<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.10.1998</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Kings 2:1-I Kings 2:6;">1. Könige 2:1-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zusammenfassung zur Gemeindestunde vom 18.10.1998


Weitere Referenztexte zu diesem Kommentar: 1.Könige 3,1.5-14; 1.Könige 5,28a; 2.Chronik 7,1-2.


Thema dieser Texte ist ein Neuanfang: 1.Könige 2,1-6 beschreibt, dass David kurz vor seinem Tod
die Verantwortung an Salomo übertrug. Dieser stand nun vor einem großen Berg von Aufgaben: Es
mussten noch Angelegenheiten mit Joab und Schimi erledigt werden und außerdem musste der Tempel
gebaut werden. Als er dann beim HERRN einen Wunsch frei hatte, wünschte er sich Gehorsam und
Weisheit bei seiner Aufgabe, der Regierung.

Dass Salomo nichts für sich selbst wünschte, sondern seiner gottgegebenen Aufgabe höhere
Priorität einräumte, war gut in den Augen des HERRN. Deshalb erfüllte Gott auch seine persönlichen
Bedürfnisse. Dies ist eine gute Illustration der der Aussage Jesu im Neuen Testament »Trachtet
aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles
hinzugelegt werden.« (Mt.6,33). Auch wir müssen Gott erste Priorität einräumen,  dann kommen wir
auch im Glauben weiter und müssen nicht immer wieder von vorne anfangen. Praktisch bedeutet das,
dass wir Gott den ganzen Zehnten geben: von Geld, Zeit und Einsatz.  Wenn wir pro Woche ca. 17
Stunden für IHN einsetzen und ihm so treu bleiben, dann müssen wir im Glauben nicht immer von vorne
anfangen.

(Diese Treue kann ein Mensch nicht erbringen, das wäre Werkgerechtigkeit. Wir müssen uns vom
Heiligen Geist dazu befähigen lassen, Gott die erste Priorität einzuräumen und das auch praktisch
in der Gabe des Zehnten zu leben.) Wir sollen ausführen, was Gottes Auftrag ist, nämlich
-allgemein- der Missionsauftrag.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.4.1999; 20.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 1:1-Daniel 1:21;">Daniel 1:1-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Namen, die der Fürst <font color=#FF0000>(bedeutet dies "der Erste"?)</font> der Eunuchen Daniel
und seinen Freunden gab, sind lautlich den ursprünglichen Namen ähnlich und scheinen wie die
chaldäische Aussprache oder Verwendung der ursprünglichen Namen:


<TABLE>
   <TR>
      <TH align=left>hebräisch</TH>
      <TH align=left>chaldäisch</TH>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Daniel</TD>
      <TD>Beltsazar</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Hananiah</TD>
      <TD>Shadrach</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Mishael</TD>
      <TD>Meshach</TD>
   </TR>
   <TR>
      <TD>Azariah</TD>
      <TD>Abednego</TD>
</TABLE>

Daniel beschloss, im Herzen festzustehen und sich nicht am Tisch des Königs zu verunreinigen. Das
impliziert, dass dies andere Weggeführte aus den Juden jedoch taten (vgl. Dan.1,13).

