist
interessant, dass es verschieden schlimme Dämonen gibt, die zu satanischer Besessenheit führen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.2.1999; 25.12.1998, 2.53h;</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 13:31-Matthew 13:43;">Matthäus 13:31-43</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig stellen das Reich Gottes als System wuchernden
Wachstums dar (die Urgemeinde wuchs zur Kirche); das konnte nur durch Integration falscher Lehren
geschehen: Die Vögel des Himmels und der Sauerteig sind Bilder für Böses.


Nur Gottes Gebote sind absolut, menschliche Gebote (z.B. die pharisäischen Sabbathordnungen) darf 
man umwerfen und brechen. Gottes Gebot aber ist: (Mt. 22,37-40).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 13:58">Matthäus 13:58</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Des HERRN Wunder waren nicht dazu da, andere zum Glauben zu bringen: "Und er tat dort nicht viele
Wunderwerke wegen ihres  Unglaubens." (Mt.13,58).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 14:13-Matthew 14:21;">Matthäus 14:13-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Speisung der 5000


Es ist bezeichnend, dass der HERR die fünf Brote und zwei Fische von den Jüngern annahm und damit
sein Wunder tat - er hätte  die 5000 auch ohne die fünf Brote und zwei Fische nähren können, ein
Wunder ist es trotzdem. Der HERR aber arbeitet mit den  Menschen, er nimmt, was Menschen IHM geben
und tut damit das, was durch IHN geschehen soll. Und am Ende werden sogar die reich beschenkt, die
IHM gaben, was sie hatten: für jeden Jünger blieb ein Korb mit Brocken übrig.


Menschen haben sehr wenig (V.17.: "Wir haben hier nichts als ..."), was sie dem HERRN anbieten
können und ihr eigenes Vermögen reicht für die Aufträge, die der HERR ihnen gibt ebensowenig wie
fünf Brote und zwei Fische für 5000 Personen. Der HERR aber möchte unbedingt, dass wir IHM dieses
ungenügende Bißchen geben, er will dadurch zusammen mit uns tun, was durch IHN  geschehen soll. Es
macht froh, dass der HERR zusammen mit uns und durch uns arbeiten will, obwohl ER allmächtig
ist. Die Jünger dachten in Anbetracht der geringen Menge Essens, das sie hatten, gar nicht daran,
selbst die Volksmenge zu sättigen, aber der HERR forderte das von ihnen und ER gab auch Gelingen
zu dem, was er forderte. Der HERR wird uns nicht mit einem Auftrag alleine lassen, der
für uns zu schwer ist.


Es ist interessant, dass der HERR selbst die Gaben gab, die für den Auftrag notwendig waren, den
Jüngern aber die Ausführung  überließ. In dieser Weise handelt der HERR in unserem Leben: wir sind
und bleiben immer abhängig von IHM. Wenn wir einen Auftrag von IHM bekommen (wieder interessant:
die Jünger initiierten diesen Auftrag selbst, der HERR ging darauf ein. Dies ist auf eigene Pläne
im Leben für IHN übertragbar.) und IHM zur Verfügung stellen, was wir haben (das ist natürlich viel
zu wenig), dann befähigt der HERR  uns, diesen Auftrag auszuführen, indem ER gibt, was dazu 
notwendig
ist. Und am Ende bekommt der treue Diener auch selbst noch  eine Belohnung, in diesem Fall wohl
mehr als er eingesetzt hatte (Prinzip von Gabe und größerer Gegengabe). Nur wer etwas (sich, 
alles, was er hat) für IHN im Dienst einsetzt, kann wachsen (d.h. mehr bekommen).


Dieser Bericht zeigt, was Menschen können: Menschen können nicht nichts (sie hatten immerhin fünf
Brote und zwei Fische), aber  soviel sie auch können mögen, es reicht nie zur Erfüllung der
Aufträge des HERRN. Deshalb sind wir immer darauf angewiesen, von IHM befähigt zu werden, müssen
dazu aber IHM hingeben, was wir selbst können und haben, IHM damit dienen. Der HERR will, dass wir
für IHN einsetzen, was wir können und haben; wir müssen dabei aber immer wissen, dass eigener
Einsatz zur Erfüllung von Gottes Aufträgen niemals ausreicht und annehmen, was ER uns geben will,
wenn wir IHM erfolgreich dienen wollen. Voraussetzung dafür,  dass Gott einen zu einem Auftrag
ausrüstet ist aber, das für IHN einzusetzen, was man bereits selbst hat (also Hingabe).


Obige geistliche Wahrheiten zeigen, dass bei der Suche nach Entscheidungen oder biblischen
Prinzipien für das eigene Leben solche aus alltäglichen Ereignissen im Leben des HERRN mit seinen
Jüngern abgeleitet werden können. Die irdische Beziehung  des HERRN zu seinen Jüngern war von
gleicher Qualität wie die Beziehung unseres himmlischen HERRN zu uns, die Prinzipien des Umgangs
des HERRNS mit seinen irdischen Jüngern sind also auf unser Leben übertragbar.


Biblischer Weg, IHM zu dienen:
<OL>
  <LI>IHN fragen: HERR, darf ich diesen Auftrag ausführen? Bei positiver Antwort:</LI>
  <LI>
    den Auftrag ausführen, indem man
    <OL>
      <LI>Alles, was man selbst hat, für IHN zu diesem Auftrag einsetzt (Hingabe).</LI>
      <LI>
        Von IHM all das annimmt, was zusätzlich zur Ausführung des Auftrages notwendig ist, denn
        Gottes Aufträge gehen über eigenes Vermögen.
      </LI>
    </OL>
  </LI>
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 14:22-Matthew 14:33;">Matthäus 14:22-33</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Petrus sagte »Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.« Der HERR
sagte »Komm!«. (V.28.29). Wie  schon bei der Speisung der 5000 ging hier die Initiative zu einem
gottgewollten Auftrag von einem Jünger aus. Für die persönliche Lebensplanung  heißt das, dass man
einen Auftrag ausführen darf, den man Gott vorgeschlagen hat und den Gott bestätigt hat, indem ER
die  Ausführung des Auftrages befiehlt (»Bringt sie mir her!«; »Komm!«; Mt.14,19.29) und zur
Ausführung ermächtigt (er vermehrte das Brot  und ermöglichte Petrus, auf dem See zu gehen; vgl.
diesen Kommentar zu Mt.14,13-21).


Die Errettung des sinkenden Petrus entpricht Zweifeln im Glauben in unserem Leben - wieder lassen
sich Situationen aus dem Leben  des HERRN mit seinen Jüngern auf unser geistliches Leben
übertragen, denn die Qualität der Beziehungen ist gleich. Petrus fürchtete  sich, als er sich von
dem starken Wind einschüchtern ließ und so nicht mehr sein ganzes Vertrauen auf den HERRN setzte.
So führte die Furcht zum Zweifel und er schrie (wohl eher aus Verzweiflung denn aus Glauben?) zum
HERRN um Hilfe. Sofort errettete er HERR ihn (zuerst!) und fragte dann aber: »Kleingläubiger,
warum zweifeltest du?«. Diese Frage war berechtigt, hätte Petrus doch seit der  Stillung des
Sturmes (Matth.8,23-27) wissen müssen, dass der HERR Herr über Wind und Wellen ist.

Auch wir müssten eigentlich wissen, dass der HERR Herr über alles ist - wir können uns als
Errettete darauf verlassen, in jeder  Situation von IHM geborgen zu sein, ER wird uns
hindurchretten. Aber auch wenn wir zweifeln (entsteht durch das Wirken des  Fleisches oder durch
Gefühle), errettet der HERR uns und wir sind nicht verloren, denn der HERR sagte von seinen
Jüngern, dass  "keiner von ihnen [...] verloren [sei] als nur der Sohn des Verderbens" (Joh.17,12).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 15:7-Matthew 15:8;">Matthäus 15:7-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier definiert der HERR »Heuchler«: »Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber
ihr Herz ist weit entfernt von mir.«  Reden und Tun müssen übereinstimmen, sonst heuchelt man. Wenn
man davon redet, dem HERRN dienen zu wollen, das aber nicht  praktisch ausführt, so nutzt es nichts.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 15:13-Matthew 15:14;">Matthäus 15:13-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.13.14a:</B> "Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, de mein himmlischer Vater nicht
gepflanzt hat, wird ausgerottet werden. Laßt  sie! Sie sind blinde Leiter der Blinden." Der HERR
will nicht, dass Christen als Weltverbesserer auftreten und alle Ungerechtigkeiten  versuchen
auszuräumen, sondern das sie dass Evangelium verkündigen. Auch die Sklaverei wurde mit dem
Auftreten des  Christentums nicht sofort abgeschafft: das Evangelium zu verkündigen ist wichtiger
und dringlicher als in der Welt etwas zu ändern.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 15:21-Matthew 15:39;">Matthäus 15:21-39</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Speisung der 4000


Dass die Initiative der Jünger, dafür zu sorgen, dass die 5000 nicht hungrig bleiben (Mt.14,13-21),
nach SEINEM Willen war (wenn die Jünger  auch einen falschen Weg wählen wollten, indem sie die
Volksmengen wegschickten), zeigt sich hier, denn der HERR Jesus ist hier innerlich bewegt über die
Volksmenge. Die Speisung der 5000 zeigte, dass Menschen nur etwas tun können, wenn der HERR gibt,
was dazu nötig ist. Die Speisung der 4000 zeigt, dass der HERR etwas mit den Menschen tun will: ER
bespricht sich mit den Jüngern, bevor ER etwas tut, ER ließ die Brote durch die Jünger austeilen.


Die Jünger folgten dem HERRN nach, aber sie handelten oft fleischlich: Petrus fiel in
Kleinglauben, als er auf dem Wasser wandelte  und den Sturm sah, und doch hatte er schon eine
Sturmstillung miterlebt. Die Jünger wollten vor der Speisung der 5000 die Volksmenge wegschicken
und fragten auch bei der Speisung der 4000 noch, woher sie so viele Brote nehmen sollten, um die 
Volksmenge zu sättigen. In Mt.15,23 baten die Jünger den HERRN, die Frau wegzuschicken, denn die
Jünger waren durch ihr Geschrei genervt.

Wie anders reagierte der HERR in solchen Situationen: ER rettete den sinkenden Petrus und stillte
den Sturm, sättigte die 5000 und die 4000, heilte die Tochter der kanaanäischen Frau.

So wie die Jünger verhalten auch wir Christen uns oft: menschlich und fleischlich statt geistlich.
ER aber gibt uns nicht auf, sondern Christen sind genau wie die Jünger errettet.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 16:1-Matthew 16:12;">Matthäus 16:1-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mt.16,2.3: Auch schon vor 2000 Jahren beherrschten die Menschen schon die Kunst der
Wettervorhersage. Gott selbst bestätigte,  dass solche Vorhersagen möglich sind: "Über das Aussehen
des Himmels könnt ihr urteilen; [...]" (Mt.16,3b). Zu urteilen bedeutet  am Beispiel des Himmels
also, bestimmte Anzeichen auf zukünftige Entwicklungen hin zu deuten; über die Zeichen der Zeit zu 
urteilen heißt nun, aus Zeitzeichen auf zukünftige Ereignisse zu schließen. Zum Beispiel hätte das
Zeichen Jonas den Pharisäern  die Messianität Jesu zeigen können. 

Der HERR sagte: "Ihr Kleingläubigen, was bekümmert ihr euch doch, dass ihr kein Brot habt?". ER
schalt die Jünger nicht, weil sie  das Brot vergessen hatten (Vergessen oder Versehen sind also
keine Sünde), sondern ER schalt sie wegen ihres Kleinglaubens:  Warum hatten die Jünger nicht in
dieser Situation darauf vertraut, dass der HERR sie ernähren wird?

Diese Passage (Mt.16,5-10) zeigt: Auch wenn wir etwas vergessen und versehentlich irgendeinen
Fehler begehen, lässt uns der  HERR nicht im Stich, sondern wird für uns sorgen und nötigenfalls
unseren Fehler ausgleichen. So sorgt der HERR auch für uns,  wenn wir uns von IHM abgewandt haben
und sündigten: um unsere Sünde zu überwinden, starb der HERR für uns am Kreuz, ER ließ  uns nicht
im Stich. Auch wenn Gläubige sündigen, und ihre Sünde bekennen, "so ist er treu und gerecht, dass
er uns die Sünden  vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." (1.Joh.1,9)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 16:13-Matthew 16:20;">Matthäus 16:13-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR ist für Israel der Sohn Davids, für die Gemeinde der Sohn Gottes und für die Welt der
Sohn des Menschen. Wer Jesus als "Christus, [...] Sohn des lebendigen Gottes" (Mt.16,16) bekennt,
dem hat Gott, der Vater das offenbart.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.2.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 16:21-Matthew 16:28;">Matthäus 16:21-28</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer nicht nach dem trachtet, was Gottes Wille ist, sondern nach dem, was der Menschen ist, der
ist fleischlich gesinnt. Wer dem  HERRN nachkommen will, der "verleugne sich selbst und nehme sein
Kreuz auf und folge mir nach". Das heißt, sein Leben um des  HERRN Willen zu verlieren und es so zu
finden. Wenn Nachfolge nun so aussieht, so muss der HERR vorher so gehandelt haben, damit wir IHM
nachfolgen können. Der HERR wollte sein Leben nicht erretten, sondern er verlor es um seines Vaters
Willen  (Mt.16,21-23).

Mt.16,25: "Denn wenn jemand sein Leben erretten will, wird er es verlieren; wenn aber jemand sein
Leben verliert um meinetwillen,  wird er es finden." Vor Gott ist es ein verlorenes Leben, wenn ein
Mensch für sich und seine zeitlichen Ziele lebt. Wer sich aber Gott hingibt und sein Leben zum
Dienst in SEINEM Reich zur Verfügung stellt, führt ein Gott gefälliges und von IHM verwendetes
Leben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 17:14-Matthew 17:21;">Matthäus 17:14-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Jünger hatten vom HERRN die Gewalt erhalten, Dämonen auszutreiben (Mt.10,1), vermochten es
aber in diesem Abschnitt nicht  aufgrund ihres Kleingaubens. Es ist traurig und ein Hindernis beim
Bau SEINES Reiches, wenn eine Gabe wegen Unglauben o.ä. nicht wirksam sein kann. So kann das Werk
des HERRN durch SEINE Diener gehindert werden.

Es ist vorbildlich, dass die Jünger zum HERRN kamen und IHN fragten, warum sie den Dämon nicht
haben austreiben können  (Mt.17,19). Auch wir wollen IHN nach der Ursache fragen, wenn uns 
misslingt, wozu der HERR eigentlich Kraft gegeben hat.

Bezieht sich "Diese Art aber fährt nicht aus außer durch Gebet und Fasten." (Mt.17,21) auf den
Unglauben oder den Dämon? Diese Aussage des HERRN bezieht sich auf den Dämon: damit er ausführe,
sind Gebet (ständige Gemeinschaft mit dem HERRN) und  Fasten (beständige Entsagung der Welt)
notwendig, was wohl mit Glauben isomorph ist, denn der HERR sagte, dass die Jünger wegen  ihres
Kleinglaubens den Dämon nicht austreiben konnten (Mt.17,20b).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 17:22-Matthew 17:27;">Matthäus 17:22-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die "jüdische Kopfsteuer für den Tempel" war ein menschengemachtes Gebot. Der HERR und seine
Jünger waren als Kinder des  Höchsten an solche Menschengebote nicht gebunden; der HERR bezahlte
die Steuer freiwillig doch, um den Juden kein Ärgernis  zu geben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 18:1-Matthew 18:14;">Matthäus 18:1-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zu werden wie ein Kind ist Voraussetzung, um in das Himmelreich einzugehen (Mt.18,3). Ein Kind
zeichnet sich durch  Selbsterniedrigung aus (Mt.18,4): es weiß um die größere Weisheit, Erfahrung
und Klugheit seiner Eltern und ordnet sich freiwillig  ihnen unter, um von ihnen zu lernen. So
sollte auch unsere Stellung dem HERRN gegenüber sein.

Gott wäre in der Lage, alles alleine zu tun - aber das gerade tut er nicht, sondern er handelt
durch seine Engel und die Gläubigen,  die SEINE Befehle und SEINEN Willen in der Welt ausführen.
Warum handelt Gott so und tut nicht alles selbst? Gott ist Liebe und nach  SEINEM Vorbild sollen
auch bei den Gläubigen alles aus Liebe geschehen (1.Kor.16,14). Auch die Tatsache, dass der HERR
Arbeiten abgibt und nicht alles selbst tut, ist daher ein Ausdruck SEINER Liebe: ER gibt uns die
Möglichkeit, IHM zu dienen und unsere Liebe zu IHM praktisch zu zeigen. Das kann uns Vorbild sein.

Mt.18,6 warnt Mitgläubige davor, anderen Gläubigen zu einem Stein des Anstoßes zu werden. Deshalb
schreibt Paulus: "Es ist gut, kein Fleisch zu essen noch Wein zu trinken noch etwas zu tun, worin
dein Bruder sich stößt oder sich ärgert oder schwach ist."  (Röm.14,21).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 18:15-Matthew 18:35;">Matthäus 18:15-35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Grund, weshalb wir Glaubensgeschwistern, die gegen uns sündigen, von Herzen vergeben sollen,
ist die Vergebung des HERRN  gegenüber uns Menschen. Die Höhe unserer Schuld beträgt dabei das
Vermögen von 10.000 Talenten = 60 Mio. Denaren = ca.  9,6 Mrd. DM, unsere Sünden gegenüber Gott
können wir also selbst nicht bezahlen. Aus seiner unendlichen Gnade heraus erließ uns  der HERR
aber die gesamte Schuld, dafür starb der HERR Jesus am Kreuz. Wie könnten wir dann hart sein
gegenüber unseren  Schuldnern (sein Mitknecht schuldete ihm 100 Denare = ca. 16.000 DM = einhundert
Tagelöhne) sein, wo wir doch so überreich  beschenkt wurden?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 19:1-Matthew 19:9;">Matthäus 19:1-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Er spricht zu ihnen: Mose hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu
entlassen [nämlich aufgrund von  Ehebruch, siehe 5.Mo.24,1-4, Anm.]; von Anfang an aber ist es
nicht so gewesen. Ich sage euch aber, dass, wer immer seine Frau  entlassen wird, außer wegen
Hurerei, und eine andere heiraten wird, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht 
Ehebruch." (Mt.19,8.9). Mit "Ich sage euch aber ..." grenzt der HERR seine höheren Forderungen von
denen des Gesetzes ab; er  bezieht sich dabei auf die von Gott geschaffenen Anfangszustände und
verbietet auch Ehescheidung aufgrund von Ehebruch. Hurerei meint also nicht Ehebruch, sondern
Untreue vor der Ehe, in der Zeit der Verlobung. Dann kann die Absicht, zu heiraten, widerrufen
werden, wie es auch Josef mit Maria tun wollte. Das wäre keine Ehescheidung.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 19:13-Matthew 19:15;">Matthäus 19:13-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Solcher ist das Reich der Himmel: wer sich selbst erniedrigt wie ein Kind (Mt.18,4), ist der
Größte im Reich der Himmel.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 10:17-Mark 10:18;">Markus 10:17-18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR nahm den Titel "gut" nicht an, weil der Sprecher ihn nicht aus göttlicher Offenbarung 
heraus verwendete und so Jesus als Gottes Sohn erkannt hätte. Auch wir sollen Jesu Titel aus
Glauben und Herzensüberzeugung  gebrauchen, sonst haben sie nur den Wert formalistischer Tradition.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 19:26">Matthäus 19:26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»[...], bei Gott aber sind alle Dinge möglich.« (Mt.19,26b): auch beherrschtes Leben, das einem
Menschen durch das Wirken des  Fleisches unmöglich ist, kann durch Gott verwirklicht werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 20:1-Matthew 20:16;">Matthäus 20:1-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die hier beschriebenen Arbeiter waren Tagelöhner, die tagsüber auf dem Marktplatz warteten, bis
sie jemand einstellte. So wartet  auch ein Christ, bis der HERR ihn in die Arbeit für sein Reich
(den Weinberg) ruft und ihm einen Auftrag gibt. Was soll ein Christ in der Zwischenzeit tun?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 20:17-Matthew 20:34;">Matthäus 20:17-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Bei der ersten Leidensankündigung (Mt.16, 21-23) Jesu kritisierte Petrus seinen HERRN wegen
solcher Ankündigungen. Bei der  zweiten Leidensankündigung (Mt.17, 22-23) Jesu wurden die Jünger
sehr betrübt. Bei der dritten Leidensankündigung Jesu wird die  Reaktion der Jünger nicht
berichtet. 

Größe im Reich Gottes hängt davon ab, wie sehr man anderen dient; der HERR ist das Vorbild  eines
Dieners, IHM können wir nacheifern: ER ist der Größte und diente allen Menschen, die doch SEINE
Geschöpfe waren. ER  wusch den Jüngern die Füße. Dienen heißt, sich selbst zu erniedrigen und sich
zum Vorteil anderer einzusetzen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 21:1-Matthew 21:17;">Matthäus 21:1-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Kinder schrien im Tempel: "Hosianna dem Sohn Davids!" (Mt.21,15).  Die Pharisäer entrüsteten
sich darüber, dass Jesus dieses  Lob der Kinder nicht ablehnte, jedoch nicht darüber, dass die
Kinder solches sagten - denn die Kinder wussten vielleicht selbst nicht um die Bedeutung dessen,
was sie sagten. Diesen Eindruck vermittelt auch Mt.21,16f / Ps.8,3: "Aus dem Munde der  Unmündigen
und Säuglinge hast du dir Lob bereitet." - Säuglinge wissen nicht, was ihre Worte bedeuten, aber
dennoch nimmt der  HERR dieses Lob an.

Die Hohenpriester und Schriftgelehrten müssen sich von dem HERRN Jesus vor den Kopf gestoßen
fühlen, als dieser nicht - wie sie  ihn beschuldigten - das Lob der Kinder nicht ablehnte, sondern
es annahm und zeigte, dass er ein Recht darauf hatte und dass das  Lob der Kinder berechtigt war.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 21:18-Matthew 21:22;">Matthäus 21:18-22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Neben der Lehre, die der HERR am Beispiel des Feigenbaums über das Gebet gab, hat der
Feigenbaum symbolische Bedeutung  für Israel: Der HERR sucht frühe Frucht in Israel - wie er vor
der zweiten Feigensaison des Jahres Frucht am Feigenbaum suchte - und  findet keine, sondern nur
traditionalistische Religionsausübung (das gilt vor IHM tatsächlich nichts!). Deshalb ging das Heil
zu den  Nationen, während Israel verstockt ist. Zur gegebenen Zeit wird Israel wieder in den Ölbaum
eingepflanzt werden, was hier jedoch nicht erwähnt ist (vgl. Röm.11,11-26).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 21:23-Matthew 21:32;">Matthäus 21:23-32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der eine Sohn sagte "Ich will nicht." (Mt.21,29b), danach aber ging er doch in den Weinberg. Der
andere Sohn sprach "Ich &lt;gehe&gt;,  Herr; [...].", ging aber nicht. Wir müssen aufpassen, dass
wir nicht dem zweiten Sohn gleichwerden, indem wir sagen, dass wir Gott  gehorchen wollen, das dann
aber nicht tun - das wäre Heuchelei.

Der erste Sohn kehrte um und arbeitete im Weinberg - das ist Gottes Wille für uns. Buße steht am
Anfang des Glaubens.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 21:33-Matthew 21:46;">Matthäus 21:33-46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sehnte sich nach dem Gehorsam SEINES Volkes Israel, deshalb sandte ER ihnen Propheten und
tat alles nur mögliche, um diesen Weinstock fruchtbar zu machen. Die Propheten werden in diesem
Gleichnis durch die Knechte repräsentiert, die der HERR  zur Zeit zur Erntezeit in den Weinberg
sandte. Der HERR fordert also zu gegebener Zeit Frucht - nicht ganz zu Anfang, aber zur Erntezeit.
So ist es auch im Glaubensleben nur folgerichtig, wenn ein Christ nach einer gewissen Zeit, die er
mit dem HERRN ging, automatisch beginnt, Frucht zu tragen.

Nur wer glaubt, kann diese Werke des Glaubens tun - wer aber den Namen Gottes im Munde führt, aber
Gottes Propheten ermordet, ist nicht errettet.

Der HERR fordert auch von Christen Frucht zur gegebenen Zeit - Werke des Glaubens, die
ein Christ nicht tut, um sich daraus zu rechtfertigen, sondern weil er im Glauben, durch den er
gerechtfertigt wurde, lebt. Werke des Glaubens bedeuten Gehorsam gegenüber SEINEM Willen.


Der HERR war der Höchste selbst, aber er gab mit seiner Vollmacht nicht an, sondern diente
anderen. IHN wollen wir uns zum Vorbild  machen: wir wollen nicht mit etwas angeben, was wir können,
sondern anderen aus Nächstenliebe mit dem dienen, was wir können. Vgl. (Mt.20,28).

Ps.118: "Eckstein" heißt, wörtlich aus dem Hebräischen "<foreign lang="he">rosch pinnah</foreign>"
übersetzt  "Haupt der Ecke": Der HERR ist in SEINER Gemeinde Grundlage und Haupt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 22:1-Matthew 22:14;">Matthäus 22:1-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dass der HERR Gleichnisse einer Hochzeit, von Braut und Bräutigam, auf die Beziehung von Menschen
zu Gott bezieht, ist nicht weit hergeholt - schließlich wurde die Ehe ja als Abbild der Beziehung
des Menschen zu Gott geschaffen.

In Vers 4 sandte der Vater zum zweitenmal Knechte aus, diesmal nach dem Opfertod SEINES Sohnes
als Grundlage der Gnade:  "meine Ochsen und mein Mastvieh sind geschlachtet". Diese zweite Sendung
der Apostel an die Juden erfolgte unmittelbar nach dem  Opfertod des HERRN: "und redeten zu
niemandem das Wort, als allein zu Juden" (Apg.11,19). Der HERR bezeugt in diesem Gleichnis 
geschichtliches Handeln Gottes auch nachdem der HERR in den Himmel aufgefahren war. Eine weitere
Vorhersage solch  geschichtlichen Handeln Gottes ist die Zerstörung der Stadt durch den König
(Mt.22,7), was der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70  n.Chr. entspricht.


Seinen Glauben auf Gefühl aufzubauen - "errettet ist man, wenn man das fühlt" - ist der nichtige
Versuch, die Würdigkeit zur Errettung  in sich selbst zu suchen. Kein Mensch ist aber würdig,
errettet zu werden, die Würdigkeit liegt im HERRN. Nur indem ein Mensch die ihm vom HERRN
angebotene Gnade der Sündenvergebung annimmt, wird er errettet.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 22:15-Matthew 22:22;">Matthäus 22:15-22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR fragte zwar "Wessen Bild und Aufschrift ist das?" und sagte damit, dass wir Steuern
bezahlen müssen (vgl. Röm.13,5.6). Er sagte jedoch nicht, wieviel  wir wem geben müssen: es ist
unsere Verantwortung, zu erkennen, was wir wem schulden:


"Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist." (Mt.22,21d)


"Gebt allen, was ihnen gebührt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht,
dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre  gebührt." (Röm.13,7).


Gläubige tun Recht, wenn sie den Behörden die Steuern bezahlen, dürfen dabei jedoch gleichzeitig
nicht vergessen, was sie Gott  schulden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 22:23-Matthew 22:33;">Matthäus 22:23-33</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Ehe ist eine Einrichtung dieser Weltzeit, denn der HERR sagt "denn in der Auferstehung heiraten
sie nicht, noch werden sie  verheiratet, denn sie sind wie Engel Gottes im Himmel." (Mt.22,30)


Als der HERR zitierte "Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs."
(Mt.22,32; 2.Mo.3,6) führte er damit ein Zeugnis der Auferstehung aus dem Alten Testament an (der
HERR antwortete mit dem, worauf sich auch die Sadduzäer bezogen): Gott kann nur gleichzeitig
Abrahams, Isaaks und Jakobs Gott sein, wenn alle drei zur gleichen Zeit noch leben, denn "Gott ist
nicht  ein Gott der Toten, sondern der Lebenden". Außerdem machte ER die Verwirrung der Sadduzäer
noch größer, indem er ein Leben  nach dem Tod und vor der vermuteten allgemeinen Auferstehung
bezeugte: zur Zeit Abrahams, Isaaks und Jakobs war die Auferstehung noch nicht geschehen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 22:34-Matthew 22:40;">Matthäus 22:34-40</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesus war Menschensohn (vgl. LUT, SCHL: Lk.9,56a: »Denn des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der
Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erretten.«) und Gottes Sohn (vgl. Lk.9,35: »Und eine
Stimme erscholl aus der Wolke, die sprach: Dies ist mein lieber Sohn; auf den sollt ihr hören!«)
Als der vollkommene Mensch hielt  ER alle Gebote, die für Menschen gelten. ER war sündlos. Wenn der
HERR ein Gebot wie das Doppelgebot der Liebe (Mt.22,37-39)  als für Menschen absolut gültig
darstellt, dann heißt das gleichzeitig, dass der HERR selbst dieses Gebot vollständig hielt. Wenn
er den Sadduzäern das Maul stopfte (Mt.22,34), so handelte er auch hier nach dem Gebot der
Nächstenliebe. Tatsächlich ging der HERR auf die Pharisäer ein, indem ER ihre Leugnung der
Auferstehung durch ein alttestamentliches Zitat (was auch für die Sadduzäer Autorität war) und
nicht durch einen Satz aus eigener Autorität als Gottes Sohn widerlegte.

Auch anderen ins Gesicht zu sagen, dass sie sich irren (wie der HERR es in Mt.22,29 tat) ist
Nächstenliebe: Liebe ist nicht weich und mitleidig, Liebe ist keine Gefühlsduselei, sondern Liebe
kann auch hart sein, wenn sie dem anderen dient. Die Sadduzäer mussten die Möglichkeit haben,
umzukehren von ihrem falschen Weg, deshalb trat der HERR ihnen so entgegen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 22:41-Matthew 22:46;">Matthäus 22:41-46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR wurde von den hinterlistigen Fragen der Pharisäer versucht und brachte sie zum
Schweigen, ER stopfte ihnen das Maul. ER fragte die Pharisäer (Mt.22, 41-46), und diese konnten
IHM nicht ein Wort antworten. Das zeigt deutlich: Der HERR ist Gott, wir sind Menschen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 23:1-Matthew 23:12;">Matthäus 23:1-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ungläubige (Lehrer) können auch Richtiges sagen - deshalb sagte der HERR dem Volk und SEINEN
Jüngern: "Alles nun, was sie  euch sagen, tut und haltet; aber handelt nicht nach ihren Werken,
denn sie sagen es und tun es nicht." Ihr Unglaube wird jedoch  offenbar, weil ihre Werke nicht mit
ihrer (richtigen) Lehre übereinstimmen. Wenn solche das Wort Gottes bemühen, folgen wir dem als
Gottes Wort und nicht als Wort dieser Menschen.

In Mt.23,8-10 zeigt der HERR, dass sich kein Mensch eine mit Gott konkurrierende Stellung anmaßen
darf. Wir wollen uns des einen  Gottes und HERRN rühmen, der über allen ist und uns keinesfalls
eines Menschen als unseres Meisters oder Vaters oder Führers  (vgl. Hitler) rühmen.

Der HERR sah, wie die Pharisäer in den Synagogen stets die ersten Plätze einnahmen (Lk.14,7) und
sagt uns, dass wir den niedrigsten  Platz einnehmen und nur auf Einladung hin höher rücken sollten:
"Wer sich aber selbst erhöhen wird, wird erniedrigt werden; und wer  sich selbst erniedrigen wird,
wird erhöht werden." (Mt.23,12). Sich selbst zu erniedrigen und anderen zu dienen ist die
angemessene  Stellung im Glauben für den, der größer werden will. Wenn wir aber aufgefordert
werden, hochzurücken, so dürfen wir diese Einladung  des HERRN ruhig annehmen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 23:13-Matthew 23:36;">Matthäus 23:13-36</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.13:</B> Das Wort »Heuchler« (griech. <foreign lang="el">hypokrites</foreign>) war ursprünglich
eine Bezeichnung für Bühnenschauspieler. Hier ist der »religiöse Schauspieler« gemeint, der nach
außen vorgibt, was er innen nicht ist. Diese verstellten sich, als ob sie gerecht wären (Mt.23,28).

Immer, wenn man nach außen etwas lebt, was nicht Ausdruck dessen ist, was in einem ist, heuchelt
man - und das verurteilt der  HERR. So sind auch die Werke aus Glaubens zu verstehen: als Ausdruck
einer inneren Gesinnung, nicht als eine fleischliche  Kraftanstrengung.

Also wollen wir uns nicht selbst anstrengen, beherrscht zu leben (was nach Jesu Vorbild zu einem
Leben nach SEINEM Willen gehört), sondern nach dem leben, was der HERR uns gegeben hat und was nun
in uns ist: »Daher, wenn jemand in Christo ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen,
siehe, alles ist neu geworden.« (2.Kor.5,17). Der HERR hat das, was zum natürlichen Menschen gehört,
weggenommen - einem Christen ist es durch SEINE Gabe des Neuen  möglich, ein beherrschtes Leben zu
führen.

Der HERR zeigte, was bei Unreinheiten geschehen muss, um kein Heuchler zu sein (vgl. Mt.23,25a):
"Reinige zuerst das Inwendige des  Bechers, damit auch sein Auswendiges rein werde." (Mt.23,26b).
Sünden müssen an der Wurzel ausgerottet werden, die Reinigung  beginnt deshalb im Herzen des
Menschen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 24:2">Matthäus 24:2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Im Jahre 70 n.Chr. wurde der Tempel zerstört, wie der HERR es in Mt.24,2 voraussagte. Dieses
Ereignis markiert die letzte  Verwerfung Israels und der ganzen jüdischen Rituale. In der
Gemeindezeit dagegen gibt es keinen Tempelkult, keinen Platz für  Menschen nach dem Fleisch, keine
festgelegten Speisen und Festzeiten mehr. Dazu zählt auch, dass das Sabbathgebot nicht mehr  gilt,
ein Christ darf "alle Tage gleich halten" - er ist aber auch frei, "einen Tag vor dem anderen zu
halten" (vgl. Röm.14, 5.6).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 24:4-Matthew 24:14;">Matthäus 24:4-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie man einen Antichristus (einen falschen Christus) vom echten Christus unterscheidet: "Wer ist
der Lügner, wenn nicht der, der  leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der
den Vater und den Sohn leugnet." (1.Joh.2,22) Denn jeder, der bekennt, dass  Jesus der Christus ist,
glaubt und ist daher ein Christ.

Kriege dienten Gott zum Gericht über die Feinde SEINES Volkes Israel, z.B. der Zweite Weltkrieg
zum Gericht über Deutschland. Kriege dienten Gott auch zum Gericht an Israel, wenn es abgefallen
war (Bibelstellen?).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 24:15-Matthew 24:28;">Matthäus 24:15-28</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR fordert die treuen Juden zur Flucht in die Berge auf, wenn das Götzenbild im Tempel
aufgestellt werden wird (Mt.24,16).  Ebenso musste Lot aus der gerichtsreifen Stadt Sodom fliehen
(1.Mo.19,15.23). Darf ein Christ fliehen, z.B. bevor Europa zum neuen  Römischen Weltreich wird?

Mt.24,23 zeigt, dass die Erwählten zu jener Zeit der Drangsal auf die Wiederkunft Christi auf die
Erde warten. Das können nicht  Christen der gegenwärtigen Heilszeit sein, da diese den HERRN sehen
werden, wie er ist (1.Joh.3,2) und nicht seine Wiederkunft auf  diese Erde, sondern die Entrückung
erwarten. Die Erwählten sind daher Erwählte aus den Juden, Christen sind dann nicht mehr auf dieser
Erde.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 24:29-Matthew 24:44;">Matthäus 24:29-44</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sagt von SEINER Ankunft: "Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel
erscheinen; [...]."  (Mt.24,30). Dieses Zeichen forderten die Pharisäer, aber sie erhielten es
nicht: (Mt.12,39; 16,1).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 24:45-Matthew 24:51;">Matthäus 24:45-51</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es gibt zwei Arten Menschen, die Jesus Christus ihren Herrn nennen: treue und kluge, aber auch
böse Knechte, das heißt Christen  und Namenschristen. Beide Gruppen lassen sich anhand ihres Tuns
unterscheiden:
<UL>
  <LI>
    Hirten, die echte Christen sind, geben ihrer Herde Speise zur rechten Zeit durch
    gesunde Lehre.
  </LI>
  <LI>
    Namenschristen halten nichts von der angekündigten Wiederkunft des HERRN und leben
    ein fleischliches Leben: sie verfolgen die wahren Gläubigen und leben in Gemeinschaft mit
    Sündern.
  </LI>
</UL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.3.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 25:1-Matthew 25:13;">Matthäus 25:1-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Lampen der Jungfrauen weisen auf Zeugnis, enthaltenes Öl auf Heiligen Geist hin. Der
Heilige Geist Gottes wird Gläubigen ohne Maß gegeben, durch diesen Geist sind sie getauft worden
und dieser Geist wohnt in ihnen, damit sie als  Christen leben und dienen können. Zwar kann der
Heilige Geist betrübt (Eph.4,30) und sein Wirken gedämpft (1.Thes.5,19) werden, aber er wird
Gläubigen immer zur Verfügung stehen, auch wenn ihr Zeugnis noch so unzureichend ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 25:14-Matthew 25:30;">Matthäus 25:14-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieses Gleichnis von den Talenten umfasst die Zeitspanne vom Weggang des Herrn jener Knechte
(Mt.25,15) - die Himmelfahrt des  HERRN Jesus - bis zu seiner Wiederkunft, also die gesamte
Gemeindezeit. Weil die Knechte die Gaben nicht von Anfang an hatten, sondern erst beim Weggang
ihres HERRN erhielten, können keine natürlichen Gaben gemeint sein (wíe Zeit, Geld), 
sondern die verschiedenen geistlichen Gnadengaben als Auswirkungen der Gabe des Heiligen Geistes:


<TABLE>
  <TR>
    <TD>Weissagung nach dem Maß des Glaubens</TD>
    <TD>Röm.12,6b; 1.Kor.12,10b</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Dienst</TD>
    <TD>Röm.12,7a</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Amt des Lehrers</TD>
    <TD>1.Kor.12,28; Röm.12,7b</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Ermahnung</TD>
    <TD>Röm.12,8a</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Mitteilung in Einfalt (=Geradheit, Schlichtheit)</TD>
    <TD>Röm.12,8b</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Vorstehen mit Fleiß / Leitung</TD>
    <TD>Röm.12,8c; 1.Kor.12,28</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Barmherzigkeit üben mit Freudigkeit</TD>
    <TD>Röm.12,8c</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Wort der Weisheit</TD>
    <TD>1.Kor.12,8a</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Wort der Erkenntnis</TD>
    <TD>1.Kor.12,8b</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Glauben</TD>
    <TD>1Kor.12,9a</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Gnadengabe der Heilungen</TD>
    <TD>1.Kor.12,9b</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Wunderkräfte</TD>
    <TD>1.Kor.12,10a</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Unterscheidung der Geister</TD>
    <TD>1.Kor.12,10c</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>verschiedene Arten von Sprachen</TD>
    <TD>1.Kor.12,10d</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Auslegung der Sprachen</TD>
    <TD>1.Kor.12,10e</TD>
   </TR>
   <TR>
    <TD>Apostelamt (=Gesandte, Boten)</TD>
    <TD>1.Kor.12,28</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Prophetengabe</TD>
    <TD>1.Kor.12,28</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Gnadengabe der Hilfeleistungen</TD>
    <TD>1.Kor.12,28</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Auslegung</TD>
    <TD>1.Kor.12,28</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Amt des Evangelisten</TD>
    <TD>Eph.4,11</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>Amt des Hirten</TD>
    <TD>Eph.4,11</TD>
  </TR>
</TABLE>

Der Geist teilt die geistlichen Gaben jedem besonders aus, wie er will. (1.Kor.12,11). Die Gaben
sind zur Erbauung der Gemeinde,  nicht zur Selbsterbauung gegeben: "zur Ausrüstung der Heiligen für
das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi"  (Eph.4,12). Die beiden treuen Knechte
verdoppelten die ihnen anvertrauten Besitztümer - wir erhalten weitere und größere Gaben Gottes,
wenn wir die bereits empfangenen in SEINEM Reich einsetzen. Darum dürfen wir die Gnadengaben
nicht vernachlässigen (1.Tim.4,14), stattdessen sollen wir sie anfachen, damit sie wachsen
und noch nützlicher zum Dienst werden.

Wer nun bis zum Schluss für IHN ein »unnützer Knecht« bleibt, - den Heiligen Geist in seinem
Leben keinen Dienst für IHN beginnen lässt - wird in die Hölle kommen. Wir müssen die geistlichen
Gaben, die ER durch SEINEN Heiligen Geist gab, für IHN  »zur Ausrüstung der Heiligen für das
Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi« (Eph.4,12) einsetzen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 25:31-Matthew 25:46;">Matthäus 25:31-46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es gibt eine endliche Anzahl von Engeln, denn sie werden alle mit dem HERRN
Jesus kommen (Mt.25,31).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 26:1-Matthew 26:16;">Matthäus 26:1-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jedes Werk nach Gottes Willen muss vollbracht werden:


<OL>
<LI>In der Schöpfung: "So wurden die Himmel und die Erde und all ihr Heer
vollendet". (1.Mo.2,1)</LI>
 
<LI>Der HERR sagte im Gebet: "Das Werk habe ich vollbracht, welches du mir
gegeben hast, dass ich es tun sollte." (Joh.17,4; 4,34; 5,36).</LI>
 
<LI>Als der HERR am Kreuz hing, konnte er sagen: "Es ist vollbracht."
(Joh.19,30).</LI>
 
<LI>Paulus konnte auf sein Leben zurückblicken und bezeugen: "Ich habe den Lauf
vollendet." (2.Tim.4,7).</LI>
 
<LI>Nach dem Vorbild des HERRN gilt das für alle Gläubigen: Ein Werk, das wir
nach Gottes Willen angefangen haben, das ER uns erlaubt oder aufgegeben hat, muss zielstrebig mit
Eifer und Fleiß zu Ende geführt werden.</LI>
</OL>


Dass der HERR das Werk der Frau als "gutes Werk" (Mt.26,10) bezeichnete, zeigt, dass diese Frau
aus Glauben handelte - denn »Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.« (Röm.14,23).
Ein Werk aus Glauben aber ist nie Sünde und nie Verschwendung, weil es für den HERRN getan wird


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 26:17-Matthew 26:30;">Matthäus 26:17-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Abendmahl, das der HERR in Mt.26,26-28 einsetzte, sollte allein zu SEINEM Gedächtnis geschehen 
(Lk.22,19). Trans- und Konsubstantiation sind menschliche Erfindungen, unberechtigte menschliche
Zusätze. Das Gedanken an IHN ist Sinn des Abendmahls.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 26:31-Matthew 26:35;">Matthäus 26:31-35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Petrus war ehrlich überzeugt von seiner eigenen Stärke und Hingabe, dass er den HERRN nicht
verleugnen werde. Aus dieser Selbstsicherheit heraus widersprach er dem HERRN, als dieser sagte
"Ihr werdet euch alle in dieser Nacht an mir ärgern; [...]" (Mt.26,31b). Aber: "Hoffart geht dem
Sturze und Hochmut dem Falle voraus" (Spr.16,8). Wenn der HERR uns vor etwas warnt - z.B. einer
Versuchung -, so wollen wir nicht selbstsicher sein und uns dennoch der Versuchung aussetzen, denn
wir haben uns selbst nicht im Griff, der HERR aber weiß alles.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 26:36-Matthew 26:46;">Matthäus 26:36-46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR unterredete sich mit Gott, als er sehr betrübt war. Das kann uns Vorbild sein.


»[...]; der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach.« (Mt.26,41b). Was kann hier zur
Überwindung getan werden, denn der HERR überwand auch? Was meint die Bibel hier genau mit
»Fleisch«?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 18:36">Johannes 18:36</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diener in Gottes Reich sollen nicht versuchen, ein weltliches Reich für den HERRN aufzurichten
durch verbessern und verändern der Welt - schließlich ist das Reich des HERRN nicht von dieser
Welt. Stattdessen sollen Christen Mission betreiben, denn dadurch wird Gottes Reich gebaut.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 26:67-Matthew 26:68;">Matthäus 26:67-68</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Verhalten des HERRN bei den Misshandlungen nach dem Verhör vor dem Hohepriester ist Vorbild
für unser Verhalten in Schmähungen. Sowohl innere Einstellung als auch äußere Handlungen werden
dargestellt:

"Der Herr, HERR, hat mir das Ohr geöffnet und ich, ich bin nicht widerspenstig gewesen, ich bin
nicht zurückgewichen. Ich bot meinen Rücken den Schlagenden und meine Wangen den Raufenden, mein
Angesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Aber der Herr, HERR, hilft mir. Darum bin
ich nicht zuschanden geworden, darum habe ich mein Gesicht hart wie Kieselstein gemacht.
Ich habe erkannt, dass ich nicht beschämt werde." (Jes.50,5-7)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 26:69-Matthew 26:75;">Matthäus 26:69-75</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Petrus fiel durch Menschenfurcht (Mt.26,69-75), der HERR aber zeigte keine Menschenfurcht
in SEINEM Verhalten. Daher kann Menschenfurcht nicht nach Gottes Willen sein. Petrus begab sich
zusätzlich selbst in Gefahr, indem er Gemeinschaft mit den Feinden des HERRN ("der Welt") am Feuer
hatte.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 27:3-Matthew 27:5;">Matthäus 27:3-5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Reue und Buße sind nicht identisch: Judas reute seine Tat (Mt.27,3), aber er bekannte nur vor
sündigen Priestern, dass er gesündigt habe (Mt.27,4), aber nicht vor Gott. Deshalb konnte er keine
Vergebung empfangen. Auch heute bekennen Menschen ihre Sünden vor sündigen Priestern und nicht vor
Gott und wenden sich damit an die falsche Adresse.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 27:15-Matthew 27:31;">Matthäus 27:15-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Bibel enthält unter anderem Berichte; deshalb können wir aus ihr auch etwas über Journalismus
und Berichterstattung lernen, zum Beispiel die vollkommene Objektivität, mit der in den Evangelien
und der Apostelgeschichte über Ereignisse berichtet wird. Andere Lehren der Bibel zu Journalismus 
und
Berichterstattung? Zum Beispiel: Die Bibel lehrt in Röm.12,8b, dass "Mitteilung in Einfalt
(=Geradheit, Schlichtheit)" zu geschehen habe. Das widerspricht dem heutigen reißerischen
Sensationsjournalismus und unseriöser (suggestiver, einseitiger) Berichterstattung.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 27:32">Matthäus 27:32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mt.27,32 sagt, dass Simon aus Kyrene das Kreuz des HERRN tragen musste und Mk.15,21 ergänzt, dass
Simon "der Vater Alexanders und Rufus war". Dieser Rufus dürfte (könnte ?) derselbe sein wie der
Rufus in Röm.16,13.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 27:37">Matthäus 27:37</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR wird "König der Juden" (Mt.27,37) und "König der Nationen" (Offb.15,3) genannt, aber
nicht "König der Gemeinde".


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 27:42">Matthäus 27:42</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Er ist Israels König, so steige er jetzt vom Kreuz herab, und wir wollen an ihn glauben."
(Mt.27,42b) Der HERR aber lässt sich keine Bedingungen stellen, und er wusste auch, dass Wunder
Staunen oder Furcht auslösen, aber nie Glauben wecken können (Lk.16,31).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 27:45-Matthew 27:56;">Matthäus 27:45-56</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Unmittelbar vor seinem Tod, nach Mt.27,46 um die neunte Stunde, als die Finsternis wieder
aufhörte, sprach der HERR "Es ist vollbracht!". Das Erlösungswerk wurde also bereits vor dem Tod
des HERRN vollbracht, zumindest teilweise während der dreistündigen Finsternis. Wenn Gott aber
seinen Sohn in dieser Zeit für die Sünden richtete, die wir Menschen begangen haben, warum
sagte der HERR dann erst am Ende dieser Zeit "Mein Gott, mein Gott, warum hast
du mich verlassen?" ?

Am wichtigsten ist aber, dass alle Gläubigen durch dieses Selbstopfer des HERRN leben
dürfen. So leben wir nicht fürs Gericht und eine Zukunft in der Hölle, sondern durch IHN hat unser
Leben Sinn bekommen: Wir leben für unseren HERRN, der uns liebt und erlöst hat, den wir auch
lieben dürfen. Für Gott zu leben ist unser Lebenssinn.

Mt.27,45 sagt, dass eine Finsternis über das ganze Land, griech. »<foreign lang="el">ge</foreign>«,
kam. Dieses griechische Wort kann auch Erde bedeuten. Es wäre eine historische Untersuchung wert, ob
es Anzeichen dafür gibt, dass die Finsternis tatsächlich die gesamte Erde bedeckte.

Mt.27,55 spricht von Frauen, die dem HERRN nachgefolgt und ihm gedient haben (Lk.8,3 ergänzt "mit
ihrer Habe"). Jetzt, da solcher Dienst an IHM persönlich nicht mehr möglich ist, kann solcher
Dienst für IHN geschehen, indem wir ihn an SEINEN Brüdern tun, besonders an den Hausgenossen des
Glaubens (Gal.6,10), sagt doch Mt.25,40, dass der Dienst an einem der geringsten Brüder des HERRN
IHM getan wird.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.4.1999; 23.10.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 27:57-Matthew 28:20;">Matthäus 27:57-28:20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Um den scheinbaren Widerspruch zwischen Mt.12,40b (»der Sohn des Menschen [wird] drei Tage und
drei Nächte in dem Herzen der Erde sein.«) und den normalerweise zwei Nächten und Teilen von drei
Tagen im Grab (von Freitag, dem normalen Rüsttag zum Sabbath, bis Samstag abend / Sonntag früh)
auszuräumen, ohne SEINE Worte idiomatisch aufzufassen, bietet sich folgende Erklärung an:

Der Tag nach der Kreuzigung des HERRN war ein Sabbath (Mt.27,62). Nach 3.Mo.23,5-7 folgen zwei
Sabbathe aufeinander, wenn der Beginn des »Festes der ungesäuerten Brote« (15. des 1. Monats), der
unabhängig vom Wochentag ein Sabbath ist (3.Mo.23,7), auf den sechsten Wochentag fällt. Joh.19,31
("denn der Tag jenes Sabbaths war groß") kann bestätigen dass dieser Sabbath außergewöhnlich war.

Der Gang der beiden Marien zum Grab ist nicht zwingenderweise gleichzeitig der Zeitpunkt SEINER
Auferstehung, sondern kann auch später stattgefunden haben.

Mt.28,1: Der Plural <foreign lang="el">sabbaton</foreign> (Mt.28,1) muss nach Vine <a 
href="#footnote_1">[1]</a> 
als Singular übersetzt werden; der Ausdruck »<foreign lang="el">opse sabbaton</foreign>« heißt
dann »spät nach dem Sabbath«. Eine Übersetzung mit Plural entspräche nicht dem griechischen
Sprachgebrauch, denn dann müsste z.B. Apg.20,7 auch so übersetzt werden. In obiger Sicht der
Chronologie ist dieser Sabbath der zweite der beiden aufeinanderfolgenden Sabbathe. Das Wort
»Dämmerung« ist wörtlich aus dem Griechischen übersetzt »Morgendämmerung« (vgl. auch Mk.16,2). Ob
es sich auch auf »Abenddämmerung« beziehen kann, muss noch untersucht werden.


Zeitübersicht von Grablegung bis Auferstehung des HERRN

Nach damaliger Auffassung begann ein Tag mit der Abenddämmerung!

<TABLE border>
  <TR>
    <TH colspan=2>Tag</TH>
    <TH>Ereignisse</TH>
    <TH>Zeit des HERRN im Grab</TH>
  </TR>
  <TR>
    <TD rowspan=2><B>5. Wochentag</B> (Rüsttag)<BR>Passah (14. des 1. Monats)</TD>
    <TD><font color=#0000FF>Nacht</font></TD>
    <TD></TD>
    <TD></TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD><font color=#FFFF00>Tag</font></TD>
    <TD>9. Stunde: Jesu Tod (Mt.27,46.50)<BR>Abend: Grablegung (Mt.27,59.60) (Lk.23,53.54)</TD>
    <TD>1. Tag</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD rowspan=2>
      <B>6. Wochentag</B> (Sabbath)<BR>Fest der ungesäuerten Brote (15. des 1. 
      Monas)
    </TD>
    <TD><font color=#0000FF>Nacht</font></TD>
    <TD></TD>
    <TD>1. Nacht</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD><font color=#FFFF00>Tag</font></TD>
    <TD>Sicherung des Grabes (Mt.27,62.63)</TD>
    <TD>2. Tag</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD rowspan=2><B>7. Wochentag</B> (Sabbath)</TD>
    <TD><font color=#0000FF>Nacht</font></TD>
    <TD></TD>
    <TD>2. Nacht</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD><font color=#FFFF00>Tag</font></TD>
    <TD></TD>
    <TD>3. Tag</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD rowspan=2><B>1. Wochentag</B></TD>
    <TD><font color=#0000FF>Nacht</font></TD>
    <TD>
      früh morgens: Auferstehung des HERRN (Mk.16,8; Mt.12,40), danach kommen die Frauen zum Grab 
      (Mk.16,2) (Joh.20,1) (Mt.28,1) (Lk.24,22-23).
    </TD>
    <TD>3. Nacht</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD><font color=#FFFF00>Tag</font></TD>
    <TD>Gang der Emmausjünger am dritten Tag nach Jesu Tod (Lk.24,21)</TD>
    <TD></TD>
  </TR>
</TABLE>

Mt.27,57 zeigt, dass auch Reiche im Reich Gottes gebraucht werden können und eine Aufgabe haben.
Dass Josef von Arimathia dem HERRN sein eigenes Grab zur Verfügung stellen konnte - womit er wohl
nie gerechnet hatte - lehrt, dass wir alle Dinge dem HERRN zur Verfügung stellen sollen, auch
wenn wir uns nicht vorstellen können, wozu ER sie einsetzen wird. Dies geschah in der Urgemeinde
durch die gegenseitige Unterstützung der Geschwister (Apg.4,32).


Wie früher steht aller Dienst für IHN heute unter SEINER Macht: die Gnadengaben als Ausrüstung
zum Dienst erhalten wir vom Heiligen Geist; ER schafft Gelegenheiten zum Dienst; Gott wirkt
die Ergebnisse unseres Dienstes (1.Kor.12,4-6). Nur wenn ER dabei ist und mitwirkt, können wir
IHM erfolgreich dienen.


Die Wassertaufe ist das äußere, sichtbare Zeichen der geschehenen Errettung, die praktische
Absage an das fleischliche Leben und das Ergreifen des neuen Lebens in Christus (Röm.6,6-11).

------------------------------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">Vine's »<foreign lang="en">Expository Dictionary of New Testament
Words</foreign>«</a>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jude 1:14">Judas 1:14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Bibel bezeugt, dass das apokrype Buch Henoch tatsächlich von Henoch berichtet, die Bibel
zitiert sogar daraus (Jud.1,14). Es kann daher keine Sünde sein, in den apokryphen Büchern zu
lesen. Aber: wenn sie auch nützliche Dinge sagen mögen, so sind sie doch nicht Gottes inspiriertes
Wort. <font color=#FF0000>(Aber von wem soll eine Weissagung, wie Henoch sie tat, denn sonst
kommen?).</font>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.5.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 1:1-Mark 1:8;">Markus 1:1-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Johannes bekannte von Jesus: »Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht würdig
&lt;ihm&gt; gebückt den Riemen seiner Sandalen zu lösen.« (Mk.1,7b). Dennoch ließ sich der HERR der
Herren von Johannes taufen und wusch seinen Jüngern die Füße.

Nach SEINEM Vorbild sollen wir also auch denen dienen, die sogar unwürdig sind, uns zu dienen.
Damit stellt der HERR jede menschliche Hierachie auf den Kopf (z.B. in der Wirtschaft): Ein
Vorgesetzter soll seinen Untergebenen dienen, nicht despotisch über sie herrschen und sich bedienen
lassen.

-------------------------------------------

<B>[Quelle für Teile der im Kommentar zu Markus dargestellten Lehre]</B>: »Was die Bibel lehrt:
Markus«; CV-Kommentar-Reihe Neues Testament; Kommentator: Harold Paisley; © 1995 der
deutschsprachigen Ausgabe: Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg. (zitierte Passagen werden
extra mit Quellenangabe ausgezeichnet).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.5.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 1:12-Mark 1:13;">Markus 1:12-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie der HERR mit der besonderen Gabe des Heiligen Geistes beschenkt zu werden hat keineswegs nur
angenehme Folgen, wie sich hier an der ersten Handlung des Geistes zeigt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.5.1999 </FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 1:15">Markus 1:15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die »Nicht revidierte Elberfelder Übersetzung« hat in Mk.1,15 die Formulierung »[...] und glaubet
dem Evangelium«, die »Revidierte Elberfelder Übersetzung« dagegen »[...] und glaubt an das
Evangelium«. Sind also die Formulierungen »jemandem glauben« und »an jemanden glauben«
austauschbar, so dass Joh.3,16 inhaltlich zu verstehen wäre als »Denn so hat Gott die Welt geliebt,
dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der ihm [statt »an ihn«] glaubt, nicht verloren
gehe, sondern ewiges Leben habe.« ?

»Markus ist der einzige Schreiber im NT, der den Ausdruck »glauben an« gebraucht. Dieser wird aus
der griechischen Wendung »<foreign lang="el">pisteute en</foreign>« abgeleitet, die bedeutet, ein
vollständiges Vertrauen in das Evangelium zu haben.« <a href="#footnote_1">[1]</a>

-------------------------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">»Was die Bibel lehrt: Markus«; CV-Kommentar-Reihe Neues Testament;
Kommentator: Harold Paisley; © 1995 der deutschsprachigen Ausgabe: Christliche Verlagsgesellschaft,
Dillenburg; Abschnitt Mk.1,15; S.29.</a></LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.5.1999 </FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 1:16-Mark 1:20;">Markus 1:16-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR rief solche als SEINE Jünger, die sich durch Treue und Tatkraft in der
täglichen Arbeit auszeichneten. Gott braucht keine Faulen als Diener in SEINEM Reich - schon im AT
berief ER Männer, die ihren Schafen folgten, um Führer SEINES Volkes zu werden (1.Mo.37,2; 2.Mo.3,1;
Ps.78,70-72).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.6.1999 </FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 1:21-Mark 1:38;">Markus 1:21-38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mk.1,21-38 und Mk.14,32-15,47 beschreiben vollständige Tage im Leben Jesu. In ersterem Tag
offenbart sich der Dienst des HERRN, in letzterem SEIN stellvertretender Tod für die gesamte
Menschheit (»Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um
zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele«, Mk.10,45). Lösegeld konnte nur ER sein,
aber im Dienst kann ER uns ein Vorbild sein; deshalb wollen wir darauf achten, was der HERR an
diesem einen Tag tat und wie er es tat.

<OL>
<LI>Der HERR diente am Morgen in der Synagoge vollmächtig mit dem Wort. Satan versuchte, durch
einen Besessenen SEINE Predigt zu stören, doch der HERR überwand diesen Widerstand.</LI>
 
<LI>Der HERR war bereit, auf Bitten seitens der Menschen zu hören - so heilte ER Petrus'
Schwiegermutter und die Leidenden und Besessenen der Stadt, ER lehnte keine Bitte ab.</LI>
 
<LI>Am Abend heilte ER die Leidenden und Besessenen der Stadt.</LI>
 
<LI>Nach einer kurzen Nacht ging der HERR an einen einsamen Ort und hatte im Gebet Gemeinschaft
mit SEINEM Gott.</LI>
 
<LI>Der HERR kannte - auch wenn er stets Bitten erhörte - SEINE Aufgabe, nämlich Menschen zu
predigen (Mk.1,38). Deshalb ging er aus Kapernaum weg, obwohl man ihn suchte, wohl um wiederum
Kranke zu ihm zu bringen.</LI>
</OL>

<h4><b>Was sich daraus für unseren Dienst nach SEINEM Vorbild ergibt:</b></h4>
<OL>
<LI>bei allem Dienst ist die Gemeinschaft mit IHM in der Stille wichtig, sonst kann der Dienst nicht
gelingen.</LI>
 
<LI>Bitten von Hilfesuchenden sollten sofort und ganz erfüllt werden (Gebot der Nächstenliebe),
auch wenn man dadurch Zeit verliert, erschöpft wird, eigentlich Schlaf bräuchte.</LI>
 
<LI>beim HERRN verband sich der evangelisierende Dienst mit dem Wort in den Synagogen mit dem Dienst
aus Nächstenliebe an den Menschen. Die Verknüpfung von Mission und humanitären Aufgaben (Bau von
Krankenhäusern, Waisenhäusern, ...), wie es heute geschieht, ist also OK - jedoch muss Mission die
höhere Priorität haben, ging doch der HERR aus Kapernaum weg, um zu predigen, auch wenn noch
humanitäre Aufgaben zu erledigen wären.</LI>
 
<LI>Flexibilität im Zeitplan ist wichtig, um auf Bitten von Mitmenschen reagieren zu können - der
HERR war flexibel und ging auf Bitten von Menschen um Heilung ein (Mk.1,34). Dennoch verlor ER nie
seinen Auftrag, sein Ziel auf dieser Erde aus den Augen, nämlich das Evangelium zu verkündigen
(Lk.4,43). Nach SEINEM Vorbild ist es daher auch für uns wichtig, unseren Auftrag nicht zu
vergessen, sondern auszuführen. Das darf jedoch nach SEINEM Vorbild nicht so stur geschehen, dass
wir dabei hilfesuchende Menschen abweisen.</LI>
 
<LI>Dienst beinhaltet Eigeninitiative (Predigt in der Synagoge, Weggang aus Kapernaum, um zu
predigen) und Reaktion auf Bitten (Heilungen).</LI>
 
<LI>der HERR tat sehr viel an einem Tag: predigen, heilen, schlafen, beten.</LI>
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.6.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 1:40-Mark 1:45;">Markus 1:40-45</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR wusste, dass der Aussätzige, den er in Mk.1,41 heilte, SEINEN Befehl missachtend die Kunde
von der Heilung ausbreiten würde (Mk.1,45) und so SEINEN Dienst in in den Städten verhinderte
(Mk.1,45). Dennoch heilte der HERR den Aussätzigen. Für uns ergibt sich daraus, dass wir
Hilfsbedürftigen helfen sollen, ohne Nachteile zu achten, die offensichtlich daraus entstehen
werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.6.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 2:13-Mark 2:17;">Markus 2:13-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sagte: »Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen,
Gerechte zu rufen, sondern Sünder.« (Mk.2,17b). Gott vergleicht also Gerechtigkeit mit Stärke,
Sünde aber mit Krankheit, für die der Mensch eines Arztes bedarf, weil er sich selbst nicht heilen
kann.

Der HERR hatte Tischgemeinschaft mit den Zöllnern und Sündern, ER grenzte sich nicht von ihnen
ab. Deshalb ist auch die Haltung einiger Gemeinden, sich von der Welt abzuschotten, nicht nach
SEINEM Willen, denn wir Christen sind »in der Welt, aber nicht von der Welt«.

Auch wir dürfen uns nicht von der Welt isolieren, weshalb christliche Bekenntnisschulen mit dem
Ziel, nicht mehr in der sündigen Welt sein zu müssen, nicht nach SEINEM Willen sind. Stattdessen
können wir in der Welt ein Zeugnis sein!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.6.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 2:18-Mark 2:28;">Markus 2:18-28</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Gesetz (auch der Sabbat als Feiertag) war um des Menschen willen geschaffen worden (Mk.2,27).
Nach Jesu Kommen aber hat das Gesetz seinen Zweck erfüllt und wurde weggetan (Mk.2,22), auch der
Sabbat ist kein besonderer Tag nach dem Gesetz mehr (Röm.14,5). Der HERR hat den Sabbat geschaffen,
ER hat Macht ihn wieder abzuschaffen (Mk.2,28).

Mk.2,21-22: Altes Gewand und alter Weinschlauch stehen für das Judentum, neuer Stoff und neuer
Wein für das Evangelium. Es ist unmöglich (und im übrigen verboten), Gesetz und Gnade zu
mischen. Christus wollte die traditionelle jüdische Religion nicht erweitern, ausbessern
oder reformieren, sondern etwas völlig neues einführen (vgl. Joh.1,17).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.9.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 3:1-Mark 3:14;">Markus 3:1-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR zeigte durch seine Heilung am Sabbath, wie ER mit Menschengeboten umging: Menschengebote 
dürfen missachtet werden, wenn und weil sie darauf angewandten allgemeinen biblischen Prinzipien
(»Gutes zu tun kann am Sabbath nicht verboten sein«)  widersprechen.

Indem der HERR die Einstellung der Pharisäer so enttarnte (was zeigt, dass Menschenregeln auch
durchbrochen werden dürfen, wenn sich Menschen über einen ärgern), machte ER sie sprachlos
(Mk.3,4).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.3.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 3:20">Markus 3:20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mk.3,20 und Mk.1,22 zeigen, dass der HERR rhetorische Gabe besaß - er fürchtete sich nicht
vor den Menschen, nicht vor öffentlichen Auftritten usw. Öffentliche Auftritte sind bei der Arbeit
für SEIN Reich notwendig (zumindest in der Arbeit als Apostel, Evangelist, Lehrer). Menschenfurcht
und die Angst vor öffentlichen Auftritten können also die Arbeit für SEIN Reich behindern und
sollten deshalb abgelegt werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.3.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 3:24-Mark 3:26;">Markus 3:24-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Verse zeigen, dass das Reich des Bösen einem natürlichen Reich auf dieser Erde verglichen
werden kann.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.3.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 3:35">Markus 3:35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesus nennt seine Jünger nicht seinen Vater, denn ER hat einen Vater im Himmel. Aber ER
bezeichnet SEINE Nachfolger als SEINE Mutter und zeigt damit, dass es keine »Muttergottes« als eine
Person, die als anderes Elternteil Jesu gelten könnte, gibt (auch nicht Maria).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.3.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 4:1-Mark 4:20;">Markus 4:1-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Arbeit für SEIN Reich geschieht teilweise im Raum-Zeit-Kontinuum, und hier sind natürliche Mittel
und Anstrengungen gefordert (der HERR verwandte ein Schiff auf dem See, um besser sprechen zu
können; er sprach selbst; auch müde wurde der HERR einmal bei SEINER Arbeit. Und in dieser
natürlichen Arbeit für SEIN Reich hat auch die technische Unterstützung der Mission ihren Platz.).
Und teilweise geschieht die ReichGottesArbeit durch Wunder und göttliche Wirkungen. Anhand welchen
Kriteriums kann man entscheiden, welche Arbeit wie erledigt werden soll?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.4.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 4:21-Mark 4:34;">Markus 4: 21-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer ist mit dem »Licht« in V.21 gemeint? Mt.5,15 macht dieselbe Aussage, sagt aber dazu, wer das
Licht der Welt ist: »Ihr seid das Licht der Welt.« (Mt.5,14). Wir, Jesu Nachfolger sind also das
Licht der Welt und haben deshalb die Aufgabe, unser Licht nicht zu verdecken, sondern »allen zu
leuchten, die im Hause sind.« (Mt. 5,15), das ist, unsere guten Werke öffentlich und sichtbar zu
tun, damit die, die es sehen, den Vater im Himmel preisen (Mt.5,16).

Christen dürfen sich demzufolge nicht von der Welt abschotten, sonst wird man ihre guten Werke kaum
beobachten können.


Gute Werke vor den Menschen (d.h., öffentlich) zu tun, heißt nicht, sie zu tun, um von den
Menschen gesehen zu werden - ersteres sollen wir tun (Mt.5,16), letzteres nicht (Mt.6,1), denn dann
haben wir für unsere Werke keinen Lohn mehr von Gott. Unterscheidung beider Einstellungen: gute
Werke vor den Menschen führen die Menschen dazu, Gott zu preisen, denn aus SEINER Macht geschehen
diese Werke; gute Werke, um von den Menschen gesehen zu werden, führen die Menschen dazu, den Täter
dieser Werke zu preisen. Suchen wir mit unseren guten Werken Gottes Ehre oder unsere eigene?


Wenn wir immer noch eigene Ehre mit unseren guten Werken suchen, so ist es besser, diese im
Verborgenen zu tun (Mt.6,3.4), denn so bleibt der Lohn von Gott erhalten. Bemerkt man also, dass
man seine guten Werke zur Selbstauferbauung und nicht zu SEINER Ehre tut, so ist die Lösung nicht,
die guten Werke gar nicht mehr zu tun, sondern sie im Verborgenen zu tun (was eigene Ehre
ausschließt) und später wenn möglich so, dass sie öffentlich sind und zu SEINER Ehre dienen.


An diesem Beispiel zeigt sich, dass Gott nicht die Motivationen beurteilt, sondern die Tat, denn
diese zeigt auch die wahre Motivation: wenn ein Mensch gern geehrt würde für seine guten Taten,
aber in Gehorsam gegen Gott diese Taten im Verborgenen tut, so zeigt dieses Handeln, dass er nicht
eigene Ehre sucht, und er behält seinen Lohn von Gott (Mt.6,3.4).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.4.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 4:35-Mark 4:41;">Markus 4: 35-41</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
V. 36 »wie er da in dem Schiffe war« bezieht sich auf Mk.4,1, wo gesagt wird, dass Jesus die
Volksmenge vom Ufer aus lehrte.


Der Bericht von der Stillung des Sturmes zeigt das Verhältnis im Einsatz natürlicher, technischer
Mittel und von Gottes Kraft im Reich Gottes: Technik wird ganz natürlich und selbstverständlich
verwendet, auch der HERR selbst gebrauchte Technik, indem ER ein Schiff benutzte, um den See
Genezareth zu überqueren. So sollte Technik auch in der Mission selbstverständlich eingesetzt
werden, nichts Besonderes sein, sondern ein reines Werkzeug.

Doch sind technische, natürliche Mittel auch natürlich begrenzt, sie reichen nicht aus in der
Arbeit für SEIN Reich: Schon ein Sturm zeigte die Begrenztheit, das Nicht-Hinlangen der technischen
Mittel (V. 37.38). Durch Gottes Kraft wurde dieses Problem gelöst, diese Gefahr gebannt: Der HERR
stillte den Sturm. Jemand, der in der technischen Unterstützungsarbeit für SEIN Reich steht, sollte
sich also nüchtern sehen, dass Technik und natürliche Mittel ihre Berechtigung in der alltäglichen
Arbeit in SEINEM Reich haben, aber nicht alle Probleme lösen können; die Arbeit in Gottes Reich ist
bei allen technischen Möglichkeiten immer noch auf unseren HERRN angewiesen. Also, durch Technik
soll getan werden, was so getan werden kann, darüber hinaus darf man sich an seinen HERRN wenden,
wenn man selbst mit seiner Weisheit am Ende ist.


Gottes Wirken in für uns unlösbaren Problemen führt uns zu Ehrfurcht vor IHM (V. 41), und das ist
angemessen und gut für uns.

Des HERRN Fragen in V.40 (»Was seid ihr so furchtsam? Wie, habt ihr keinen Glauben?«) zeigen, auf
welche Art wir uns bei für uns unlösbaren Problemen an IHN wenden sollen: ohne Furcht und im
Glauben, also mit der Sicherheit, dass ER in diesem Problem helfen wird. Also auch wieder ganz
natürlich.

Oder meint der HERR, dass sich SEINE Jünger hier gar nicht an IHN hätten wenden sollen? Hatte ER
doch gesagt »Lasset uns hinüberfahren!« (V. 35), also sollten SEINE Jünger glauben, dort auch
anzukommen. Aber ohne SEINE Hilfe, wenn die Technik versagt? Nein, sondern mit SEINER Hilfe und in
SEINER Kraft.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.4.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 5:1-Mark 5:20;">Markus 5:1-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Wandlung des Besessenen durch die Errettung ist beachtenswert: Vorher erkannte er Jesus als
Herrn an (V. 2» lief ihm alsbald ein Mensch mit einem unreinen Geist entgegen«), wollte aber
nichts mit ihm zu tun haben (V. 7: »Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten, was habe ich mit dir zu
schaffen? Ich beschwöre dich bei Gott, daß du mich nicht peinigest!«), nachher erkannte er Jesus
als Herrn an und wollte ihm nachfolgen (V. 18.19).

Wie geschah diese Wandlung von der Unwilligkeit zur Willigkeit? Durch Jesu Machtwort (V. 8: »Denn
er sprach zu ihm: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem Menschen!«). Unwilligkeit zur Nachfolge
wird also durch SEIN Wirken beseitigt.

Luthers Sprüche »Selbst der Teufel ist Gottes Teufel« und »Der Teufel ist der Kettenhund Gottes«
finden ihre Bestätigung in diesem Bericht: die Dämonen, selbst in so großer Anzahl, sind dem Wort
(!) des HERRN untertan, sie konnten nichts ohne SEINE Erlaubnis tun, nicht in die Schweine fahren
ohne SEINE Erlaubnis (V. 12.13). Wie zeigt sich doch hier, was für eine unermessliche Macht unser
Gott hat, dass die ganze Geisterwelt SEINEM Wort (!, ER muss noch nicht einmal Gewalt
anwenden) untertan ist! Wie zeigt sich doch hier die Göttlichkeit unseres HERRN Jesus, und dass ER
als Mensch tatsächlich die Gestalt der Knechtschaft, der Niedrigkeit angenommen hat. Trotz dass
SEINE äußere Erscheinung so schlicht, menschlich, niedrig war, hatte ER nichts von SEINER
göttlichen Macht eingebüßt!

Wenn selbst die (bösartigen und agressiven, wie es sich in der Besessenheit des Mannes und der
Schweine zeigt) Dämonen IHM aufs Wort gehorchen, was sind doch wir Erlösten für blinde und
unvernünftige Menschen, dass wir selbst nach unserer Erlösung IHM so oft ungehorsam sind. Gehorsam
vor unserem allmächtigen Gott sollte uns selbstverständlich sein.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.4.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 5:21-Mark 5:43;">Markus 5:21-43</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V. 21:</B> Der HERR wusste natürlich vorher, dass ER im Land der Gadarener abgewiesen werden
würde - aber ER fuhr eigens mit dem Schiff hin und errettete den Besessenen, den ER dann auch als
SEINEN Zeugen einsetzte, wo ER selbst abgewiesen worden war.

Der HERR hätte auch SEINE Jünger sicher nur in die Städte senden können, die ihre Botschaft
angenommen hätte; statt dessen aber sagte er »Und welcher Ort irgend euch nicht aufnehmen, und wo
man euch nicht hören wird, von dannen gehet hinaus und schüttelt den Staub ab, der unter euren
Füßen ist, ihnen zum Zeugnis.« (Mk.6,11). Daraus lässt sich für die Mission lernen, dass allen
Menschen das Evangelium verkündet werden muss, auch denen, die es nicht annehmen. Alle Menschen
sollen sich selbst für oder gegen das Evangelium entscheiden können, so dass sie selbst die
Verantwortung dafür tragen. Diese Entscheidung und Verantwortung nimmt ihnen auch Gott nicht ab.
Das Gleiche beim Sündenfall: Gott wusste, dass sich der Mensch für das Böse entscheiden wird; dies
zeigt sich in der Erwähnung der »großen Seeungeheuer« (1.Mo.1,21) als einzige konkrete Tierart im
Schöpfungsbericht - über Jona, der von einem solchen Tier geschluckt wurde, und Jesus, der das
»Zeichen Jonas« (SEINEN Tod und SEINE Auferstehung für die sündige, gefallene Welt) verhieß
(Mt.12,39), ergibt sich die Verbindung zu Jesu Erlösungswerk. Dennoch musste sich der Mensch selbst
für oder gegen Gott entscheiden, und trug die Verantwortung für sein Handeln, wie die Vertreibung
aus dem Paradies beweist.

Gott weiß also, wie sich Menschen entscheiden werden, aber ER hat diese Entscheidungen nicht
vorherbestimmt, sondern der Mensch trifft sie in Freiheit und eigener Verantwortung. Die Bibel
enthält keine Prädestinationslehre, sondern lehrt nur, dass Gott die Zukunft vorher kennt (aber dem
Menschen die Entscheidungsfreiheit lässt).


Die Auferweckung des Töchterleins des Jairus und die Heilung der blutflüssigen Frau stehen beide
für die Errettung eines Menschen, aber aus unterschiedlichen Perspektiven: das Töchterlein des
Jairus war tot, wie auch der fleischliche Mensch tot ist, und konnte gar nichts zu seiner Errettung
beitragen - wenn nicht Gott einen Menschen zieht und errettet, kann ein Mensch nicht errettet
werden. Die Heilung der blutflüssigen Frau zeigt die Errettung, die geschieht, wenn ein Mensch
glaubt, dass Jesus Christus der Retter ist, und zu ihm kommt. Die Errettung geschah automatisch,
indem Kraft von Jesus ausging - so rettet auch der Glaube an IHN, denn durch den Glauben nutzen wir
SEINE rettende Kraft.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.4.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 6:1">Markus 6:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Und er ging von dannen hinweg [...] und seine Jünger folgten ihm nach.« (Mk.6,1): Es wurde
nicht demokratisch unter den Jüngern abgestimmt, ob sie weiterziehen oder bleiben wollten, sondern
die Beziehung eines Jüngers zum HERR ist die einer freigewählten Unterordnung. In dieser Gesinnung
trägt die Gemeinde und jedes Gemeindeglied den Willen des HERRN und führt ihn aus.
Gilt dieser Grundsatz der Leitung durch Führung und freiwillige Unterordnung (neben der Ehe, denn
diese ist ein Bild auf den Leib Christi) auch in der internen Führung der Gemeinde, nicht nur in
der Führung der Gemeinde durch IHN?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.4.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 6:3">Markus 6:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR war ungefähr 30 Jahre alt, als ER aufzutreten begann (Lk.3,23) und vollbrachte SEIN Werk
in drei Jahren, das größte je auf Erden geschehene Werk. Der HERR hatte keine Ungeduld, bis SEINE
Zeit gekommen war (Joh.2,4), sondern konnte warten und arbeitete als Handwerker (Mk.6,3). Und ER
versuchte auch nicht, länger auf Erden zu bleiben, als SEINE Zeit hier unten zu Ende war. Und
dennoch konnte ER ein solch großes Werk vollbringen.

Für solche, die einen Dienst in der Mission anstreben, lässt sich lernen: Gottes Zeitpunkte sind
die richtigen, auch wenn wir uns gedulden müssen oder wieder früh abberufen werden. Wenn wir uns
nach IHM richten, wird durch uns geschehen, was ER durch uns tun will. Hieraus lässt sich keine
Nachlässigkeit beim Verfolgen des Ziels »MissionsArbeit« ableiten, sondern geduldiges Warten im
Vertrauen, dass die aktuelle Situation die ist, die Gott für einen als richtig ansieht. Es kann
sein, dass ER Situationen vorsieht, die man vordergründig als »unproduktive, ineffiziente Arbeit«
betrachten könnte, so wie die Zeit, in der ER als Zimmermann arbeitete, von der uns in der Bibel
nichts weiter berichtet wird. Doch auch hier dürfen wir mit IHM leben und in SEINEM Willen ruhen -
schaden wird diese Zeit sicher nicht, wenn sie doch nach SEINEM Willen ist.

Dass Gottes Zeitplan der für uns beste ist, zeigt sich an Hiskia: er wollte unbedingt noch länger
leben, als ihm von Gott bestimmt war, und Gott ging darauf ein (2.Kö.20,6). Seine zusätzlichen 15
Jahre gereichten Hiskia aber nur zum Nachteil, denn in dieser Zeit wurde Manasse geboren, ein
schlechter König über Israel, und Hiskias Schätze sollten nicht bei seinem Hause bleiben, weil er
damit geprahlt hatte, statt Gott zu ehren. (Dennoch war es nach Gottes Vorsatz, Hiskia noch länger
leben zu lassen, um ihm einen Sohn zu geben, der die messianische Linie weiterführen sollte
(Mt.1,10), denn er hatte bisher noch keinen Sohn).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.4.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 6:7-Mark 6:13;">Markus 6:7-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sandte seine Zwölf je paarweise aus (V. 7). Warum? Aus dem geistlichen Grund, dass das
Zeugnis zweier Menschen wahr ist (5.Mo.17,6; 19,15). Dieses Prinzip wandte auch der HERR an, um zu
zeigen, dass SEIN Anspruch, der Christus zu sein, wahr ist (Joh.8,17), denn sowohl ER selbst als 
auch
SEIN Vater zeugen von IHM als dem Christus. Lässt sich aus der Bibel ableiten, dass auch die
gegenseitige Unterstützung und geistliche Gemeinschaft ein Grund war, warum der HERR SEINE Jünger zu
zweit aussandte?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.4.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:35-Matthew 10:37;">Matthäus 10: 35-37</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sagt nicht »Ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seiner Frau« oder »Wer seine
Frau mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig«. Die Ehe hat anscheinend vor Gott eine
Sonderstellung, ist sie doch das Bild auf Jesus und die Gemeinde, und ist doch die Ehe vor Gott
eine Einheit (Mt.19,5.6).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 6:14-Mark 6:29;">Markus 6:14-29</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Geschichtliche Situation: Philippus (Mk.6,17) und Herodes Antipas, der Vierfürst von Galiläa, waren
Halbbrüder (Mk.6,17), ihr Vater war Herodes der Große. Herodias war eine Enkelin Herodes des Großen.
Sie heiratete zuerst Philippus und hatte mit diesem ihre Tochter Salome (Mk.6,22), dann heiratete
sie Herodes Antipas, den Halbbruder des Philippus (Mk.6,17). <a href="#footnote_1">[1]</a>

»Matthew Henry's Commentary on the Whole Bible« zu diesem Text: »Aber es ist besser, wenn Sünder
SEINE Diener ihrer Treue wegen verfolgen, als dass sie sie ewig ihrer Untreue wegen verfluchen.«

--------------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">Peter Conolly: »Das Leben zur Zeit des Jesus von Nazareth«, © 1984 der
deutschen Ausgabe by Tessloff Verlag Nürnberg; Tessloff Verlag; ISBN 3-7886-0536-7. Dieses Werk
vertritt modernistische, falsche Prinzipien der Schriftauslegung (»Bibelkritik«), bietet aber eine
anschauliche Illustration der Geschichte von Herodes dem Großen bis zur Zerstörung Jerusalems. Die
historischen Informationen basieren hauptsächlich auf</a> <a href="#footnote_2>[2]</a>, <a 
href="#footnote_3">
[3]</a>.</LI>
 
<LI>
<a name="footnote_2">Flavius Josephus: »Jüdische Altertümer« (»Antiquitates«)</a><a 
href="http://www.ccel.org/j/josephus/JOSEPHUS.HTM">
http://www.ccel.org/j/josephus/JOSEPHUS.HTM</a></LI>
 
<LI>
<a name="footnote_3">Flavius Josephus: »Der jüdische Krieg«</a><a 
href="http://www.ccel.org/j/josephus/JOSEPHUS.HTM">
http://www.ccel.org/j/josephus/JOSEPHUS.HTM</a></LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 6:30-Mark 6:44;">Markus 6:30-44</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es scheint, dass der HERR das Wunder der »Speisung der Fünftausend« um der Jünger willen tat, nicht
um der Volksmenge willen. Das Ziel dieses Wunders war nämlich nicht, die Volksmenge zu sättigen
(denn das hätte auch nach der Methode der Jünger geschehen können, indem man die Volksmenge
entlassen hätte, auf dass sie sich in den Dörfern Brote kauften; Mk.6,36), sondern die Jünger
verständig zu machen (Mk.6,52), um ihnen Jesus als den Christus, den Sohn Gottes, in SEINER Größe
darzustellen.

Der HERR hatte nur die Apostel ausgesandt (Mk.6,7), und für diese wollte ER, dass sie sich ausruhen
mögen (Mk.6,31); »die da kamen und gingen« (Mk.6,31) waren andere, und dieser ständige Betrieb
brachte die Jünger um ihr Essen. Der HERR aber will nicht, dass sich SEINE Diener in der Nachfolge
zu Wracks arbeiten, sondern ER kennt und berücksichtigt die menschlichen Bedürfnisse SEINER Diener:
auch Ruhe, Entspannung an einem stillen Ort braucht der Mensch, und der HERR geht darauf ein. Für
einen ReichGottes-Arbeiter bedeutet das heute: auch Entspannung und Ausruhen ist notwendig und
sollte bei allem Stress im Dienst ggf. aktiv gesucht werden. Gegen Urlaub eines
ReichGottes-Arbeiters kann also nichts eingewandt werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 7:1-Mark 7:8;">Markus 7:1-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>V.7:</B> Durch das Halten von Menschengeboten kann Gott nicht geehrt werden; es ist also
vollständiger Unsinn, etwas halten zu wollen, was Gott nicht geboten hat, und so Gott ehren zu
wollen. Gott will geehrt werden, indem man das hält, was ER geboten hat. Das heißt andersherum:
Alles, was nicht Sünde ist, darf man tun. Ob man diese Dinge tut oder lässt, hat keine Auswirkungen
auf ein Leben zur Ehre Gottes (1.Kor.8,8: »Speise aber empfiehlt uns Gott nicht; weder sind wir,
wenn wir nicht essen, geringer, noch sind wir, wenn wir essen, vorzüglicher.«).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 7:12">Markus 7:12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mk.7,12: Seine Eltern zu ehren beinhaltet, etwas für diese zu tun, und ist keine intellektuelle
Angelegenheit.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 2:3">Philipper 2:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Demut heißt nicht, sich selbst gegenüber anderen als Nichtskönner einzuschätzen. Jesus
war demütig, obwohl er wusste, dass er Gott war und im Gegensatz zu uns Menschen alles wusste und
konnte. Ein Demütiger kann also durchaus wissen, dass er mehr kann oder weiß als andere - Demut
betrifft wohl vielmehr dem Umgang mit diesem Können: stellt er sich selbst heraus oder dient er
anderen damit, weil aus Liebe diese höher achtet als sich selbst?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 3:3">Apostelgeschichte 3:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Geschichtlicher Hintergrund und Situation


Die »schöne Pforte« des Tempels war wohl der (östliche) Eingang vom Hof der Heiden zum
Frauenhof. Das eigentliche Tempelgebäude stand nämlich auf diesem Hof der Heiden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 3:8">Apostelgeschichte 3:8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">

Geschichtlicher Hintergrund und Situation

Der geheilte Lahmgeborene trat mit Petrus und Johannes durch die »schöne Pforte« (vgl. Kommentar
zu Apg.3,3) in den Tempel.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 3:11">Apostelgeschichte 3:11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Geschichtlicher Hintergrund und Situation


Die »Halle Salomos« war eine der Säulenhallen / Kolonnaden, die den Hof der Heiden
umgaben, und zwar die östliche, gegenüber der »schönen Pforte«. Die drei haben den Tempel also
inzwischen wieder verlassen. In diesen Säulenhallen lehrten gewöhnlich die Rabbiner, jetzt aber
waren es ungebildete (Apg.4,13) Fischer - das missfiel den Oberen natürlich (Apg.4,2).


Apg.3,1 mit Apg.4,3: Die Ereignisse von der Heilung des Lahmen bis zur Gefangennahme von Petrus und
Johannes begannen in der neunten und endeten am Ende der zwölften Stunde (d.h. abends), dauerten
also 1/4 (3h) bis 1/3 (4h) der hellen Zeit am Tag (12h), also vielleicht 4.30h Zeitstunden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 4:22">Apostelgeschichte 4:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ob der Lahmgeborene nicht auch oft gefragt hat »Herr, warum? Warum mir dieses Leid,
warum kann ich nicht gehen wie alle anderen?«?. Die Antwort kann das Zeichen geben, das Petrus und
Johannes taten, als sie ihn heilten; dadurch wurde Jesus verherrlicht, und in Folge kamen viele zum
Glauben (deren Gesamtzahl (?) damit mittlerweile 5000 Männer betrug; Apg.4,4); vgl. Apg.4,21.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 3:6">Apostelgeschichte 3:6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
zur Art des Dienstes mit den Gnadengaben in SEINEM Reich: Petrus diente Gott zur Ehre (denn er
gab sich nicht selbst die Ehre, sondern Gott; Apg.3,6.16; 1.Petr.4,11), er diente vollmächtig als im
Besitz der Gnadengabe der Heilungen (»was ich aber habe [...]; Apg.3,6) und er diente freigiebig,
ohne Bezahlung für seine Arbeit zu verlangen, da er ja durch Jesu Kraft wirkte (»[...] das gebe ich
dir«; Apg.3,6).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 3:12">Apostelgeschichte 3:12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott die Ehre geben in unserem Dienst <a href="#footnote_1">[1]</a>:


Petrus sagt in Apg.3,12, dass er die Heilung nicht in eigener Kraft (d.h., eine Gnadengabe ist das
Geschenk, Gottes Kraft einzusetzen, sie ist keine Vergrößerung der eigenen Kraft) und nicht aus
eigener Frömmigkeit (d.h., die Fähigkeit zu Wunderwerken ist keine Auswirkung eines besonders
frommen Lebens, wie es bei katholischen Heiligen sein soll) vollbracht hat. Er gibt damit Gott die
IHM gebührende Ehre (im Gegensatz zu Herodes; Apg.12,23) und nimmt keine Ehre von Menschen für an
für Werke, die Gott gewirkt hat.

------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">zum folgenden Abschnitt vergleiche Calvins Kommentar zu Apg.3,12</a></LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 3:17">Apostelgeschichte 3:17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Petrus ging mit den Mördern seines HERRN in Liebe um und bezeichnete sie als Brüder (Apg.3,17).
Elisabeth Elliot arbeitete unter den Mördern ihres Mannes, des Auca-Missionars Jim Elliot.
<font color=#FF0000>[Einfügen: Bericht über getöteten Indien-Missionar; Anm.]</font>. Solches
Handeln ist nur durch die Liebe Gottes zu erklären, die in einem wiedergeborenen Menschen solche
Liebe zu seinen Mitmenschen bewirkt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 3:19-Acts 3:20;">Apostelgeschichte 3:19-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Für Verständnisschwierigkeiten: Die Luther-Übersetzung macht klarer, dass Apg.3,19.20 sich auf
das letzte Gericht beziehen. Der Blick auf das letzte Gericht soll die Juden zur Bekehrung
motivieren: Auf dass das letzte Gericht zur Freude und nicht zur Verdammung werde.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 3:22-Acts 3:23;">Apostelgeschichte 3:22-23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Kontext dieses Zitates (5.Mo.18,16.20) macht klar, dass Moses Worte sich auf
alle folgenden Propheten beziehen: Das Volk soll auf alle Männer hören, die Gott ihm sendet, und
nicht Götzen nachlaufen. V.24 spricht nun von diesen Propheten nach Moses, auf die das Volk hören
soll, und dass diese von Christus sprachen. Dem soll das Volk glauben, nämlich dass Christus
gelitten hat und auferstanden ist. V.22.23 beziehen sich also nicht auf Jesus als Einzigen, denn
schließlich war er kein Prophet gleichwie Moses (Apg.3,22), sondern weit mehr (Mt.11,13).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 3:26">Apostelgeschichte 3:26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers muss sich nicht auf die Auferstehung Jesu aus den Toten beziehen (wie V.15), sondern
kann auch wie V.22 das »Ausrüsten und Berufen eines Dieners zum Dienst« meinen (V.22.26 enthalten
im Griechischen dasselbe Wort für erwecken). Dies wäre bei Jesus dann die Taufe durch Johannes; und
schließlich war ER vor SEINEM Tod am Kreuz nur zu »den verlorenen Schafen des Hauses Israel
gesandt« (Mt.15,24).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 4:1-Acts 4:10;">Apostelgeschichte 4:1-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der weitere Verlauf der Ereignisse nach der Heilung des Lahmgeborenen zeigt
einen geistlichen Krieg: Satan versucht sofort, die Ausbreitung des Evangeliums (oder, für uns
heute, einen Dienst in SEINEM Reich) mit allen Mitteln zu verhindern (Apg.4,3.21). Gott aber
rüstet SEINE Jünger durch SEINEN Geist aus, SEIN Wort mit Freimütigkeit zu reden und im Dienst für
IHN nicht nachzugeben trotz der Widerstände Satans. Wir müssen daher mit Widerständen rechnen, wenn
wir einen Dienst für IHN beginnen, und nicht überrascht bei deren Auftreten aufgeben. Trotz aller
Widerstände Satans stand der HERR hinter SEINEN Dienern und gab Gedeihen für ihren Dienst.


Daraus ergibt sich für unsere Scheu, IHN freimütig zu bekennen: Satan versucht, uns durch
Widerstände einzuschüchtern und hat sein Ziel erreicht, wenn wir den HERRN aus (menschlich
gesehen berechtigter) Furcht vor Menschen nicht mehr bekennen. Unsere Reaktion soll sein, dass wir
IHN bitten und und ausrüsten lassen mit der Freimütigkeit, SEIN Wort zu reden trotz aller
Widerstände (Apg.4,29-31). Apg.4,8: Entsprechend der Verheißung des HERRN (Mk.13,11) wurde Petrus
vor dem Synedrium durch den Heiligen Geist gegeben, was er reden sollte. Er musste nicht selbst
nach den richtigen Worten suchen. Auch uns ist dies zugesagt, wenn wir uns vor Mächtigen zu
verantworten haben. Apg.4,19: Noch dazu ist es ein Gebot Gottes an uns, SEIN Zeugnis auszubreiten,
und allein der Gehorsam sollte eine Motivation sein, so zu tun.


Petrus hatte einst seinen HERRN verleugnet aus Angst vor der Türhüterin (Joh.18,17), jetzt aber
spricht er mit solcher Offenheit vor dem Synedrium (Apg.4,13) und vielem Volk (Apg.3,13.14: er
klagt seine Zuhörer als Mörder an) und bekannte seinen Herrn (Apg.4,10). Ebenso war die Gemeinde
(Apg.4,29) durch die Drohungen der Oberen eingeschüchtert, bekannte aber dennoch IHN mit
Freimütigkeit. Dies ist ein mutmachendes Zeichen, was Gottes Geist auch an uns ausrichten kann,
wenn wir IHN bitten und uns befähigen lassen. Ebenso wie früher ist dazu die Erfüllung mit
Heiligem Geist nötig (Apg.4,8 bei Petrus; Apg.4,31 für die Gemeinde), und ebenso wie früher dürfen
wir IHN um diese Freimütigkeit bitten (Apg.4,29).


Rede vor den Feinden Gottes: Der Heilige Geist führte (Apg.4,8) Petrus, dass er weder dem Hohen
Rat schmeichelte, noch in blinder Wut redet (gab er doch am Anfang seinen Zuhörern einen
ehrenvollen Titel; Apg.4,8), sondern nüchtern, scharf und wahrheitsgetreu redete und dabei ggf.
auch hart kritisierte (Apg.4,10.11).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 4:29-Acts 4:30;">Apostelgeschichte 4:29-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Gemeinde bittet um Freimütigkeit in der Rede, obwohl Petrus und Johannes doch
gerade erst einen Beweis erbracht haben, dass sie freimütig reden konnten. Dies zeigt, dass sie
sich in der Abhängigkeit von Gott wussten und wussten, dass sie nur in der Kraft des Heiligen
Geistes freimütig reden konnten und reden können. Auch wir sind immer wieder neu von SEINER Kraft
abhängig, freimütig reden zu können, wir können es nicht »aus uns selbst« oder »ein für allemal
gelernt haben«.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 4:11">Apostelgeschichte 4:11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gottes Reich wird bestehen bleiben und Christus wird siegen, was immer die Oberen der
Welt und der Kirche dazu sagen mögen. Petrus sagt hier, dass der Sieg seines HERRN und des Reiches
Gottes unabhängig von irgendeiner (auch zukünftigen) Entscheidung des Hohen Rates ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 4:12">Apostelgeschichte 4:12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Um errettet zu werden, muss man kein kompliziertes System mit hunderten von Heiligen,
Riten, Opfern oder tausenden von Göttern und Verhaltensregeln beherrschen, sondern einfach die
Errettung im Glauben von Christus annehmen. Gott hat es uns sehr schön und einfach gemacht, indem
er uns nur einen einzigen Namen zur Errettung gegeben hat.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 4:19">Apostelgeschichte 4:19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Petrus spricht hier von einer wissentlichen und willentlichen Missachtung kirchlicher
und weltlicher Autorität, die uns geboten ist, wenn wir anders Gott nicht gehorchen können. Auch
wenn Entscheidungsträger in der Gemeinde gebieten, was unseren Gehorsam Gott gegenüber verhindert,
trifft das zu: Ungehorsam gegenüber Menschen ist dann richtig, damit wir Gott gehorchen können. Im
AT vergleiche dazu 5.Mo.18,21.22.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2000; 14.5.2000; 19.5.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 4:32-Acts 4:37;">Apostelgeschichte 4:32-37</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Aus dieser Beschreibung lässt sich kein Gesetz zu kommunistischer Gütergemeinschaft
unter Christen ableiten, denn die Unterstützung der Armen war eine Auswirkung der Liebe
untereinander (vgl. Apg.5,4). Apg.5,4 zeigt auch, wie die Formulierung »und auch nicht einer
sagte, daß etwas von seinen Gütern sein eigen sei, sondern alles war ihnen gemeinsam.« (Apg.4,32)
zu verstehen ist: Die Liebe untereinander bewirkte, dass sie ihren Besitz nicht ohne Rücksicht auf
andere für ihr persönliches Vergnügen verwandten, sondern anderen freiwillig zur Verfügung
stellten. Allerdings ist dies eine Auswirkung der Liebe untereinander (Apg.4,32); auch bei uns muss
sich die Liebe untereinander in Taten zeigen (vgl. 1.Kor.13).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.6.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 9:1-Acts 9:19;">Apostelgeschichte 9:1-19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR hätte sicher auch selbst sofort zu Saulus sagen können, was dieser zu tun hat. Stattdessen
sagte ER »Ich bin Jesus, den du verfolgst. [...] geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden,
was du tun sollst.« (V. 5.6). Das zeigt, dass der HERR Menschen gebrauchen möchte, um SEINEN Willen
auszuführen. In diesem Fall bekam Ananias die Gelegenheit, durch hingebungsvollen Gehorsam seine
Liebe zu Gott zu zeigen (V. 10-17).

Ananias sagte, dass er gesandt sei, damit Paulus wieder sehend werde und den Heiligen Geist
empfange (V. 17). »[...] und wurde getauft« (V. 18) muss also als die Geistestaufe des Paulus
interpretiert werden, zumal sie geschah bevor Paulus etwas gegessen hatte (V. 19), was man bei
einer Wassertaufe nicht erwarten würde.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.7.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 14:5-Acts 14:7;">Apostelgeschichte 14:5-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Durch Flucht vor Lebensgefahr einen Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums abzubrechen ist 
für Christen nicht tabu. Allerdings ließen sich in diesem Fall Paulus und Barnabas nicht von der
Verkündigung des Evangeliums abbringen: sie wechselten nur den Ort ihrer Verkündigung.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.7.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 14:15-Acts 14:17;">Apostelgeschichte 14:15-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es ist, wenn man ohne Gott vollständig im natürlichen Bereich lebt, dem Menschen nicht einsichtig,
dass ein Gott existieren muss - man nimmt ihn nicht wahr, wie man alles andere wahrnimmt. Und doch
weist das Natürliche auf einen guten und allmächtigen Gott hin, der nämlich alles geschaffen hat
(Apg.14,15) und den Menschen Gutes will und tut (Apg.14,17).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.7.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 14:19-Acts 14:22;">Apostelgeschichte 14:19-22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die hier behandelte erste Missionsreise des Paulus führte ihn von Antiochien in Syrien (Apg.13,1-3)
über die Insel Zypern nach Kleinasien, der heutigen Türkei. Dort kamen sie nach Antiochien in
Pisidien, wurden daraus verjagt (Apg.13,50.51), gingen nach Ikonium, wurden daraus verjagt
(Apg.14,5.6), gingen nach Lystra, wurden daraus verjagt (Apg.14,19.20) und gingen nach Derbe.
Es wird nicht berichtet, dass Paulus und Barnabas aus Derbe verjagt wurde. Ihr nächster Schritt ist
menschlich nicht nachzuvollziehen: sie kehrten nach Lystra, Ikonium und Antiochien zurück
(Apg.14,21), in die Städte, aus denen man sie vertrieben hatte.

Die Verkündigung des Evangeliums und die Stärkung der Neubekehrten (Apg.14,22) in diesen für Paulus
und Barnabas tw. lebensgefährlichen Städten waren ihnen wichtiger als ihr eigenes Leben, wogen
schwerer als ihre Furcht.

Paulus und Barnabas bewiesen Tapferkeit: sie ließen sich vom Feind nicht von der Erfüllung ihres
Auftrags abbringen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.8.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 12:1-Romans 12:8;">Römer 12:1-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zusammenfassung zur Gemeindestunde vom 6.8.2000


Referent: Dieter Prang

<B>V.1:</B> Gott möchte, dass wir IHM unser Leben als Opfer darbringen, d.i. IHM zur Ehre und zur
Verfügung zu leben. Denn schließlich hat der HERR uns teuer erkauft und damit ein Anrecht darauf,
dass wir für IHN leben.

Wie nun können wir stets zu Gottes Ehre leben, wo doch die bisherige Praxis zeigte, dass wir trotz
aller Anstrengungen immer wieder taten, was Gott Unehre macht? Die Antwort steht in V.2: Die
Erneuerung unseres Sinnes ist Voraussetzung für unsere Heiligkeit, d.h. für ein Gott wohlgefälliges
Leben im Gegensatz zur Welt.

Dass Paulus die Römer zur Erneuerung ihres Sinnes auffordert, zeigt, dass diese nicht gleichzeitig
mit der Errettung geschieht und zumindest eine aktive Handlung des Einzelnen beinhaltet.

Wie nun kann die Erneuerung unseres Sinnes geschehen? Die wesentlichen Bestandteile des Menschen
sind seine Einstellungen, Gedanken, Gefühle und Handlungen. Und all das wird vom Sinn des Menschen
gesteuert. Soll also unser Sinn geändert werden, müssen alle vier Bestandteile nach Gottes
Maßstäben geändert werden. Unsere Einstellungen: Nach Röm. 12,1 soll unser ganzes Leben
ein Gottesdienst sein. Wir müssen also unsere Einstellungen so ändern, dass wir erkennen, dass auch
unser normaler Alltag und Beruf zu Gottes Ehre dienen kann und dass wir schließlich mit allem was
wir tun zu SEINER Ehre leben.

An dieser Stelle sollte behandelt werden, ob die genannte Einteilung des Menschen
biblisch ist oder die Bibel eine andere Einteilung gibt oder ob gar keine feste Einteilung des
Menschen gemacht werden kann - um dieses oft ungenau behandelte Thema genau und biblisch zu
untersuchen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 7:31-Mark 7:37;">Markus 7:31-37</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jeder, der im Glauben zum HERRN kam oder gebracht wurde, wurde geheilt. Es gibt keine Krankheit,
die vor IHM unhelbar wäre. Ebenso heute: jeder, der mit seiner Sündenlast im Glauben an SEINE Hilfe
zu IHM kommt, wird gerettet. Denn Krankheit und deren Heilung ist ein Bild auf die Sünde und die
Errettung davon. Die äußeren Zeichen aber, mit denen die Heilung bzw. Errettung einhergeht, können
verschieden sein und entsprechen auch nicht immer unserem Wunsch: so baten die Begleiter des
Taubstummen, dass Jesus ihm die Hand auflegen möchte (V.32), aber ER verwendete hier andere äußere
Zeichen (V.33-35).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 8:1-Mark 8:9;">Markus 8:1-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In V.4 »antworteten« die Jünger, was zeigt, dass die Worte des HERRN sie implizit auf den Mangel an
Brot hingewiesen hatten. Sie fühlten sich angesprochen und wussten, dass sie nun zumindest
mitverantwortlich dafür waren, dass die Volksmenge gesättigt wird. Dass auch wir das, um das der
HERR besorgt ist, so bereitwillig zu unseren Aufgaben machen würden! So würde uns zum Beispiel die
Mission ein Anliegen, denn der HERR will, dass alle Menschen gerettet werden (1.Tim.2,4).


Die Speisung der 5000 (Mt.14,13-21; Joh.6,5-14) war dazu gedacht, ein Zeichen auf den HERRN als Brot
des Lebens zu sein; doch die Leute verstanden dies nicht, stattdessen wollten sie ihn zum
»Brotkönig« machen (Joh.6,15.26.27), eben weil er sie gesättigt hatte. Die Speisung der 4000 aber
war zuallererst dazu gedacht, dass die hungrige Menschenmenge etwas zu Essen bekommt (Mk.8,2.3),
aber sie war auch nachher ein Wunder, mit dem der HERR zeigte, dass die Besorgtheit der Jünger um
vergessenes Essen unbegründet war (Mk.8,10-21). Dieses Wunder zeigt also, dass die Sorge um das
natürliche Wohlergehen und Leben seiner Mitmenschen nicht verkehrt ist, denn auch der HERR sorgte
sich darum.


Bei dieser Speisung verteilten die 12 Jünger 7 Brote und erhielten 7 Körbe Brocken - ein Zeichen
dafür, dass eine Gabe erst wächst, wenn man sie unter SEINER Leistung einsetzt, selbst wenn sie
noch so klein ist. Was man ihm hingibt von dem, was man selbst hat, wird allein niemals hinreichen
für SEINE Aufgaben (Mk.8,5; Joh.6,9); aber wenn er seinen Segen darauf gibt (Mk.8,6) wird daraus ein
gesegtnetes, vollkommen hinreichendes (Mk.8,8) Werkzeug zum Dienst.

Bei der Speisung der 5000 (Mt.14,13-21; Joh.6,5-14) verteilten die 12 Jünger 5 Brote und erhielten
12 Körbe Brocken - ein Zeichen dafür, dass der Arbeiter, der etwas für den HERRN einsetzt,
überreichen Lohn erhält. »Gott lässt sich nichts schenken.«


»Der HERR kann jeden und alles gebrauchen«: Der HERR nahm bei den beiden Wundern der Brotvermehrung
bewusst das, was ihm die Jünger geben konnten (hier Mk.8,5.6). Und auch heute will der HERR, dass
wir das, was wir sind, haben oder können, ihm zur Verfügung stellen, trotz dass es niemals hinlangt
für die gestellte Aufgabe. Der HERR kann aus allem etwas machen! So braucht man zum Beispiel auch
keinen bestimmten Beruf, um Missionar werden zu können - ER kann alles gebrauchen. Es gibt
einen Fliesenleger, der heute als Missionar in Uganda eine Schule für Missionarskinder und
Einheimische leitet (Information von Daniel Kroppach, ebenfalls Missionar in Uganda).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 15:1-Acts 15:4;">Apostelgeschichte 15:1-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ausgangssituation am Ende von Kap. 14 ist: Paulus und Barnabas verbrachten einige Zeit mit den
Jüngern in Antiochien nach ihrer Rückkehr von der Ersten Missionsreise (Apg.15,28). Die erste
Missionsreise hatte der Gemeindegründung und Befestigung der Jünger in den neuen Gemeinden
gedient (Apg.14,22.23) und war erfolgreich (»[...] dem Werke, das sie erfüllt hatten.«; Apg.14,26).
Es war dem Teufel also offensichtlich bis zum Ende der ersten Missionsreise nicht gelungen, das Werk
unter den Heiden zu zerschlagen. U.a. war der Mordanschlag auf Paulus misslungen (Apg.14,19).


Nun war das Werk erfüllt (Apg.14,26), und der Teufel hatte das nicht verhindern können. Er geht nun
dazu über, die Errettung der Heiden <I>von innen heraus auszuhöhlen</I>, die Missionsbewegung durch
Gesetzlichkeit (Apg.15,1) und Zwiespalt (Apg.15,2) kraftlos zu machen. Dies ist auch heute die
Gefahr für bibeltreue Gemeinde und besonders junge Gemeinden (wo die Gefahr, Irrlehren anzunehmen,
wohl größer ist). <font color=#FF0000>Beispiele (vervollständigen): die koptische Kirche
(Gesetzlichkeit), die katholische Kirche (Gesetzlichkeit), die evangelische Kirche
(Spaltungen), das Judentum nach Ende der babylonischen Gefangenschaft (kein Götzendienst,
aber nur noch formale Gesetzlichkeit).</font>


Nun muss natürlich die Wahrheit verteidigt werden. Paulus' Verhalten zeigt: die Wahrheit steht über
der Einheit (Joh.17,20-23); die Wahrheit muss auch auf die Gefahr einer Spaltung hin hochgehalten
werden (Apg.15,2). Stattdessen hat heute besonders in der evangelischen Kirche nahezu jeder Irrtum
Platz - er wird durch Ökumene und neue Toleranz integriert. Beispiele: modernistische Theologie
<font color=#FF0000>(einige moderne religiöse Texte aus dem Religions-Unterricht einfügen).</font>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.7.2000; 26.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 15:5-Acts 15:22;">Apostelgeschichte 15:5-22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">

Das Apostelkonzil zu Jerusalem


Hier wurde lehrmäßige Einstimmigkeit erreicht, und die Wahrheit konnte sich durchsetzen! Die
Streitfrage wurde letztlich durch die anerkannte geistliche Autorität des Petrus und Jakobus
entschieden: »Da man sich aber lange gezanket hatte [...]« (V.7); »Was versuchet ihr denn nun Gott
mit Auflegen des Jochs auf der Jünger Hälse welches weder unsere Väter noch wir haben mögen
tragen?« (V.10); »Da schwieg die ganze Menge stille [...]« (V.12). Petrus hatte zuvor anhand der
Gabe des Heiligen Geistes nachgewiesen, dass auch die Heidenchristen errettet waren, V.1 also
unberechtigt war und dazu führte, dass das Predigen der Gesetzlichkeit am Ende eine Versuchung
Gottes war, nämlich Gott herumzukriegen, doch noch die untragbare Last der Gesetzlichkeit den
Heidenchristen aufzuerlegen, obwohl diese ja bereits errettet waren!  Nachdem Jakobus nun die
biblische Auffassung anhand des Alten Testaments dargelegt hatte, sagt er »Darum beschließe ich
[...]« (V.19). 

Also sind geistliche, von Gott eingesetzte (V.7) Autoritäten (die Apostel und die Ältesten;
V.6) nötig, um das teuflische Werk der Spaltungen und Ausbreitung von Irrlehren zu verhindern, um
lehrmäßige, bibeltreue Einheit zu gewährleisten. <font color=#FF0000>Frage: Haben auch wir in
unserer Ortsgemeinde solche Autoritäten, die das gewährleisten?</font>


<B>V.9:</B> »[...] indem er durch den Glauben ihre Herzen reinigte.« zeigt die neue Freiheit, die
ein Gläubiger zum Leben hat: seine Schuld ist durch Jesus Christus, an den er glaubt, vollständig
und auf ewig bezahlt worden, durch Jesu stellvertretenden Tod für uns. Wir sind als Gläubige Gott
nichts mehr schuldig, müssen unser Leben nicht zum Abbezahlen unserer Schuld verwenden (was
natürlich ohnehin nicht gelingen kann)! Gott sei Dank für dieses große Startkapital, dass wir als
Gläubige immer leben, ohne Schuld(en) bei Gott zu haben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 15:23-Acts 15:34;">Apostelgeschichte 15:23-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">

Der Brief der Apostel


Auffällig: Die Irrlehrer werden in V.24 mit »von den Unseren« bezeichnet, waren sie doch u.a.
<i>gläubig gewordene</i> Pharisäer (V.5). Es kann also ohne weiteres gläubige Irrlehrer geben. Es
ist also in lehrmäßigen Konflikten immer auch wichtig, sich durch eine Prüfung anhand der Bibel
bewusst und sicher sein zu können, dass man selbst keine Irrlehre vertritt.


<B>V.32.:</B> Ein Prophet ist jemand, durch den Gott unmittelbar spricht; dazu gehört natürlich
Weissagung, aber auch (wie hier und auch noch heute) Ermahnung und Stärkung.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 15:36-Acts 15:41;">Apostelgeschichte 15:36-41</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die zweite Missionsreise des Apostel Paulus

<B>Zusammenfassung:</B> Paulus möchte mit Barnabas eine Reise zur Stärkung der von
ihnen auf der ersten Missionsreise neu gegründeten Gemeinden unternehmen; das wird die zweite
Missionsreise. Paulus will Johannes Markus, der sie auf der ersten Missionsreise verlassen hatte,
nicht mitnehmen. Er kommt darüber in Streit mit Barnabas, der sich schließlich von Paulus trennt
und mit seinem Neffen Johannes Markus nach Zypern segelt. Paulus selbst führt die zweite
Missionsreise zusammen mit Silas durch.


<B>Lehre:</B> Wie der Apostel die Brüder in den neugegründeten Gemeinden nach langer Zeit (V.36)
wieder besuchte, um nach ihrem Zustand zu sehen und die Gemeinden zu stärken (auffällig: Paulus
will nach dem <I>Zustand der Brüder</I> sehen, aber die <I>Gemeinden stärken</I>) so ist es für uns
angemessen, einen Neubekehrten auf dem Weg der Nachfolge auch nach langer Zeit nicht allein zu
lassen, sondern zu beobachten und zu stärken.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 16:1-Acts 16:3;">Apostelgeschichte 16:1-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Paulus findet Timotheus, der sein echter Sohn im Glauben (1.Tim.1,2;
wahrscheinlich wurde Timotheus also auf Paulus' erster Missionsreise von diesem bekehrt) ist und
Partner im Werk für den HERRN wird.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 16:4-Acts 16:15;">Apostelgeschichte 16:4-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Paulus verbreitet den Brief der Apostel (Apg.15,23-29) in den neuen
Gemeinden, was diesen zum Segen wird. Paulus suchte seine Missionsreise, die ursprünglich dazu
gedacht war, die neuen Gemeinden zu stärken (Apg.15,36), auszudehnen und das Evangelium auch in
Asien (V.6) und Bithynien (V.7) zu reden. Doch der Heilige Geist verbot das, ohne Begründung und
ohne sofort eine Alternative zu zeigen. Paulus erhielt schließlich durch einen Traum eine Weisung
Gottes, nach Macedonien zu gehen. Daraufhin reisten sie (zusammen mi Lukas, weil der Bericht nun
die wir-Form verwendet) nach Macedonien; in Phillippi bekehrte sich Lydia, eine Purpurkrämerin, und
nahm Paulus und Gefährten in ihr Haus auf.


<B>Lehre:</B> Wenn im Dienst für Gott Hindernisse auftauchen (Paulus konnte nicht in Asien oder
Bithynien missionieren) oder der Segen ausbleibt, muss man nicht sofort den ganzen Dienst in Frage
stellen - der HERR will dem Dienst evtl. nur eine andere Richtung geben, wie hier (V.10). Der HERR
greift zu SEINER Zeit ein, er gibt Gnade, Segen und Gelingen (wie hier zu Paulus Ausdehnung der
Missionsreise) zu SEINER Zeit.

So kann eine Gnade der Gebetserhörung ohne weiteres nach einigen enttäuschten Hoffnungen darauf
eintreten - der HERR führt zu SEINER Zeit (vgl. mein Gebet um Führung bei der Bundeswehr).

Der HERR hatte sie gerufen (V.10) - diese Gewissheit konnten sie aus dem unmittelbaren Handeln des
HERRN in der Vision erhalten. So kann auch heute an Gottes Eingreifen (durch offensichtliche)
Gebetserhörung SEINE Führung klar erkannt werden. Solche Erlebnisse und die Art, wie
Paulus' mit den Hindernissen im Dienst umging (nämlich an anderer Stelle fortfuhr mit dem Dienst;
V.8) machen Mut: Es lohnt sich, durchzuhalten und auf das Eingreifen den HERRN zu harren. Der HERR
wird erhören! Dies wird auch in den Psalmen immer wieder bekanntgemacht, u.a.: Ps.62, Ps.42,11;
Ps.33,18; Ps.27,14; Ps.25,3.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 16:16-Acts 16:40;">Apostelgeschichte 16:16-40</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Paulus hatte in Phillippi einen Wahrsage-Dämon aus einer Frau ausgetrieben,
die Paulus, Silas, Timotheus und Lukas als Knechte Gottes und Verkündiger des Heils bekanntgemacht
hatte. Daraufhin wurden Paulus und Silas von den Herren der Frau zu den römischen Hauptleuten der
Stadt geführt, geschlagen und gefangengesetzt.

In der Nacht beteten und sangen Paulus und Silas, alle Gefangenen wurden durch ein Erdbeben
befreit; Paulus hinderte den Kerkermeister am Selbstmord, der irrigerweise meinte, die Gefangenen
seien geflohen. Der Kerkermeister wollte errettet werden und schließlich von Paulus mit seinem
ganzen Haus getauft.

Am Morgen hatten die Hauptleute ihr übereiltes Handeln eingesehen und wollten Paulus und Silas
freilassen. Paulus bestand aber darauf, dass die Hauptleute sie persönlich herausführen sollten -
waren sie doch als Römer ungerecht behandelt worden.


Der Teufel versuchte auch hier, durch seine Werkzeuge die Ausbreitung des Evangeliums zu
verhindern. Kann etwa auch der Teufel Gottes Wirken (das Austreiben des Dämons) zu seinem Vorteil
kehren (Paulus im Gefängnis)? Nein! Gott hat stets das letzte Wort, und kehrt das Wirken des
Teufels wieder zu SEINEM Vorteil: Der Kerkermeister und sein Haus wurden mit dem Evangelium
erreicht und bekehrten sich.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 17:1-Acts 17:10;">Apostelgeschichte 17:1-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Nach dem Erlebnis in Phillippi war Paulus über andere Städte nach
Thessalonich gereist. Durch seine Verkündigung unter den Juden wurden viele Juden und Griechen
bekehrt, aber auch der Neid der Juden erregt; deshalb müssen Paulus und SIlas die Stadt schließlich
verlassen. 


Überhaupt ist es auffallend, dass nahezu alle Missionsaufenthalte in Städten mit der Vertreibung
oder dem Rauswurf des Paulus endeten - und doch erfüllte Palus sein Werk, und doch baute der HERR
so sein Reich. Widerstand der Welt im Dienst für IHN soll uns nicht entmutigen - das ist ganz
selbstverständlich und kein Zeichen dafür, dass der HERR SEINEN Segen nicht zu diesem DIenst gibt.

Wie hier beginnt Satan erst seinen Widerstand, wenn ein Jünger für den HERRN arbeitet. Ein
stiller Christ interessiert Satan nicht, er kann ein ruhiges Leben führen. Doch will der HERR, dass
wir in SEINEM Reich arbeiten und zur Errettung von Menschen mitwirken.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.2.1999; 26.7.2000; 30.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 17:11-Acts 17:15;">Apostelgeschichte 17:11-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Pauls und Begleiter waren von Thessalonich nach Beröa gekommen. Die
Menschen hier nahmen das Wort bereitwillig auf, doch folgten Juden aus Thessalonich nach und
erregten auch hier die Volksmengen. Also wurde Paulus von den Gläubigen nach Athen gebracht und
verlangte, dass Silas und Timotheus folgen sollten.


<B>V.10:</B> Paulus und Silas taten stets, was Gottes Ehre diente. Wie können auch wir dorthin
kommen, die wir uns doch meist zu jedem Schritt der Gottes Ehre dient, zwingen müssen? Es ist eine
einfache Sache der Entscheidung und Ausführung, denn der HERR hat uns mit allem ausgerüstet, was
dazu gehört, ganz zu Gottes Ehre leben zu können.


<B>V.11:</B> Der Vers bedeutet: Die Juden in Beröa hörten sich Paulus' Predigt bereitwillig an und
prüften anhand der Bibel, ob sie wahr sei (Rev. Elberfelder Übersetzung: "ob dies sich so
verhielte").

Der Vers bedeutet nicht: Die Juden in Beröa nahmen die Predigt des Paulus auf und studierten
täglich in der Bibel, als gehörte das sich so.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 17:16-Acts 17:34;">Apostelgeschichte 17:16-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Als Paulus sah, wie götzendienerisch Athen war, reagierte er mit einem
Alleingang, bevor Silas und Timotheus bei ihm waren. Er predigte in der Synagoge und auf dem Markt
und musste aufgrund der buchstäblichen Neugierde der Athener auch auf dem Areopag reden. Als er
schließlich die Auferstehung Jesu aus den Toten erwähnte, teilten sich seine Zuhörer in Spötter und
solche, die ihn ernst nahmen. Etliche wurden gläubig.


<B>V.19-21:</B> »5. Wandelt in Weisheit gegen die, welche draußen sind, die gelegene Zeit
auskaufend. 6. Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, um zu wissen, wie ihr jedem
einzelnen antworten sollt.« (Kol.4,5.6).

Die Athener aber brachten ihre Tage damit zu, Neuigkeiten auszutauschen und gelehrsame Gespräche zu
führen. Christen haben jedoch vom HERRN den Auftrag, das Evangelium auszubreiten, so weise gegen
die Welt zu handeln (Kol.4,5). Woraus bestehehen unsere Gespräche? Drehen sie sich um weltliche
Nichtigkeiten oder um den HERRN? Auch wenn nicht jedes Gespräch missionarisch geführ werden muss,
wir müssen wissen, wie wir auf Fragen anderer zu antworten haben (in Gnade, mit Salz gewürzt) und
dies auch tun. Dabei heißt antworten nicht nur, auf Fragen oder Stellungnahmen anderer zu
reagieren, sondern auch unangesprochene Probleme und Lebensfragen anzusprechen (vgl. Lk.5,22;
Lk.22,51).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 18:1-Acts 18:6;">Apostelgeschichte 18:1-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Paulus reiste von Athen nach Korinth, kehrte bei Aquila und seiner Frau
Priscilla ein, mit denen er nun als Zeltmacher arbeitete. Hier nun stoßen Silas und Timotheus
wieder zu Paulus. Als dieser schließlich in der Synagoge Jesus als den Christus bekennt, lästern
die Juden. Paulus sagt ihnen, dass er von nun an ohne schuldig zu werden den Nationen das
Evangelium bekennen kann und wird.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 18:7-Acts 18:11;">Apostelgeschichte 18:7-11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Paulus konnte Krispus, den Synagogenvorsteher von Korinth, bekehren; ebenso
glaubten viele Korinther und wurden getauft. Der HERR ermuntert Paulus durch ein Nachtgesicht, in
Korinth zu reden und versprcht ihm SEINEN Schutz, denn er habe ein großes Volk in Korintht. So
missionierte Paulus eineinhal Jahre in Korinth.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 18:12-Acts 18:23;">Apostelgeschichte 18:12-23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Die Juden klagen Paulus bei einem römischen Richter an, der sich jedoch
nicht um ihre »religiösen Streitigkeiten« kümmern will, auch nicht als sie den Synagogenvorsteher
Sosthenes schlagen.

Schließlich segelt Paulus mit Priscilla und Aquilas nach Syrien ab. Er hatte ein Gelübde getan und
deshalb seine Haare abrasiert. Nach einem kurzen Aufenthalt in Ephesus (wo Priscilla und seine Frau
bleiben) reist er über Cäserea nach Jerusalem (denn dort wollte er unbedingt das fest feiern) und
wieder hinab nach Antiochien, wo er sich einigeZeit aufhält und dann zur dritten Missionsreise
aufbricht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.9.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 18:24-Acts 18:28;">Apostelgeschichte 18:24-28</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Zusammenfassung:</B> Apollos war ein Jude, der das Alte Testament sehr gut kannte und ebensogut
reden konnte. Er lehrte in Ephesus über Jesus und wurde dort von Aquila und Priscilla genauer
eingewiesen, weil er bisher nur die Taufe des Johannes kannte. Apollos reiste nach Achaja, wo er
die Gläubigen unterstützte, indem er den Juden öffentlich aus dem ALten Testament bewies, dass
Jesus der Christus ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.10.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 8:10-Mark 8:13;">Markus 8:10-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Pharisäer waren dem HERRN offensichtlich feindlich gesinnt, denn sie wollten IHN versuchen
(V.11). Es heißt aber »Du sollst den HERRN, deinen Gott, nicht versuchen.« (5.Mo.6,16 nach Mt.4,7).
Der HERR selbst ging gar nicht darauf ein, ER versuchte hier auch nicht, seine Feinde für sich zu
gewinnen, sondern wandte sich von ihnen ab und ging (V.13). Warum hat der HERR dann überhaupt diesen
Besuch in den Gegenden von Dalmanutha getan, obwohl ER vorher wusste, dass ER dort keine Nachfolger
finden würde? Man erkennt an diesem Fall, dass der HERR jedem Menschen, auch denen, die IHM
schon feindlich gesinnt sind, den Raum gibt, sich für oder gegen ihn zu entscheiden und
entsprechend zu handeln. Der HERR will diese Entscheidung nicht für einen Menschen treffen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.10.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 8:14-Mark 8:21;">Markus 8:14-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Sich vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes zu hüten war für die Jünger eine
unverständliche Lehre, denn »sie üerlegten miteinander« (V.16). So wie die Jünger können auch wir
heute zu falschen, natürlichen Deutungen christlicher, für uns dunkler Lehre kommen. Der HERR
zeigt, warum die Jünger die wahre Bedeutung dieser Lehre nicht erkannten: »Habt ihr euer Herz
[noch] verhärtet? [...] Und erinnert ihr euch nicht?« (V.17.18). Dann erinnerte ER sie daran,
wie ER die 5000 und die 4000 gespeist hatte und wie da sogar mehr Brot übrig geblieben war als am
Anfang überhaupt vorhanden war.

Wenn uns eine Lehre der Bibel dunkel ist, kann das also an unserem verhärteten Herzen liegen. Dann
erinnern wir uns auch nicht mehr an frühere Taten oder Offenbarungen des HERRN, die uns hier
weitere Erkenntnis geben würden. Der HERR erwartet aber durchaus, dass wir solche Erinnerungen an
SEIN früheres Handeln nutzen, um SEIN jetziges HAndeln oder Reden zu verstehen (»Und erinnert ihr
euch nicht?«; V.18). Also muss der HERR seine Nachfolger immer wieder an eigentlich Bekanntes
erinnern (die Jünger wussten nämlich, wieviele Körbe sie jewels aufgehoben hatten; V.19.20), muss
ihnen dies vor Augen halten, damit sie Verständnis in einer neuen Sache bekommen.

Wenn uns eine biblische Lehre also dunkel ist, so sollten wir prüfen, ob wir sie nicht
verstehen oder falsch auslegen, weil unser Herz gegenüber dem HERRN verhärtet ist. Das sollte dann
ausgeräumt werden, und anschließend sollten wir prüfen, ob wir die neue Erkenntnis nicht aufgrund
bereits erhaltener Erkenntnis und Erfahrungen mit Gott verstehen können; denn der HERR baut das
Verständnis der Lehre aufeinander auf und benutzt so unsere Erinnerung.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.10.2000; 23.10.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 8:22-Mark 8:26;">Markus 8:22-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Bei der Heilung dieses Blinden waren Menschen anwesend (V.24) - warum also führte der HERR ihn
erst aus dem Dorf Bethsaida hinaus? Weil ER wollte, dass niemand aus diesem Ort Bethsaida von der
Heilung erfährt (V.26). Anderen Menschen dagegen hätte der Geheilte sich zeigen dürfen und ihnen von
der Heilung berichten dürfen.


Warum nun sollte niemand aus Bethsaida von der Heilung erfahren?


Drei der Jünger Jesu kamen aus diesem »Bethsaida in Galiläa« (Joh.12,21), nämlich Philippus,
Andreas und Petrus (Joh.1,44). Nachdem die Zwölf von ihrer Sendung zurückgekehrt waren, zog der
HERR sich mit ihnen an einen einsamen Ort bei Bethsaida zurück (Lk.9,10), der von Bethsaida durch
eine Strecke über den See Genezareth getrennt war (Mk.6,45.53) und heilte dort die Kranken der
Volksmenge, die dem HERRN bis hier folgte (Lk.9,11). Auch geschah hier die Speisung der 5000
(Lk.9,14.17), ein in seiner Art seltenes und großes Wunder, weil der HERR selbst an dieses einzelne
Wunder erinnert (Mk.8,19). Wieder in der Gegend von Bethsaida, heilte der HERR noch mehr Kranke
(Mk.6,53-55). Deshalb musste der HERR von Bethsaida schließlich sagen »Wehe dir, Bethsaida! Denn
wenn in Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen wären, die unter euch geschehen sind, längst
hätten sie, in Sack und Asche sitzend, Buße getan. Doch Tyrus und Sidon wird es erträglicher
ergehen im Gericht als euch.« (Lk.10,13.14).

Die Krankenheilungen und die Speisung der 5000 (Mk.6,30-56) geschahen also vor dieser Heilung des
Blinden (Mk.8,22-26). Lag des HERRN Weheruf über diese Stadt (Lk.10,13.14; Mt.11,21) auch vor der
Heilung des Blinden (Mk.8,22-26)? Auf jeden Fall war aber die Unbußfertigkeit dieser Stadt der
Grund dafür, dass der HERR dort keine weiteren Wunder öffentlich tun würde (Mt.13,58 bei einer
ähnlichen Situation in Nazareth) und deshalb den Blinden ausßerhalb des Ortes heilte (Mk.8,23).
Diese Begebenheit lehrt uns, dass der HERR nicht ewig einen Menschen oder eine Menschengruppe
zur Umkehr ruft, sondern einmal genug der Gnade darauf verwendet hat. Dabei ist es 
ermutigend zu sehen, dass Menschen dennoch zum HERRN umkehren können und der HERR sie annimmt, auch
wenn ER sie nicht mehr ruft. So brachten Menschen aus Bethsaida einen Blinden zu IHM, und der HERR
heilte diesen (V.22-26). Und es ist bewundernswert, welch große Gnade der HERR auf einzelne Orte
und Menschen verwendet, sie zur Umkehr zu rufen. Davon zeugen die großen und vielen Wunder, die der
HERR bei Bethsaida getan hatte. Allerdings mehrt sole Größe der Gnade und Offenbarung auch die
Verantwortung und also die Strafe, sollte auf Jesu Angebot nicht eingehen (Lk.10,13.14).


<font color=#FF0000><B>Frage:</B> Bethsaida wird einmal als Stadt bezeichnet (Lk.9,10), hier als
Dorf (Mk.8,22.23) - ist trotzdem derselbe Ort gemeint oder gehört das genannte Dorf zu
Bethsaida?</font>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.10.2000; 12.10.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 8:27-Mark 8:31;">Markus 8:27-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<font color=#FF0000><B>Frage:</B> Warum wollte der HERR unbedingt, dass SEINE Jünger niemand
erzählen sollten, dass ER der Christus ist? (V.30) Stellen zur Bearbeitung:

<ul>
<li>Lk.18,39</li>
<li>Lk.4,35</li>
<li>Mk.10,48</li>
<li>Mk.1,25</li>
<li>Lk.9,21</li>
<li>Lk.8,56</li>
<li>Lk.5,14</li>
<li>Mk.7,36</li>
<li>Mk.8,30</li>
<li>Lk.4,41</li>
</ul>

</font>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.10.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 8:32-Mark 8:38;">Markus 8:32-38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nachfolge (V.34) ist, sein Leben um Jesu und des Evangeliums willen zu verlieren und so zu
erretten, wie der HERR SEIN Leben um seines Vaters und des Evangeliums willen verloren hat (V.35).
Wer sich selbst ein erfülltes Leben schaffen will, verliert die Ewigkeit, wer sein Leben aber in
den Dienst des HERRN stellt, hat ein ewig erfülltes Leben (V.35.36).


Das ewige Leben ist so herrlich, dass es mehr wert ist als unser natürliches Leben (V.35) und als
alle Schätze der Welt (V.36). Und diese Herrlickeit, die unvergleichlich größer ist als alles, was
wir in der Welt erreichen können, haben wir durch Jesu Opfer umsonst erhalten!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.10.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 9:1-Mark 9:8;">Markus 9:1-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ob Jesu Worte in V.1 nicht in vielen SEINER Jünger die Hoffnungen bestärkt haben mögen, dass der
HERR Israel von der Fremdherrschaft der Römer befreien würde, so wie die Emmausjünger es immer
gemeint hatten (Lk.24,21)?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.2000; 24.10.2000; 26.10.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 9:9">Markus 9:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Warum sollten die Jünger vor Jesu Tod und Auferstehung niemand von SEINER Umgestaltung, Unterredung
mit Elias und Mose und der Stimme des Vaters aus der Wolke erzählen? Parallestellen: Mt.17,9;
Lk.9,36.


Was sollte nach den Berichten der Evangelien überhaupt vor SEINER Auferstehung unbekannt bleiben?

<UL>
<LI>
Die Tatsache, dass ER der Christus ist (Mt.16,20; Mk.8,30; Lk.9,21); auch Dämonen durften das nicht
bekannt machen (Lk.4,34.35; Mk.1,25; Lk.4,41)</LI>

<LI>
Bestimmte Wunder, wie die Auferweckung des Töchterleins des Jairus (Lk.8,56), die Heilung eines
Aussätzigen (Lk.5,14) und eines Taubstummen (Mk.7,36).</LI>
</UL>


Demnach sollte das Ereignis auf dem Berg wohl unbekannt bleiben, weil die Menschen daran hätten
erkennen können, dass ER der Christus ist. Nach SEINER Auferstehung wurde ER als der Christus
verkündigt - warum aber musste das vorher unbekannt bleiben?  Es war ein Zeitpunkt festgesetzt, wo
ER öffentlich als der Messias auftreten würde, nämlich beim Einzug in Jerusalem (Mt.21,9). Dies war
die Erfüllung der Prophetie aus Sach.9,9 (vgl. Mt.21,5). Und auf diesen Zeitpunkt bezog sich auch
die Prophetie der 70 Jahrwochen aus Dan.9,25. Also lag es am souveränen Zeitplan Gottes, dass ER
nicht früher öffentlich als der Christus auftreten konnte. Der Grund dafür war nicht, den Juden die
Annahme des Evangeliums unmöglich zu machen, damit das Evangelium den Heiden gepredigt werden
könnte, denn in der Woche vor SEINEM Tod wurde ER der Volksmenge als Messias vorgestellt und von
dieser verworfen (Mk.15,2.14). Dazu war der HERR ja nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel
gesandt (Mt.15,24), also wird er kaum SEIN Heilsangebot vor ihnen verborgen haben. ER hat es ihnen
zum rechten Zeitpunkt gemacht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.10.2000; 1.11.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 9:11-Mark 9:13;">Markus 9:11-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Parallelbericht in Matthäus: Mt.17,10-13


Der HERR gibt der Meinung der Schriftgelehrten Recht, dass Elias vor dem Christus kommt. Also kann
auch eine Religion, die sich von Gott entfernt hat, noch richtige Lehre enthalten! Die Erwartung
Elias vor dem HERRN basiert auf Mal.4,5.6. Maleachi prophezeite mit Jesaja auch den Boten, der den
Weg des HERRN bereiten sollte (Mal.3,1; Jes.40,3-5).


Beide Prophezeihungen erfüllten sich in Johannes dem Täufer (Mt.11,14; Mt.3,3; Mk.1,3; Lk.3,4-6;
Joh.1,23). Er is Elias, der kommen soll und alle Dinge wiederherstellt (Mt.11,14; Mk.9,12), denn er
kam in dem Geist und der Kraft des Elias (Lk.1,17), wiewohl er nicht Elias in Person war
(Joh.1,20.21). Doch weist das Leben Johannes' und Elias' ebensolche Parallelen auf wie das Leben
von Jesus und Elisa, dass Johannes als der zweite Elias gelten kann: dieselbe Verbindung zu wilder
Natur, derselbe lange Rückzug in die Wüste, derselbe plötzliche Beginn seines Wirkens (1.Kö.17,1;
Lk.3,2), sogar dieselbe Kleidung (2.Kö.1,8; Mt.3,4) <a href="#footnote_1">[1]</a>. Mit der
Wiederkunft Elias ist nach Mt.17,12 nämlich nicht die Unterredung mit Jesus auf dem Berg der
Verklärung (Mt.17,3) gemeint, denn Elia wurde hier nicht von den Menschen gesehen und verworfen.

----------------------

<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">M.G. Easton M.A., D.D., Illustrated Bible Dictionary, Third Edition,
published by Thomas Nelson, 1897. Frei kopierbar als Modul zum Bibelprogramm SWORD (<a
href="http://www.crosswire.org">http://www.crosswire.org</a>) erhältlich unter dem Namen »Easton's
1897 Bible Dictionary«.</a></LI>

</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.11.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 9:14-Mark 9:29;">Markus 9:14-29</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mit wem stritten sich die Schriftgelehrten in Mk.9,14.16? Die grammatische Form im Urtext (»mit
ihnen« ist Plural, die Volksmenge aber Einzahl) wie auch die Übersetzungen in Lu1545, Lu1912
und Schlachter zeigen, dass sie sich in Mk.9,14 mit den Jüngern befragten / besprachen bzw.
sie ausfragten (BBE). In Mk.9,16 fragte der HERR die Schriftgelehrten, warum sie das tun (siehe
Urtext <foreign lang="el">grammateis</foreign>), ELB hat hier einfach »sie«, was sich im
Deutschen genauso auf die zusammengelaufene Volksmenge wie auf die Jünger oder die
Schriftgelehrten beziehen kann.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.11.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 6:70">Johannes 6:70</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Joh.6,70 in Lu1545: »Jesus antwortete ihm: Hab' ich nicht euch Zwölfe erwählet? und euer einer ist
ein Teufel.« Griechisch »<foreign lang="el">diabolos</foreign>« (StrongNummer 1228) für »Teufel«
wäre hier besser in der Grundbedeutung »Ankläger, Verleumder« übersetzt, denn es wird im NT nur
zusammen mit dem bestimmten Artikel (z.B. Mt.4,1.5.8.11) oder als Eigenname (d.h. mit
großem Anfangsbuchstaben im Griechischen; Offb.12,9; 20,2) synonym zu »Satan« verwendet.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.11.2000; 13.11.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 7:3-I Corinthians 7:6;">1. Korinther 7:3-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<B>Frage:</B> Manche wollen aus diesen Versen Vergewaltigung in der Ehe legitimieren. Ist das
nach den sonstigen Aussagen der Schrift möglich?

<UL>

<LI>
Das Gebot der Liebe ist ein Grundsatz im NT: wir sollen all das für unsere Mitmenschen tun, was
wir gerne von ihnen empfangen würden (Mt.7,12; Lk.6,31). Vergewaltigung in der Ehe ist unbiblisch,
da sie nicht diesem Grundsatz der Liebe folgt (man selbst will auch nicht zu Sex gegen seinen
Willen gezwungen werden, darf das alsoa auch dem Partner nicht antun).</LI>

<LI>
Der Grundsatz der Liebe verhindert selbstsüchtiges Verhalten, da man so den Mitmenschen das gibt,
was man selbst gern haben will, was den eigenen selbstsüchtigen Wünschen entspricht (Mt.7,12;
Lk.6,31). Vergewaltigung ist aber eindeutig selbstsüchtiges Verhalten (da sie die eigenen
Bedürfnisse gewaltsam denen des Partners voranstellt) und damit sündig.</LI>

<LI>
Liebe will das Beste für den Geliebten - deshalb wird man, genauso wie es Gott mit uns hält, dem
Partner die Freiheit zu falschem Handeln (sexuelle Verweigerung) geben, ebenso die Möglichkeit zur
Umkehr, aber man wird nicht richtiges Verhalten erzwingen (wie durch Vergewaltigung).</LI>

<LI>
Wenn man nun seinem Partner den eigenen Körper vollständig zur Verfügung gestellt hat, d.h. sich
ihm nie sexuell verweigert: muss man dann noch eine sexuelle Verweigerung des Partners akzeptieren?
Ja, denn der Grundsatz der Liebe ist »Gebt, was ihr von anderen erwartet« (Mt.7,12; Lk.6,31) und
nicht »Erwartet wieder, was ihr anderen gebt« oder »Fordert eigenes richtiges Verhalten auch von
anderen« (vgl. Lk.6,35). Außerdem erwartet man ja immer noch vom Partner, nicht gegen den eigenen
Willen zum Sex gezwungen zu werden, muss seinen Partner nach dem grundsatz der Liebe also ebenso
behandeln.</LI>

</UL>

Andersherum ist es aber sexuelle Verweigerung genauso selbstsüchtig wie Vergewaltigung in der Ehe:
man gibt dem Partner nicht, was man selbst von ihm haben will, nämlich seinen Körper. Deshalb mahnt
die Bibel in 1.Kor.7,3-6 zu liebevollem Umgang miteinander, nämlich dem Partner seinen Körper zur
Verfügung zu stellen (V.3-5). Damit verbunden wird die nachsichtige Mahnung, auch aus geistlichen
Gründen und nach Übereinkunft nicht zu lange sexuell abstinent zu bleiben »auf dass der Satan euch
nicht versuche wegen eurer Unenthaltsamkeit.« (V.5.6).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.12.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 2:1-John 2:11;">Johannes 2:1-11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(Zusammenfassung der Stunde im Gießener Hauskreis vom 7.12.2000)

Hochzeiten waren im damaligen Israel mehrtägige Feste, die bis zu einer Woche dauerten. Diese hier
war am dritten Tage der Reise des HERRN nach Galiläa (Joh.1,43). Es war üblich, auf solche
Hochzeiten auch die Jünger / Nachfolger eines Gastes einzuladen, wenn er als Lehrer solche hatte.
So waren auch die Jünger Jesu dorthin geladen (Joh.2,2). 


Wie ist der Dialog der Verse 3-5 zu erklären? Alternativen:
<UL>

<LI>
Die Worte der Maria »Sie haben keinen Wein.« waren nur die Mitteilung einer Beobachtung der
Maria, denn gerade Frauen haben einen Blick dafür, wenn etwas in der Organisation einer
Veranstaltung schiefläuft. Maria bat Jesus damit nicht, etwas zu tun.</LI>

<LI>
Maria konnte von Jesus kein Wunder errwarten, denn ER hatte bisher noch keines vollbracht
(Joh.2,11). </LI>

<LI>
Die Worte Jesu »Was habe ich mit Dir zu schaffen, Weib?« sind zwar eine harte Abgrenzung von ihr,
sind aber sicher nicht frech gewesen, denn der HERR war ohne Sünde, hielt sich also auch zweifellos
an das Gebot, Vater und Mutter zu ehren. So hat denn auch das Wort »Weib« im Urtext nicht die
abwertende Bedeutung wie im heutigen Deutsch, sondern bedeutet einfach »Frau« (griech. <foreign
lang="el">gynh</lang>).</LI>

<LI>
Die Worte »Meine Stunde ist noch nicht gekommen.« gebraucht der HERR häufig im NT; sie beziehen
sich auf die Stunde SEINER Verherrlichung durch den Tod für uns (Joh.17,1), im Sinne doppelter
Bedeutung hier auch auf die Stunde SEINES öffentlichen Auftretens.</LI>

<LI>
Die deutliche Abgrenzung, die der HERR hier von SEINER Mutter vollzieht (vgl. auch Mt.12,46-50) ist
SEINE Loslösung vom Elternhaus, denn mit 30 Jahren begann ER als der Sohn Gottes öffentlich
aufzutreten. Dies ist gerade das Alter, in dem auch die Leviten als Priester eingesetzt wurden.
Somit vermied der HERR öffentlichen Anstoß, indem er diese alttestamentliche Vorschrift beachtete,
bevor er anfing zu predigen.</LI>

<LI>
Maria wandte sich mit ihrer Bitte, den Mangel an Wein zu beheben, an den falschen - vor Jesu
Himmelfahrt sollten Gläubige nicht in Jesu Namen bitten (Joh.16,23-27). Deshalb sagte der HERR ihr
»Was habe ich mit Dir zu schaffen, Weib?« (bzw. in einer englischen Übersetzung: »Warum willst Du
mich da hineinziehen, Frau?«) mit der Begründung »Meine Stunde ist noch nicht gekommen.«, d.h. »Ich
bin noch nicht dafür zuständig.«. Dass Maria durch ihren Glauben an SEINE Hilfe, der in ihren
Worten »Was irgend er euch sagen mag, tut.« (V.5) zum Ausdruck kommt, doch noch bewirkt, dass ER
einschreitet, zeigt die Macht des Glaubens (vgl. dazu auch Mt.15,21-28). ER wird den Gläubigen nicht
enttäuschen.</LI>

<LI>
Der HERR kann durch uns nicht überrascht werden - wenn also Maria hektisch den HERRN um Hilfe bat,
so musst ER sie darauf verweisen, dass nur ER den richtigen Zeitplan hatte (»Meine Stunde ist noch
nicht gekommen.« (V.4)), und dies war der Zeitplan Gottes, nach dem der HERR sein ganzes Leben auf
dieser Erde richtete. ER war nie in Eile und hatte auch noch viel Zeit, als es um die
todkranke Tochter des Jairus ging (Mk.5,21-43). Und auch bei diesem Wunder der Erschaffung von
Wein hatte der HERR die Zeit, Krüge mit 600l Wasser füllen zu lassen, auch wen er dieses Wunder
im Nu hätte tun können.</LI>

</UL>

Der HERR verwandte Wasserkrüge, die der alttestamentlichen kultischen Reinigung dienten, und füllte
sie mit Wein. Wein ist ein Bild der Freude (Ps.104,15). Damit ergibt sich als Bedeutung dieses
Zeichens (Joh.2,11): Die alttestamentlichn sklavischen Gebote müssen nun der Freude weichen. Jesu
öffentliches Wirken auf dieser Welt begann mit einer Hochzeit - ein Bild dafür, dass die Zeit des
HERRN auf dieser Erde die Hochzeit Gottes mit der Gemeinde ist, eine Freudenzeit (Mt.9,15).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.1.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 10:17-Mark 10:31;">Markus 10:17-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sagt in V.29 nichts davon, seine Frau oder seinen Mann um des Evangeliums willen zu 
verlassen. Das deutet an, dass die Ehepartner ein Fleisch sind, von Gott zusammengefügt 
(Mk.10,8.9). Sie stehen als eine Person vor Gott; der Mensch darf die Ehe auch um des Evangeliums 
willen nicht scheiden, indem er den Ehepartner verlässt. Ebenso steht in Mt.10,35-37, dass der HERR 
die Kinder mit den Eltern und Schwiegereltern entzweien will und dass man Eltern oder Kinder nicht 
mehr lieben darf as IHN, wenn man dem HERRN nachfolgen will. Es steht bezeichnenderweise nicht 
dort, dass der HERR die Ehepaare entzweien will oder dass man den HERRN mehr lieben muss als seinen 
Ehepartner.

Der HERR verurteilt es nicht, wenn die Liebe zum HERRN und die Sorge für SEIN Reich 1.Kor.7,32-34 
nicht völlig ist, sondern die Liebe zum Ehepartner danebensteht. Die Ehe ist das Bild der Beziehung 
des HERRN zu SEINER Gemeinde; also gesteht der HERR der Ehe diese herausragende Rolle zu.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.1.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 10:46-Mark 10:52;">Markus 10:46-52</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Heilung des Blinden Bartimäus zeigt, dass der, der etwas vom HERRN empfangen will, im Glauben 
zu IHM kommen muss und IHN bitten muss. So musste auch Bartimäus aufstehen und zum HERRN gehen, 
auch wenn der HERR es dem Blinden einfacher hätte machen können, indem ER zu ihm gekommen wäre. Und 
so musste der Blinde seine Bitte vortragen, auch wenn der HERR ohnehin schon wusste, was Bartimäus 
wollte. Warum verlangt der HERR diesen unbequemen Weg von uns? Wohl weil nur der notwendige Glaube 
an den HERRN als Retter in der Not sichtbar wird, wenn wir etwas unbequemes auf uns nehmen, um zu 
IHM zu gelangen.

Zum HERRN zu kommen und IHN zu bitten ist für uns heute das Gebet. Deshalb will der HERR gebeten 
sein, und er will ausdauernde Beter, denn wenn wir uns stets wieder zum Gebet für dieselbe Sache 
aufraffen, wird unser Glaube an SEINE Hilfe in dieser Sache sichtbar: dass wir fest mit SEINER 
Gabe rechnen, auch wenn wir davon bei den bisherigen Gebeten nichts gesehen haben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.1.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 6:1-Acts 6:7;">Apostelgeschichte 6:1-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zusammenfassung zur Gemeindestunde vom 14.1.2001
Referent: Willi Rapp


Die Hellenisten waren Juden, die aus der Diaspora zurückgekehrt waren und sich von den 
einheimischen Juden in Dialekt und Gebräuchen unterschieden, u.a. hatten sie eine freiheitlichere 
Einstellung zum Gesetz des AT. Da in der Urgemeinde die leitenden Personen zuerst einheimische 
Juden waren, wurden die Witwen der Hellenisten bei der Versorgung (unabsichtlich) vernachlässigt. 
Dies war der Grund zu einem Murren der Hellenisten, d.h. zu geäußertem Unwillen aufgrund 
enttäuschter Erwartungen.

Die Ältesten und anderen Gemeindeglieder taten richtig daran, dieses Murren ernst zu nehmen - ist 
es begründet, die Missstände abzustellen, ist es unbegründet, die Murrenden in Liebe zu korrigieren 
- auf dass sich dieses Murren nicht in ein Murren gegen Gott wandelt, wie es beim Volk Israel war, 
als es vor dem Einzug in Kanaan gegen Mose murrte und daraufhin nicht ins Land einziehen durfte.

Diese Begebenheit zeigte, dass selbst in der besten Gemeinde Unstimmigkeiten und Probleme 
auftreten; dem Teufel reichen kleine natürliche Unterschiede, um sie hervorzurufen. Jedoch ist Gott 
größer; er hat Menschen und Werkzeuge, um diese Probleme anzupacken. So wurde hier das Amt der 
Diakonen eingerichtet als System, um die Vernachlässigung notwendiger Dienste zu verhindern.

Die Ältesten hatten hier den Mut, vor der Gemeinde eigene Versäumnisse einzugestehen - die jetzt 
nachgeholte Einrichtung einer neuen Ordnung impliziert das.


Jeder Christ - die ganze Gemeinde - ist ein Geschenk Gottes an die Welt, denn durch sie will er der 
Welt das Evangelium sagen und sie damit erretten. Und: Die Gemeinde und jedes einzelne 
Gemeindeglied ist auf Wachstum angelegt. Dabei gibt es auch »Wachstumsprobleme«, sogar 
»Wachstumsschmerzen«, wie dieser Bericht zeigt. Jedoch können diese Hindernisse überwunden werden: 
die Einrichtung des Diakonenamtes wurde für das Gemeindewachstum zu einem Segen (Apg.6,7).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 15:12-I Corinthians 15:32;">1. Korinther 15:12-32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christus hatte SEINE Auferstehung nach 3 Tagen als das Zeichen vorausgesagt, mit dem ER bestätigen 
wollte, der Christus zu sein (Mt.12,39-40). Deshalb ist die hier von Paulus so eindringlich 
aufgezeigte Historiziät SEINER Auferstehung für unser ewiges Heil so wichtig: wäre Christus 
tatsächlich nicht auferstanden (z.B. wenn Tote überhaupt nicht auferstehen; 1.Kor.15,13), so wäre 
er nicht der Christus, sondern ein normaler Mensch, der wie alle anderen nicht vom Tod 
zurückgekommen ist.

1.Kor.15,19.32: »Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter 
allen Menschen. Hab' ich menschlicher Meinung zu Ephesus mit den wilden Tieren gefochten, was 
hilft's mir, so die Toten nicht auferstehen? Lasset uns essen und trinken; denn morgen sind wir 
tot.«

Wenn die Toten nicht auferstehen, so ist das Vergnügen in dieser Welt das, was im Leben zählt: 
Essen und Trinken sind alles. Auch Salomo, ein Mensch, der mit Gott lebte, hatte diese Sicht, da 
noch nicht die Erkenntnis von der Auferstehung der Toten hatte (Pred.9,5-10). Ebenso irrten die 
Sadduzäer, der HERR jedoch begründete ihnen aus dem AT, dass die Toten doch auferstehen 
(Mk.12,18.26-27). Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, aber unsere Hoffnung vergeblich 
ist, so sind wir wirklich die elendsten aller Menschen (1.Kor.15,19), weil wir verkannt haben, dass 
dann möglichst viel natürliches Vergnügen unser Bestes wäre. Die Erkenntnis, dass alles Mühen 
eitel, nichtig, hohl und vergeblich ist, wenn unser Irdenleben alles ist, durchzieht das ganze Buch 
Prediger; Salomo schreibt darin auch, dass das Bemühen um zuviel Weisheit dann eitel ist 
(Pred.2,15).

Pred.2,10-11.17-18: »Und alles, was meine Augen wünschten, das ließ ich ihnen, und wehrete meinem 
Herzen keine Freude, daß es fröhlich war von aller meiner Arbeit; und das hielt ich für mein Teil 
von aller meiner Arbeit. Da ich aber ansah alle meine Werke, die meine Hand getan hatte, und Mühe, 
die ich gehabt hatte, siehe, da war es alles eitel und Jammer und nichts mehr unter der Sonne. 
[...] Darum verdroß mich zu leben; denn es gefiel mir übel, was unter der Sonne geschieht, daß es 
so gar eitel und Mühe ist. Und mich verdroß alle meine Arbeit, die ich unter der Sonne hatte, daß 
ich dieselbe einem Menschen lassen müßte, der nach mir sein sollte.«

Salomo erkannte, dass alles Streben in dieser Welt unnütz und eitel ist, wenn nach dem Tod nichts 
mehr ist. Denn nichts kann einem Nutzen über den Tod hinaus bringen. Nun aber haben wir durch 
Christus Hoffnung über den Tod hinaus, Hoffnung auf ein ewiges Leben. Deshalb kann natürliches 
Vergnügen und Ansammeln von Besitz für uns hier nie den ersten Stellenwert haben (vgl. dagegen 
1.Kor.15,32), sondern dass wir uns Schätze im Himmel sammeln: Mt.6,19-21. Der HERR hat verheißen, 
unsere natürlichen Bedüfnisse zu erfüllen, wenn wir zuerst nach SEINEM Reich trachten (Mt.6,33), er 
verweigert uns auch nicht den Lohn in dieser Welt für die Arbeit in SEINEM Reich: essen, trinken, 
Ehepartner, Freizeit (1.Kor.9,4-6.9.11). Paulus aber sagte, er wolle dem Evangelium kein Hindernis 
bereiten, indem er solches annimmt (1.Kor.9,11-12).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.5.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 6:33">Matthäus 6:33</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers bedeutet im Kontext von 1.Kor.9,4-6: Gott versorgt die Arbeiter in SEINEM Reich und er 
gibt ihnen das Recht oder die Macht, ihren Lohn zu nutzen, d.i. ein zusätzliches Anrecht auf 
natürliches Vergnügen in dieser Welt. Man hat also als ReichGottesArbeiter die Möglichkeit zu und 
das Recht auf natürliches Vergnügen, muss dieses Recht jedoch nicht nutzen (z.B. um wie Paulus dem 
Evangelium kei Hindernis zu bereiten - 1.Kor.9,11-12; das ist wiederum Ausdruck der Liebe: auf 
eigenes Glück zu verzichten um kein Hindernis für die Ziele Gottes zu sein, ebenso wie Gott auf 
eigene Ziele verzichtet um unseretwillen, indem er uns Anrecht auf Lohn gibt, der ein Hindernis für 
das Evangelium sein kann).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 4:2-Matthew 4:4;">Matthäus 4:2-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier ist ein Beispiel dafür, dass der Teufel genau weiß, wo er einen Meschen am besten angreifen 
kann: Als der HERR Jesus hungrig war, versuchte der Teufel ihn mit der Aufforderung, sich Essen zu 
schaffen. Natürlich widerstand der HERR dieser Versuchung, aber wie oft fallen wir, wenn der Teufel 
uns an unseren Schwachpunkten angreift. Wie wehrt man eine solche Versuchung nach dem Beispiel des 
HERRN Jesus ab? Der HERR entgegnete ein Bibelwort (Mt.4,4) und gehorchte diesem Wort Gottes im 
Glauben, denn der Glaube ist der Schild, mit dem wir die »feurigen Pfeile des Bösen auslöschen 
können« (Eph.6,16). Dieser bedingungslose Gehorsam gegenüber Gott ist wichtig in einer Versuchung: 
Gott und SEINEM Wort zu gehorchen, ohne jeden Schritt damit begründen zu müssen, dass er einem mehr 
persönliche Vorteile bringt als das Nachgeben in der Versuchung. Um dieses schlichten Gehorsams 
willen lehnte der HERR alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit ab (Mt.4,8-10).

Gott hat verheißen, für die natürlichen Bedürfnisse SEINER Diener zu sorgen (Mt.6,33). Darauf 
vertraute der HERR, als Satan ihn versuchte, dass er sich Brot machen solle. Wir dürfen um unser 
tägliches Brot bitten (Mt.6,11), aber Gottes Verheißungen in eigener Kraft nachzuhelfen ist 
Unglaube und nicht nach Gottes Willen (1.Mo.16,2); statt dessen sollen wir harren auf SEINE 
Verheißungen, die Gott zu SEINER Zeit erfüllt.

»Bist Du Gottes Sohn [...]« (Mt.4,3): Satan wusste doch bereits, dass Jesus Gottes Sohn ist. Er 
wollte das hier nicht bewiesen haben, sondern ihn zur Sünde verleiten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Peter 5:3-I Peter 5:4;">1. Petrus 5:3-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christus leitet SEINE Gemeinde nicht als Diktator, sondern durch Vorbild (1.Petr.5,3-4): ebenso 
soll ein Mann Haupt der Frau durch Vorbild sein. Das ist er jedoch nicht automatisch, sondern er 
muss es erst werden (vgl. 1.Petr.5,3: Vorbild werden).

Siehe zum Thema »Christus zur Gemeinde als Vorbild des Mannes zu seiner Frau« auch zu Eph.5,2-33 
und 1.Petr.3,22 in diesem Kommentar.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Peter 3:22">1. Petrus 3:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
1.Petr.3,22: Christus litt unter den ungerechten Taten der Menschen, die er liebte, und deren HERR 
er war, ohne zurückzuschlagen oder ebenso zu vergelten. Leidet also ein Mann unter dem, was seine 
Frau ihm antut, so soll er nicht zurückschlagen, sondern sie weiterlieben.

Siehe zum Thema »Christus zur Gemeinde als Vorbild des Mannes zu seiner Frau« auch zu Eph.5,2-33 
und 1.Petr.5,3-4 in diesem Kommentar.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 4:1-I Corinthians 4:7;">1. Korinther 4:1-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das ist Demut: eine realistische Einschätzung seiner selbst als eines Menschen, der alles, was er 
hat, von Gott erhalten hat und sich deshalb nicht seiner selbst, sondern nur seines Gottes rühmen 
kann (1.Kor.4,7). Alles andere ist Hochmut, Aufgeblasenheit (1.Kor.4,6) - denn auch
Gott hat nicht den einen wertvoller geachtet als den anderen (1.Kor.4,7a), auch nicht wenn er
unterschiedliche und verschiedene Mengen von Gaben verteilt (1.Kor.4,7b).
Darum nun sollen wir nicht unsere Mitmenschen richten (1.Kor.4,5),das heißt ihren Wert beurteilen, 
denn wir können es nicht - wir können nicht einmal uns selbst richten, da wir nicht wissen, was in 
uns verborgen ist (1.Kor.4,3.5). Wenn Gott uns richten wird, wird jeder Gläubige von Gott gelobt 
werden (1.Kor.4,5) - das ist doch ermutigend. Unsere Unfähigkeit zu richten heißt, dass wir unsere 
Mitmenschen und Geschwister alle gleich wertschätzen müssen und uns selbst nicht höher als diese. 
Wir sollten uns hüten, irgendjemand als Person abzuwerten oder zu verachten oder zu richten, denn 
wir können solches nicht beurteilen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 2:19-Philippians 2:30;">Philipper 2:19-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus stellt hier die positive geistliche Stellung und die Stärken seiner Glaubensgeschwister 
heraus, obwohl er sicher auch viele ihrer Fehler aufzählen könnte. Ebenso redet er die Korinther 
als »Geheiligte« und »berufene Heilige« an (1.Kor.1,2), obwohl in dieser Gemeinde einiges im Argen 
lag. Dies sollte uns Vorbild sein für die Art, wie wir über Glaubensgeschwister reden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 1:5">Jakobus 1:5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott macht uns keine Vorwürfe, wenn wir IHN um etwas bitten. ER sagt nicht »Warum hast Du diese 
Weisheit nicht, um die du bittest? Das könntest Du längst gelernt haben!«, sondern er gibt ganz 
einfach, um was wir bitten. Lasst uns diese Liebe Gottes zu uns als Vorbild nehmen, auch selbst 
unseren Mitmenschen keine Vorwürfe zu machen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 1:19-James 1:26;">Jakobus 1:19-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Durch den Heiligen Geist haben (!) wir die Kraft bekommen, diszipliniert zu leben. Nur müssen wir 
das eben auch ganz einfach tun. Dazu gehört auch, dass wir unsere Zunge bändigen (Jak.1,26): 
schnell zum Hören, langsam zum Reden und langsam zum Zorn sein (Jak.1,19). Anders formuliert: Baue 
Totzeiten vor deiner Reaktion ein. Sie verhindern in Regelkreisen das Aufschaukeln eines Systems 
zur Resonanzkatastrophe und werden ebenso Jähzorn verhindern.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 1:27">Jakobus 1:27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Warum ist gerade dieser Gottesdienst vor Gott so wertvoll? Weil der, der ihn tut, selbstlose Liebe 
zeigt: er kann keine Gegenleistung oder Gegenliebe von Witwen und Waisen erwarten, sie können ihm 
nichts geben. Allgemein: »Lerne zu lieben, ohne Gegenliebe zu erwarten (Mt.5,46); lerne zu dienen, 
ohne Ehre zu erwarten.«


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 4:8">Jakobus 4:8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wankelmut ist begründet in »Doppelherzigkeit« (so wörtlich in Jak.1,8). Die hier gezeigte Lösung, 
die Herzen zu reinigen, ist: den nicht Gott gemäßen Anteil des Herzens zu entfernen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 4:6-James 4:7;">Jakobus 4:6-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Demut vor Gott beinhaltet, sich IHM zu unterwerfen - Gottes Willen zu tun. Gegenüber dem Teufel 
sollen wir gerade das Gegenteil tun: uns dem Willen des Teufels widersetzen, der will, dass wir 
sündigen. Die Folge davon ist, dass er von uns flieht (Jak.1,27).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 4:13-James 4:17;">Jakobus 4:13-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Bibel hat nichts gegen unsere Vorhaben in der Welt (wie Handel usw.), wenn wir Gott dabei 
einbeziehen: anzuerkennen, dass auch diese Dinge nur gelingen, wenn auch Gott es will, statt uns 
selbst einen Schein von Größe und »Macher-Natur« zu geben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 4:11-James 4:12;">Jakobus 4:11-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott ist der Gesetzgeber und Richter. ER wird verdammen oder selig machen. Wir aber, wer sind wir, 
dass wir über die Qualität der Person eines anderen urteilen dürften (Jak.4,12), dass wir 
entscheiden könnten, ob er oder sie Himmel oder Hölle verdient hat? Stattdessen sollen wir das 
Gesetz, also Gottes Willen, selbst tun (Ja.4,11). Wir haben noch nicht einmal die Fähigkeit, uns 
selbst zu richten, d.i. unsere eigene Qualität zu bewerten (1.Kor.4,3-5); also haben wir auch kein 
Recht, schlecht gegeneinander zu reden, womt wir jemand als Person abwerten, also richten würden 
(Jak.4,11). Das alles hat nichts damit zu tun, einzelne Fehler von Geschwistern in Liebe zu 
korrigieren, denn dabei beurteilt man nicht den Wert der Person selbst, man richtet nicht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 1:24-James 1:25;">Jakobus 1:24-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wenn wir in die Bibel als in einen Spiegel schauen, so ist »geistliche Eitelkeit« gefordert: nicht 
selbstzufrieden die Fehler übersehen, die uns die Bibel zeigt, sondern das dagegen tun, was uns die 
Bibel sagt.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 2:13">Jakobus 2:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wir haben durch unsere Begnadigung von Gott solch große Barmherzigkeit erfahren, dass wir ganz und 
gar undankbar wären und sündigen würden, wenn wir selbst unbarmherzig wären und unseren Mitmenschen 
nicht vergeben würden. Vgl. Mt.18,23-35: Das Gleichnis vom Knecht, der 10000 Talente schuldete.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 3:11">Jakobus 3:11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was wir reden, zeigt die Qualität unserer Quelle, d.i. unseres Herzens: süß oder bitter (vgl. 
Mt.15,17-20). Auch unser Humor soll nicht »tödliches Gift« (Jak.3,8) sein. Was wir stattdessen 
Gutes aus Liebe reden sollen, sagt uns Phil.4,8: »Weiter, liebe Brüder, was wahrhaftig ist, 
was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohllautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa 
ein Lob, dem denket nach!«.  Eph.5,3-4 ergänzt, dass wir über unanständige Dinge nicht einmal reden 
sollen, und wozu sollten wir uns damit beschäftigen (indem wir zum Beispiel täglich die Nachrichten 
ansehen von schrecklichen Dingen, die Menschen wieder irgendwo getan haben)?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 3:14-James 3:17;">Jakobus 3:14-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Neid und Eigennutz sind ein Werk des Teufels in unseren Herzen (Jak.3,15), das zu Spaltungen und 
jeder schlechten Tat führt (Jak.3,16). Die von Gott kommende Gesinnung ist demgegenüber friedsam 
und lenksam (Luther: sie »lässt sich sagen«) uns etliches mehr (Jak.3,17;).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 4:1-James 4:3;">Jakobus 4:1-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Streitigkeiten sind, wie hier, auch unter Christen eine traurige Tatsache. Sie kommen aus 
fleischlicher Lust, und es werden dadurch Beziehungen zerstört: »Denn wo Neid und Eigennutz 
(Luther: Zank) ist, da ist Zerrüttung und jede schlechte Tat« (Jak.3,16).