Der HERR gab Gelingen zu diesem Vorhaben Daniels, indem er Daniel die Gunst des Fürsten der
Eunuchen schenkte. Auch uns kann der HERR Gelingen zu aussichtslosen Vorhaben schenken (auch
solche, die man sich selbst vorgenommen hat - vgl. Daniels Vorgehen!), wenn ER will.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 22.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 2:1-Daniel 2:30;">Daniel 2:1-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wahrsagepriester, Beschwörer, Zauberer und Sterndeuter mussten erkennen, dass sie keine Gedanken
lesen können. Daniel hingegen wurden die Gedanken Nebukadnezars durch Gott offenbart. Anscheinend
kann der Teufel selbst nicht die Gedanken der Menschen lesen, denn dieser stand ja hinter der
Weisheit von Nebukadnezars Wahrsagepriestern, Beschwörern, Zauberern und Sterndeutern - hingegen
zeigte der HERR, dass ER imstande ist, Gedanken zu lesen, dass IHM alles offenbar ist:
»Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versuchet ihr mich, Heuchler?« (Mt.22,18).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 2:31-Daniel 2:49;">Daniel 2:31-49</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott selbst gab dem König Nebukadnezar die Macht, die dieser besaß (Dan.2,37). Gilt das für alle
Herrscher, dass sie von Gott eingesetzt wurden? Ist deshalb die Lehre vom "Gottesgnadentum"
biblisch richtig und begründet?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 3:1-Daniel 3:30;">Daniel 3:1-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Oberbeamten Babels verehrten etwas, das von Menschenhand (nämlich im Auftrag Nebukadnezars)
gemacht worden war. Vorher war das Bild ein Klumpen Gold gewesen, jetzt eine Statue. Vorher hätte
niemand Metall angebetet - und obwohl sich nur die Form von einem Klumpen zu einer (leblosen)
Statue änderte, beteten die Oberbeamten Babels das Bild auf Befehl Nebukadnezars an. Es ist eine
offensichtliche Torheit, solch Menschenwerk (Metall!) anzubeten, der lebendige Gott bezeichnet es
als Götzendienst.

Der HERR lehnt Götzendienst ab: ihm allein sollen wir dienen (»Du sollst keine anderen Götter
haben neben mir. Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbildungen dessen, was oben
im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich vor
ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen.« (2.Mo.20,3-5a)). Weil Daniels Freunde nach des
HERRN Willen handelten, konnten sie sich sicher sein, dass der HERR sie aus dem brennenden Ofen und
aus der Hand des Königs erretten werde (Dan.3,17). Daniels Freunde wurden nicht enttäuscht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 26.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 4:1-Daniel 4:37;">Daniel 4:1-4:37</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
<font color=#0000FF>Text in ELB: Daniel 3,31-4,34</font>

Nebukadnezars Erniedrigung sollte zeigen wurde gegeben, "damit die Lebenden erkennen, dass der
Höchste  Macht hat über das Königtum der Menschen und es verleiht, wem er will, und den Niedrigsten
der Menschen darüber einsetzt." (Dan.4,14b). Auch Nebukadnezar, der König selbst, sollte erkennen,
dass der Höchste über das Königtum der Menschen herrscht und es verleiht, wem er will (Dan.4,22.29).
Er sollte erkennen, dass sein Hochmut falsch ist (»Ist das nicht das große Babel, das ich durch
die Stärke meiner Macht und zur Ehre meiner Herrlichkeit zum königlichen Wohnsitz erbaut habe?«
(Dan.4,27b); zu diesem Ausspruch wurde Nebukadnezar verleitet, als ihm langweilig war - Langeweile
ist gefährlich, weil man dann auf dumme und sündige Gedanken kommt, vgl. David, als er die Bathseba
sah). Nebukadnezar erkannte, dass er erniedrigt wurde, als er »in Stolz [...] [einherging]«
(Dan.4,34).

Auch wir müssen erkennen, dass alles aus seiner Hand kommt - wenn wir meinen, etwas selbst
erreicht zu haben (wie Nebukadnezar von Babel dachte), so hat in Wirklichkeit der HERR alles
gegeben, er hat uns da eingesetzt, wo wir sind. Stolz entspricht nicht der Realität (der HERR
herrscht und gibt alles!), Stolz gibt nicht IHM die Ehre. Der HERR muss Stolz züchtigen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.4.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 5:1-Daniel 5:30;">Daniel 5:1-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(Belsazar war der Sohn Nebukadnezars, vgl. Dan.5,18)

Dan.5,23a zählt die Tat, die Belsazar in berauschtem Zustand (Dan.5,2: »unter dem Einfluss
(w. Befehl) des Weins«) beging, in der Liste der Schuld Belsazars auf - ein Mensch ist also auch
für das verantwortlich, was er in berauschtem Zustand tut (vgl. »Und berauschet euch nicht mit
Wein, in welchem Ausschweifung ist, sondern werdet mit dem Geiste erfüllt« (Eph.5,18)).

Noch die letzte Amtshandlung des Königs Belsazar vor seinem Tod war falsch: er ehrte Daniel, statt
die Ehre dem lebendigen Gott zu geben (Dan.5,23.29).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.5.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 6:1-Daniel 6:28;">Daniel 6:1-28</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
König Darius ließ das Schriftstück ausfertigen, was er später bereute (V.15: "Da missfiel es dem
König, als er die Sache hörte, sehr, und er sann darauf, Daniel zu retten") - vermutlich fühlte er
sich durch dieses Gesetz, das 30 Tage lang nur Bitten an ihn erlaubte, geschmeichelt und ließ
deshalb das Gesetz ausfertigen, fiel in den Hinterhalt seiner Regierungsbeamten.

Gott will, dass wir IHN ehren, nicht uns selbst - wie kurzsichtig solche Handlungen oft sind, die
die eigene Person in den Mittelpunkt stellen, zeigt diese Geschichte mit Darius.

Daniel betete nach seiner Gewohnheit zu Gott und wusste, dass er damit gegen das Gebot des Königs
verstieß und in die Löwengrube geworfen werden würde. Der HERR bestätigte die Richtigkeit dieses
Verhaltens, indem ER Daniel aus der Löwengrube errettete; "Man muss Gott mehr gehorchen als
Menschen" (Apg.5,29): Die Liebe zu Gott verbat es Daniel, eine höhere Autorität zu akzeptieren als
IHN und die gebotene Liebe zu Gott machte Daniels Gebet notwendig.

Christen sollen der staatlichen Gewalt gehorchen, aber Gott noch mehr. Deshalb ist Ungehorsam
gegenüber dem Staat / gegenüber Menschen recht vor dem HERRN, wenn es der Gehorsam gegenüber Gott
erfordert, z.B. beim Schmuggel von Bibeln in ein für Gottes Wort verschlossenes Land.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.5.1999; 4.5.1999; 6.5.1999; 13.5.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 7:1-Daniel 7:28;">Daniel 7:1-28</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Gesicht von den vier Tieren


Aus <a href="#footnote_1">[1]</a>

Zur Zeit Belsazars wurde Daniel eine weitere Offenbarung Gottes zuteil: "Ich, Daniel, sah ein
Gesicht in der Nacht, und siehe [...] vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes
anderes als das andere" (Dan.7,2.3). Einige Verse später werden die vier Tiere durch die Schrift
identifiziert: "Diese vier großen Tiere sind vier Reiche, so auf Erden kommen werden." (Dan.7,17) - 
nämlich die vier Weltreiche Babel [606-536 v.Chr.], Medo-Persien [526-333 v.Chr.],
Griechenland [333-31 v.Chr.] und Rom [ab 31 v.Chr.], deren Kommen schon Jahrzehnte zuvor 
Nebukadnezar im Traum gesehen hatte.

Das Gesicht in Daniel 7 beschreibt keine normalen Tiere, sondern Bestien; die vier Reiche, die mit
diesen Tieren assoziiert sind, werden also einen tierischen, raubtierhaften Charakter besitzen.
Dies ist die Kernaussage dieser Prophetie Daniels: Während der Traum Nebukadnezars (Daniel 2) die
vier Weltreiche in ihrem äußeren, irdischen Glanz beschreibt, offenbart das Gesicht von den vier
Tieren (Daniel 7) ihren wirklichen, dämonischen Charakter. Es waren Reiche ohne, gegen und an
Stelle von Gott.

Der Satz »Der Mensch ohne Gott wird zum Tier« bringt Daniels Aussage auf den Punkt.