Durch solche fleischliche Begierde kann man jedoch nicht irgendwie Wertvolles erlangen: »Ihr 
begehrt und habt nichts (!).« (Jak.4,2). Was vor Gott Wert hat, kann man nur durch Gebet erlangen: 
»Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.« (Jak.4,2). Gott gibt uns nur gute Gaben, d.h. er erhört 
Gebete nicht, die wiederum auf Erfüllung fleischlicher Lust ausgerichtet sind (Jak.4,3).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 4:6">Jakobus 4:6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wenn Probleme nur schlimmer werden statt besser, sollte man sich einmal ernsthaft die Frage 
stellen, ob man vielleicht hochmütig vor Gott ist und Gott einem deshalb widersteht?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 4:13-James 4:16;">Jakobus 4:13-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wir sollten uns der Kürze unserers Lebens und unserer Vergänglichkeit (Jak,4,14) und Abhängigkeit 
vom Willen Gottes (Jak.4,15) bewusst sein bei allem, was wir tun. Denn dies will Gott, dass wir 
alles in Abhängigkeit von IHM tun, der HERR in unserem Leben ist. Wenn es nötig ist, dss wir andere 
beurteilen (nicht richten; Jak.4,12), so sollten wir auch das in Abhängigkeit von Gott im Gebet 
tun. In alledem ist uns unser HERR Jesus das Vorbild, der viele Nächte im Gebet Gemeinschaft mit 
seinem Vater hatte, so zum Beispiel bevor ER die Jünger erwählte (Lk.6,12-13).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 11:11-Luke 11:13;">Lukas 11:11-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Bitte um Erfüllung mit dem Heiligen Geistist wichtig, um mit dem Heiligen eist erfüllt zu 
werden. Erhalten haben wir ihn, aber wir können noch mehr und mehr mit ihm erfüllt werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Colossians 1:1-Colossians 1:2;">Kolosser 1:1-2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus drückt Hochachtung gegenüber seinen Glaubensgeschwister aus - er sagt es ihnen, was sie in 
Christus sind, nämlich Heilige und gläubige Brüder. Das kann uns Vorbild sein!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Colossians 1:9">Kolosser 1:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus tut hier Fürbitte für die Geschwister in Kolossä, während sie geistlich fit sind (Kol.1,4). 
Ebenso ist es wichtig, für die Diener und Führer der Gemeinde zu beten, während sie stehen, um sie 
vor Fall zu bewahren, nicht erst wenn sie gefallen sind.

Dieser Vers lehrt außerdem: soviel wie möglich von Gottes Willen zu erkennen, zu verstehen und 
weise umsetzen zu können, ist unbedingte Voraussetzung für ein fruchtbringendes Leben zu Gottes 
Ehre. Wie will ich Gott lieben, indem ich seinen Willen tue (Joh.14,21), wenn ich SEINEN Willen 
nicht kenne, und wie will ich Irrlehren erkennen, wenn ich die Lehre nicht kenne?

Im gleichen Zusammenhang steht Röm.12,2: Unser Sinn wird nur erneuert, wenn wir ihn mit Gottes 
Gedanken füllen, d.i. durch SEIN Wort beim Bibellesen und im Gottesdienst. So Gottes Gedanken zu 
denken und SEINEN Willen zu kennen, ist die Voraussetzung, um prüfen zu können, was der Wille 
Gottes ist und also auch danach leben zu können.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Colossians 1:4-Colossians 1:5;">Kolosser 1:4-5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus nennt hier Glaube (an Christus), Liebe (zu allen Heiligen) und Hoffnung (die im Himmel 
aufbewahrt ist), die in 1.Kor.13,13 als die drei unvergänglichen Bestandteile im Leben für Gott 
aufgezählt werden. Dass Paulus gerade diese Dinge wichtig sind, deutet darauf hin, dass sie die 
Basis im persönlichen Glaubensleben bilden.

Unsere Liebe soll wie die der Kolosser allen Heiligen gelten (Kol.1,4), d.i. auch denen in allen 
anderen Gemeinden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 1:9">Philipper 1:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Liebe muss Erkenntnis haben: sie ist barmherzig, muss aber wahrhaftig bleiben und kann deshalb 
nicht über Sünde hinwegsehen, ohne dass sie bereut und gesühnt wurde (vgl. 2.Mo.34,6-7).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Colossians 1:29">Kolosser 1:29</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es gibt keinen Dienst ohne Anstrengung, denn Liebe erfordert Hingabe. Gott selbst hatte Arbeit mit 
SEINEM Dienst an uns, als Jesus in Gethsemane rang. Natürlich werden wir nicht aufgefordert, uns 
mit eigener Kraft in unserem Dienst anzustrengen, sondern aus der Kraft Gottes (Kol.1,29b).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Colossians 2:2">Kolosser 2:2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»vereinigt in Liebe«: Gott will nicht, dass die Gläubigen einsam sind, sondern Gemeinschaft haben 
miteinander. Die Gemeinde ist ein einziger Leib!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Galatians 5:22">Galater 5:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Freude ist eine Frucht des Geistes. Wenn man also ohne Freude ist, kann man Gott bitten, diese 
Freude durch SEINEN Heiligen Geist in uns zu wirken.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 21:22">Matthäus 21:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott fordert nicht, dass wir ihn lieben mit mehr Herz, Seele oder Verstand als wir haben. Es ist 
ihm nicht wichtig, wieviel Rationalität oder Emotionalität wir haben - nur sollen wir IHN mit all 
dem, was wir von IHM bekommen haben, lieben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 1:18">Philipper 1:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus war es gleich, durch wen Gottes Reich gebaut wird. Ebenso sollen wir unseren Dienst 
betrachten: nicht wer ihn tut, ist wichtg, oder dass gerade wir ihn tun oder für immer tun müssten, 
sondern dass Christus dadurch verkündigt und das Reich Gottes gebaut wird.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 1:17">Philipper 1:17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer in Gottes Reich aus Eigennutz arbeitet (für eigenen Erfolg, aus Neid oder Streitsucht o.ä.), 
dessen Dienst ist nicht rein vor Gott (Phil.1,17). Das heißt nicht, dass Gott diesen Dienst nicht 
auch gebraucht (z.B. Phil.1,18), nur dass der Lohn des Dieners dhin ist (1.Kor.13,1-3).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 1:24">Philipper 1:24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Liebe, die Paulus zu den Philippern hatte, war so groß, dass er auf eigenes Glück - bei 
Christus zu sein - verzichten will, um weiter seinen Geschwistern dienen zu können.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 1:27">Philipper 1:27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Gemeinde soll in einem einzigen Geist feststehen und mit einer Gesinnung den Kampf des 
Evangeliums kämpfen - wie kann man das ganz praktisch umsetzen? Die Anleitung dazu steht in 
Phil.2,1-8. Indem wir Gemeinschaft des Geistes (Phil.2,1) pflegen, drücken wir aus, eines Geistes 
zu sein; Zuspruch der Liebe, Herzlichkeit und Erbarmen (Phil.2,1) drückt die Liebe untereinander 
(Phil.2,2) aus, die Parteigeist und Ruhmsucht ersett (Phil.2,3) und demütig ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 2:26-Philippians 2:27;">Philipper 2:26-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Bei Paulus waren auch Kranke, und Paulus heilte sie nicht. Er heilte aber mit der ihm verliehenen 
Gnadengabe zur Förderung des Evangeliums.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 2:20-Philippians 2:21;">Philipper 2:20-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In unserem Dienst sollen wir nicht unser eigenes Glück suchen, sondern »das, was Christi Jesu ist« 
(Phil.2,21); das ist, aus Liebe aufrichtig für die Anliegen und um das Wohl unserer Mitmenschen und 
Glaubensgeschwister zu sorgen (Phil.2,20).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 12:2">Römer 12:2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie kann Lebensveränderung an unseren Schwachpunten geschehen? Die Bibel lehrt hier: Indem wir in 
dem Bereich, wo wir verändert werden wollen, ganz bewusst und wenn nötig durch Selbstzwang Gottes 
Gedanken denken (»Erneuerung eures Sinnes«), womit wir dann in der Lage sind, Gottes Willen zu 
erkennen, Voraussetzung zum tun.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 6:1-Acts 6:7;">Apostelgeschichte 6:1-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier zeigt sich etwas vom Verhältnis der Hirten zur Gemeinde, ein Abbild des Verhältnisses unseres 
großen Hirten, Christus, zu SEINER Gemeinde, was wiederum Urbild für das Verhältnis eines Ehemanns 
zu seiner Frau ist (Eph.5,25): die Apostel gaben Verantwortung zur Lösung von Problemen der 
Gemeinde an diese ab. Dies ist anzuwenden auf die Stellung der Ehefrau als »Gehilfin«.

Die Wiederherstellung des Friedens in der Gemeinde (Apg.6,1-6), die Beseitigung des Murrens, war 
Voraussetzung für weiteres Wachstum (Apg.6,7).

Planende bzw. organisierende Beseitigung von Problemen ist wie hier ganz im Willen Gottes, solange 
es unter der Leitung des heiligen Geistes geschieht.

Apg.6,7: Hier wird zuerst das Wort genannt, das in der Gemeinde wuchs, danach erst das zahlenmäßige 
Wachstum der Gemeinde. Was lehrt uns das?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 6:3">Apostelgeschichte 6:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die erste Anforderung an einen Gemeindediakon war hier nicht, dass er ein Organisationstalent sein 
musste, sondern er musste voll Geist und Weisheit sein. (Es braucht Weisheit, wenn Güter verteilt 
werden müssen!) Auch für diesen Dienst braucht man also viel Heiligen Geist, es gibt im Reich 
Gottes keine »ganz einfachen« Dienste, die man ohne die Kraft des Heiligen Geistes tun könnte.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 6:1-Acts 6:2;">Apostelgeschichte 6:1-2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieses Problem der Urgemeinde wurde tatsächlich gelöst, aber erst nachdem es angesprochen wurde. 
Soll das uns vielleicht ermuntern, auch in der eigenen Gemeinde Missstände beim Namen zu nennen, 
statt damit zu leben und das auch noch »in Liebe ertragen« zu nennen?

Entsteht ein Murren in der Gemeinde oder wird ein Problem genannt, tut die Gemeindeleitung (wie 
hier) richtig daran, sofort zu reagieren.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:24">Lukas 22:24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Streit, Zwietracht und ein gestörtes Miteinander können auch unter Christen entstehen, wenn sie 
fleischlichem Wirken Raum geben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 21:34">Lukas 21:34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Herz kann durch übermäßiges natürliches Vergnügen und Sorge um die Dinge dieser Welt beschwert 
werden, so dass man nicht mehr bereit ist für die Wiederkunft unseres HERRN. Das heißt nun nicht, 
man dürfe sich nicht an Essen und Trinken erfreuen, es muss aber in Maßen geschehen (»des Menschen 
Sohn ist gekommen, der isst und trinkt [...]«; Mt.11,19). Ebenso: wenn wir unsere Erfüllung und 
Glück in unseren Werken und Tun suchen, wird das uns zum Götzen und ist böse (Apg.7,41). Es gibt 
aber eine gesunde, von Gott abhängige Einstellung zur Freude am eigenen Werk (Pred.9,7.10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Galatians 5:13-Galatians 5:25;">Galater 5:13-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie man aus sündigen fleischlichen Gewohnheiten und Süchten endlich ausbricht: Man stelle sich den 
ganzen Tag willentlich unter die Leitung / Steuerung des Heiligen Geistes, lasse sich durch den 
Heiligen Geist leiten (sicher kann man auch darum bitten) - so wird man nicht mehr die Lust des 
Fleisches vollbringen (Gal.5,16), nicht mehr gegen seinen guten Willen handeln (Gal.5,17), sondern 
kann in Liebe einander dienen (Gal.5,13) und die Frucht des Geistes bringen (Gal.5,22). Es geht 
darum, unser Leben im Geist, das geistliche Realität ist, auch in unserem Wandel sichtbar werden 
zu lassen (Gal.5,25) durch Gutestun (Gal.6,8-10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 8:26-Acts 8:40;">Apostelgeschichte 8:26-40</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Frage: Wie ist Philippus Evangelist geworden (Apg.8,5;21,9) und wie die anderen Christen (Apg.8,4), 
wird doch nichts von einer formalen Berufung wie der der 12 Apostel und von Paulus und Barnabas 
berichtet? Der HERR hatte Philippus ja gebraucht, um den Samaritern entsprechend SEINER Verheißung 
das Evangelium zu bringen, so dass man nicht annehmen kann, Philippus habe sich die Gnadengabe des 
Evangelisten angemaßt. Ist eine Gnadengabe vielleicht einfach an der Fähigkeit zu einem bestimmten 
Dienst zu erkennen und braucht keine Berufung?
Aus Fritz Rienecker, Gerhard Maier: »Lexikon zur Bibel«, © 1994 by R. Brockhaus Verlag, Wuppertal; 
ISBN 3-417-24678-4; Stichwort »Prediger, predigen, Predigt II) 4) a)«: »Art und Weise der ntl. 
Predigt: a) Der Prediger des Evangeliums muss vom HERRN berufen, beauftragt und gesandt sein: »Wie 
sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden?« (Röm.10,15; vgl. Mk.3,14; Lk.4,18; 9,2; 
Apg.26,16-18). Nur solche sind vom HERN bevollmächtigt und auch mit den erforderlichen Gaben 
ausgerüstet. Wer nicht gesandt ist und doch predigt, täuscht etwas vor, was er nicht hat. Der 
rechte Prediger verkündigt aus innerster Nötigung (1.Kor.9,16).«


Philippus

Philippus war einer der sieben gewählten Gemeindediakonen (Apg.6,5), der aufgrund der Verfolgung in 
Jerusalem nach Samaria kam und dort Christus predigte (Apg.8,5), so wie auch alle anderen, die sich 
zerstreuten, umherzogen und das Evangelium verkündigten. Der HERR hatte Philippus gebraucht, um 
Samariter zu Christen zu machen (Apg.8,14). Nun lesen wir, wie der HERR ihn weiter gebrauchte: er 
wurde durch einen Engel auf die einsame Straße von Jerusalem nach Gaza geschickt und bekam da den 
Befehl, sich zum Wagen des Schatzmeisters der Kandake zu halten. Dieser wurde gläubig, als 
Philippus ihm das Evangelium verkündigte, und Philippus taufte ihn.

Damit hatte der HERR den Philippus schon zum zweiten Mal als »Pioniermissionar« gebaucht: durch ihn 
brachte er das Evangelium nach Samaria (Apg.8,14) und bis ans Ende der Welt (Apg.8,37; siehe 
Apg.1,8). Noch lange bevor das Evangelium zu den Heiden kam und Diskussionen unter den Juden 
darüber entstanden (Apg.10,45), wurde der erste Heide errettet und von Philippus getauft. Gibt es 
einen Grund, warum Philippus solch ein Werkzeug sein konnte?

Der weitere Weg des Philippus: er wurde vom Heiligen Geist nach Azot entrückt (Ag.8,40), 
verkündigte das Evangelium in allen Städten, bis er nach Cäsarea kam. Dort blieb er ascheinend, 
denn Apg.21,8 berichtet, dass er dort ein Haus hatte. Lukas berichtet außerdem, dass er vier 
Töchter hatte, Jungfrauen, welche weissagten (Apg.21,9).

Die Strecke zwischen Jerusalem und Gaza beträgt ca. 60km in südwestlicher Richtung. Von Gaza bis 
Azot sind es 30km in nordöstlicher Richtung, von Azot bis Cäsarea, das in Samaria an der Küste 
liegt, fast 100km nördlich. Als Philippus auf die einsame Straße von Jerusalem nach Gaza geschickt 
wurde, befand der sich in Samaria, also vielleicht 50km nördlich von Jerusalem.

Es gab ja in Jerusalem noch die Apostel und andere Christen, die näher an der Straße von Jerusalem 
nach Gaza waren - warum schickte der HERR trotzdem den Philippus dorthin, warum wollte ER gerade 
ihn gebrauchen?

Jak.4,5-7: »Oder meinet ihr, die Schrift sage umsonst: Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, 
der in uns wohnt? Größer aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht sie: «Gott widersteht den 
Hoffärtigen; aber den Demütigen gibt er Gnade.» So unterwerfet euch nun Gott! Widerstehet dem 
Teufel, so flieht er von euch;«

Gottes Geist will unser ganzes Leben beherrschen; ein großer Mann Gottes zu sein, wie hier 
Philippus, hat nichts damit zu tun, aus eigener Kraft dies bewirkt zu haben, sondern sich einfach 
ganz Gott zu unterwerfen (Jak.4,7), sich zu demütigen (Jak.4,6): zu wissen, dass man aus eigener 
Kraft nichts kann. Und den Demütigen gibt Gott Gnade (Jak.4,6), d.i. auch, er tut große Dienste 
durch sie. Weil sich ein Demütiger diese Dienste nicht selbst anrechnet, sondern weiß, dass sie 
ganz und gar von Gott kommen.

Gott tut manchmal unerwartete Sachen und geht Wege mit uns, die wir nicht verstehen - sicher hat 
Philippus nicht mit einer solchen Sache gerechnet, aber er gehorchte ohne wenn und aber, ohne 
nachzufragen. Vorbild für uns.

Wir lernen, wie wir der stückweisen Führung Gottes gehorchen müssen, wenn wir mit Gott leben 
sollen. Philippus bekam die zweite Weisung erst, nachdem er der ersten gehorchte, welche für sich 
genommen ziemlich unsinnig schien, zumal exta erwähnt wurde, dass die Straße einsam ist. Er bekam 
nicht direkt gesagt: Dort und dort geh hin, du triffst einen Kämmerer aus Äthiopien, den du 
bekehren wirst - obwohl Gott das natürlich alles im Voraus wusste.

Philippus hatte aus dem Erlebnis mit Simon in Samaria gelernt; deshalb fragte er den Kämmerer nach 
seinem Glauben aus ganzem Herzen, bevor er ihn taufte.


Der Kämmerer

Wer war Kandake? Wohl ein Titel äzhiopischer Königinnen (Apg.8,27), vgl. den ägyptischen Titel 
Pharao. In Äthiopien, mit den Städten Meroe und Napata, fand George Reisner Pyramidengräber 
regierender Kandaken aus der Zeit von etwa 300 v.Chr. bis 300 n.Chr. Das Reich der Kandake, 
»Äthiopien«, liegt heute im Nordosten des Sudan, südlich des heutigen Ägyptens.

Der Kämmerer hat eine vorbildliche Gesinnung für einen, der noch nicht errettet ist:

-- er ist treu im Gehorsam mit dem Wenigen, was er schon von Gott weiß: er reiste den weiten Weg 
nach Jerusalem, um anzubeten. Und er kaufte die Zeit auf der Reise mit dem Studium der Schrift aus. 
Er war bereit zum Gehorsam gegenüber jedem Stück Erkenntnis, das ihm Gott zeigte. Dieses treue 
Suchen hat Gott belohnt, indem er Philippus zu ihm sandte: »[...] wenn ihr ihn suchet, so wird er 
sich von euch finden lassen; [...]«. (2.Chr.15,2).

-- er suchte aufrichtig, beharrlich und eifrig, so dass er die Reisezeit nutzte, um in der 
vielleicht neu erworbenen Schriftrolle zu lesen. Er war begierig nach dem Wort Gottes. Die von ihm 
gelesene Stelle ist Jes.53,7-8. Sein Unverständnis zeigt jedoch auch, dass kein Mensch aus eigener 
Kraft die Errettung verstehen und annehmen kann, sondern Gott musste den Philippus senden, der es 
ihm durch den Geist geleitet erklärte. Ganz ähnlich die Geschichte der Emmausjünger. Also: Das 
Suchen des Menschen bleibt ohne eigenen Erfolg, aber Gott belohnt und beendet es mit SEINER 
Offenbarung.

-- er war demütig (Apg.8,31): Hier bekennt ein hoher königlicher Beamter einem unbekannten 
Wanderer, dass er die Heilige Schrift nicht versteht und bittet (!) ihn sogar, sich zu ihm zu 
setzen; dann fragt er ihn nach dem, was er nicht verstand (Apg.8,33). Seine Demut vor Menschen 
zeigt sich darin, dass er sich so gab, wie er war, ohne einen besserern Schein erwecken zu wollen 
(2.Kor.12,5): er gestand offen seine Schwächen und mangelndes Verständnis ein. Seine Demut vor Gott 
zeigte sich darin, dass er in Jerusalem Gott angebetet hatte (Apg.8,27-28). Und Gott gibt dem 
Demütigen Gnade (Lk.18,14). Wie sollen andere Glaubensgeschwister uns dienen, wenn wir tun, als 
seien wir perfekt? Abgesehen davon, dass Gott dem Hochmütigen widersteht.

-- er glaubte dem Evangelium von ganzem Herzen.

-- er war schnellentschlossen, Jesus nachzufolgen und sich taufen zu lassen

-- er war nach seiner Bekehrung mit Freude erfüllt


Gott

Das ist Gottes Planung: Um diesen einen suchenden Menschen zu erretten, sich von diesem finden zu 
lassen, organisierte der HERR Großes. Man beachte, wie hier alles zusammenpasst: Philippus kommt 
zum richtigen Zeitpunkt, um den Kämmerer in seinem Wagen zu treffen; der Kämmerer liest die 
richtige Bibelstelle; sie kommen zum richtigen Zeitpunkt an einem Wasser vorbei; und als alles 
vollendet ist, wird Philippus entrückt, was zeigt, dass der HERR ihn gerade des Kämmerers wegen 
hierhin geschickt hatte. Dieser Bericht zeigt, wie Gott sich um den Einzelnen kümmert, wie treu ER 
seine Verheißung einlöst, sich finden zu lassen von dem, der IHN sucht.

Vor und nach der Begebenheit mit dem Kämmerer lesen wir von Philippus, dass er evangelisierte 
(Apg.8,5.40). Die Bekehrung des Kämmerers wird in diese Geschichtsschreibung als besonderes 
Ereignis aufgenommen. Daraus lernen wir: Es kann lange Zeiten geben, in denen wir Gott einfach mit 
den Gaben, die ER uns gegeben hat, »in Eigeninitiative« dienen sollen, ohne dass wir ganz konkrete 
Befehle durch den Heiligen Geist erhalten. Wenn Gott etwas besonderes vorhat, wie hier mit dem 
Kämmerer, das nicht durch diesen allgemeinen Dienst abgedeckt ist, so sagt uns Gott das und spricht 
konkret zu uns durch SEINEN Heiligen Geist. Dies tut er zu SEINEM Zeitpunkt; wir sollten darauf 
gefasst sein, allerdings ist unser Dienst nicht von solchen konkreten Befehlen abhängig. Als 
weiteres Beispiel vergleiche Paulus, bevor er nach Mazedonien kam (Apg.16,6-10), ebenso des Petrus 
Sendung zu dem Heiden Kornelius (Apg.10).


Philippus:

-- Philippus war vom HERRN in einer sehr erfolgreichen Arbeit in Samaria eingesetzt - und nun wurde 
er fortgeschickt Gott kümmert sich nicht darum, in welcher Ehre wir im Dienst für IHN stehen.

-- Philippus war flexibel - aber Gott ist es, der seine Flexibilität gebraucht.

-- Philippus war nicht auf seinen Dienst oder Erfolg orientiert, sondern im Gehrosam auf den HERRN. 
Das kann ER gebrauchen. Auch uns kann es passieren, dass Gott eine erfolgreiche Arbeit beendet.

-- Gott übersieht nicht den Einzelnen Suchenden - den Kämmerer. Auch der HERR suchte den Einzelnen, 
der IHN suchte, nicht die Menschenmassen.

-- Das Gespräch des Philippus zeigt die Vorgehensweise eines Evangelisten: er wartet auf den 
Auftrag, übernimmt aber die Initiative. Er beginnt das Gespräch an dem Punkt, bis zu dem Gott den 
Kämmerervorbereitet hat.

-- Ein Auftrag Gottes sagt noch nichts darüber aus, in welchem Umfang man die entsprechende 
Gnadengabe empfangen hat (predigen zu können). Sondern. ehorsm ist gefordert. »Gott befähigt den, 
den er beauftragt.« nicht umgekehrt.

-- es ist nicht »Jeder Christ ein Evangelist.« Jeder ist für den Zeugendienst berufen aber nicht 
jeder hat die Gabe des Evanelisten, auch nicht die bes. Gabe der persönlichen Evangelisation.

-- Philippus schloss dem Kämmerer auf, wie das Evangelium in Jesaja stand. Also: Dazu brauchte er 
tiefe Kenntnis des Wortes Gottes und dieser Stelle, nicht nur die vier goldenen Regeln.

-- Mt.28,19-20: Der Missionsbefehl ist ein Jüngerschaftsbefehl: nicht nur zur Bekehrung aufrufen, 
sondern danach muss die Lehre erfolgen (und die Taufe). Ein Neubekehrter ist ein geistliches Baby, 
das umsorgt werden muss!

-- Die Bedingung der Nachfolge ist, alles abzugeben: hat jemand ein Problem damit, seinen Besitz 
abzugeben (der reiche Jüngling), so ist die Antwort: gib alles ab. Die Weigerung des Jünglings rief 
beim HERRN Traurigkeit hervor, nicht ein Nachlaufen mit Verringerung der Bedingungen zur Nachfolge.

-- Ist die Taufe, wie hier die des Kämmerers, eine Sache, die auf persönlicher Ebene erläutert und 
gelehrt und entscheiden werden muss?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.9.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 8:1-Acts 8:25;">Apostelgeschichte 8:1-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Missionsbefehl Jesu gilt allen SEINEN Jüngern, nicht nur den Aposteln, denn hier sehen wir, wie 
auch andere Christen das Evangelium in Samaria verkündigen, nicht die Apostel (Apg.8,1). Frage: War 
der Empfang des Heiligen Gestes nach Handauflegung durch die Apostel daza da, dass die eigentliche 
Errettung immer noch zuerst vermittelst der Apostel geschah? Dazu vergleiche Petrus, dem der HERR 
dei »Schlüssel des Himmelreichs« gegeben hatte und der zuerst die Juden, dann hier die Samariter 
und schließlich die Heiden einließ (Apg.10).

Apg.6,21: Simon war nicht errettet, denn er glaubte zwar (für eine Zeit), zeigte aber durch sein 
Handeln seinen Unglauben und hatte nicht den Heiligen Geist, d.h. war noch nicht von Gott errettet. 

Apg.8,16: (Auslegung, die im Einzelnen noch überprüft werden muss; von Michael Link) Es hatte 
seinen Grund, dass der Heilige Geist noch auf keinen gefallen war, denn das Samaritertum war ein 
stark okkult geprägtes Judentum, die Aufnahme des Evangeliums war hier nicht rein. Apg.8,12-13: Die 
Samariter glaubten demvPhilippus, nicht »an Jesus«, wie die Schrift es sonst sagt. So wie sie 
vorher dem Simon geglaubt hatten. Ihre Buße wird nicht erwähnt. Aber: Wenn sie nicht wirklich 
gläubig gewesen wären, so hätten sie doch nicht wie hier den Heiligen Geist empfangen knnen, ohne 
einen weiteren Schritt zu tun?

Was Simon angeht, hatte Philippus anscheinend nicht ganz die Gabe der Geisterunterscheidung. Simon 
ist ein Beispiel dafür, dass die Taufe im Wasser niemanden errettet.

Der Bau von Gottes Reich ist letztlich Gottes Werk, wir als SEINE Diener müssen immer nur den 
nächsten Schritt tun, den ER uns aufträgt. Sow wie hier Philippus, der das Evangelium hier 
verkündigte, sich aber nicht dieses Werk zu seinem eigenen machte, sondern Gott gehorchte, ganz 
ohne eigene Größe und Ruhm in Samaria zu suchen (nachdem die Apostel nach Samaria gekommen waren, 
wird er nicht mehr erwähnt), und zu dem Kämmerer in die Wüste ging.


»Wer im Geringen treu ist, den wird ER über viel setzen.«: Gott erweitert unsere Aufgaben und gibt 
uns größere Gnadengaben, wenn wir IHM treu dienen. Kleine Dinge hat jeder zu tun, auch zu Hause und 
im Beruf (vgl. die Voraussetzung für Älteste, dem eigenen Haus gut vorzustehen; 1.Tim.3,4-5). Erst 
dann wird ihm Gott uns größere Gnadengaben geben, wenn wir uns in diesen Dingen treu erweisen.

Was sind unsere Aufgaben in der Gemeinde? Samuel sagte zu Saul: »Tue, was Dir vor die Füße kommt.« 
(1.Sam.10). Es ist auch Gottes Führung, wenn wir in SEINEM Reich tun, was einfach gerade dran ist.
»Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft;« (Pred.9,10): Es hat 
jeder eine unterschiedliche Kraft von Gott bekommen. So musste Mose auf Rat seines Schwiegervaters 
Jithro Oberste über 1000 einsetzen, die mit ihm Israel richten sollten.


Uns wird nicht berichtet, dass Simon Buße getan habe, wie die Apostel es ihm befahlen. Sondern er 
sagte: »Betet ihr für mich.« Er is ein schlechtes Beispiel für jemand, der um Fürbitte bittet; 
stattdessen hätte er selbst Buße tun müssen. Sein weiterer Weg ist gemäß der Überlieferung: er 
gründete eine gnostische Gemeinde, die sich in starken sexuellen Verirrungen verstrickte. Mit 
demselben Kriterium wie bei Simon kann man »christliche« Sekten testen: suchen sie eigene Ehre und 
Größe oder Gottes Ehre und Größe? Auch sich selbst sollte man prüfen: Bin ich aufrichtig vor Gott 
oder suche ich doch noch eigene Ehre mit meinem »Gottesdienst« (Apg.8,21)? Erst wenn wir dies 
gelernt haben, ganz demütig zu sein, zu wissen, dass wir nichts aus uns selbst sind und alle Ehre 
dem HERRN gebührt, so kann der HERR uns auch wieder vorne einsetzen, weil wir elernt haben, auch 
dann Gott die Ehre zu geben, wenn wir Ehre von Menschen bekommen. So wiesen Paulus und Barnabas den 
Beifall, der nicht Gott die Ehre gab, strikt zurück (Apg.14,12-15). Sehr wichtig ist in diesem 
Zusamenhang das Gebet der Gemeinde um Bewahrung der Brüder, die am Wort dienen, vor Stolz.


Stolz zu sein auf praktische Gaben (Musikinstrumente spielen können, den Computer zu beherrschen, 
...) ist falsch, denn auch diese kommen letztlich von Gott allein.

Wir fallen oft (1.Joh. ...) und lernen dadurch - deshalb sollten wir keine Angst hben vor dem 
nächsten Schritt, auch nicht davor, eine Aufgabe »vorne« zu übernehmen, wenn wir Demut gelernt 
haben. »Der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf«: Der Gerechte braucht sich vor seinem 
Fallen nicht zu fürchten, sondern kann in seinem Leben mit Gott so mutig sein, dass er dabei 
riskiert, zu fallen. So war es auch nach Jesu Willen, dass Petrus auf dem Wasser zu ihm gehen 
durfte.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.9.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 7:24-Matthew 7:26;">Matthäus 7:24-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Fels (Mt.7,24): das ist Christus (1.Kor.10,4). Jemand, der SEINE Worte tut, lebt nach SEINEM 
Willen, hat IHN als Basis und Fundament seines Lebens. Der Sand (Mt.7,26): das ist unsere 
fleischliche Gesinnung. Jemand, der SEINE Worte nicht tut, lebt nach seinem eigenen Willen, macht 
sich selbst zu Basis und Fundament seines Lebens.

Weiter steht hier: Gott will, dass wir alles, was wir von IHM hören, auch umsetzen, tun. Bibellesen 
und geistliche Erkenntnis ist nicht Selbstzweck, sondern Voraussetzung zum Tun! Wir dürfen nicht 
beim Hören stehenbleiben und uns an biblischer Wahrheit erfreuen, wir müssen es umsetzen. Ohne das 
Tun hat das Hören keinen Wert (Mt.7,26). Und wir können es - auch SEINER Kraft - tatsächlich tun. 
Wir müssen aufpassen, nicht lau zu werden (1.Kor.10,12) und Ungehorsam in unserem Leben zu dulden; 
stattdessen können wir suchen nach dem, wie wir Gottes Worte umsetzen können, und wenn wir die 
Möglichkeit dazu haben, dies auch tatsächlich zu tun, egal wie sehr es gegen unsere fleischliche 
Gesinnung geht.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 17:1-John 17:26;">Johannes 17:1-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mögliche Einteilung zu diesem Kapitel:
1. Einleitung Joh.17,1-6. Die Herrlichkeit von Vater und Sohn.
2. Der HERR bittet für die Christen, weil Christus die Welt verlassen wird (Joh.17,7-12)
3. Der HERR bittet für die Einheit der Christen, so wie Gott eins ist (Joh.17,13-26).

Die in Joh.17,2 angedeutete Prallelität beider Verse ist: 
»Vater, [...] verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrliche.« (Joh.17,1)
»Vater, Du hast deinen Sohn verherrlicht, indem du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, 
damit dein Sohn dich verherrliche, in dem er all denen ewiges Leben gibt, die du ihm gegeben hast.« 
(Joh.17,2 paraphrasiert).
Dieses Werk, all denen ewiges Leben zu geben, hatte der HERR Jesus nun vollendet (Joh.17,4.6.12); 
es bezog sich zumindest hauptsächlich auf seine Jünger (Joh.17,6.12). Und nun, nachdem ER dieses 
Werk vollendet hat, bittet ER SEINEN Vater darum, ihn zu verherrlichen, damit wieder ER SEINEN 
Vater verherrlicht (Joh.17,1.5). Es ergibt sich also ein stetiger Wechsel:

1. Der Vater hat seinen Sohn verherrlicht, indem ER IHM Vollmacht gegeben hat über alles Fleisch, 
damit ER all denen ewiges Leben gebe, die der Vater IHM gegeben hat (Joh.17,2).

2. Der Sohn hat SEINEN Vater verherrlicht, indem ER dieses Werk, das der Vater IHM gegeben hat, auf 
Erden vollendete (Joh.17,4).

3. Nun soll der Vater gemäß der Bitte Jesu SEINEN Sohn verherrlichen mit der Herrlichkeit, die 
Jesus beim Vater hatte (Joh.17,1.5).

4. Dann wiederum will Jesus SEINEN Vater verherrlichen (Joh.17,1).

Joh.17,23: Der Vater liebt uns so, wie ER auch SEINEN eingeborenen und heiligen, sündlosen Sohn 
liebt. Gottes Liebe ist ganz und gar unabhängig von der Liebenswürdigkeit des Geliebten: denn was 
sind wir gewesen und was dagegen ist Gottes Sohn? Hier zeigt sich auch, wie sehr wir als Söhne 
Gottes und damit als Brüder Christi gerechnet werden. Siehe auch Röm.8,23, wo gezeigt wird, dass 
unsere Stellung als Söhne Gottes noch nicht völlig offenbar ist. In Hebr.2,11-13 zeigt sich, dass 
wir ebenso Gottes Söhne sind wie Christus, dass Christus uns deshalb SEINE Brüder nennt, aber 
natürlich bleibt ER der Anführer unseres Heils (Hebr.2,10).

Joh.17,6: Wir, die wir jetzt Gottes Söhne heißen, waren von Anfang an, also noch bevor wir 
anerkannt haben, dass Gott unser Besitzer ist, d.h. vor unserer Bekehrung, Eigentum Gottes, des 
Vaters. Dieser hat uns SEINEM Sohn Jesus Christus gegeben. Jesus sagt von SEINEN Jüngern: »sie 
haben dein Wort bewahrt« (Joh.17,6). Wie gnädig ist doch der HERR, dass ER von uns sagt »ihr habt 
mein Wort bewahrt, ihr habt mein Wort gehalten«; trotz dass wir ebenso wie die Jünger oft nicht 
nach Gottes Willen gehandelt haben. ER hat uns völlig vergeben - wo wir gesündigt haben, das ist 
getilgt.

Welche Bitten stellt Jesus an SEINEN Vater in diesem Kapitel?
1. »Vater, verherrliche DEINEN Sohn.« (Joh.17,1-5)
2. Erfüllung der Chrisen mit Freude (Joh.17,13)
3. Bewahrung der Christen vor dem Bösen (Joh.17,15).
4. Er bittet für alle Christen, auch für die zukünftigen (Joh.17,20).
5. Heiligung der Christen durch das Wort (Joh.17,17).
6. Er bittet, dass die Christen bei Christus sein werden (Joh.17,24).
7. Die Liebe Gottes soll auch in den Christen sein (Joh.17,26).

Warum bittet der HERR nicht, dass wir aus der Welt herausgenommen werden?
-- weil wir IHM ähnlciher werden sollen (Eph.5,25-26; Joh.17,17)
-- weil Menschen durch uns zum Glaube an Christus kommen sollen (Joh.17,20-21; Phil.1,23-26).
-- weil wir einmal Lohn von Gott bekommen sollen

Christus setzt sich mit voller Kraft für uns ein, auch hier im Gebet.

Wir haben als Christen zwei große Aufgaben in dieser Welt: heilig für Gott zu leben, als die 
spätere Braut Christi; und Gott zu bezeugen, damit Menschen gläubig werden an Christus. Dies 
praktisch umsetzen im täglichen Leben!

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 10:14">Hebräer 10:14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Denn mit einem einzigen Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht.« 
(Hebr.10,14).

Geheiligt zu werden ist der Prozess, mit dem der HERR Jesus nach unserer Errettung unser Leben ganz 
und gar reinigt: »[...] gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie 
hingegeben hat, auf daß er sie heilige, nachdem er sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort;  
damit er sich selbst die Gemeinde herrlich darstelle, so daß sie weder Flecken noch Runzel noch 
etwas ähnliches habe, sondern heilig sei und tadellos.« (Eph.5,25-27)

Also sind wir bei unserer Errettung noch nicht heilig und tadellos; wie kann dann aber ganau das in 
Hebr.10,14 stehen, dass wir vollkommen sind, trotz dass wir noch geheiligt werden?

Wir sind in Christus vollkommen, durch SEINE Heiligkeit, weil ER unsere Schuld auf sich genommen 
hat. Allein darum »[...] gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind.« 
(Röm.8,1), trotz dass es noch Sünde im Leben eines Gläubigen gibt (Röm.7,19.24-25) und Gott keine 
Gemeinschaft mit Sündern haben kann: der Vater sieht uns in Christus, so vollkommen wie SEINEN 
Sohn, weil Chrisus unsere Schuld bezahlt hat und unser Richter so völlig zufriedengestellt wurde.

Christus ist es, der uns vollkommen gemacht hat, indem ER sich als Opfer für uns gegeben ht, als 
wir noch Sünder waren (Hebr.10,14). IHM gebührt dafür allezeit unser Dank.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 10:26-Hebrews 10:31;">Hebräer 10:26-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Sünde gegen den Heiligen Geist, »mutwillig sündigen« und die »Sünde zum Tode«


1.Joh.5,16-17 sagt, dass wir bitten dürfen für die, die nicht zum Tode sündigen. Für Tod steht 
Strong 2288.

Jak.5,19-20 sagt, dass der, der eine einen abirrenden Glaubensbruder wieder auf den rechten Weg 
bringt, eine Seele vom Tode bewahrt hat. Für Tod steht wiedr String 2288.

Ja.1,15 sagt, dass die Sünde, wenn sie vollendet ist, zum Tode führt. Für Tod steht wieder Strong 
2288.

Auch in Röm.6,21.23 wird der Tod, das Ergebnis der Sünde, mit Strong 2288 ausgedrückt und 
kontrastiert mit dem ewigen Leben. Danach bezieht sich Strong 2288 also nicht zwingend nur auf den 
natürlichen Tod, sondern kann darüber hinaus auch den ewigen Tod meinen.

Der ewige Tod in der Hölle, in der Gottesferne, wird in der Offenbarung der »andere« oder »zweite« 
Tod genannt (Offb.2,11;20,6.14;21,8). Und auch hier ist »Tod« im Griechischen String 2288.

Aufgrund dieser Verwendung von »Tod« (Stron 2288) kann also nicht begründet werden, Jak.1,15 »die 
Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert sie den Tod« meine nur den natürlichen Tod in dem 
Sinne, dass Gott einen Gläubigen, der in der Sübde verharrt, in den Himmel holt, damit das Zeugnis 
des Christentums auf der Erde nicht noch mehr verlästert werde.

Jak.5,19-20 kann also durchaus so verstanden werden, dass Gläubige Sünde begehen können, die zum 
ewigen Tod führt. Was ist das für eine Sünde, die ihnen nicht vergeben wird?

In Mk.3,28-30 sagt Jesus, dass es nur eine einzige Sünde gibt, die nicht vergeben wird, das ist die 
Lästerung gegen den Heiligen Geist. Nach Mk.3,30 bezieht sich dies auf Lästerworte, die die 
Pharisäer gegen den Heiligen Geist geredet hatten.

Der Schreiber des Hebräerbriefes bestätigt, dass auch Gläubige gegen den Heiligen Geist lästern 
können, und dass es dafür keine Vergebung gibt. Er identifiziert dies als »mutwillig sündigen« 
(Hebr.10,26), d.h. im Gegensatz zu der Sünde, die man tut, obwohl man sie nicht tun will, die das 
Fleisch in einem wirkt (Röm.7,18-25;8,1).
»Wenn jemand das Gesetz Moses mißachtet, muß er ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder 
drei Zeugen hin sterben, wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr, wird derjenige schuldig erachtet 
werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt 
wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?« (Hebr.10,28-29).

Was nun? Wenn Gläubige durch bewusste Abkehr vom Glauben, die sich in mutwilliger Sünde zeigt, 
Sünde zum Tode begehen, was ist dann mit der Lehre, dass ein Gläubiger nie mehr verloren gehen kann?

Es gibt keine Verdammnis mehr für die, die in Christus Jesus sind (Röm.8,1), auch wenn sie noch 
gegen ihren Willen sündigen (Röm.7,19.23.25). Denn dass wir selbst nicht sündigen wollen, zeigt, 
dass wir vom Heiligen Geist geleitet werden, dass wir also in Christus sind (Röm.8,5) und nicht 
nach dem Fleisch leben, d.h. nicht mit Willen und Lust in der Sünde beharren (Röm.8,8-9.12-14). Das 
heißt für Jesu Lehre über das Bleiben in IHM: auch wer noch nicht perfekt ist, wer noch gegen 
seinen eigenen Willen sündigt, bleibt in IHM (vgl. Joh.15,2), denn der Heilige Geist leitet ihn und 
wird Fruchht in ihm wirken (die Frucht des Geistes); wer nicht vom Heiligen Geist geleitet wird, 
wird auch keine Frucht (des Geistes) bringen, er kommt ins ewige Gericht (Joh.15,6). Die 
Aufforderung Christi, in IHM zu bleiben, zeigt auch, dass das Gegenteil möglich ist: nämlich durch 
die Sünde zum Tode, die auch ein Christ begehen kann und die eine bewusste Abkehr vom Heil ist, die 
Lästerung des Geistes, durch mutwilliges und unbußfertiges Sündigen.

Wie stimmt diese Lehre überein mit Hes.16, wo der HERR solch riesige und mit vollem Willen und 
Wissen, also vorsätzlich begangene Schuld, vergeben will und zusätzlich sogar noch verheißt, einen 
ewigen Bund aufzurichten, in dem wir uns jetzt, durch das Opfer Christi, befinden?

Und wie stimmt diese Lehre mit 1.Kor.5,1-5 überein, wo jemand anscheinend mutwillig sündigte (er 
ist unbußfertig (1.Kor.5,1-2)), also die Sünde zum Tode begangen hat (bestätigt dadurch, dass er 
die Errettung seines Geistes nötig hat (1.Kor.5,5))? Kann jemand, der zum Tode gesündigt hat, sich 
also durch vorsätzliche Sünde von der Gnade abgewandt hat, doch noch errettet werden durch dieses 
»Überliefern dem Satan«? Vergibt Gott, wenn jemand aufrichtig Buße über einer Sünde tut, die er 
einmal vorsätzlich begangen hat?

Vgl. auch Jak.2,19-20.24: wer davon überzeugt ist, dass Gott existiert, aber nicht entsprechend 
lebt, d.h. nicht tut, was Gott sagt, wer z.B. vorsätzlich in der Sünde beharrt, ist nicht errettet. 
Ebenso ist der, der Gottes Wort hört, aber nicht tut, also wer z.B. weiterhin willentlich in Sünde 
lebt, im offenen Ungehorsam gegen Gottes Gebote, nicht errettet (Lk.6,49).

Judas ist jemand, der die Sünde zum Tode beging, nachdem er Jesus als den Christus erkannt hatte. 
Von allen anderen sagt Christus, dass ER sie bewahrt hat und dafür sorgt, dass keiner verloren geht 
(Joh.17,12). Es ist nicht unsere Leistung, dass wir in IHM bleiben!

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 10:24-Hebrews 10:25;">Hebräer 10:24-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das gegenseitige Achtgeben aufeinander, ausgedrückt im Anspornen zur Liebe und zu guten Werken, zu 
dem uns der Schreiber des Hebräerbriees auffordert, geschieht, indem wir einander ermahnen, statt 
unsere eigene Versammlung nicht verlassen. Also: Aus einer Gemeinde auszutreten, weil sie Mangel 
hat (z.B. einen Mangel an Liebe und guten Werken, weil hier Ansporn dazu nötig ist), ist nicht nach 
Gottes Willen. Eine Gemeinde zu verlassen (d.h. auch: im Stich lassen), weil es einem dort nicht 
mehr gefällt, ist Selbstliebe; stattdessen will Gott, dass wir einander ermahnen, da wo es nötig 
ist, z.B. auch da, wo wir biblisch beründet Schwächen und Fehler in unserer Gemeinde sehen. Diese 
Aufforderung ist nicht optinonal, sondern sie gilt jedem!

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 12:22-I Corinthians 12:25;">1. Korinther 12:22-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus verwendet unser Verhalten gegenüber unserem Körper als Bild darauf, wie Christus die 
Gemeinde, SEINEN Leib, zusammengefügt hat: wir geben den wenniger ehrbaren Gliedern mehr Ehre, die 
formlosen / weniger reizvollen / weniger eleganten (nach Strong 809) Glieder schmücken wir mehr. 
Was heißt das ganz praktisch: Dass solches Verhalten gegenüber unserem Körper biblisch OK ist, also 
im Einklang steht z.B. mit dem Gebot, dass sich Frauen durch gute Werke statt durch äußerlichen 
Schmuck schmücken sollen?

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 18:1-John 18:40;">Johannes 18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Fragen an diesen Text:

Wodurch unterschied sich der Verrat des Judas von der Verleugnung durch Petrus, so dass Judas 
verloren ging? Lag es nur daran, dass Judas keine Buße tat, oder lag es an mehr?

Warum wichen die, die Jesus gefangen nehemn wollte, zurück, als ER sich ihnen zu erkennen gab 
(Joh.18,6)?

Warum ist die Aufforderung Jesu, nur IHN und nciht auch seine 11 Jünger gefangenzunehmen, Erfüllung 
der Prophetie, dass Jesus keinen von denen verloren hat, die der Vater IHM anvertraut hat 
(Lk.18,9)?

Ein Paralleltext zu Joh.18 ist 2.Sam.15,19-23: auch David ging über den Bach Kidron, und er war 
auch von vielen eigenen Leuten verlassen, verraten von seinem Sohn. Damit ist er Vorbild für den 
HERRN Jesus in diesem Kapitel. So wie jedoch etliche mit David über den Kidron gingen und ihm treu 
blieben, blieben die Jünger dem HERRN treu, jedoch nicht bis zum Ende.

Joh.18,4-8: Jesus war hier immer noch HERR, er lässt sein Leben für uns. Er wurde nicht wie ein 
anderer Mensch gewaltsam hingerichtet, sondern starb freiwillig für uns.

Joh.18,4-5: Judas kannte den gewöhnlichen Aufenthaltsort Jesu (Joh.18,2), die anderen kannten noch 
nicht einmal Jesu Aussehen, weil sie umfielen, als Jesus sich zu erkennen gab.

Hätte der Knecht des Hohenpriesters gewusst, wen er schlägt: seinen eigenen Gott! Auch Paulus wurde 
geschlagen: Apg.23,1-6.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 10:1">Lukas 10:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesus hatte vorausgeplant, in welche Orte er kommen wollte. Organisation und Planung in einem 
Missionsdienst hat also ihr Vorbild in unserem HERRN, ist grundsätzlich nicht vekehrt.

Der HERR hatte die 12 Jünger ausgesandt, um das reich Gottes zu predigen und zu heilen (Lk.9,1-2), 
jetzt hatte er nochmals 70 Jünger ausgesandt (Lk.10,1). Warum tat der HERR dies? ER ist doch 
allmächtig, also war der vorbereitende Dienst der Jünger überhaupt keine Voraussetzung für Jesu 
Dienst in diesen Orten. Warum handelt Gott durch Menschen als SEINE Zeugen, wie auch schon im Alten 
Testament durch die Propheten? Menschlich gesehen erscheint der Einsatz von Menschen im Vergleich 
zur Allmacht Gottes ineffizient, unverständlich, wie Spielerei.

Ansatz: Gott liebt uns; dass wir SEINE Zeugen sein sollen, ist also auch Ausdruck seiner Liebe zu 
uns, denn wir lernen dadurch viel und werden froh (Lk.10,17-20).

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 19:1-John 19:42;">Johannes 19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Beobachtungen: 

Fragen an diesen Text:

Warum ließ Pilatus den HERRN Jesus geißeln?

Pilatus hatte von Jesus gesagt: »Ich finde keine Schuld an ihm!« (Joh.18,38). Zum einen war die 
Geißelung durch Pilatus als einem heidnischen Richter die Erfüllung von Jesu eigener Prophetie über 
seinen Prozess und Tod (Mt.20,19; Mk.10,34; Lk.18,33). Pilatus ließ Jesus kreuzigen, weil er das 
Volk befriedigen wollte, ihm seinen Willen tun wollte (Mk.15,15) - in diesem Zusammenhang wird auch 
die Geißelung Jesu erwähnt. Also wollte Pilatus vermutlich zuerst das Volk damit zufriedenstellen, 
dass er Jesus nur geißeln ließ, statt ihn zu töten; bestätigt wird dies hier in Joh.19,1-6, wo 
Pilatus nach der Geißelug Jesu nochmals versucht, ihn loszugeben. Dieser Sachverhalt wurde von 
Markus mit in Mk.15,15 zusammengefasst. Weiter bestätigt wird diese Begründung durch Lk.23,20-24, 
wo Pilatus versucht, Jesus freizugeben, und zur Befriedigung der Juden das einlenkende Versprchen 
macht, Jesus aber zu züchtigen, bevor er ihn freigibt (Lk.23,22); dasselbe hatte er schon einmal 
gesagt (Lk.23,16).

Warum fürchtete sich Pilatus »noch mehr«, als er hörte, dass die Juden Christus anklagten, sich 
selbst zu Gottes Sohn gemacht zu haben (Joh.19,7)?

Pilatus könnte befürchet haben, dass die religiösen Motive der Juden hinter diesem Prozess, von 
denen er jetzt erfuhr, sie zu einem Aufruhr veranlassen könnten, wenn er nicht einlenkt. Vielleicht 
drückt Mt.27,24 diese Besorgnis des Pilatus aus? Dem widerspricht, dass Pilatus danach erst recht 
versuchte, Jesus freizugeben (Joh.19,12). Daraus folgt: Pilatus hielt es für möglich, dass Jesu 
Anspruch, Gottes Sohn zu sein, wahr wäre; deshalb fürchtete er sich, als er das hörte (Joh.19,8). 
Bestätigt wird dies durch Pilatus' weiteres Verhalten, nämlich dass er zu Jesus ging und ihn fragte 
»Woher bist du?« (Joh.19,9), und dass er erst recht versuchte, ihn freizugeben (Joh.19,12), nachdem 
er auf Umwegen von Jesus erfahren hatte, dass er von Gott komme (Joh.19,11). Ähnliches hatte Jesus 
schon vorher Pilatus bezeugt (Joh.18,37). Pilatus ahnte also mindestens, dass Jesus Gottes Sohn 
ist, und trotzdem ließ er ihn kreuzigen! Weil er nämlich mehr auf seine Stellung in der Welt 
achtete (die Gunst vor dem Kaiser zu erhalten, was ihn letztlich dazu brachte, Christus zu 
verurteilen (Joh.19,12)) als auf seine Stellung vor Gott (er hatte Jesu erstes Selbstbekenntnis als 
Messias lapidar mit einer rethorischen Frage »Was ist Wahrheit?« übergangen (Joh.18,37-38)).


Die Soldaten legten Jesus ein Purpurkleid um, um ihn als »König der Juden« zu verspotten 
(Joh.19,2.5). Das heißt doch, dass Jesus sonst kein Purpurkleid trug, trotz dass er ein König ist, 
sogar der König aller Könige, unser Gott. Gott hat auf dieser Welt keinen Prunk getragen, sich 
nicht mit weltlicher Würde und Ehre bekleidet, denn SEIN Reich ist nicht von dieser Welt 
(Joh.18,36). Das ist Vorbild für uns, die wir zum Reich Gottes gehören und nicht mehr von der Welt 
sind, ebenfalls uns nicht mit weltlichem Ruhm und Schmuck zu umegeben, sondern schlicht zu sein wie 
unser HERR Jesus Christus.

Wie begründet Jesus, dass Judas größere Schuld hat als Pilatus (Joh.19,11)?

Welche Bedeutung hat es, dass Christus in der Mitte der beiden Verbrecher gekreuzigt wurde 
(Joh.19,18)?

Wie ist es zu erklären, dass die Juden Jesus vor Pilatus brachten, weil sie nach dem Gesetz der 
römischen Besatzer niemand töten durften (Joh.18,31), dass sie aber nur wenig später Stephanus 
selbst steinigten (Apg.7,59)?


Was war an Jesu Tod anders als am Tod der beiden mit ihm gekreuzigten Verbrecher? Wovor graute dem 
HERRN Jesus im Garten Gethsemane?

Die einzige Klage, die der HERR aussprach, war »Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich 
verlassen?« - also war dies für den HERRN Jesus die schlimmste Not. 

Matthew 26:38
Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tiefbetrübt bis zum Tod! Bleibet hier und wachet mit mir!

Mark 14:34
Und er sprach zu ihnen: Meine Seele ist zutode betrübt; bleibet hier und wachet!

Matthew 26:39
Und er ging ein wenig vorwärts, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es 
möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!

Mt.20,22-23
22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, um was ihr bittet! Könnt ihr den Kelch 
trinken, den ich trinke? Sie sprechen zu ihm: Wir können es! 
23 Und er spricht zu ihnen: Ihr werdet zwar meinen Kelch trinken; aber das Sitzen zu meiner Rechten 
und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu; sondern es wird denen zuteil, welchen es von 
meinem Vater bereitet ist.

Jer.25,15-38

Die List der Juden (Joh.12,43)

Jesus hat sein Leben hergegeben, es wurde ihm nicht genommen (Joh.10,18)

Der HERR Jesus hatte Temperatment, war nicht mutlos (Joh.2,13ff.)

Jesus kümmerte sich in seiner schwersten Stunde um seine Mutter (Joh.19,25-27)

Sie haben Jesu Seite durchbohrt, ohne Grund, aber so die Prophetie erfüllt (1.Joh.5,6-8)

Was kann uns der Spott der Juden in Mk.15,31 lehren?

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 10:6-Romans 10:10;">Römer 10:6-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dass Jesus der Retter von unserer Schuld ist und von den Toten auferstanden ist, und das wir durch 
den Glauben daran gerettet werden, ist eine bloße Lehre - wir sehen ihre Richtigkeit nicht. Unser 
Glaube ist gefordert, und ohne den Glauben daran werden wir einst ohne Entschuldigung und ohne 
Rettung verloren sein. Der Glaube sucht nicht die Bestätigung im Sichtbaren, denn er ist »ein 
Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.« (Hebr.11,1). 
Deshalb warnt uns der Glaube davor, nur an einen sichtbaren Christus glauben zu wollen (Röm.10,6-7) 
- Glaube braucht keine Bestätigung im Sichtbaren!

Was setzt der Glaube denn dann voraus, wenn nicht die Sichtbarkeit des Geglaubten? Das zentrale 
Selbstzeugnis der Gerechtigkeit aus Glauben ist in Röm.10,8 sinngemäß: »Lass das Dir gepredigte 
Wort des Glaubens Dir nahe sein, sowohl in Deinem Munde und in Deinem Herzen. Das heißt: nimm es 
an, glaube, dann wirst Du gerettet«. Bereits hier in Röm.10,8 zeigt sich, dass man das Wort des 
Glaubens mit dem Herzen und mit dem Mund glauben muss; was das bedeutet, wird in den nächsten 
Versen dargelegt: »Denn wenn du mit deinem Munde Jesus als den Herrn bekennst [das Wort in seinem 
Munde sein lassen, »mit dem Munde glauben«; Röm.10,9, Anm.] und in deinem Herzen glaubst [das Wort 
in seinem Herzen sein lassen, »mit dem Herzen glauben«; Röm.10,9, Anm.], daß Gott ihn von den Toten 
auferweckt hat, so wirst du gerettet; denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht, und mit dem Munde 
bekennt man, um gerettet zu werden;« (Röm.10,9-10).

Jesus als den HERRN bekennen (Röm.10,9) heißt, in als Gott im eigenen Leben anzuerkennen, denn HERR 
(griech. »kyrios«) wird in der LXX, der griech. Übersetzung des Alten Testaments, für »Gott« 
verwendet und bedeutete für einen Heiden, Jesus und nicht dem Kaiser die absolute Herrschaft im 
eigenen Leben zu geben. Vgl. 1.Kor.12,3: nur im Heiligen Geist kann man Jesus als Christus 
anerkennen.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 10:9-Romans 10:14;">Römer 10:9-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was ist der Unterschied zwischen dem Gerechtwerden durch Glauben und dem Seligwerden durch 
Bekennen? Beides wird voneinander unterschieden und der Glaube wird eine Voraussetzung zum Bekennen 
genannt (Röm.10,13-14). »Den Namen des HERRN anrufen« (Röm.10,13) und »mit dem Munde bekennen, dass 
Jesus der HERR ist« (Röm.10,9) müssen dasselbe sein, denn auf beides folgt die Seligkeit.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 3:1-I Corinthians 3:4;">1. Korinther 3:1-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Vgl. diesen Kommentar zu 1.Korinther 3,12-15.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 3:5-I Corinthians 3:15;">1. Korinther 3:5-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die beiden Bilder, die Paulus von der Arbeit eines Christen in Gottes Reich gebraucht, nämlich 
Ackerbau (1.Kor.3,6-8) und Hausbau (1.Kor.3,10-15), verknüpft er in 1.Kor.3,9: »Ihr aber seid 
Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.« Deshalb müssen auch die jeweils von Paulus verrichteten Arbeiten 
(nämlich zu pflanzen (1.Kor.3,6) bzw. den Grund zu legen (1.Kor.3,10)) dasselbe meinen, nämlich die 
Mission unter Heiden, die geistliche Zeugung (1.Kor.4,15).

»Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen« (1.Kor.3,6) lässt vermuten, dass Apollos nach Paulus 
unter den Korinthern arbeitete, wie es die Apostelgeschichte denn auch bestätigt (Apg.18,1.8; 
19,1). Das »Gedeihen« (1.Kor.3,6) ist ein Bild für das Wachsen im Glauben; es ist Gottes Werk, 
beinhaltete aber das »Pflanzen« durch Paulus (1.Kor.3,6; gemeint ist die Bekehrung der (ersten) 
Korinther (1.Kor.3,10; 4,15; Apg.18,8)) als auch das »Begießen« durch Apollos (1.Kor.3,6; gemeint 
ist die weitere Auferbauung im Glauben (Apg.19,1)).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.11.2001; 9.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 3:12-I Corinthians 3:15;">1. Korinther 3:12-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Bibel lehrt hier nebenbei, dass die Gemeinde bis zu ihrer völligen Reinigung und Läuterung am 
letzten Tag, bei der alle falschen Lehren und alles hinzugefügte Menschenwerk verbrennen wird, noch 
behaftet sein wird mit menschlichen Fehlern, Schwächen und Irrlehren. Das wird bestätigt durch die 
Art, wie Paulus die Korinther hier anspricht: als nicht geistliche, sondern fleischliche Menschen, 
als Unmündige in Christus (1.Kor.3,1), weil nämlich noch Eifersucht und Zank unter ihnen war 
(1.Kor.3,3). Er sagt nicht, dass sie aufgrund dieses fleischlichen Verhaltens keine Christen seien, 
sondern er bezeichnet sie als unmündige Christen, als geistlich noch nicht erwachsene Christen - es 
ist also ohne weiteres möglich, dass jemand errettet ist, aber in vielen Dingen noch fleischlich 
lebt!

Ganz heilig wird die Gemeinde erst im Himmel sein, nicht vorher. Dann aber wird sie es sein, dann 
wird die Heiligung, die Christus an SEINER Gemeinde tut, vollendet sein (Eph.5,26-27).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 6:5-Matthew 6:6;">Matthäus 6:5-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott gibt auch Lohn für Gebet, aber nur einmal: entweder die Ehre vor Menschen, wenn wir danach 
suchen, oder Lohn im Himmel.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 5:5">Johannes 5:5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Frucht ist die automatische Folge eines Lebens mit Christus; Arbeit im Reich Gottes ist also in 
erster Linie keine Aktivität, sondern die Auswirkung dessen, »in Christus zu sein«.

Was ist die Frucht im Leben eines Christen? Frucht ist immer etwas für den Weingärtner - in unserem 
Leben also alles, was in unserem Leben für Gott geschieht, was Gott erfreut und IHM Gewinn bringt. 
Es ist nicht beschränkt auf Evangelisation oder die Frucht des Geistes.

Frucht in unserem Leben ist, den HERRN Jesus darzustellen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 22:36-Matthew 22:40;">Matthäus 22:36-40</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Unsere Kraft, mit der wir Gott lieben sollen, steht an letzter Stelle: nicht unsere Anstrengungen 
und Gedanken sollen an erster Stelle stehen, sondern unsere Liebe zu Gott mit unserem Herzen und 
unserer Seele. Gott will zuerst die Beziehung zu uns, das einfache Resultat davon werden die 
Handlungen sein.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 20:1-John 20:31;">Johannes 20:1-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Joh.20,1-10: Das leere Grab
Joh.20,10-18: Jesus erscheint Maria Magdalene
Joh.20,30-31: Der Zweck des Johannesevangeliums

Betrachtung von Personen und ihrem Verhalten

<ul>
  <li><b>Thomas.</b> Ein »nüchterner Wirklichkeitsmensch, der richtig erkennen will, um richtig zu 
    handeln«. Er stellt viele grübelnde Fragen.</li>
  <li><b>Unser HERR Jesus.</b></li>
  <li><b>Maria Magdalena.</b> Sie »hängt am irdischen Jesus«, ohne zu glauben, dass ER auferstanden 
    ist. Ihr Verhalten, früh etwas für den HERRN tun zu wollen, ist vorbildlich.</li>
  <li><b>Die anderen Jünger.</b></li>
</ul>

Warum erschien der HERR zuerst den Frauen? Weil sie ihn zuerst suchten?

Warum sagt Jesus in Joh.20,17, dass Maria Magdalene ihn »nicht anrühren soll«? Will er damit 
erklären, dass seine irdische Person nicht wichtig ist, dass Maria sich nicht daran klammern soll? 
(Begründung?)

Welche Gründe haben wir, an die Historizität der Auferstehung Jesu zu glauben? Man kann die 
Entscheidung für den Glauben an Jesus oder den Unglauben mit der Position eines Richters 
vergleichen, der verschiedene Positionen und Indizien vorgestellt bekommt und entscheiden muss. 
Nach Prüfung aller Indizien ist es die überaus wahrscheinlichste Möglichkeit, dass Jesus 
auferstanden ist (Indizienbeweis). Jedoch ist hier immer noch Glaube gefordert, denn ein 
geisteswissenschaftlicher Beweis kann sich nur mit Wahrscheinlichkeiten beschäftigen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 20:19-John 20:31;">Johannes 20:19-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Warum betont der HERR dreimal, »Friede sei mit euch«? Weil die Jünger keinen Frieden hatten. Diese 
Formel mag der gewöhnliche Gruß »Shalom« gewesen sein, aber Jesus meint dies wörtlich, wie die 
mehrmalige Wiederhlung zeigt.

Ps.34,19: »Der Gerechte muß viel leiden; aber der HERR rettet ihn aus dem allem.« Gott kann uns in 
allem Leid Freude geben. Die Bibel sagt nicht, dass ein Gläubiger keine Probleme haben wird, 
sondern dass er viel leiden werden muss! Wir können in all diesem Leid Freude haben, denn die Bibel 
fordert uns dazu auf »Freuet euch allezeit«.

In der Art, wie Gott SEINEN Sohn in diese Welt sandte, sandte Jesus die Apostel; d.h. wir haben 
ebenfalls kein Anrecht auf ein Haus (Mt.8,20), haben ebenfalls Verfolgung zu erwarten.

Joh.20,21: Jesus sprach in den meisten Fällen nicht zu den Aposteln, sondern zu den Jüngern 
allgemein. Deshalb ist dieser Missionsbefehl zuerst allen Jüngern Jesu gesagt.

Zu Zweifeln: vgl. Ps.10, ein Paslm, der von jemandem berichtet, der in Gefahr war, eine zweifelnde 
Position gottloser Mitmenschen zu übernehmen. Der HERR ging auf Thomas' Zweifel ein: er bot ihm 
genau das an, was er als Bedingung seines Glabens gefordert hatte.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 4:35-John 4:38;">Johannes 4:35-38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Joh.4,35-38: Gott ist nicht der Sämann, sondern der HERR der Ernte (Lk.10,2); bestätigt wird dies 
dadurch, dass hier von mehreren gesprochen wird, die das gesät und an dem gearbeitet haben, was wir 
ernten dürfen (Joh.4,37-38). Wer sind diese Leute? Meint Jesus z.B. Johannes den Täufer damit? 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 21:1-John 21:14;">Johannes 21:1-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Johannes schreibt, dass dies das drittemal ist, dass Jesus sich SEINEN 11 Jüngern nach SEINER 
Auferstehung offenbarte (Joh.21,14).
-- Das erstemal hatte Jesus sich SEINEN Jüngern am Tag seiner Auferstehung offenbart 
(Joh.20,19-24), das war der erste Tag der Woche (Joh.19,24).
-- Das zweitemal hatte sich Jesus SEINEN Jüngern acht Tage darauf (Joh.20,26) offenbart 
(Joh.20,26-29).
-- Das dritte Mal offenbarte ER sich hier SEINEN Jüngern (Joh.21,1-14). Wie lange nach der zweiten 
Offenbarung war dies? Immerhin so lange, dass die Jünger in dieser Zeit wieder von Jerusalem zum 
See von Tiberias (Joh.21,1) gereist waren. Die Gesmatzeit zwischen Auferstehung und Himmelfahrt 
beträgt 40 Tage (Apg.1,3).

Der Fischzug der Jünger kann als der Versuch angesehen werden, ihrem Leben selbst wieder einen Sinn 
zu geben, nachdem ihre Erwartungen enttäuscht worden waren, mit Jesus hier auf der Erde zu regieren 
und sie den HERRN nach SEINER zweiten Offenbarung nach der Auferstehung nicht mehr gesehen hatten.

Joh.21,4-6: Die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war, der am Ufer stand (Joh.21,4), der sie 
fragte, ob sie etwas zu Essen hätten (Joh.21,5) und der ihnen gebot, ihre Netze auf der rechten 
Seite auszuwerfen (Joh.21,6) - erst nachdem sie den großen Fang gemacht hatten, erkannten sie, dass 
es Jesus war. Also folgten sie (subjektiv aus ihrer Sicht) der Aufforderung eines ihnen ganz und 
gar fremden Menschen, die Netze tagsüber rechts statt links auszuwerfen - das war nach ihrem Wissen 
als Fischer zu urteilen völlig bekloppt, und ist keinesfalls ein Zeichen von großem Glauben an 
Christus, denn sie wussten ja nicht, dass Christus ihnen dies geboten hatte.

Es ist also zu vermuten, dass sie nach dieser völlig erfolglosen Nacht bereit waren, jeden noch so 
bekloppten Ratschlag von jedem beliebigen Menschen anzunehmen, um Fische zu fangen, denn sie waren 
völlig verzweifelt.

Aus dieser Begebenheit kann man nicht ableiten, der HERR wolle, dass wir auf jeden bekloppten 
Ratschlag von fremden Menschen eingehen, sondern der HERR wusste einfach, dass SEINE Jünger darauf 
eingehen würden und nutzte das, um sich ihnen zu offenbaren (Joh.21,1). Er hatte sich den 
Emmaus-Jüngern ja auch nicht durch ein »Ich bins, Jesus« offenbart, und ebenso gestaltete ER auch 
diese Offenbarung lehrreich und eindrücklich für die Jünger.

Was sollten die Jünger aus dieser Offenbarung des HERRN lernen, d.h. auch, was sollen wir aus 
dieser Offenbarung des HERRN lernen?

-- auf allem, das wir ohne Christus beginnen, liegt nicht Gottes Segen.

-- unser HERR geht stets geduldig und liebevoll mit uns um. So lehrte er die Jünger hier wiederum 
etwas, das sie schon vor drei Jahren hätten lernen sollen, als Christus sie aus ihrem Beruf heraus 
zu Menschenfischern berief (Mt.1,16-19). Das heißt: Unser Gott beginnt mit uns immer da, wo wir 
geistlich stehen, er »holt uns immer da ab, wo wir stehen«.


Diese Begebenheit zeigt Petrus' Temperament: Er ist derjenige, der den Fischzug initiiert 
(Joh.21,3); er ist derjenige, der am eifrigsten ist, zum HERRN zu kommen, so dass er ins Meer 
springt (Joh.21,7); er ist derhenige, der Jesu Aufforderung nachkommt, von den gefangenen Fischen 
herzubringen, und dabei allein das Netz an Land holt, das die anderen Jünger nicht hatten einholen 
können (Joh.21,6.12).
Die anderen Jünger hatten nicht solches Temperament (sie kamen im Schiff nach; Joh.21,8), das aber 
hat keinen Einfluss auf den Wert ihres Gottesdienstes, wenn er nur zu Gottes Ehre geschieht 
(1.Kor.4,2). Auch ihren Dienst konnte Jesus gebrauchen: er ließ sie holen von den Fischen, die sie 
an Land gebracht hatten (Joh.21,10) und Johnnes, der stets nahe bei Jesus gewesen war und IHM von 
den Jüngern in SEINEM Leiden am nächsten gewesen war, war derjenige, der Jesus zuerst erkannte 
(Joh.21,7). War er deswegen der Jünger, »welchen Jesus [in besonderem Maße] lieb hatte« (Joh.21,7), 
weil er stets diese Nähe zu Jesus gesucht hatte?

Also: Der HERR will von unserem Dienst für IHN nur, das  wir IHM treu sind, er sucht nicht zuerst 
nach Temperament oder Initiative oder Engagement, sondern nur nach Treue; ein IHM wohlgefälliger 
Gottesdienst wird daraus folgen.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 16:9">Lukas 16:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn er euch ausgeht, sie euch aufnehmen 
in die ewigen Hütten.« (Lk.16,9) könnte entsrechend dem Gleichnis von dem reichen Mann und dem 
armen Lazarus so ausgelegt werden, dass der reiche Mann sein Geld nach Gottes Willen hätte 
verwenden sollen, um Arme zu speisen und sich zu Freunden zu machen (statt der Art, wie sein 
Handeln in Lk.16,25 beschrieben wird), so dass ihn dann Gott auch in den Himmel aufgenommen hätte. 
Damit würde die primäre Auslegung auf die Werkgerechtigkeit im Alten Testament bezogen, die vor der 
Auferstehung Jesu galt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.11.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 21:15-John 21:25;">Johannes 21: 15-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die drei Fragen Jesu an Petrus sind nicht völlig identisch, sondern: zuerst fragt er, ob Petrus ihn 
mehr liebe als die anderen Jünger ihn lieben, dann etwas schwächer »Liebst Du mich?« und dann 
wieder schwächer »Hast Du mich lieb?«. Bei der ersten Frage gebraucht er dabei Petrus eigene Worte, 
die er vor dem Tod des HERRN und vor der Verleugnung gebrauchte: dass er sich nicht an IHM ärgern 
werde, auch wenn alle anderen dies tun.

Im Gegenzug werden die Antworten des Petrus gewisser, er besteht aber nur darauf, IHN lieb zu haben 
(schwache Formulierung) und nicht vielleicht »IHN mehr zu lieben als die anderen Jünger«. Petrus 
hatte durch sein Fallen in der Verleugnung gelernt, sich selbst nicht zu hoch einzuschätzen.

V. 21-22: Die Frage des Petrus muss sich entsprechend der Antwort des HERRN auf die Art des Todes 
beziehen, die Petrus gerade vorher vom HERRN verheißen bekommen hatte. Er fragt hier also: Wenn ich 
so sterben muss, was ist dann mit dem? Soll der nicht auch so sterben? Der HERR aber sagt: Das geht 
Dich nichts an; mein Wille bzgl. dem Tod des Johannes ist souverän.

Frage: Die Auszeichnung des Johannes als »der Jünger, den Jesus liebte«: bedeutet das unbedingt, 
dass der HERR Johannes mehr liebte als die anderen Jünger, oder dass ER ihn ebenso liebte wie die 
anderen Jünger auch und dass Johannes sich dessen bewusst war und deshalb schreibt: »der HERR hat 
mich lieb«.


Besonderheiten des Johannesevangeliums allgemein

Das Johannesevangelium unterscheidet sich in seinem Inhalt wesentlich von den »Synoptikern«. 
»Liebe« ist ein Schlüsselwort im Johannesevanelium, ebenso der Hinweis auf erfüllte Prophezeihungen 
des AT. Nur im Johannesevangelium macht Jesus die »Ich bin« -Aussagen - Selbstcharakterisierungen 
unseres HERRN. Im Johannesevangelium werden viele Dialoge und Einzelschicksale dargestellt.

Johannes benutzt (vom Griechischen her zu urteilen) eine sehr einfache Sprache (nur 700 
verschiedene Wörter). Trotzdem werden mit diesen Wörtern sehr kompakte Sätze geschrieben (z.B. 
Anfang des Johannesevengeliums).

Charakteristisch für das Johannesevangelium ist, dass hier mehr als in den anderen Evangelien 
Gespräche mit Frauen aufgezeichnet werden.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Timothy 3:4">1. Timotheus 3:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers sag, dass es eine fleischliche Eigenschaft ist, das Vergnügen mehr zu liebe als Gott. 
Im Umkehrschluss: wenn ein Christ Gott am meisten liebt, so hat auch die Liebe zum Vergnügen den 
richtigen Platz und sie darf auch einen Platz haben. Nur eben klar unter der Liebe zu Gott.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 1:18">Römer 1:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In diesem Vers ist »aufhalten« die Übersetzung von griechisch Strong 2722 »katecho«, wörtlich 
»niederhalten, festhalten«. Gott lässt also SEIN Handeln (die Ausbreitung der Wahrheit) durch die 
Ungerechtigkeit der Menschen behindern, trotz dass er aufgrund SEINER Souveränität nicht in dieser 
Abhängigkeit steht. Auch Gebetserhörungen können also durch das Wirken des Teufels oder böser 
Menschen verzögert werden, so auch das Gebet um Errettung eines Menschen durch dessen Entscheidung 
gegen Gott. Beispiel für die Verzögerung einer Gebetserhörung durch Ungerechtigkeit: Daniel 
10,12-13.


Gott setzt anscheinend die Wahrheit im Leben eines Menschen nicht gegen dessen freie Entscheidung 
zur Ungerechtigkeit durch, sondern sucht dessen freiwillige Annahme der Wahrheit. Dies ist z.B. der 
Fall beim Glauben an Christus: Gott zwingt niemand dazu, sondern jeder muss sich freiwillig dafür 
entscheiden. (Andersherum kann ja niemand zu Christus kommen, wenn der Vater ihn nciht zieht; also 
arbeitet Gott an einem Menschen und führt ihn mit dem Ziel, dass er sich freiwillig für Christus 
entscheidet.)

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 12:28-Mark 12:34;">Markus 12:28-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Es ist in Wahrheit so, wie du sagst, daß nur ein Gott ist und kein anderer außer ihm; und ihn zu 
lieben von ganzem Herzen und mit ganzem Verständnis und von ganzer Seele und mit aller Kraft und 
den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.« 
(Mk.12,32-33) - Denn wer liebt, opfert sich selbst statt nur eine Gabe: 

»und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als 
Gabe und Opfer für Gott, zu einem angenehmen Geruch.« (Eph.5,2)

»Ich aber will sehr gerne Opfer bringen und geopfert werden für eure Seelen, sollte ich auch, je 
mehr ich euch liebe, desto weniger geliebt werden!« (2.Kor.12,15)

»Darin besteht die Liebe, nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß Er uns geliebt und seinen 
Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsre Sünden.« (1.Joh.4,10)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 10:28-Mark 10:31;">Markus 10:28-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gibt es irgendeine Berechtigung, den hundertfachen Empfang von dem, was wir um Christi willen 
verlassen haben, als Bilder im geistlichen Sinne zu intrepretieren:

-- Häuser: Vielleicht die Häuser der vielen anderen Christen, in denen wir gastfreundlich 
aufgenommen werden als Diener Christi. Vielleicht die Gemeinde als unsere geistliche Heimat?

-- Brüder, Schwestern, Mütter: Unsere Glaubensgeschwister. Ganz in dem Sinne, wie Christus selbst 
sagte: »Meine Mutter und meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und tun.« (Lk.8,21). 
Ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass hier unsere Glaubensgeschwister gemeint sind, ist der, 
dass zwar vom Verlassen des Vaters gesprochen wird, aber nicht vom Wiederempfang von 100 Vätern, 
denn wir haben nur einen Vater im Himmel!

Wie aber passt dazu Mt.19,29: »Und ein jeglicher, welcher Häuser oder Brüder oder Schwestern oder 
Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlassen hat, der wird 
es hundertfältig empfangen und das ewige Leben erben.« ?

-- Kinder: geistliche Kinder, so wie Thimotheus Paulus' echtes Kind im Glauben war (1.Tim.1,2).

-- Äcker: geistliche Arbeitsfelder; so wie Paulus schreibt: »Ihr aber seid Gottes Ackerfeld und 
Gottes Bau«. (1.Kor.3,6.9)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Corinthians 5:16">2. Korinther 5:16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Jemanden nach dem Fleisch kennen« heißt: jemanden nach fleischlichen, weltlichen Kriterien (nach 
Äußerlichkeiten) beurteilen. Paulus hat Christus vor seiner Bekehrung in solch menschlicher Art 
beurteilt, als er die Gemeinde verfolgte. Jetzt aber sagt er: Christen sollen niemand mehr nach 
menschlicher Art beurteilen - Äußerlichkeiten sind kein Beurteilungskriterium mehr für Christen: 
»Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Weib; denn 
ihr seid alle einer in Christus Jesus.« (Gal.3,28). Stattdessen sollen wir unsere Mitmenschen aus 
Gottes Sicht sehen: »denn Gott sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; der Mensch sieht auf 
das Äußere; der HERR sieht auf das Herz.« (1.Sam.16,7) und »damit ihr es denen entgegenhalten 
könnt, die sich des Äußern rühmen, aber nicht des Herzens.« (2.Kor.5,12).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 11:1-Mark 11:12;">Markus 11:1-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Beobachtungen:

Die Reihenfolge ist wie folgt:
1. Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus nach Bethanien. Bethanien war ein Dorf (Joh.11,1) in der 
Nähe von Jerusalem, ungefähr 15 Stadien entfernt (Joh.11,18). Hier wohnten Lazarus und seine 
Schwestern Maria und Martha (Joh.11,1-2). Dort wurde ihm im Hause Simons des Aussätzigen ein 
Gastmahl bereitet (Mk.14,3; Joh.12,2), bei dem Martha diente, Lazarus mit zu Tische saß und Maria 
den HERRN mit einem Pfund echter, köstlicher Narde salbte (Joh.12,3; Mk.14,3). Schon bevor Maria 
diese Tat getan hatte, identifiziert Johannes sie als »Maria, die den Herrn gesalbt und seine Füße 
mit ihren Haaren getrocknet hat« (Joh.11,2); jeder wusste also, wer damit gemeint war.

Markus hat hier keine chronologische Reihenfolge gewählt, sondern er führt diese Begebenheit (ohne 
zeitliche Einordnung) im Zusammenhang mit dem Verrat des Judas an (Mk.14,3-11); das bedeutet nicht, 
dass sich das nach Markus erst zwei Tage vor dem Passah (Mk.14,1) zugetragen haben muss.

2. Fünf Tage vor dem Passah (also am folgenden Tage; Joh.12,12) zog Jesus feierlich als der »König 
[...], sitzend auf dem Füllen einer Eselin« (Joh.12,15) in Jerusalem ein (Joh.12,15-18; Mk.1,1-11). 
Die folgende Nacht verbrachte er wieder in Bethanien (Mk.11,11-12; vgl. Mt.21,17).

3. Vier Tage vor dem Passah morgens brachte der HERR den Feigenbaum zum Verdorren (Mt.21,18-20; 
Mk.11,12-14.19-21).

4. Drei Tage vor dem Passah morgens sahen die Jünger den verdorrten Feigenbaum (Mk.11,20-21). 
Obwohl nicht explizit berichtet wird, wo Christus die letzte Nacht zugebracht hatte (Mk.11,19), 
können wir doch vermuten, dass er wieder in Bethanien übernachtete, weil sie am Morgen denselben 
Weg in die Stadt nahmen.

5. Zwei Tage vor dem Passah: Hierüber berichtet Mk.14,1-2.11


Die zitierte Stelle »Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und reitend 
auf einer Eselin und auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers.« (Mt.21,5) kommt aus Sach.9,9. 
Schon der nächste Vers in Sacharja bezieht sich aber schon nicht mehr auf das erste Kommen Jesu auf 
diese Erde, sondern auf das Kommen des Reiches Gottes in Macht und Herrlichkeit: »Und er wird die 
Kriegswagen aus Ephraim ausrotten und die Rosse von Jerusalem; und der Kriegsbogen soll zerbrochen 
werden; und er wird den Völkern Frieden gebieten; und seine Herrschaft wird reichen von einem Meer 
zum anderen und vom Strom bis an die Enden der Erde.« (Sach.9,10). Der HERR lehrt im ganzen Kapitel 
Markus 13, dass dieses Kommen noch bevorsteht und wir, die wir an ihn glauben, darauf vorbereitet 
sein sollen (z.B. Mk.13,26-27.32.35); der HERR wusste also, dass vor dem Kommen des Reiches Gottes 
zuerst die Gemeindezeit kommt und er bereitete uns darauf vor.

Sach.9,9: Jesus Christus war demütig, trotz dass er hier wie noch nie auf dieser Erde von vielen 
Menschen zugleich verherrlicht und gerühmt wurde. Demut ist uns ach Jesu Vorbild ud aus SEINER 
Kraft also auch möglich, wenn wir einmal im Mittelpunkt einer Menschenmenge stehen.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 11:12-Mark 11:24;">Markus 11:12-24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was Jesus über erhörliches Beten lehrt, hatte er anlässlich des Feigenbaums vorher selbst getan: Er 
glaubte (war überzeugt, trotz dass ER es nicht sah), dass ER die Gebetserhörung von Gott empfangen 
hat (Mk.11,24), und so war es dann auch (Mk.11,21).

Jesus Christus fordert für erhörliches Beten den Glauben, dass das, was man erbittet (was man 
sagt), geschehen wird (Mk.11,23). Dann wird der Vater erhören (Mk.11,24)! Jesus wusste, dass der 
Vater ihn allezeit erhören würde (Joh.11,41-42). Jedoch ist es dazu eine Voraussetzung, dass wir 
nur nach Gottes Vorbild handeln und bitten, d.i. nichts gegen Gottes Willen: »Wahrlich, wahrlich, 
ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; 
denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.« (Joh.5,19) Dann können wir tatsächlich 
wissen, dass Gott gerade das tun wird, was wir wollen.

Beispiel dafür, dass der Glaube daran, dass Gott helfen wird, Voraussetzung ist, diese Hilfe zu 
empfangen: Martha sollte glauben, dass Christus den Lazarus auferwecken kann: »Jesus spricht zu 
ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, werdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?« 
(Joh.11,40)

Ein wirklich drastisches Beispiel, was dieser Glaube hinter einer Bitte bewirken kann, ist Petrus' 
Gang auf dem Wasser - dieses Erlebnis hatte nur er, und kein anderer der Jünger und auch sonst 
niemand in der Bibel. Petrus hatte gesagt: »Herr, bist du es, so heiße mich zu dir auf das Wasser 
kommen!« (Mt.14,28). Das Jesus darauf einging, zeigt, dass solch eine Bitte keine (uns verbotene) 
Versuchung Gottes ist (Mt.4,5-7) sondern eine Bitte mit Glauben, erhört zu werden, weshalb Gott 
darauf einging.
Petrus' Beispiel zeigt weiter: der Glaube sieht auf Christus udn lässt sich nicht beirren; denn als 
Petrus sich von dem Sturm ängstigen ließ, zweifelte er (woran? Dass Christus die Macht habe, ihn 
auf dem Wasser wandlen zu lassen?) und das war das Ende des Gangs auf dem Wasser (Mt.14,30).

Woduch unterscheiden sich nun eine Versuchung Gottes (Mt.4,5-7) und das uns gebotene Gebet aus 
Glauben (Mk.11,12-25)? Was wäre verkehrt gewesen, wenn sich Jesus im Glauben von der Zinne des 
Tempels gestürzt hätte? Ansätze: 

1. Der Teufel versucht solche, die Gott vertrauen zu geistlichem Stolz, d.h. durch ihr 
Gottvertrauen Gott auf die Probe zu stellen. Christus hatte in der ersten Versuchung sein 
Gottvertrauen durch Verzicht auf notwendige Nahrung bewiesen.

2. Sich von der Temepelzinne zu stürzen wäre bloße egoistische Selbstdarstellung gewesen (denn 
sowohl der Teufel als auch Jesus selbst wussten, dass Jesus der Christus ist) und daher kein Werk, 
dass der Vater ihm zu tun gegeben hat.

3. »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.« (Mt.4,7; aus 5.Mo.6,16) sagte der HERR 
Jesus zum Teufel, denn dieser forderte ein Zeichen als Beweis, dass Jesu Anspruch, Christus zu 
sein, glaubwürdig ist. Die Versuchung, von der in 5.Mo.6,16 gesprochen wird, ist uns berichtet in 
2.Mo.17,1-7: das Volk versuchte Gott dadurch, dass es sagte: »Ist der HERR mitten unter uns oder 
nicht?« (5.Mo.17,7).
Gott zu versuchen ist, um etwas zu bitten, um zu erfahren, ob Gott existiert oder ob er so ist, wie 
ER ist. Das tat Israel zu Massa (2.Mo.17,2-3.7), und der Teufel gegenüber Christus (Mt.4,5-6). Aus 
Glauben zu bitten aber ist, Gott bedingungslos und vorher zu glauben und deshalb das Erbetene zu 
empfangen; das tat Petrus und ging auf dem Wasser (Mt.14,28) und das tat auch Gideon: Er glaubte, 
dass Gott ihm durch das Zeichen mit dem Fell zeigen werde, ob der HERR Israel durch die Hand 
Gideons erretten wolle oder nicht (Ri.6,36-40); er zweifelte nicht daran, dass Gott existiert (denn 
er redete ja mit Gott) und auch nicht daran, dass ER Israel erretten könne, sonst wäre dies eine 
Versuchung Gottes gewesen.
Auch die Pharisäer versuchten Gott: »Und die Pharisäer gingen hinaus und fingen an, sich mit ihm zu 
besprechen, indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel forderten, um ihn auf die Probe zu stellen.« 
(Mk.8,11). Sie glaubten nicht an Christus, sondern baten um ein Zeichen, weil sie nicht glaubten. 

Wunder tut Gott aber nur an denen, die an IHN glauben (Mk.11,23) und nicht an Ungläubigen 
(Mk.6,5-6: Unglaube verhindert Wunder).

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 11:25-Mark 11:33;">Markus 11:25-33</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Frage Jesu, in welcher Vollmacht Johannes getauft habe (Mk.11,30) war ganz analog zur Frage der 
Hohenpriester, Ältesten und Schriftgelehrten, in welcher Vollmacht Jesus lehre und heile 
(Mk.11,28). Die Pharisäer glaubten nach einem anfänglichen Zwist (Joh.9,16) nicht, dass Jesus der 
Christus ist, sondern hielten ihn für einen Sünder, d.h. sein Werk für Menschenwerk (Joh.9,24). 
Ebenso glaubten sie Johannes nicht, sondern hielten seine Taufe auch für Menschenwerk (Mk.11,31).

Gott forderte von den Pharisäern, zu beurteilen, ob das Werk des Johannes von Gott oder von 
Menschen kommt (Mk.11,30) - er hat also den Menschen auch die nötigen Fähigkeiten dazu gegeben. 
Analog müssen wir beurteilen, ob das Werk Jesu von Gott oder von Menschen kommt. Das ist einfach: 
»Das ist doch verwunderlich, daß ihr nicht wisset, woher er ist, und er hat doch meine Augen 
aufgetan. Wir wissen, daß Gott nicht auf Sünder hört; sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und 
seinen Willen tut, den hört er. Seit die Welt steht, ist nicht gehört worden, daß jemand einem 
Blindgeborenen die Augen aufgetan hat. Wäre dieser nicht von Gott, so könnte er nichts tun!« 
(Joh.9,30-33).

Ganz allgemein gilt, um zu beurteilen, ob ein Mensch von Gott gesandt ist: Wer Abfall von Gott 
predigt, ist nicht von Gott gesandt, auch wenn seine Wunder und Zeichen eintreffen (5.Mo.13,1-5); 
niemand soll auf ihn hören. Wer im Namen Gottes etwas prophezeit, das nicht eintrifft, der hat 
ebenfalls nicht Gottes Wort geredet und wir sollen nicht auf ihn hören (5.Mo.18,20-22).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 12:1-Mark 12:12;">Markus 12:1-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer ist der Mensch, der den Weinberg pflanzte? Er ist ein Bild auf Gott, den Vater (Mk.12,11).

Wer sind die Weingärtner, denen der Eigentümer den Weinberg verpachtete? Es sind die Hohenpriester, 
Schriftgelehrten und Ältesten (Mk.11,27), denn zu diesen sprach Jesus das Gleichnis (Mk.12,12). 
Allgemein kann man also die ganzen oberen des Judentums darunter fassen.

Wer sind die Knechte, die der Eigentümer zu den Pächtern sandte, um von den Früchten des Weinbergs 
zu empfangen? (Mk.12,2-5) Weil der letzte, den der Eigentümer zu den Weingärtnern sandte, sein Sohn 
(d.i. ein Bild für Jesus Christus) ist, können die vorher gesandten Knechte nicht die im Neuen 
Testament von Jesus gesandten Propheten, Schriftgelehrten und Weisen sein (Mt.23,34), sondern es 
waren die alttestamentlichen Propheten, die die Schriftgelehrten und Pharisäer töteten 
(Mt.23,29-31.37; vgl. Apg.7,52) oder schlugen (Mk.12,3) oder beschimpften (Mk.12,4).

Was sind Beispiele für Propheten, die die Schriftgelehrten und Pharisäer töteten, schlugen oder 
beschimpften? Herodes ließ Johannes köpfen (Mt.14,10). Die Israeliten rotteten zur Zeit des Elia 
alle sonstigen Propheten des HERRN aus (1.Kö.19,10; Röm.11,3) und Isebel trachtete auch dem Elia 
nach dem Leben (1.Kö.19,1-2). Auch im Buch Nehemia steht: »Und sie brachten deine Propheten um, die 
als Zeugen gegen sie auftraten, um sie zu dir zuückzuführen;« (Neh.9,26).

Was sind die Früchte des Weinbergs (Mk.12,2)?  Johannes der Täufer war einer der gesandten Knechte, 
denn er war ein Prophet. Er forderte von den Oberen in Israel Frucht, die der Buße würdig ist (vgl. 
Mt.3,7-8). Dasselbe forderte er vom ganzen Volk, d.i. dem Weinberg (Mt.3,2). Wie der erste Knecht 
war auch der Sohn gesnadt, um von den Weingärtnern von den Früchten des Weinbergs zu empfangen 
(Mt.12,6). Dieser, Jesus Christus, forderte von Israel ebenfalls Buße (Mt.4,17). Die Frucht, die 
der Eigentümer (Gott) von seinem Weinberg (Israel) bekommen sollte, ist also ein Leben zu SEINEM 
Wohlgefallen.

Es ist wahr, dass der Sohn (d.i. Christus) der Erbe des Weinbergs ist (Mk.12,7): vergleiche 
Hebr.1,1-2.

Was bedeutet, dass der Eigentümer die Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben wird 
(Mk.12,9)?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 12:26">Markus 12:26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»habt ihr nicht gelesen im Buch Moses« (Mk.12,26): Hier bestätigt Jesus Christus selbst, dass das 
zweite Buch Mose von Mose selbst geschrieben wurde.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 4:10-John 4:14;">Johannes 4:10-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">

Mit »lebenddigem Wasser« (Joh.4,10) ist »eine Quelle«, »hervorquellendes Wasser« gemeint, zumindest 
zuerst nicht irgendein Bild wie »Wasser, das ewiges Leben gibt«. Die Bibel bestätigt selbst diese 
Bedeutung des hebräischen Ausdrucks:

-- das lebendige Wasser ist ein Wasser, das »zu einer Quelle von Wasser [...] [wird], das bis ins 
ewige Leben quillt.« (Joh.4,14).

-- die Knechte Isaaks fanden beim Graben einen Brunnen mit lebendigem Wasser (1.Mo.26,19). Diese 
Ausdrucksweise bezog sich also auf ganz gewöhnliche Dinge der Natur, nicht auf etwas 
übernatürliches.

-- Die Frau am Jakobsbrunnen bezog Jesu Wort vom lebendigen Wasser auf das Wasser in diesem Brunnen 
(Joh.4,11) und zeigt damit, dass »lebendiges Wasser« sich zuerst auf wirkliches, gewöhnliches 
Wasser bezieht.

-- Lebendiges Wasser ist solches, das aus einer Quelle hervorströmt (Joh.7,38; Hohel.4,15)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 12:13-Mark 12:17;">Markus 12:13-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nach diesen Worten Jesu (Mk.12,17) sollen wir grundsätzlich dem Staat die Steuern bezahlen; Jesus 
machte hier keinen Unterschied darin, für was der Staat dieses Geld verwenden würde. Hätte der 
Kaiser Götzentempel davon bauen lassen, so hätten sie (und wir) die Steuer trotzdem bezahlen 
müssen, wären aber auch nicht mitschuldig geworden an solcher Gotteslästerung.

»Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!« (Mk.12,17): Gottes Reich wächst 
und besteht trotz dass es gleichzeitig weltliche Reiche gibt und wir diesen auch das geben sollen, 
was ihnen zusteht. Gottes Reich zu bauen heißt nicht, einen eigenen Ersatzstaat oder »Staat im 
Staat« aufzubauen, in dem alle Institutionen »christlich« sind. Denn Christus sagte: »Mein Reich 
ist nicht von dieser Welt;« (Joh.18,36). Es ist ohne weiteres möglich, gleichzeitig Missionar und 
normaler Staatsbürger zu sein. So lebte z.B. Paulus: 

-- »Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns, die wir Römer sind, öffentlich ohne Urteil 
geschlagen und ins Gefängnis geworfen; und jetzt schicken sie uns heimlich fort? Nicht also; 
sondern sie mögen selbst kommen und uns hinausführen!« (Apg.16,37).
-- »Als sie ihn aber für die Geißelung mit den Riemen ausstreckten, sprach Paulus zu dem Hauptmann, 
der dabeistand: Ist es euch erlaubt, einen Römer, dazu noch ohne Urteil, zu geißeln?« (Apg.22,25).
-- »Bin ich aber im Unrecht und habe etwas begangen, was des Todes wert ist, so weigere ich mich 
nicht zu sterben. Ist aber nichts an dem, dessen diese mich anklagen, so kann mich niemand ihnen zu 
Gefallen preisgeben. Ich berufe mich auf den Kaiser!« (Apg.25,11).

Ein Diener Gottes darf sich also ohne weiteres auch staatlicher Hilfe bedienen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 12:18-Mark 12:27;">Markus 12:18-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Im Himmel werden wir alle Singles sein (Mk.12,25). Die Ehe gibt es nicht mehr (Mk.12,25) und sie 
wird auch niemandem fehlen (Offb.21,4). Was ist der Grund, dass wir im Himmel so gut ohne Ehe 
auskommen können? Im Himmel ist alles neu (Offb.21,5); die Ehe, die ein Bild ist auf die Beziehung 
Christi zur Gemeinde (Eph.5,32), hat dann ihre Erfüllung gefunden und ist nicht mehr nötig. 
Stattdessen gibt es das Vollkommene: Die Hochzeit des Lammes, d.h. die vollkommene Beziehung 
Christi zur Gemeinde, auf die die Ehe hingedeutet hat (vgl. Offb.21,2-3.22).

Das heißt für diejenigen von uns, die schon in dieser Welt ohne Ehe auskommen wollen oder müssen: 
Je enger unsere Beziehung zu Christus ist, je mehr wir dort investieren, desto weniger benötigen 
wir die Ehe, desto besser werden wir ohne Ehe auskommen. Wir sollten danach trachten, das Bild der 
Ehe bereits jetzt in der Beziehung zu Christus zu verwirklichen.

Weitere Bestätigung aus der Bibel: »Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt, wie er 
dem Herrn gefalle; [...] So ist auch die Frau, die keinen Mann hat, und die Jungfrau besorgt um die 
Sache des Herrn, daß sie heilig sei am Leibe und am Geist;« (1.Kor.7,32-34).

Hier zeigt sich, was eine enge Beziehung zu Christus ist: besorgt sein um Gottes Reich; danach 
trachten, Christus zu gefallen; nach Heiligkeit an Leib und Geist trachten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 12:28-Mark 12:34;">Markus 12:28-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das »Gebot der Liebe« im NT fordert nicht weniger, sondern mehr von uns als die Opfergebote des AT 
(Mk.12,33)! Die Liebe ist schwerer und kostet uns mehr als ein Opfer!

Was fehlte dem verständigen Schriftgelehrten, um »im Reiche Gottes« zu sein statt nur »nicht fern 
vom Reiche Gottes« (Mk.12,34)? 
Die Erkenntnis, dass Gott die völlige Liebe des Menschen will, und dass jeder Mensch, auch dieser 
Schriftgelehrte selbst, dieses Gebot nicht gehalten hat und daher Gottes Strafe verdient hat, 
bringt uns wie diesen Schriftgelehrten nahe zum Reich Gottes. Denn es macht uns bereit, zu 
verstehen und aufzunehmen, was uns ins Reich Gottes bringt: die Gnade Gottes, uns durch Jesu Tod am 
Kreuz unsere Sünden vergeben zu wollen!

Die Liebe, die wir zu Gott haben sollen, ist die Art der Beziehung zu Gott, wie Gott selbst sie 
haben will. Dies ist das Ideal, nach dem wir streben sollten in unserem Leben: Gott zu lieben von 
ganzem Herzen, von ganzem Verständnis, von ganzer Seele und mit aller Kraft. Und unseren Nächsten 
zu lieben wie uns selbst. Das ist die Idealform der Beziehungen! Dann sind wir unserem Gott am 
nächsten!

Unser größtes Vorbild für ein Leben nach diesem Gebot ist natürlich unser HERR Jesus Christus, der 
Einzige, der es vollkommen erfüllt hat.

Gott will nicht Leistung, sondern Liebe; auch die größte Leistung (1.Kor.13,1-3) zählt vor Gott 
nichts, wenn wir sie aus Selbstliebe statt aus Liebe vollbracht haben.

Das Leben aus Liebe zu Gott ist eine Einrichtung für die Ewigkeit (1.Kor.13,8), d.h. auch im Himmel 
werden wir dies tun.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 13:7">1. Korinther 13:7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Die Liebe erträgt alles«: Das griech. Verb kommt hier von »stegä«, Dach. Soll heißen: Die Liebe 
bedeckt und beschützt alles. Vgl. 1.Petr.4,8 »Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.«


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 12:43-Mark 12:44;">Markus 12:43-44</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gottes Maßstäbe sind anders als die der Welt. ER sucht nicht Leistung, sondern Liebe. 
Größere Liebe zeigt sich in größerer Hingabe: die arme Witwe, die Gott alles gab, was sie hatte, 
zeigte dadurch größere Hingabe als die Reichen, die Gott das gaben, was sie nicht brauchten.

Gott ist es nicht wichtig, wieviel wir haben, sondern welchen Anteil wir IHM davon zur Verfügung 
stellen.

Was heißt das für uns?

Die arme Witwe hätte leicht denken können, das, was sie Gott geben könne, sei vernachlässigbar 
gering, und dass sie dieses bisschen Geld selbst besser gebrauchen könne, war es doch alles, was 
sie hatte (Lukas sagt: sie war eine »auf ihren Verdienst angewiesene Witwe«; Lk.21,2). Und trotzdem 
brachte sie Gott diese Gabe, ohne zu wissen, dass gerade sie das meiste in den Kasten einlegte.

Fast nichts zu können oder zu haben ist kein Grund, Gott nicht zu dienen - Gott nämlich braucht 
unsere Leistung nicht, sondern sucht unsere Treue. Wie hier kann jemand, der fast nichts hat, Gott 
durchaus mehr geben als jemand, der sehr viel hat.

Bestätigung durch die Bibel:
-- jeder von uns, auch wer im Verhältnis zu anderen reich ist oder große Gaben hat, hat im 
Verhältnis zu dem, was Gott hat und geben könnte, wenig. Und von jedem will Gott, dass wir uns mit 
diesem wenigen treu erweisen. So sagte der Herr zu dem Knecht, dem er die meisten Talente gegeben 
hatte: »Gut, du braver und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über 
vieles setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!« (Mt.25,21).
-- »Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von 
dem wird man desto mehr fordern.« (Lk.12,48): Um gleichviel zu geben, muss jeder all das 
zurückgeben, was ihm anvertraut wurde, wie viel das immer ist.
-- 2.Kor.8,3: »Denn ihr kennet die Gnade unsres Herrn Jesus Christus, daß er, obwohl er reich war, 
um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet!« Das Vorbild des Gebens ist 
Christus selbst. ER sagt, dass die Reichen deshalb weniger als die Witwe gegeben hatten, weil sie 
es von ihrem Überfluss gaben. ER sagt nicht, dass Reiche nicht auch viel geben könnten, wenn sie 
wie die Witwe alles geben, was sie haben. So nämlich gab Christus, der der Reichste von allen war, 
all seine Herrlichkeit für uns auf (2.Kor.8,3). Und schenkte uns dadurch seine Herrlichkeit 
(Röm.8,32, Eph.2,6).

Lasst und also Gott alles geben, was wir haben, dazu uns selbst (2.Kor.8,3-5). Egal wie viel das 
ist, Gott hat viel mehr. Aber ER sucht diese Gabe trotzdem, als Ausdruck unserer Liebe. Und ER 
lässt sich so durch uns kleine Menschen dienen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 13:1-Mark 13:37;">Markus 13:1-37</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mk.13,1-2: Große menschliche Werke und Bauten gelten als solche nichts vor Gott und sind vor IHM 
auch nicht erhaltenswert. Schon den Turmbau zu Babel hatte Gott nicht zugelassen ...

Die Fragen der Jünger beziehen sich in der Parallelstelle zu Mk.13,4, nämlich Mt.24,3, auf zwei 
verschiedene Dinge: »Sage uns, wann wird das alles geschehen?« (das ist die Zerstörung des Tempels; 
Mt.24,2) und »Und welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und des Endes der Welt?«. In Lk.21,7 
ist diese Unterscheidung nicht überliefert und in Mk.13,4 höchstens undeutlich: »Welches wird das 
Zeichen sein, wann dies alles vollendet (Strong 4931: »vollständig vollendet« oder »ausgeführt«) 
werden soll?«. In jedem Fall aber bezieht sich die anschließende Rede Christi auf beide Fragen, und 
wir müssen auseinanderhalten, was zu welcher Antwort gehört:

Wann wird die Zerstörung Jerusalems geschehen?
Lk.21,20-24 antwortet auf diese Frage; diese Ereignisse werden sich zu Beginn der großen 
Drangsalszeit wiederholen, kurz vor Ende der Welt (Mt.24,14-20; Mk.13,14-19). Hier aber ist nur 
eine Vorschattierung gemeint, weil nach der Zerstörung Jerusalems sich zuerst die Zeiten der Heiden 
erfüllen müssen (Lk.21,24). Also: Wenn Jerusalem von Kriegsheeren belagert ist, so ist seine 
Verwüstung nahe (Lk.21,20), und alle in Israel sollen auf die Berge fliehen (Lk.21,21). Diese 
Zerstörung Jerusalems wurde auch schon prophezeit (Lk.21,22), nämlich im Propheten Daniel (vgl. 
Mt.24,15): »die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk eines zukünftigen Fürsten verderben, 
und sie geht unter in der Überschwemmung, und der Krieg, der bestimmt ist zu ihrer Zerstörung, 
dauert bis ans Ende.« (Dan.9,26)
Die Juden werden zerstreut werden unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden, bis die 
Zeiten der Heiden erfüllt sind (Lk.21,24). Dies ist nun der Fall, da Israel als Staat 
wiederhergestellt wurde und sich alle Juden der Welt dort sammeln!
»Die Zeiten der Heiden« (Lk.21,24) sind die Prophezeihung der Gemeindezeit; dieses Element der  
Heilsgeschichte Gottes wurde bisher noch nicht in der Bibel prophezeit, es ist etwas vollkommen 
überraschendes! Diese Zeitspanne liegt zwischen der 69. und der 70. Jahrwoche, die von Daniel 
prophezeit wurden, zwischen Dan.9,26 und Dan.9,27. Jedoch ist auch in Daniel angedeutet, dass es 
zwischen diesen beien Jahrwochen eine Lücke gibt: irgendwann nach der 69. Jahrwoche wird Jerusalem 
und der Tempel zerstört (Dan.9,26), zu Beginn der 70. Jahrwoche aber besteht wieder ein Tempel, in 
dem geopfert wird (Dan.9,27). Die 70. Jahrwoche beginnt also erst, wenn der dritte Tempel steht!

Viele Prophetien der Bibel erfüllen sich mehrfach in der Geschichte; in diesem Sinne können die 
parallelen Ereignisse der Endzeit (Mt.24,14-20) auch auf die Zerstörung Jerusalems gedeutet werden 
(berechtigt nach Lk.21,20-24), so dass der HERR damit auch diese Frage der Jünger beantwortet hätte 
(Mt.24,3).

Was ist das Zeichen für die Wiederkunft Christi?
-- Dem Kommen des HERRN auf diese Erde nach der großen Drangsalszeit (also nach der Entrückung der 
Gläubigen aus den Nationen) geht voraus, dass Sonne und Mond aufhören zu scheinen und die Sterne 
herunterfallen und die Kräfte des Himmels in Bewegung geraten (Mk.13,24-25). Daran sollen wir 
erkennen, dass Christus »nahe ist, vor der Tür« (Mk.13,29).
-- Mt.24 und Lk.13 beziehen sich auf diese Frage.

Mk.13,10: Bevor unser HERR wiederkommt, wird ER dafür gesorgt haben, dass SEIN Evangelium unter 
allen Völkern gepredigt wird! Das ist ein Versprechen, dass die Mission von niemandem verhindert 
werden kann, sondern gelingen wird.

Was gilt für Christen in der Endzeit wie uns?

-- Wir sollen uns nicht irreführen lassen durch Menschen, die sich für Christus ausgeben 
(Mk.13,5-6) und die auch Zeichen und Wunder tun (Mk.13,22). Allen solchen sollen wir nicht glauben 
(Mk.13,21.23), denn wenn unser HERR wirklich kommt, so ist es wie in Mk.13,24-27: Sonne und Mond 
werden nicht mehr scheinen, die Sterne fallen herunter und dann kommt Christus; wir müssen dann 
nicht zu ihm kommen (und sollen daher auf niemand hören, der so etwas sagt (Mk.13,21), denn er 
lügt), sondern wir werden gesammelt durch SEINE Engel (Mk.13,27). Diese falschen Christusse werden 
während der großen Drangsalszeit (Mk.13,19) auftreten (Mk.13,21-23), und möglicherweise auch schon 
vorher (Mk.13,6), d.h. schon vor der Entrückung der Gläubigen aus den Nationen.

-- Kriege und Kriegsgeschrei sollen uns nicht erschrecken; es läuft alles nach Gottes Plan, ebenso 
wenn es Hungersnöte, Erdbeben und Unruhen gibt. Das ist der Anfang vom Ende. (Mk.13,7-8).

-- Die Hauptlehre dieses Abschnitts für Christen ist: wir sollen stets bereit sein für die 
Wiederkunft unseres HERRN. Das sind wir, wenn wir stets tun, was ER will, nämlich die uns 
aufgetragenen Aufgaben in SEINEM Reich (Mk.13,34) und wachen (Mk.13,36-37) und beten (Mk.13,33). 
Denn allein Gott der Vater weiß, wann Christus wiederkommt! Lk.21,34.36 ergänzt, was wachen 
praktisch für uns bedeuten soll: »Habt aber acht auf euch selbst, daß eure Herzen nicht beschwert 
werden durch Rausch und Trunkenheit und Nahrungssorgen und jener Tag unversehens über euch komme! 
[...] Darum wachet jederzeit und bittet, daß ihr gewürdigt werdet, zu entfliehen diesem allem, was 
geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn!«

-- Der Beginn der großen Trübsal ist, dass der Greuel der Verwüstung im Tempel steht (Mk.13,14). 
Dann sollen alle Gläubigen in Israel auf die Berge fliehen (Mk.13,14). Dies deutet an, dass die 
Entrückung der Gläubigen us den Nationen bereits vorher stattgefunden hat.

-- Mk.13,33-37: Mit dem »Kommen des HERRN« ist zuerst das Kommen am Ende der Welt gemeint, aber 
auch unser Tod, wenn dieser früher ist. Nun sollen wir wachsam sein, dass wir zu jedem Zeitpunkt 
(sei es dass wir im nächsten Augenblick sterben oder dass Christus im nächsten Augenblick 
wiederkommt) als solche erfunden werden, die ihrem HERRN treu gedient haben, die nicht nachlässig 
und untreu gewesen sind. Der Auftrag »Wachet!« (Mk.13,37) zeigt, dass wir selbst Verantwortung 
haben, so zu handeln, dass wir also auch selbst, zumindest mit Gottes Hilfe, wachen können!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 14:1-Mark 14:9;">Markus 14:1-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zur Einordnung dieser Begebenheit vgl. Kommentar zu Mk.11,1-12.

Was hat Maria hier getan? Sie hat ihren Messias geehrt, indem sie ihn mit wohlriechener Flüssigkeit 
übergossen hat. Und Christus erkennt das an und gibt ihr dafür eine sehr große Ehre, nämlich die 
stetige Verbindung des Gedächtnisses an diese Tat mit der Verkündigung des Evangeliums (Mk.14,6-9).

Was bedeutet das? Kann man Gott mit Salbe ehren? 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 14:10-Mark 14:21;">Markus 14:10-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es ist möglich, dass es solche gibt, die jahrelang mit Jesus Christus gehen und von denen der HERR 
dann sagen muss: »wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre besser, 
wenn jener Mensch nicht geboren wäre!« (Mk.14,21).

Was heißt »Es wäre besser, wenn jener Mensch nicht geboren wäre!« (Mk.14,21)?
-- weil dann Christus nicht verraten worden wäre? Der Tod Jesu ist unabhängig von Judas, denn er 
wurde als sicher prophezeit (Dan.9,26). Also wäre die »Nichtexistenz des Judas« nicht darum besser 
gewesen, weil es Christus dann besser ergangen wäre.
-- weil dieser Mensch eine solch harte Strafe erhält, dass es für ihn besser wäre, er hätte nie 
existiert? Diese Auslegung wird durch Mt.26,24 bestätigt: »Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie 
von ihm geschrieben steht; aber wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! 
Es wäre diesem Menschen besser, daß er nicht geboren wäre.«

Mk.14,19: »Da fingen sie an traurig zu werden und fragten ihn einer nach dem andern: Doch nicht 
ich?« Auch Judas fragte so (Mt.26,25), trotz dass er zu diesem Zeitpunkt schon mit den 
Hohepriestern vereinbart hatte, Christus zu überliefern (Mk.14,10; Mt.26,14-16).

Sowohl Markus als auch Mathhäus bringen den Verrat durch Judas in inhaltlichen Zusammenhang mit der 
Salbung Jesu durch Maria und dem Ärger von vielen, die dies für eine Verschwendung hielten 
(Mt.26,6-16; Mk.14,3-11). Dies berichten sie als Einschub, d.h. nicht in chronologischer Ordnung: 
Die Salbung durch Maria geschah 6 Tage vor dem Passah (Joh.12,1-3), nicht zwei Tage vorher 
(Mk.14,1-3). Also muss ein inhaltlicher Grund für diese Einordnung vorliegen, nämlich einen 
Auslöser anzugeben für den Verrat durch Judas. Dies wird bestätigt durch Johannes, der uns 
berichtet, dass es Judas war, der offen aussprach, warum die Salbe nicht verkauft und der Erlös den 
Armen gegeben worden ist (Joh.12,4-6), und zwar weil er ein Dieb war (Joh.12,6) und den Erlös des 
Salbenverkaufs sich zugesteckt hätte!
Was lernen wir daraus für die Motivation des Judas zum Verrat und für unser Leben? Hüten wir uns 
vor der Habgier!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Peter 2:1-I Peter 2:10;">1. Petrus 2:1-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Lesen: 2.Mo.19,4-6
Lesen: 1.Petr.2,1-10 als dessen Zitat

Anders als für Israel gelten für einen Gläubigen im NT keine Bedingungen mehr, um zu Gottes 
heiligem Eigentumsvolk und königlichem Priestertum zu gehören - wir sind bereits solche 
(1.Petr.2,9). Dazu sind wir auch noch begnadigt und auserwählt (1.Petr.2,9-10). Dass Christus durch 
SEINEN Tod für uns alle Bedingungen erfüllt hat und uns in eine solche Stellung gebracht hat, ist 
Grund zur Dankbarkeit:

»Ihm, der uns liebt und uns durch sein Blut von unsren Sünden gewaschen und uns zu einem 
Königreich gemacht hat, zu Priestern für seinen Gott und Vater: ihm gehört die Herrlichkeit und die 
Macht in alle Ewigkeit! Amen.« (Offb.1,6; vgl. Offb.5,9-10)

Priester Gottes nämlich kann man nicht selbst werden, sondern man wird berufen (Hebr.5,4). Wir aber 
sind alle von Gott zu Priestern eingesetzt worden! Christus ist unser Vorbild als Priester: »Du 
bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.« (Hebr.7,14.17).

Was sind nun unsere Aufgaben als Gottes »königliches Priestertum«? Die (Hohen-)Priester im Alten 
Testament wurden eingesetzt, um Gaben und Opfer für Sünden darzubringen (Hebr.5,1; 8,3). Was sollen 
wir als neutestamentliche Priester Gott darbringen? Opfer für Sünden müssen wir nicht mehr 
darbringen, denn diese haben nach dem einmaligen und vollkommenen Opfer Christi aufgehört 
(Hebr.9,26; Hebr.10,10-12). Das NT zeigt aber, welche Opfer Gott ehren: »geistliche Opfer, die Gott 
angenehm sind durch Jesus Christus« (1.Petr.2,5) Das sind:

-- »Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an 
Brandopfern.« (Hos.6,6).

-- »Es ist in Wahrheit so, wie du sagst, daß nur ein Gott ist und kein anderer außer ihm; und ihn 
zu lieben von ganzem Herzen und mit ganzem Verständnis und von ganzer Seele und mit aller Kraft und 
den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.« 
(Mk.12,32-33)

-- »Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr durch Gutestun den unverständigen und unwissenden 
Menschen den Mund stopfet;« (1.Petr.2,15)

-- »Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl!« 
(Hebr.13,16)

-- »Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der 
Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter.« (Joh.4,23) Diese Anbeter sind wir 
als SEINE Priester (vgl. 1.Petr.2,9). In der Wahrheit anbeten heißt: ungeheuchelt. Im Geist anbeten 
heißt: unser Opfer wird durch den in uns wohnenden Heiligen Geist geheiligt (Röm.15,16). Anbetung 
ist, Gott als absoluten HERRN im eigenen Leben zu ehren, keine Sache der Gefühle.

-- »Durch ihn lasset uns nun Gott allezeit ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die «Frucht der 
Lippen», die seinen Namen bekennen« (Hebr.13,15)

-- »Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein 
Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündiget, der euch aus der Finsternis zu 
seinem wunderbaren Licht berufen hat,« (1.Petr.2,9)


Fazit:
Unsere Aufgabe als Christen ist nicht irgendeine Leistung (sei es humanitäre Hilfe oder Mission), 
so als sollten wir Gott eine Arbeit abnehmen. Sondern Gott hat uns darum errettet, dass wir IHM mit 
unserem ganzen Leben als Priester dienen sollen: Die Gemeinde als SEIN Priestertum ist das 
geistliche Haus, in dem Gott wohnt (1.Petr.2,4-5). Der Sinn unseres Lebens ist es, Gott zu ehren 
mit allem, was wir tun; sowohl in Worten (Lob Gottes, Anbetung) als auch in Taten (Liebe, Gutestun, 
Geben).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 14:22-Mark 14:44;">Markus 14:22-44</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christus wusste, dass SEINE Jünger ihn bald verlassen würden, bald nicht mehr zu IHM stehen würden; 
denn so steht es schon im AT geschrieben (Mk.14,27; vgl. Sach.13,7). Trotzdem setzte ER in dieser 
Situation für SEINE Jünger das Abendmahl ein (MK.14,22-25). Das zeigt, dass der Glaube an die 
Vergebun der Sünden durch Christus die Voraussetzung des Abendmahls ist und nicht die Freiheit von 
jeder zukünftigen Sünde.

Mk.14,36: Der HERR wusste, dass SEINEM Vater alles möglich ist, auch dies, SEINEM Sohn den Tod am 
Kreuz zu ersparen. Doch betete ER weiter: »Doch nicht, was ich will, sondern was du willst.« Das 
ist Vorbild für unser Beten: zu wissen und darauf zu vertrauen, dass Gott unsere Bitte erhören 
kann; und ihn gehorsam zu bitten, dies nur zu tun, wenn ER es auch will, nicht weil wir es wollen.

Woher wissen wir aber, was Gott will? Dies zu erkennen ist anscheinend ein sukzessiver Prozess: 
»Und passet euch nicht diesem Weltlauf an, sondern verändert euer Wesen durch die Erneuerung eures 
Sinnes, um prüfen zu können, was der Wille Gottes sei, der gute und wohlgefällige und vollkommene.« 
(Röm.12,2).

Mk.14,44: Schlachter 1951 übersetzt hier, Judas habe über Jesus gesagt »führet ihn vorsichtig ab«. 
Der Urtext meint jedoch nicht »seht zu, dass Jesus nichts passiert«, sondern »seht zu, dass er euch 
nicht entwischt« (Strong 806, wörtl. »ohne zu versagen«).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 12:10">Römer 12:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Liebe soll herzlich sein - denn man liebt mit dem ganzen Menschen, auch und sogar zuerst mit dem 
Herzen. Lautet das größte Gebot doch: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen 
Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.« (Mt.22,37).

Was ist diese »herzliche« Komponente der Liebe zu Gott und den Mitmenschen?

Jemand anders grundlos (d.i. selbstlos, ohne das Ziel eigenen Gewinns) für ganz wertvoll zu halten 
und entsprechend zu dessen Besten zu handeln?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 14:45-Mark 14:72;">Markus 14:45-72</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR weiß, was unsere nächsten und was alle unsere zukünftigen Sünden sind (Mk.14,72). Trotzdem 
ändert das NICHTS an SEINER großen Liebe zu uns! ER starb ja auch für unsere zukünftigen Sünden.

Wie ist das bei uns: wenn wir das zuküftige Fehlverhalten unseres Partners / unserer Partnerin 
kennen würden, wäre unsere Liebe zum ihm / zu ihr dann nicht geringer?

Der HERR meinte es gut mit Petrus: ER hatte gesagt »Ehe der Hahn zweimal kräht ...«. Dass Petrus 
auch das erste Krähen (Mk.14,68) nach der ersten Verleugnung mitbekommen hatte, geht aus Mk.14,72 
hervor. Also war das erste Krähen eine Art Warnung, eine Möglichkeit für Petrus, seine Sünde 
bereits jetzt zu erkennen und Christus nicht dreimal zu verleugnen. Doch Jesus wusste, dass er es 
trotzdem tun würde (Mk.14,72).

Mk.14,59-61: Weil das Zeugnis der falschen Zeugen nicht übereinstimmend war (Mk.14,59), war der 
ganze Hohe Rat in ziemlicher Verlegenheit (Mk.14,55-56). Jesus hatte es hier gar nicht nötig, sich 
zu verantworten, also schwieg ER (Mk.14,61).

Mk.14,61-62: Christus sagte dem Hohepriester die Wahrheit direkt ins Gesicht: Ich bin der Christus. 
Trotz dass er dadurch dem Hohen Rat nach dem missglückten Versuch mit falschen Zeugen (Mk.14,55.59) 
eine Handhabe gegen sich selbst lieferte (Mk.14,63-64). Hätte ER hier geschwiegen wie auf die 
vorhergehenden Anschuldigungen (Mk.14,61), so hätte der Hohe Rat nichts tun können. So aber ist 
unser HERR: völlig sündlos, so dass sich jede Anschuldigung durch ihre Widersprüchlichkeit von 
selbst auflöst (Mk.14,56.59); und völlig konsequent und wahrheitstreu, so dass ER die Wahrheit 
bekannte, ohne Rücksicht selbst auf den Verlust des eigenen Lebens. Und so sollen auch wir sein.

Ebenso verhielt sich Christus gegenüber Pilatus: ER bekannte, der König der Juden zu sein 
(Mt.27,11), aber auf die vielen Anschuldigungen der Hohenpriester und Ältesten antwortete ER nichts 
(Mt.27,12-14). Wieder richteten diese Anschuldigungen selbst nichts aus, denn Christus war gerecht 
und Pilatus wusste das (Mt.27,18.22).

So sollte auch unser Leben sein: Die Taten so, dass alle Anschuldigungen sofort als grundlos 
erkannt werden, und die Worte in völliger Geradlinigkeit und kompromisslos aus Liebe zu Gott. 
Vergleiche:
»[...] führet einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter 
verleumden, doch auf Grund der guten Werke, die sie sehen, Gott preisen am Tage der Untersuchung. 
[...] Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr durch Gutestun den unverständigen und unwissenden 
Menschen den Mund stopfet« (1.Petr.2,12.15)
»und habet ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verlästern, 
zuschanden werden mit ihren Verleumdungen.« (1.Petr.3,16)

So haben auch wir es nicht nötig, uns in der Rede zu verteidigen (was nicht heißt, das dies gegen 
Gottes Willen wäre; vgl. Mk.13,11).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 15:1-Mark 15:38;">Markus 15:1-38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mk.15,21: Die Soldaten, die Jesus verspottet hatten, zwangen Simon von Kyrene, sein Kreuz zu 
tragen. Kann es sein, dass auch dies noch Spott war: dass sie dem König der Juden das Kreuz tragen 
ließen, so dass ER als König es nicht selbst tragen musste?

Mk.15,8: Die Volksmenge war eigentlich nicht wegen Jesus zu Pilatus gekommen, sondern um die 
Freilassung eines Gefangenen von Pilatus zu fordern, so wie Pilatus es bisher jedes Jahr zum Passah 
getan hatte (Mk.15,6.8). Die Hohenpriester, Ältesten und Schriftgelehrten, die Jesus überliefert 
hatten, hatten das Volk nicht zu Pilatus gebracht, es war völlig unabhängig von ihnen gekommen.

Mk.15,9-10: Dass die Volksmenge vor Pilatus Amtshaus und der dort stattfindende Prozess gegen Jesus 
nichts miteinander zu tun hatten, wird hier bestätigt: Pilatus wusste, dass das Volk nicht gekommen 
war, um die Hohenpriester gegen Christus zu unterstützen. Er versuchte deshalb einen Trick: das 
Volk gegen ihre Obersten, die ihn aus Neid überantwortet hatten (Mk.15,10) auszuspielen, indem er 
fragte »Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden freigebe?« (Mk.15,9). Er war sich wohl sicher, 
dass das Volk dem zustimmen würde, weil er wusste, wie gern es einen eigenen König statt der 
römischen Herscher gehabt hätte.

Mk.13,11: Die Hohenpriester aber hatten das Volk aufgewiegelt, ihnen nicht ihren König, sondern 
einen Mörder (Mk.15,7) freizugeben. Matthäus ergänzt, dass sie das Volk auch beredet hatten, Jesus 
umbringen zu lassen (Mt.27,20).

Mk.15,31: Die Hohenpriester und Schriftgelehrten spotteten: »Andern hat er geholfen, sich selbst 
kann er nicht helfen. Der Christus, der König Israels, steige nun vom Kreuze herab, auf daß wir 
sehen und glauben! Auch die, welche mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn.« Sie wussten also, 
dass ER den Anspruch vertrat, Christus zu sein, und dass ER anderen durch Wunder geholfen hatte.

Sie waren also Prophetenmörder wie ihre Väter, mehr noch, sie haben den Messias getötet: »Welchen 
Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, welche von dem Kommen des 
Gerechten vorher verkündigten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid;« (Apg.7,52)


Jer.26,4-16 enthält einen ganz ähnlichen Text: Die Priester und Propheten sprachen zu den Fürsten 
un zum Volk, Jeremia solle getötet werden (Jer.26,11). Das Volk ließ sich anders als beim Prozess 
gegen Jesus aber nicht bereden, sondern sie sagten: »Dieser Mann ist nicht des Todes schuldig; denn 
er hat im Namen des HERRN, unsres Gottes, zu uns geredet!« (Jer.26,16). Die Worte Jeremias aus 
Jer.26,14-15 könnten sich als Vorschattierung genauso auf den Prozess Jesu beziehen: »Doch seht, 
ich bin in euren Händen; tut mir, wie es euch gut und recht dünkt! Nur sollt ihr wissen, daß, wenn 
ihr mich tötet, ihr unschuldiges Blut auf euch und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner ladet; 
denn wahrhaftig, der HERR hat mich zu euch gesandt, um vor euren Ohren alle diese Worte zu reden!« 
Vergleiche dazu Mt.27,25: »Und alles Volk antwortete und sprach: Sein Blut komme über uns und über 
unsere Kinder!«


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 7:1-I Corinthians 7:9;">1. Kor.7:1-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was ist Gottes Lösung für die Hurerei?

Es ist gut für jeden Menschen, sexuell enthaltsam zu bleiben (1.Kor.7,1.6-7). Dies ist der erste 
Ansatz, um Hurerei zu vermeiden. Die Fähigkeit dazu ist aber nicht allen gegeben, sondern nur 
denen, die die Gnadengaben der Ehelosigkeit bekommen haben (1.Kor.7,7-8).

Wer sich nicht enthalten kann, der soll (er soll!) heiraten. Das ist der zweite Ansatz, um Hurerei 
zu vemeiden. Diese, die sich nicht enthalten können, haben die Gabe der Ehe erhalten. Für den, der 
sich nicht enthalten kann, ist es besser zu heiraten: das heißt, als Mittel gegen Hurerei. Dies ist 
kein Befehl, sondern Nachsicht Gottes mit unseren Schwachheiten (1.Kor.7,6): um Unzucht zu 
vermeiden, sollen die, die sich nicht enthalten können, ihren eigenen Ehepartner haben (1.Kor.7,2) 
und in diesem Zusammenhang ist auch das Verbot sexueller Verweigerung in der Ehe (1.Kor.7,3-4) zu 
verstehen, nämlich als Schutz vor Hurerei (1.Kor.7,5).

Sexualität in der Ehe ist der biblisches Schutz gegen die Versuchungen des Satans zur 
Unenthaltsamkeit (1.Kor.7,5)! Wer Probleme hat mit Sünden der Unenthaltsamkeit, wer sich nicht 
enthalen kann, der soll heiraten (1.Kor.7,9)! Der soll also nicht Gott um Enthaltsamkeit bitten, 
sondern den Schutzraum der Ehe aufsuchen! Das ist Nachsicht Gottes mit der Schwachheit unseres 
Fleisches. 1.Kor.7,9: Bereits Begierde nach Sexualität (»vor Verlangen brennen«) ist Grund, zu 
heiraten, nicht erst eine sexuelle Sünde der Unenthaltsamkeit. Wer sich aber enthalten kann, für 
den ist es besser, ledig zu bleiben!

Hier ist der HERR wirklich nachsichtig mit unserer Schwachheit: ER fordert nicht jeden zur 
Ehelosigkeit und sexuellen Enthaltsamkeit trotz fleischlicher Schwachheit auf, sondern nur die, 
denen ER die besondere Gabe dazu gegeben hat (Mt.19,11-12).

Zu heiraten ist eine gute Sache (1.Kor.7,38), wenn auch Ehelosigkeit für den, der dazu fähig ist, 
der bessere Weg ist (1.Kor.7,37-38). Gemeinschaft, auch die der Ehe, hat nämlich einen Segen: 
Pred.4,8-12.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 15:39-Mark 15:47;">Markus 15:39-47</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Josef von Arimathia
-- kam aus Arimathia, einer Stadt der Juden (Lk.23,51)
-- war ein angesehener Ratsherr (Mk.15,43)
-- war ein guter und gerechter Mann (Lk.23,50)
-- er war auch ein Jünger Jesu (Mt.27,57), aber heimlich, weil er sich vor den Juden fürchtete 
(Joh.19,38).
-- war ein Reicher (Jes.53,9) und gehört damit zu den wenigen Reichen, die den Weg ins Reich Gottes 
finden (Mk.10,23).
-- hatte der Verurteilung und Hinrichtung Jesu durch den Hohen Rat nicht beigestimmt (Lk.23,51). Er 
war also nicht anwesend, als der »ganze hohe Rat« den Beschluss gegen Jesus fasste (Mk.15,1).
-- wartete selbst auf das Reich Gottes (Mk.15,43). Das heißt nicht, dass er wie Simeon wusste, dass 
Christus getötet werden und auferstehen würde (Lk.2,34), sondern eher, dass er wie die Jünger Jesu 
meinte, Jesus werde bald das irdische Reich Israels wiederherstellen (Lk.24,21).
-- er »wagte es, ging zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jesu« (Mk.15,43).
-- nahm den Leib Jesu vom Kreuz herab (Lk.23,53; Mk.15,46)
-- er kaufte reine Leinwand (Mk.15,46; Mt.27,59)
-- er wickelte den Leib Jesu in diese Leinwand (Mk.15,46)
-- er legte ihn in seine eigene, neue Gruft (Mt.27,57), weil diese nahe war und sie nicht mehr viel 
Zeit hatten, da der Sabbath nahe war (Joh.19,42).

Josef von Arimathia war bisher nur ein heimlicher Jünger Jesu gewesen, aus Furcht vor den Juden 
(Joh.19,38). Jetzt aber fasste er Mut, er wagte etwas und bat Pilatus um den Leib Jesu (Mk.15,43). 
Auch die Hohenpriester und Pharisäer wussten so bald, dass Josef von Arimathia ein Jünger Jesu war 
(Mt.27,62-64). Josef hatte sich »geoutet«, aus Liebe zu seinem HERRN, und hatte IHM ein würdiges 
Begräbnis gegeben.

Frage: Was wagen wir aus Liebe zum HERRN? Outen wir uns für Christus, oder sind wir noch immer ein 
heimlicher Jünger aus Furcht vor den Mitmenschen (Joh.19,38)? Liebe braucht Mut!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 16:1-Mark 16:20;">Markus 16:1-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mk.16,6-7: Die ersten von Gott ausgesadten Missionare, die das neutestamentliche Evangelium 
verkündigen sollten, waren drei Frauen!

Mk.16,9-11: Der erste Missionar von Christus ausgesandte Missionar (Joh.20,17), der seinen 
Missionaauftrg auch wahrnahm, war auch eine Frau, nämlich Maria Magdalena.

Mk.16,11-16: Die ersten, die dem neutestamentlichen Evangelium nicht geglaubt haben, waren Männer. 
Die Jünger glaubten weder Maria Magdalena (Mk.16,9) noch den Emmaus-Jüngern (Mk.16,11). Welch eine 
besondere Gnade, dass Christus sie doch noch zum Glauben gebracht hat, gilt doch von nun an »wer 
aber nicht glaubt, der wird verdammt werden« (Mk.16,16). Und wie demütig sollte es uns machen, dass 
wir, die wir heute missionieren, früher dem nicht glauben wollten, was wir heute verkündigen, 
sondern erst durch Gottes Gnade überwunden wurden.

Unser ehemaliger Unglaube und der anderer liegt nicht darin begründet, dass wir nicht glauben 
können, sondern dass wir nicht glauben wollen: in der Herzenshärtigkeit (Mk.16,14). Auch die Jünger 
hatten ja ein völlig hinreichendes (5.Mo.19,15; Mt.18,16) übereinstimmendes Zeugnis von zwei 
Zeugen, nämlich den Emmaus-Jüngern (Mk.16,12-13).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 9:11-Hebrews 9:12;">Hebräer 9:11-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christus ist »durch das größere und vollkommenere Zelt, das [...] nicht von dieser Schöpfung ist« 
(Hebr.9,11) »in das Heiligtum eingegangen« (Hebr.9,12). Das zeigt, dass die gesamte Konstruktion 
der Stiftshütte und des Tempels ein Abbild himmlischer Dinge ist, dass es im Himmel nämlich 
tatsächlich ein »Heiligtum« und ein »Allerheiligstes« gibt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Thessalonians 1:10">1. Thessalonicher 1:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Gemeinde aus Thessalonich war auch darin ein Vorbild, die Wiederkunft ihres HERRN vom Himmel zu 
erwarten. Wann haben wir zum letzten Mal daran gedacht, dass der HERR ja wiederkommt? Einige Verse 
dazu:


»Es sollen eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennend; und seid gleich den Menschen, die 
ihren Herrn erwarten [...]« (Lk.12,35-36)

»Denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis 
daß er kommt.« (1.Kor.11,26)

»So geduldet euch nun, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn! Siehe, der Landmann wartet auf 
die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh und Spätregen 
empfangen hat. Geduldet auch ihr euch, stärket eure Herzen; denn die Wiederkunft des Herrn ist 
nahe!« (Jak.5,7-8)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 21:15-John 21:17;">Johannes 21:15-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die drei Fragen Jesu sind in ihrer Intensität abgestuft:

-- »Simon Jona, hast du mich lieber [Strong 25; Anm.] denn mich diese haben?« (Joh.21,15)

-- »Simon Jona, hast du mich lieb [Strong 25; Anm] ?« (Joh.21,16)

-- »Simon Jona, hast Du mich lieb [Strong 5368; Anm.]?« (Joh.21,17)
Aus der in den ersten beiden Fragen klar ersichtlichen Abstufung in der Intensität der 
ausgedrückten Liebe kann gefolgert werden, dass diese dritte Frage nach weniger Liebe fragt als die 
zweite. Der Unterschied liegt in der Wortwahl: in der zweiten Frage wird griech. »agapao« (Strong 
25) verwendet, in der dritten »phileo« (Strong 5368). Mit diesem letzteren, schwächeren Ausdruck 
beantwortete Petrus alle drei Fragen: er hatte Demut gelernt, nachdem er ja Jesus größere Treue 
versprochen hatte als alle anderen Jünger (deshalb Joh.21,15) und IHN dann doch dreimal verleugnet 
hatte (Mk.14,29-30). In diesem Gespräch mit Jesus nun erfährt Petrus seine Wiederherstellung.


Für die Verwendung von griech. »agapao« (Strong 25) und »phileo« (Strong 5368) gilt also (u.a. 
übernommen aus Strong's Wörterbuch):

»phileo« (Strong 5368) ist die freundschaftliche, menschliche, emotionale Zuneigung zu jemandem 
oder etwas. Das Wort kommt von »philos« (Strong 5384): »Freund«, u.a. auch »Nachbar«. »phileo« 
könnte man also passend mit »gern haben«, »sympathisch finden« übersetzen. »phileo« beinhaltet also 
nur die emotionale Komponente der Liebe. Dieses Wort wird verwendet von: den Heuchlern, die gerne 
(Strong 5368) an den Straßenecken beten (Mt.6,5).

»agapao« (Strong 25) umschließt die Bedeutung von »phileo«, meint aber zusätzlich Liebe als eine 
rationale, freie Entscheidung für jemanden oder etwas aufgrund vernünftiger Überlegungen, 
unabhängig von emotionaler Sympathie, sondern beruhend z.B. auf Gehorsam, Loyalität und Prinzip. 
Die höchste Liebe in unserem Leben soll von solcher Art sein, nämlich zu Gott (Mt.22,37) und 
unserem Nächsten (Mt.22,39).

Das zeigt: Gott will von uns nicht bloß Sympathie oder emotionale Zuneigung; das ist vor IHM wenig 
wert (Joh.21,15-17). Gott will stattdessen, dass unsere Liebe die freie, bewusste und treu 
verwirklichte Entscheidung unseres ganzen Menschens für IHN selbst ist. Damit stimmt voll überein 
und dadurch wird auch verständlich, dass Gott sagt: »Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine 
Gebote halten« (1.Joh.5,3). Die Liebe zu Gott erfordert absolute Treue des ganzen Menschen, nicht 
bloß eine flache emotionale Sympathie, sondern mehr. Wer Gottes Gebote hält, zeigt dadurch, dass er 
Gott in der rechten Weise liebt, nämlich nicht basierend auf Gefühl, sondern auf Treue.

Die Liebe Christi zur Gemeinde ist von dieser Art (Eph.5,25: Strong 25) und auch die Liebe des 
Mannes zu seiner Frau soll von dieser Art sein (Eph.5,25: Strong 25). Jesus sagt uns, dass wir auch 
unsere Feinde mit solcher Liebe lieben sollen (Mt.5,44).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Peter 1:4">2. Petrus 1:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»nachdem ihr dem in der Welt durch die Lust herrschenden Verderben entflohen seid« (2.Petr.1,4) - 
Petrus sagt uns klar, was in der Welt falsch läuft, welcher grundlegende Fehler alles Verderben in 
dieser Welt verursacht: das Begehren nach etwas, das Gott verboten hat, darunter alles, was jemand 
mehr begehrt als Gott selbst. Zu dieser Definition von Lust vergleiche diesen Kommentar zu 
1.Joh.2,15-17.

Lust oder Liebe? Das Prinzip Gottes ist die Liebe (Mt.22,37; Eph.5,25), das Prinzip der Welt ist 
die Lust (2.Petr.1,4). Die Liebe erbaut (1.Kor.8,1), die Lust aber richtet Verderben an 
(2.Petr.1,4). Denn Liebe will geben (Eph.5,25), Lust aber will immer nur haben (2.Mo.20,17). 
Egoismus ist ein anderes Wort für die Lust (2.Mo.20,17).

Die Liebe, die Gott uns geboten hat, ist:
-- wir sollen Gott über alles lieben (Mt.22,37), d.h. IHM alles hingeben (Röm.12,1)
-- wir sollen alle Menschen lieben wie uns selbst (Mt.22,39)
-- wir dürfen uns selbst so lieben wie jeden anderen Menschen (Mt.22,39), d.h. uns so viel geben 
wir wir anderen geben.

Alles, was dem nicht entspricht, ist fleischliche Lust.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 8:9-Romans 8:10;">Römer 8:9-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was heißt das: der Leib ist tot um der Sünde willen (Röm.8,10)?

-- Paulus kennt zwei Arten des Gesetzes: das »Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus« und 
das »Gesetz der Sünde und des Todes« (Röm.8,2). Dem letzteren sind wir als Christen gestorben 
(Röm.7,4), unser Leib ist deshalb tot (Röm.8,10). Der tote Leib kann nichts mehr tun; ein Christ 
kann nicht mehr sündigen, sondern der tote Leib sündigt (Röm.7,17). Wer an Christus glaubt, in dem 
wurde die Sünde verdammt und die Gerechtigkeit Christi erfüllt (Röm.8,3-4); nicht weil wir gerecht 
geworden wären, das ist dem fleischlichen Menschen nicht möglich (Röm.8,3), sondern weil Christus 
für uns gerecht war und damit auch unsere Ungerechtigkeit abgenommen hat (Röm.8,4).

-- Es gibt nun WIRKLICH KEINE Verdammnis mehr für den Gläubigen (Röm.8,1), denn Gott hat durch den 
stellvertretenden Tod SEINES Sohnes uns Sünder zu Gerechten gemacht, ohne dass wir etwas gerechtes 
getan hätten. Wie könnten wir da wieder zu Ungerechten werden, wenn wir etwas Ungerechtes tun?

Das bestätigt Paulus durch Röm.8,31-35: Wer will die anklagen, die Gott umsonst gerechtfertigt hat 
(Röm.8,33)? Wer wird uns noch verurteilen, wenn doch unser Richter entschieden hat, unsere Strafe 
selbst zu tragen (Röm.8,34)? Wenn unser Richter nun sogar unser Rechtsbeistand ist, wenn wir wieder 
sündigen (»der uns auch vertritt«, Röm.8,34 - vgl. 1.Joh.2,1), so gibt es doch wirklich niemanden, 
der gegen uns sein kann (Röm.8,31)!!

Denn sonst ist es Gott, der uns wegen unserer Sünden anklagt (Röm.8,33), und Gott, der uns deshalb 
verdammt (Röm.8,34). Deshalb stellt Paulus diese rhetorischen, mit Nein zu beantwortenden Fragen: 
Wird Gott uns anklagen, der uns rechtfertigt? Wird Christus uns bestrafen, der freiwillig sich an 
unserer Stelle bestrafen ließ?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 1:36">Johannes 1:36</scripRef></FONT><BR><P align="justify">

»Siehe, das Lamm Gottes!« - Hier wiederholt Johannes einen Teil des Zeugnisses, das er in 
Joh.1,29-34 über Jesus abgegeben hatte: »Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt 
hinwegnimmt. [...] Und ich habe es gesehen und bezeuge, dass dieser der Sohn Gottes ist.«

So ist also bereits zu Beginn des Wirkens Jesu offenbart, wer ER ist und dass ER für unsere Sünden 
sterben wird.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 1:38-John 1:39;">Johannes 1:38-39</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es ist doch eine gute Sache, wenn wir Jesu »Adresse« kennen, so dass wir IHN wiederfinden können. 
Die Frage der beiden ersten Jünger war also völlig angemessen, konnten sie doch so Jesus 
wiederfinden (Joh.1,41-42).


Johannes verwendet in seinem Evangelium durchweg die römische Zeitrechnung - warum sollte er auch 
nach 70 n.Chr., also nach der Zerstörung des Tempels, noch die jüdische Zeitrechnung verwenden, 
zumal er sein Evangelium in Ephesus schrieb, wo die römische Zeitrechnung galt?

Die Römer teilten die 24 Stunden des Tages in zweimal zwölf Stunden ein, und diese Einteilung haben 
wir so übernommen (vgl. AM: vormittags und PM: nachmittags im Englischen). Die Juden teilten den 
hellen Teil des Tages in zwölf Stunden ein (vgl. die Aussage Jesu in Joh.11,9, die sich natürlich 
auf das jüdische System bezieht, auch wenn Johannes sonst römische Zeitrechnung verwendet) und die 
Nacht in drei Nachtwachen, deren Länge sich mit der Länge der Nacht änderte.

Die »zehnte Stunde«, von der ab die beiden ersten Jünger Jesu bei IHM blieben (Joh.1,39) entsprach 
also 10 Uhr morgens.

Tabelle zur Umrechnung der Zeitangaben im Neuen Testament:

<TABLE>
   <TR>
      <TD>heute</TD>
      <TD>römisch</TD>
      <TD>jüdisch</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>01:00h</TD>
      <TD>1. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>02:00h</TD>
      <TD>2. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR>  
   <TR>
      <TD>03:00h</TD>
      <TD>3. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR> 
   <TR>
      <TD>04:00h</TD>
      <TD>4. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>05:00h</TD>
      <TD>5. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>06:00h</TD>
      <TD>6. Stunde (Joh.19,14)</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>07:00h</TD>
      <TD>7. Stunde</TD>
      <TD>1. Stunde</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>08:00h</TD>
      <TD>8. Stunde</TD>
      <TD>2. Stunde</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>09:00h</TD>
      <TD>9. Stunde</TD>
      <TD>3. Stunde (Mk.15,25; Apg.2,15)</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>10:00h</TD>
      <TD>10. Stunde (Joh.1,39)</TD>
      <TD>4. Stunde</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>11:00h</TD>
      <TD>11. Stunde</TD>
      <TD>5. Stunde</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>12:00h</TD>
      <TD>12. Stunde</TD>
      <TD>6. Stunde (Mk.15,33)</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>13:00h</TD>
      <TD>1. Stunde</TD>
      <TD>7. Stunde</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>14:00h</TD>
      <TD>2. Stunde</TD>
      <TD>8. Stunde</TD>
   </TR>  
   <TR>
      <TD>15:00h</TD>
      <TD>3. Stunde</TD>
      <TD>9. Stunde (Mk.15,33; Apg.3,1)</TD>
   </TR> 
   <TR>
      <TD>16:00h</TD>
      <TD>4. Stunde</TD>
      <TD>10. Stunde</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>17:00h</TD>
      <TD>5. Stunde</TD>
      <TD>11. Stunde</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>18:00h</TD>
      <TD>6. Stunde</TD>
      <TD>12. Stunde</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>19:00h</TD>
      <TD>7. Stunde (Joh.4,52)</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>20:00h</TD>
      <TD>8. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>21:00h</TD>
      <TD>9. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>22:00h</TD>
      <TD>10. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>23:00h</TD>
      <TD>11. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>24:00h</TD>
      <TD>12. Stunde</TD>
      <TD></TD>
   </TR>
</TABLE>

Frage: War der Zeitpunkt »die erste Stunde« ihr Ende (wie heute: 01:00h bedeutet, dass eine volle 
Stunde des Tages abgelaufen ist) oder ihr Anfang?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 1:42">Johannes 1:42</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier wird im Griechischen der Indikativ Futur Passiv von »kaleo« (nennen) verwendet: »du wirst 
Kephas genannt werden«. Dies ist eine Prophetie, eine auf die Zukunft bezogene Aussage, deren 
Erfüllung sich erst in Mt.16,18 (»Du bist Petrus.«) findet. Erst zu diesem Zeitpunkt bekam Petrus 
diesen Spitznamen bzw. Beinamen.

Diese kleine Begebenheit, der Spitzname, den Simon Bar Jona (Mt.16,17) bekommen sollte, offenbart, 
dass Jesus schon hier seinen Auftrag, für Sünder zu sterben, und dessen Erfolg, die 
neutestamentliche Gemeinde (Mt.16,18) kannte.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:8">Matthäus 10:8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebet es.« - Dies auch auf alle anderen Lebensbereiche zu 
übertragen und also geschenkte Dinge nicht zu verkaufen, sondern nur weiter zu verschenken, ist 
zwar kein absolutes Gesetz im NT, passt aber nach diesem Vers gut zum Willen Gottes.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Thessalonians 2:18">1. Thessalonicher 2:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Satan hat ein Interesse daran, zu verhindern, dass Christen einander besuchen. Denn dadurch, durch 
Lehre, Ermunterung und Ermahnung, durch Hilfe aus gegenseitiger Liebe, wächst schließlich das Reich 
Gottes und der einzelne Christ. Hat Satan es auch bei uns geschafft, dass wir unsere Geschwister 
nicht mehr aufsuchen und besuchen, um sie zu ermuntern und zu ermahnen? Vielleicht, indem er uns 
die Zeit dafür durch den Fernseher wegnimmt?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 1:43-John 1:51;">Johannes 1:43-51</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<p><b>Lied:</b> &raquo;Ich bin entschieden zu folgen Jesus&laquo;</p>

<h3>Zeitliche Gliederung vom Beginn der Handlung im Johannesevangelium</h3>

<OL>
   <LI>Tag: Das Zeugnis des Johannes &uuml;ber sich selbst, als die Priester und Leviten ihn danach 
   fragen lie&szlig;en; Ank&uuml;ndigung des Christus (Joh1,19-28).</LI>
   <LI>Tag: Erste Begegnung des Johannes mit Jesus, erstes Zeugnis &uuml;ber ihn (Joh.1,29-34).</LI>
   <LI>Tag: Zweites Zeugnis des Johannes &uuml;ber Jesus; Petrus, Johannes und Andreas werden 
   berufen (Joh.1,35-42).</LI>
   <LI>Tag: Berufung des Phillippus (Joh.1,43-51), Beginn der Reise nach Kana (Joh.1,43-51).</LI>
   <LI>Tag: erster Tag nach Beginn der Reise nach Kana.</LI>
   <LI>Tag: zweiter Tag nach Beginn der Reise nach Kana.</LI>
   <LI>Tag: dritter Tag (Joh.2,1) nach Beginn der Reise nach Kana, Hochzeit in Kana (Joh.2,1).</LI>
</OL>

<h3>&raquo;Entschieden zu folgen Jesus&laquo;</h3>

<P>Jesus <b>berief</b> seine ersten f&uuml;nf <b>J&uuml;nger in Bethanien</b> jenseits des Jordan 
(Joh.1,28). Sie wohnten jedoch nicht dort: Andreas, Petrus und Philippus kamen aus <b>Bethsaida</b> 
(Joh.1,44), einer Stadt am s&uuml;d&ouml;stlichen Ufer des Sees Genezareth, 110km n&ouml;rdlich von 
Bethanien, ebenso wohl Johannes (Mt.4,21); Nathanael kam aus <b>Kana</b> in Galil&auml;a 
(Joh.21,2).</p>

<p>Dass sie alle in Bethanien jenseits des Jordan versammelt waren, zeigt, dass sie wohl alle 
<b>J&uuml;nger Johannes des T&auml;ufers</b> waren, so wie es von Johannes und Andreas explizit 
erw&auml;hnt wird (Joh.1,35). Dass sie alle also durch die <b>Hinweise des Johannes</b> zu Jesus 
kamen (vgl. die Aufgabe des Johannes: Joh.1,6-7), wird dadurch <b>best&auml;tigt</b>, dass der 
ganze Abschnitt (Joh.1,37-51) von <b>Suchen und Finden</b> spricht, d.h. er impliziert, dass SEINE 
ersten J&uuml;nger den <b>Christus erwarteten und suchten</b>:
<UL>
   <LI>Johannes und Andreas folgten Jesus nach und wurden von ihm gefragt &raquo;Was sucht 
   ihr?&laquo; (Joh.1,38)</LI>
   <LI>Andreas findet seinen Bruder Simon (Joh.1,41).</LI>
   <LI>Andreas sagt zu Simon &raquo;Wir haben den Messias gefunden&laquo; (Joh.1,41).</LI>
   <LI>Jesus findet Philippus (Joh.1,43). Trotzdem sagt Philippus sp&auml;ter &raquo;Wir haben den 
   gefunden [...]&laquo;</LI>
   <LI>(Joh.1,45), das hei&szlig;t, Philippus hat selbst auch den Christus gesucht, war er doch 
   wohl auch ein
   J&uuml;nger des Johannes.</LI>
   <LI>Philippus findet den Nathanael (Joh.1,45)</LI>
   <LI>Philippus sagt zu Nathanael: &raquo;Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und  
   die  Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn Josephs, von Nazareth.&laquo; (Joh.1,45) Dass 
   er in der Mehrzahl spricht, erkl&auml;rt Johannes in Joh.1,44: Philippus kannte den Andreas und 
   Petrus, und weil er sah, dass auch sie Jesus nachfolgten, konnte er sagen &raquo;Wir haben den 
   gefunden [...]&laquo;.</LI>
</UL>
</p>

<p>Merken wir (z.B. in Joh.1,45.49), was f&uuml;r eine <b>Freude</b> es f&uuml;r die ersten 
J&uuml;nger war, als sie endlich den jahrhundertelang von Israel erwarteten Messias <b>gefunden</b> 
hatten? Wollen doch auch wir Christus immer wieder suchen - es lohnt sich und wird uns Freude 
machen, denn ER <b>l&auml;sst sich finden</b>. Spricht doch hier stets <b>Jesus das erste Wort</b> 
zu SEINEN J&uuml;ngern, d.h. wer Jesus findet und dann zu IHM kommt, dem offenbart ER sich sofort 
(vgl. Ereignis der Bekehrung):
<UL>
   <LI>zu Andreas und Johannes, als sie Jesus nachliefen (Joh.1,37): &raquo;Was sucht ihr?&laquo; 
   (Joh.1,38).</LI>
   <LI>zu Simon Petrus, als Andreas ihn zu Jesus f&uuml;hrte: &raquo;Du bist Simon, Jonas Sohn, du  
   sollst Kephas hei&szlig;en&laquo; (Joh.1,42).</LI>
   <LI>zu Philippus, von dem nicht berichtet wird, dass er aktiv zu Jesus kam, wiewohl er den 
   Messias suchte (Joh.1,45: &raquo;gefunden&laquo;): &raquo;Folge mir nach!&laquo; (Joh.1,43).</LI>
   <LI>zum kritischen Nathanael, der Jesus kennenlernen und pr&uuml;fen will: &raquo;Siehe, 
   wahrhaftig ein Israelit, in welchem keine Falschheit ist!&laquo; (Joh.1,47).</LI>
</UL>

Das sind Beispiele f&uuml;r die Aussage Jesu &raquo;Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir 
kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaussto&szlig;en.&laquo; <b>(Joh.6,37)</b>; 
alle seine J&uuml;nger waren dem HERRN Jesus von SEINEM Vater gegeben (Joh.18,9). Also: auch wenn 
wir suchende Menschen zu Jesus bringen (wie Andreas; Joh.1,42) oder auffordern, zu Jesus zu kommen 
(wie Philippus; Joh.1,45), k&ouml;nnen wir sicher sein, dass der HERR sich ihnen tats&auml;chlich 
offenbaren wird. Denn Christus sagt von sich selbst: &raquo;denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu 
suchen und zu retten, was verloren ist.&laquo; (Lk.19,10) - Christus sucht aktiv den verlorenen 
S&uuml;nder.</p>

<p>Was bedeutet die <b>Nachfolge praktisch</b>? Philippus reiste mit Jesus noch am Tag seiner 
Berufung ab nach Kana (Joh.1,43), ebenso wohl Nathanael (Joh.1,49). Nachfolge hinter Jesus her 
(heute: nach Gottes Willen leben) erfordert von Anfang an volle Entschlossenheit und 
bedingungslosen Gehorsam, Loslassen von allem anderen (vgl.: <b>Lk.9,57-62</b>). Das sofortige 
Verlassen von allem Bisherigen ist nach Lk.9,57-62 keine ungew&ouml;hnliche H&auml;rte.</p>

<h3>Von Jesus weitersagen</h3>

<p>Joh.1,45: So wie zuerst Andreas seinen Bruder Simon zu Jesus einl&auml;dt (Joh.1,41-42), so 
l&auml;dt Philippus jetzt den Nathanael ein (Joh.1,45). Das Evangelium sollte sich immer noch durch 
unsere Mundpropaganda ausbreiten, indem wir unsere <b>Bekannten zu Jesus einladen</b>! Sagte Jesus 
doch zu SEINEN J&uuml;ngern: &raquo;Folget mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern 
machen!&laquo; (Mt.4,19)</p> 

<p>Joh.1,48: Jesus sieht, was wir tun. Er wusste, dass und wann Philippus den Nathanael gerufen 
hatte. Er wei&szlig;, was wir tun, um Menschen zu IHM einzuladen. Und ER stimmt dem zu, wie hier, 
dass ein Nachfolger Jesu <b>von Anfang an missionarisch</b> t&auml;tig ist.</p>


<h3>Nathanael</h3>

<p>Nathanael bedeutet &raquo;Gott hat gegeben&laquo;. Er wurde von Jesus in Bethanien jenseits des 
Jordan, das am Jordan liegt und wo Johannes taufte (Joh.1,28),  zu einem der zw&ouml;lf Apostel 
berufen (vgl. Joh.21,2), kam aber eigentlich aus Kana in Galil&auml;a (Joh.21,2), das sind ca. 
100km Luftlinie nordnordwestlich. <b>Dorthin reiste Jesus</b> nach der Berufung des Nathanael 
(Joh.1,43;2,1) in etwa drei Tagen (Joh.2,1), um an der Hochzeit zu Kana teilzunehmen bzw. dort das 
erste Zeichen zu tun (Joh.2,11). Anm.: Was bedeutet diese Absicht Jesu, auf die Hochzeit zu Kana zu 
gehen, f&uuml;r die Auslegung von Joh.2,4?</p>

<p>Viele halten daf&uuml;r, dass Nathanael, der in den Apostellisten des Neuen Testaments 
(Lk.6,13-16; Mt.10,2-4; Mk.3,16-19) nicht unter diesem Namen gennannt wird, derselbe ist wie der 
<b>Apostel Bartholom&auml;us</b>. Daf&uuml;r spricht:

<UL>
   <LI>Matth&auml;us, Markus und Lukas erw&auml;hnen Nathanael nie, Johannes dagegen erw&auml;hnt 
   Bartholom&auml;us nie.</LI>
   <LI>Johannes sagt trotzdem, dass Nathanael einer der zw&ouml;lf J&uuml;nger war (vgl. Joh.21,2, 
   dazu Joh.20,24-26 zur Bedeutung von &raquo;andere J&uuml;nger&laquo;).</LI>
   <LI>Die Synoptiker zeigen eine nahe Verbindung zwischen Philippus und Bartholom&auml;us (vgl. die
   Apostelisten: Lk.6,13-16; Mt.10,2-4; Mk.3,16-19), Johannes zeigt eine solche Verbindung zwischen
   Philippus und Nathanael (Joh.1,45-46).</LI>
   <LI>Die meisten der anderen elf Apostel trugen ebenfalls zwei Namen.</LI>
</UL>

(aus: &raquo;The Internationale Standard Bible Encyclopedia&laquo;, © 1939 by Wm. B. Eerdmans 
Publishing Co., jetzt public domain. Als SWORD-Modul kostenlos zum Download auf 
http://www.crosswire.org. Zu Stichwort &raquo;Nathanael (2)&laquo;)</p>

<p>Die Einladung des Philippus an Nathanael (Joh.1,45) impliziert, dass Nathanael den Messias 
erwartete (s.o.) und auch, dass Nathanael gut <b>bewandert war in den Schriften</b> des Alten 
Testaments. Nathanael ist zuerst kritisch und fragt: &raquo;Kann aus Nazareth etwas Gutes 
kommen?&laquo; (Joh.1,46). Durch seine Schriftkenntnis wusste er wohl, dass der <b>Messias aus 
Bethlehem</b> kommen sollte (vgl. Mt.2,5-6; Micha 2,5). Deshalb hatte er wie fast alle 
Pahis&auml;ern und Schriftgelehrten ein Vorurteil gegen &raquo;Jesus von Nazareth&laquo;, doch wir 
wissen, dass ER tats&auml;chlich in Bethlehem geboren wurde (Lk.2,4-5):

<UL>
   <LI>&raquo;41 Andere sagten: Er ist der Christus. Andere aber sagten: Christus kommt doch nicht 
   aus Galil&auml;a? 42 Sagt nicht die Schrift, da&szlig; der Christus aus dem Samen Davids und aus 
   dem Flecken Bethlehem, wo David war, kommen werde? 43 Also entstand seinetwegen eine Spaltung 
   unter dem Volk.&laquo; (Joh.7,41-43)</LI>
   <LI>&raquo;50 Da spricht zu ihnen Nikodemus, der des Nachts zu ihm gekommen und einer der Ihren 
   war: 51 Richtet auch unser Gesetz einen Menschen, man habe ihn denn zuvor selbst geh&ouml;rt und 
   erkannt, was er tut? 52 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch aus Galil&auml;a? 
   Forsche nach, und du wirst sehen, da&szlig; aus Galil&auml;a kein Prophet ersteht!&laquo; 
   (Joh.7,50-52)</LI>
</UL>

Doch Nathanael <b>&uuml;berwindet sein Vorurteil</b> gegen Jesus. Wie? Indem er Jesus selbst 
<b>begegnet</b>. Indem er zu Jesus kommt und dieser sich dann ihm offenbart, indem er sagt er habe 
ihn gesehen, als er sich unter den Feigenbaum zum Gebet zur&uuml;ckgezogen hatte (Gott sieht unser 
Beten!). Philippus zeigt uns die beste Methode, <b>mit Kritikern und Zweiflern umzugehen</b>: sie 
aufzufordern, Jesus zu bitten, ihnen zu begegnen. Der HERR erm&ouml;glicht jedem (fr&uuml;he) 
Suchenden den Glauben an IHN (Spr.8,17), Nathanael z.B. dadurch, dass ER ihm seine Allwissenheit 
offenbarte.</p>

<p>Jesus testierte dem Nathanael, dass er &raquo;wahrhaftig ein Israelit, in welchem <b>keine 
Falschheit</b> ist&laquo; (Joh.1,47) sei. Das verwendete Wort ist griech. &raquo;dolos&laquo;, 
eigtl. &raquo;K&ouml;der f&uuml;r Fische&laquo;, &uuml;bertragen &raquo;List&laquo;, 
&raquo;Betrug&laquo;, &raquo;Arglist&laquo;. Es bedeutet also nicht, das Nathanael
s&uuml;ndlos gewesen w&auml;re, denn das ist kein Mensch (Pred.7,20). Jesus selbst war ohne Betrug 
(Jes.53,9); nach seinem und Nathanaels Vorbild sollen auch wir aufrichtg leben.</p>

<p><b>Frage:</b> Wer im Geschlechtsregister Israels war listig? (Jakob; entsprechend wird 
&raquo;dolos&laquo; f&uuml;r seinen Betrug in der griech. &Uuml;bersetzung des NT, der LXX, 
verwendet).</p>


<p>Joh.43,51:
<UL>
   <LI>Warum sagte Jesus <b>diesen Vers zu Nathanael?</b> Es scheint eine <b>Erg&auml;nzung zu 
   Joh.1,50</b> &raquo;Du wirst Gr&ouml;&szlig;eres sehen als das!&laquo; zu sein, n&auml;mlich was 
   diese gr&ouml;&szlig;eren Dinge sein werden. Deshalb ist auch zuerst Nathanael (&raquo;Und er 
   spricht zu ihm: [...]&laquo;; Joh.1,51) angesprochen, dann aber auch weitere Personen 
   (&raquo;ich sage euch&laquo;; Joh.1,51).</LI>
   <LI>Was bedeutet es, dass der Himmel offen ist und die Engel <b>auf- und niedersteigen</b> auf 
   Christus? <b>Frage:</b> Wo wird in der Bibel noch berichtet, dass Engel auf- und niedersteigen? 
   Jakob tr&auml;umte davon (lies: 1.Mo.28,12-13.16-17). Dieses Geschehen dr&uuml;ckt also aus, 
   dass <b>Christus die Verbindung</b> zwischen Gott und Menschen ist, dass Christus &raquo;Gottes 
   Haus&laquo; und die &raquo;Pforte des Himmels&laquo; (1.Mo.28,17) f&uuml;r uns ist. Denn 
   Christus ist gleichzeitig Gottes Sohn (Joh.1,49) und der Sohn des Menschen (Joh.1,51). In
   IHM wohnte Gott tats&auml;chlich unter uns (Joh.1,14), aber in menschengemachten H&auml;usern 
   hatte ER noch nie gewohnt (2.Chr.6,18; vgl. Offb.21,3).</LI>
   <LI>Johannes sah einen offenen Himmel bei der Taufe Jesu (Mt.3,16).</LI>
   <LI>Stephanus sah kurz vor seinem Tod den Himmel offen (Apg.7,55-56).</LI>
</UL>

Joh.1,45: Beispiele f&uuml;r <b>Prophezeihungen</b> auf das Kommen <b>des Messias</b> geben, 
n&auml;mlich vom Abschluss aller Propheten. Ggf. kurz solche sammeln. Z.B. Amos 9,11-15, bezogen 
auf das zuk&uuml;nftige irdische Reich des Christus (vgl. MAK zu Amos 9,11-15).</p>

<p>Einf&uuml;gen: Es waren einfache Leute, die Jesus zu J&uuml;ngern berief.</p>


<h3>Das erste Wunder Jesu</h3>

<p>Joh.1,50: War dies das wirklich erste &uuml;bernat&uuml;rliche Handeln Jesu, von dem uns die 
Bibel berichtet? Ja, denn es wird noch vor dem Wunder auf der Hochzeit zu Kana (Joh.2,1-10), dem 
&raquo;Anfang der Zeichen&laquo; (Joh.1,11) berichtet. Au&szlig;erdem geschah es ganz zu Anfang des 
Wirkens Jesu, das ja mit der Taufe des (durch?) Johannes begann (Apg.1,22).</p>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 5:6-Romans 5:21;">Römer 5:6-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was sagt die Bibel zur sog. »Erbsünde«?