Aus <a href="#footnote_2">[2]</a>

Arno Gaebelein (1861-1945; Exeget und Mitherausgeber der Scofield Bibel) kommentiert das Gesicht
von den vier Tieren wie folgt <a href="#footnote_3">[3]</a> (S.73-76): "Das Gold im Traumbild
[Nebukadnezars] und das erste Tier verkörpern das babylonische Reich. Zu Beginn war es ein Löwe mit
Flügeln, die aber ausgerissen wurden. Es verlor seine Stärke, und obwohl es das Herz eines Menschen
hatte, war es dennoch ein Tier [...].

Der Bär steht für das medopersische Reich. Eine Seite ist aufgerichtet, weil das persische Element
stärker als das medische war. Der Bär hatte drei Rippen in seinem Maul, weil Susiana, Lydien und
Kleinasien durch dieses Reich erobert wurden [...].

Der Leopard (bzw. Panther) mit vier Flügeln und vier Köpfen ist das Bild des
griechisch-mazedonischen Reichs, das den Schenkeln aus Eisen im Traumbild Nebukadnezars entspricht.
Die vier Flügel beinhalten seine Schnelligkeit, die vier Köpfe die Teilung dieses Imperiums in die
Reiche Syrien, Ägypten, Mazedonien und Kleinasien [...] wir machen auf die Tatsache aufmerksam, dass
Gott uns in der Auswahl der Tiere als Vertreter dieser Weltmächte, die in den Zeiten der Nationen
als Tyrannen herrschen, mitteilt, dass ihre sittliche Wesensart abscheulich ist: Der Löwe
verschlingt seine Beute, der Bär zertritt sie, der Leopard fällt darüber her.

[...] dann finden wir als viertes Weltreich das eiserne, Rom. Es wird so wie keines der anderen
beschrieben: Es ist schrecklich, furchtbar sowie sehr stark und hat große eiserne Zähne. Es frisst
und zermalmt und zertritt alles. Es hat zehn Hörner, zwischen denen ein kleines Horn emporsteigt,
das Augen wie Menschenaugen und einen Mund hat, der große Dinge redet."


Es gibt gute Gründe, wie Gaebelein anzunehmen, dass das vierte Tier ein widererstarktes römisches
Reich versinnbildlicht (vgl. Dan.2; Dan.9; Offb.13,1), ein vereinigtes und stark gewordenes
Europa, als Erbe der Grenzen und Kultur Roms. Andere Exegeten beziehen das vierte Tier eher auf
einen weltweiten Machtkomplex mit Sitz in Rom, denn (der Amerikaner Arnold Fruchtenbaum:) eine auf
Europa begrenzte Sicht vernachlässige den amerikanischen Kontinent.

Das griechische Weltreich aus Daniel 7, das zur Zeit des Neuen Testaments schon nicht mehr
existierte, symbolisierte die Weisheit und den Unglauben der  Menschen, Rom dagegen war furchtbar
und schreckenserregend. All diese weltlichen Reiche sind keine Vorbilder für Christen - deshalb
sollte die Beschäftigung damit (lateinische und griechische Kultur, Renaissance und Humanismus)
aus unserem Bildungssystem gestrichen werden.

-----------------------------------------------
<OL>
 
<LI>
<a name="footnote_1">Joachim Langhammer: "Was wird aus dieser Welt? - Erläuterungen zum Heilsplan
Gottes"; Verlag der Evangeliums-Mission Bad Salzuflen; Verlag und Schriftenmission der evangelischen
Gesellschaft für Deutschland, Wuppertal; ISBN 3-87857-286-7; Copyright 1998 by Joachim Langhammer; 
ab S.108</a></LI>
 
<LI>
<a name="footnote_2">Zeitschrift "factum Nr.2 Februar 1999", S.36u.</a></LI>
 
<LI>
<a name="footnote_3">"The Prophet Daniel" von Arno C. Gaebelein, zit. in "Bibel und Zukunft"
J.Dwight Pentecoast, Dillenburg, 1993.</a></LI>
 
</OL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.5.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 9:4">Daniel 9:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Ach Herr, du großer und furchtbarer Gott, der Bund und Güte denen bewahrt, die ihn
lieben und seine Gebote halten!" (Dan.9,4b) Auch schon im AT wird das Halten der Gebote mit Liebe
zum HERRN verknüpft; vgl. im NT "Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich
liebt." (Joh.14,21a).