-- Alle Menschen sind zuerst Gottlose und schwach (Röm.5,6).
-- Alle Menschen sind zuerst Sünder, und für solche ist Christus gestorben (Röm.5,7).
-- Alle Menschen sind zuerst Feinde Gottes (Röm.5,10).
-- Alle Menschen haben gesündigt (Röm.5,12.14), deshalb müssen sie auch alle sterben (Röm.5,12). 
Warum haben sie alle gesündigt? Weil die Sünde durch Adam in diese Welt gekommen ist (Röm.5,12). 
Das ist gleichzeitig die Erläuterung von Röm.5,15: Durch Adams Sünde sind wir alle gestorben, 
nämlich mittelbar dadurch, weil wir alle an der Sünde teilgenommen haben, die Adam in die Welt 
gebracht hat. Das bedeutet für Röm.5,18-19: durch Adams Sünde sind wir alle verurteilt worden, denn 
weil sie durch Adam in der Welt war, haben wir auch gesündigt und konnten gar nicht anders 
(Röm.5,18). So hat uns Adams Ungehorsam alle zu Sündern gemacht (Röm.5,19).

Anscheinend haben die Menschen nach Adam nicht mehr die Möglichkeit, sich frei für oder gegen die 
Sünde zu entscheiden. Denn seit dem Sündenfall Adams ist die Sünde in der Welt (Röm.5,12); ein 
Beispiel dafür ist der Mord Kains an Abel: die Sünde »lauerte vor der Tür«, und gierte nach Kain 
(1.Mo.4,7). Sie war schon da (weil Kain böse war?; 1.Mo.4,7), und Kain sollte über sie herrschen 
(1.Mo.4,7).

Kein Mensch ist gerecht. Wenn einer gerecht wäre, so würde er durch seine eigene Gerechtigkeit 
(d.i. »die Brüder lieben«; 1.Joh.3,14) zum ewigen Leben gelangen (1.Joh.3,14). Die völlige (auch 
theoretische) Unfähigkeit, als fleischlicher Mensch gerecht vor Gott zu sein, bezeugt die Bibel an 
etlichen Stellen:

-- »darum, weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft wider Gott ist; denn sie ist dem Gesetz 
Gottes nicht untertan, sie kann es auch nicht. Die aber im Fleische sind, vermögen Gott nicht zu 
gefallen.« (Röm.8,7-8)
-- »damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden, und nicht aus Gesetzeswerken, weil 
aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird.« (Gal.2,16)
-- »Ich setze die Gnade Gottes nicht beiseite; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so 
ist Christus vergeblich gestorben.« (Gal.2,21)
-- »Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar 
bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht!« (Röm.7,18)
-- »Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch 
geredet habe, sind Geist und sind Leben.« (Joh.6,63)
-- »Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, daß er sehe, ob jemand so verständig sei und 
nach Gott frage; aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; keiner ist, der Gutes tut, 
auch nicht einer!« (Ps.14,2-3)
-- »Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes« 
(Röm.3,23) 
-- »Wir wissen aber, daß das Gesetz alles, was es spricht, denen sagt, die unter dem Gesetze sind, 
auf daß jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, weil aus Gesetzeswerken 
kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.« 
(Röm.3,19-20)
-- »Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, zur rechten Zeit für Gottlose gestorben.« 
(Röm.5,6)

Also ist ersichtlich, dass kein natürlicher, fleischlicher Mensch ein Gott gefälliges Leben hätte 
führen können oder sich gar als vollkommenes Opfer für die Sünden seiner Mitmenschen hätte 
darbringen können. Wodurch also unterschied sich der Mensch Christus von anderen Menschen, dass ER 
das Opfer für unsere Sünden sein konnte?

-- Christus ist gerecht, wir aber sind alle von Natur aus ungerecht (1.Petr.3,18).
-- »Denn als wir im Fleische waren, da wirkten die sündlichen Leidenschaften, durch das Gesetz 
erregt, in unsren Gliedern, um dem Tode Frucht zu bringen.« (Röm.7,5)
-- »Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde 
verkauft. Denn was ich vollbringe, billige ich nicht; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was 
ich hasse, das übe ich aus. [...] Nun aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, 
die in mir wohnt.« (Röm.7,14-15.17)
-- »Denn was dem Gesetz unmöglich war (weil es durch das Fleisch geschwächt wurde), das hat Gott 
getan, nämlich die Sünde im Fleische verdammt, indem er seinen Sohn sandte in der Ähnlichkeit des 
sündlichen Fleisches und um der Sünde willen« (Röm.8,3)

Der Mensch ist von Natur aus fleischlich (Röm.7,14). Das heißt: er ist unter die Sünde verkauft 
(Röm.7,14), die in ihm wohnt (Röm.7,17) und dem Tode Frucht bringen will (Röm.7,5).

Das Gesetz hat das Ziel der Sündenerkenntnis (Röm.3,19-20), nämlich durch den aussichtslosen 
(Röm.3,20) Versuch, Gerechtigkeit aus Gesetzeswerken zu erlangen und so die Sünde im Fleisch zu 
verdammen (Röm.8,3). Das sollte das Gesetz leisten, aber Gott wusste um die Aussichtslosigkeit 
dieses Versuchs, weil der Mensch aufgrund des Sündenfleisches nicht gerecht leben kann (!; 
Röm.8,3). Darum hat Gott es schließlich selbst erfüllt (Röm.8,3), indem er seinen gerechten 
(1.Petr.3,18) Sohn sandte, um unser Problem der Sünde zu beheben. Aber erst, nachdem er allen 
selbstgerechten Menschen durch das Gesetz ihre Sündigkeit und Unfähigkeit zu gottgefälligem Leben 
nachgewiesen hatte (Röm.3,19-20).


Warum wurde Christus Mensch, da ER doch schon vorher, d.i. als Gott sündlos war?:

»Fleisch« hat in Röm.8 durchweg die geistliche Bedeutung »Begierden nach Sünde«, und meint nicht 
das »Fleisch« auf dem Knochen. In diesem Vers wird das explizit an der ersten Verwendung deutlich: 
dieses Fleisch schwächt die Fähigkeit zur Gerechtigkeit (Röm.8,3). Wie um zu zeigen, dass es im 
nächsten Teilsatz immer noch um diese Bedeutung von »Fleisch« geht, setzt Paulus hinzu: Christus 
wurde in der Gestalt (Strong 367: »Form, Gestalt, Ähnlichkeit, gebaut wie«) des sündlichen (!) 
Fleisches gesandt (Röm.8,3). Das heißt: Christus hat wie wir Begierden nach Sünde gekannt. Die 
Versuchung zur Sünde, d.i. das Locken des Fleisches (Jak.1,14) ist noch keine Sünde (Hebr.4,15).

Und weiter: in diesem Sündenfleisch verdammte Gott die Sünde (Röm.8,3; dasselbe griech. Wort wie 
auch vorher für »Fleisch«). Das heißt: Gott hatte endlich jemanden gefunden, der die Sünde besiegen 
konnte, das heißt der allen Versuchungen des Sündenfleisches zur Sünde, denen auch jeder Mensch 
ausgesetzt ist, widerstand. Dem Menschen verunmöglichte das Fleisch die Gerechtigkeit (Röm.7,23; 
8,3a), Christus aber war trotz des Fleisches gerecht (Röm.8,3b). Das zeigt: Gott ist stärker als 
die Sünde und der Teufel, ER hat die Sünde besiegt - wozu wir zu schwach waren (Röm.8,3 - genau 
dieser Gedanke).

Der Unterschied des Menschen Jesu, der trotz des Fleisches sündlos war, zu uns Menschen, die das 
Fleisch zur Sünde zwingt, ist also allein der: weil Christus gleichzeitig Gott war, war er stärker 
als das Fleisch und blieb sündlos.

Bestätigung: »Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unsren 
Schwachheiten, sondern der in allem gleich wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.« 
(Hebr.4,15). Wir werden versucht, wenn unser Fleisch uns lockt (Jak.1,14). Und genauso ist Christus 
versucht worden: als Mensch, angefochten vom Bösen. Doch ohne Sünde (Hebr.4,15) ... wie das? Weil 
er völlig gleichzeitig Gott selbst war, und Gott selbst ist nicht angefochten vom Bösen (Jak.1,13). 
Das war die wirklich einzige Möglichkeit unserer Errettung, d.i. die Sünde im Sündenfleisch selbst 
zu verdammen (Röm.8,3): Es musste jemand kommen, der gleichzeitig angefochten war von der Sünde 
(Christus als Mensch) und gleichzeitig nicht angefochten war von der Sünde (Christus als Gott; 
Jak.1,13), um so eben die Sünde zu besiegen. Deshalb ist die Frage, ob Jesus in der Versuchung 
durch den Teufel angefochten war oder nicht, falsch gestellt: Er war sowohl angefochten (als 
Mensch, genau wie wir schwachen Menschen; Hebr.4,15) als auch nicht angefochten (als Gott; 
Jak.1,13). Und weil Christus als schwacher Mensch wie wir angefochten war, hat er wirklich Mitleid 
mit uns schwachen Menschen (Hebr.1,14)! Die härteste Anfechtung des Menschen Christus sehen wir im 
Garten Gethsemane (Mt.26,38-44) - kein natürlicher Mensch hätte hier bestehen können, aber Christus 
war gleichzeitig Gott, und deshalb konnte ER gehorchen.

Dass Christus als Gott schon immer sündlos war, war noch kein Sieg über die Sünde im Fleisch - 
Christus musste auch als Mensch in der Schwachheit des Fleisches sündlos sein! 

Hier zeigt uns Christus auch, wie der natürliche Mensch (gilt das auch noch für den erretteten 
Menschen?; vgl. Röm.7) mit Anfechtung umgehen muss (Mt.26,41): das Fleisch ist schwach, d.h. er 
kann aufgrund des Sündenfleisches in der Anfechtung nicht bestehen, auch wenn er will (»der Geist 
ist willig«; Mt.26,41). Deshalb soll er beten, erst gar nicht in die Anfechtung zu kommen. Diese 
Bewahrung vor Versuchungen, in denen jeder natürliche Mensch unweigerlich fallen müsste, wird auch 
im Vaterunser ausgedrückt: »Und führe uns nicht in Versuchung« (Mt.6,13). 

Dann folgt im Vaterunser weiter: »[...] sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich 
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!« (Mt.6,13). Ist dies die (vor dem erlösenden Tod 
Jesu!) gesprochene Bitte um den verheißenen Messias, nach Art: »erlöse uns von dem Bösen, das in 
uns wohnt, von unserem Fleisch. Du allein kannst es, denn Du allein bist stärker als die Sünde, 
stärker als alle Versuchungen des Fleisches.« Wie sonst wäre die begründende Einleitung von »Denn 
dein ist das Reich [...]« zu verstehen? Christus nämllich ist es, der uns tatsächlich erlöst hat 
vom in uns wohnenden Bösen, von unserem Fleisch, dem Todesleib (Röm.7,23-25).

Vielleicht wird so auch klarer, warum Jesus sich selbst so oft als Menschensohn bezeichnet: weil er 
tatsächlich ein Mensch war, ganz genauso wie wir, mit allen Schwachheiten (Hebr.4,15), aber eben 
auch Gott, mit allen Stärken (Jak.1,13), weshalb ER sündlos war und die Sünde besiegte.

Weiter betrachten: Wie sieht die Fähigkeit zu gerechtem Leben des wiedergeborenen Menschens aus?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 7:14">1. Korinther 7:14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Frage: heißt das, das Kinder gläubiger Eltern nicht mehr in die Stellung der Sünde (»getrennt von 
Gott«) geboren werden, sondern von Gott die Verheißung haben, dass sie ihn einmal annehmen werden 
(wo steht das?).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 25:35-Matthew 25:46;">Matthäus 25:35-46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christen werden von ihrem HERRN einmal so beurteilt: »Und der König wird ihnen antworten und sagen: 
Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es [Liebe geübt; Anm.] getan habt einem dieser meiner 
geringsten Brüder, habt ihr es mir getan!« (Mt.25,40)

Nichtchristen aber werden von Gott einmal so beurteilt: »Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, 
ich sage euch, insofern ihr es nicht getan habt einem dieser Geringsten, habt ihr es mir auch nicht 
getan!« (Mt.25,45)

Christen bekommen also ewiges Leben (Mt.25,46), weil und wenn sie einmal Liebe geübt haben 
(Mt.25,40), Nichtchristen aber werden ewig verdammt (Mt.25,46), weil und wenn sie auch nur einmal 
nicht Liebe geübt haben (Mt.25,45). Ist das gerecht, so unterschiedliches Maß zu verwenden? Ja, 
denn hier wird Gottes Gnade deutlich, die die Gerechten angenommen und dadurch gerecht gworden 
sind. All die Fälle, in denen sie nicht Liebe geübt haben, sind ihnen vergeben worden. Den 
Ungerechten aber helfen all die Fälle nicht, in denen sie Liebe geübt haben, auch wenn es viele 
gewesen sind: »Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder 
krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient?« (Mt.25,44). Gott ist gerecht und muss sie 
verdammen, weil sie mindestens einmal nicht Liebe geübt haben (Jak.2,8-10).

Hier zeigt sich auch: Gott wird in jedem erretteten Menschen mindestens ein Werk der Liebe bewirken 
(Mt.25,40), das ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wird (Mt.25,34). Die ungerechten Werke aber sind 
ihm vergeben und bewirken nicht mehr seien Verdammnis. Jakobus sagt dazu: Der Glaube ohne Werke ist 
tot (Jak.2,17.20).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 2:13">Jakobus 2:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In Vergleich mit den inhaltlich parallelen Versen 1.Joh.4,17-18 zeigt sich: Was Jakobus hier 
»Barmherzigkeit« nennt, ist die Liebe untereinander. Tatsächlich kommt das Nomen »Liebe« im 
Jakobusbrief nicht vor.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:35-Luke 22:38;">Lukas 22:35-38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Warum gebot Jesus seinen Jüngern, Schwerter zu kaufen, da Jünger Jesu es doch nicht einsetzen 
dürfen, um Menschen damit zu töten (Lk.22,49-51; Mt.26,52)? Müssen Christen mit einem Schwert im 
Gürtel nur zu Abschreckung herumlaufen? Dann würde sich das Gerücht verbreiten: die Christen haben 
alle Schwerter im Gürtel, aber die stechen nicht zu.

Nein, sondern: Der HERR war immer sehr besorgt darum, dass sich alle Prophezeihungen des AT, die 
sich auf IHN beziehen, erfüllen. So begründet ER auch SEINE Aufforderung, Schwerter zu kaufen - 
nämlich dass sich die Prophezeihung erfüllen müsse, ER sei unter die Übeltäter gerechnet worden 
(Lk.22,37). Deshalb gebietet ER nur für diese Nacht SEINER Kreuzigung: sie sollten Geldbörse und 
Vorratstaschen mitnehmen, statt wie bisher auf IHN zu vertrauen (Lk.22,36). Und sie sollten 
Schwerter kaufen, um als Übeltäter handeln zu können - das tat Petrus, indem er dem Knecht des 
Hohenpriesters das Ohr abschlug (Lk.22,49-50; vgl. Mt.26,52).

In der Gemeindezeit gilt wie vorher, dass Missionare für ihre Versorgung auf den HERRN allein 
vertrauen sollen und nicht bewaffnet vorgehen dürfen.

Lk.22,38 heißt daher: Zwei Schwerter sind genug, um diese Prophezeihung zu erfüllen. Genug von 
diesem Thema.

Diese Prophezeihung und der Schwertstreich des Petrus haben für die Gefangennahme Jesu noch eine 
besondere Bedeutung. Zuerst nämlich hatte die Rotte, die Jesus gefangennehmen sollte, gar keien 
Legitimation dazu. Sie waren wohl ziemlich ratlos, wie sie es anstellen sollten, einen 
friedfertigen Mann, der sich ihnen auch noch selbst stellte, gewaltsam abzuführen (Joh.18,3-8). 
Dann jedoch schlät Petrus mit dem Schwert drein, und diese Gewalttat gibt der Rotte die 
Gelegenheit, Jesus als den »Anführer« gewaltsam gefangenzunehmen: »Die Rotte nun und ihr Oberst und 
die Diener der Juden griffen Jesus und banden ihn« (Joh.18,12).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:7-Matthew 10:10;">Matthäus 10:7-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Grundsätz für Missionare, nicht selbst mit weltlichen Mitteln Vorsorge für ihre Ernährung, 
ihren Schutz und ihre sonstigen natürlichen Bedürfnisse zu treffen, gilt auch noch in der 
Gemeindezeit unverändert. Denn die Begründung ist hier: »denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert« 
(Mt.10,10). Und diese Begründung gilt auch weiter im NT, z.B. werden wir so aufgefordert, die 
Ältesten und Lehrer für ihre Arbeit zu ehren (1.Tim.5,17-18; vgl. auch 1.Kor.9,9-14).

Lk.22,35-37 hebt diesen Grundsatz für die Gemeindezeit nicht auf, sondern hier geht es nur um 
Anweisungen für die Nacht der Kreuzigung Jesu (u.a., Schwerter zu kaufen), damit die Prophezeihung 
»Und er ist unter die Übeltäter gerechnet worden.« (Lk.22,37; aus Jes.53,12) erfüllt würde. 
Vergleiche dazu MAK zu Lk.22,35-38.

Stattdessen zeigt Jesus, dass ER für die Erfüllung unserer natürlichen Bedürfnisse völlig selbst 
sorgen kann (Lk.22,35). ER Verheißt dies sogar denen, die zuerst nach SEINEM Reich und SEINER. 
Gerechtigkeit trachten (Mt.6,33).

Christus erfüllte die natürlichen Bedürfnisse seiner Jünger damals (Lk.22,35), und zwar durch 
Menschen: sie sollten in der Stadt, in der sie predigen, ein würdiges Haus suchen und dort zu Gast 
bleiben, »denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert« (LK.10,7). Auch für Missionare im NT gilt, dass 
Gott sie durch die Gaben derjenigen, denen sie dienen, versorgen will: »So hat auch der Herr 
verordnet, daß die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.« (1.Kor.9,14; 
vgl. 1.Kor.9,9-13).

Es gibt sogar noch einen »Weg darüber hinaus«: Paulus gebrauchte diese »Rechte am Evangelium« nicht 
(1.Kor.9,15.18), sondern war ein Vorbild darin, sich mit der Arbeit seiner eigenen Hände zu 
versorgen statt Geschwistern zur Last zu fallen (Apg.20,33-35). Er lehnte es aber nicht ab, wenn 
Geschwister ihn durch freiwillige Gaben unterstützen wollten (Phil.4,10-18), denn das war für die 
gebende Gemeinde selbst geistliche Frucht vor Gott. Darum ist es zwar nicht nach Gottes Willen, im 
Dienst für Gott für seine Versorgung auf eigene Kraft statt auf Gottes Hilfe zu setzen - Missionare 
müssen bereit sein, ohne materiellen Rückhalt oder eine gesicherte Versorgung in der Mission zu 
dienen (Mt.10,7-10). Das Evangelium durch eigene Arbeit kostenfrei zu machen, aber freiwillige 
Gaben von Geschwistern anzunehmen, ist nach Gottes Willen, wie hier am Beispiel des Paulus gezeigt. 
Und diese freiwilligen Gaben von Geschwistern zur Versorgung und (auch technischen?) Unterstützung 
von Missionaren sind also ebenfalls nach Gottes Willen, sie bringen sogar reichlich geistliche 
Frucht vor Gott (Phil.4,17). Diesen Dienst verrichteten Jesus gegenüber SEINE Jüngerinnen 
(LK.8,2-3).

Materielle Unterstützung von Missionaren und ihrer Arbeit ist also durchaus ein möglicher und 
belohnter (Phil.4,17) Dienst in Gottes Reich. Jedoch darf kein Missionar seine Arbeit von solcher 
Unterstützung abhängig machen (Phil.4,11-12.17). Es braucht uns nicht zu verwundern, dass Gott 
seine Diener verorgt, indem ER Menschen als Werkzeuge benutzt: das war damals so (LK.10,7) und ist 
auch heute noch so (Mt.6,33 mit Phil.4,17).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 13:35">Johannes 13:35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier sagt Jesus, durch was sich Christen nach SEINEM Vorbild (Joh.13,34) von allen anderen Menschen 
in der Welt unterscheiden werden: durch Liebe untereinander. Man kann ohne weiteres beobachten, 
dass alle Handlungen von Nichtchristen in der Welt aus Egoismus, dem Streben nach seinem eigenen, 
privaten Glück motiviert sind:

<UL>
   <LI>Unser Arbeiten und Wirtschaften, alle Firmen, dienen letztlich dem Konsum von
   Privatpersonen, worin sie ihr Lebensglück zu finden versuchen.</LI>

   <LI>Selbst wenn Menschen etwas aus Zwang tun, so ist das aus Egoismus motiviert: indem man die 
   drohende Strafe vermeidet, sucht man sein eigenes Glück. Dazu zählt z.B. der von vielen nur 
   widerwillig getane Militärdienst.</LI>

   <LI>Die einzige Ausnahme findet man noch in der natürlichen Liebe zum Ehepartner und den 
   Kindern, aufgrund der selbst böse Menschen gute Gaben geben (Mt.7,9-11), möglicherweise ohne 
   egoistische Motive.</LI>
</UL>

Und genau davon sollen sich Christen unterscheiden: Sie können wie Paulus lernen mit der aktullen 
persönlichen Situation zufrieden zu sein (Phil.4,11), egal ob das Reichtum oder Armut ist. Gott 
gibt ihnen doch alles, was sie brauchen, und das Glück hängt ja offensichtlich nicht von 
materiellen Umständen ab: arme Afrikaner sind nicht unzufriedener als reiche Deutsche. Weil Gott 
sie zuerst geliebt hat (1.Joh.4,19) können Christen also beginnen, aus Liebe zu leben: all das zu 
geben, was sie selbst gern hätten (Mt.7,12) und die Lasten anderer zu tragen (Gal.6,2).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Timothy 2:15">1. Timotheus 2:15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Folgende Auslegung scheint mir dem natürlichen Sprachgebrauch des Verses gerecht zu werden, d.h. 
ist wohl die wirkliche Bedeutung des Verses, ohne der Sprache Gewalt anzutun. Es geht in diesem 
Vers nicht um die (einmalige) Rechtfertigung vor Gott, denn die hier angesprochenen Frauen sind 
bereits in Glaube, Liebe, Heiligung, Zucht. »Rettung« meint hier, das ewige Leben im Himmel 
tatsächlich zu erhalten. Dazu ist es nötig, dass Gläubige auch ausharren (Heb.10,36-38), dass sie 
also bleiben in Glaube, Liebe, Heiligung, Zucht (1.Tim.2,15b). Denn es ist ja möglich, dass sie 
abfallen (Heb.10,26-31). Nun tritt es aber nie ein, dass Gläubige abfallen, denn Gott bewahrt sie 
bei sich (Joh.17,11-12), bezieht dabei aber voll den Gläubigen selbst und die Gemeinde ein. So auch 
hier: Gott fordert Frauen auf, zu heiraten (1.Tim.5,14), Kinder zu gebären (1.Tim.2,15; 5,14), dem 
Haushalt vorzustehen (1.Tim.5,14) und dem Widersacher keinen Anlass zur Lästerung zu geben 
(1.Tim.5,14), als Hilfe, um nicht einen faulen und unheiligen Charakter zu bekommen (1.Tim.5,13) 
und so vom Glauben abzufallen (1.Tim.5,15). (Paulus spricht in 1.Tim.5,13-15 über dasselbe Thema, 
speziell für junge Witwen.) Kinder zu erziehen und einen Haushalt zu führen ist ein Mittel, mit dem 
Gott Christinnen bei sich bewahrt - diese Taten selbst retten sie nicht (das widerspäche völlig der 
biblischen Rechtfertigungslehre), sondern das »Bleiben in Glaube, Liebe, Heiligung, Zucht« 
(1.Tim.2,15b), zu dem sie hoffentlich führen (aber nicht garantiert, wie die Bedingung in 
1.Tim.2,15b zeigt).

Dieser Auslegung widerspricht nicht, dass der HERR einigen Frauen die Gabe der Ehelosigkeit gibt - 
für sie gilt diese Anweisung nicht, um am Glauben zu bleiben.

Frage: Gibt es auch für Männer nach der Bibel etwas analoges, das ihnen hilft, am Glauben zu 
bleiben?

Weitere übliche Auslegungen dieser Stelle sind:
<ul>
  <li>Frauen werden ebenso wie Männer gerettet, wenn sie im Glauben usw. bleiben, und zwar in 
    Ausübung ihrer Aufgabe als Mutter. Damit will Paulus sagen, dass die Aufgabe der Frau nicht die 
    öffentliche Lehre ist (1.Tim.2,12), sagt aber nicht, dass Kindergebären ein Mittel zur 
    Errettung ist. So mit »Robertson's Word Pictures in the New Testament«, ebenfalls als 
    SWORD-Modul erhältlich.
  <li>Frauen, die Gott treu dienen (1.Tim.2,15b) werden durch die Strafe, die auf ihnen seit dem 
    Sündenfall liegt, d.h. durch die Schmerzen bei Schwangerschaft und Geburt (1.Mo.3,16) 
    hindurchgerettet werden durch Gott. So mit »John Wesley's Notes on the Bible«, ebenfalls als 
    SWORD-Modul erhältlich.</li>
</ul>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 12:12">Römer 12:12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zum Verständnis dieser Aufforderung zu beharrlichem Gebet ist zu beachten:

Christen sollen beim Beten keine vielen, unnötigen Worte machen, als ob Gott sie darum erhören 
würde (Mt.6,7). Gott weiß doch schon vor unserer Bitte, was wir brauchen (Mt.6,8).

Es gibt Situationen, wo ein Gebet genügt: »Elia [...] betete ein Gebet, daß es nicht regnen solle, 
und es regnete nicht im Lande, drei Jahre und sechs Monate;« (Jak.5,17); vgl. auch Elia und die 
Baalspriester 2.Kö.18,18-40.

Wenn wir wissen, dass unsere Bitte nach Gottes Willen ist, so wissen wir auch, dass Gott unser 
Gebet erhört hat (1.Joh.5,15). Frage: Sollen wir dann noch weiter bitten?

Paulus zeigt, dass unablässiges und wiederholtes Bitten für eine Sache dann angebracht ist, wenn 
diese Sache bisher nicht nach Gottes Willen ist. So betete Paulus beständig darum, durch den Willen 
Gottes einmal die Römer besuchen du dürfen (Röm.1,9-10). Dass er bisher daran gehindert wurde 
(Röm.1,13), zeigt, dass diese Bitte bisher nicht nach dem Willen Gottes war.

Auf jeden Fall ist der Glaube an die Erhörung eines Gebetes (Mk.11,24; setzt das Wissen voraus, 
dass diese Bitte nach Gottes Willen ist - 1.Joh.5,15) wichtiger für ihre Erhörung, als viele Worte 
(Mt.6,7).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 6:33">Matthäus 6:33</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott weiß, was allein unsere eigentliche Sehnsucht stillen kann: danach zu trachten, SEINEN Willen 
zu tun und SEIN Reich zu bauen (Mission). Das befiehlt er uns darum zuerst ans Herz (Mt.6,33). Nach 
all den anderen Dingen (Essen, Kleidung - d.i. Erfüllung zu suchen in natürlichen Dingen) trachten 
die Heiden (Mt.6,32), und Gott weiß, dass uns das nie Erfüllung bringen kann, dass diese Dinge 
unsere eigentliche Sehnsucht nach Gott nicht stillen können.

Dass Jesus hier nicht das »Sich-Kümmern-um« meint, sondern das Suchen nach Erfüllung in etwas, wird 
durch SEINE einleitenden Worte klar: »Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den 
einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr 
könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget euch nicht um euer Leben, 
[...]« (Mt.6,24-25). Wir sollen Gott dienen und unsere Erfüllung in Gott suchen, statt in 
materiellen Dingen! Für Christen reicht doch die reine materielle Versorgung für die Dauer ihres 
Lebens auf dieser Erde, sie brauchen keine Materie zu ihrem Glück, das sie in Christus bereits 
völlig gefunden haben!

Christus befiehlt uns sogar: Wir sollen uns nicht Reichtum auf dieser Erde ansammeln (denn wir 
müssen ihn zurücklassen, wenn wir zu IHM gehen), sondern im Himmel bei IHM Schätze, die nicht 
vergehen (Mt.6,19-21)! Das heißt, wir sollen nach Frucht im Dienst trachten, nach SEINEM Reich, 
nicht nach materiellen Dingen.

Der HERR sagt: wenn SEIN Reich und SEINE Gerechtigkeit in unserem Leben an erster Stelle stehen 
(Mt.6,33), wenn wir also unsere Schätze im Himmel sammeln, so wird ER alles hinzufügen, was wir für 
unsere materielle Versorgung in diesem Leben bis zu unserem Tod brauchen (Mt.6,33). Das mag zwar 
eigene Arbeit beinhalten (z.B. einen Arbeitsplatz), aber der Allmächtige nimmt uns Schwachen die 
Sorge um unsere Versorgung ab. Es ist doch genial, sich bis zum eigenen Tod auf dieser Erde von 
Gott versorgt zu wissen und sich darum nicht mehr sorgen zu müssen - sich konzentrieren zu können 
auf SEIN Reich! Zu wissen: meine Versorgung hängt nicht von irgendeiner Sozialversicherung oder 
meinem Arbeitgeber ab, sondern von dem allmächtigen (!) Gott.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 10:37-Matthew 10:39;">Matthäus 10:37-39</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mt.10,38 bedeutet im Kontext von Mt.10,37: Wer sich selbst mehr liebt als mich, d.h. wer nicht um 
meinetwillen es aufgibt, sein eigenes Glück zu suchen und stattdessen mir nachfolgt, der ist meiner 
nicht wert. Mt.10,29 macht eine ähnliche Aussage: Wer sich selbst mehr liebt als mich, d.h. wer 
sich hier auf der Erde selbst verwirklichen will statt mit nachzufolgen, der wird sein ewiges Leben 
verlieren. Wer aber auf dieser Erde nicht sich selbst verwirklichen will sondern mir dient, der 
wird ewiges Leben bekommen.

Das Resultat hier auf den Verlust bzw. den Gewinn ewigen Lebens zu beziehen stimmt überein mit 
Joh.12,25 und den hier verwendeten Zukunfts-Zeitformen; wir können jedoch aus eigener Erfahrung als 
Christ hinzufügen, dass Mt.10,39 sich auch auf die Suche nach einem glücklichen Leben auf dieser 
Erde beziehen lässt:

<UL>
  <LI>»Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; [...]« (Mt.10,39a) - Wer sich selbst 
verwirklicht, der wird dadurch das Glück seines Lebens verlieren statt es zu finden.</LI>
  <LI>»[...] wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.« (Mt.10,39b) - Wer 
Christus dient statt ein Leben der Selbstverwirklichung zu leben, der wird darin das von ihm gar 
nicht gesuchte Glück seines Lebens finden.«</LI>
</UL>

Da man also im Verlust eines Lebens der Selbstverwirklichung, der erfüllten eigenen Träume, ein 
glückliches Leben finden kann, zeigt sich: glücklich sein ist unabhängig von äußeren Umständen. Das 
zeigt sich auch daran, dass Menschen eines armen Landes durchschnittlich mindestens genauso 
glücklich sind wie wir Deutschen. Das heißt: Du kannst nicht glücklicher werden, als Du heute sein 
kannst! Meine nicht, eine Änderung der Umstände, höherer Verdienst oder Besitz von Gegenständen 
würde dich glücklicher machen - erfüllte Wünsche in deinem Leben zeigen das Gegenteil. Versuche 
also nicht, durch Erreichen irgendeines Ziels glücklich werden zu wollen. Es geht nicht, denn 
Egoismus macht nie glücklich.

Stattdessen macht Dich nichts glücklicher als ein Leben aus Liebe zu Gott, und das ist jeden Tag 
möglich. Das heißt: diene Gott, gib statt haben zu wollen, sei auch glücklich und zufrieden mit 
Situationen unerfüllter Wünsche weil du weißt, dass dich die Erfüllung dieses Wunsches nicht 
glücklich machen würde. Nur ein Leben der völligen Unterordnung und des uneingeschränkten Dienstes 
gegenüber Christus ist ein glückliches Leben!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Revelation of John 6:13">Offenbarung 6:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Frage: Offb.6,13: Die Sterne werden beim Öffnen des sechsten Siegels auf die Erde fallen. Was aber 
ist damit gemeint, da doch beim Öffnen des siebten Siegels, bei der vierten Posaune, noch Sterne da 
sind, die verdunkelt werden können (Offb.8,12)? Fallen vielleicht einfach nicht alle Sterne auf die 
Erde?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 28:20">Matthäus 28:20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Missionsbefehl ist, Menschen »zu Jüngern zu machen« (Mt.28,19). Dazu gehört nicht nur die 
Bekehrung (die Entscheidung für Christus, die an der Taufe deutlich wird; Mt.28,19), sondern auch 
die Lehre (Mt.28,20). Hier steht nicht »lehret sie alles, was ich euch befohlen habe«: wir sollen 
nicht bloße Theorie predigen und die Ausführung den Hörern überlassen, sondern das Halten, das Tun 
lehren! Das mag praktische Anleitung und Führung durch Vorbild beinhalten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 18:1-Matthew 18:14;">Matthäus 18:1-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Einige Wahrheiten macht Christus hier an Kindern deutlich: der kindliche, unvoreingenommene Glaube 
als Vorbild; Hochmut und Demut; Größe im Reich Gottes; die Wichtigkeit einer einzelnen Seele. 
Christus sagt: Kinder sind Gott sehr wichtig, sie sind am nächsten von allen Menschen am Reich 
Gottes, denn sie haben noch den kindlichen Glauben.

Christus warnt davor, die leicht formbare Kinderseele zu schädigen: es ist für einen Menschen sehr 
schlimm, wenn sie dazu beitragen, dass Kinder Gott nicht finden. Erwachsene sollen Kinder nicht 
verachten (Mt.18,10) oder von oben herab behandeln, sondern als gleichwertige Menschen (Mt.18,4). 
Der HERR ist sehr darum besorgt, dass Kinder zu ihm finden!

Das fünfte Gebot (»Ehre Vater und Mutter«) mit erhobenem Zeigefinger auf Kinder anzuwenden, ist 
verfehlt. Stattdessen sollen Erwachsene sich fragen: Wie führen wir unsere Kinder zum HERRN? Wie 
viele Kinder irren vom Glauben ab, weil ihre Eltern Selbstverwirklichung leben, was z.B. zu 
Scheidung führt. Dadurch werden Menschen zum Ärgernis für Kinder!

Christen haben das Vorrecht, missionarische Kinderarbiet tun zu dürfen. Schon durch einen kurzen 
Einsatz können Kinder für ihr ganzes Leben geprägt werden, Christus nachzufolgen. Die erforderliche 
Gesinnung, die wir nicht selbst haben und nur vom HERRN bekommen können, ist: werdet wie die 
Kinder, seid nicht hochmütig! Wollen wir doch den HERNN um Zubereitung bitten, Kinder zu Gott zu 
führen!

»Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, [...]« (Mt.18,6): Kinder glauben von 
selbst, von Anfang an an Gott; dieser Glaube wird ihnen von Erwachsenen (Lehrern ...) ggf. erst 
genommen! Wenn der Teufel es geschafft hat, den Kindern ihren Glauben zu stehlen, so sind diese 
Menschen erst einmal ruiniert. Auch hier müssen wir Gottes Geist die rechte Arbeit durch uns wirken 
lassen. Denn die Arbeit tut der HERR durch uns - wir müssen nur bereit sein, zu gehen. Wir wollen 
uns in Liebe auf die Menschen ausrichten, die noch nicht das Evangelium gehört haben, statt nur 
unserer eigene Unfähigkeit zu sehen.

Der HERR sieht in jedem Kind die Chance zu einem Menschen nach SEINEM Willen - Kinder haben von 
Natur aus den Glauben an Gott, auch wenn sie noch nie das Evangelium gehört haben. Zweifel aus 
Verstand ist eine Überstülpung, durch die Erwachsene den Glauben der Kinder wegnehmen.

Möglicherweise ist aus Gottes Sicht eine missionarische Kinderarbeit mit größerer Verantwortng 
verbunden als eine Erwachsenenarbeit!

»Wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich.« (Mt.18,4) - 
wir sollen uns verändern lassen und formen lassen von Gott, so wie Kinder formbar sind.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 18:12-Matthew 18:14;">Matthäus 18:12-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Im Kontext von Mt.18,1-14 ist die Auslegung: das eine verirrte Schaf ist ein Kind, das seinen 
Glauben gestohlen bekommen haben. Denn die Schafe sind hier ein Bild auf die Kleinen, die Kinder 
(Mt.18,14).

Es gibt kein anderes Evangelium für Kinder oder Erwachsene: auch Kinder müssen einsehen, dass sie 
Rettung brauchen und von Natur aus von Gott getrennte Sünder sind. Das sehen sie erfahrungsgemäß 
viel leichter ein als verbildete Erwachsene.

Der HERR sagt: »Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.« (Mt.18,5) - 
das ist wörtlich zu nehmen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 6:34-Mark 6:45;">Markus 6:34-45</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie bei der Speisung der 5000 sagt Gott auch uns: »Gebt ihr ihnen das Brot des Lebens«. Aber wir 
haben nichts aus uns! Wir sollen aber losgehen, auch wenn wir nichts haben - während wir austeilen, 
wird der HERR uns geben und vermehren, was wir austeilen können. Mission ist, ein Austeiler des 
HERRN zu sein. Der HERR will durch uns austeilen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 6:13">Römer 6:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer Christus angehört, der ist aus den Toten lebendig geworden - Gott sagt damit: der natürliche 
Zustand des Menschen ist der geistliche Tod, die Trennung von Gott. Das hatte Gott dem Adam 
vorausgesagt, wenn er von der verbotenen Frucht essen würde (1.Mo.2,16-17).

An diesem Bild ist ersichtlich: von einem Toten kann niemals Leben kommen. So konnte es nicht 
anders sein, als dass Adams Kinder auch geistlich tot waren, d.h. getrennt von Gott.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 6:5-Matthew 6:6;">Matthäus 6:5-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es gibt nur einmal Lohn. Gott ist gerecht; deshalb gibt er uns für unsere Arbeit in SEINEM Reich 
nur einmal Lohn. Dies ist entweder die Ehre vor Menschen, wenn es das ist, was wir suchen und 
erreichen wollen in unserem Dienst für Gott. Am Beispiel des Gebets, für das Gott ja auch Lohn 
verheißen hat (nach Mt.6,5): wer betet, um angesehen zu sein vor seinen Mitmenschen, der hat damit 
seinen Lohn schon empfangen, der Lohn »ist dahin« (Mt.6,5). Gott hat jedoch einen ewigen Lohn für 
uns vorgesehen, weshalb er uns davor warnt, ihn durch menschliche Ehrsucht zu vergeuden: »Du aber, 
wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließ deine Türe zu und bete zu deinem Vater im 
Verborgenen; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten öffentlich.« (Mt.6,6).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 22:36-Matthew 22:40;">Matthäus 22:36-40</scripRef></FONT><BR><P align="justify">

Was Gott von uns will, wenn ER uns zur Liebe auffordert (Mt.22,36-40)

Das größte Gebot unseres Gottes für uns, von dem sich alle anderen ableiten, ist: wir sollen Gott 
lieben mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft (oder: Verstand, Gemüt). Dass die Kraft an 
letzter Stelle genannt wird, zeigt: Gott will zuerst die Beziehung zu uns, unsere herzliche Liebe, 
nicht an erster Stelle unsere Anstrengungen und Arbeit. Diese werden dann das einfache Resultat 
einer herzlichen Liebe zu Gott sein. 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 3:4-I Corinthians 3:15;">1. Korinther 3:4-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christus ist Fundament unseres Glaubens und Dienstes


Es gibt nur ein einziges Fundament unseres Glaubens und Lebens als Christ, nur ein Fundament der 
ganzen Gemeinde: Jesus Christus (1.Kor.3,11). Was immer wir in Gottes Reich bauen wollen, wir 
müssen es auf Christus bauen (1.Kor.3,10). Dieser Grund muss zuerst gelegt werden, bevor etwas 
anderes gebaut werden kann - Mission (1.Kor.3,6.10) ist der Anfang jeden Dienstes (1.Kor.3,10). Nur 
was auf Christus als Grund gebaut wird, kann überhaupt Bestand haben: vergleiche das Gleichnis vom 
Haus, das auf Sand, und dem das auf Fels gebaut wurde (Mt.7,24-27): der Fels ist schon im AT ein 
Bild auf Christus, auf den Fals zu bauen ist tun, was Jesus sagt; dieses Gleichnis bezieht sich 
jedoch mehr auf das persönliche Leben ist als auf den Bau des Reiches Gottes. 


Gelingen im Dienst ist allein Gottes Werk

»So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher begießt, sondern Gott, der das 
Gedeihen gibt.« (1.Kor.3,7). Wir können unserem Dienst nicht selbst Erfolg geben, sondern ds ist 
allein Gottes Segen. Weil also nichts an Gottes Reich gebaut wird, das der HERR nicht selbst wirkt, 
gehört IHM auch alle Ehre, nicht uns (1.Kor.3,7a; Ps.127,1: »Wo der HERR nicht das Haus baut, da 
arbeiten umsonst, die daran bauen; wo der HERR nicht die Stadt behütet, da wacht der Wächter 
umsonst.«). Was KiFlo für Gottes Reich gebracht hat, ist nicht unsere Leistung. Und nur wenn wir 
Gott dabeisein lassen, wenn wir IHM die Leitung überlassen, wenn wir Gott selbst SEIN Reich (mit 
uns; 1.Kor.3,9) bauen lassen, so ist ein missionarischer Einsatz (wie KiFlo) nicht umsonst. Trotz 
dass Gott unseren Dienst nicht braucht (1.Kor.3,7), dürfen wir Gottes Mitarbeiter sein: »wir sind 
Gottes Mitarbeiter« (1.Kor.3,9). Wir arbeiten nicht für uns selbst, denn der »Bau« bzw. das 
»Ackerfeld«, an dem wir arbeiten, gehört Gott, nicht uns (1.Kor.3,9)! Mehr als solche Diener oder 
Verwalter sollten wir nicht versuchen, vor Menschen darzustellen (1.Kor.4,1), stattdessen sollten 
wir Christus allein, unser Fundament, predigen: »Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus 
Christus, daß er der Herr sei, wir aber eure Knechte um Jesu willen.« (2.Kor.4,5). 


Gott hat uns Gaben gegeben

Gott hat uns unterscheidlich begabt. Paulus deutet in 1.Kor.5,5 schon die Lehre von den Gnadengaben 
an, die er ab 1.Kor.12 genauer auslegt. Nicht jeder ist wie Paulus ein Missionar (1.Kor.3,6.10), 
aber alle sind wir einer wie der andere nur Diener aufgrund der Gande Gottes (1.Kor.3,8). Unsere 
Fähigkeit zum Dienst in Gottes Reich kommt nicht von uns selbst, sondern ist Gottes Gabe, deshalb 
hat Gott alle Ehre verdient, und wir keine: »denn wir sind nicht aus uns selber tüchtig, so daß wir 
uns etwas anrechnen dürften, als käme es aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit kommt von 
Gott,« (2.Kor.3,5). Jeder von uns hat aber entsprechend seiner Gnadengabe eine verantwortliche 
Aufgabe, an Gottes Reich zu bauen (1.Kor.3,6 parallel zu 1.Kor.3,10): »Ein jeglicher sehe zu, wie 
er darauf baue.« Auch wer nicht predigen kann, hat Aufgaben in Gottes Reich gegenüber Ungläubigen, 
entsprechend seinen Gnadengaben: »Wandelt in Weisheit gegen die, welche außerhalb der Gemeinde 
sind, und kaufet die Zeit aus.« (Kol.4,5), dazu zählt auch »Eure Rede sei allezeit anmutig, mit 
Salz gewürzt, damit ihr wisset, wie ihr einem jeden antworten sollt.« (Kol.4,6). Vergleiche auch: 
»Was ist nun Apollos, was ist Paulus? Diener sind sie, durch welche ihr gläubig geworden seid, und 
zwar, wie es der Herr einem jeglichen gegeben hat. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, [...]« 
(1.Kor.3,5-6). 


Gott will uns Lohn geben

Gott fordert von seinen Verwaltern nur, dass sie treu sind (1.Kor.4,2). Aber trotz dass wir oft 
unfähig und unzuverlässig sind, arbeitet Gott immer noch mit uns zusammen, trotz dass ER ohne uns 
mit der Arbeit an SEINEM Reich schon lange fertig wäre. Warum tut Gott das? Gott will uns gerne 
Lohn geben für unseren Dienst (1.Kor.3,12-15), trotz dass Gott unseren Dienst nicht nötig hat. Es 
geht ihm also um uns. Er will gerne, dass wir uns im Kleinen bewähren, lernen, ihm im Dienst aus 
Liebe treu zu sein, damit er uns einmal größere Verantwortung geben kann. »Da kam der erste und 
sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund dazugewonnen! Und er sprach zu ihm: Recht so, du braver 
Knecht! Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über zehn Städte!« 
(Lk.19,16-17); der Knecht rechnete den Gewinn der Gabe seines HERRN an, er sagte nicht »ich habe 10 
Pfunde hinzugewonnen«.


Unsere Arbeit wird einmal geprüft

Wir werden nur Lohn bekommen, wenn unsere Arbeit die »Feuerprobe« besteht (1.Kor.3,12-15). Deshalb 
sollen wir auf uns achthaben, wie wir in Gottes Reich arbeiten (1.Kor.3,10). Was bedeuten nun die 
unterschiedlichen Baumaterialien (1.Kor.3,12)? Paulus unterscheidet solche, die brennbar sind 
(Holz, Heu, Stroh), und solche, die unbrennbar sind (Gold, Silber, kostbare Steine). Die 
unbrennbaren Materialien sind trotz Wertunterschiede alle kostbar (auch die Steine!), die 
brennbaren Materialien sind alle vergleichsweise billiges Zeug, trotz der Wertunterschiede. Es gibt 
also nur zwei prinzipielle Möglichkeiten, wie unsere Arbeit ist: wertvoll und unbrennbar oder 
wertlos und brennbar. »Wo der HERR nicht das Haus baut, da arbeiten umsonst, die daran bauen; 
[...].« (Ps.127,1): Jedes Werk, das nicht von Gott selbst ist, ist wertlos und wird verbrennen; wer 
es getan hat, der hat umsonst gearbeitet. Christus selbst hat nur die Taten getan, die ihm SEIN 
Vater gegeben hat (Joh.5,19.30): »ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich
gesandt hat«; und Christi Werk ist sicher unvergänglich. Also sollten auch wir uns davor hüten, 
irgendetwas eigenes zu suchen oder etwas menschliches oder fleischliches hinzuzufügen, sei es eine 
verdrehte Lehre oder ein falscher Brauch oder sonst etwas, das nicht von Gott selbst kommt. Gott 
ist aber auch gnädig: auch solche, die heute auf unbiblische Art SEINE Gemeinde bauen wollen und 
falsche Lehren und Gebräche halten, werden einmal errettet werden, wenn sie nur gläubig sind, 
jedoch ohne Lohn und ohne dass ihr Werk Bestand hat. Das gilt z.B. für unsere Geschwister unter
Katholiken und Charismatikern. Ein Beispiel für solchen menschlichen Gottesdienst, »der sich nicht 
an das Haupt hält« (Kol.2,19), ist Kol.2,18-23. Was ist nun die Feuerprobe, durch die das gehen 
muss, was wir an Gottes Reich bauen (1.Kor.3,13-15)? 


Unser Werk in Gottes Reich soll bleiben

Haben wir aus Gott ein Werk in SEINEM Reich getan, so wird es bleiben (1.Kor.3,14) - 
was wir hier nach SEINEM Willen an SEINEM Reich bauen, hat Ewigkeitswert!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 3:1-Romans 3:9;">Römer 3:1-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus behandelt hier, selbst Jude, die Frage »Was hat nun der Jude für einen Vorzug [...]?« 
(Röm.3,1). Er meint daher in diesem Abschnitt die Juden, nicht die Christen, wenn er von »wir« 
spricht: 

<UL>
   <LI>»Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit beweist [...]« (Röm.8,5)</LI>
   <LI>»Wenn aber die Wahrhaftigkeit Gottes durch meine Lüge überfließender wird zu seinem Ruhm« 
   (Röm.3,7)</LI>
   <LI>»wie wir verleumdet werden und wie etliche behaupten, daß wir sagen: «Lasset uns Böses tun, 
   damit Gutes daraus komme»?« (Röm.3,8)</LI>
</UL>

In Röm.3,2-7 zeigt er: das Wort Gottes ist den Juden anvertraut worden; zwar waren etliche Juden 
ungläubig, aber das hebt die Treue Gottes zu den Juden nicht auf. Sondern die Ungerechtigkeit der 
Juden bewies die Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit Gottes und trug so zu SEINEM Ruhm bei.

In Röm.3,5-8 behandelt Paulus dann die Frage: Wenn doch die Sünde der Juden Gottes Gerechtigkeit 
rühmt, wie kann Gott dann noch die Sünde der Juden richten? Wäre das nicht ungerecht? Paulus sagt: 
nein, denn dann wäre es auch ungerecht, dass Gott die Welt richtet (Röm.3,6), denn auch die 
Ungerechtigkeit der Welt rühmt ja Gottes Gerechtigkeit.

Hatte Paulus noch in Röm.3,2 als Ansatz geschrieben, die Juden hätten den Nationen viel voraus, so 
hat er nun in Röm.3,3-8 ja sich selbst widerlegt: die Juden haben für ihre Sünde genauso wie die 
Nationen das Gericht verdient. Natürlich widerspricht Paulus nicht seinen eigenen Aussagen, wenn er 
daraus das Fazit zieht, dass die Juden nichts voraushaben (Röm.3,9), sondern er hat den Stoff 
geschickt in Form einer Untersuchung mit einem zuerst falschen Ansatz (Röm.3,2) dargestellt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 3:19-Romans 3:20;">Römer 3:19-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Durch das Gesetz hat Gott allen Menschen gezeigt: jeder Mensch ist vor Gott ein Sünder, denn ein 
Mensch kann das Gesetz nicht halten. Das ist schon theoretisch unmöglich: »weil aus Gesetzeswerken 
kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann« (Röm.3,20)! Und ebenso: »Alle haben gesündigt und 
ermangeln der Herrlichkeit Gottes« (Röm.3,23).

Woran liegt es nun, dass der Mensch auch theoretisch völlig unfähig ist, zu Gottes Wohlgefallen zu 
leben? Die Bibel sagt: durch den Ungehorsam Adams sind alle Menschen zu Sündern geworden 
(Röm.5,19), denn nun ist jeder Mensch von Geburt an »im Fleisch« (Röm.8,8), d.h. mit einer 
gottfeindlichen Gesinnung ausgestattet, die Gottes Geboten nicht untertan sein kann (!) (Röm.8,7).
Es sind alle Menschen aufgrund des einen einzigen Sündenfalls Adams als Sünder verurteilt: »Also: 
wie der Sündenfall des einen zur Verurteilung aller Menschen führte [...]« (Röm.8,18; 8,16).

Wie nun? Wenn doch ein Mensch von Geburt an unfähig ist, Gott zu gehorchen, sondern seine 
Sündhaftigkeit aufgrund des Sündenfalls Adams hat, wie kann ihm Gott dann moralische Schuld an 
seinen Sünden anrechnen und ihn deshalb verdammen?

Die Antwort: Den Menschen, die aufgrund ihrer Natur sündigten, ohne gegen Gottes Verbote zu 
verstoßen (d.h. ohne diese zu kennen), denen wird keine moralische Schuld an ihren Vergehen 
angerechnet: »denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt; wo aber kein Gesetz ist, da wird 
die Sünde nicht angerechnet.« (Röm.5,13). Adam hatte das Gesetz, und wurde aufgrund seiner 
moralischen Schuld der Gesetzesübertretung mit dem Tod bestraft; warum starben aber auch die, die 
kein Gesetz hatten: »Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit 
gleicher Übertretung gesündigt hatten wie Adam« (Röm.5,14)? Warum z.B. richtete Gott diese Menschen 
in der Sintflut?

Versuch einer Antwort. Die Sünde der Menschen, auch wenn sie entsprechend ihrer Natur und ohne 
Gesetz, d.h. ohne moralische Schuld (Röm.5,13) sündigten, war eine objektive Tatsache, die Gott sah 
(1.Mo.6,5). Und da reute es ihn, dass ER den Menschen gemacht hatte und ER wollte sie vernichten 
(1.Mo.6,6-7). Dass Gott SEIN Werk, die Menschen, vernichtet, ist nicht ungerecht; ebenso verfährt 
ein Mensch ja auch mit seinem Werk, wenn es missrät oder verdirbt. Man wirft zum Beispiel 
geschimmelten Käse weg. Wir müssen begreifen, dass wir Werke Gottes sind, um das zu verstehen; wenn 
Gott mit SEINEM Werk nicht zufrieden ist, wer will IHM Ungerechtigkeit vorwerfen, wenn ER es 
verwirft?: »Nun ja, lieber Mensch, wer bist denn du, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch 
das Gebilde zu seinem Bildner: Warum hast du mich so gemacht? Hat nicht der Töpfer Macht über den 
Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre, das andere zur Unehre zu machen?« (Röm.9,20-21).
Dazu kommt: Gott ist heilig; um gerecht zu handeln, muss ER alle Sünde verdammen. Das tat ER in der 
Sintflut. Dann aber:

Nach dem Opfer Noahs nun versprach Gott, nie mehr die Menschen zu vernichten, wie ER es getan hat, 
trotz dass die Menschen wie eh und je von Natur aus böse sind (1.Mo.8,21-22). Das ist die göttliche 
Nachsicht mit den Sünden, von der Röm.3,25 spricht; auch bis zur Sintflut war Gott geduldig 
(1.Petr.3,20), die Sintflut aber war das Gericht. Wie aber kann Gott jetzt gerechterweise 
nachsichtg sein mit den Sünden (und wie konnte ER nachsichtig sein mit den Sünden vor der 
Sintflut?; 1.Petr.3,20), wenn er doch in der Sintflut die Menschen um ihrer Sünden willen 
gerechterweise getötet hat? Da gab es nur eine Möglichkeit: Gott beweist, dass ER auch hier gerecht 
gehandelt hat, indem ER selbst in Jesus Christus die Strafe trägt, die ER nach Noah nicht mehr an 
den Menschen ausgeführt hat. Gott beweist, dass ER gerecht ist, indem ER SEINEN Sohn für die bisher 
unbestraften Sünden aller Menschen gerichtet hat (Röm.3,25-26)! Das ist der Grund, warum Christus 
nicht nur für die Sünden der Gläubigen starb, sondern für die der ganzen Welt (1.Joh.2,2): weil 
Gott in SEINER Gerechtigkeit alle Sünden bestrafen muss, und das ja nicht mehr durch eine Sintflut 
an den Menschen tun will (1.Mo.8,21-22), also an sich selbst getan hat.

Wozu nun diente das Gesetz? Erst nachdem Gott Verbote gegeben hat, konnte den Menschen ihre Sünde 
als moralische Schuld angerechnet werden (Röm.5,13), nämlich bei einem Verstoß gegen das Gesetz, 
bei Ungehorsam. Das Gesetz diente dazu, den Menschen ihre Unfähigkeit, nach den Geboten Gottes zu 
leben, klarzumachen (Röm.5,19-20), so dass jeder selbstgerechte Mensch verstummen musste. Und es 
diente dazu, das Maß der Sünde vollzumachen (Röm.5,20). So sagt Paulus denn auch, dass jeder Mensch 
(auch der ohne Gesetz) gesündigt hat und die Herrlichkeit Gottes also nicht erlangt (Röm.3,23); 
aber nur beim Gesetz spricht Paulus davon, dass durch seine Missachtung alle Menschen vor Gott 
(moralisch) schuldig sind (Röm.3,19), denn ohne Gesetz wird Sünde ja nicht als Schuld angerechnet 
(Röm.5,13).

Es ist also jeder Mensch von Geburt an Sünder, auch wenn er noch unschuldig ist - sonst wäre ja 
Gottes Behandlung von Esau ungerecht, als er noch nicht geboren war und noch weder Gutes noch Böses 
getan hatte (Röm.9.11-13). Dann aber verstößt jeder Mensch gegen Gottes Gesetz, so dass schließlich 
die ganze Welt schuldige Sünder sind (Röm.3,19). Schon bevor ein Mensch Gottes Gesetz hat und 
dagegen verstößt, also schon bevor ihm seine Sünde als Schuld angerechnet wird, bedeutet Gottes 
Gerechtigkeit für den von Natur aus bösen Menschen, dass er sterben muss (wie die Menschen in der 
Sintflut). Weil Gott heilig ist, der Mensch aber von Natur aus böse. Nicht erst ein Verstoß gegen 
Gottes Gesetz führt zu unserem Todesurteil, sondern unser von Natur aus sündiges Wesen! Das Gesetz 
bewirkt nur, dieses sündige Wesen zu erkennen (Röm.5,19-20).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 5:12-Romans 5:14;">Römer 5:12-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Röm.5,13 sagt: Ohne Gesetz hat ein Mensch keine moralische Schuld, wenn er gemäß seiner 
fleischlichen Natur sündigt. Er kann ja gar nicht anders. Vgl. dazu MAK zu Röm.3,19-20. Adam hatte 
das Gesetz, nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen zu dürfen (1.Mo.2,16-17). Die 
Menschen von Adam bis Mose hatten gar kein Gesetz (Röm.5,13-14; warum zählt das Gesetz beim Bund 
mit Noah (1.Mo.9,4-6) nicht?). Adam musste sterben, weil er gegen das Gesetz verstieß (1.Mo.2,17).

Ist es dann aber gerecht, dass auch all die Menschen sterben mussten, die ohne Gesetz, d.h. nicht 
wie Adam, sündigten (Röm.15,14)? Paulus drückt dies hier auch aus: obwohl diesen ihre Sünde nicht 
angerechnet wurden, mussten sie sterben (Röm.5,13-14). Die Antwort: Der Tod kam durch die Sünde in 
die Welt (Röm.5,12; 1.Mo.2,17). Alle Menschen starben, weil sie alle gesündigt haben (Röm.5,12). 
Dabei ist es egal, ob sie freiwillig sündigten oder unfreiwillig. Adam und Eva waren die einzigen, 
die sich vor dem Sündenfall gegen die Sünde entscheiden konnten, weil sie noch nicht »im Fleisch« 
waren; sie sündigten freiwillig. Alle anderen Menschen sind »im Fleisch«; sie können nicht anders, 
als zu sündigen (Röm.8,7-8.16.18). 

Trotzdem: auch wer unfreiwillig sündigt, muss sterben, das ist eine Gesetzmäßigkeit:
<UL>

<LI>
»Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, 
unsrem Herrn.« (Röm.6,23)</LI>

<LI>
»Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet 
ist, gebiert den Tod.« (Jak.1,15)</LI>

<LI>
»Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tode des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr 
darn, dass er von seinen Wegen umkehrt und lebt? Wenn aber ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit 
umkehrt und Unrecht tut nach all den Greueln, die der Gottlose verübt hat - tut er es, sollte er 
leben?-: An all seine gerechten Taten, die er getan hat, soll nicht gedacht werden. Wegen seiner 
Untreue, die er begangen, und wegen seiner Sünde, die er getan hat, ihretwegen soll er sterben. 
[...] Denn ich habe kein Gefallen am Tode dessen, der sterben muss, spricht der Herr, HERR. So 
kehrt um, damit ihr lebt!« (Hes.18,23-24). Wer sündigt, muss sterben, auch wenn er vorher noch so 
viele gerechte Taten getan hat!</LI>

<LI>
»Die Väter sollen nicht für die Kinder und die Kinder nicht für die Väter sterben, sondern ein 
jeder soll für seine Sünde sterben.« (5.Mo.24,16)</LI>

</UL>

Diese Gesetzmäßigkeit, dass der Sünder sterben muss (!), trotz dass Gott kein Gefallen daran hat 
(Hes.18,24), und trotz dass der Sünder aufgrund seiner sündigen Natur sündigt, liegt in der 
Heiligkeit Gottes begründet: »Josua sprach zum Volk: Ihr könnt dem HERRN nicht dienen; denn er ist 
ein heiliger Gott, ein eifriger Gott, der eure Übertretungen und Sünden nicht dulden wird.« 
(Jos.24,19).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.2.2002; 2.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Peter 3:19-I Peter 3:20;">1. Petrus 3:19-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Röm.8,7-8.16.18 zeigt: Jeder Nachkomme Adams ist von Geburt an »im Fleisch« und daher völlig 
unfähig, nach Gottes Maßstäben zu leben. Jedoch wird den Menschen, die Gottes Gesetz nicht kennen, 
ihre Sünde aufgrund ihrer Natur nicht als moralische Schuld angerechnet (Röm.5,13). Vgl. dazu MAK 
zu Röm.3,19-20. 

Adam hatte das Gesetz, nicht von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Danach 
hatten die Menschen bis Noah gar kein Gesetz. Seit Noah gibt es das Gesetz der Todesstrafe auf Mord 
und das Verbot, Blut zu essen (1.Mo.9,4.6).

Weil Kain kein Gesetz kannte, musste er für seinen Mord nicht sterben (1.Mo.4,15). Und weil die 
Menschen nach Abel bis Noah ebenfalls kein Gesetz kannten (und daher durch ihr naturgemäßes 
sündigen keine moralische Schuld hatten (Röm.5,13)), wurde ihnen, und nur ihnen, noch nach ihrem 
Tod die Möglichkeit gegeben, Christus anzunehmen - trotz dass sie Gott einst ungehorsam waren 
(1.Petr.3,20).

Der Text in 1.Petr.3,19-20 erscheint nämlich so, dass Christus den Geistern predigte, die nach 
ihrem Ungehorsam zur Zeit Noahs (griech. »pote«: »einst«; 1.Petr.3,20) ins Gefängnis geworfen 
waren. Dass also Christus ihnen nach ihrem Tod predigte. Ansonsten würde man nämlich ungefähr 
folgenden Text erwarten:

»in welchem er auch einst hinging und den Geistern im Gefängnis predigte, die aber nicht 
gehorchten, als Gottes Langmut zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, 
in welcher wenige, nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durchs Wasser.«

Also hat Christus den gefangenen Geistern nach ihrem Tod gepredigt. Aber vor oder nach dem Tod 
Christi? Erst nach SEINEM Tod (hier: und vor seiner leiblichen Auferstehung; 1.Petr.3,18) gab es 
einen passenden Inhalt der Predigt, nämlich die Errettung durch die kostenlose Gnade Christi.


(Möglichkeit zur weiteren Untersuchung: 1.Petr.4,5-6) (Warum aber sagt Röm.5,14, dass erst mit Mose 
das Gesetz und damit die Anrechnung der Sünde kam, nicht schon mit Noah wie hier vorausgesetzt?)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.5.2002; 6.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 5:22-Matthew 5:24;">Matthäus 5:22-24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»dass dein Bruder etwas wider dich habe« (Mt.5,23) ist die wörtliche Übersetzung aus dem 
Griechischen und also auch dort sehr allgemein gehalten. Das zeigt: man kann Gott nicht dienen, 
wenn man irgendeine Störung in der Beziehung zu einem Mitmenschen kennt. Sei es, weil man selbst 
gegenüber einem anderen in Gedanke, Wort oder Tat gesündigt hat und das die Beziehung störte, sei 
es durch gegenseitigen Streit oder durch eine Sünde des anderen. Gott will die hier notwendige 
Versöhnung mit dem Mitmenschen - sich die Sünde nur von Gott vergeben zu lassen reicht hier nicht.

Da das Opfer Vorbild des Opfers in der Gemeinde ist (»Opfer des Lobes«, Hebr.13,15; »Opfer des 
Leibes«, Röm.12,1-2), gilt dies auch in neutestamentlicher Zeit: Wir sollen und können Gott nicht 
dienen, wenn eine Beziehung zu einem Mitmenschen gestört ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Revelation of John 19:6-Revelation of John 19:9;">Offenbarung 19:6-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Bei jeder Hochzeit, auf die wir eingeladen werden, können wir uns erinnern: dies ist (nur) eine 
Vorschattierung der Hochzeit des Lammes, bei der alle Christen die Braut Christi, des Lammes, sein 
werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jude 1:14">Judas 1:14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dass eine Prophezeihung Henochs im Wort Gottes steht, obwohl es kein Buch »Henoch« gibt, zeigt, 
dass Gottes Reden und Wirken vor der Sintflut nicht auf das beschränkt war, was in der Bibel 
berichtet wird. Es mag also durchaus etwas wie die »Offenbarung der Sterne«, von den Nachkommen 
Seths erkannt, gegeben haben (Flavius Josephus, &raquo;J&uuml;dische Altert&uuml;mer&laquo;, Buch 
1, Kap. 2.3). Dies wird beschrieben in E. W. Bullinger: &raquo;The Witness of the Stars&laquo;, 
1893. Es ist in elektronischer Version verf&uuml;gbar unter 
<a href="http://www.philologos.org">http://www.philologos.org</a>.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 15:10">1. Korinther 15:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers ist keine Auforderung, dem »Vorbild des Paulus« aus eigener Kraft nachzueifern und 
ebensoviel in Gottes Reich arbeiten zu wollen. Denn Paulus sagt je gerade: nicht ich habe 
gearbeitet, sondern Gottes Gnade in mir (»[...] ich habe vielmehr gearbeitet als sie alle; nicht 
aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.«; 1.Kor.15,10). Gottes Gnade hat an mir 
gearbeitet, diese Arbeit zu tun (»Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich 
habe vielmehr gearbeitet denn sie alle.«; 1.Kor.15,10).

Es führt nur zum Burnout, selbst so viel für Gott tun zu wollen. Es geht nicht aus eigener Kraft. 
Statt dies die ganze Zeit über krampfhaft zu versuchen, sollten wir einfach passiv SEINE Gnade an 
uns und durch uns wirken lassen, Arbeit für Gott zu tun. Dann ist das Freude statt übermenschliche 
Anstrengung; die Freude soll nicht fehlen im Dienst für Gott, sie ist eine Frucht des Geistes 
(Gal.5,22).

Ebenso ist auch der Friede eine Frucht des Geistes (Gal.5,22). Deshalb kann es nicht nach Gottes 
Willen sein, krampfhaft nach Möglichkeiten zur Arbeit in Gottes Reich zu suchen und dabei stets 
seine Gefangenheit in sonst noch notwendigen Beschäftigungen zu beklagen. Diese Unzufriedenheit 
entspricht nicht der Frucht, die der Heilige Geist in uns wirken will! Wieder sollten wir Gottes 
Gnade SEINE Arbeit durch uns tun lassen: ER wird auch Möglichkeiten geben, IHM zu dienen, dort wo 
ER es will.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 7:20-I Corinthians 7:24;">1. Korinther 7:20-24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Sklaven hatten keine Möglichkeit, Gott im »vollzeitlichen Dienst« zu dienen. Das sollte sie jedoch 
nicht belasten, sie sind »Freigelassene des HERRN« (1.Kor.7,22), Gott verlangt von ihnen keinen 
Dienst am Bau SEINES Reiches. Wenn es also Zeiten gibt, in denen wir Gott nicht dienen können, so 
ist das nicht schlimm: Gott erwartet es auch nicht von uns, ER erwartet nichts Unmögliches. Ohnehin 
benötigt ER ja unsere Leistung nicht, er sucht unsere Gegenliebe. Und das ist in jeder Situation 
gleich gut möglich: jederzeit und überall können wir nach Gottes Willen fragen und handeln und ihn 
dadurch lieben (Joh.14,21). Das war auch den Sklaven möglich: sie sollten ihren eigenen Herren wie 
Christus selbst dienen und würden genauso wie Freie für das Gute, das sie tun, belohnt werden 
(Eph.6,5-8). Gute Werke sind ebenso ein Dienst in Gottes Reich wie Mission (Hebr.13,16)!


Es ist also im Leben und Dienst für Christus irrelevant, ob man Sklave oder Freier ist. Wie 
irrelevant sind dann erst die geringen situationsbedingten Hindernisse in unserem Leben, Christus 
zu dienen - wir sollten uns darum keine Sorgen machen (1.Kor.7,22). Wir können in jeder Situation 
nach Gottes Willen handeln, also in jeder Situation IHM voll dienen! Wenn sich dann die Möglichkeit 
ergibt, ein Hindernis zu beseitigen, so werden wir sie als Teil unseres Dienstes nutzen, aber das 
ist keinesfalls eine Voraussetzung unseres Dienstes. Wir müssen nicht erst in eine bestimmte 
Lebenslage kommen, um Gott ganz dienen zu können, sondern der tägliche Dienst, die tägliche völlige 
Hingabe, führt uns in und durch verschiedene Lebenslagen.

Wer die Möglichkeit hat, Gott »vollzeitlich zu dienen«, der ist ein Knecht Christi (1.Kor.7,22). 
Christus erwartet von solchen, dass sie IHM mit ihrer Zeit als Arbeiter in SEINEM Reich dienen!

»Kannst du aber frei werden, so benütze es lieber. [...] Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der 
Menschen Knechte! Brüder, es bleibe ein jeglicher vor Gott in dem Stand, worin er berufen worden 
ist.« (1.Kor.7,21.23-24). Wer die Möglichkeit bekommt, Gott mehr dienen zu können, wird diese als 
Christ auch gerne nutzen. Eben weil er von Christus erkauft ist und IHM gehört. Und darum wird ein 
Christ sich auch nicht in Abhängigkeit von Menschen begeben, sich nicht von zusätzlichen weltlichen 
Beschäftigungen gefangennehmen lassen, um eben als Christi Knecht seinem eigenen HERRN zu dienen!

Der Menschen Knecht (oder: gefangen von weltlichen Beschäftigungen) zu sein ist kein Problem im 
Leben als Christ (1.Kor.7,21-22) und für den Dienst gegenüber Christus. Nur es zu werden, davor 
warnt die Bibel (1.Kor.7,23), eben weil wir teuer erkauft sind. Und sie fordert uns auf, 
Möglichkeiten zur Befreiung zu nutzen (1.Kor.7,21), um dem HERRN mehr dienen zu können.

In Übereinstimmung damit nennt Mt.6,33 nicht den tatsächlichen Dienst »zuerst in Gottes Reich« als 
Voraussetzung der Versorgung durch Gott, sondern das Trachten danach, d.h. das Freiwerden-Wollen. 
Wenn es (noch) nicht möglich ist, so müssen wir uns deshalb nicht grämen (1.Kor.7,21).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Timothy 2:1-I Timothy 2:2;">1. Timotheus 2:1-2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christen sind zwar »Bürger im Himmel«, aber das heißt nach diesen Versen trotzdem: sie 
sollen sich mit Politik beschäftigen und für Politiker beten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Timothy 1:14">1. Timotheus 1:14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Liebe ist nicht aus uns, sondern eine Frucht, die der Geist in uns wirkt (Gal.4,22).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 26:52">Matthäus 26:52</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Frage: Wer das Schwert ergreift, soll durchs Schwert umkommen, nicht nur der, der es benutzt. Ist 
diese Bedeutung im Grundtext impliziert und daher hieraus eine Rechtfertigung für die Beteiligung 
von Christen in einem Verteidigungskrieg abzuleiten?

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 7:32-I Corinthians 7:34;">1. Korinther 7:32-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dem HERRN zu gefallen und seiner Frau zu gefallen sind hier parallele Formulierungen; beides ist 
nicht Sünde, also Ausdruck der Liebe. Ist es aber nicht vielmehr Selbstliebe, einem anderen 
gefallen zu wollen?

Nein. Es wäre Selbstliebe, sich selbst zu gefallen und zu loben, aber es ist nicht Selbstliebe, 
sich aus dem Mund eines anderen Lob zu bereiten. Ein anderer wird einen nur loben, wenn man Liebe 
an ihm erweist. Genauso bereitet sich Gott auch das Lob, das IHM zusteht: nicht indem ER 
selbstsüchtig danach verlangt, sondern durch Taten der Liebe darum wirbt, dass wir es IHM 
freiwillig aus Dankbarkeit für SEINE Liebe geben.

Ebenso versuchen auch wir, durch Halten SEINER Gebote, d.i. Liebe zu Gott (Joh.14,24) Gott zu 
gefallen, werben also um SEIN Lob: »Gut, du braver und treuer Knecht« (Mt.25,21). Und ebenso werden 
Ehepartner durch selbstlose Liebe um das Lob des anderen, bereiten sich Lob aus dem Mund des 
Ehepartners. Denn Lob aus dem eigenen Mund ist wertlos: »Ein anderer soll dich rühmen, nicht dein 
eigener Mund; ein Fremder und nicht deine eigenen Lippen!« (Spr.27,2).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 14:19-I Corinthians 14:40;">1. Korinther 14:19-40</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Verhalten von Frauen in der Gemeinde und ihre Dienste in Gottes Reich

Im Griechisch des NT kann der Plural »hoi adelphoi« einfach »Geschwister«, sogar »Verwandte« 
bedeuten (z.B. Benseler, »Wörterbuch Griechisch-Deutsch«, Teubner Verlag und Druck, Leipzig und 
Berlin, 1931). Es gibt im NT etliche Stellen, wo »hoi adelphoi« eindeutig die Schwestern mit 
einbezieht (z.B. Röm.12,1; 1.Kor.1,10; 1.Thes.1,4; Hebr.3,1 usw.). Die Frage: wird hier »hoi 
adelphoi« entsprechend dem griechischen Sprachgebrauch für die neutrale Bedeutung »Geschwister« 
verwendet, so dass man aus dem Kontext entscheiden muss, ob »Geschwister« oder tatsächlich »Brüder« 
(wie in Apg.15,7; 1.Tim.5,1; 6,2) übersetzt werden sollte? Oder wird die Anrede »Brüder« im NT 
deshalb für alle Geschwister verwendet, um das männliche Element hervorzuheben, also mit einer 
geistlichen Bedeutung impliziert? So dass man auch stets mit »Brüder« übersetzen müsste?

1.Kor.14,35 zeigt: der gesamte Abschnitt 1.Kor.14,19-40 bezieht sich auf Zusammenkünfte der ganzen 
Gemeinde. Zu Hause nämlich dürfen Frauen über geistliche Dinge reden. Nur eben in der Zusammenkunft 
der Gemeinde sollen sie schweigen (1.Kor.14,35).

1.Kor.14,26 bezieht sich nach dem Kontext eindeutig nur auf Brüder: sie werden zum Reden ermutigt, 
den Frauen aber wird gesagt, dass sie in der Gemeinde schweigen sollen (1.Kor.14,34). »Es ist ihnen 
nicht gestattet zu reden« (1.Kor.14,34) - das ist eine Anweisung, die sich auf jede Art von Reden 
bezieht. Sie sollen in der Gemeinde auch keine Fragen stellen (1.Kor.14,35).

Was können nun die Dienste der Frauen außerhalb der Gemeindezusammenkünfte sein, also z.B. in 
verschiedenen Gruppen und Kreisen der Gemeinde, bei Veranstaltungen wie Konzerten u.ä. und 
gegenüber Fremden, Freunden und Bekannten?

<ul>
  <li>
    Sie sollen auch die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer zu lieben, indem sie Lehrerinnen   
    des Guten sind (Tit.2,3-4). Hier haben die Frauen also auch die Aufgabe, zu lehren - wir müssen 
    1.Tim.2,12 in diesem Kontext auf das Lehren in der Gemeindezusammenkunft beziehen. Aquila und 
    Priscilla lehrten Apollos über den Weg Gottes, der doch selbst ein Lehrer und feurig im Geist 
    war (Apg.18,25-26). Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden, denn Priscilla lehrte ja nicht 
    öffentlich in der Gemeinde, wie es Apollos in der Synagoge tat (Apg.18,26).
  </li>
  <li>
    Eine Frau kann beten und weissagen (1.Kor.11,5) und soll dabei ein Kopftuch verwenden. So 
    weissagten z.B. die vier Töchter des Philippus (Apg.21,9). »Weissagen« bedeutet, durch den 
    Heiligen Geist für Menschen zur Erbauuung, zur Ermahnung und zum Trost zu reden (1.Kor.14,3).
    Auch Mirjam war eine Prophetin (4.Mo.12,2).
  </li>
  <li>
    Frauen haben genauso wie Männer Aufgaben in Gottes Reich und werden für ihre Arbeit Lohn 
    empfangen (2.Joh.1,5.8).
  </li>
  <li>
    Nach der Bibel ist nichts dagegen einzuwenden, dass Frauen im missionarischen Dienst stehen. Ob 
    das Verbot zu lehren (1.Tim.2,12) etwas für die Art ihres Dienstes bedeutet, muss noch 
    untersucht werden. Die Frau am Jakobsbrunnen war z.B. eine Missionarin; und wir lesen nichts 
    davon, dass der HERR sie dafür kritisierte.
  </li>
  <li>
    Aus dem Loblied der Debora: »Es mangelten Führer in Israel, sie mangelten, bis ich, Debora, 
    aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel.« (Ri.5,7). Debora war eine Prophetin 
    (Ri.4,4) wie auch Mirjam (4.Mo.12,2), und sie hatte eine politisch leitende Position in 
    Israel. Dass sie als Frau eine solche Position hatte, war eine Ausnahme, wie sie selbst bezeugt 
    (Ri.5,7). Es steht also nicht im Konflikt mit der schon im AT (1.Kor.14,34) geforderten 
    Unterordnung der Frau, wenn sie in einer Zeit, in der es keine fähigen Männer dazu gibt, eine 
    Führungsposition übernimmt. Das könnte sich heute z.B. auf eine leitende Position in einer 
    Missionsgesellschaft beziehen.
  </li>
  <li>
    Mirjam leitete den Lobgesang der Frauen in Israel, nachdem Gott das Volk vor dem ägyptischen 
    Heer gerettet hatte (2.Mo.15,20-21).
  </li>
  <li>
    Phöbe war Diakonin der Gemeinde in Kenchreä (Röm.16,1) - Schwestern können also durchaus
   offiziell in der Gemeinde einen Dienst übernehmen.
  </li>
</ul>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 13:1-John 13:17;">Johannes 13:1-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR liebte die Seinen bis zum Ende (Joh.13,1) - durch SEIN Leiden und Sterben am Kreuz führte 
ER völlig aus, was ER in dieser Fußwaschung andeutete. Nämlich, dienender König zu sein. ER starb 
nicht wie ein König, nicht heroisch oder mit einem letzten Fluch auf SEINE Mörder. ER starb als 
Diener, mit SEINEM Leiden und SEINEM Tod diente ER uns, SEINEN Mördern. Die wir IHN mit unseren 
Sünden und manche auch ganz praktisch ans Kreuz genagelt haben, für die hat ER Fürbitte getan, für 
die ist ER eingetreten, indem ER unsere Strafe übernahm: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen 
nicht, was sie tun!« (Lk.23,34).

SEIN Tod ist der größte Dienst unseres Königs an uns; Joh.13,10 zeigt: das reinigende Bad empfangen 
wir durch den Glauben, dass Jesus der Christus ist, ER starb dafür. Und auch heute noch dient 
Christus, unser König, uns: die wiederholte Fußwaschung ist ebenfalls ein Bild der Reinigung von 
uns noch anhaftenden Sünden.

ER sagt: »Versteht ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und Herr und saget es mit 
Recht; denn ich bin es auch. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so 
sollt auch ihr einander die Füße waschen. Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr 
tut, wie ich euch getan habe.« (Joh.13,12-15). Wir sollen ebenfalls aus Liebe (Joh.13,1) einander 
dienen, statt uns wie Könige dieser Welt gegenüber unseren Mitmenschen aufzuführen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 5:1-James 5:5;">Jakobus 5:1-5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen!« (Jak.5,3b) - warum ist das schlimm?

<ul>
  <li>
    Weil solche Schätze vergeblich gesammelt sind; Jak.5,1-3a zeigt als Vision, wie die Reichen 
    schließlich entdecken, dass sie ihr ganzes Leben lang vergeblich Reichtum angehäuft haben.
    Christus befiehlt uns, keine vergänglichen Schätze auf Erden, sondern unvergängliche Schätze 
    im Himmel zu sammeln (Mt.6,19-20), wir müssen uns daran halten.
  </li>
  <li>Weil sie die Schätze mit ungerechten Methoden gesammelt haben (Jak.5,4).</li>
  <li>
    Weil unser Herz dort ist, wo unser Schatz ist. Das ist die Begründung, mit der Christus uns 
    verbietet, Schätze auf der Erde zu sammeln (Mt.6,21). Dass sie auch hier zutrifft, zeigt 
    Jak.5,5: »Ihr habt eure Herzen gemästet an einem Schlachttag!«. Es ist nicht das physische 
    Herz gemeint, denn das wäre ein recht ungewöhnlicher Ausdruck ... . Wir sehen hier also klar, 
    warum Reichtum gefährlich ist und warum Reiche so schwer in den Himmel kommen können 
    (Mt.19,23-24): Weil der Reichtum unser Herz an die Erde bindet. Das war auch bei dem reichen 
    Jüngling der Fall (Mt.19,16-21), woraufhin der HERR die erwähnten Worte über die Gefahr des 
    Reichtums sagte.
  </li>
</ul>

Wir sollen uns also Schätze im Himmel sammeln. Wie geht das zum Beispiel?  Der HERR sagte dazu zum 
reichen Jüngling: »Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib es den 
Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!« (Mt.19,21). Also können 
wir unseren irdischen Reichtum so umsetzen in einen Schatz im Himmel.

Ähnliches lehrt der HERR auch im Gleichnis vom ungerechten Verwalter: »Machet euch Freunde mit dem 
ungerechten Mammon, auf daß, wenn er euch ausgeht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. [...] 
Wenn ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu waret, wer wird euch das Wahre anvertrauen? [...] 
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!« (Lk.16,9.11.13).

Dies sind Befehle Jesu Christi, keine Vorschläge. Wir können (!) nicht (!) Gott dienen und dem 
Mammon!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 16:10-Luke 16:12;">Lukas 16:10-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dies ist ein allgemeiner Grundsatz beim Dienst in Gottes Reich. Wir können und in Gottes Reich 
nicht »hocharbeiten«, sondern wir sollen treu und zufrieden dem HERRN in den kleinen Diensten 
dienen, die ER uns gibt; dann wird uns der HERR auch einmal in größere Verantwortung stellen. Einer 
dieser kleinen Dienste ist der Umgang mit unserem Geld - wenn wir uns schon darin nicht treu 
erweisen, wie wird uns der HERR dann größere Dienste geben?

Lasst und täglich treu im Kleinen sein, statt selbst nach Großem zu streben! Wollen wir dem HERRN 
in den kleinen Dingen mit ganzer Treue und Aufmerksamkeit dienen und sie nicht verachten, denn das 
ist SEIN Wille und ein Prüfstein für uns.

Es gibt einige Beispiele in der Bibel dafür, dass Gott Treue im Dienst im Kleinen belohnt, indem ER 
diese Menschen in größere Dienste eingesetzt hat:

<ul>
  <li>
    David, wie er lange vor Saul fliehen musste (z.B. 1.Sam.23,14-15), sich aber treu darin 
    erwies, Saul nicht zu töten, als er Gelegenheit dazu hatte (1.Sam.24,6).
  </li>
  <li>
    David, wie Gott ihn von den Schafen weg berief, fortan Israel zu weiden (Ps.78,70-71). Dies tat 
    er in Treue seines Herzens (Ps.78,72), d.h. David hatte sich beim Weiden der Schafe als Treu 
    erwiesen. Denn Gott sieht auf das Herz, nie auf die Größe eines Dienstes (1.Sam.16,7), und 
    deshalb erwählte ER David.
  </li>
  <li>
    Mose, wie er 40 Jahre in der Wüste die Schafe hütete, bevor Gott ihn zum Führerer Israels 
    berief.
  </li>
</ul>

Wir müssen erkennen, dass Gott andere Maßstäbe hat. Und verstehen, dass solche Zeiten des Dienstes 
in kleinen Dingen keine Zeitverschwendung sind, sondern SEIN Wille für uns, dass wir uns darin 
bewähren.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Galatians 5:22-Galatians 5:26;">Galater 5:22-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, 
Sanftmut, Enthaltsamkeit.

Diese »Frucht des Geistes«, die der Heilige Geist in unserem Leben wirkt, wenn wir mit Christus in 
Gemeinschaft bleiben (Joh.15,5; 1.Joh.4,12-13), ist das, wofür wir einmal im Himmel belohnt werden. 
Denn aller Dienst in Gottes Reich soll einfach nur Ausdruck der Liebe sein, von der Liebe motiviert 
sein (1.Kor.13,1-4), und die Liebe ist die erste Frucht des Geistes.

Wir können also keine im Himmel belohnte Arbeit in Gottes Reich tun, deren Motivation nicht die vom 
Heiligen Geist in uns gewirkte Liebe ist. Das hat weitreichende Konsequenzen: Arbeit in Gottes 
Reich ist keine Leistung, die mit einem höheren Kontostand unseres himmlischen Lohnkontos quittiert 
würde. Sondern Arbeit in Gottes Reich kann nur (!) Dienst der Liebe sein. Und die Liebe, die Gottes 
Geist in uns wirkt, wird uns zu solchem Dienst führen: denn Liebe will dienen, sie kann sich nicht 
auf schöne Worte beschränken (1.Joh.3,18).

»Laßt uns nicht nach eitlem Ruhme gierig sein, einander nicht herausfordern noch beneiden!« 
(Gal.5,26) warnt uns vor »Lohnarbeit« in Gottes Reich, deren Motivation nicht die Liebe ist, 
sondern die Gier nach (himmlischem oder irdischem) Lohn. Solche Arbeit im Reich Gottes ist nichts 
wert, sei sie nach außen hin noch so groß (Märtyrer) oder nützlich (Almosen) (1.Kor.13,1-4).

Also ist deutlich: die Frucht des Geistes in uns ist primär, sie drückt sich im Dienst in Gottes 
Reich aus, und beides wirkt darum zu unserem Lohn mit (1.Kor.3,12-14). Arbeit im Reich Gottes ohne 
Liebe, die Frucht des Geistes, ist wertlos, aber die Frucht des Geistes hat auch Wert ohne sich in 
Arbeit im Reich Gottes auszudrücken! Wo immer wir sind, was immer unsere Aufgaben sind, jederzeit 
können wir den Heiligen Geist diese Frucht in uns wirken lassen, unser Handeln davon bestimmen 
lassen. So dass wir für alle unsere Lebenslagen Lohn empfangen können, nicht nur für missionarische 
Dienste. Ob wir Arbeit in Gottes Reich getan haben oder nicht, hat also für die Menge unseres Lohns 
nichts zu bedeuten: Sklaven, die nicht die Gelegenheit dazu hatten, sollten sich deshalb keine 
Sorgen machen (1.Kor.7,21). Sondern ob wir Gott durch uns Frucht haben wirken lassen, wird unseren 
Lohn beeinflussen; es sei, was immer der HERR durch uns wirken wollte: die Frucht des Geistes in 
allen, mit Auswirkung auf das alltägliche Handeln. Dieses alltägliche Handeln wird bei denen, die 
Gelegenheit dazu haben, missionarischer Dienst sein, denn diese sind Knechte des HERRN; die anderen 
aber sind Freigelassene im HERRN (1.Kor.7,22).

Weil die Frucht des Geistes immer Gutes für unsere Mitmenschen und Dienst an ihnen bewirkt, ist das 
Streben danach kein »selbstsüchtiges Bauen am eigenen Leben«. Schon deshalb nicht, weil wir die 
Frucht des Geistes ja nicht aus eigener Kraft aktiv erreichen können.

Zusammenfassung: Die Bibel lehrt also: Nicht die absolute Menge der »Leistung in Gottes Reich« 
bestimmt unseren Lohn - der Allmächtige braucht unsere »Leistung« ja gar nicht! Sondern Gott 
belohnt uns entsprechend dem »prozentualen Anteil« an den Versuchen des Heiligen Geistes, in uns zu 
wirken, bei denen wir dem Heiligen Geist gehorcht und sein Wirken zugelassen haben. Der Heilige 
Geist will in jedem die Frucht des Geistes wirken (Gal.5,22), mit Auswirkung auf unser Handeln. 
Welche Auswirkungen der Heilige Geist hier wirken will, ist abhängig von unserer persönlicher 
Situation, von den Möglichkeiten zum Dienst in Gottes Reich (1.Kor.7,22) und irrelevant für unsere 
Belohnung.

Vergleiche:
»Wer nun weiß Gutes zu tun und es nicht tut, dem ist es Sünde.« (Jak.4,17) - Gott belohnt für die 
genutzten Möglichkeiten, Gutes zu tun, nicht für die absolute Menge guter Taten.

»Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir 
nicht ermatten. So laßt uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an jedermann Gutes tun, allermeist an 
den Glaubensgenossen.« (Gal.6,9-10) - wir sollen nach unseren Gelegenheiten Gutes tun, Gott fordert 
keine absolute Menge.

»Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die 
eingelegt haben.« (Mk.12,43; vgl. Mk.12,41-44) - unser Lohn richtet sich danach, in welchem Maßewir 
dem Heiligen Geist erlaubt haben, Möglichkeiten zum Dienst zu nutzen. Eine voll genutzte kleine 
Möglichkeit wie die Gabe der Witwe ist vor Gott mehr wert als eine wenig genutzte große Möglichkeit 
wie die Gaben der Reichen von ihrem Überfluss, auch wenn der genutzte Teil der großen Möglichkeit 
noch weit größer ist als die gesamte kleine Möglichkeit.

»Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem 
wird man desto mehr fordern.« (Lk.12,48) - Gott will, dass jeder die Möglichkeiten voll nutzt, die 
ER ihm gegeben hat. Wer also große Gaben von Gott bekommen hat, der soll s<ie im Dienst auch voll 
ausnutzen, so dass der Gewinn der Größe der Gabe entspricht.

Wir müssen jedes Leistungsdenken in der Arbeit in Gottes Reich ablegen! »Schätze im Himmel sammeln« 
dürfen wir nicht kapitalistisch auffassen, sondern Gaben der Liebe sind unsere Schätze im Himmel 
(Lk.12,33; 18,22). Liebe ist der Ursprung, und diese wird uns entsprechend unseren Möglichkeiten 
zum Dienst führen und vollen Lohn bei voller Nutzung dieser Möglichkeiten erbringen. Es darf sich 
in Gottes Reich also keiner beklagen, er habe zu wenige Möglichkeiten, Gott zu dienen (1.Kor.7,21)!

Es gilt außerdem folgender Grundsatz für die Arbeit in Gottes Reich: wer seine kleinen 
Möglichkeiten zum Dienst treu nutzt, z.B. im alltäglichen Leben nach den Heiligen Geist die Frucht 
des Geistes wirken lässt (Gal.5,22), dem gibt Gott auch größere Möglichkeiten zum Dienst 
(Lk.16,10-12).

In diesem Zusammenhang:

In Lk.19,12-27 haben wir ein Gleichnis, in dem 10 Knechte jeder ein Pund erhielten und damit 
unterschiedlich viel erwirtschafteten. Sie bekamen unterschiedlich viele Städte als 
Herrschaftsgebiet. Das zeigt, dass unser Lohn (die Möglichkeit zu größerem Dienst) davon abhängt, 
wie sehr wir die Möglichkeiten zum jetzigen Dienst genutzt haben.

In Mt.25,14-30 dagegen haben wir ein Gleichnis, in dem die Knechte unterschiedlich viel Geld 
(Möglichkeit zum Dienst) empfingen, ein jeder nach seiner Kraft (Mt.25,25). Die ersten beiden 
gewannen jeder die Menge hinzu, die die empfangen hatten - sie nutzten die Möglichkeit zum Dienst 
voll aus. Es bestätigt die oben dargestellte Lehre, dass der Herr hier nichts über einen 
Unterschied in der Belohnung aussagt, sondern er sagt zu beiden: »Du bist über wenigem treu 
gewesen, ich will dich über vieles setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!« (Mt.25,21.23).
Es macht keinen Unterschied in der Belohnung aus, wieviel Möglichkeit zum Dienst man hatte - jeder 
bekommt Möglichkeiten zum Dienst »entsprechend seiner Kraft« (Mt.25,25), also entsprechend den 
Gaben, mit denen Gott ihn erschaffen hat. Deshalb sollen wir nicht höher Begabte beneiden 
(Gal.5,26), denn es ist völlig unnötig, noch geringer Begabte verachten. Sondern wieviel seiner 
Gaben man genutzt hat, macht den Lohn aus!

Frage: Wie stimmt damit überein, dass dem, der die 10 Pfunde hatte, in beiden Fällen das Pfund des 
faulen und bösen Knechtes hinzugetan wurde?

Der böse und faule Knecht ist also einer, der sein ganzes Leben lang dem Heiligen Geist nicht 
erlaubt hat, in ihm die Frucht des Geistes zu wirken und durch ihn einen Dienst zu tun, der also 
alle Möglichkeiten zum Dienst verachtet hat, der seine Gaben versteckt hat, damit sie nicht zu 
Gottes Ehre und Gewinn dienen. Solches wird kein Christ tun, sondern damit sind alle gemeint, die 
Christus nicht angenommen haben und deshalb in der Hölle landen (Mt.25,30).

»Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluß habe; von dem aber, der nicht hat, 
wird auch das genommen werden, was er hat.« (Mt.25,29): dieser Vers bestätigt ebenfalls die hier 
dargestellte Lehre: wer treu war im Dienst (»wer da [erworben] hat«), der bekommt Möglichkeit zum 
größeren Dienst bis zum Überfluss, das ist seine Belohnung. Wer aber untreu war im Dienst (»der 
nicht [erworben] hat«), wird jede Möglichkeit zum Dienst verlieren. Das ist in der Hölle der Fall; 
hier haben Nichtchristen nicht mehr die Möglichkeit, Gott zu dienen, wie sie es auf Erden noch 
gekonnt hätten. Die Strafe ist (u.a.) der Entzug jeder Möglichkeit, Gott zu dienen!

1.Petr.5,2: »Weidet die Herde Gottes bei euch, nicht gezwungen, sondern freiwillig, nicht aus 
schnöder Gewinnsucht, sondern aus Zuneigung,«. Kann man die »schnöde Gewinnsucht« geistlich sehen, 
d.h. ein Verlangen nach geistlichem Lohn im Himmel? Dann hätten wir hier wieder eine Bestätigung 
dieser Lehre: wir sollen aus Zuneigung dienen, aus Liebe; nicht aus Leistungsdenken gegenüber 
Gott.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 5:19-James 5:20;">Jakobus 5:19-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Von der Wahrheit abirren« (Jak.5,19) meint keine gewöhnliche Sünde, sondern das Verlassen der 
Grundlage unseres Glaubens: »Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, daß Jesus der 
Christus sei? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet!« (1.Joh.2,22).

Wer von der Wahrheit abirrt, ist nie Christ gewesen, d.h. er war noch nie ein Gotteskind: »Sie [die 
Antichristen] sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen 
wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, daß nicht alle von uns 
sind.« (1.Joh.2,19).

Deshalb steht hier über solche, dass sie noch Sünder sind (Jak.5,20). Aber auch für solche gibt es 
noch die Möglichkeit der Errettung, wie für jeden Sünder: »wer einen Sünder von seinem Irrweg 
bekehrt, der wird seine Seele vom Tode retten und eine Menge Sünden zudecken« (Jak.5,20). Wer 
umkehrt, dem wird also selbst diese Sünde, Jesus nicht als Christus anerkannt zu haben, vergeben; 
wer nicht umkehrt und Jesus nie als Christus anerkennt, lästert damit den Heiligen Geist, d.h. 
diese Sünde wird ihm niemals vergeben werden (Mk.12,10), eben weil er sie niemals bereut hat.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 5:13">Jakobus 5:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In einer ungerechten Welt kommt es ohne weiteres vor, dass Christen Unrecht leiden müssen. Was 
sollen sie dann tun? Hier steht nicht »Leidet jemand von euch Unrecht, der wehre sich;«, sondern 
»[...] der bete«. Wir sollen unser Recht nicht versuchen, selbst durchzusetzen, sondern das Gott 
überlassen.

In diesem Sinne schreibt Jakobus auch: »Ihr habt den Gerechten verurteilt, ihn getötet; er hat euch 
nicht widerstanden.« (Jak.5,6). Das können wir ganz alltäglich anwenden, z.B. wenn wir an unserem 
Arbeitsplatz ungerecht behandelt werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 4:4">Philipper 4:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers zeigt: der HERR will, dass wir allezeit ein frohes Leben führen, denn ER liebt uns. Die 
Freude ist eine Frucht, die der Heilige Geist in uns wirkt, wir können sie nicht selbst 
hervorbringen. Wir müssen zulassen, dass der Heilige Geist jeden Moment unseres Lebens mit Freude 
füllen will. In einem Leben nach Gottes Willen muss es keine freudlosen Momente geben! Auch der 
höchste Einsatz der Liebe in unserem Leben soll und kann mit der Freude gebracht werden, die Gott 
gibt.

Andersherum gilt: Jede Handlung, die nicht aus Liebe geschieht, ist vor Gott wertlos 
(1.Kor.13,1-3). Es macht keinen Sinn, sie zu tun. Liebe ist nun auch eine Frucht des Geistes, d.h. 
sie ist nicht aus uns selbst. Wir müssen also einfach Gott zulassen, dass ER durch den Heiligen 
Geist in uns die Liebe wirkt und durch uns die Taten wirkt, die ER will, denn so verherrlicht unser 
Leben Gott (1.Petr.4,11) und nicht uns selbst. Seine Gnade kann in uns bewirken, dass wir mehr 
arbeiten als alle anderen (1.Kor.15,10) - Gott verdient die Ehre dafür; selbst so etwa zu versuchen 
führt zu freudlosem Kampf und dann zum Versagen, wenn die Kraft ausgeht.

Versuchen wir doch nicht, etwas für Gott zu leisten. Es ist unmöglich, weil wir so schwach sind. 
Und wir sind so schwach, damit Gottes Kraft in unserem Leben sichtbar werden kann und ER dafür die 
Ehre bekommt: »Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die überschwengliche Kraft 
von Gott sei und nicht von uns.« (2.Kor.4,7). Dienst für Gott ist also einfach, SEINE Kraft und 
Gnade durch den Heiligen Geist in und durch uns wirken zu lassen.

So ist auch 2.Kor.12,9-10 zu verstehen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 3:1">Philipper 3:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ein Hauptthema des ganzen Philipperbriefs ist die Freude im HERRN, die ein Christ allezeit haben 
kann und soll. Deshalb ist dies ein Schlüsselvers zum Verständnis des Briefes.

Freude statt zähem Kämpfen ist die beste Grundhaltung im Leben: sie lässt lebendig sein statt 
aufzuzehren. Vgl. Spr.14,30: »Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben; aber Eifersucht ist 
Knochenfraß.«


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 4:10">Philipper 4:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<h1>Über das Geben und den Umfang unseres Dienstes für Gott</h1>

Paulus fordert die Philipper in diesem Brief oft zum »praktischen Christsein« auf (Phil.2,1-4; 
3,17; 4,5.8-9.17), wie auch das NT jeden Gläubigen. Trotzdem macht er ihnen keinen Vorwurf, dass 
sie ihm so lange keine materielle Unterstützung mehr gesandt haben (Phil.4,10). Sondern er erkennt 
an, dass die Philipper ihn zwar unterstützen wollten, es aber einfach nicht konnten, wohl weil sie 
in dieser Zeit zu wenig hatten, um etwas abgeben zu können.

Gott fordert uns nur zu Dienst innerhalb unserer Möglichkeiten auf, nicht darüber hinaus! Wenn 
unsere »Belastungsgrenze« erreicht ist, d.h. wenn unser Dienst Zwang und Kampf wird statt aus 
Freude zu geschehen, sollten wir aufhören. Denn was von unserem Dienst nicht aus Liebe getan oder 
gegeben wird, hat vor Gott ohnehin keinen Wert (1.Kor.13,1-4).

So aber soll all unser Dienst die Echtheit unserer Liebe zeigen (2.Kor.8,7-8) und die Umsetzung des 
Willens sein, aus Liebe zu Geben (2.Kor.8,10-11). Wenn solcher Wille bei uns vorhanden ist, dann 
wird unser Dienst wertvoll, wenn wir geben, was wir haben, egal ob das viel oder wenig ist: »Denn 
wo der gute Wille vorhanden ist, da ist einer angenehm nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er 
nicht hat.« (2.Kor.8,12). Unser Dienst soll sich also immer nach unseren Möglichkeiten richten, 
nach dem Grundsatz des Ausgleichs, und nicht so dass wir dadurch selbst bedürftig werden 
(2.Kor.8,13-14). Unser Dienst soll nicht so weit gehen, dass wir danach den Dienst anderer 
bedürfen! Sondern der uns von Gott gegebene Überfluss ist das, was wir anderen durch unseren Dienst 
geben sollen (2.Kor.8,13-15).

Für das Geben innerhalb dieses Rahmens (2.Kor.8,13) gilt: »Das aber bedenket: Wer kärglich sät, der 
wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten.« (2.Kor.9,6; vgl. 
Lk.6,38). Dabei will Gott aber keineswegs, dass wir aus Unwillen oder Zwang geben (verallgemeinert: 
IHM dienen), sondern nach dem Maß, das wir selbst uns vorgenommen haben: »Ein jeder, wie er es sich 
im Herzen vorgenommen hat; nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott 
lieb!« (2.Kor.9,7). Dieser Vers kann nicht so ausgelegt werden, dass wir »bei all unserem Dienst, 
den Gott von uns will, der uns aber schon zu viel wird, auch noch aufgefordert werden, diesen 
fröhlich zu tun«. Sondern wir sollen nur soviel geben und dienen, wie wir selbst wollen, so dass 
nicht Unwille oder erzwungenes Verhalten aufkommen. Eben deshalb, weil Gott zuerst will, dass wir 
fröhlich geben, nicht dass wir viel geben. Denn die Motivation der Liebe zum Dienst ist wichtig, 
nicht der Umfang des Dienstes selbst (1.Kor.13,1-4). 2.Kor.9,7 sagt, dass wir Dienst sein lassen 
sollen, der aus Unwille oder Zwang geschehen würde, z.B. wenn wir überlastet sind! Dass wir Gott 
stets so dienen sollen, dass wir es fröhlich gebend tun!

Das wird bestätigt durch Mt.22,39: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« Gott fordert 
uns nicht auf, andere soviel zu lieben, dass wir selbst bedürftig werden, sonst hätte er 
geschrieben »Du sollst deinen Nächsten mehr lieben als dich selbst«. Sondern es soll das Geben von 
unserem Überfluss sein, d.h. von dem was wir noch mehr haben als unser Nächster, so dass sich ein 
Ausgleich ergibt (2.Kor.8,13-15). Johannes umschreibt diese Nächstenliebe, die es ja auch im AT 
schon gab, deshalb so: »Wer zwei Röcke hat, gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, tue 
ebenso!« (Lk.3,8). Die Nächstenliebe ist also eine Art Gradient, der stets vom 
Überfluss zum Mangel gerichtet ist und stets einen Ausgleich anstrebt. Dabei ist es Gott, der immer 
wieder den Überfluss auffüllen kann, so dass wir viel geben können in aller Gebefreudikeit 
(2.Kor.9,8-11), letztlich ein Dank an Gott (2.Kor.9,12). Diese Nächstenliebe bedeutet für Ehemänner 
z.B., ihre Frauen zu lieben wie sich selbst (Eph.5,28), aber nicht mehr als sich selbst (Eph.5,29). 
Keine Beziehung zu einem Menschen, die Ehe nicht und die Freundschaft nicht, verlangt das, denn 
solcher Selbsthass führt zu Freudlosigkeit und Unzufriedenheit.

Nur die Liebe zu Gott soll größer sein als die Liebe zu uns selbst (Mt.22,37; Lk.14,26-27). Für 
Gott selbst müssen wir mehr geben als uns verbleibt, nämlich alles, unser ganzes Leben (2.Kor.8,5). 
Das bedeutet praktisch, IHM mit unserem ganzen Leben zu gehorchen, auch was die oben dargestellte 
Nächstenliebe angeht (Joh.14,21). Gottes Knecht zu sein bedeutet aber ein Leben der Freude: 
Phil.3,1, ist also ebenfalls kein aufzehrendes Leben!

Wir sollten stets den Willen zum Dienst haben und geben, was uns gut möglich ist (2.Kor.9,7), 
dienen wo wir die Möglichkeit haben (Gal.6,10); wenn wir dann keine Kraft und Möglichkeit haben zu 
einem Dienst, so macht das gar nichts (2.Kor.8,12), so wie es auch bei den Philippern war 
(Phil.4,10). Schließlich sind wir nur Menschen und können nicht alle Möglichkeiten zum Dienst in 
dieser Welt wahrnehmen; das will Gott auch gar nicht von uns.

Was die Bibel wie oben dargestellt zur Selbstliebe sagt ist kein Zugeständnis Gottes an die 
fleischliche Natur des Menschen, sondern es ist von Anfang an so gewesen. Schon im Garten Eden 
wollte Gott, dass der Mensch Gutes genießt (= sich selbst liebt), denn ER liebt uns und will uns 
ein freudvolles, schönes Leben bereiten. Deshalb ist das erste Gebot, das ER dem Menschen gibt: »Du 
sollst essen von allen Bäumen des Gartens« (1.Mo.2,16). Nur wenn die Selbstliebe die Schranken des 
Doppelgebotes der Liebe verlässt, wird sie zur Sünde (Mt.22,37-39); im Garten Eden war das Gebot, 
Gott mehr zu lieben als sich selbst, durch den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen 
formuliert und das zugehörige Gebot, davon nicht zu essen (1.Mo.2,17). Dieser Baum war 
gleichermaßen eine Lust für die Augen wie alle anderen Bäume des Gartens (1.Mo.2,9; 3,6), so dass 
es tatsächlich um die Probe ging, ob der Mensch Gott mehr lsohn verderbenqiebt als sich selbst, 
d.h. sich selbst 
ganz Gott unterordnen würde.

Gott will doch jedem Menschen ein freudvolles, schönes Leben bereiten, weil ER uns liebt. Das hat 
ER durch den Garten Eden ausgedrückt, das drückt ER durch jede Gabe aus, die ER uns zum Genuss gibt 
(1.Tim.6,17), und das hat ER am deutlichsten und größten durch die Gabe SEINES Sohnes ausgedrückt.
Die Ehe und alle Speisen sind gute Gaben unseres Gottes, mit denen ER unser Leben erfreuen will 
(1.Tim.4,3) und für die wir IHM danken sollen (1.Tim.4,3). Selbst die Arbeit hatte Gott als gute 
Gabe für den Menschen geschaffen (1.Mo.1,28), doch durch den Sündenfall wurde sie zur Mühsal 
verflucht (1.Mo.3,17-19). Gott gibt uns reichlich gute Gaben aus SEINER Liebe zu uns und will dafür 
nur den Preis und Dank, der IHM als unserem Schöpfer von SEINEN Geschöpfen zusteht (Röm.1,21).

Es ist also unbiblisch, sich ein schlechtes Gewissen und Vorwürfe zu machen, wenn man sich selbst 
einen Genuss gönnt statt anderen zu dienen. Die von Gott gebotene Nächstenliebe soll ein Ausgleich 
sein, aber nicht unser ganzes Leben in den Dienst am Nächsten stellen, und die Liebe zu Gott soll 
unser ganzes Leben IHM unterordnen, so dass wir IHM gehorchen und IHM danken für die Gaben, die ER 
gibt (Röm.1,21; Apg.14,17).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 3:10-Philippians 3:21;">Philipper 3:10-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus spricht hier von Anstrengung und Kampf (Phil.3,14); das aber wird im Leben eines Christen 
nie ein freudloses, zähes Kämpfen, eine verzweifelte Verteidigung gegen drohende Niederlagen sein 
müssen, denn Paulus wird nicht dem widersprechen, was er kurz zuvor gesagt hat: »Im übrigen, meine 
Brüder, freuet euch in dem Herrn!« (Phil.3,1).

Was für eine Anstrenung und welchen Kampf meint also Paulus hier?

Als Ziel des Kampfes nennt Paulus »zur Auferstehung aus den Toten [zu] gelangen« (Phil.3,11). Damit 
meint er hier nicht die Auferstehung der Heiligen zum ewigen Leben. Begründung:

<ul>
  <li>
    Paulus sagt, dass er nicht mehr auf eigene Gerechtigkeit vertraut, um Christus zu gewinnen und 
    dann durch die »Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens« in Christus zu sein (Phil.3,8-9).
    Er fährt mit dem Resultat des »in Christus sein« fort, das ist mit einem praktischen Leben als 
    aus Gott gerechtfertigter Christ: die Kraft SEINER Auferstehung erkennen, die Gemeinschaft 
    SEINER Leiden erkennen, SEINEM Tode ähnlich werden und schließlich aus den Toten aufzuerstehen. 
    Die zuvor erlangte Glaubensgerechtigkeit zeigt, dass hier mit der »Auferstehung aus den Toten« 
    nicht die Auferstehung zum ewigen Leben gemeint sein kann, denn diese ist aufgrund des Glaubens 
    schon sicher.
  </li>
  <li>
    Die Kraft SEINER Auferstehung (Phil.3,10) wirkt nur in denen, die bereits an Christus glauben 
    (Phil.3,9) und bewirkt in uns die Auferstehung aus den Toten (Phil.3,11). Wer aber an Christus 
    glaubt, hat ewiges Leben (Joh.3,16), so dass er nicht mehr nach der Auferstehung aus den Toten 
    zum ewigen Leben streben muss. Dies kann hier also nicht gemeint sein.
  </li>
  <li>
    Dem Christen ist die Auferstehung zum ewigen Leben sicher; Phil.3,11 kann sich also nicht auf 
    diese Auferstehung beziehen, sonst entsteht ein Widerspruch. Paulus schreibt nämlich, er 
    strenge sich an, um »vielleicht« zur Auferstehung aus den Toten zu gelangen«. Im Bezug auf die 
    Auferstehung zum ewigen Leben schreibt er jedoch klar, dass sein Bürgerrecht im Himmel ist 
    (Phil.3,20), dass er also sicher dort ankommen wird und sich danach nicht erst ausstrecken muss.
  </li>
  <li>
    Zur Auferstehung aus den Toten nach ihrem Tod auf der Erde werden alle gelangen, auch die, die 
    danach den zweiten Tod sterben, d.h. in die Hölle kommen. Deshalb schon ist es 
    unwahrscheinlich, dass sich diese Formulierung auf die Auferstehung zum ewigen Leben bezieht.
  </li>
  <li>
    Die hier gemeinte Auferstehung aus den Toten durch die Kraft Christi ist das Resultat davon, 
    zuerst SEINEM Tode ähnlich geworden zu sein (Phil.3,10), etwas, das auch nur für den möglich 
    ist, der bereits Christ ist (Phil.3,9). Den natürlichen Tod aber sterben alle Menschen, so 
    dass hier nicht die Auferstehung vom natürlichen Tod gemeint sein kann.
  </li>
</ul>

Was meint Paulus dann mit der Auferstehung von den Toten? Er meint, im praktischen Leben als durch 
Gott geechtfertigter Christ aufzuerstehen davon, in der Sünde tot zu sein. Die von Gott erlangte 
Rechfertigung auch praktisch zu leben. Im Römerbrief stellt er dies ebenfalls anhand von Tod und 
Auferstehung dar: 

<ol>
  <li>
    Die Sünde nahm das Gesetz zum Anlass, um uns zu töten (Röm.7,11), um dem Tode Frucht zu 
    bringen (Röm.7,5). Vor unserer Bekehrung, solange wir also unter Gesetz waren, waren wir in 
    einem fleischlichen Todesleib gefangen (Röm.7,24): wir wollten das Gute, aber taten das Böse 
    (Röm.7,20-23).
  </li>
  <li>
    Christus nun ist es, der uns bei unserer Bekehrung von diesem Todesleib erlöst (Röm.7,24).
    Dabei sterben wir dem Gesetz (Röm.7,4), wir sind also frei geworden von dem Gesetz des 
    Buchstabens, das uns in der Sünde festhielt (Röm.7,5-6). Immer noch aber, trotz dass wir jetzt 
    erlöst sind, dienen wir zwar mit der Vernunft dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem 
    Gesetz der Sünde (Röm.7,25). Es gibt in diesem Zustand aber keine Verdammnis mehr für uns 
    (Röm.8,1), denn die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit wurde durch Christus in uns erfüllt 
    (Röm.8,4).
  </li>
  <li>
    Unser Zustand als Errettete ist also zuerst: »der Leib [ist] zwar tot um der Sünde willen, der 
    Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.« (Röm.8,10). Das ist es, was Paulus hier 
    damit meint, als Christ SEINEM Tode ähnlich zu werden (Phil.3,10): so wie Christus an unseren 
    Sünden starb, so ist unser Leib nun noch tot wegen unserer Sünden. Praktisch bedeutet das: 
    unser Handeln ist wie vor unserer Bekehrung böse (Röm.7,15-19), trotz dass wir das Gute wollen 
    und unser Geist durch Gott gerettet ist. Noch ist unser praktisches Handeln wie vor der 
    Bekehrung.
  </li>
  <li>
    Nun kommt das, was Paulus mit der Auferstehung von den Toten meint, die er zu erreichen strebt: 
    »Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird
    derselbe, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig 
    machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.« (Röm.8,11). Dies wirkt der Heilige Geist in uns, 
    nicht wir. Was ist nun unser Teil bei dieser Auferstehung von den Toten, das was Paulus mit 
    solcher Anstrengung verfolgte? Einfach, sich vom Geist Gottes dazu leiten zu lassen, nicht nach 
    dem Fleisch zu leben, sondern die Geschäfte des Leibes durch den Geist zu töten (Röm.8,13), 
    denn wir müssen ja nicht mehr wie zuvor dem Fleisch gehorchen (Röm.12,8).
  </li>
  <li>
    Wir werden die Geschäfte des Leibes töten, denn jedes Kind Gottes lässt sich vom Geist Gottes 
    leiten (Röm.8,14). Diese Folge der Gotteskindschaft fordert und beihaltet aber auch eigene 
    Anstrengung, sie entsteht erst wenn wir wie Paulus beginnen, nach einem heiligen Leben im Leib 
    zu streben, indem wir durch den Geist dessen fleischliches Tun töten, wie Paulus es tat. 
    Beachte: Wir können dies nicht selbst tun, sondern tun es in der Kraft des Geistes.
  </li>
  <li>
    Somit ist das Streben nach »dem Ziel, dem Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in 
    Christus Jesus« (Phil.3,14) Kennzeichen und Folge der Gotteskindschaft. Paulus bestätigt das: 
    Kinder Gottes sollen und werden nicht so wandeln wie die vielen »Feinde des Kreuzes«, »welcher 
    Ende das Verderben ist, deren Gott der Bauch ist, die sich ihrer Schande rühmen und aufs 
    Irdische erpicht sind.« (Phil.3,18-19). Es ist jedoch nicht so, dass das Handeln erst zeigt, ob 
    man Christ ist, so dass man sich seiner Errettung nicht sicher sein könnte. Sondern wer Christ 
    ist, dessen Bürgerrecht ist im Himmel (Phil.3,20), und der wird als Resultat davon auch als 
    Christ handeln. Denn wir werden ja Christ, bevor wir als Christ gehandelt haben (Röm.7,25), und 
    bereits in diesem Zustand gibt es keine Verdammnis mehr für uns (Röm.8,1).
  </li>
</ol>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 4:1-Philippians 4:3;">Philipper 4:1-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Man muss hier über die vorhergehende Kapitelgrenze hinweglesen, um den Zusammenhang zu verstehen: 
Paulus schreibt, weil euer Bürgerrecht im Himmel ist (Phil.3,20), so verbleibet (Strong 4739: seid 
ortsfest, beharret) im HERRN (Phil.4,1). Wer errettet ist, dessen Leben zeigt das auch; so soll und 
wird es auch bei euch sein.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 28:20">Matthäus 28:20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie ist es physikalisch vorstellbar, dass Gott immer bei uns ist? Nicht so, dass Gott einfach in 
einer höheren physikalischen Dimension lebt, denn jede höhere Dimension beinhaltet alle niederen 
und ist als Abbild in diesen sichtbar. So wird z.B. ein dreidimensionaler Körper auf eine 
zweidimensionale Fläche projeziert.

Die Bibel sagt: Gott ist Geist (Joh.4,24). Die Realität besteht also aus zwei grundverschiedenen 
Bereichen, die sich ungestört durchdringen können: Geist und Materie. Deshalb kann Gott immer bei 
uns sein, auch »mitten unter uns« (Mt.18,20) an verschiedenen Orten gleichzeitig.

Geist und Materie können jedoch auch in Wechselwirkung treten: jeder Mensch ist ein Beispiel dafür, 
denn er ist von seinem Geist geleitet. Auch dämonische Besessenheit (sogar von Tieren; Lk.8,32-33) 
ist ein Beispiel dafür.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Galatians 5:22">Galater 5:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie entstehen diese Früchte des Geistes in uns? Dazu ist eine intakte Beziehung zu Christus als 
Person nötig (Joh.15), die sich in Gebet und Bibellesen ausdrückt. Dann kann der Geist die Frucht 
in uns wirken, denn diese ist ja nicht unser eigenes Werk (Gal.5,22; Joh.15). Neben diesem Hören 
ist das Tun Voraussetzung: dem zu gehorchen, was Gott uns zeigt. Denn das gehört auch zu dem »in 
IHM bleiben« (Joh.15): »Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Ihm und Er in ihm« (1.Joh.3,24).

Also: Die Frucht des Geistes wirkt der Geist in uns, wenn wir auf Gott hören und SEINEN Willen, den 
ER uns dann offenbart, tun.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Galatians 5:22">Galater 5:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ein Versuch zur Auslegung der hier genannten »Früchte des Geistes«:

<table>
  <th>
    <td>Kennzeichen</td>
    <td>Bedeutung</td>
    <td>Gegenteil</td>
  </th>
  <tr>
    <td>Liebe</td>
    <td>selbstaufopfernd</td>
    <td>Hass</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>Freude</td>
    <td>tiefe und bleibende innere Freude, nicht abhängig von äußeren Umständen</td>
    <td>Traurigkeit</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>Friede</td>
    <td>innere Gelassenheit und Ruhe auch unter schwierigen Bedingungen</td>
    <td>Verzweiflung, Kampf</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>Geduld</td>
    <td>Fähigkeit, Provokationen zu ertragen; auch bei Unrecht keine Rache</td>
    <td>Ungeduld</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>Freundlichkeit</td>
    <td>tätiges Wohlwollen</td>
    <td>Unfreundlichkeit, »Stoffeligkeit«</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>Güte</td>
    <td>innere Aufrichtigkeit; Gutes tun, auch wenn der andere es nicht verdient hat</td>
    <td>Boshaftigkeit</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>Treue</td>
    <td>vertrauenswürdig, verlässlich sein</td>
    <td>Untreue</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>Sanftmut (= Nachsicht)</td>
    <td>Gehorsam gegenüber Gott; besonnen bleiben, wenn Bestrafung notwendig ist</td>
    <td>Härte</td>
  </tr>
  <tr>
    <td>Keuschheit</td>
    <td>Selbstbeherrschung, Verzicht</td>
    <td>Zügellosigkeit</td>
  </tr>
</table>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 19:23-Acts 19:41;">Apostelgeschichte 19:23-41</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Begebenheit lehrt über den »Konflikt der Religionen«. Die Epheser hielten ihre Göttin Diana 
für ihren Gott, die Christen aber halten Jahwe für ihren Gott. Die Frage ist berechtigt: Wer ist in 
Realität Gott, welche Religion stimmt?

»Gott« ist definiert als »der Höchste, der Mächtigste«. Gott kann nur der sein, der Macht über 
alles andere und alle anderen hat. So muss er z.B. übermenschliche Fähigkeiten haben, um absolute 
(und nicht nur zeitlich begrenzte) Macht über alle Menschen zu haben. Er muss auch Macht über den 
Tod haben, die mächtigste bekannte Kraft auf der Erde. Daraus folgt:

<ul>
  <li>
    Götzenstatuen oder irgendeine andere technische Konstruktion »Gott« zu nennen ist völlig 
    unsinnig, weil menschengemachte Technik prinzipiell keine übermenschlichen Fähigkeiten haben 
    kann, sondern Werkzeug des Menschen ist. Denn Technik ist geistlos und kann deshalb prinzipiell 
    keine geistigen Fähigkeiten haben.
  </li>
  <li>
    Eine andere Person als Gott zu akzeptieren macht nur Sinn, wenn diese Person ihre absolute 
    Macht über alles andere, d.h. ihre Gottheit, beweist. Dies hat kein Götze wie die Diana der 
    Epheser und kein Gott einer anderen Religion je getan: es gibt keinen Grund, diese als Götter 
    zu akzeptieren. Allein Jahwe tat dies: das erwiesenermaßen historische Ereignis der 
    Auferstehung Jesu von den Toten und der Austreibungen von Dämonen beweisen, dass ER über Tod 
    und Teufel Macht hat, den stärksten sonst bekannten Kräften. Christus ist Gott!
  </li>
</ul>

Die Bibel erlaubt diese Logik und hat sie sogar selbst:
<ul>
  <li>
    Joh.20,30-31: »Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die in diesem Buche 
    nicht geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, daß Jesus der Christus, 
    der Sohn Gottes ist, und daß ihr durch den Glauben Leben habet in seinem Namen«
  </li>
  <li>
    Joh.11,14-15: »Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben; und ich bin froh um 
    euretwillen, daß ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glaubet.« Der HERR fordert uns nicht zu 
    blindem Glauben auf, sondern beweist seine Macht über alles, damit wir eine Grundlage für 
    unseren Glauben haben. Ein Wunder muss nicht erst schriftlich übermittelt werden, um Grundlage 
    für Glauben (»Wissen ohne zu sehen«; Hebr.11,1) zu sein - dieses Wunder haben die Jünger 
    gesehen (!), um zu glauben. Die Zuverlässigkeit der schriftlichen Überlieferung ist also 
    nichts, was uns zum Glauben auffordert, lediglich eine Informationsübertragung.
  </li>
  <li>
    Mt.12,39-40: »Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Das böse und ehebrecherische Geschlecht 
    begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Propheten 
    Jona. Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauche des Riesenfisches war, also wird 
    des Menschen Sohn drei Tage und drei Nächte im Schoße der Erde sein.« SEIN Tod und SEINE 
    Auferstehung waren das Zeichen, dass ER tatsächlich Gott und Christus ist. Damit ist dieses 
    in der Bibel am besten bezeugte Ereignis in der Bibel die Grundlage unseres Glaubens, wie 
    Paulus bestätigt (1.Kor.15,17).
  </li>
</ul>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Corinthians 7:5-II Corinthians 7:6;">2. Korinther 7:5-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR ist ein gnädiger Gott, ER ist unser Trost zur rechten Zeit. Hier war Titus SEIN Werkzeug, 
um Paulus und seine Gefährten in ihrer bedrängten Lage zu trösten. Paulus verwendet keine religiöse 
Floskel, wenn er sagt, dass dieser Trost von Gott kam - auch wir sollten uns bewusst sein, dass 
Gott der Urheber ist, wenn wir Trost und Hilf durch Geschwister zur rechten Zeit empfangen. 
Voraussetzung dazu ist wohl, ein »Geringer« zu sein (2.Kor.7,6), d.h. demütig zu wissen, dass man 
auf Gottes Hilfe und Trost angewiesen ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 5:1-I Corinthians 5:13;">1. Korinther 5:1-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieses Kapitel illuistriert die Worte des HERRN in Mt.18,15-18. Der HERR sagte: »Hört er aber diese 
nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auch die Gemeinde nicht, so gelte er dir wie ein Heide 
und Zöllner.« (Mt.18,17). 

Dieser Schritt wird hier von Paulus gefordert: in der Gemeinde in Korinth gab es jemanden, der sich 
Bruder nennen ließ (1.Kor.5,11) und über eine Sünde keine Buße tun wollte, nämlich dass er mit 
seiner eigenen Mutter hurte (1.Kor.5,1). Dies war ein andauernder Zustand (1.Kor.5,1) und nicht 
eine einmalige Tat, über die er schon Buße getan hätte.

Der HERR sagt für solche Fälle »so gelte er dir wie ein Heide und Zöllner« (Mt.18,17), also wie 
jemand außerhalb der Gemeinde. Der Betreffende musste also aus der Gemeinde ausgeschlossen werden, 
und davon spricht Paulus in diesem Kapitel: »aus eurer Mitte tun« (1.Kor.5,2), »dem Satan [...] 
übergeben« (1.Kor.2,5), »Feget den alten Sauerteig aus!« (1.Kor.2,7), »ihr [sollt] keinen Umgang 
haben [...] mit jemandem, der sich Bruder nennen lässt und dabei ein Unzüchtiger [...] ist« 
(1.Kor.5,11), »Tut den Bösen aus eurer Mitte hinweg!« (1.Kor.5,13). Es wird hier deutlich, dass der 
Ausschluss aus der Gemeinde der einzige von Paulus beabsichtigte Schritt ist, weshalb »dem Satan 
[...] übergeben« (1.Kor.2,5) als Synonym dafür auszulegen ist (vgl. auch 1.Tim.1,20).

»so gelte er dir wie ein Heide und Zöllner« (Mt.18,17) heißt auch, dass man den Betreffenden für 
einen Ungläubigen halten soll, für einen der nie errettet war, sondern nur für eine Zeit glaubte 
und in der Anfechtung abfiel (Lk.8,13). Das nämlich tut Paulus hier, indem er von dem Betreffenden 
als »Sauerteig« (1.Kor.5,6) und »altem Sauerteig« (1.Kor.5,7) spricht, von der Gemeinde aber als 
einem neuen, ungesäuerten Teig (1.Kor.5,7). Wenn jemand in der Gemeinde zum »neuen Teig« gehört, so 
muss jemand in der Welt ja zum »alten Teig« gehören - Paulus bezeichnet den Hurer also als einen 
Unbekehrten. Dies wird dadurch bestätigt, dass er den Betreffenden als »jemanden, der sich Bruder 
nennen lässt« (1.Kor.5,11) (und nicht als Bruder) und als einen »Bösen« (1.Kor.5,13) bezeichnet. In 
ähnlicher Weise bezeichnete der HERR Judas als den »Sohn des Verderbens«, der verloren ging 
(Joh.17,12) - Judas war also nie errettet. Auch der Antichrist wird »Sohn des Verderbens« genannt 
(2.Thess.2,3); ein Christ würde nie als ein »Böser« (1.Kor.5,13) bezeichnet werden.

Eine weitere Bestätigung, dass Paulus den Betreffenden für unerrettet hält, ist »damit« in 
1.Kor.5,5: übersetzt von griechisch »hina« (Strong 2443): es bezeichnet Ziel (»damit«) oder Folge 
(»so dass«). Es meint auf jeden Fall, dass der Betreffende bisher nicht errettet war, denn der 
Ausschluss ist ja nötig, damit sein Geist am Tage des HERRN errettet wird.


Gibt es einen Grund anzunehmen, dass der in 2.Kor.2,5-11 genannte bußfertige Sünder mit dem hier 
genannten auzuschließenden Menschen identisch ist? Dass Paulus also mit 2.Kor.2,9 »Denn zu dem 
Zweck habe ich euch geschrieben, um eure Zuverlässigkeit zu erproben, ob ihr zu allem willig seid.« 
seinen ersten Brief an die Korinther meint, in dem er die Gemeinde zum Ausschluss des Betreffenden 
aufgefordert hatte? Demzufolge würde der Ausschluss eine Aufforderung zur Buße sein (in diesem 
Sinne soll sie zum Verderben des Sündenfleisches führen; 1.Kor.5,5), und die Buße würde zeigen, 
dass der Betreffende doch bereits errettet war. Eine Bestätigung dieser Auslegung ergibt sich 
möglicherweise aus 2.Kor.7,7-12: Wenn Paulus mit sich auf dasselbe Thema wie in 2.Kor.2,5-11 
bezieht, so ist »der Brief« (2.Kor.7,8) wieder der erste Korintherbrief, in dem er zum Ausschluss 
des Beleidigers aufgefordert hatte, und zwar, wie er hier begründet, damit der Eifer der Korinther 
offenbar würde (2.Kor.7,12; ebenso 2.Kor.2,9).

2.Thess.3,14-15
1.Tim.1,19-20: Das »Überliefern dem Satan«, d.h. der Ausschluss aus der Gemeinde, ist ein Mittel 
der Züchtigung, d.h. sie soll zur Buße führen. Warum aber sollen solche gezüchtigt werden, die doch 
»am Glauben Schiffbruch erlitten haben«, d.h. doch wohl die abgefallen sind, weil sie nur für eine 
Zeit glaubten und nie wirklich errettet waren?


Paulus bezeichnet auch Unmoral im eigenen Leben als »Sauerteig«, jedoch nicht als »alten 
Sauerteig«, d.h. sie kann im Leben eines Christen vorhanden sein (1.Kor.5,8). Sie soll jedoch 
aus dem eigenen Leben entfernt werden (1.Kor.5,8), genauso wie Namenschristen aus der Gemeinde, 
damit wir in »Lauterkeit und Wahrheit« Gott ein Dankfest feiern, dass ER uns errettet hat 
(1.Kor.5,8).

Das Passahfest als Bild: Das Passahlamm wurde beim Auszug aus Ägypten als stellvertretendes Opfer 
geopfert, die Israeliten mussten am Passahfest ungesäuertes Brot essen. Ebenso wurde Christus für 
uns als stellvertretendes Opfer geopfert (1.Kor.5,7), und unser ganzes Leben ist nun ein 
»Passahfest« (1.Kor.5,8), soll Freude sein über die Rettung durch SEIN Opfer. Das ungesäuerte Brot 
des Passahfestes deutet darauf hin, dass wir ohne Ungläubige und Menschen mit schlechtem Wandel und 
selbst geheiligt feiern sollen: (1.Kor.5,8). Deshalb der Ausschluss von unbußfertigen Geschwistern 
aus der Gemeinde. Und auch aus dem Grund, weil »ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert« 
(1.Kor.5,6), also die Gemeinde durch das schlechte Vorbild angesteckt werden würde.

Ist nun das Abendmahl das äußere Bild dieses Passahfestes im NT, da es ja vom HERRN beim Passahmahl 
eingesetzt wurde und ebenfalls aus dem Essen von ungesäuertem Brot besteht? So dass sich hier ein 
klarer Hinweis ergäbe, wer am Abendmahl teilnehmen darf.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 17:15">Johannes 17:15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier gibt es im griechischen Text die Zweideutigkeit, ob die Bewahrung vor dem Bösen (als Person, 
der Teufel) oder vor dem Bösen (als Tat, die Sünde) gemeint ist. Möglicherweise sollte überhaupt 
nicht versucht werden, hier zu entscheiden, was gemeint ist, sondern man kann die Mehrdeutigkeit 
als bewusst angelegt ansehen, d.h. beide Bedeutungen sind beabsichtigt. Es ist auch überhaupt nicht 
notwendig, zu entscheiden, denn beide Bedeutungen sind an anderer Stelle explizit bestätigt: 

»Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern der aus Gott Geborene 
[d.i. Christus, Anm.] hütet ihn, und der Arge [d.i. der Teufel] tastet ihn nicht an.« (1.Joh.5,18).

Dieser Vers bestätigt auch, dass Christi Gebet um die Bewahrung der Gläubigen erhört wurde 
(selbstverständlich!) - als Gläubige müssen wir also keine Angst haben, dass der Teufel oder die 
Sünde uns zum Abfall vom Glauben bringen könnten, denn Gott hält uns bei sich (Joh.17,11-12): wir 
werden nicht vom Glauben abfallen, denn das wäre Sünde, und der Gläubige kann nicht (beständig) 
sündigen (1.Joh.5,18).

Dass wir noch in der Welt sind, ist aufgrund des Gebetes Christi (Joh.17,15) keine Gefahr für 
unseren Glauben. Wenn es so wäre, so wäre es sicher besser und also nach Gottes Willen gewesen, uns 
jetzt schon aus der Welt zu sich zu nehmen.

Warum nun sind wir noch in der Welt? Aus demselben Grund, aus dem Christus in dieser Welt war: wir 
sind Gesandte Gottes (Joh.17,18)! Christus war zur Rettung der Welt in die Welt gesandt (Joh.3,16), 
ebenso (Joh.17,18) wir: Gott durch Mission zu dienen ist der Grund, warum wir noch in der Welt 
statt im Himmel sind.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 17:11-John 17:12;">Johannes 17:11-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Joh.17,12b scheint eine Erklärung dafür zu sein, was »Bewahren im Namen des Vaters« (Joh.17,11-12a) 
ist: bei Gott zu bleiben, nicht wieder verloren zu gehen. Gott selbst hat in Christus und im Vater 
diese Aufgabe übernommen - damit ist die Bewährung unseres Glaubens, das ewige Heil eines Kindes 
Gottes, sicher!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 17:17">Johannes 17:17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Heiligung im persönlichen Leben eines Kindes Gottes vollbringt Gott (was aber die volle 
Mitwirkung des Kindes Gottes einschließt; vgl. Gal.5,25). Sie geschieht in Gottes Wahrheit, die 
hier mit dem Wort Gottes identifiziert wird (Joh.17,17) - wir werden nur geheiligt innerhalb des 
Wortes Gottes, durch SEIN Reden zu uns, nicht durch menschliche Weisheit und Anstrengung. Deshalb 
ist die Beschäftigung mit der Bibel als dem Wort Gottes so wichtig, weil sie Gottes Werkzeug zu 
unserer Heiligung ist (vgl. 2.Tim.3,16-17). Wer in einem bestimmten Punkt geheiligt, d.h. Gott 
ähnlicher werden will, der muss sich mit Gottes Wort beschäftigen, IHN zu sich reden lassen - 
eigene Kraftanstrengung allein ist völlig vergeblich, um von Sünde freizukommen.

Dass Gott unsere Heiligung zu seiner eigenen Aufgabe gemacht hat (Joh.17,17), ist die Garantie 
unserer Heiligung!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 17:19">Johannes 17:19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was heißt »Christus heiligt sich selbst für uns«? Hat ER denn Heiligung nötig? Ja, er kann sich 
heiligen im Sinne der Aussonderung zu einem bestimmten Dienst (Joh.10,36). ER übernahm hier den 
Dienst des Hirten: die Seinen bei sich zu bewahren, damit sie nicht abfallen, sondern »geheiligt 
bleiben« (Joh.17,19; so wörtlich im Griechischen). 1.Joh.5,18 spricht von diesem Dienst: ER bewahrt 
uns vor (beständigem) Sündigen:

»Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern der aus Gott Geborene 
[d.i. Christus, Anm.] hütet ihn, und der Arge [d.i. der Teufel] tastet ihn nicht an.« (1.Joh.5,18).

Joh.10,27-30 spricht auch von diesem Dienst des Hirten, den Christus tut: Wer Christus glaubt und 
IHM also nachfolgt, gehört zu SEINEN Schafen (Joh.10,26-27); das ewige Heil und Leben dieser Schafe 
ist sicher (Joh.10,28-30), denn Gott der Vater ist mächtiger als alle (Joh.10,29).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 11:27">Hebräer 11:27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was ist Glaube? Hebr.11,1 definiert allgemein: »ein Beharren auf dem, was man hofft, eine 
Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.«. Der Inhalt des »Glaubens an Gott« ist dabei: 
»daß er ist und die, welche ihn suchen, belohnen wird« (Hebr.11,6). Also: Glauben an Gott ist, von 
den unsichtbaren Tatsachen SEINER Existenz und Gnade gegenüber dem Suchenden überzeugt zu sein, und 
zwar nicht allein mit Worten, sondern auch mit Taten (Jak.2,17-26). Die rein intellektuelle 
Überzeugung »Gott existiert« ohne die Konsequenz des Gehorsams gegen Gott ist kein Glaube und hilft 
niemandem (Jak.2,19-20), denn eine Meinung allein ändert nichts.

Die beiden Teile des Glaubens an Gott (»Gott existiert« und »Gott belohnt, die IHN suchen«) sind 
beides unsichtbare Tatsachen, aber aus völlig unterschiedlichen Kategorien: die Existenz Gottes ist 
eien objektive Tatsache, unabhängig vom Handeln irgendeiner Person; die Gnade Gottes besteht aus 
dem Handeln einer Person, Glaube ist hier also das Vertrauen auf eine Person.

Hier bei Mose werden diese beiden Aspektes des Glaubens besonders deutlich: »Durch Glauben verließ 
er Ägypten, ohne den Grimm des Königs zu fürchten; denn er hielt sich an den Unsichtbaren, als sähe 
er ihn.« (Hebr.11,26). Mit Gott umzugehen wie mit einer unsichtbaren Person ist der Glaube an die 
objektive Tatsache der Existenz Gottes; sich an Gott zu halten (Strong 2594: »stark sein«, d.h. mit 
Stärke, felsenfest, auf jemanden vertrauen) meint hier, auf Gottes Hilfe fest zu bauen, denn das 
war der Grund, warum Mose den Pharao nicht fürchtete - Mose vertraute, dass ER tut, was ER sagt, 
dass SEINE Verheißungen Tatsachen sind, er vertraute Gott als Person.

Beides zusammengenommen, ist der Glaube der vertrauensvolle Umgang mit Gott als Person, nicht eine 
einmalige Handlung: von SEINER Existenz und SEINER Treue zu SEINEM Wort überzeugt zu sein und 
deshalb auch auf dieser Grundlage zu handeln: gehorsam gegen Gott, bauend auf SEINE Verheißungen.

Der Schreiber des Hebräerbriefs zeigt hier den jüdischen Lesern, die mit dem »glauben« als Weg zur 
Errettung ohne äußere Opferhandlungen Probleme hatten, dass der Glaube schon seit jeher die 
natürliche und einzige Form des Umgangs mit Gott ist, »Leben mit Gott als Vertrauen auf 
IHN«.

Am Beispiel von Sara: sie achtete den »für treu [...], der die Verheißung gegeben hatte«. 
(Hebr.11,11). Sie baute auf Gottes Treue gegenüber SEINEN Verheißungen (vgl. Hebr.11,6)!

Glaube an Gott mag gefordert und geprüft werden, aber er wird nicht enttäuscht werden.

2.Mo.14,4: Der HERR verheißt, sich am verstockten Pharao zu verherrlichen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 11:11">Hebräer 11:11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In Hebr.11 wird mit »denn« oder inhaltlich geichwertig mehrfach dargestellt, woran jeweils der 
Glaube der hier gezeigten Vorbilder erkennbar war, d.h. auch worin er bestand 
(Hebr.11,5.10.11.19.23.26-27).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 11:25-Hebrews 11:26;">Hebräer 11:25-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Glaube ist keine Milchmädchenrechnung: am Ende wird der Unterschied zwischen Gottlosen und 
Gottesfürchtigen offenbar, und dies ist die Begründung des Glaubens. Vgl.: Ps.75,13-25.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 11:31">Hebräer 11:31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Rahab war gehorsam, die anderen Einwohner von Jericho aber ungehorsam (Hebr.11,31). Alle zwar 
glaubten, dass die Israeliten durch ihren Gott übermächtige Feinde waren: Jos.2,9-11. Doch Rahab 
allein suchte Gnade von Gott: Jos.2,12. Denn Hebr.11,6 sagt: es genügt nicht, an die Existenz 
Gottes zu glauben, wir müssen auch an SEINE Gnade glauben gegenüber denen, die ihn suchen. Der 
Glaube führt zum Gehorsam, denn Rahab war gläubig, die Übrigen aber ungehorsam (Hebr.11,31). Das 
sind die Werke des Glaubens, von denen Jakobus spricht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 10:1-I Corinthians 10:13;">1. Korinther 10:1-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Erlebnisse des Volkes Israel mit Gott, wie sie uns durch das AT überliefert werden, ist von 
Gott zugelassen worden und geschehen, damit es für uns, die Gläubigen im NT, als Vorbild und 
Warnung dient (1.Kor.10,11). Wir sollen daraus lernen!

Was sollen wir von den Erlebnissen des Volkes Israels lernen?

<ul>
  <li>Wir sollen uns nicht nach Bösem gelüsten lassen, so wie die Israeliten nach Bösem gelüstete 
    (vgl. diesen Kommentar zu 4.Mo.11,4-10.18-35). Die Bibel fordert uns häufig auf, »unsere Lust 
    am HERRN zu haben« (z.B. Ps.37,4) - Lust an sich ist nicht Sünde, sondern Lust auf Dinge (d.i. 
    Begierde nach Dingen), die Gott verboten hat, weil sie schlecht für uns sind, das ist Sünde. ER 
    selbst will unsere Freude und unsere Lust sein, will unser ganzes (!) Leben mit Freude erfüllen 
    (Phil.4,4). Immerwährende Freude im HERRN, selbst in schwierigen und notvollen Lagen, ist 
    möglich; die Bibel fordert uns dazu auf, und wenn dies einmal bei uns nicht so ist, so sollten 
    wir das suchen, was die enge Beziehung zum HERRN zerstört hat, es beseitigen und wieder in die 
    enge Beziehung zu Gott eintreten.</li>

  <li>Wir sollen keine Götzendiener werden (1.Kor.10,7). Warum wird hier 2.Mo.32,6b zitiert und 
    nicht etwa 2.Mo.32,4, woraus wesentlich deutlicher erkennbar wäre, dass es sich um Götzendienst 
    handelt? Ansatz: Der in 1.Kor.10,7 zitierte Vers macht klar, dass Götzendienst Ausdruck 
    fleischlicher Gier nach Vergnügen ist, denn der Götzendienst bestand hier aus Opfern, einem 
    Gelage und kultischem Tanz (2.Mo.32,6). Auch wer nicht in Gefahr steht, ein Götzenbild 
    anzubeten, kann daher ein Götzendiener sein, indem er z.B. habsüchtig (Eph.5,5) oder 
    vergnügungssüchtig ist. Denn nach Mt.6,21.24 in Verbindung mit Eph.5,5 gilt: Wer etwas anderem 
    dient als Gott, der dient einem Götzen. In wessen Leben nicht Gott die höchste Priorität hat, 
    der ist ein Götzendiener!</li>

  <li>Wir sollen keine Unzucht treiben (1.Kor.10,8). Hier nimmt Paulus Bezug auf die Begebenheit 
    in 4.Mo.25. </li>

  <li>Wir sollen Christus nicht versuchen (1.Kor.10,9).</li>

  <li>Wir sollen nicht gegen Gott murren (1.Kor.10,10). Vgl. diesen Kommentar zu 4.Mo.11,1-3.</li>

</ul>

Nun ist es eine Tatsache, dass Gott gnädig ist und oft aus menschlichem Versagen doch noch etwas 
Gutes macht. Ein Beispiel ist 4.Mo.11,10-17: das Gieren des Volkes hatte selbst Mose dazu geführt, 
die Strafe des HERRN für diese Gier als böse anzusehen. Er klagt deshalb vorwurfsvoll gegenüber 
Gott, seine Last mit dem Volk sei zu schwer, statt Gott einfach um Hilfe zu bitten. Gott ist hier 
gnädig und macht seine Last leichter.

Die Gnade Gottes ist aber stets ein unverdientes Geschenk, auf das wir nicht zählen dürfen und das 
uns deshalb nie dazu bringen sollte, mit sündigem Verhalten fortzufahren. Denn auch im NT gilt 
noch: »Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer« (Hebr.12,29). Kinder Gottes sind versiegelt 
mit dem Heiligen Geist, der HERR erzieht seine Kinder aber auch. Es kann sogar sein, dass 
ungehorsame Kinder Gottes sterben, sie sind und bleiben aber errettet (vgl. Apg.5,1-11; 
1.Kor.11,28-31).

1.Kor.10,12-13 nun sind wieder mutmachende Verse, die einem Kind Gottes garantieren, diesen 
Versuchungen zum Götzendienst, zur Unzucht, zum Murren, zum Veruschen Gottes und zu böser Lust 
widerstehen zu können, weil Gott nicht zulässt, dass wir über unsere Kraft versucht werden. Somit 
ist der Kampf eines Kindes Gottes gegen solche Versuchungen erfoderlich, Gott selbst garantiert 
jedoch für den Sieg (vgl. Eph.5,3-10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Galatians 5:22">Galater 5:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wir können eine solche Freude nicht machen, denn sie ist eine Frucht des Geistes (Gal.5,22) - also 
wie gelangen wir zu dieser Freude? Indem wir erkennen, dass wir nichts (!) selbst können, sondern 
nur Gottes Gefäße sind (Demut vor Gott; 1.Petr.5,6), dann IHN darum bitten, dass Gott in uns wirkt 
durch SEINEN Geist, und indem wir das Wirken SEINES Geistes in uns ermöglichen. Zum letzen Punkt 
gehört eine enge, ungestörte Beziehung zu Gott, d.h. tägliche intensive Gemeinschaft mit Gott. Denn 
wenn wir die Freude als Frucht des Geistes haben, aber die enge Beziehung mit Gott verlassen, so 
schwindet die Freude sofort. Die enge Beziehunng mit Gott verlassen wir, wenn uns etwas anderes 
wichtiger wird als Gott selbst, als die Gemeinschaft mit IHM: sei es der Dienst für Gott (z.B. auf 
einem Missionseinsatz wenig Stille Zeit zu haben), sei es dass wir unsere Freude in einer Beziehung 
zu einem Menschen oder in einem Stück Technik suchen, sei es dass wir nur noch Gott hören, aber 
nicht mehr das Gehörte tun (Jes.58).

Es gibt also nur Freude in der Beziehung mit Gott, nie auf Kosten der Beziehung mit Gott. Denn die 
Freude existiert nicht als bloßes Gefühl unabhängig von der Beziehung zu Christus, sondern sie ist 
die Freude an Gott selbst (Ps.37,4) und der engen Beziehung zu Gott: über die Größe Christi (die 
der Heilige Geist uns zeigt; Offb.22,17) und SEINE Gnade in unserem Leben, auch in materiellen 
Dingen (Pred.2,25). So sieht die Bibel denn die Freude nie getrennt von Gott, dem Grund der Freude; 
Phil.4,4 sagt z.B.: »Freuet euch im HERRN allezeit« im Sinne von »Führt eine enge Beziehung zu Gott 
und freut euch daran«. Weitere Bibelstellen: Joel 2,23; Hab.3,18; Jer.33,11; Ps.104,35; 105,3; 
97,12; 64,10; 35,9; 19,8. Auch für Christus selbst war Gott der Grund SEINER Freude: Jes.61,10.

Neh.8,10 fasst diese biblische Lehre über die Freude gut zusammen: »bekümmert euch nicht, denn die 
Freude am HERRN ist eure Stärke!« (Neh.8,10). Die Freude am HERRN (an unserem Gott: SEINEN 
Eigenschaften, SEINER Größe, SEINER Gnade) ist der Grund, warum wir auch in großer Not nicht 
traurig sein müssen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Peter 1:1-I Peter 1:2;">1. Petrus 1:1-2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die biblische Lehre der »Vorherbestimmung«: Petrus schreibt, die Christen seien »auserwählt [...] 
nach der Vorhererkenntnis Gottes« (1.Petr.1,1-2). Hier darf nicht »Vorsehung« (im Sinne von 
»Vorherbestimmung«) übersetzt werden, denn das griechische Wort (Strong 4268) bedeutet tatsächlich 
nur »Vorher-Wissen«, »Vorher-Sehen«.

Die Aussage ist also: Gott hat die erwählt, von denen ER zuvorerkannt hat, dass sie an IHN glauben 
werden. Gottes Erwählung ist also nicht unabhängig von der Entscheidung des Menschen, sondern folgt 
auf die (Gott vorher bekannte) freie Entscheidung des Menschen, an Christus zu glauben. Gott 
berücksichtigt also völlig die freie Entscheidung des Menschen, es gibt keine »Gnade Gottes, gegen 
deren Erhalt man sich nicht wehren kann«. Andernfalls wäre ja nicht der Glaube, sondern diese 
»Vorherbestimmung« allein heilsnotwendig.

Gottes Handeln (die Erwählung) hat also die Entscheidung des Menschen als integralen Bestandteil. 
Ähnliches gilt für die Heilsgewissheit: Der Gläubige kann abfallen, aber er wird nicht abfallen, 
weil Gott ihn bei sich hält. Dazu ist der Gläubige selbst und die Gemeinde SEIN Werkzeug, ER 
handelt durch Menschen!

Die Auffassung, Gott habe nur einige Menschen zum Heil vorherbestimmt und mühe sich nur um diese, 
dass sei SEIN Angebot annehmen, widerspricht der Bibel. Zwar kann niemand zu Christus kommen, es 
sei denn dass der Vater ihn ziehe (Joh.6,44), aber weil Gott »will, daß alle Menschen gerettet 
werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.« (1.Tim.2,4), folgt, dass ER auch alle Menschen 
zieht. Nicht ständig, so dass Joh.6,44 dazu auffordert, Gott anzunehmen, wenn man es kann, wenn 
also der Vater zieht. 1.Joh.2,2 und 2.Petr.2,1 sagen außerdem, dass Gott in Christus für die Sünden 
aller Menschen bereits bezahlt hat - alles, was Gott von SEINER Seite zur Erlösung der Menschheit 
tun konnte, hat ER getan. Es liegt nur noch am Menschen selbst, diese Erlösung auch anzunehmen. 
Jeder, der in die Hölle kommt, ist einer, der die bereits geschehene Vergebung nicht annehmen 
wollte!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Peter 1:3-I Peter 1:9;">1. Petrus 1:3-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Geschenk Gottes, unser ewiges Heil, wird in diesen Versen mit mehreren Ausdrücken beschrieben: 

<ul>
  <li>eine »lebendige Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten« (1.Petr.1,3) - so 
    erscheint das Heil aus Sicht von Christen, die noch auf der Erde leben</li>

  <li>ein »unvergängliches, unbeflecktes und unverwelkliches Erbe« (1.Petr.1,4) - so absolut sicher 
    ist das ewige Heil dem Gläubigen, wie ein Erbe, das nie vergeht, völlig rein ist und »nicht 
    verwelkt«, d.h. seine Pracht nie verliert, sich nie ändert.</li>

  <li>das »Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit« (1.Petr.1,5)</li>

  <li>das »Endziel des Glaubens, der Seelen Seligkeit« (1.Petr.1,9)</li>
</ul>

1.Petr.1,5 sagt: Wer einmal gläubig geworden ist, für den tritt Gott mit SEINER Macht ein, damit er 
wirklich das Heil erlangt statt abzufallen. Das ist eine großartige Garantie und Sicherheit! ER 
bewahrt den Gläubigen »in Gottes Macht durch den Glauben« (1.Petr.1,5), d.h. er bezieht dabei das 
Handeln des Gläubigen selbst (den Glauebn) voll ein!

1.Petr.1,6-8: Wenn Christus wiederkommt, haben alle (!) Gläubigen Grund zur Freude. Wir werden 
frohlocken in dieser Zeit (1.Petr.1,6), Lob, Auszeichnung und Ehre für unseren Glauben empfangen 
(den doch Gott uns erhalten hat!; 1.Petr.1,5) (1.Petr.1,7) und uns riesig freuen über Christus 
(1.Petr.1,8).

Wie immer der Lohn für unseren Dienst ausfällt, jeder Christ wird sich an diesem Tag über Christus 
und sein ewiges Heil freuen!

1.Petr.1,7: »Bewährung« ist griechisch »to dokimion«. Es bedeutet nach »Robertson's Word Pictures« 
zu Jak.1,3: der Nachweis des Glaubens, das Echte des Glaubens, nicht aber »Feuerprobe des 
Glaubens«, »Erprobung des Glaubens«. Anfechtungen dienen also dazu, die Existenz des echten 
Glaubens aufzuzeigen und ihm so Lohn zu verschaffen (1.Petr.1,6-7). Sie dienen nicht dazu, zu 
testen, ob der Glaube echt ist, d.i. ob er Anfechtungen standhält - denn Gott weiß um die Echtheit 
unseres Glaubens, ebenso wir (Jak.1,2-3). Nur wird hier gesagt: der Nachweis dieses echten Glaubens 
ist sehr kostbar und wird Lohn empfangen (1.Petr.1,7), echter Glaube ohne diesen Nachweis ist 
praktisch »unsichtbar« und wird diesen Lohn nicht empfangen.

Zu untersuchen: Ist die Überwindung von Anfechtungen des Glaubens ein Werk des Glaubens? Gebraucht 
Gott Anfechtungen bei Christen, deren Glaube keine Werke hat, um ein Werk des Glaubens 
hervorzubringen und also deren Glauben nicht unfruchtbar sein zu lassen? D.h.: Sind Anfechtungen 
des Glaubens ein Werkzeug Gottes, um den Glauben derer sichtbar zu machen, der bisher tot war, weil 
er keine Werke hatte?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 1:1-I John 1:10;">1. Johannes 1:1-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
1.Joh.1,2: Johannes wiederholt hier in einem Vers zweimal, dass das ewige Leben erschienen ist. Er 
sagt, dass es vorher »bei dem Vater war«, womit klar ist: Johannes meint mit dem ewigen Leben hier 
die Person Jesu Christi selbst. Diese Identifikation drückt er später auch explizit aus: »Und wir 
sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das 
ewige Leben.« (1.Joh.5,20).

Johannes begründet dies in 1.Joh.5,10-12 wie folgt: Gott hat von SEINEM Sohn Jesus Christus 
bezeugt, dass ER uns in diesem ewiges Leben gegeben hat. Wer den Sohn hat (d.i. wer an den Sohn 
Gottes glaubt; 1.Joh.5,10), der hat das ewige Leben (1.Joh.5,12). Gottes Sohn ist also das ewige 
Leben für uns.

Johannes nennt hier zwei Arten der Verkündigung und des Zeugnisses: das, was wir gesehen, und das, 
was wir gehört haben (1.Joh.1,3; vgl. 1.Joh.1,1). Das Zeugnis von dem Gesehenen hat er bereits im 
Vers vorher gegeben: in Jesus Christus ist uns das ewige Leben erschienen (1.Joh.1,2). Das Zeugnis 
des Gehörten folgt in 1.Joh.1,5: »dass Gott ein Licht ist und in ihm keine Finsternis.« 

Beide Arten des Zeugnisses haben das Ziel, die Hörer ebenfalls in die Gemeinschaft mit dem Vater 
und SEINEM Sohn Jesus Christus zu bringen und dadurch ihre Freude vollkommen zu machen 
(1.Joh.1,3-4).

Wie nun soll uns nun das Zeugnis, »dass Gott ein Licht ist und in ihm keine Finsternis« (1.Joh.5,1) 
in die Gemeinschaft mit dem Vater und SEINEM Sohn Jesus Christus bringen? Johannes erklärt: weil es 
uns lehrt, dass wir keine Gemeinschaft mit Gott haben können, wenn wir in der Finsternis wandeln 
(1.Joh.1,6), sondern nur wenn wir imLicht wandeln wie Gott im Licht ist (1.Joh.1,7).

»im Licht wandeln« (1.Joh.1,7) bedeutet nun nicht, sündlos zu sein, denn dann wäre die damit 
verbundene Reinigung von Sünde durch das Blut Jesu Christi nicht nötig (1.Joh.1,7). Wer sagt, er 
habe nicht gesündigt oder er habe keine Sünde, gehört selbst zu solchen, die in der Finsternis 
wandeln (1.Joh.1,8.10). Im Licht zu wandeln ist stattdessen einfach, unsere Sünden zu bekennen 
(1.Joh.1,9), denn dann vergibt Gott uns, wie er es nur an denen tut, die im Licht wandeln 
(1.Joh.1,7). Die Heiligkeit Gottes soll uns also dazu bringen, unsere Sünden vor IHM zu bekennen 
und vergeben zu lassen, um mit Gott Gemeinschaft haben zu können.

Die Sünden zu bekennen (vor Gott: Ps.32,5) und so im Licht zu wandeln, ist eine Voraussetzung zur 
Gemeinschaft untereinander (1.Joh.1,7)! Das ist auch leicht einsichtig: nur wer nichts verbirgt, 
d.i. nur wer seine Sünden bekannt hat, der kann mit anderen wirklich offene Gemeinschaft haben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 2:1-I John 2:2;">1. Johannes 2:1-2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Johannes war ein Apostel, ein Vorbild im Glauben und in der Nachfolge. Trotzdem schreibt er: »[...] 
so haben wir einen Fürsprecher [...] er ist das Sühnopfer für unsere Sünden [...]« (1.Joh.1,1-2) 
und offenbart damit, dass auch er selbst immer wieder die Reinigung von Sünde (vgl. 1.Joh.1,7) 
nötig hat.

Er schreibt nicht von oben herab: ihr habt einen Fürsprecher, und er ist das Sühneopfer für eure 
Sünden. Johannes ist und bleibt demütig vor Gott, er hält sich selbst nicht für besser oder 
gerechter als seine Glaubensgeschwister. Daran ändert auch die väterliche Anrede »meine Kindlein« 
(1.Joh.2,1) nichts - auch Väter im Glauben brauchen täglich Gottes Gnade und sollten das demütig 
zugeben.

Nur Christen haben Jesus Christus, den Gerechten, als Fürsprecher beim Vater (1.Joh.2,1), aber alle 
Menschen haben Jesus Christus als Sühnopfer für ihre Sünden (1.Joh.2,2).

Fürsprecher: Strong 3875, griech. »parakletos«. Bedeutet: Fürbitter, Fürsprecher, Tröster, 
Vertröster, Anwalt, Rechtsbeistand, Verfechter, Vertreter, Sachwalter, Verteidiger, jd. der 
eintritt für jd. anders. Wozu braucht ein Christ »Jesus Christus, den Gerechten« (1.Joh.2,1) als 
Anwalt, wenn er gesündigt hat?

Das Wort, das hier mit »Fürsprecher« (Strong 3875) übersetzt wird, wird nur durch Johannes im NT 
verwendet, nämlich an folgenden Stellen:
-- Joh.14,16.26; 15,26; 16,7: Hier ist stets der Heilige Geist gemeint, übersetzt mit »Tröster«
-- 1.Joh.2,1: die aktuell behandelte Stelle.

Sowohl Jesus Christus als auch der Heilige Geist sind Fürsprecher für uns: der HERR sagt nämlich, 
dass der Heilige Geist der »andere Tröster« ist (Joh.14,6). Eine gemeinsame Übersetzung ihrer 
Funktion ist wohl am besten »Beistand«: Der Heilige Geist steht uns nun auf der Erde bei und 
vertritt unser Gebet Gott angemessen (Röm.8,26-27), Jesus Christus steht uns im Himmel vor dem 
Vater bei, wenn wir gesündigt haben (1.Joh.2,1).

Jesus Christus ist unser Beistand, unser Anwalt vor dem Vater, der für uns eintritt, ohne dass wir 
etwas dafür tun müssten: wer als Gotteskind gesündigt hat, für den tritt der HERR ein, auch wenn 
wir noch nicht um Vergebung gebeten haben.

Wer sich nicht zu Gott bekehrt hat, der hat jedoch gar keinen Beistand vor Gott, weder Jesus 
Christus, noch den Heiligen Geist. Da gibt es niemand, der seine Sache vor Gott führt, schon gar 
nicht Gott selbst.

Was macht Jesus Christus als Beistand vor Gott, wenn ein Gotteskind gesündigt hat? Muss ER den 
Anklagen des Teufels entgegnen oder den Zorn des Vaters besänftigen? Dieser fortwährende Beistand 
durch Christus ist zu unterscheiden von seiner Funktion als Hoherpriester, durch die er die 
Erlösung erwirkt hat, und zwar ein für allemal (Hebr.9,11-12). Dem entspricht, dass Christus das 
Sühneopfer ist für die Sünden der ganzen Welt (1.Joh.2,2). Zusätzlich ist er aber unser Beistand 
(1.Joh.2,1)! Tatsächlich gibt es einen Ankläger im Himmel: Satan, der die Gläubigen noch immer Tag 
und Nacht verklagt (Offb.12,10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 2:3-I John 2:4;">1. Johannes 2:3-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
1.Joh.2,3: »Daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben [...]« (Schlachter) bzw. »Und an dem 
merken wir, dass wir ihn kennen [...]« (Luther 1912): für erkennen, merken und kennen steht im 
Griechischen dasselbe Wort, nämlich Strong 1097 »ginosko«. Es drückt ein absolutes Kennen in einer 
großen Bedeutungsvielfalt aus. An Beispielen:
-- »Und er erkannte sie nicht [...]« (Mt.1,25). Die sexuelle Gemeinschaft in der Ehe wird mit 
diesem Wort ausgedrückt.
-- »Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand nicht wissen [Strong 1097, Anm.], was 
die rechte tut,« (Mt.6,3).
-- »Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr 
Übeltäter!« (Mt.7,23).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 2:5-I John 2:6;">1. Johannes 2:5-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer tut, was Christus geboten hat, der hat eine vollkommene Liebe zu Gott und ist in Christus 
(1.Joh.2,5). Um in Christus zu bleiben, muss man so leben wie Christus selbst (1.Joh.2,6). Zusammen 
sagt das aus über Christus: In SEINEM Leben stimmten Lehre (SEINE Gebote) und Leben vollkommen 
überein, und ER hatte eine vollkommene Liebe zu Gott.

1.Joh.2,6: Für Errettete ist ein vollkommenes Leben nach dem Vorbild Christi also möglich - wie 
müssen nicht an unserer Sünde verzweifeln, denn wir sind nicht mehr darin gefangen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 2:12-I John 2:14;">1. Johannes 2:12-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Passage ist leist zu verstehen, wenn man »Kindlein«, »Jünglinge« und »Väter« im geistlichen 
Sinne versteht; das ist begründet, denn Johannes gebraucht »meine Kindlein« in der Einleitung 
dieses Kapitels bereits im geistlichen Sinne (1.Joh.2,1) und bezeichnet sich dadurch implizit 
selbst als ein »Vater im Glauben«.

Hier wird also ein geistliches Wachstum dargestellt; es verläuft nicht vom Kind zum Mann, sondern 
vom Kind zum Vater, so wie Gott Vater ist: wer geistliche erwachsen ist, der ist wie Johannes 
(1.Joh.2,1) und Paulus (1.Tim.1,2) ein Vater im Glauben, d.h. er hat geistliche Kinder, die er 
bekehrt hat und / oder erzieht.

Nach der geistlichen Kindheit, in der die Vergebung unserer Sünden das einzige ist, was wir wissen, 
worauf wir uns verlassen und dessen wir uns freuen (1.Joh.2,12) folgt bis zum Alter des Jünglings 
der Kampf, die Überwindung des Bösen (1.Joh.2,13-14). Dazu gibt Gott Stärke und lässt SEIN Wort in 
uns bleiben (1.Joh.2,14). Und schließlich wird man geistlich erwachsen, zum Vater; das zeichnet 
sich allein dadurch aus, dass man den erkannt hat, der von Anfang an ist (1.Joh.2,13-14).

Dieses »Gott erkannt haben« impliziert das Halten SEINES Gebotes der Liebe (1.Joh.2,2.4), dass in 
einem die Liebe zu Gott vollkommen wird (1.Joh.2,4).