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.5.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 9:18">Daniel 9:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
"Denn nicht aufgrund unserer Gerechtigkeiten legen wir unser Flehen vor dich hin, sondern aufgrund
deiner vielen Erbarmungen." (Dan.9,18b) Gott erfüllt Bitten aus Gnade, nicht als Gegenleistung für
Gerechtigkeit der Menschen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.5.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 10:1-Daniel 12:13;">Daniel 10:1-12:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nach 1.Mo.6,1-4 lebten vor der Sintflut Tyrannen (hebr. Nephilim) auf der Erde, die geboren wurden,
als »als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen« (1.Mo.6,4). In dieser Zeit vor
der Sintflut waren die Menschen also so dämonisiert, dass Dämonen in leiblicher Weise mit Frauen zu
tun haben konnten (»Nephilim« bedeutet »Fehlgeburt, Falschgeburt, übernatürlich / unnatürlich
geborene«). Abgesehen von Noah und seiner Familie, die Gnade fanden vor dem HERRN (1.Mo.6,8) und
durch die Arche bewahrt wurden, ging diese gesamte dämonisierte Menschheit unter.

Die griechische Sagenwelt z.B. ist voller Berichte über die Zeugung von Halbgöttern durch »Götter«
und Frauen (vgl. 1.Mo.6,4). Damit ist die Religion des griechischen und römischen Reichs reiner
Götzenkult und Dämonenverehrung. Und so etwas ist »humanistisches Bildungsgut« im deutschen
Schulsystem!

-----------------------------------------------

<B>[Quelle:]</B> Joachim Langhammer: "Was wird aus dieser Welt?" ISBN 3-87857-286-7, S.126ff.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.2.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Kings 13:10-II Kings 13:25;">2. Könige 13:10-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(aus einer Vorbereitung einer BibelArbeit im Jugendkreis Rehe am 25.2.2000)<BR>
(vgl. zu diesem Text 2.Kö.2,1-18)


<b><h4>Unterteilung in zeitlich zusammenhängende, inhaltliche Abschnitte</h4></b>
<OL>

<LI>
2.Kö.13,10-13: Die Regierung Joas' von Israel im Überblick [798-782/1 v.Chr.].</LI>

<OL>

<LI>
2.Kö.13,10: »Im siebenunddreißigsten Jahre des Königs Joas [835-796 v.Chr.] von Juda ward
Joas [798-782/1 v.Chr.], der Sohn des Joahas [814/3-798 v.Chr., König Israels], König über Israel zu
Samaria, und regierte sechzehn Jahre lang.«</LI>

<LI>
2.Kö.13,11: »Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, und ließ nicht ab von allen Sünden,
zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte, sondern wandelte darin.« Über Jerobeam:
Weil Salomo im Alter anderen Göttern nachging, wollte der HERR seinem Sohn nur einen Stamm in
Israel lassen (Juda), über den Rest sollte Jerobeam König werden (1.Kö.11,35.37). Auch dieser
hatte die Verheißung, dass Gott mit ihm sei, wenn er auf Gottes Wegen wandelte (1.Kö.11,38); seit
seiner Zeit war Israel in zwei Königreiche gespalten.</LI>

<LI>
2.Kö.13,13: Jerobeam II. regierte von 782/1-753</LI>
</OL>

<LI>
2.Kö.13,14-21: Elisas letzte Zeit und Tod in der Regierungszeit Joas' von Israel</LI>

<LI>
2.Kö.13,21-25: Israels Situation gegenüber Aram zur Zeit Joahas [814/3-798 v.Chr.] und seines
Sohnes Joas' [798-782/1 v.Chr.].</LI>