Manche sagen: Gott mache es uns leicht, IHN zu lieben, weil er sagt: die Liebe zu Gott ist das 
Haltn seiner Gebote (1.Joh.5,3). Darüber hinaus gebe es jedoch noch eine Liebe »von Herzen«, die 
über diese Liebe des Haltens der Gebote hinausgehe und Gottes eigentliches Ziel mit uns sei. Diese 
Einstellung ist nicht biblisch zu begründen, denn: Dass jemand geistlich erwachsen ist, bedeutet, 
dass er Gott erkannt hat (1.Joh.2,13). Das wiederum zeigt sich darin, seine Gebote zu halten 
(1.Joh.2,3). Es mag sein, dass erst eine herzliche Liebe zu Gott zum Halten der Gebote befähigt, 
aber es gibt keine Liebe, die größer wäre als die, die am Halten der Gebote Gottes erkennbar ist.

Niemand, in dessen Leben noch Ungehorsam gegen Gottes Wort ist, kann von sich behaupten, Gott 
erkannt zu haben (1.Joh.2,3), d.i. geistliche ausgewachsen zu sein (1.Joh.2,13).


Hier haben wir den Zusammenhang zwischen Gotteserkenntnis und Liebe zu Gott: Gottes Gebote zu 
halten, d.i. IHN zu lieben (1.Joh.2,5) ist Kennzeichen dafür, Gott erkannt zu haben (1.Joh.2,3). Je 
mehr wir also Gott erkennen, dest mehr werden wir ihn lieben. Wirkliches Erkennen und Kennenlernen 
Gottes führt zur Liebe zu Gott. Wer Gott lieben lernen will, sollte sich bemühen, Gott in SEINEM 
Wort kennenzulernen (vgl. Phil.1,9).


Was ist der Unterschied zwischen geistlichen Kindern, die »den Vater erkannt haben« und geistlich 
Erwachsenen (Vätern), die »den erkannt haben, der von Anfang an ist« (1.Joh.2,14)?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 2:15-I John 2:17;">1. Johannes 2:15-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zur Bedeutung des hier verwendeten Ausdrucks für »lieben« (griech. »agapo«, Strong 25) vgl. 
Kommentar zu Joh.21,15-17.
 
1.Joh.2,17: Den Willen Gottes zu tun (d.h. dadurch IHN zu lieben (1.Joh.5,3) und nicht die Welt 
(1.Joh.2,15)) ist das Gegenteil davon, die Lust der Welt zu tun. Lust: griech. »epithymia«, Strong 
1939: ein inneres Verlangen (des Herzens) nach etwas, besonders nach etwas Verbotenem, so auch 
hier. Was gehört zu diesen sündigen Gelüsten?

-- Die Lust des Fleisches: vielleicht das Verlangen nach sündiger, sinnlicher Befriedigung und 
sündigem Spaß. So wollten die Israeliten nicht länger die Gabe Gottes, das Manna essen, sondern 
verlangten nach Fleisch (4.Mo.11,4-6). Diese lüsterne Undankbarkeit erzürnte Gott, war also Sünde 
(4.Mo.11,11); denn sie hatten den HERRN verworfen und sich nach etwas anderem gesehnt (4.Mo.11,20).

-- Die Lust der Augen: vielleicht das Verlangen, etwas zu besitzen. Bereits die erste Sünde in 
dieser Welt war durch die Lust der Augen nach etwas, das Gott verboten hatte, motiviert (1.Mo.3,6).

-- sich gelüsten lassen nach Bösem (1.Kor.10,6)

-- sich gelüsten lassen (Röm.13,9) nach seines Nächsten Haus, Frau, Knecht, Magd, Ochse, Esel oder 
sonst etwas, was ihm gehört (2.Mo.20,17)

-- die sündige, fleischliche Lust meint nur die Lust nach etwas, das Gott verboten hat. ER hat 
nämlich auch Freiraum gegeben, wo wir nach nach dem tun dürfen, wozu wir Lust habe (z.B. 
5.Mo.12,13-16; 1.Kö.9,1.19; Ps.1,2; 37,4; Spr.5,18-19).

Fazit: (fleischliche) Lust ist das Begehren nach etwas (zu haben oder zu tun), das Gott verboten 
hat. Dazu kann alles gehören, wenn wir es mehr begehren als Gott selbst (4.Mo.11,20; Mt.22,37: das 
»größte Gebot«) - vgl. 1.Joh.2,15: wer die Welt liebt, kann Gott nicht lieben.

Gott will, dass wir die böse Lust in unserem Leben töten (Kol.3,5). 1.Joh.2,15 zeigt, dass dies der 
Entscheidung entspricht, Gott zu lieben oder aber die Welt mit ihrer bösen Lust, die Gottes Willen 
widerspricht. 

»Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist!« (1.Joh.2,15) heißt also: liebt nicht das, was 
Gott hasst, sondern liebt Gott über alles.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 2:19">1. Johannes 2:19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer Christ ist, der bleibt Christ. Es gibt falsche Brüder: »Aber es sollte offenbar werden, dass 
nicht alle von uns sind.« (1.Joh.2,19) - jeder, der »vom Glauben abfällt«, d.h. der leugnet, dass 
Jesus der Christus ist (1.Joh.2,22) war noch nie Christ. Denn sonst wäre er Christ geblieben 
(1.Joh.2,19).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 2:18-I John 2:27;">1. Johannes 2:18-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer Christ ist, hat den Heiligen Geist von Christus empfangen; hier wird der Heilige Geist »die 
Salbung« genannt. Der Heilige Geist ist ein enormer Gewinn für Christen: er lehrt über alles, und 
das entsprechend der Wahrheit, nicht verdorben durch menschliche Gedanken oder fehlende Erkenntnis 
(1.Joh.2,27). Die Bibel sagt: Wir bedürfen dann keines sonstigen Lehrers mehr.

1.Joh.2,20 sagt sogar: Wer den Heiligen Geist empfangen hat, der weiß alles!


Der Kontext des ganzen Abschnitts 1.Joh.2,18-29 ist: Johannes tritt gegen Irrlehrer auf, die 
leugnen, dass Jesus der Christus (der Gesalbte Gottes, der Retter der Welt) ist (1.Joh.2,22) und 
damit auch die Adressaten dieses Briefes verführen wollen (1.Joh.2,26). Johannes mahnt deshalb: Ihr 
braucht diese Lehrer nicht (»ihr bedürft nicht, dass euch jemand lehre«; 1.Joh.2,27), denn ihr 
werdet ja durch den in euch wohnenden Heiligen Geist über alles nötige (d.h. ihr braucht nichts 
zusätzliches) und der Wahrheit gemäß (d.h. ihr braucht nichts anderes) belehrt (1.Joh.2,27).

Wir haben diesen Vers im 1.Joh.2,27 Kontext der Warnung vor Irrlehrern also so verstanden, dass die 
Gemeinde keine weitere Lehre bedarf und zulassen darf, da sie die vollständige Wahrheit kennt; und 
nicht etwa so, dass jeder einzelne Gläubige bereits alles vom Heiligen Geist persönlich gelernt 
hat (»ihr bedürft nicht, dass euch jemand lehre«; 1.Joh.2,27), denn das NT lehrt deutlich, dass der 
Heilige Geist Menschen durch Menschen belehrt, die die Geistesgabe der Lehre haben (1.Kor.12,29).


Der Kontext »Warnung vor Irrlehrern« (1.Joh.2,26) hilft auch zum weiteren Verständnis; nämlich dass 
dieser Text nicht Christen ihrer Errettung verunsichern will (bleibe ich in Gott oder nicht?; 
1.Joh.2,24), sondern deutlich zeigt, dass jeder errettet ist und bleibt, der Jesus als den 
Christus, den Erlöser, angenommen hat, und keine andere Person. Dass aber alle Irrlehrer, die dies 
leugnen, Lügner sind (1.Joh.2,22). In diesem Kontext wird z.B. auch die Auslegung von 1.Joh.2,23 
einfach und sinnvoll: es geht nicht darum, dass ein Christ nur errettet ist, wenn er schon 
mindestens einmal Jesus öffentlich bekannt hat. Sondern Johannes sagt: Wer Jesus nicht als Christus 
anerkennt (wer ihn leugnet), der ist nicht von Gott geboren. Aber jeder Christ, d.h. wer Jesus als 
den Christus anerkennt, der ist von Gott geboren.

Johannes fordert die Empfänger des Briefes auf, einfach nur die Lehre, dass Jesus der Christus ist, 
der einzige Erretter der Welt, zu bewahren, das, was ihnen von Anfang an gepredigt worden ist. Dann 
nämlich bleiben sie Christen und als solche bleiben sie ganz natürlich »in dem Sohne und in dem 
Vater« (1.Joh.2,24). Das Bleiben in Gott ist einfach nur: weiterhin anerkennen, dass Jesus der 
Christus ist, denn so ist man auch »in Gott hineingekommen«. Völlig ohne eigene Leistung. Jeder 
Christ bleibt in Gott.

Die Zusammenfassung dieses Abschnittes ist einfach: Jesus allein! Wer Jesus und sonst niemand als 
seinen Erretter, als den Christus anerkennt, der braucht sich um seine Errettung nicht zu sorgen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 2:24">1. Johannes 2:24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet auch ihr in dem Sohne und in dem 
Vater bleiben.« (1.Joh.2,24) Was haben sie von Anfang an gehört? Nach 1.Joh.2,20-22: Die Wahrheit, 
die sie ja kennen, und die die Verführer verleugnen, nämlich dass Jesus der Christus ist. Damit ist 
»in Christus und in dem Vater bleiben« gleich »in dem Glauben bleiben, dass Jesus der Christus ist«.

Das hört sich ziemlich einfach an, trotz dass es ein Thema von solch zentraler Wichtigkeit ist 
(vgl. Joh.15,1-10). Doch wie sind wir »in Christus« und »in den Vater« hineingekommen, wenn nicht 
durch die Bekehrung, d.i. durch den Glauben, dass Jesus der Christus, unser Erretter ist? Also 
werden wir durch diesen Glauben auch darin bleiben.

Für seine Errettung kann ein Mensch also gar nichts anders tun, als Jesus als Erretter im Glauben 
annehmen und in diesem Glauben verharren. So wird er und bleibt er errettet. Der Glaube hat 
automatisch auch eine aktive Komponente, nämlich Taten aus Liebe; dass daran also die 
Gotteskindschaft erkannt werden kann, erklärt Johannes in 1.Joh.3,10-24.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 2:28">1. Johannes 2:28</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»In IHM bleiben« (1.Joh.2,28) bedeutet einfach, glauben, dass Jesus der Christus ist (vgl. diesen 
Kommentar zu 1.Joh.2,18-27). Wer Jesus nicht (mehr) glaubt, gehört zu den Irrlehrern, vor denen 
Johannes hier warnt (1.Joh.2,18) und die noch nie echte Mitglieder der Gemeinde waren (1.Joh.2,19). 
Diese, die sich schämen müssen vor Christus bei SEINER Wiederkunft (1.Joh.2,28) sind also nicht 
errettet. Bestätigt wird dies dadurch, dass die Bibel nicht lehrt, dass Christen sich bei der 
Wiederkunft ihres HERRN schämen müssten; sondern einen jeden von ihnen wird der HERR loben 
(1.Kor.4,5) und sie alle wird Christus durch und durch geheiligt und unsträflich gemacht haben bei 
SEINER Wiederkunft (1.Thess.5,23-24).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 3:3-I John 3:10;">1. Johannes 3:3-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Um diesen Abschnitt richtig zu verstehen, muss man in der Übersetzung die sog. »Aktionsarten« der 
griechischen Verba berücksichtigen. So hat der Präsensstamm »lineare Aktionsart«, d.h. er drückt 
eine Dauer oder eine stetige Wiederholung (d.i. eine Gewohnheit) aus. Das hier häufig verwendete 
Partizip Präsens Aktiv drückt im Griechischen nur die Aktionsart, nicht einmal eine Zeitstufe aus 
(z.B. »Sünde tun«, 1.Joh.3,4).

(vgl. ARS GRAECA Griechische Sprrachlehre; Hrsg. Dr. h. c. Otto Legewie; ©1981 Ferdinand Schöningh 
Paderborn; ISBN 3-506-12144-8; vgl. S. 206-207)

Eine passendere Übersetzung sähe daher wie folgt aus:

»Wenn ihr wisset, daß er gerecht ist, so erkennet auch, daß jeder, der gerecht lebt, von Ihm  
geboren ist. « (1.Joh.2,29)

»Und ein jeglicher, der diese Hoffnung auf ihn hat, hört nicht auf, sich zu reinigen, gleichwie 
auch Er rein ist.« (1.Joh.3,3)

»Ein jeder, der in Sünde lebt, übertritt das Gesetz, und die Sünde ist die Gesetzesübertretung.« 
(1.Joh.3,4)

»Wer in Ihm bleibt, bleibt nicht in der Sünde; wer in der Sünde verharrt, hat Ihn nicht gesehen und 
nicht erkannt.« (1.Joh.3,6) »in der Sünde verharren« meint »ein Leben der Sünde führen« entspr. der 
linearen Aktionsart des Präsens; es meint nicht einzelne Sünden (sonst stände das Partizip Aorist) 
- sagt doch Johannes auch »Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, 
Jesus Christus, den Gerechten;« (1.Joh.2,1). Hier steht nun der Aorist: »wenn jemand eine Sünde 
begeht«.

»Kindlein, niemand verführe euch! Wer die Gerechtigkeit lebt, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht 
ist. Wer die Sünde lebt, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an.« (1.Joh.3,7) 
Der Teufel sündigt von Anfang an: im Griechischen drückt hier der Indikativ Präsens Dauer bzw. 
stetige Wiederholung aus.

»Keiner, der aus Gott geboren ist, lebt in der Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann 
nicht in der Sünde verharren, weil er aus Gott geboren ist.« (1.Joh.3,9) Dieser Gedanke entspricht 
dem »Sollten wir in der Sünde verharren?« aus Röm.6,1.

»Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Wer nicht die Gerechtigkeit 
lebt, der ist nicht von Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt.« (1.Joh.3,10)

»Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren ist, nicht in der Sünde verharrt; sondern wer aus Gott 
geboren ist, hütet sich, und der Arge tastet ihn nicht an.« (Jak.5,18) Im Gegensatz dazu vgl. »eine 
Sünde sündigen« (Jak.5,16), das zwar Präsens ist, aber mit dem entsprechenden Nomen im Singular 
verbunden ist.

(vgl. zu diesen Stellen jeweils das SWORD-Modul »Robertson's Word Pictures«)


Die Sünde ist das Werk des Teufels, das er von Anfang an (1.Mo.1,1 - vom Anfang der Zeit) tut 
(1.Joh.3,7). Um diese Werke zu zerstören, ist Jesus in die Welt gekommen (1.Joh.3,8). Die in 
1.Joh.3,4 bereits verwandte Formulierung, dass Jesus Christus erschienen sei, erläutert, wie 
Christus die Werke des Teufels zerstört: indem ER sie, d.i. die Sünde, wegnimmt.

Johannes erwähnt das Unterscheidungsmerkmal zwischen Gotteskindern und Teufelskindern: Wer 
beständig die Gerechtigkeit übt, ist Gottes Kind (1.Joh.3,10). Das meint hier eine Gewohnheit 
(s.o.), d.h. die Sünden, von denen ein Christ gelegentlich übereilt wird, ändern daran nichts 
(1.Joh.2,1; Gal.6,1), denn ein Christ wird Gott dafür um Vergebung bitten und nicht darin 
verharren. Wer aber beständig ein Leben in der Sünde lebt, der kann niemals Gottes Kind sein, 
sondern er ist ein Kind des Teufels (1.Joh.3,7.10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 3:11-I John 3:13;">1. Johannes 3:11-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Bereits Kain hatte die Liebe zu seinem Bruder verlassen, denn er erschlug ihn (1.Joh.3,12). Auch 
von seinem Vater Adam wird gesagt, dass er den Bund der Liebe zu Gott verlassen hat und Gott untreu 
geworden ist (Hos.6,6-7).

Johannes verdeutlicht hier am Beispiel des Brudermords Kains (1.Joh.3,12), dass es uns nicht 
erstaunen sollte, wenn die Welt die Christen hasst (1.Joh.3,13). Kain ist also das Bild für die 
Welt, Abel das Bild für Christen.

Warum erschlug Kain seinen Bruder Abel? Weil seine Werke böse waren (1.Joh.3,12), d.h. alle seine 
Werke (darunter sein Opfer und sein Mord), denn Kain war vom Teufel (1.Joh.3,10.12). Wir müssen 
dies nicht so auslegen, als sei der Anblick guter Werke unausstehlich für jemand, der böse Werke 
tut - sondern weil Kain böse (d.i. vom Teufel) war, waren auch seine Werke böse, darunter das, 
einen Gerechten (Mt.23,35) zu erschlagen.

Ebenso wie die Werke Kains sind auch die Werke der Welt böse, darunter die Feindschaft gegenüber 
Gerechten (1.Joh.3,13). Darüber müssen wir uns also nicht verwundern, wenn wir die Feindschaft der 
Welt erfahren.

Warum war Kains Opfer böse, Abels aber gerecht? Der Hauptgrund steht in Hebr.11,4: Weil Abel Gott 
glaubte, und man allein durch Glauben Gott wohlgefallen kann (Hebr.11,6). Darum bezeugte Gott Abel 
seine (Glaubens-)Gerechtigkeit (und also auch die seines Opfers), indem er Abels Opfer annahm 
(Hebr.11,4; 1.Mo.4,5). Der Bericht in 1.Mo.4,3-5 zeigt nämlich: der HERR nahm sowohl Abels Opfer an 
als auch Abel selbst, aber Kain und sein Opfer gar nicht.

Aufgrund dieser Glaubensgerechtigkeit Abels (die sich auch darin zeigt, dass er ein Tier für seine 
Sünden opferte) nennt der HERR Jesus Abel einen Gerechten (Mt.23,35), nicht aufgrund seiner Werke. 
Denn aus Werken ist kein Mensch gerecht (Gal.2,16.21).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 3:14">1. Johannes 3:14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott hatte zu Adam gesagt: »[...] von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du 
nicht essen; denn welchen Tages du davon issest, mußt du unbedingt sterben!« (1.Mo.2,17). Gott 
meinte mit diesem Tod die Trennung von Gott, wie die Realisierung an dem Tage, an dem Adam und Eva 
vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten, zeigt: sie mussten das Paradies verlassen (1.Mo.3,23).

Seitdem wird jeder Mensch in diese Trennung von Gott hineingeboren, d.i. in den geistlichen Tod. 
Genau das sagt Johannes hier: die Ausgangsstellung jedes Menschen ist der (geistliche) Tod 
(1.Joh.3,14).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 3:15">1. Johannes 3:15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
So wie Kain ein Totschläger war (1.Joh.3,12), ist jeder, der seinen Bruder hasst, ein Totschläger. 
Er hat kein ewiges Leben, d.i. er ist noch im Tode.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 3:16-I John 3:18;">1. Johannes 3:16-18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Liebe kann man nur an der Tat erkennen: Denn an der Tat, sein Leben für uns hinzugeben, haben 
wir Christi Liebe zu uns erkannt (1.Joh.3,16). Eine lieblose Tat wie 1.Joh.3,17 ist Lieblosigkeit - 
für die Liebe reicht es nämlich nicht, nur liebe Worte zu haben (1.Joh.3,18).

Wo ist der Unterschied zwischen »lieben mit Worten« und »lieben mit der Zunge«?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 3:19-I John 3:23;">1. Johannes 3:19-23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
1.Joh.3,20: griech. »hoti ean«, nach »Robertson's Word Pictures« zu übersetzen mit »worin auch 
immer«, nicht mit »dass« für »hoti« und »wenn« für »ean«. Somit kann sich dass »Daran« (1.Joh.3,19) 
nicht auf diesen Satzteil beziehen, denn es ist kein dass-Satz. Die Konstruktion unterscheidet sich 
nämlich von dem dass-Satz in 1.Joh.3,16 (»Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für 
uns eingesetzt hat«), wo nur griech. »hoti« (»dass«) steht.

Bestätigung: »Robertson's Word Pictures« sagt, »hoti ean« sei eine ähnliche Konstruktion wie »hoti 
an« (»was auch immer«) in Joh.2,5 (»Was immer er euch sagt, das tut.«) und Joh.14,13 (»Was auch 
immer ihr in meinem Namen bitten werdet«).

Aber woran erkennen wir dann, dass wir aus der Wahrheit sind, d.h. worauf bezieht sich das »Daran« 
in 1.Joh.3,19? Im Griechischen steht wörtliche eine Verknüpfung von 1.Joh.3,18-19 mit griech. »kai« 
(»und«) in der Textausgabe Tischendorfs, so dass folgt: daran, an unserer Liebe zu unseren 
Glaubensgeschwistern erkennen wir, dass wir aus Gott, aus der Wahrheit sind.

Die Übersetzung dieser Passage ist also eigentlich, wie auch in der englischen BBE (Bible in Basic 
English), der NGÜ (Neue Genfer Übersetzung) und nach Auffassung Wesley's in seinem Kommentar, und 
nicht wie in den deutschen Übersetzungen Schlachter und Elberfelder:

»Meine kleinen Kinder, lasst eure Liebe nicht in Worten oder mit der Zunge sein, sondern liebt mit 
der Tat und ungeheuchelt. Denn durch diese Liebe werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit 
sind; und, durch diese Liebe können wir unser Herz vor Gott trösten, worin immer es uns verurteilt. 
Denn Gott ist größer als unser Herz und weiß alles.« (1.Joh.3,18-20)

Diese Bedeutung wird inhaltlich durch 1.Joh.3,23-24 bestätigt: wer Gottes Gebote hält, d.h. glaubt 
und seine Geschwister liebt, der ist aus Gott. Also kann man auch an der Liebe erkennen, dass 
jemand aus Gott, d.i. aus der Wahrheit ist. Weiter wird der Zusammenhang »wer liebt, der bleibt in 
Gott« explizit genannt in 1.Joh.4,7.12.16 und angedeutet in Joh.15,9-10. Auch Joh.13,35 bestätigt, 
dass die Liebe Heilsgewissheit geben kann: »Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger 
seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.«

Was ist nun die inhaltliche Aussage? Wenn wir tätig und ungeheuchelt lieben (1.Joh,3,18), so können 
wir daran unserer eigenen Errettung gewiss werden, sogar wenn wir einmal sündigen - denn Gott 
erkennt alles, ER weiß dann, dass wir unsere Geschwister lieben und deshalb zu IHM gehören 
(1.Joh.3,23-24). Deshalb ist es diese Liebe, durch die wir unser Gewissen vor Gott stillen können: 
wenn es uns sagen will »Wegen dieser Sünde bist Du von Gott verdammt«, so können wir sagen »Nein, 
sondern ich gehöre immer noch Gott, weil ich liebe.« (1.Joh.3,23-24). Das ist unsere Sicherheit 
nicht mehr, wegen keiner Sünde mehr, verloren gehen zu können.

Deshalb fragte der HERR Petrus nach dessen Sünde der Verleugnung auch dreimal, ob er IHN liebe; und 
schließlich antwortete Petrus gemäß diesem Gedanken in 1.Joh.3,18, dem Sinn nach: »Herr, wenn ich 
dich verraten habe, du bist größer als mein Herz, das mich dafür verurteilt; du weißt, deshalb, 
dass ich dich lieb habe.« (vgl. Joh.21,17).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 4:1-I John 4:6;">1. Johannes 4:1-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie redet ein Geist, sei er von Gott oder nicht, überhaupt? Johannes erklärt: durch einen Menschen, 
einen Propheten (1.Joh.4,1), und nicht unmittelbar. Auch Gottes Geist redet so durch Menschen 
(1.Joh.4,2). Das lässt uns auch den Dienst eines Propheten verstehen: er redet nicht aus sich 
selbst, sondern sagt, was Gottes Geist (oder auch ein Geist der Welt) ihm eingibt zu sagen.

1.Joh.4,4: »ihr [...] habt jene überwunden«, das ist die Geister des Antichrists (1.Joh.4,3) bzw. 
praktisch gesehen die Menschen, durch die sie reden, das ist die Irrlehrer.

Die Gnadengabe der »Unterscheidung der Geister« (1.Kor.12,10) bedeutet also: An der Rede eines 
prophetisch redenden Menschen erkennen, ob der dahinterstehende Geist Gottes Geist ist (das ist der 
Fall, wenn er Jesus als den im Fleisch gekommenen Christus bekennt; 1.Joh.4,2) oder nicht, d.h. der 
Geist des Antichrists ist (1.Joh.4,3).

Um also zu erkennen, ob ein Lehrer aus Gott redet, muss man keine komplizierten Dinge tun noch ihn 
genau kennen - sondern diejenigen, die von Gott dazu begabt sind, erkennen es an ihrer Rede.

1.Joh.4,2-3: Es ist doch interessant zu sehen, dass kein Geist des Teufels Jesus als den im Fleisch 
gekommenen Christus bekennen kann und will, obwohl das doch die beste Tarnung wäre.

Woher haben die Adressaten dieses Briefes gehört, dass der Antichrist kommt (1.Joh.2,18; 4,3)? 
Jesus selbst hat den Antichrist angekündigt: Mt.24,5.11.24; Mk.13,6.21-22.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 4:7-I John 4:8;">1. Johannes 4:7-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»[...] Wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; 
[...]« (1.Joh.4,7-8). Das impliziert, dass Liebe schon von Natur aus »binärwertig« ist: entweder 
ist sie vorhanden oder nicht.

»wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott« (1.Joh.4,7) im Vergleich mit »Wer nicht liebt, 
kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.« (1.Joh.4,8): Johannes sagt nicht: wer nicht liebt, der kann 
kein Kind Gottes sein. Sondern: wer nicht liebt, der ist entweder kein Kind Gottes oder er ist ein 
Kind Gottes, das seinen Vater noch nicht kennengelernt hat. Das heißt: Ein Kind Gottes soll seinen 
Vater kennenlernen. Das geschieht, indem es seine Mitmenschen liebt.

Bestätigt die Bibel diese Aussgage? Oder sagt sie, dass jemand, der nicht seine Glaubensgeschwister 
liebt, nicht Gottes Kind sein kann, so dass dies auch von Johannes hier impliziert sein müsste?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 4:11-I John 4:12;">1. Johannes 4:11-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Eigentlich würden wir hier erwarten: »Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir 
schuldig, Gott zu lieben.« Jedoch ist die Liebe zueinander die Konkretisierung der Liebe zu Gott 
(vgl. MAK zu 1.Joh.5,2-3) - indem wir einander lieben, lieben wir Gott.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 4:13">1. Johannes 4:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In 1.Joh.3,19 bezieht sich griech. »en tuto« (»daran«) auf den vorhergehenden Satz, vgl. dazu MAK 
zu 1.Joh.3,19. Hier beginnt 1.Joh.4,13 ebenfalls mit griech. »en tuto«. Es spricht nichts dagegen, 
1.Joh.4,12-13 wie folgt zu übersetzen:

»Niemand hat Gott jemals gesehen; aber wenn wir einander lieben, so bleibt ER in uns und SEINE 
Liebe ist in uns vollkommen geworden. An dieser Liebe zueinander erkennen wir also, dass wir in IHM 
bleiben und ER in uns, und dass ER uns von seinem Geiste gegeben hat.« (1.Joh.4,12-13)

Was spricht für diese Übersetzung?
-- Nur bei solcher reflexiven Übersetzung von »en tuto« wird ein logischer Fluss deutlich. In der 
bisherigen Übersetzung ist 1.Joh.4,13 sonst eine selbständige und isolierte logische Einheit. Zum 
Beispiel in der RELB: »Hieran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von 
seinem Geiste gegeben hat.«
-- Schon in 1.Joh.3,19-24 hat Johannes ausgedrückt, dass wir an unserer Liebe untereinander 
erkennen können, Gottes Kinder zu sein (vgl. MAK zu 1.Joh.3,19-23). Inhaltlich wäre die reflexive 
Übersetzung also korrekt.
-- Im Griechischen sind die beiden Aussage-Nebensätze »dass wir in ihm bleiben« und »dass er uns 
von seinem Geist gegeben hat« parallel konstruiert und stehen wie in einer Aufzählung 
hintereinander. Man erwartet eine identische Funktion im Satz, statt dass der erste die Frage »Was 
erkennen wir?« und der zweite die Frage »Woran erkennen wir es?« beantwortet.
-- Es ist zu klären, ob Interpunktionszeichen wie das Komma, das im Griechischen die beiden 
dass-Sätze trennt und damit den ersten dass-Satz mehr mit dem übergeordneten einleitenden Satz 
verbindet, von Johannes selbst geschrieben oder später eingefügt wurden. Selbst dann könnte das 
Komma hier die Funktion haben, die zwei Glieder einer Aufzählung zu trennen.
-- 1.Joh.4,16 bestätigt inhaltlich, dass wir an der Liebe erkennen können, in Gott zu bleiben, 
statt an der Gabe SEINES Geistes (die wohl kein markantes Erkennungsmerkmal ist, sondern eher wie 
die Tatsache, in Gott zu bleiben, selbst ein Erkennungsmerkmal benötigt). Ebenso bestätigt 
1.Joh.3,10, dass die Liebe das Erkennungsmerkmal der Gotteskinder ist, wie auch Joh.13,34-35. Da 
dies anscheinend eine Hauptaussage des Johannes ist, können wir sie auch hier vermuten.

Was spricht gegen diese Übersetzung?
-- Eine Übersetzung wie RELB ist inhaltlich auch korrekt, da 1.Joh.3,24 ebenfalls diese Aussage 
macht: an der Gabe des Heiligen Geistes erkennen wir, dass Gott in uns bleibt. Denn wenn Gott durch 
den Geist in uns wohnt, so bleibt er ja in uns. Und der Heilige Geist ist insofern ein deutliches 
Erkennungsmerkmal der Gotteskindschaft, weil er ja mit unserem Geist bezeugt, dass wir Gottes 
Kinder sind (Röm.8,16).

Was ist die inhaltliche Aussage? Es gibt ein eindeutiges Erkennungsmerkmal dafür, den Heiligen 
Geist empfangen zu haben und also Gottes Kind zu sein: dass man seine Glaubensgeschwister liebt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 4:14-I John 4:21;">1. Johannes 4:14-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Abschnitt lehrt, wie Glaube und Liebe, d.h. Glaube und Werke, zusammengehören und hilft 
damit zum Verständnis der analogen Gedanken in Jak.2,12-26.

<p><B>Gottes Liebe erkennen führt zu Liebe untereinander.</B> Dies ist ein Vorgang, der wir ein 
geistliches Naturgesetz funktioniert, denn »wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir 
schuldig, einander zu lieben.« (1.Joh.4,11).</p>

<p><B>Christus ist die Liebe Gottes zu uns.</B> Johannes zeigte in 1.Joh.4,9-10 dass die Sendung 
Christi zu unserer Rettung identisch mit der (Offenbarung der) Liebe Gottes zu uns ist.</p>

<P><B>Gottes Liebe erkennen ist der Glaube.</B> Weil Christus also die Liebe Gottes zu uns ist, 
meint Johannes mit dem »Erkennen und Glauben der Liebe Gottes zu uns« (1.Joh.4,16) den rettenden 
Glauben an Christus. Johannes war selbst Augenzeuge, dass »der Vater den Sohn gesandt hat als 
Retter der Welt« (1.Joh.4,14).</p>

<p>Damit resultiert: Wer an Christus glaubt, wird auch seine Glaubensgeschwister lieben. Johannes 
zeigt, wie untrennbar beides zusammengehört: sowohl Glaube (1.Joh.4,15) als auch Liebe (1.Joh.4,16) 
sind beides die einzigen Voraussetzungen der Gemeinschaft mit Gott; es gibt also keinen Glauben 
ohne Libee und umgekehrt (vgl. 1.Joh.4,7-8.12-13). Dabei ist der Glaube die passive Komponente (man 
nimmt an dass Gott in einem bleiben will, und bleibt deshalb auch in Gott; 1.Joh.4,15) und die 
Liebe die aktive Komponente (wer liebt, bleibt aktiv in Gott, und also gott in ihm; 1.Joh.4,16) - 
so hat auch die veränderte Reihenfolge von »Gott bleibt in mir« und »ich bleibe in Gott« in 
1.Joh.4,15-16 eine Bedeutung.</p>

<p>Die Untrennbarkeit von Glaube und Liebe ist bei Jakobus die Untrennbarkeit von Glauben und 
Werken (Jak.2,12-26). Die Barmherzigkeit, die Jakobus zu den Werken aus Glauben zählt, ist 
identisch mit der Liebe bei Johannes (nach MAK zu Jak.2,13). Sowohl Johannes als Jakobus zeigen, 
dass ein Christ, der in der Liebe (d.i. der Barmherzigkeit) vollkommen geworden ist, sich vor dem 
Gericht Gottes nicht zu fürchten braucht (1.Joh.4,17-18; Jak.2,13).</p>

<p>Glaube und Liebe (d.i. Werke aus Glauben) sind absolut untrennbar: Die Liebe untereinander ist 
sogar das Erkennungszeichen der Christen (Joh.13,35; 1.Joh.4,7-8). Deshalb ist der ein Lügner, der 
Gottes Kind zu sein behauptet, aber seinen Bruder nicht liebt (1.Joh.4,20). Gleichzeitig macht der 
Glaube allein jemanden zu einem Christen (1.Joh.5,1). Deshalb gehören Glaube und Liebe zusammen.</p>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 5:1">1. Johannes 5:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
1.Joh.5,1-3 enthält folgenden logischen Fluss: Die Liebe zu Gott als unserem Vater und zu unseren 
Glaubensgeschwistern sind untrennbar verbunden (1.Joh.5,1). Deshalb erkennen wir an unserer Liebe 
zu Gott die Liebe zu unseren Glaubensgeschwistern (1.Joh.5,2)! Und zwar darum, weil die Liebe zu 
Gott das Halten der Gebote Gottes ist (1.Joh.5,3) und das Endziel aller Gebote Gottes die Liebe zum 
Nächsten ist (Röm.13,10).

Der Glaube, dass Jesus der Christus ist (1.Joh.5,1) beinhaltet die Liebe als Werk des Glaubens, 
denn ein Glaube als bloße intellektuelle Überzeugung ohne Außenwirkung ist ein toter, wertloser 
Glaube (Jak.2,17; vgl. MAK zu 1.Joh.4,16). Der Glaube (1.Joh.5,1a) impliziert also die Liebe zu 
Gott und deshalb auch die Liebe zu unseren Glaubensgeschwistern (1.Joh.5,1b).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 5:2-I John 5:3;">1. Johannes 5:2-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Erkennungszeichen der Liebe zu unseren Glaubensgeschwistern sind »Gott lieben und seine Gebote 
befolgen« (1.Joh.5,2). 

Johannes identifiziert zuerst die Liebe zu Gott und das Halten SEINER Gebote als zwei verschiedene 
Dinge (1.Joh.5,2) und erklärt dann ihre Beziehung zueinander (1.Joh.5,3) - diesen Vers als ihre 
Identifizierung aufzufassen wäre ein Widerspruch.

Im Urtext wird tatsächlich keine Identifizierung vorgenommen: Joh.17,3 ist grammatisch analog 
konstruiert (griech. hina, autä); hier identifiziert Johannes ja nicht das ewige Leben und 
Gotteserkenntnis, sondern sagt inhaltlich: Darin, oder dadurch, haben die Menschen ewiges Leben, 
wenn sie Gott und Jesus als den Christus, ihren Retter, kennen (Präs. Akt. Konj. im
Griechischen). Für eine ähnliche Konstruktion vgl. 1.Joh.5,20. Johannes bringt durch diese 
sprachliche Gleichsetzung »Christus ist das ewige Leben« die Aussage »Wer den Sohn hat, der hat das 
Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.« (1.Joh.5,12) auf den Punkt: in 
keinem anderen können wir ewiges Leben erhalten als in Christus allein!

Johannes sagt analog in 1.Joh.5,3: Darin haben wir die Liebe zu Gott, wenn wir SEINE Gebote halten; 
wer SEINE Gebote hält, hat die Liebe zu Gott (Joh.14,21.23), wer SEINE Gebote nicht hält, hat
die Liebe zu Gott nicht (Joh.14,24). Man kann Gott nicht lieben und gleichzeitig SEINE Gebote 
missachten (1.Joh.2,4-5; 4,20-21). Beides ist also untrennbar, aber nicht identisch: »Und dieses 
Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll. [d.i. SEINE Gebote 
halten; Joh.15,12]« (1.Joh.4,21).


Mit dem Gebot der Liebe sind die einzelnen Gebote eigentlich überflüssig, denn »die 
Liebe tut dem Nächsten nichts Böses« (Röm.13,10). Aber die einzelnen Gebote sind der Maßstab, an 
dem wir erkennen können, ob wir einander lieben (1.Joh.5,2). Sie sind für solche, die durch 
Christus gerechtfertigt wurden, aber kein Gesetz mehr (1.Tim.1,8-9). Sondern solche wollen aus 
Liebe leben, d.h. den Endzweck des Gebotes erfüllen (1.Tim.1,5).

Die Liebe nach dem Vorbild Jesu gebietet uns z.B., nach Jesu Vorbild unser Leben für unsere 
Glaubensgeschwister einzusetzen, indem wir ihrer materiellen Not abhelfen, wenn wir sie bemerken 
(1.Joh.3,16-17).


Was ist der Hintergrund der Untrennbarkeit der Liebe zu Gott und zum Nächsten?

Gott, unser Schöpfer ist der Allmächtige - d.h., wie können IHM nicht mit Menschenhänden dienen, 
als bedürfe ER etwas (Apg.17,25), denn von IHM kommt ja alles Leben (Apg.17,25) und alles, was wir 
Gott geben können, haben wir zuvor ja von IHM empfangen (1.Chr.29,11.14).

Jedoch zeigt sich die Liebe in der gebenden, ungeheuchelt selbstlosen Tat (1.Joh.3,18); so wurde 
auch Gottes Liebe zu uns offenbar, dass nämlich Gott SEINEN Sohn für uns in den Tod gegeben hat 
(1.Joh.4,9). Was jedoch könnten wir Gott geben? Gott weiß um dieses »Problem« und hat deshalb 
gesagt: »Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es getan habt einem dieser meiner geringsten Brüder, 
habt ihr es mir getan!« (Mt.25,40). Gott hat deshalb die Nächstenliebe geboten, damit wir damit 
eine Möglichkeit haben, IHM aus Liebe zu dienen! Johannes bestätigt, dass die Liebe zum Nächsten 
die »Übertragung der Liebe zu Gott ins Sichtbare« ist: »Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und 
seinen Bruder doch haßt, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, 
der kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht! Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott 
liebt, auch seinen Bruder lieben soll.« (1.Joh.4,20-21)

Wenn wir also einen Bruder hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder 
gefangen sehen (Mt.25,35-36; vgl. Jes.58,6-7), so ist das eine Aufforderung Gottes an uns, IHN zu 
lieben: womit wir jetzt unserem Bruder helfen, damit dienen wir eigentlich »Gott in Gestalt unseres 
Bruders« (Mt.25,40), vgl. auch den Mensch als im Bilde Gottes geschaffen. Dass die Liebe sich 
(zumindest auch) in solchen Taten zeigt, die natürliche und soziale Bedürfnisse unserer Geschwister 
betreffen, bestätigt 1.Joh.3,16-17.


Bezieht sich die von Gott geforderte Liebe zu unseren Mitmenschen nur oder zuallererst auf unsere 
Glaubensgeschwister (Mt.25,40: »einem dieser geringsten meiner Brüder«; 1.Joh.4,11: »einander 
lieben«; 1.Joh.5,1: die Geschwisterliebe)? Unsere Liebe soll zuallermeist unseren Geschwistern im 
HERRN gelten, dann aber auch allen Menschen (Gal.6,10). Vgl. auch »[reichet dar] in der 
Gottseligkeit aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe zu allen Menschen.« 
(2.Petr.1,7)

Immer wenn Johannes also in seinen Briefen von der Bruderliebe bzw. Liebe zueinander spricht, so 
meint er damit gleichzeitig die Liebe zu Gott, die darin erfüllt wird: z.B. 1.Joh.3,14; 1.Joh.3,23; 
1.Joh.4,11-12.

Frage: Ist hier auch der neutestamentliche »Sinn« von Elternschaft und Kindererziehung zu suchen, 
nämlich dass die hier aufgebrachte Liebe gleichzeitig Liebe zu Gott ist und sogar zum ewigen Lohn 
beiträgt (Gal.6,9-10; 1.Tim.5,8)?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 5:3-I John 5:5;">1. Johannes 5:3-5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Begründung für »[Gottes] Gebote sind nicht schwer« (1.Joh.5,3) folgt mit »Denn [...]« in 
1.Joh.3,4-5: SEINE Gebote sind nur deshalb für uns nicht schwer zu halten, weil wir durch den 
Glauben die Welt überwunden haben und überwinden. Für den, der aus Glauben lebt, ist es nicht 
schwer, Gottes Gebote zu halten (d.i. Gott zu lieben, 1.Joh.5,3), für andere ist es umöglich.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 5:9-I John 5:11;">1. Johannes 5:9-11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Da wir in unserem alltäglichen Leben unseren Mitmenschen das glauben, was sie sagen und es sich ja 
auch immer wieder bewahrheitet, dass dieser Glaube gerechtfertigt ist und unsere Mitmenschen im 
Normalfall die Wahrheit sagen - wieviel Grund haben wir dann erst, dem zu glauben, was Gott sagt 
(1.Joh.5,9)! Nämlich: Dass Gott uns durch SEINEN Sohn Jesus Christus Leben gegeben hat 
(1.Joh.5,9b.11). Wer Gott das nicht glaubt drückt damit aus, dass er Gott für einen Lügner hält 
(1.Joh.5,10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 5:14-I John 5:15;">1. Johannes 5:14-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das hier in RELB mit »Zuversicht« und in Schlachter mit »Freimütigkeit« wiedergegebene Wort ist 
griech. »parrhesia« (Strong 3954) und wird in 1.Joh.2,28 mit »Freudigkeit« (Schlachter) bzw. 
»Freimütigkeit« (RELB) übersetzt. Die Zusammensetzung des Wortes zeigt als Grundbedeutung »alles 
sagen« (Strong's Greek Bible Dictionary). Es meint daher alle Formen mutiger, offener, aufrichtiger 
Rede.

Die Voraussetzungen für erhörte Gebete sind nach diesen Versen: 
-- Etwas nach Gottes Willen bitten, denn nur dann hört Gott uns (1.Joh.5,15).
-- Das Wissen, dass Gott uns hört. Das heißt: wir müssen wissen, dass wir etwas nach Gottes Willen 
erbitten (1.Joh.5,15), was es auch sei (1.Joh.5,16), denn dann hört Gott uns. Bevor wir beginnen, 
für etwas zu bitten, sollten wir also Gott fragen und anhand der Bibel prüfen, ob diese Bitte nach 
SEINEM Willen ist.
-- Die Folge ist das Wissen, dass wir das Erbetene von Gott empfangen haben. Nach Mk.11,24 ist 
dieses Wissen der Glaube, das Erbetene von Gott empfangen zu haben und selbst eine Voraussetzung 
zum Empfang des Erbetenen. Damit wird auch deutlich, dass mit dem Wissen, dass eine Bitte nach 
Gottes Willen ist, das »Wissen ohne zu sehen« (Hebr.11,1), d.h. der Glaube gemeint ist.

Das Wissen, dass Gott unser Gebet erhört hat, sollen wir noch vor der (später eintretenden) 
Sichtbarwerdung dieser Erhörung haben: »Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubet, daß ihr es 
empfangen habt, so wird es euch zuteil werden!« (Mk.11,24). Zu diesem Glauben ist es nötig, dass 
wir im Herzen nicht daran zweifeln, dass wir das Erbetene empfangen haben (Mk.11,23).

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 5:16">1. Johannes 5:16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier zeigt uns Johannes eine Bitte, die in jedem Fall nach Gottes Willen ist, die Gott also in 
jedem Fall erhört (1.Joh.5,14). Nämlich: Gebet für Brüder, die nicht zum Tode sündigen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 5:16-I John 5:18;">1. Johannes 5:16-18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Johannes spricht hier in unmittelbarem Zusammenhang von Brüdern, die sündigen (1.Joh.5,16) und 
davon, dass Kinder Gottes nicht sündigen können (1.Joh.5,18). Ist das ein Widerspruch? Nein, 
sondern es bestätigt die Auslegung in MAK zu 1.Joh.3,4-10. Nämlich: ein Kind Gottes kann nicht in 
einem Leben der Sünde verharren (1.Joh.5,18; hier steht im Griechischen Präs. Akt. Ind., Dauer und 
Wiederholung ausdrückend). Ein Kind Gottes kann jedoch einzelne Taten der Sünde begehen 
(1.Joh.5,16; wörtl. im Griechischen »eine Sünde sündigen«).

Ist ein unbußfertiges, gewohnheitsmäßig sündiges Leben, zu dem ein Kind Gottes ja nicht fähig ist 
(1.Joh.5,18) die »Sünde zum Tode« aus 1.Joh.5,16-17? Wenn jemand, der sich Bruder nennt, das tut, 
so wäre daran zu erkennen, dass er kein Kind Gottes ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 5:19">1. Johannes 5:19</scripRef></FONT><BR><P align="justify"> 
»Wir wissen, daß wir aus Gott sind und die ganze Welt im argen liegt;« (1.Joh.5,19) - das ist eine 
einfache Feststellung und ein Wissen. Es braucht uns nicht mehr zu verwundern oder zu belasten, 
dass die Welt immer nur schlechter wird und nie besser. Dass das Wirtschaftssystem der Welt und 
fast aller Länder auf dem Egoismus des Einzelnen beruht (Markrtwirtschaft). Dass die Welt nach dem 
einfachen Prinzip funktioniert, dass jeder das Maximale für sich selbst zusammengiert und so 
Deutschland z.B. aus einer Ansammlung von Inseln privaten Reichtums (das sind die Privathäuser) 
besteht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 5:19-I John 5:21;">1. Johannes 5:19-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier fasst Johannes ein Hauptanliegen seines Briefes nochmals zusammen, nämlich die Warnung vor 
der Verführung durch Anrichristen, und die Betonung, dass der Mensch Jesus Christus der gesandte 
Sohn Gottes ist, der einzige Erlöser der Welt. Vgl. auch 1.Joh.2,18-29.

Darum passt der letzte Satz des Johannesbriefes völlig in den Zusammenhang: »Dieser [d.i. Jesus 
Christus; Anm.] ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Kindlein, hütet euch vor den 
Abgöttern!« (1.Joh.5,20-21)

Neben Johannes Aussagen über die Bruderliebe ist also das der Zweck des 1. Johannesbriefs: 
»Kindlein, hütet euch vor den Abgöttern!« (1.Joh.5,20-21) - Hütet euch vor denen, die als 
Antichristen auftreten, um euch zu verführen (1.Joh.2,18.26).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 24:3-Matthew 24:13;">Matthäus 24:3-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR spricht von mehreren Personengruppen in der Zeit vor dem Ende der Welt, und dies sind 
dieselben Gruppen wie im Gleichnis vom Sämann:

<ul>
  <li>Es werden Verfolgungen sein, und deshalb werden viele vom Glauben abfallen und einander 
    verraten und hassen (Mt.24,9-10). Diese sind im Gleichnis vom Sämann »die, welche das Wort, 
    wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen; aber sie haben keine Wurzel, sie glauben nur eine 
    Zeitlang, und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab.« (Lk.8,13). Diese, die nur für eine Zeit 
    glauben, waren nie errettet.</li>

  <li>Auch werden in der Zeit vor dem Ende »viele falsche Propheten auftreten und werden viele 
    verführen« (Mt.24,11). Das sind im Gleichnis vom Sämann die, »die am Wege sind die, welche es 
    gehört haben; darnach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht 
    zum Glauben gelangen und gerettet werden.« (Lk.8,12).</li>

  <li>Auch wird in der Zeit des Endes die Liebe in vielen erkalten, weil die Gesetzlosigkeit 
    überhand nimmt (Mt.24,12). Das sind im Gleichnis vom Sämann die, »welche es gehört haben; aber 
    sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und 
    bringen die Frucht nicht zur Reife.« (Lk.8,14). Hier heißt es »sie bringen die Frucht nicht zur 
    Reife«, d.h. sie hatten begonnen, Frucht zu bringen - d.h. sie hatten Liebe, aber ihre Liebe 
    erkaltete.</li>

</ul>

Das alles sind Gefahren zum Abfall vom Glauben für einen Gläubigen. Nur »wer ausharrt bis ans Ende, 
der wird gerettet werden« (Mt.24,13). Paulus drückt dies so aus: »harren wir aus, so werden wir 
mitherrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen« (2.Tim.2,12). Diese Gruppe kommt 
ebenfalls im Gleichnis vom Sämann vor: »die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen 
und guten Herzen behalten und Frucht bringen mit Ausharren.« (Lk.8,15).

Als Resultat dieser Prophetie sagt der HERR SEINEN Jüngern: »So wachet nun, da ihr nicht wisset, zu 
welcher Stunde euer Herr kommt!« (Mt.24,42). Das heißt: harrt aus bis ans Ende, indem ihr euch 
durch Verfolgungen und Irrlehren nicht vom Glauben abbringen lasst und einen Glauben bewahrt, »der 
durch Liebe wirksam ist« (Gal.5,6).

Daran schließt der HERR 4 Gleichnisse (Mt.24,43-25,30) und eine andere Geschichte (Mt.25,31-25,46) 
an, die ebenfalls diese Aufforderung enthalten.


Der HERR fordert Gläubige (SEINE Jünger; Mt.24,3) zum Ausharren auf (Mt.24,13), d.h. sie sollen 
sich nicht durch Verfolgungen, Irrlehre oder Gesetzlosigkeit vom Glauben abbringen lassen 
(Mt.24,9-12) - es ist Kampf um den eigenen Glauben nötig, denn ein Gläubiger kann vom Glauebn 
abfallen (Hebr.10,26-29). Gleichzeitig garantiert die Bibel, dass kein Gläubiger vom Glauben 
abfallen wird (Röm.8,31-39), dass Verfolgungen, Irrlehre oder Gesetzlosigkeit ihm gar nichts 
anhaben können! So wird ein Gläubiger also kämpfen, um nicht abzufallen, in der Gewissheit, zu 
siegen. Wer abfällt (die drei Gruppen in Mt.24,9-12; Lk.8,12-14), der fällt von einem toten Glauben 
ab, der hat sich nie wirklich zu Gott bekehrt! Im Gleichnis vom Sämann wird dies daran deutlich, 
dass diejenigen, die Ausharren, ein »feines und gutes Herz« (Lk.8,15) haben, was der guten Erde 
(Lk.8,12) entspricht. Alle anderen haben ein solches Herz nicht! Da kein natürlicher Mensch »gut« 
ist (Mk.10,18), sind die Ausharrenden solche, die sich bekehrt haben!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 24:14">Matthäus 24:14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Kriege, Hungersnöte, Pest und Erdbeben bezeichnet der HERR als »noch nicht das Ende« (Mt.24,6) und 
»der Wehen Anfang« (Mt.24,8). Auch die darauf folgende Zeit der Christenverfolgung und des Abfalls 
vom Glauben (Mt.24,9-13) ist noch nicht das Ende. Deshalb ist es auch so, dass seit Entstehung des 
Christentums diese ganzen Zeichen (Mt.24,6-13) stets zu finden waren.

Die Bedingung für das Ende aber ist: »Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt 
gepredigt werden, zum Zeugnis allen Völkern, und dann wird das Ende kommen.« (Mt.24,14). Diese 
Bedingung erfüllt sich in unseren Tagen! Das Ende dieser Welt naht!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 24:43-Matthew 24:44;">Matthäus 24:43-44</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zum Zusammenhang vergleiche diesen Kommentar zu Mt.24,3-13: dieses Gleichnis fordert Christen zum 
Ausharren auf, warnt sie vor einem Abfall vom Glauben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 24:45-Matthew 24:51;">Matthäus 24:45-51</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zum Zusammenhang vergleiche diesen Kommentar zu Mt.24,3-13: dieses Gleichnis fordert Christen zum 
Ausharren auf, warnt sie vor einem Abfall vom Glauben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 25:1-Matthew 25:13;">Matthäus 25:1-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zum Zusammenhang vergleiche diesen Kommentar zu Mt.24,3-13: dieses Gleichnis fordert Christen zum 
Ausharren auf, warnt sie vor einem Abfall vom Glauben.


Welche Situation wird in diesem Gleichnis dargestellt?

Die Jungfrauen hatten zu Anfang jede eine brennende Lampe mit Öl darin. Sie ließen ihre Lampen 
brennen, während sie schliefen, wie Mt.25,8 verdeutlicht: hier wird ausgesagt, dass die Lampen der 
törichten Jungfrauen gerade erlöschen, d.h. sie brennen noch, aber das Öl geht ihnen aus. Die 
Lampen mussten die ganze Zeit über brennen, denn es gab ja noch kein Feuerzeug, um sie schnell 
wieder anzünden zu können.

Die törichten Jungfrauen hatten nur das Öl in ihren Lampen (darin war Öl, denn sie brannten eine 
Zeit lang; Mt.25,8), aber keine Gefäße mit Ersatzöl.


Was bedeutet dieses Gleichnis?

In der Bibel wird Öl eigentlich stets als Bild für den Heiligen Geist verwendet (z.B. Sach.4). 
Deshalb sollte diese Auslegung versucht werden, bevor man das Öl z.B. als »Liebe, durch den der 
Glaube wirksam wird« (Gal.5,6) auffasst. Ist aber eine solche Auslegung »Öl entspricht dem Heiligen 
Geist« zwingend, da doch im NT sonst nirgendwo Öl mit dem Heiligen Geist in Verbindung gebracht 
wird?

In Sach.4 wird uns eine Art Dauerlampe gezeigt, die stets brennt, weil sie durch eine Röhre immer 
neu mit Öl von einem Ölbaum versorgt wird. Ebenso gilt für einen Christen, dass er nichts tun kann 
ohne die Beziehung zu Christus (Joh.15,4-5). Ein Christ ist mit dem Heiligen Geist versiegelt - das 
heißt doch, der Heilige Geist steht ihm stets zur Verfügung, weil er stets in der Beziehung zu 
Christus bleibt.

Fällt er vom Glauben ab, hat er natürlich auch den Heiligen Geist nicht mehr (die Versiegelung 
bedeutet, dass ein Christ nicht vom Glauben abfallen wird!; trotzdem muss er davor gewarnt werden, 
und das tut der HERR durch dieses Gleichnis).

Das Ausgehen des Öls in den Lampen bedeutet den Abfall vom Glauben, denn der Bräutigam (Christus) 
sagt den törichten Jungfrauen: »ich kenne euch nicht!« (Mt.25,12). Davor warnt der HERR, wenn er 
anschließend die Christen auffordert, zu jeder Stunde für die Wiederkunft des HERRN bereit zu sein 
(Mt.25,13).

Damit sind die klugen Jungfrauen solche, die in einer ständigen Beziehung zu Christus bleiben und 
deshalb stets genug Heiligen Geist zur Verfügung haben. Die törichten Jungfrauen aber sind 
Christen, die vom Glauben abfallen, die die Beziehung zu Christus aufgeben, und denen es deshalb im 
entscheidenden Moment, bei der Wiederkunft des HERRN, am Heiligen Geist fehlt!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 25:14-Matthew 25:30;">Matthäus 25:14-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zum Zusammenhang vergleiche diesen Kommentar zu Mt.24,3-13: dieses Gleichnis fordert Christen zum 
Ausharren auf, warnt sie vor einem Abfall vom Glauben.

Für diese Auslegung wurde auch der Parallelbericht in Lk.19,12-27 verwendet.


So wie im Gleichnis in Mt.24,45-51 sind mit den Knechten Christen gemeint. Dass in Mt.24,48 und 
Mt.25,26 ein Knecht als »böse« bezeichnet wird, widerspricht dieser Auslegung nicht, denn Christen 
können ja vom Glauben abfallen (Hebr.10,26-29), obwohl dieser Fall nicht eintritt (Röm.8,31-39).

So sind diese Gleichnisse, die Christen zur Treue auffordern, denn ein Mittel des HERRN um zu 
erreichen, dass Christen tatsächlich nicht vom Glauebn abfallen!

Mit den Knechten können nicht alle Menschen gemeint sein, denn sie werden bei Lukas unterschieden 
von den Bürgern, die nicht wollten, dass Christus über sie König wird (Lk.19,14).


Die Knechte als Christen aufzufassen ist die einzige Möglichkeit für eine einfache und 
widerpsruchsfreie Auslegung der Abreise des Herrn und der Gaben:

Die Abreise des Herrn im Gleichnis (Mt.25,15) ist die Himmelfahrt des HERRN Jesus, denn ER ist in 
den Himmel aufgefahren, um die Herrschaft über die Erde zu empfangen und wird als ihr König 
wiederkommen (Lk.19,12).

Die Talente sind die geistlichen Gnadengaben, die der HERR jedem Christen seit der Himmelfahrt gibt 
(Eph.4,7-8). Der HERR gab einem Knecht soviele Talente, wie er zu verwalten fähig war (Mt.25,15). 
Dass die Knechte Talente dazugewannen, zeigt: größere geistliche Gnadengaben bekommt man, wenn man 
seine vorhandenen Gelegenheiten zum Dienst, d.h. die bisherigen Gnadengaben, nutzt. Statt also den 
HERRN nur um eine bestimmte Fähigkeit, z.B. mit Menschen umgehen zu können, zu bitten, sollte man 
IHM treu dienen mit dem, was ER einem schon gegeben hat, und warten was ER tut.


Dieses Gleichnis lehrt: Ein Christ, der mit den anvertrauten geistlichen Gaben untreu ist, indem er 
sie nie zum Bau des Reiches Gottes einsetzt, ist ein »böser und fauler Knecht« (Mt.25,26), einer 
der vom Glauben abgefallen ist. Sein Glaube ist allenfalls ein Glaube ohne Werke, der ihn nicht 
retten kann (Jak.2,14.17.24). Ohne Buße wird er in die Hölle kommen (Mt.25,30)!

Faul (Mt.25,26) ist ein solcher Knecht deshalb, weil er das Anvertraute nicht wie dei anderen 
Knechte (Mt.25,14-15) selbst einsetzt, um seinem HERRN Gewinn zu schaffen. Böse (Mt.25,26) ist ein 
solcher Knecht deshalb, weil er seinem HERRN nicht einmal den Zins der Wechsler als Gewinn gönnt 
(Mt.25,27), nicht weil er sich irgendein Verbrechen zuschulden kommen ließ (vgl. dagegen Mt.24,49)!

Dieses Gleichnis fordert jeden Christen zum treuen Dienst mit seiner ihm anvertrauten geistlichen 
Gabe auf, auch wenn sie noch so klein ist (Mt.25,21).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 8:5-Luke 8:15;">Lukas 8:5-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diejenigen, die ausharren, haben ein »feines und gutes Herz« - das hat aber kein Mensch von sich 
aus (Mk.10,18), d.h. dies sind Menschen, die sich bekehrt haben und deren Herz Gott umgewandelt hat.

Analog muss auch in den anderen Fällen in diesem Gleichnis der Zustand des Erdreichs mit dem des 
Herzens identifiziert werden: es sind allesamt solche mit einem menschlichen, bösen Herzen. Sie 
können Gottes Wort nicht so aufnehmen, dass es Frucht bringt. Sie müssen sich erst bekehren!

Die am Wege, wo festgetretene Erde liegt, sind solche mit einem harten Herzen - sie hören das Wort, 
aber es kann nicht in ihr Herz eindringen. Deshalb kann der Teufel das Wort wieder »von« (nicht 
»aus«, denn es ist nicht eingedrungen!) ihren Herzen wegnehmen (Lk.8,12).

Die auf dem Felsen und unter den Dornen sind solche, die das Wort mit menschlichem Herzen aufnehmen 
- Menschen der Welt, nicht wiedergeboren, die Gott nachfolgen wollen. Das ist unmöglich, wie das 
Resultat zeigt! Simon der Zauberer gehörte zu solchen Menschen (Apg.8,9-24).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.8.2002; 24.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 15:11-Luke 15:32;">Lukas 15:11-32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<b>Lk.15,1-3:</b> Aus diesem Anlass des Gleichnisses vom verlorenen Sohn lässt sich bereits seine 
Kernaussage ableiten: Die Gnade Gottes gegenüber Sündern. Es geht nicht um die Wiederannahme von 
Gläubigen, die vom Weg abgekommen sind, wiewohl der Heilige Geist dieses Gleichnis in solchen 
Situationen gebrauchen mag.


Die Situation der Menschheit ist, angelehnt an die Situation des verlorenen Sohnes in diesem 
Gleichnis (Lk.15,13-15): Sie sind durch die Sünde von Gott getrennt und stehen im Gericht des 
heiligen Gottes als einem unbestechlichen Richter der Menschheit (Joh.3,18-20).

Nun ist Gott aber auch voller Liebe und Gnade, und deshalb möchte ER jeden Menschen davor bewahren, 
ihn einmal richten zu müssen. ER hat Erbarmen mit jedem, der wie der Sohn in diesem Gleichnis zu 
IHM umkehrt, d.h. Buße tut. Diese Buße wird in Lk.15,17-21 beschrieben: Der Sohn ging zurück zu 
seinem Vater und bekannte ihm seine Sünde.


Wie ist es aber möglich, dass Gott solches Erbarmen haben kann mit Sündern, die ER doch eigentlich 
richten muss, auch wenn sie zu IHM umkehren? Dazu sandte Gott Jesus als Sühnopfer für die Sünden 
der ganzen Welt (1.Joh.2,2) und hat so alle Menschen erkauft, auch die IHN verleugnen (2.Petr.2,1). 
ER starb für jeden einzelnen Menschen (Hebr.2,9). Es heißt sogar: Gott hat von SEINER Seite aus 
alles zur Versöhnung mit uns getan (2.Kor.5,19), indem ER die Sünden der Welt nicht anrechnet 
(2.Kor.5,19) und Missionare in die Welt geschickt hat (2.Kor.5,19), die die Menschen auffordern, 
sich auch von ihrer Seite aus mit Gott versöhnen zu lassen!

Der Vater erwartet den Sohn mit offenen Armen (Lk.15,10) - das zeigt, dass Gott von SEINER Seite 
aus alles zur Versöhnung mit uns getan hat. Der Sohn kommt zurück - das zeigt den Anteil des 
Menschen, sich durch Glaube und Buße mit Gott versöhne zu lassen. Erst dann ist die Versöhnung 
geschehen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Corinthians 5:14-II Corinthians 5:21;">2. Korinther 5:14-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Versöhnung ist, eine durch Schuld eines Partners zerbrochene Beziehung wiederherzustellen. Sie 
geschieht immer mit dem, der sich nichts zuschulden kommen ließ - deshalb heißt es nicht, dass Gott 
sich mit der Welt versöhnt hat, sondern dass er »die Welt mit sich selbst versöhnte« (2.Kor.5,19). 
Die Versöhnung lässt der schuldigen Partner an sich geschehen, er kann zu seiner Wiederannahme ja 
nichts beitragen, sondern braucht Gnade. Deshalb lautet die Aufforderung an die Menschen: »Lasset 
euch versöhnen mit Gott!« (2.Kor.5,20) und nicht »Versöhnt euch mit Gott!«.

Zur Versöhnung gehört trotzdem immer das Handeln beider Partner! Das sagt auch die Bibel hier.

<ol>
  <li>Gottes Anteil an der Versöhnung (2.Kor.5,19) ist der des nicht schuldigen Partners: er 
    rechnet dem Schuldigen seine Schuld nicht an, will ihn wieder annehmen (2.Kor.5,19). Gott 
    sandte dem Schuldigen sogar Boten nach, die ihm das sagen sollen und ihn seinerseits zur 
    Versöhnung mit Gott auffordern (2.Kor.5,19).</li>

  <li>Der Anteil der vor Gott schuldigen Menschen ist der einfache Glaube, dass Gott uns in
    Christus ein solches Angebot macht zur Versöhnung macht (Joh.3,16) und die darauf folgende Buße 
    (Apg.3,19; 17,30): zu Gott zurückkehren, IHM die getanen Sünden zu bekennen, wie der verlorene 
    Sohn seinem Vater (Lk.15,21), und IHN um Vergebung zu bitten. Dieser Anteil steht bei vielen 
    Menschen noch aus, denn Gott fordert sie auf, sich mit Gott versöhnen zu lassen 
    (2.Kor.5,18-20). Und ohne diesen eigenen Anteil ist die Versöhnung mit Gott nicht
    geschehen: wer Gottes Feind bleibt, bleibt im Gericht (Joh.3,18-20), er hat noch seine Sünden 
    (Apg.3,19) und ist keine Neuschöpfung (2.Kor.5,17)! Der Glaube ist kein gutes 
    Werk, das uns vor Gott gerecht macht, sondern das Vertrauen zu Gott, dass ER uns dieses Angebot 
    tatsächlich macht, wieder in eine heile Beziehung zu IHM eintreten zu dürfen (und als 
    Konsequenz, d.h. Werk des Glaubens, dieses Angebot tatsächlich zu nutzen!).</li>
</ol>

Das Evangelium, die frohe Botschaft, lautet: Gottes Beitrag zur Versöhnung der Menschen mit IHM ist 
bereits für alle Menschen geschehen! Nicht nur für Gläubige, nicht nur für solche, die sich mit 
Gott versöhnen lassen, sondern für alle Menschen! So sagt die Bibel:

<ul>
  <li>Christus ist das Sühnopfer nicht nur für die Sünden der Christen, sondern auch für die der 
    ganzen Welt (1.Joh.2,2)! Gott hat bereits die Sünden aller Menschen bezahlt!</li>

  <li>Christus hat durch SEINEN Tod am Kreuz alle Menschen erkauft, auch die, die IHN verleugnen 
    (2.Petr.2,1). Vgl. zur Verwendung von »kaufen« im Zusammenhang mit dem Werk Christi diesen 
    Kommentar zu Mt.13,44-46 und 2.Petr.2,1.</li>

  <li>Christus starb für jeden einzelnen Menschen (Hebr.2,9)!</li>

  <li>Die Bibel sagt sogar: Gott rechnet den Menschen ihre Sünden nicht an, d.h. ER ist bereit, sie 
    wieder anzunehmen, wenn sie zu IHM umkehren (2.Kor.5,19). ER will die Beziehung wieder ganz so 
    sein lassen, wie sie vor dem Sündenfall war.</li>

  <li>Gott schickte auch Boten (Missionare), um die widerspenstigen (Joh.3,19-20) Menschen 
    aufzufordern, sich mit Gott versöhnen zu lassen (2.Kor.5,19)!</li>

  <li>Gott schickte auch noch den Heiligen Geist, um die Menschen zu überzeugen, sich doch endlich 
    mit Gott versöhnen zu lassen (Joh.16,8-11).</li>
</ul>

Es hat Gott immens viel gekostet, uns ein solches Angebot zur Versöhnung überhaupt machen zu 
können: wie kann Gott dieses Erbarmen haben mit Sündern, die ER ja richten muss? Indem ER all 
unsere Sünden nicht uns, sondern SEINEM Sohn angerechnet hat und IHN dafür mit dem Tod bestraft 
hat(2.Kor.5,21).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Peter 2:1">2. Petrus 2:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese falschen Lehrer in der Gemeinde verleugnen Christund und werden so »ein schnelles Verderben 
über sich selbst bringen« (2.Petr.2,1). Sie gehören also zu denen, deren Verderben nicht schlummert 
(2.Petr.2,3). Von solchen schreibt Petrus weiter, dass es Gottlose und Ungerechte sind, die für den 
Tag des Gerichts zur Bestrafung aufbehalten werden (2.Petr.2,5.6.9) und die in die Hölle kommen 
werden (2.Petr.2,17).

Die Bibel spricht hier nicht (!) von Gläubigen, Erretteten, die dann abfielen und deshalb auf die 
Verdammnis warten - so etwas ist zwar möglich (Hebr.10,26-29), geschieht aber nicht (Röm.8,31-39), 
weil der HERR die SEINEN bewahrt (Joh.17,11-12). Petrus selbst bestätigt hier ja, dass jemand, der 
sich von Gott einmal erretten ließ, nicht abfällt, sondern von Gott aus der Prüfung gerettet wird 
(2.Petr.2,9), so wie der HERR Lot rettete (2.Petr.2,7).

Diese falschen Lehrer sind also Menschen, die nie errettet waren!

Dem widerspricht nicht, dass sie also solche bezeichnet werden, die der HERR erkauft hat 
(2.Petr.2,1), denn die Bibel verwendet dieses Wort in zwei Bedeutungen: Christus hat alle Menschen 
erkauft (wie hier), und er hat die Gläubigen erkauft (vgl. diesen Kommentar zu Mt.13,44-46).

Dem widerspricht auch nicht, dass von diesen nicht erretteten Menschen gesagt wird, sie hätten »den 
richtigen Weg verlassen« (2.Petr.1,15), seien »durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus 
Christus den Befleckungen der Welt entflohen«, bevor sie wieder darin verstrickt wurden und 
unterlagen (2.Petr.2,20), und dass sie einmal den Weg der Gerechtigkeit erkannt hatten, sich dann 
aber wieder davon abwandten (2.Petr.2,21). Denn die Bibel berichtet von Menschen, die nur für eine 
Zeit glauben und dann abfallen, weil sie sich nämlich nie bekehrt haben, sondern das Wort in 
menschlicher Weise aufnahmen (vgl. diesen Kommentar zu Lk.8,5-15).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Matthew 13:44-Matthew 13:46;">Matthäus 13:44-46</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Gleichnisse in Mt.13,24-30.36-50 bilden eine Folge (Mt.13,53). Im Gleichnis vom Unkraut auf dem 
Acker und vom Fischfang handelt Christus oder seine Diener, und haben ein Ergebnis ihrer Mühe. 
Wegen Analogie sollten auch die Gleichnisse in Mt.13,44-46 auf Christus und nicht auf einen 
Menschen bezogen werden, der den Glauben findet. Außerdem gibt es so eine Analogie in der Auslegung 
von Acker (Mt.13,38.44). Auch in den Gleichnissen in Lk.15,1-10 ist es Christus, der etwas 
Wertvolles findet. Die Auslegung auf einen Menschen, der Christus als Retter findet und sich immens 
darüber freut, passt nicht auf die Realität: kein natürlicher Mensch will Christus annehmen (vgl. 
diesen Kommentar zu Joh.3,14-21), sondern der Vater zieht Menschen zu sich (Joh.6,44) indem er sie 
überzeugt durch seinen Geist (Joh.16,8-11). Trotzdem ist natürlich der Glaube ebenfalls ein Schatz 
(Mt.13,52).

Wenn die Bibel davon spricht, dass Christus Menschen gekauft (»erkauft«) hat (1.Kor.6,20; 7,23; 
2.Petr.2,1; Offb.5,9; 14,3-4), so ist immer eine von zwei Bedeutungen gemeint. Beide werden hier 
eingeführt.

Zum einen gilt, dass Christus die Erlösten gekauft hat. Das meint das Gleichnis in Mt.13,45-46, wo 
der Kaufmann alles hergibt, nur um eine einzige schöne Perle zu kaufen. So hat Christus alles 
hergegeben, um die Gemeinde zu kaufen! Im Griechischen wird unterschieden zwischen den »guten, 
wertvollen« (Strong 2570) Perlen, die der Kaufmann suchte (Mt.13,45) und der »extrem wertvollen« 
(Strong 4186) Perle, die er dann fand (Mt.13,46).

Zum anderen gilt, dass Christus alle Menschen gekauft hat. Das meint das Gleichnis in Mt.13,44, wo 
der Mensch alles hergibt, um den ganzen Acker kaufen (dieser ist die Welt; vgl. Mt.13,38) und somit 
den Schatz. So hat Christus alles hergegeben, um die ganze Welt zu kaufen und dadurch auch die 
Gemeinde zu erwerben. Diese Bedeutung wird in 2.Petr.2,1 verwendet und inhaltlich in 2.Kor.5,19-21.

Frage: Warum kaufte der Mensch den ganzen Acker, um den Schatz zu erwerben? Vielleicht gab es keine 
andere Möglichkeit, denn sonst hätte der Verkäufer wohl Verdacht geschöpft. Vielleicht ergriff der 
Mensch in seiner Freude (Mt.13,44) die erstbeste Möglichkeit, den Schatz zu bekommen - dabei wwar 
es irrelevant, wieviel Geld er dafür aufbringen musste, würde er doch mit dem Schatz einen 
unvergleichlich größeren Gewinn haben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.8.2002; 24.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 3:14-John 3:21;">Johannes 3:14-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Glaube an Christus ist, überzeugt davon zu sein, dass Gott von seiner Seite aus alles zur 
Versöhnung mit uns getan hat und deshalb dieses Angebot anzunehmen, indem man sich durch Buße mit 
Gott versöhnen lässt. Ohne dieses eigenen Anteil bleibt der Mensch im Gericht (vgl. diesen 
Kommentar zu 2.Kor.5,14-21).

Jesus gibt ein Beispiel, was der Anteil des Menschen bei der Versöhnung mit Gott ist (der Glaube!): 
Die eherne Schlange in der Wüste war ein Vorbild auf Christus. Sie war nämlich ebenso wie das 
Evangelium Gottes uneingeschränktes Angebot der Begnadigung: jeder, wirklich jeder, der gebissen 
wurde und dann die eherne Schlange anschaute, blieb am Leben (4.Mo.21,8-9). Nur wer nicht glaubte, 
dass Gott so gütig ist, zu begnadigen, und deshalb nicht auf die eherne Schlange sah, der starb.

So ist es auch mit dem Evangelium: wir müssen glauben, dass Gott existiert (Hebr.11,6a), und dass 
ER uns in Christus begnadigen will (Joh.3,16), d.h. wir müssen Gott als Person vertrauen, dass ER 
diese Zusage einlösen wird (vgl. Hebr.11,6b). Sich zu bekehren ist demnach einfach das Annehmen des 
großen Geschenks, dass Gott bereits alle Sünden vergeben hat, weil ER in Christus für alle Sünden 
bereits bezahlt hat! Man nimmt dieses Geschenk an, indem man daran glaubt.

Wer nicht glaubt, d.h. wer meint, Gott lüge, wenn ER uns die Sündenvergebung zusagt, dem nützt 
diese Begnadigung durch Gott nicht. Solch ein Mensch hat sich entschieden, im Gericht zu bleiben - 
er at sich nicht mit Gott versöhnen lassen. Solch ein Mensch bleibt da, wo er vorher war: im 
Gericht Gottes; für seine Taten mit dem Todesurteil gerichtet (Röm.6,23), wartend auf die 
Vollstreckung des Todesurteils (Joh.3,18). Deshalb sagt der HERR in Joh.3,18: »wer aber nicht 
glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes 
Gottes.« (Joh.3,18). Der Name des Sohnes Gottes ist nämlich »Jesus«, d.h. »Gott rettet«!


Das Schlimme ist nun: kein natürlicher Mensch will sich erretten lassen! Biblische Begründung:

<ol>
  <li>Die Menschen sind von Anfang an böse und Feinde Gottes (Röm.8,7). Das zeigt sich an ihren 
    bösen Werken (Joh.3,19; Röm.8,7)</li>

  <li>Weil sie böse sind, lieben die Menschen das Böse (die Finsternis, den Teufel) (Joh.3,19).</li>

  <li>Weil sie böse sind, hassen die Menschen Gott (das Licht, das Gute) (Joh.3,19-20) - ihre bösen 
    Werke, d.h. ihr Ungehorsam gegen Gott, zeigen ihren Hass auf Gott. Sie wollen keine 
    Gemeinschaft mit Gott, weil sie wissen, dass sie dann nicht mehr böse bleiben dürften 
    (Joh.3,20).</li>

  <li>Weil sie böse bleiben wollen, halten sie das Wort vom Kreuz für Torheit (1.Kor.1,18) und 
    glauben nicht, dass Gott sie in Christus begnadigen will. Sie sind nicht unfähig, aber unwillig 
    zum Glauben.</li>

  <li>Weil sie aus eigenem Entschluss Feinde Gottes bleiben wollen und bleiben, verbleiben sie auch 
    im Gericht über all ihre Sünden (Joh.3,18), denn sie wollten sich ja nicht begnadigen lassen, 
    nicht Gottes Angebot zur Versöhnung (2.Kor.5,20) annehmen. Das Resultat ist, dass sie sich für 
    Sünden richten lassen, die bei Gott durch Christus schon bezahlt sind (2.Kor.5,19)!</li>
</ol>

Die Situation ist also: Die Menschen nahmen das Evangelium nicht an, sondern wollten böse bleiben! 
Weil alle Menschen böse sind und bleiben wollen, kann kein Mensch das Evangelium annehmen, es sei 
denn dass ihn der Vater zieht (Joh.6,44)! Dazu benutzt der Vater den Heiligen Geist, der die 
Menschen von ihrer Sünde, von Christi Gerechtigkeit und dem Gericht Gottes über den Teufel 
überzeugt (Joh.16,8-11).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 3:28-Mark 3:29;">Markus 3:28-29</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Weitere Stellen zur »Lästerung des Geistes« : Mt.12,24-33; Lk.12,10; Hebr.10,29; 1.Petr.4,14.

Jesus sprach über die Sünder der Lästerung des Heiligen Geistes, weil die Pharisäer sie verübten, 
indem sie sagten, Jesus habe einen Dämon (Mk.3,30). Damit ist es offensichtlich, dass mit der 
Lästerung des Geistes tatsächlich lästernde (schmähende, verunglimpfende) Worte gegen den Heiligen 
Geist gemeint sind.

1.Petr.4,14: Die Sünde der Lästerung des Geistes kommt unter Christen nicht vor, ist aber bei 
(allen?) Ungläubigen vorhanden. Frage: Was lässt sich daraus ableiten über »in Ewigkeit keine 
Vergebung haben, einer ewigen Sünde schuldig sein«?

Frage: Warum ist die Lästerung des Geistes eine so gravierende Sünde, die Lästerung Jesu Christi 
aber nicht (Lk.12,10)? 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 1:1-II Timothy 1:18;">2. Timotheus 1:1-18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
1.Tim.1,2: Der HERR belohnt es, in andere Menschen zu investieren. Paulus hat »Tag und Nacht« 
(1.Tim.1,3) für Timotheus gebetet: Wie tragen sich heute Geschwister untereinander im Gebet? Wie 
intensiv bete ich für Geschwister und sage meinen Geschwistern Gebetsanliegen? Eine wertvolle 
Beziehung mag mit großen Investitionen beginnen wie hier.

1.Tim.1,5: Die Mutter und Großmutter von Timotheus waren jüdisch gläubig, Timotheus war Paulus 
»echtes Kind im Glauben«, d.h. der erste aus seiner Familie, der zum Glauben an Christus gekommen 
ist. Paulus nennt hier aber auch die jüdisch Gläubigen »gläubig« - auch sie, die ihr Vertrauen auf 
den kommenden Christus setzten, waren errettet!

1.Tim.1,6: Paulus fordert Timotheus öfter auf, seine Gnadengabe anzufachen: Wer von Gott Talente 
empfangen hat, soll sie auch mutig nutzen. Schüchternheit hat keinen Platz in der Arbeit für Gottes 
Reich.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 2:8-II Timothy 2:9;">2. Timotheus 2:8-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wenn wir Christus anschauen, bekommen wir die Kraft zum Kampf.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 2:8-II Timothy 2:9;">2. Timotheus 2:8-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dienst für Gott hat zwei große Ziele: Menschen zu erretten (2.Tim.2,10) und sich Gott als bewährten 
Arbeiter zur Verfügung zu stellen (2.Tim.2,15).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 2:18">2. Timotheus 2:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
2.Tim.2,18: Dies war eine gnostische Überzeugung, dass es keine leibliche Auferstehung für Christen 
gibt, sondern nur eine »geistliche Auferstehung« bei der Bekehrung. Die Gnostiker leugneten also 
ein Leben nach dem Tod. Dagegen wendet sich Paulus (1.Kor.15,12-15).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 2:20-II Timothy 2:21;">2. Timotheus 2:20-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nach Röm.9,21 scheint es, dass »Gefäß zur Ehre« und »Gefäß zur Unehre« normale Ausdrücke der 
Alltagssprache für bestimmte Arten oder Verwendungen von Gefäßen sind. Was bedeuten diese 
Ausdrücke, und wofür stehen sie in diesem Bild in 2.Tim.2,20-21?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 2:20">2. Timotheus 2:20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Dem Satan überliefern«: dies bedeutet einfach »aus der Gemeinde ausschließen«.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 2:22">2. Timotheus 2:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es heißt: »Fliehe die jugendlichen Lüste«. Das bedeutet nicht nur »nicht teilnehmen«, sondern 
»schnell davor weglaufen«. Ähnlich wie Joseph es tat (1.Mo.39,12).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Philippians 3:5">Philipper 3:5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Phil.3,5: Die Begründung, warum Paulus den Kampf kämpfen will und das Ziel erreichen will, ist: 
weil er selbst von Christus ergriffen ist! Weil wir Gottes Kinder sind (!), haben wir Grund zu 
kämpfen, Gottes Kind zu bleiben, und wir werden es bleiben, weil wir SEINE Kinder sind (»von IHM 
ergriffen«).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 2:11-II Timothy 2:13;">2. Timotheus 2:11-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
2.Tim.2,11: »Mitsterben« wird im Neuen Testament für den Beginn des neuen Lebens in Christus 
(»mitleben«; 2.Tim.2,11; Röm.6,8) verwendet, d.h. für die Bekehrung (2.Kor.5,14.17; Röm.6,3-9; 
Gal.2,19; Kol.2,20; 3,3). Das Schöne ist nun: »mitleben« ist die Konsequenz des »mitsterbens«, d.h. 
dass Christus für uns gestorben ist (1.Tim.2,11). Es gibt keinen Tod in Ewigkeit mehr für die, die 
mit IHM leben (Röm.6,9-10); nichts kann solche mehr töten, denn sie sind ja bereits einmal 
gestorben (Röm.6,10-11)!

2.Tim.2,12: Hier wird auch übersetzt »harren wir aus, so werden wir mitherrschen«, also als 
Gegenteil des folgenden »verleugnen wir«. Auf Christen bezogen heißt dieser Vers: Es gibt nur 
völligen Sieg (mehr als mitleben: mit Christus herrschen) oder völlige Niederlage (die Verleugnung 
des Glaubens ist ein Abfall vom Glauben, danach ist man nicht mehr errettet). Jedoch gab 1.Tim.2,11 
ja die Garantie, dass jeder, der mitgestorben ist, mitleben wird (!), kein Gläubiger wird also vom 
Glauben abfallen, sondern alle werden ausharren und deshalb auch mitherrschen (2.Tim.2,12a). 
2.Tim.2,12b heißt für Ungläubige: Gott hält sich an seine Drohungen und Verheißungen gleichermaßen; 
solche, die IHN verleugnen, werden verdammt (Mt.10,33; Lk.12,9).