</OL>


<b><h4>Elisa starb an einer Krankheit! Was sagt das uns?</h4></b>
<p>
Eine Krankheit war für einen Mann Gottes früher sicher kein heroisches oder ehrenvolles Ende - im
Gegensatz zum Tod Simsons (Ri.16,30), dem Ende Elias (2.Kö.2,11), dem Ende Henochs (1.Mo.5,24), dem
Tod Abrahams (1.Mo.25,8). Wieder ist Elisa hier ein Vorbild für uneren Herrn Jesus, dessen
Kreuzestod noch weit schmachvoller war. Und auch das Wunder nach Elisas Tod (2.Kö.13,21) deutet auf
Jesus Christus hin: Durch SEINEN Tod (Kol.1,21.22) können wir leben.</p>
<p>
Aber auch andere Männer Gottes starben einen schmachvollen Tod: Petrus (Joh.21,18.19), Stephanus
(Apg.7,59), zwei ungehorsame Propheten im AT, die von Löwen zerissen wurden usw. Allerdings ist
Elisa der einzige alttestamentnliche, gehorsame Diener Gottes gewesen, der eines schmachvollen
Todes starb, als Vor-bild für Jesus - eine Ausnahme. Im NT verhält sich dies anders: weil Jesus
selbst schmachvoll starb, ist ein schmachvoller Tod für einen Diener Gottes jetzt die Erlaubnis,
mit Jesus mitzuleiden und so Gott zu verherrlichen (Joh.21,19).</p>
<p>
Elisa begehrte im Gegensatz zu Hiskia nicht gegen die Krankheit auf (wie auch Jesus nict
aufbegehrte), sondern nahm sie als Gottes Willen an. Und dieser ist immer besser als unser
eigener: Hiskias Sohn Manasse, den er in seinen zusätzlich geschenkten Jahren zeugte, war ein
schlechter König über Israel (2.Chron.33,1).</p>


<b><h4>Parallelen und Unterschiede zwischen 2.Kö.13,10-25 und 2.Kö.2,1-18? Lehren daraus?</h4></b>
<p>
Die beiden identischen Sätze »Mein Vater! Mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter!«
(2.Kö.2,12; 13,14) drücken beide das Bedauern eines bevorstehenden Abschiedes einer wertvollen
Person aus, einer Person, die für das weitere Schicksal Israels als unerlässlich gedacht wurde. In
ersterem Fall verließ Elia seinen Schüler und Nachfolger Elisa, in letzterem Fall aber war Joas,
der König von Israel, nicht Elisas Nachfolger oder Schüler, sondern »er tat, was böse war in den
Augen Jehovas; er wich nicht von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte: er wandelte darin.« (2.Kö.13,11). Für Elisa wird ein Nachfolger nicht
explizit genannt, doch war es Joas, der den sterbenden Elisa in Ehren hielt und ihm Wertschätzung
entgegenbrachte - vielleicht verwandte er bewusst Elisas eigene Worte? Und selbst Joas, dem Elisa
vor seinem Tod Segen mitgeben wollte (weshalb Joas auch zu Elisa gekommen war), nahm diesen Segen
nicht an, indem er das Zeichen verachtete (2.Kö.13,18). Aus diesem Grund wurde Syrien nur dreimal
geschlagen (2.Kö.13,25) und nicht bis zur Vernichtung.</p>


<b><h4>Israel und Syrien zur Zeit des Joahas und Joas; Gottes Gericht und Erbarmen</h4></b>
<p>
2.Kö.13,3: »Da entbrannte der Zorn Jehovas wider Israel; und er gab sie in die Hand Hasaels, des
Königs von Syrien, und in die Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaels, alle Tage hindurch.«
2.Kö.13,22: »Und Hasael, der König von Syrien, bedrückte Israel alle Tage des Joahas.«</p>
<p>
Dies war die Erfüllung einer Prophezeihung, die Israel Gericht durch Hasael ansagte
(1.Kö.19,17.18) wegen Israels Götzendienst.</p>
<p>
2.Kö.13,4-6: Obwohl Israel nicht von seinem Götzendienst umgekehrt war, erhörte der HERR das
Flehen des Königs von Israel (der kein gottesfürchtiger König war!!; 2.Kö.13,2) und mäßigte den
Druck, den Hasael auf Israel ausübte (Israel kam frei; die eroberten Städte Israels blieben aber
weiter besetzt, und Hasael hatte sehr viel vom Heer Israels geschlagen; 2.Kö.13,7).</p>
<p>
Warum erhörte der HERR das Flehen Joahas (der so zeigte, dass er sehr wohl wusste, wer helfen konnte
und wem er eigentlich zu gehorchen hatte; er war nicht unwissend, sondern handelte bewusst durch
den Götzendienst gegen den HERRN)?</p>
<UL>
<LI>
er sah Israels Bedrängnis (2.Kö.13,4) und hatte Erbarmen</LI>