2.Tim.2,13: »Wie denn? Wenn auch etliche ungläubig waren, hebt etwa ihr Unglaube die Treue [auch: 
den Glauben] Gottes [zu SEINEM Volk; Anm.] auf?« (Röm.3,3). In Röm.3,3 und 2.Tim.2,13 wird nicht 
gesagt, dass Gott treu ist gegenüber Ungläubigen - sondern Gott verdammt Ungläubige (Mk.16,16). 
Sondern Gott ist treu gegenüber seinen eigenen Zusagen an SEIN Volk und die Menschheit (wie die 
Begründung »denn er kann sich selbst nicht verleugnen« (2.Tim.2,13) zeigt), auch wenn etliche 
Menschen nicht glauben, dass Gott diese Zusagen einhält und so Gott ungehorsam sind. Also: Der 
Unglaube von Menschen ändert Gottes Glaubwürdigkeit nicht. Dass hier eine Bedingung mit »wir« 
begonnen wird, die auf Christen nicht zutrifft (2.Tim.2,13), widerspricht dem nicht - »wir« meint 
hier alle Menschen, wie auch schon in 2.Tim.2,12. Um »wir« nur auf Christen zu beziehen, müsste man 
Strong 569 wie in Elberfelder mit »untreu sein« übersetzen; dem widerspricht, dass an allen 
anderen Stellen im NT Strong 569 deutlich »ungläuig sein« meint (Mk.16,11.16; Lk.24,11.41; 
Apg.28,24; Röm.3,3)!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 10:19-Hebrews 10:20;">Hebräer 10:19-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesus ist der Weg für uns ins Heiligtum, zum Eintritt in die Gegenwart Gottes.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 10:22">Hebräer 10:22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jesus ist auch der Priester im Heiligtum, d.h. ER tritt für uns ein, wenn wir als Christen schuldig 
werden.

Wer Kind Gottes ist, für den steht Freimütigkeit zum Zugang zu Gott (zum unmittelbaren, stets 
ungehinderten Zugang zu Gott!) zur Verfügung, durch das Blut Jesu.Nur müssen wir diese 
Freimütigkeit nutzen, indem wir SEIN Blut auf unser Leben anwenden: »die Herzen besprengt <und 
damit gereinigt> vom bösen Gewissen« (Hebr.10,22).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 10:16-Hebrews 10:17;">Hebräer 10:16-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Sicherheit des ewigen Heils eines Kindes Gottes beinhaltet die Sicherheit, nicht voim Glauben 
abzufallen: SEINE Gesetze stehen in unseren Herzen (Hebr.10,16), nie mehr wird ER uns eine einzige 
Sünde vorhalten (Hebr.10,17).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 3:20">1. Johannes 3:20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott ist <i>größer</i> als unser Gewissen - was heißt das? Sünden, die wir als Christen tun, ändern 
unsere Beziehung zu als Kind zu seinem Vater nicht. In diesem Sinn ist »Gott größer als unsere 
Sünden«. Damit tröstet Gott uns, wenn wir Sünde als Christ tun (1.Joh.3,20).

Wenn aber Sünde zwischen einem Christen und Gott steht, fehlt ihm die Freimütigkeit zu Gott. 
Deshalb will Gott, dass wir unsere Sünden auch als Christen IHM bekennen - obwohl alle Sünden eines 
Christen bereits auf ewig vergeben sind, vergangene wie zukünftige (Hebr.10,17). Sünde im Leben 
eines Christenhat keine Auswirkung auf unser Heil (denn GHott ist größer als unser Herz; 
1.Joh.3,20), aber auf unsere freimütige Beziheung zu Gott (1.Joh.3,21). Deshalb werden wir als 
CHristen unsere Spnden Gott bekennen (1.Joh.1,9), um die Beziehung zu bereinigen! Diese beiden 
Sachen gilt es auseinanderzuhalten!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Romans 7:18">Römer 7:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Im Menschen wohnt nichts Gutes, wir können Gott also nur bringe, was von Christus in uns gewirkt 
wird, die Frucht des Geistes. Wir können Gott nur Christus selbst bringen! Das müssen wir im 
Glauben annehmen - Abel tat dies in seinem Opfer, das auf das Opfer Christi hinweist, Kain wollte 
Gott von seiner eigenen Leistung etwas bringen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hebrews 11:6">Hebräer 11:6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott belohnt nicht die, die etwas für IHN tun, sondern die IHN einfach suchen, weil sie Gott 
glauben (wissen, ohne zu sehen; Hebr.11,1), dass sie IHM nichts von sich aus bringen können 
(Röm.7,18), sondern auf SEINE Gnade angewiesen sind.

Gott belohnt die, die IHN suchen - nicht die IHN gesucht haben. Unser Suchen soll ständig sein, wir 
brauchen das ständige Bewusstsein, allein <i>nichts</i> zu können und auf SEINE Gnade angewiesen zu 
sein. Wenn uns Belohnung oder Segen in unserem Leben fehlt, vielleicht suchen wir Gott nicht mehr?

Lohn im Himmel wird es also nicht für Leistung, nicht für erfolgreichen Dienst geben, sondern für 
das Suchen nach Gott.

Gott führt uns in Situationen, in denen wir wieder unsere Abhänigkeit von IHM erkennen und wieder 
beginnen, IHN zu suchen (vgl. Mt.5,3: »selig sind die geistlich Armen«; Mt.5,4: »selig sind die 
Trauernden«).

Menschen, die stolz bleiben, indem sie meinen, Gott nicht nötig zu haben, muss Gott dagegen einmal 
verdammen (Lk.6,24-25).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 22:3">Lukas 22:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Satan fuhr in Judas, d.h. er persönlich machte ihn besessen. Das ist bei einem Erretteten 
nicht möglich, denn »der Arge tastet ihn nicht an« (1.Joh.5,18). Daraus folgt: Judas war nie 
errrettet, d.h. nie aufrichtig gläubig.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="James 2:23">Jakobus 2:23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott selbst (Jes.41,8) und Menschen (2.Chr.20,7) nannten Abraham »Freund Gottes«. Ebenso wie er 
dürfen Christen Freunde Gottes sein: nicht nur Knechte und Diener, sondern Freunde Gottes, des 
Höchsten (Joh.15,15)! Darin, dass Christus uns in alles, was ER von SEINEM Vater gehört hat, 
eingewiht hat, zeigt sich SEINE Freundschaft zu uns (Joh.15,15); ebenso tat auch Gott gegenüber 
Abraham (1.Mo.18,17-21).

Christus lädt uns also ein, eine tiefe Freundschaft mit IHM zu führen - das beinhaltet auch SEINE 
Hilfe in allen Dingen, um die wir IHN dann bitten (Joh.15,16), so wie ein Freund dem anderen hilft. 
Freund Christi sein kann aber nicht jeder, sondern es gibt eine Bedingung:

»Das ist mein Gebot, daß ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt habe. Größere Liebe hat 
niemand als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles 
tut, was ich euch gebiete.« (Joh.15,12-14)

SEIN Gebot ist die Liebe nach SEINEM Vorbild untereinander, d.h. bis zum Einsatz des eigenen 
Lebens; wer dies hält, ist Christi Freund. Jesus fordert nicht von uns, dass wir mit Freude für 
unsere Geschwister in den Tod gehen, sehen wir doch, dass ER als der Vollkommene selbst in 
Gethsemane darum rang, für uns zu sterben. Aber ER will, dass wir unser Leben für die Geschwister 
einsetzen.

Indem wir SEIN Gebot der Liebe untereinander halten, lieben wir Gott (Joh.14,21) und werden so zum 
Freund Gottes (indem wir nämlich SEINE Liebe zu uns erwidern; Joh.3,16)! Ebenso wie Abraham seinen 
Glauben an Gott, d.h. sein Vertrauen, durch Werke bewies, so sind auch hier unsere Werke nötig, um 
Freund Gottes sein zu können (Jak.2,21-24).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 15:9-I Corinthians 15:10;">1. Korinther 15:9-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie 
alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.« (1.Kor.15,10) Hier schreibt 
Paulus all das, was er getan hat, gleich zweimal der Gnade Gottes in seinem Leben zu. Dass er 
zuerst sagt »ich habe mehr gearbeitet als sie alle« und dann »nichst aber ich, sondern die Gnade 
Gottes«, ist kein Widerspruch. Denn zuerst meint Paulus den äußeren Eindruck, wenn er sagt: »ich 
habe mehr gearbeitet als sie alle« - es waren seine Hände und sein Mund, die gearbeitet haben. Dann 
fügt er hinzu, dass die äußere Erscheinung einen falschen Eindruck erweckt, indem er sagt, dass in 
Wirklichkeit nicht er selbst, sondern Gott durch SEINE Gnade diese Taten in Paulus' leben getan hat.

Es ist interessant, dass die Gott durch SEINE Gnade Arbeit im Leben von Menschen vollbringt! Gottes 
Gnade wirkt in Menschen nicht derart, dass sie größte Dinge ohne Anstrengung tut (und damit die 
Faulheit der Menschen unterstützen würde). Sondern sie wirkt derart, dass sie Menschen zum Arbeiten 
bringt und Dinge durch als Frucht dieser Arbeit wirkt! Wenn also Gottes Gnade in uns wirkt, so wird 
sie uns nie zum Faulsein bringen, sondern in unserem Leben für IHN arbeiten! Das beinhaltet die 
Anstrengung und Handlungen, als würden wir diese Arbeit selbst tun, es ist aber Gott in uns, der 
unseren vollen Einsatz für IHN benutzt (und später auch belohnt!).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Galatians 2:6">Galater 2:6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mit »denen, [...] die etwas gelten« sind Petrus, Jakobus und Johannes gemeint (vgl. Gal.2,9). 
Paulus selbst war ein hochangesehener Mann, bevor er Christ wurde (Apg.22,3; Phil.3,5-6). Petrus, 
Jakobus und Johannes dagegen waren Fischer. Und nun sagt Paulus von ihnen, dass sie (vor Gott, in 
der Gemeinde) etwas gelten (Gal.2,5), dass sie »für Säulen gelten« (Gal.2,9) - und dass ihre 
frühere berufliche Stellung darauf keinen Einfluss hat (Gal.2,6), weil Gott auch nicht auf das 
weltliche Ansehen einer Person achte.

So stehen nun vor Gott der einst angesehene Paulus und die Fischer Petrus, Jakobus und Johannes auf 
einer Stufe, und achten sich trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft gleich wert!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Corinthians 9:19-I Corinthians 9:23;">1. Korinther 9:19-23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was ist die Aussage dieser Verse?

1.Kor.9,19: Paulus stellt als erstes fest, dass er keinem menschlichen Zwang unterliegt, dass er 
keinem Menschen gehorchen muss, sondern Gott allein (vgl. Apg.5,29). Dann fügt er hinzu: Er hat 
diese seine persönliche Freiheit freiwillig aufgegeben, ist so zum Diener, zum Knecht aller seiner 
Mitmenschen geworden, um sie für Christus zu gewinnen, d.h. zu retten (1.Kor.9,22).

Jesus Christus hat gelehrt, dass ein solcher, der Diener aller ist, der Größte in SEINEM Reich ist 
(Mk.9,35). Hier an Paulus zeigt sich, dass es dabei nicht allein darum geht, allen 
Glaubensgeschwistern zu dienen, sondern allen Menschen!

Paulus führt dann aus, was dieses »sich selbst zum Knecht aller machen« für ihn bedeutet hat. 

In 1.Kor.9,20-22 beschreibt Paulus dann, wie er sich selbst zum Knecht aller gemacht hat. Zusammen 
mit Gal.2,11-16 (wo Petrus diesen Grundsatz verließ, als er aus persönlicher Furcht vor den 
Judenchristen den Heiden jüdisches Leben aufzwingen wollte, trotz dass er selbst sich vorher nicht 
daran gehalten hatte) ergibt sich als Prinzip:

Es soll uns allein darum gehen, dass verlorene Menschen Christus annehmen, nicht irgendeinen 
Lebensstil oder Glaubensstil (z.B. jüdischchristlich). Wir sollten darum wie Paulus innerhalb 
unserer »Freiheit in Christus« unseren Lebensstil den Menschen, die wir gerade erreichen wollen, 
anpassen, so dass er ihnen keine unnötigen Hindernisse, aber gute Anreize zum Glauben bietet. Diese 
Anpassung bezieht sich nur auf Äußerlichkeiten, nicht auf die innere Einstellung, denn Paulus sagt 
von sich, er sei »geworden, als wäre ich unter dem Gesetz (obschon ich nicht unter dem Gesetz bin)« 
(1.Kor.9,20) usw., aber nicht »einer unter dem Gesetz geworden« usw..

Beispiele:

<ul>
  <li>Paulus ist den »Schwachen wie ein Schwacher« geworden; er lebte also selbst nach den 
    Grundsätzen, die er den Korinthern bzgl. dem Essen von Götzenopferfleisch vorstellte: »Sehet 
    aber zu, daß diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß werde! [...] Darum wenn eine 
    Speise meinem Bruder zum Anstoß wird, so will ich lieber in Ewigkeit kein Fleisch essen, damit 
    ich meinem Bruder keinen Anstoß gebe.« (1.Kor.8,9.13).</li>

  <li>Timotheus wurde den Juden wie ein Jude, indem Paulus ihn beschneiden ließ (Apg.16,1-3). Das 
    war eine reine Äußerlichkeit, damit die Juden es einfach hatten, Timotheus als aufrichtig 
    gottesfürchtigen Mann zu akzeptieren. Es war reine Zweckmäßigkeit, kein Rückfall in das zu 
    diesem Zeitpunkt überholte mosaische Gesetz. Denn Paulus ließ es nicht zu, dass die Freiheit 
    der Christen in Christus zerstört wurde (Gal.2,3-5), sondern wo es um des Evangeliums willen 
    zweckmäßig war, verzichtete er einfach darauf, diese Freiheit zu nutzen (1.Kor.8,9).</li>

  <li>Paulus richtete seinen ganzen eigenen Lebensstil so aus, um dem Evangelium Christi kein 
    Hindernis zu bereiten (1.Kor.9,12). So lehnte er Bezahlung für seinen Dienst ab, obwohl er ein 
    Recht darauf hatte (1.Kor.9,11-12). Er und Barnabas hatten auch das Recht auf persönliches 
    Vergnügen, eine Schwester als Frau und auf Freizeit (1.Kor.9,4-6); aber auch darauf 
    verzichteten sie, um nicht die Ausbreitung des Evangeliums Christi zu hindern. Paulus hat also 
    nicht nur seinen Lebensstil anderen angepasst, um sie mit dem Evangelium zu erreichen 
    (1.Kor.9,19-23), sondern ihn völlig darauf ausgerichtet, das Evangelium nicht zu behindern 
    (vgl. 1.Kor.15,10). Das war seine freiwillige Entscheidung, hatte er doch von Gott her als 
    Verkündiger das Recht, vom Evangelium zu leben (1.Kor.9,14-15). Ebenso: wenn heute ein Christ 
    seine Freiheit nicht nutzt, um mehr Menschen mit dem Evangelium zu erreichen, so ist das seine 
    freie Entscheidung, und sie bringt ihm Ruhm (1.Kor.9,15). Jeder Christ aber ist verpflichtet, 
    seine Freiheit nicht zu nutzen, wo sie andere zur Sünde verleiten würde (1.Kor.8,9).</li>

</ul>

1.Kor.9,23: Nach »Robertson's Word Pictures« zu 1.Kor.9,23 ist dieser Vers eigentlich zu übersetzen 
als »Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, damit ich zusammen mit anderen daran teilhabe.« 
Paulus will die Segnungen des Evangeliums nicht für sich behalten, sondern weitergeben, damit auch 
andere zusammen mit ihm daran teilhaben. Es ist seine (und unsere?) evangelistische Motivation.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 4:9">1. Johannes 4:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»geoffenbart worden« kommt von »phaneroo« (Strong 5319), hier passiv: sichtbar machen, erscheinen 
lassen, manifestiert werden, geoffenbart werden. Es geht darum, dass Gottes Liebe sich hier für uns 
sichtbar ausgedrückt hat. Vgl. das SWORD-Modul »Robertson's Word Pictures« zu diesem Vers.

»die Liebe Gottes zu uns«: Nach »Robertson's Word Pictures« zu 1.Joh.4,9 und Gal.1,16 ist nicht 
»die Liebe Gottes zu uns« zu übersetzen, sondern vielleicht »die Liebe Gottes in uns geoffenbart 
worden« (die besondere innere Erfahrung betonend), wahrscheinlich aber: »die Liebe Gottes in 
unserem Fall geoffenbart worden« (d.h.: was unsere Angelegenheiten, unser Leben betrifft. 
Vielleicht ist auch im Sinne des Dativs zu übersetzen: »die Liebe Gottes ist uns geoffenbart 
worden« - das kommt auch näher an die Grundbedeutung von »en« heran (in, innerhalb - eine 
Ortsangabe). Dass hier wohl nicht »die Liebe Gottes zu uns« gemeint ist, zeigt die dafür 
verwendete, anders konstruierte Formulierung in 1.Joh.4,10.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I John 4:10">1. Johannes 4:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Johannes wiederholt hier wahrscheinlich inhaltlich die Aussage von 1.Joh.4,9 und betont dabei noch 
einmal besonders, dass die Liebe von Gott kommt und eben nicht aus uns selbst heraus, weil wir 
nicht selbst fähig sind, Gott zu lieben.

Die inhaltliche Analogie zu 1.Joh.4,9 zeigt sich im ähnlichen Beginn der Verse: »In diesem ist die 
Liebe [...] geoffenbart worden, dass [...]« (1.Joh.4,9) und »In diesem ist die Liebe [...]« 
(1.Joh.4,10). 


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 1:5-II Timothy 1:8;">2. Timotheus 1:5-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus sagt: Timotheus, weil du den ungeheuchelten Glauben hast (2.Tim.1,5), so hast du auch von 
Gott den »Geist der Kraft und der Liebe und der Zucht« (2.Tim.1,7) bekommen. Timotheus, ich 
erinnere dich daran, dass du auch nach dieser Tatsache leben sollst!

Denn Timotheus war wohl in Gefahr, aufgrund von Menschenfurcht (2.Tim.1,7) sich der Verkündigung 
des Evangeliums und der Worte des HERRN zu schämen (2.Tim.1,8). Deshalb sagt ihm Paulus: beginne 
nicht damit, dich darum zu schämen (2.Tim.1,8 wörtlich, nach »Robertson's Word Pictures«; vgl. 
Mk.8,38), sondern gehe in der Kraft Gottes, d.i. in der Kraft des Heiligen Geistes, freiwillig 
vorwärts in das Leiden für das Evangelium (2.Tim.1,8).

Schließlich ist ein Christ durch den ihm gegebenen »Geist der Kraft und der Liebe und der Zucht« ja 
dazu fähig! Insgesamt haben wir hier also eine Warnung vor Menschenfurcht und Furcht vor dem Leiden 
im Dienst für Gott. Sonden wir sollen das Evangelium ohne Beschämung verkündigen und so Ungemach 
mutig auf uns nehmen!

Vgl. auch diesen Kommentar zu Mk.8,31-38.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Mark 8:31-Mark 8:38;">Markus 8:31-38</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Petrus wollte erreichen, dass der HERR SEINEM Leiden ausweicht (Mk.8,31-32): »Herr, schone deiner 
selbst! Das widerfahre dir nur nicht!« (Mt.16,22). Der HERR aber sagt ihm: wer dem Leiden im Dienst 
für Gott ausweicht, denkt menschlich statt göttlich (Mk.8,31-32). Leidensfreiheit um jeden Preis 
ist nicht in Gottes Gedanken.

Und dann lehrt er SEINE Jünger und das Volk über Leiden in der Nachfolge (Mk.8,34-38) und warnt vor 
Menschenfurcht, so wie es später auch Paulus gegenüber Timotheus tut (2.Tim.1,5-8): Nachfolge 
verlangt Selbstverleugnung (»gegen die eigenen Wünsche leben«) und Tragen des Leidens, das einem in 
der Nachfolge begegnet (Mk.8,34). Selbstverleugnung scheint die Basis für die Praxis des »Leidens 
für Christus« zu sein, denn sie wird zuerst genannt. Sein Kreuz auf sich zu nehmen ist, so kurz vor 
Christi Kreuzigung, ein deutliches Bild dafür, nach dem Vorbild Christi seinem eigenen Leiden in 
der Nachfolge nicht auszuweichen, sondern es willig zu ertragen (Mk.8,31-33). Leidensbereitschaft, 
nicht Menschenfurcht soll einen Jünger Jesu auszeichnen!

In diesem Kontext bedeutet Mk.8,35-37: »Wer seine Seele retten will« - wer vor dem Leiden für 
Christus und das Evangelium (Mk.8,35) flieht und so IHM nicht nachfolgt (Mk.8,34). »der wird sie 
verlieren« - der wird verloren gehen, weil er Christus nicht nachfolgte. »wer aber seine Seele 
verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen« - wer willig das Leid, das ihm im Dienst 
für Christus und das Evangelium begegnet, trägt, statt zu fliehen, selbst wenn er dabei sein Leben 
verliert. »der wird sie retten« - der ewiges Leben bekommen. »Denn was hülfe es dem Menschen, wenn 
er die ganze Welt gewönne und büßte seine Seele ein?« - wenn ein Mensch vor jedem Leid und Verlust 
flieht und deshalb schließlich die ganze Welt sein eigen nennt, aber deshalb seine Seele, d.h. sein 
ewiges Leben verliert (Mk.8,35a), so nützt ihm das alles nichts. »Oder was will ein Mensch zum 
Lösegeld seiner Seele geben?« - kein Mensch kann seine eigene Seele retten, auch wenn ihm die ganze 
Welt gehört.

Es gibt also keine andere Möglichkeit, als Christus nachzufolgen, was Selbstverleugung und das 
Tragen des Leides voraussetzt, um das ewige Leben zu erhalten. Der HERR hat gleichzeitig ein 
tröstendes Wort, indem ER sagt: »ihr werdet das Leiden ertragen können, es wird euch nicht so 
schwer werden, dass ihr vom Glauben abfallt, denn ich gebe, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, 
dass ihr es ertragen könnt« (nach 1.Kor.10,13).

Mk.8,38 - eine Bestätigung, dass das Nichtbekennen Christi vor den Menschen, aus Furcht vor Leid 
und Ungemach, dazu führt, nicht das ewige Leben zu bekommen. In einer anderen Warnung vor 
Menschenfurcht (Mt.10,25-33) sagt der HERR etwas inhaltlich gleiches: »Jeder nun, der mich bekennt 
vor den Menschen, den will auch ich bekennen vor meinem himmlischen Vater; wer mich aber verleugnet 
vor den Menschen, den will auch ich verleugnen vor meinem himmlischen Vater.« (Mt.10,32-33). Dies 
zeigt, dass es hier tatsächlich um das ewige Leben geht! Röm.10,9-10 betont ebenfalls, dass 
Gläubige Christus auch vor Menschen bekennen müssen, um ewiges Leben zu bekommen.

Die Verleugnung des Petrus zeigt: einmal den HERRN verleugnet (Mt.10,32) oder nicht bekannt 
(Mk.8,38; Mk.10,33) zu haben führt nicht zwangsläufig zur Verdammnis, sondern man kann sich wie 
Petrus vom HERRN vergeben lassen. Es geht wohl um die grundsätzliche Haltung gegenüber dem HERRN, 
wie es Mk.8,38 (wörtlich: »wer sich [jetzt] meiner [...] schämt«) andeutet. Hier gilt, dass der 
Heilige Geist in jedem Gläubigen das Bekennen wirkt (Apg.1,8; vgl. 1.Tim.1,7), denn in Röm.10,9-11 
wird einmal Glaube und Bekennen und einmal nur Glaube als Voraussetzung der Rettung genannt. Die 
Aufforderung an Christen, IHN zu bekennen (z.B. 2.Tim.1,6-8) ist trotzdem gleichzeitig nötig, denn 
der Heilige Geist wirkt im Gläubigen, indem er ihn voll einbezieht, so dass es wie das selbständige 
Handeln des Gläubigen aussieht (2.Tim.1,6).


Zusammenfassung: Wer aus Angst vor Leiden Christus verleugnet, wer IHN nicht vor den Menschen 
bekennt, wird nicht gerettet (Mk.8,38; Mt.10,32-33). Deshalb muss jeder Christ IHN bekennen, um 
gerettet zu werden (Röm.10,9-10) - eine Aufforderung! Dieses Bekennen ist gleichzeitig das Handeln 
des Christen (2.Tim.1,6) und des Heiligen Geistes in ihm (Apg.1,8), der das Bekennen im Leben jedes 
Christen auch garantiert (Röm.10,9-11). Eine ähnliche Antwort gibt die Bibel auf die Frage, ob 
Gläubige abfallen können (vgl. diesen Kommentar zu Mt.24,3-13).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Luke 12:33-Luke 12:34;">Lukas 12:33-34</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dies ist die biblische Weg, unser Herz auf Gott auszurichten, also unser Herz zu beeinflussen, wie 
es z.B. die Liebe zu Gott erfordert (Mk.12,30). Jesus Christus will, dass wir diesen Weg auch gehen 
(Lk.12,33)!

Also: Wo unser Schatz ist, wird auch unser Herz sein.

<ul>
  <li>Deshalb sollen wir keine Schätze haben auf dieser Erde, d.h. keinen Überfluss an materiellen 
    Gütern: wir sollen in keiner Weise habsüchtig sein, d.h. in keiner Weise gierig, immer mehr zu 
    besitzen (Lk.12,15); wir sollen keinen materiellen Überfluss ansammeln (Mt.6,19), nicht reich 
    zu werden versuchen (1.Tim.6,9), sondern es uns an Nahrung und Kleidung genug sein lassen 
    (1.Tim.6,8); wir sollen sogar unseren materiellen Überfluss verkaufen und den Erlös spenden 
    (Lk.12,33)! Dass der HERR mit »Verkaufet eure Habe und gebet Almosen!« (Lk.12,33) nicht meint, 
    dass Christen absolut alles verkaufen müssen, zeigt die Anwendung dieses Wortes in 
    1.Kor.8,13-15: es geht um einen Ausgleich durch Abgeben des eigenen Überflusses, also nicht so, 
    dass man selbst bedürftig wird. Auch ist das Spenden des eigenen Überflusses nur eine absolute
    Anweisung, wo wir sonst sündigen würden (1.Joh.3,17-18) oder wenn tatsächlich der Besitz und 
    nicht Gott unser Schatz ist (Mk.10,21-22); ansonsten ist es eine sehr gute Empfehlung zum 
    Handeln innerhalb der christlichen Freiheit (Apg.5,4).</li>

  <li>Deshalb sollen wir durch Abgeben unseres Überflusses uns einen Schatz im Himmel sammeln 
    (Lk.12,33; Mk.10,21).</li>
</ul>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 4:23">Johannes 4:23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was bedeutet »im Geist und in der Wahrheit anbeten«? Da es ja nicht mehr um den Ort der Anbetung 
Gottes geht (Joh.4,21) wird man dies als Antwort auf die Frage »Wie sollen wir den Vater anbeten?« 
zu verstehen haben. Wenn Jesus nun sagt: »ihr sollt den Vater im Geist anbeten«, meint ER damit 
»ihr sollt den Vater gefüllt mit Heiligem Geist, durch das Wirken des Heiligen Geistes in euch, 
anbeten«? Oder Bezieht sich dies auf den Geist des Menschen?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 4:1-II Timothy 4:5;">2. Timotheus 4:1-5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In 2.Tim.4,2 fordert Paulus den Timotheus auf, das Wort Gottes beständig zu vertreten, es sei in 
einfacher oder schwerer Zeit. Von einer solchen schweren Zeit schreibt er im folgenden Vers: da 
werden die Menschen das wahre Wort Gottes nicht mehr hören wollen, sondern solche Lehrer suchen, 
die ihnen sagen, was sie hören wollen.

Darum ist es wichtig für einen Lehrer, sich unabhängig von der Reaktion seiner Zuhörer stets an das 
ganze Wort Gottes zu halten, egal ob man dabei einen leichten oder einen schweren Stand hat 
(2.Tim.4,2); der Lehrer soll das Unangenehme und Harte, das ihm ein solcher Dienst einbringt, 
erdulden (2.Tim.4,5).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Thessalonians 4:3-I Thessalonians 4:7;">1. Thessalonicher 4:3-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser ganze Abschnitt fordert zur Reinheit in der Sexualität auf, auch wenn das teilweise durch 
die Übersetzung und Paulus' Wortwahl (»in [dieser] [...] Sache«, 1.Thess.4,6; nicht »im Handel« wie 
in der Übersetzung) nicht deutlich ausgesprochen wird. Eine sinngemäß korrekte Übersetzung (vgl. 
auch das SWORD-Modul »Robertson's Word Pictures« zu diesen Versen) ist:

»3 Der Wille Gottes ist eure Heiligung: dass ihr euch von der Unzucht fernhaltet; 4 dass jeder 
unter euch lerne und weiß, seine Ehefrau in Heiligung und Ehre zu erwerben, 5 nicht mit 
leidenschaftlicher Gier wie die Heiden; 6 dass niemand schuldig werde, indem er seinen Bruder in 
dieser Sache bestiehlt. 7 Denn Gott hat uns nicht zur Unreinigkeit berufen, sondern zur Heiligung.« 
(1.Thess.4,3-7)

Um eine Frau zu werben soll von Anstand und Hochachtung gegenüber der Frau geprägt sein, nicht von 
Sexgier. Solche Gier »wie die Heiden« führt leicht zu Hurerei und Sünde gegenüber Mitmenschen - so 
wie bei David, der Uria betrog, indem er dessen Frau stahl, und ihn anschließend umbrachte 
(2.Sam.12,9). Auch jemandem die Freundin oder Verlobte auszuspannen ist eindeutig kein Werben um 
eine Frau in Heiligung und Ehrbarkeit, sondern mit leidenschaftlicher Gier.

In der Bibel gibt es keinen doppelten Maßstab: diese Verse sind sinngemäß übertragen auch der Wille 
Gottes für Frauen! Wenn nun schon die Beziehung vor der Ehe von gegenseitiger Hochachtung und 
Heiligung geprägt sein soll, so doch auch in der Ehe: keiner soll seinen Ehepartner als reines 
Mittel zur sexuellen Befriedigung betrachten, und »Die Ehe ist von allen in Ehren zu halten und das 
Ehebett unbefleckt; denn Hurer und Ehebrecher wird Gott richten!« (Hebr.13,4).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 4:16">2. Timotheus 4:16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dies zeigt, wie sehr Paulus seinem HERRN ähnlich geworden ist, der kurz vor SEINEM Tod sagte: 
»Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Sie teilten aber seine Kleider und warfen 
das Los.« (Lk.23,34).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 1:1">Epheser 1:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Einleitung: Kurze Geschichte der Gemeinde in Ephesus

(vgl. auch das SWORD-Modul »Carl Heinrich Riegers Kommentar« zu Eph.1,1)

<ol>
  <li>Nachdem Paulus in Korinth die Gemeinde gegründet (Apg.18,1-18) und auferbaut (Apg.18,11) 
    hatte, kam er zusammen mit Aquila und Priscilla (Apg.18,18), die er in Korinth kennengelernt 
    hatte, nach Ephesus.</li>
  <li>Paulus blieb nur kurze Zeit in Ephesus und unterhielt sich hier mit den Juden in der 
    Synagoge (Apg.18,19b-20). Er versprach aber, wiederzukommen »so Gott will«, und er ließ Aquila 
    und Priscilla in Ephesus zurück (Apg.19,19a.21).</li>
  <li>Apollos kam nach Ephesus und lehrte über Jesus, kannte die Lehre aber nur bis zur Taufe des 
    Johannes. Aquila und Priscilla unterwiesen ihn genauer, und die Brüder empfahlen Apollos für 
    seine weitere Reise den Christen in Achaja (Apg.18,24-27).</li>
  <li>Als Apollos in Korinth war, kam Paulus nach Ephesus zurück (Apg.19,1). Er taufte 12 Männer in 
    Ephesus auf den Namen Jesu Christi, die von Apollos nur auf die Taufe des Johannes getauft 
    worden waren; worauf sie den Heiligen Geist empfingen (Apg.19,2-7).</li>
  <li>Paulus predigte das Evangelium nun in der Synagoge. Etliche Juden blieben aber verstockt, 
    wollten das Evangelium nicht annehmen und lästerten darüber. Deshalb hörte Paulus nach 3 
    Monaten auf, in der Synagoge zu predigen, und lehrte die Bekehrten täglich in der Schule des 
    Tyrannus (Apg.19,8-9).</li>
  <li>Paulus besprach sich mit den Christen zwei Jahre lang täglich in der Schule des Tyrannus; das 
    war gleichzeitig derart missionarisch, »so daß alle, die in Asien wohnten, das Wort des Herrn 
    hörten, Juden und Griechen« (Apg.19,10). Paulus sagt von seinem Dienst, dass er jeden einzelnen 
    täglich ermahnt habe (Apg.20,31), ihnen den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt habe 
    (Apg.20,26-27) und dass er für seine Bedürfnisse mit eigenen Händen gearbeitet habe.</li>
  <li>Gott tat in dieser Zeit auch ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus 
    (Apg.19,11-12). Die Begebenheit der missglückten Geisteraustreibung durch jüdische 
    Beschwörer »im Namen Jesu«, die allen in Ephesus bekannt wurde, ließ viele voll Furcht werden 
    und den Namen Jesu hoch preisen (Apg.19,13-17).</li>
  <li>Wohl gegen Ende der zwei Jahre des Dienstes von Paulus in Ephesus war das Wort Gottes in 
    Ephesus so gewachsen und mächtig geworden, dass es die Oberhand hatte! Das zeigte sich daran, 
    dass viele Gläubige ihre Taten bekannten (Apg.19,18) und solche, die vorher in okkulte Dinge 
    verstrickt waren, ihre Zauberbücher öffentlich (!) verbrannten (Apg.19,19). Wohlgemerkt: Paulus 
    hatte zwei Jahre lang täglich gearbeitet (besser: Gott hatte durch ihn zwei Jahre lang täglich  
    gewirkt), bis das Evangelium in Ephesus so mächtig war und die Gläubigen endlich konsequent 
    Sünde in ihrem Leben ausräumten. Auch wir sollten wie Paulus solche Geduld in der 
    Missionsarbeit zeigen! Es kann lange bis zur Bekehrung und nochmals lange bis zum konsequenten 
    Leben nach der Bekehrung dauern.</li>
  <li>»Nachdem aber solches vollbracht war« (Apg.19,21) wandte sich Paulus neuen Aufgaben zu. Es 
    gibt also auch ein Ende des Dienstes eines gesandten Missionars in einer 
    Gemeindegründungsarbeit - wenn das Werk vollbracht ist und die Gemeinde so reif geworden ist, 
    dass sie ihre Führung und die Mission in ihrer Stadt selbst übernehmen kann (Apg.20,17.28-30). 
    Missionare, die in einem fremden Gebiet eine Gemeinde bauen, sollten sie also zu 
    Selbständigkeit und nicht zur Abhängigkeit führen.</li>
  <li>Der Teufel startete einen Angriff, um diesen Sieg Gottes zu zerstören, aber er scheiterte 
    schließlich. Dabei benutzte (Apg.19,23-41). Paulus war zu dieser Zeit noch in Ephesus, da er 
    sich noch einige Zeit in Asien aufhielt (Apg.19,22.30); danach ermahnte er die Christen in 
    Ephesus noch einmal und reiste dann ab (Apg.20,1).</li>
  <li>Nach einigen Monaten kam Paulus wieder in die Gegend und verabschiedete sich in Milet 
    endgültig von den Ältesten aus Ephesus, weil er wusste, dass er sie vor seinem Tod nicht mehr 
    sehen würde (Apg.20,17.25). Darin erinnerte er sie an seinen insgesamt dreijärigen Dienst in 
    Ephesus (Apg.20,31) und ermahnte sie, auf sich selbst und die ganze Gemeinde achtzugeben 
    (Apg.20,28-32).</li>
  <li>Aus seiner Gefangenschaft in Rom schreibt Paulus nun der Gemeinde den Epheserbrief. Dieser 
    Brief wurde der Gemeinde wohl durch Tychikus überbracht (Eph.6,21-22), der gleichzeitig auch 
    den Brief an die Kolosser zu überbringen hatte (Kol.4,7). Darin stellt Paulus ihnen den 
    übergroßen Reichtum der Gnade Jesu Christi dar und ermahnt sie anschließend hauptsächlich dazu,
    als Glieder SEINES Leibes zusammenzuhalten.</li>
  <li>Im späteren Sendschreiben an Ephesus (Offb.2,1-6) erkennt Christus die Arbeit, Geduld und 
    Ausdauer der Gemeinde an, fordert sie aber zur Buße auf, weil sie ihre erste Liebe (zu IHM oder 
    zu Mitmenschen) verlassen hat (Offb.2,4-5).</li>
</ol>

Dieser Bericht von der Gemeindegründung in Ephesus kann für solche als Vorbild und Anleitung 
dienen, denen Gott eine ähnliche Aufgabe gegeben hat. Zum Beispiel, wie wichtig die stetige und 
anhaltende Belehrung und Ermahnung in Gesprächen ist; wie wichtig die Betreuung der Gemeinde oder 
Gruppe durch Besuche oder Briefe auch nach Ende des eigenen Dienstes dort ist; wieviel Ausdauer und 
Zeit nötig ist, bis das Evangelium in einem Ort mächtig geworden ist, indem sich viele bekehren und 
auch ihren Glauben konsequent leben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 1:5-Ephesians 1:19;">Epheser 1:5-19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wiederholt erwähnt Paulus hier, warum Gott uns zu Christen gemacht hat: damit wir die Herrlichkeit 
SEINER Gnade preisen (Eph.1,5), SEINE Herrlichkeit loben (Eph.1,12) und preisen (Eph.1,14) (vgl. 
auch Eph.1,17-19). Dabei handelte Gott nicht egoistisch, denn SEINE Motive waren Liebe (Eph.1,5) 
und Gnade (Eph.1,6). Vielleicht kann man also sagen: Gott hat uns zu Christen gemacht und überreich 
gesegnet (Eph.1,3), weil ER uns liebte; durch diese Liebe wirbt er um unsere Gegenliebe, d.h. auch 
um unser Lob und unseren Dank.

<font color="#FF0000">Eph.1,5: Was sagt dieser Vers über Predestination? Vgl.:</font>

Mt.7,13-14: »Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der 
ins Verderben führt, und viele sind es, die da hineingehen. Aber die Pforte ist eng, und der Weg 
ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden!«

Lk.13,23-24: »Es sprach aber einer zu ihm: Herr, werden wenige gerettet? Er aber sprach zu ihnen: 
Ringet darnach, daß ihr eingehet durch die enge Pforte! Denn viele, sage ich euch, werden 
einzugehen suchen und es nicht vermögen.«


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 2:8-Ephesians 2:9;">Epheser 2:8-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott hat die Versöhnung der Menschen mit sich möglich gemacht, weil SEIN Wesen von reichem Erbarmen 
und großer Liebe zu uns geprägt ist (Eph.2,4-5); denn es war ja keiner von uns Menschen es wert, 
wieder mit Gott versöhnt zu werden, weil wir uns alle gegen IHN entschieden hatten (Eph.2,1-3).

Die Errettung eines Menschen ist Gottes Gabe aus reiner Gnade (Eph.2,8); sie ist SEIN Werk und 
nicht Werk des Menschen (Eph.2,9-10). Der Glaube, der ja Voraussetzung unserer Errettung ist 
(Eph.2,8), ist also auch kein Werk, das ein Mensch zur Errettung beiträgt! Sondern unser Glaube ist 
einfach, Gottes Geschenks der Errettung anzunahmen. Gottes zwingt nämlich niemanden, sich erretten 
zu lassen, sondern die Annahme der Errettung ist freiwillig. Gottes Gnade ist nicht »irresistable 
grace« (nicht ablehnbare Gnade), sondern »restistable grace« (ablehnbare Gnade, nämlich durch 
unseren Unglauben).

Bestätigt wird diese Auslegung dadurch, dass die Bibel »Christus aufnehmen« synonym für »an 
Christus glauben« verwendet (Joh.1,11-12; 

Schlimm ist nun, dass kein Mensch Gottes Angebot der Errettung von sich aus annehmen will 
(Joh.1,11-13; Joh.3,18-20). Deshalb gilt, dass niemand an Christus glauben kann, um erettet zu 
werden, wenn ihn nicht Gott der Vater zieht (Joh.6,44).

Auch das drückt Paulus hier aus, indem er (inhaltlich) sagt: eure Errettung aus Gnade durch den 
Glauben ist nicht »aus euch«, d.h. hat nicht mit eurem Glauben begonnen, sondern auch euer Glaube 
ist eine Gabe Gottes, ER hat euch zum Glauben geführt (Eph.2,8-10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 3:4-Ephesians 3:10;">Epheser 3:4-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das »Geheimnis Christi«, von dem Paulus hier spricht (Eph.3,4.9), ist: dass durch Tod und 
Auferstehung Jesu Christi nun auch die Nichtjuden Kinder Gottes werden können (Eph.3,6), die doch 
vorher keine Hoffnung hatten und ohne Gott in der Welt waren (Eph.2,12).

Dieses Geheimnis, diesen Entschluss hatte Gott schon »von Ewigkeiten her« (Eph.3,9) - noch bevor ER 
die Welt und die Menschen schuf, stand bei IHM fest, dass ER einmal SEINEN eigenen Sohn geben 
würde, um die Menschen mit sich auf ewig zu versöhnen, wenn sie einmal sündigen würden (was Gott 
natürlich auch schon vorher wusste).

Nun, da Jesus im Fleisch kam und für uns alle starb, hat Gott dieses Geheimnis SEINEN Aposteln und 
Propheten durch den Heiligen Geist offenbart (Eph.3,4-10), und zwar zu dem Zweck, dass nun alle, 
Himmel und Erde, die überaus große Weisheit Gottes erfahren sollen, die dieser bisher geheime 
Entschluss enthält: dass und wie der heilige Gott es nämlich geschafft hat, seine widerspenstigen 
und sündigen Geschöpfe wieder mit sich zu versöhnen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.9.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 3:14-Ephesians 3:21;">Epheser 3:14-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(Zusammenfassung zur Gemeindestunde in Rennerod; Referent: Michael Link)

Die Verwirklichung / das Sichtbarwerden der Herrschaft und Liebe Christi im Leben eines Christen 
(Eph.3,17), die bereits geistliche Realität ist (Eph.2,20-22) kann kein Christ aus eigener 
Anstrengung erreichen, sondern Paulus bittet Gott, den Vater, darum (Eph.3,15-16). Ebenso sollte 
die Bitte »um die Stärkung mit Kraft durch seinen Geist an dem inneren Menschen nach dem Reichtum 
SEINER Herrlichkeit« (Eph.3,16) auch unsere Bitte sein, wenn wir ein heiliges Leben zu Gottes Ehre 
führen wollen, und unsere Fürbitte für andere. Das hier in Eph.3,16 für »Kraft« vewendete Wort wird 
im NT auch mit »Keuschheit, Enthaltsamkeit, Selbstbeherrschung« übersetzt, meint also ein reines, 
heiliges Leben aus Gottes Kraft, zu Gottes Ehre; ein geistliches, kraftvolles Leben statt 
fleischlichem Versagen, wonach sich jeder Christ sehnt bzw. sehnen sollte.

Dieses geistliche, kraftvolle Leben wird also durch Bitten erlangt, aber muss im Glauben angenommen 
werden: »dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne« (Eph.3,17) bedeutet, dass man 
die geistliche Realität der Herrschaft Christi mit der von Gott gegebenen Kraft im Glauben annehmen 
und ausleben soll. »Wohnen im Herzen« (Eph.3,17) meint dabei, dass Christus dort in unserem Leben 
ist, wovon alles andere bestimmt wird, in unserem Herz; dass ER unser ganzes Leben regiert, nicht 
nur einen kleinen Teil.

»In der Liebe gewurzelt und gegründet sein« (Eph.3,17) meint im Griechischen die göttliche Liebe 
(agape). Wie Wurzelwerk saugen wir diese Liebe von Gott auf, während der Gemeinschaft mit Gott über 
SEINEM Wort, der Bibel (unsere geistliche Nahrung!) - wenn wir denn in Gottes Liebe gegründet sind.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 4:3">Epheser 4:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus ermahnt, fleißig zu sein, um die Einheit der Gemeinde im Heiligen Geist zu bewahren. 
»fleißig sein« ist griech. »spoudazo« (Strong 4704): eilen, sich anstrengen, eifrig sein, fleißig 
sein, bemüht sein. Spaltungen und Uneinigkeit in der Gemeinde sind also nicht die aktive Störung 
eines Normalzustands der Einheit, die sonst von selbst bestehen bliebe. Sondern Spaltungen und 
Uneinigkeit sind der »normale Verrottungsprozess« in der Gemeinde, dem man stets durch Bemühung um 
Einheit entgegenwirken muss!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 4:7-Ephesians 4:16;">Epheser 4:7-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus bat Gott für die Epheser in Eph.3,14-19, dass sie Christus und SEINE Liebe erkennen mögen 
und bis zu ganzen Fülle Gottes erfüllt werden mögen. Hier erwähnt er eine Art, wie Gott solche 
Bitten erhört (nämlich »zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen und 
zum vollkommenen Manne werden, zum Maße der vollen Größe Christi«; Eph.4,13): indem Gott 
Geschwister begabt, ihre Geschwister so auszurüsten (Eph.4,12)! Gott baut SEIN Reich (»zur Erbauung 
des Leibes Christi«; Eph.4,12) also indem er Menschen begabt und SEINE Werkzeuge sein lässt. Durch 
dieses mittelbare Wirken und Leiten Christi gibt ER der Gemeinde ein gutes Maß an Handlungsfreiheit 
und Verantwortung: »von welchem aus der ganze Leib [...] das Wachstum des Leibes vollbringt, zur 
Auferbauung seiner selbst (!) in Liebe.« (Eph.4,16).

Paulus erwähnt auch, dass alle Christen von Christus (bzw. dem Heilien Geist) Gaben empfangen haben 
(Eph.4,7-8), und dass die Gaben jedes einzelnen CHristen ihre Aufgabe beim Bau der Gemeinde, d.i. 
des Leibes Christi haben (Eph.4,16).

Paulus betont, dass trotz diesem Dienst untereinander Christus das Haupt ist, denn: von IHM kommen 
alle Gaben (Eph.4,7-8.11), so dass ER Ursprung des Wachstums ist (Eph.4,16). SEIN Ebenbild zu 
werden ist das Ziel des Wachstums der Gemeinde (Eph.4,13.15), so dass ER Leitung des Wachstums ist 
(Eph.4,16).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 4:20-Ephesians 4:24;">Epheser 4:20-24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus gibt hier eine Anleitung zum »neuen Leben« nach der Bekehrung. Er nennt drei Schritte:
<ol>
  <li>Was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen ablegen (Eph.4,22). Etwas, das der 
    Gläubige selbst und aktiv tun soll. Warum fügt Paulus hinzu »was den früheren Wandel betrifft«?
    Weil er die Gläubigen nur auffordert, die Handlungen des alten Menschen, d.h. die Sünde 
    abzulegen (vgl. Eph.4,25-29.31)! Er fordert sie nicht auf, die Gesinnung des alten Menschen 
    selbst abzulegen (vgl. Eph.4,23), wohl weil ein Mensch das nicht kann!</li>
  <li>Seinen eigenen Geist der Gesinnung durch Gott erneuern lassen (Eph.4,23). Dies ist eine 
    Aufforderung, eine Veränderung passiv an sich geschehen zu lassen, der Gläubige kann nicht 
    selbst seine Gesinnung ändern. Gesinnung  (oder: Gemüt) ist griechisch »nus« (Strong 3563): 
    Sinn, Gesinnung, Gemüt - beinhaltend Gedanken, Gefühle und Willen. Wie anders können wir 
    unsere Gesinnung von Gott ändern lassen, als dass wir die Gemeinschaft mit IHM pflegen indem 
    wir IHN durch die Bibel zu uns sprechen lassen, so dass ER unsere Gedanken mit SEINEN füllt, 
    und indem wir mit IHM im Gebet sprechen und IHM gehorchen?</li>
  <li>Den neuen Menschen anziegen, der nach Gott geschaffen ist (Eph.4,24). Etwas, das der Gläubige 
    selbst und aktiv tun soll. Jedoch geht es nicht darum, das neue Leben tun zu wollen - das kann 
    kein Mensch aus eigener Kraft. Sondern Gott hat den neuen, vollkommenen Menschen erschaffen
    und uns gegeben, d.h. wir haben die Möglichkeit zu einem gerechten, heiligen Leben geschenkt 
    bekommen und sollen sie nutzen, indem wir den alten, sündigen Menschen und seinen Wandel durch 
    Gottes neuen, vollkommenen Menschen und seinen Wandel ersetzen. Das heißt, einfach das zu tun, 
    wozu uns der neue Mensch Gottes befähigt (vgl. Eph.5,25-32)!</li>
</ol>

Der alte Mensch verderbte sich mehr und mehr (auch übersetzbar: wurde mehr und mehr verdorben) wie 
es seinen betrügerischen Lüsten entsprach (Eph.4,22). Sündige Lust führt immer zu Verderben und Tod 
(vg. Jak.1,15). Sündige Lust ist nur solche nach Dingen, die Gott verboten hat (z.B. 1.Mo.3,6: »ein 
begehrenswerter (String 2530) Baum, weil er klug machte«); Lust nach Dingen, die Gott uns gegeben 
hat, ist dagegen keine sündige (fleischliche) Lust (1.Mo.2,9; ebenfalls Strong 2530). Warum nun 
bezeichnet Paulus die sündigen Lüste als »betrügerisch«? Weil sie Glück versprechen, das ihre 
Erfüllung niemals geben kann, denn es folgt ja immer Verderben!

Der Sündenfall war in solcher sündiger List begründet - und ebenso sind wir heute nicht dankbar 
zufrieden mit dem, was Gott uns geschenkt hat, sondern wollen auch das, was Gott uns vorenthält, 
weil es nicht gut für uns ist. Auch als Christen, die wir ewiges Leben geschenkt bekommen haben, 
viele geistliche Gaben und die tägliche Hilfe Gottes, und dass trotz dass wir nur Gottes Gericht 
verdient hatten, sind wir noch unzufrieden. Trotz dass wir doch alles haben, was wir zu einem ewig 
währenden, glücklichen Leben brauchen (2.Petr.1,3), sind wir Gott undankbar wegen kleinster 
Probleme in unserem Alltag. Ist das nicht eine Beleidigung Gottes?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 4:26-Ephesians 4:27;">Epheser 4:26-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Aufforderungen gehören zur Umsetzung des neuen Lebens eines Christen, sie beziehen sich auf 
die Praxis des »Anziehen des neuen Menschen« (Eph.4,24), so auch der gesamte Abschnitt Eph.4,25-32.

Die Wortwahl im Griechischen: »mae« als Verneindung bei »sündiget nicht«, »mae« als Verneinung bei 
»die Sonne gehe nicht unter«, ein weiterführendes »maede« (und nicht, auch nicht, aber nicht) für 
»gebet auch nicht Raum dem Teufel«. Das macht klar, dass sich alle diese Aussagen auf die Art 
beziehen, wie Christen mit Zorn umegehen sollen. Eine dazu passende Übersetzung wäre:

»Zürnet ihr, so sündiget nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn, noch gebet dabei dem 
Teufel Raum!« (Eph.4,26-27).

So wie in dieser Übersetzung werden die Satzzeichen auch im griechischen Text gesetzt (»Novum 
Testamentum Graece; curavit Eberhard Nestle«, Privilegierte Württembergische Bibelanstalt, 3. Ausg. 
1901). Das ist jedoch nicht die Zeichensetzung im Urtext gewesen, denn damals schrieb man 
Griechisch sogar ohne jeden Wortzwischenraum als »scriptio continua« (Josh McDowell: »Die Bibel im 
Test - Tatsachen und Argumente für die Wahrheit der Bibel«; 4. Auflage 1993; Hänssler-Verlag; ISBN 
3-7751-1869-1; S. 59).

Vgl. Jak.1,19-20: »Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam aber 
zum Reden, langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit!« In diesem 
Kontext fordert Paulus die Epheser in Eph.4,26-27 auf, sich im Zorn nicht zu einem Werkzeug des 
Teufels machen zu lassen: nicht zu sündigen und auch nicht dem Teufel Einfluss auf sich zu 
gewähren. Beides kann auch Christen im Zorn leicht passieren, denn der Mensch handelt in seinem 
Zorn eben nicht nach Gottes Gerechtigkeit. Deshalb auch die Aufforderung, überhaupt nicht schnell 
zornig zu werden (Jak.1,19-20).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 4:29">Epheser 4:29</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers zeigt in Verbindung mit Eph.4,31-32, dass wir keinerlei lieblose Schärfe und Härte in 
der Beziehung zu unseren Mitmenschen anwenden sollen, sondern Freundlichkeit, Barmherzigkeit und 
Vergebung (Eph.4,32).

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 4:31">Epheser 4:31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Während Paulus in Eph.4,26-27 über den rechten Umgang mit Zorn für Christen spricht und dabei 
deutlich sagt, dass solcher Zorn selbst nicht Sünde ist, aber leicht dazu verführen kann 
(Eph.4,26), wird hier übersetzt: »Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn [...] sei ferne von euch« 
(Eph.4,31). Ist das ein Widerspruch?

Im griechischen Urtext, d.h. im Sprachgebrauch von Paulus, existiert hier kein Widerspruch: er 
verwendet Eph.4,26 griech. »parorgismos« (Strong 3950) für »Zorn«, in Eph.4,31 griech. »thymos« 
(Strong 2372). In Eph.4,31 steht außerdem noch griech »orgae« (Strong 3709), hier mit »Grimm« 
übersetzt, auch mit »Zorn« übersetzbar.

Worin unterscheiden sich nun diese Begriffe, d.h. was darf ein Christ unter bestimmten Umständen 
tun und was nie? Strong 3950 bedeutet Zorn als Resultat einer Provokation aus (vgl. Strong 3949: 
erzürnen, zum Zorn reizen; Röm.10,19; Eph.6,4), während Strong 3709 und Strong 2372 Zorn als 
innewohnende Begierde, Aggressivität, Gewalttätigkeit bedeuten (ebenso in Gal.5,20). Nur Zorn als 
Antwort auf eine Provokation ist unter bestimmten Umständen (Eph.4,26-27) für Christen zulässig, 
fleischliche Aggressivität aber nicht!

Auch Jakobus drückt dies inhaltlich aus, wenn er sagt: »Jeder Mensch sei [...] langsam zum Zorn« 
(Jak.1,20). Er verwendet hier zwar Strong 3709, was dieser Auslegung jedoch nicht widerspricht, 
sondern nur auf eine gewisse Austauschbarkeit und Ähnlichkeit der Worte je nach persönlichem 
Sprachgebrauch hinweist, ebenso wie das hier von Paulus verwendete Verb »orgizo« (Strong 3710) 
(Eph.4,26), das mit Strong 3709 verwandt ist.

Auch die Anweisung »die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn« (Eph.4,26) zeigt, dass hier 
keinesfalls eine beständige, aggressive und gewalttätige Lebenshaltung gemeint ist (das nämlich 
sollen Christen ablegen; Eph.4,31), sondern eine zeitlich eng begrenzte Handlung, ein Zornausbruch 
aufgrund einer Provokation, der bis zum Ende des Tages beigelegt sein soll und ohne Sünde und 
Öffnung für den Teufel ablaufen soll, außerdem auch ohne Worte, die den Hörern schaden statt sie zu 
erbauen (Eph.4,29). Unser (berechtigter) Zorn soll auch nicht auf Schaden oder Strafe unserer 
Mitmenschen ausgerichtet sein: »Rächet euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern gebet Raum dem Zorne 
Gottes« (Röm.12,19).

Jakobus und Johannes richteten sich nicht nach diesen Regeln zum Umgang mit Zorn, als um Feuer vom 
Himmel für diejenigen bitten wollten, die Jesus nicht aufnahmen (Lk.9,54). Der HERR lehrt uns dann, 
dass wir nie, auch nicht im Zorn, das Verderben unserer Mitmenschen im Sinn haben sollen, denn ER 
selbst will uns nicht verderben, sondern retten (Lk.9,55-56).

Es ist eine biblische Anforderung an Älteste, dass sie nicht schnell zornig werden (Tit.1,7).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 5:1-Ephesians 5:2;">Epheser 5:1-2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Paulus spricht uns Christen hier als »geliebte Kinder [Gottes]« an (Eph.5,1), und zeigt in Eph.5,2, 
dass wir von Christus geliebt sind. Er fordert uns auf, Gott nachzuahmen (IHM ähnlich zu werden!; 
Eph.5,1), indem wir in der Liebe wandeln. Was ist »Wandeln in der Liebe«?

Christus hat SEINE Liebe zu uns dadurch ausgedrückt, dass ER sich selbst für uns hingegeben hat 
(Eph.5,2). Es folgt »als (Opfer-)Gabe [Strong 4376] und Opfer für Gott, zu einem angenehmen 
Geruch«, was einen zweifachen Bezug hat:
<ul>
  <li>Es ist ein Zitat aus 3.Mo.4,31 (Gesetz über das Sühnopfer) und stellt somit Christus als das 
    Sühnopfer für unsere Sünden dar. Das können wir als Menschen natürlich nicht nachahmen.</li>
  <li>Paulus verwendet dieselben Worte wie in Phil.4,18, wo er von einer Gabe der Philipper zu 
    seiner Versorgung spricht. Somit können Menschen durch Liebe, die sich in Hingabe ausdrückt, 
    tatsächlich solche Gott angenehmen Opfer bringen. Das also sollen wir nachahmen.</li>
</ul>

Gott nachzuahmen durch Wandel in der Liebe nach Christi Vorbild bedeutet also ganz praktisch, aus 
Liebe zu den Mitmenschen Gaben zu geben, die gleichzeitig ein Opfer aus Liebe zu Gott sind, das 
Gott wohlgefällig ist. Das hat enorme Konsequenz für die Art unseres Dienstes in Gottes Reich: es 
geht darum, aus Liebe zu Gott und Mitmenschen Opfer der Hingabe zu bringen; dabei ist der Effekt / 
die Leistung solchen Dienstes völlig irrelevant! Gott will ja, dass wir in der Liebe wandeln, nicht 
dass wir ein Leistungssoll erfüllen. Eine Gabe im Dienst ist vor Gott angenehm, unabhängig davon, 
was sie letztlich für Erfolg beim Bau SEINES Reiches bewirkt (Phil,4,18).

Weil Gott uns dazu erziehen will, hat auch ein lange erfolgloser Dienst für Gott seinen Sinn: hier 
kann man wesentlich besser lernen, aus Liebe zu opfern, als in einem für uns erfolgreichen Dienst. 
Es gilt auch zu erkennen, dass Erfolg im Dienst ja Gottes Gabe ist und somit völlig unabhängig von 
dem, was wir tun (1.Kor.3,6-8).

Wenn also unser Dienst für Gott schwierig, entmutigend und erfolglos scheint, so wollen wir das als 
eine gute Gelegenheit ergreifen, unsere Liebe zu Gott und Menschen zu zeigen, indem wir unabhängig 
von Gegenleistung und Erfolg weiter geben. Der Allmächtige baut SEIN Reich und kann es sich also 
leisten, uns durch Misserfolg im Dienst diese Lektion zu lehren.

Aber auch wenn also Erfolg im Dienst für Gott von Gott abhängt, soll weiterhin der Bau SEINES 
Reiches unser Ziel sein, auf Gottes Segen hoffend (vgl. Bild des Gartenbaus in 1.Kor.3,6-8).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 5:3-Ephesians 5:5;">Epheser 5:3-5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was sollen die Gespräche der Christen nicht enthalten?
<ul>
  <li>Unzucht (Luther: »Hurerei«) (Eph.5,2)</li>
  <li>irgendeine Unreinigkeit  (Eph.5,2). Das ist nach Strong 157: moralisch unsauberes Reden.</li>
  <li>Habsucht (Luther: »Geiz«) (Eph.5,2)</li>
  <li>Schändlichkeit (Luther: »schandbare Worte«) (Eph.5,3). Meint: obzsönes, 
    schmutziges,unzüchtiges Reden.</li>
  <li>albernes Geschwätz (Luther: »Narrenteidinge«) (Eph.5,3). Heißt: albernes, törichtes, dummes, 
    närrisches, affiges Reden; Possen.</li>
  <li>zweideutige Redensarten (Luther: »Scherze«) (Eph.5,3). Griechisch »eutrapeila«, von »eu« 
    (gut) und »trepo« (zurückwenden): bei Plutarch und Pluto »Schnelligkeit in schlagfertigen 
    Antworten«, »Geschicktheit im Witz«. Hier »Frechheit«, »Unflätigkeit«, »vulgäre 
    Witzigkeit«.</li>
</ul>

Warum sollen wir solche Dinge nicht sagen?

Christen sollen als geliebte Kinder Gottes wie Christus in der Liebe leben (Eph.5,1-2). Das »aber« 
am 
Anfang von Eph.5,3 deutet an, dass solche Dinge folgen, die zu einem solchen Leben zu Gottes Ehre 
nicht passen. Das sind die oben genannten Dinge, die unsere Gespräche nicht enthalten sollen, weil 
dies »Heiligen nicht geziemt« (Eph.5,3-4): Es passt nicht zu einem heiligen Leben für Gott.

Eine gute Faustregel, um zu erkennen, was sich nicht ziemt für Heilige, ist wohl: »Würde Jesus 
Christus bei diesem Witz mitlachen?« Wir dürfen die Schrift auch hier nicht relativieren; was Gott 
gesagt hat, das hat ER gesagt. Allgemein formuliert: Unsere Rede ist verwerflich, wenn ihre 
Ausführung verwerflich wäre. Rede nur, was Du auch tun würdest. Diese Regel wird bestätigt in 
Eph.5,11-12: »Und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, decket sie 
vielmehr auf; denn was heimlich von ihnen geschieht, ist schändlich auch nur zu sagen [statt auch 
zu tun; Anm].« Man kann nicht in der Rede Gott mit solchen Dingen ehren, deren Ausführung IHN 
verunehren würde.

Die Begründung, warum solche Reden unpassend sind für Heilige, für Errettete, folgt in Eph.5,5: 
Solche, sie diese Dinge tun, die in unserer Rede nicht vorkommen sollen, kommen nicht in das Reich 
Gottes. Paulus zweifelt nicht an der Errettung der Epheser (er spricht sie als Heilige an; 
Eph.5,3-4), sondern er fordert sie auf, entsprechend ihrer Errettung zu leben (wie auch in 
Eph.5,1-2): deshalb eben nicht so zu reden wie solche, die nicht errettet sind.


Was sollen wir stattdessen reden?
<ul>
  <li>Alles, was dem »Wandeln in der Liebe« entspricht (Eph.5,2).</li>
  <li>miteinander reden in Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern (Eph.5,19).</li>
  <li>»auch nicht [...] sondern vielmehr Danksagung« (Eph.5,4 Schlachter 1951) kann übersetzt: 
    »sondern eher Danksagung« oder »sondern mehr, in größerem Umfang Danksagung« (nach Strong 
    3123). Unsere Rede soll von in Worten ausgedrückter Dankbarkeit gegenüber Gott (und 
    Mitmenschen) geprägt sein, und zwar sollen wir allezeit Gott dem Vater für alles im Namen 
    unseres HERRN Jesus Christus Dank sagen (Eph.5,20).</li>
  <li>»Rede nur, was Du auch tun würdest!« bzw. »Man kann nicht in der Rede Gott mit solchen Dingen 
    ehren, deren Ausführung IHN verunehren würde.« (s.o.) verbieten keinen Scherz über sündiges 
    Verhalten, der dieses Verhalten verurteilt statt unkritisch als eigene Einstellung übernimmt. 
    (Das ghilt nur, sofern einer die Freiheit hat, das im Glauben zu tun, denn »Alles aber, was 
    nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.« (Röm.14,23)). Beispiele: Paulus ironisches Reden in 
    2.Kor.11,16-23, das aber einem geistlichen Zweck in seinem Brief dient. Und Gal.5,12, wo Paulus 
    gegen die Beschneidung schreibt: »I wish that those who are unsettling you would castrate 
    themselves!«. Gottes Wort enthält hier also sogar einen Witz über sexuelle Dinge; es kommt eben 
    darauf an, ob wir einen Witz gegen oder mit der Sünde machen.</li>
</ul>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 5:28-Ephesians 5:32;">Epheser 5:28-32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Wir sind Glieder SEINES Leibes« (Eph.5,30) heißt: wir sind von Christi Fleisch.Nach Eph.5,29 
folgt: es wird nie vorkommen, dss Christus uns hasst, sondern er wird uns immer nähren und pflegen. 
Das ist so sicher, wie dass ein Mensch sich um das Wolergehen sienes Köpers sorgt - wir, die 
Gemeide, sind Christi Körper.

Dies gilt ebenso für die Ehe (Eph.5,28-31): Die Frau ist jetzt Teil des Körpers des Mannes, er soll 
sie so selbstverständlich lieben, nqähren und pflegen, mit soviel Einsatz und Hingabe und so 
bedingungslos, wie er für sein eigenes Wohlegehen sorgt.

Eph.5,31-32: Christus hängt an SEINER Gemeinde, wie ein Mann an seiner Frau. Und das trotz all 
unserer Fehler und vielen Sünden. Das heißt wiederum für die Ehe: Die von Gott geforderte Liebe 
eines Mannes zu seiner Frau darf nicht abhängig sein von der Liebenswürdigkeit, Perfektheit oder 
der geistlichen Gesinnung seiner Frau. Auch wenn seine Frau ihm ungehorsam ist und sich ihm nicht 
unterordnet, so wie die Gemeinde oft gegen Christus aufbegehrt, soll qder Mann sie weiter lieben 
wie sich selbst; denn wenn der Körper eines Menschen kank ist, so pflegt und heilt er ihn, statt 
ihn zu hassen. Deshalb fordert die Bibel die Männer auch speziell auf, nicht bitter (unversöhnlich, 
verbittert, enttäuscht) gegenüber seiner Frau zu sein (Kol.3,19).

Siehe zum Thema »Christus zur Gemeinde als Vorbild des Mannes zu seiner Frau« auch zu 1.Petr.5,3-4 
und 1.Petr.3,22 in diesem Kommentar.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 5:23-Ephesians 5:33;">Epheser 5:23-33</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Christus ist das Haupt der Gemeinde, die Gemeinde ist Christus untertan (Eph.5,23-24). Christus 
heiligtund reinigt die Gemeinde als SEINEN Leib (Eph.5,27-28). Die Gemeinde ist der Körper, der 
Leib Christi (Eph.5,30). Was heißt das nun? Christus und die Gemeinde sind nicht mehr zwei, sondern 
eins (Eph.5,31-32), so wie Haupt und Leib eins sind und so wie Mann und Frau eins sind. Wenn Paulus 
sagt »Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.« (Eph.5,30), 
so heißt das doch: wir sind als Gemeindemitglieder ein Teil von Christus selbst geworden!

Die Konsequenz: So wie das Haupt durch den Leib als »Werkzeug« handelt, so handelt Christus durch 
die Gemeinde als »Werkzeug«. Das ist eine genauso selbstverständliche und natürliche Sache! Das 
beantwortet auch die Frage, warum ein so großer Gott durch schwache Menschen auf dieser Erde 
missioniert, statt das selbst in die Hand zu nehmen: nicht weil die Menschen nur durch Menschen 
bekehrt werden könnten und Stimmen vom Himmel nicht ertragen könnten; auch nicht nur deshalb, weil 
dadurch die Christen selbst lernen und ausgebildet werden (wie Petrus, als er das Evangelium 
erstmals Heiden verkündigte, Apg.10,28-29), das gehört zur Heiligung und Reinigung der Gemeinde als 
Leib Christi (Eph.5,25-28); sondern einfach deshalb, weil Christus die Gemeinde (trotz all unserer 
Schwachheiten!) zu SEINEM Leib gemacht hat und nun einfach durch SEINEN Leib handelt. Nirgendwo 
sagt die Bibel, dass diese Beziehung zwischen Leib und Haupt (und weit besser: zwischen Braut und 
Bräutigam) einmal aufgehoben wird - wir werden ewig die sein, durch die Christus handelt! Welch ein 
wunderbares Geschenk unseres Gottes! Das heißt andererseits: als Leib führen wir die Befehle des 
Hauptes, d.i. Christi, aus (Eph.5,23-24), und nicht unsere eigenen Pläne und Vorstellungen. Wir 
sind nicht dazu hier, uns selbst zu verwirklichen, sondern sollen Werkzeug sein in Gottes Hand. Wie 
Christus mit SEINER Kraft durch uns als Werkzeuge handelt, zeigt z.B. Apg.16,18: »Paulus aber, den 
das bemühte, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, von ihr 
auszufahren! Und er fuhr aus zur selben Stunde.«. Diese Ableitungen aus dem Bild von Haupt und Leib 
müssen noch an der Bibel geprüft werden.


Eph.5,29: So wie ein Mensch weiß, was seinem Körper fehlt, so weiß Christus als Haupt auch ganz 
genau, was die Gemeinde braucht (vgl. Mt.6,32: Gott kennt alle unsere Bedürfnisse). Und Christus 
erfüllt auch die Bedürfnisse SEINER Gemeinde, indem ER sie ernährt (Eph.5,29).


Eph.5,31-32: Mann und Frau bilden in der Ehe eine Person, deren Haupt der Mann ist (Eph.5,23) und 
deren Leib die Frau ist (Eph.5,28). Ebenso verhält es sich mit Christus und seiner Braut, der 
Gemeinde. So sind wir nun wie der einzige Sohn Gottes, Christus, Gottes Kinder; in einem anderen, 
aber dem nicht widersprechenden Bild sind wir als Gemeinde die Braut Christi.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 5:33">Epheser 5:33</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was ist hier gemeint: soll die Frau vor dem Mann Angst haben? Nein, denn auch Gott zu fürchten 
(Pred.12,13) meint nicht, Angst vor IHM zu haben: »Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die 
völlige Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht macht Pein; wer sich aber fürchtet, ist nicht 
vollkommen geworden in der Liebe.« (1.Joh.4,18).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 9.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ephesians 6:1-Ephesians 6:3;">Epheser 6:1-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Warum hat Gott dieses Gebot, Vater und Mutter zu ehren, gegeben (vgl. 2.Mo.20,12)? Die Zeugung 
eines Menschen ist Abbild der Erschaffung des Menschen durch Gott (vgl. analoge Formulierungen in 
Gen.5,1-3). Vater und Mutter als seine »Erzeuger« zu ehren, ist damit Abbild davon, Gott als seinen 
Schöpfer zu ehren. Weil Gott will, dass wir IHN als Schöpfer ehren, gibt es auch das Gebot, im Bild 
dazu Vater und Mutter als Erzeuger zu ehren.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Acts 17:26-Acts 17:28;">Apostelgeschichte 17:26-28</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott machte die Menschen, und wollte dass sie die Erde bevölkern (Apg.17,26). Gott gab ihnen 
Freiraum zum Handeln (griech. kairous: »Zeiten«, »Zeitabschnitte«) und Grenzen in diesem Freiraum 
(d.h. ER greift selbst in die Geschichte ein) mit dem Ziel, dass die Menschen nach Gott suchen 
sollten (Apg.17,27). Eine solche »Zeit der Heiden« (vgl. Lk.21,24) vorherzubestimmen muss ein Plan 
Gottes für die Zeit nach dem Sündenfall sein, denn vorher lebten die Menschen ja in Gemeinschaft 
mit Gott und mussten ihn nicht suchen. Eine solche »Vorherbestimmung« schließt eindeutig die 
Freiheit des menschlichen Willens nicht aus, sondern ein: die Menschen können nach eigenem Willen 
Gott in dieser Zeit suchen (Apg.17,27) oder sich von IHM abwenden (Röm.1,21).

Also: Gott hat sich sozusagen seit dem Sündenfall »versteckt gehalten«, eben weil ER keine 
Gemeinschaft mit Sündern haben konnte, war aber nicht ferne von jedem Menschen (Apg.17,27) und 
wollte, dass die Menschen nach IHM suchen, dessen Nähe sie durch den Sündenfall verlassen hatten 
(Apg.17,27). Dazu hat er den Menschen eine begrenzte Zeit zur Verfügung gestellt (Apg.17,26). Diese 
Suche nach Gott und der Gemeinschaft mit IHM war und ist möglich: zwar ist Gottes Gegenwart nicht 
mehr sichtbar, ER offenbart jedem aber SEIN Wesen, SEINE Kraft und Gottheit durch SEIN Werk, die 
Natur (Röm.1,19-20). Dies erkannten die Menschen also auch, aber sie suchten Gottes Nähe nicht, 
sondern wandten sich von IHM ab (Röm.1,16), weshalb Gott zu Recht zornig ist über die Menschen 
(Röm.1,18; 3,9-20).

Gleichzeitig gilt, dass Gott diese »Zeiten der Unwissenheit« übersehen hat und sich nun der ganzen 
Welt in Jesus Christus selbst und sichtbar geoffenbart hat. Ab der Geburt Jesu war Gottes Gegenwart 
wieder unter uns sichtbar (vgl. Joh.1,14)! Die Zeiten (Apg.17,26), in denen die Menschen, tastend
herumtappend, nach Gott suchen sollten, sind jetzt vorbei - jetzt hat Gott sich offenbart und 
gebietet allen Menschen, Buße zu tun und SEIN Evangelium zur Rettung anzunehmen (Apg.17,30).

Gott hat nämlich durch die »Zeit der Heiden« bewiesen, dass kein natürlicher Mensch von sich aus 
nach Gott fragt (Röm.3,11) und auch keiner sich durch Gesetze, wie ER sie den Juden gegeben hat, 
vor IHM wieder rechtfertigen kann (Röm.3,20).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 1:7-II Timothy 1:8;">2. Timotheus 1:7-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott hat uns einen Geist gegeben, der kräftig in uns wirkt - nicht wir tun etwas, sondern Gott 
durch uns. Wir müssen nur SEINEN Geist durch uns wirken lassen, allein das ist unser Anteil: in IHM 
zu bleiben (vgl. Joh.15). Wie bleiben wir in IHM? (Begründung durch Bibelverse?)
<ul>
  <li>Leben der persönlichen Heiligung: Sünde bekennen, diszipliniert leben.</li>
  <li>Gehorsam. Der HERR achtet unseren Willen - wer nicht verändert werden will, den 
    verändert der HERR nicht.</li>
  <li>Gemeinschaft mit IHM, z.B. auch durch Gemeindestunden.</li>
</ul>
Der Effekt des »Bleibens in IHM« ist Frucht (Joh.15,5) und Gebetserhörungen (Joh.15,7).

»So schäme dich nun nicht [...] meiner, der ich sein Gebundener bin« (2.Tim.1,8): wer in dieser Art 
Gott nachfolgen will, wird verfolgt und angefeindet und innerlich und äußerlich angefochten werden. 
Wer für Gott arbeitet, kämpft gegen Satan und wird deshalb Trübsal haben! Wir sollen zu denen 
stehen, die Gott bedingungslos nachfolgen und die deshalb keiner versteht! So sollen Christen, die 
miteinander arbeiten, zueinander stehen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Timothy 1:9">2. Timotheus 1:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»der uns gerettet und mit einem heiligen Ruf berufen hat« (2.Tim.1,9): hier wird die Errettung und 
der Ruf in den Dienst unterschieden. Der Ruf in den Dienst ist »heilig«: nicht ein Ruf an die Front 
in einem menschlichen Heer, sondern eine höchste Berufung, eine Aussonderung für Gott!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 15:2">Johannes 15:2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Jegliches Schoß an mir, das keine Frucht bringt, nimmt er weg« (Joh.15,2) - hier muss entschieden 
werden, ob griech. »airei« tatsächlich mit »wegnehmen« oder, wie es auch möglich ist, mit 
»hochnehmen« übersetzt werden muss. Letzteres würde ein Hochbinden der Rebe als besondere Pflege 
bedeuten, damit sie doch noch Frucht bringt.

»Ein Schoss an Christus, das keine Frucht bringt« (Joh.15,2) ist nach Joh.15,4-5 ein Rebschoss, das 
nicht in Christus als dem Weinstock geblieben ist und deshalb keine Frucht bringt. Von solchen 
Menschen wird gesagt, dass sie wie die unfruchtbaren Reben weggeworfen werden, verdorren, dann 
gesammelt werden und schließlich im Feuer verbrannt werden (Joh.15,6). Aufgrund dieser expliziten 
Erwähnung der Entfernung unfruchtbarer Reben ist hier in Joh.15,2 tatsächlich »wegnehmen« zu 
übersetzen. Joh.15,6 erwähnt ausdrücklich, dass unfruchtbare Reben entfernt und verbrannt wurden - 
damals also gängige Praxis im Weinbau, vielleicht anders als heute.

Die so wörtlich im griechischen verwendete Formulierung »Schoss in mir (griech. »en emoi«), das 
keine Frucht bringt« (Joh.15,2) scheint den späteren Aussagen zu widersprechen, dass nämlich der, 
der in CHristus bleibt (griech. »en emoi«) viel Frucht bringt (Joh.15,5). Es liegt jedoch kein 
Widerspruch vor, sondern es wird dieselbe Formulierung für zwei Arten der Verbindung mit Christus 
gebraucht: ein bloßes Hängen am Weinstock ohne Versorgung durch den Weinstock, woraus natürlich 
keine Frucht entsteht (Joh.15,2); oder eine funktionierende, lebendige Verbindung zum Weinstock mit 
Versorgung durch diesen, woraus Frucht entsteht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 15:4-John 15:6;">Johannes 15:4-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Bleibet in mir, und ich bleibe in euch!« (Joh.15,4): Bleibt ein Christ in Christus, so garantiert 
Christus, in ihm zu bleiben. Beides bildet eine Einheit, es sind keine unabhängig voneinander 
existenten Formen der Beziehung. Begründung: In Joh.15,4 wird das Fruchtbringen vom Bleiben eines 
Jüngers in Christus allein abhängig gemacht, in Joh.15,5 zusätzlich vom Bleiben Christi in ihm. Nur 
wenn beides untrennbar verbunden ist, sind beide Aussagen wahr.

Joh.15,6: Wer ist mit denjenigen gemeint, die keine Frucht bringen? <font 
color="#FF0000">Vermutung: Es geht in Joh.15,2 um Namenschristen, die sich zwar dem Bekenntnis nach 
zu Christus halten, ihn mit ihrem Leben aber verleugnen - solche waren nie in Christus, vgl. von 
den Bäumen »an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen«. Es geht auch um eine Warnung an echte 
Christen, nicht von Christus abzufallen. Es geht nicht um eine Unterscheidung echter Christen in 
solche, die in IHM bleiben, und solche, die das nicht tun, in dem Sinne, dass letzteren jede 
zukünftige Möglichkeit zum Fruchtbringen dann genommen wird (vgl. 1.Kor.3,15).</font>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 15:5">Johannes 15:5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Frucht ist die Frucht des Heiligen Geistes in uns, es sind Veränderungen an unserem Charakter. 
Verkündigung des Wortes und Liebe zu Ungläubigen gehört dazu, jedoch nicht der Effekt dieser 
Mission, nicht die Bekehrung von Menschen! Denn das ist allein Gottes Werk (1.Kor.3,7-8)!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.11.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 15:5-John 15:8;">Johannes 15:5-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR bestätigt hier, dass wir ohne IHN <I>nichts</I> tun können. Wenn wir aber in IHM bleiben
und ER in uns, werden wir in unserem Leben Frucht bringen - d.h. ER wirkt in uns Frucht, wie der
Weinstock in den mit ihm verbundenen Reben Frucht wirkt. Die Verbundenheit mit dem HERRN heißt aber
nicht, dass alles ideal werden wird, zum Beispiel werden die Christen auch weiterhin verfolgt
werden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 15:5">Johannes 15:5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Frucht für Gott im Leben eines Christen (zu Johannes 15) Frucht ist die automatische Folge eines 
Lebens mit Christus: »wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht;«
(Joh.15,5); Fruchtlosigkeit ist die automatisch Folge eines Lebens ohne eine intakte 
Beziehung zu Christus: »getrennt von mir könnt ihr nichts tun.« (Joh.15,5). Damit ist eine 
gesegnete Arbeit in Gottes Reich in erster Linie keine Aktivität oder das Ergebnis eigener 
Anstrengungen, sondern die einfache Auswirkung dessen, »in Christus zu sein«. Was aber ist die
Frucht im Leben eines Christen, von der Jesus in Johannes 15 spricht? Sicher gehört die »Frucht des 
Geistes« dazu (»Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, 
Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.«; Gal.5,22), jedoch wird in Johannes 15 keine 
Einschränkung nur darauf oder nur auf missionarische Arbeit gemacht. Stattdessen sollte allgemeiner 
gefasst werden: Frucht ist stets ein Gewinn für den Weingärtner selbst, nicht für uns; der 
Weingärtner ist der Vater selbst (Joh.15,1) und Frucht in unserem Leben dient SEINER 
Verherrlichung (Joh.15,8: »Dadurch wird mein Vater verherrlicht, daß ihr viel Frucht bringet und 
meine Jünger werdet.«). Alles, was wir in unserem Leben für Gott tun, was IHN erfreut, verherrlicht 
und IHM Gewinn bringt, ist Frucht in unserem Leben. Genauer: Alles, was unser HERR Jesus als der 
Weinstock in unserem Leben wirkt (Joh.15,4-5), also alles wodurch wir IHM ähnlicher werden und IHN 
mit unserem Leben darstellen, das ist die Frucht. Dazu zählt auch, unsere alltägliche Arbeit für 
Gott zu tun, indem wir sie nach SEINEM Willen ohne Murren tun (Phil.2,14), sei es der Abwasch oder 
der Weg zur Arbeit Montag morgens.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="John 15:9-John 15:13;">Johannes 15:9-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibet in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote 
haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und in 
seiner Liebe geblieben bin. [...] Das ist mein Gebot, daß ihr einander liebet, gleichwie ich euch 
geliebt habe. Größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.« 
(Joh.15,9-13). Es scheint, als ob der HERR hier seine Jünger auffordert, so zu handeln (nämlich 
durch Halten SEINER Gebote, d.i. das Gebot der Liebe untereinander nach dem Vorbild der Liebe 
Christi zu uns), dass sie (wir) weiterhin von IHM geliebt werden. »bleibet in meiner Liebe« ist 
damit nicht »liebt, wie ich liebe«, sondern »lebt so, dass ich euch weiterhin liebe«.


</P>