<LI>
statt durch Gericht wollte er jetzt durch Hilfe in der Not SEIN Volk zu sich umkehren, wie
2.Kö.13,6 zeigt »Dennoch wichen sie nicht von den Sünden ...«. Aber auch so kehrte Israel sich
nicht zu Gott zurück.</LI>

<LI>
ER stand treu zu seinem Bund mit Abraham, Isaak und Jakob (2.Kö.13,23), denn (2.Mo.34,7): »der
Güte bewahrt auf Tausende hin«.</LI>

</UL>


<b><h4>Was zeigt und lehrt das von unserem Gott?</h4></b>
<p>
Gottes Zorn will nicht alle SEINE Feinde zernichten (»er wollte sie nicht verderben«, 2.Kö.13,23),
sondern »er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Güte, und lässt sich des Übels
gereuen« (Joel 2,13). Weiteres Beispiel: Gottes Verhalten gegenüber Ninive. Hier aber ließ sich
Gott des Übels gereuen, selbst ohne dass Israel umgekehrt wäre wie Ninive! Gott ist gütig, selbst
gegen seine Feinde.</p>
<p>
Des HERRN Erbarmen geht über alles andere, was ER tut (Ps.145,9), ER vergibt Ungerechtigkeit
(Micha 7,18). Der HERR hat Gefallen an Güte (Micha 7,18) und nicht an Gericht, sonst müsste er sich
nicht des Übels gereuen lassen (Jona 4,2). ER kann aber auch nicht den Schuldigen für schuldlos
halten (2.Mo.34,7), denn ER ist auch gerecht und hasst das Böse. Ein gerechter Gott, der Gefallen
hat an Güte und nicht an Gericht! - wir machen unserem Gott Arbeit, wenn wir sündigen, denn was
soll Gott tun? Er ist gütig und will uns zur Umkehr zu IHM bewegen, aber er straft und richtet
nicht gerne, und doch ist er gerecht und kann Sünde nicht einfach ungeschehen sein lassen. Die
einzige Lösung war, dass ER selbst für unsere Sünden sühnte, so konnte ER zugleich unendlich gütig
gegen uns sein und doch auch gerecht. Was haben wir unserem Gott Arbeit gemacht, dass ER für uns
gestorben ist, um unsere Sünden zu sühnen!</p>
<p>
Dieses Angebot der Errettung durch Jesus ist ganz analog dem Verhalten Gottes hier, wie auch unser
Fehlverhalten Israels Sünden entspricht, wir sind nich besser gewesen: auch ohne dass sich Israel zu
IHM wandte (auch ohne dass wir zu Gott umkehrten) erbarmte ER sich SEINES Volkes (gab ER sich
selbst, um unsere Sünden zu vergeben) - Gott ist unverdient gütig.. Allein durch Gottes Güte und
Erbarmen haben wir die Möglichkeit, von unseren Sünden loszukommen.</p>


<b><h4>Wie stand Joas von Israel zu Gott?</h4></b>
<b><h4>Was sind die in 2.Kö.13,12 erwähnten Taten des Joas?</h4></b>
<p>
Amazja von Juda tat, was Recht war vor Gott, aber nicht mit ungeteiltem Herzen (2.Chron.25,2).
Sein Fehler war, dass er sich die Götzen der Edomiter, die er besiegt hatte, aufstellte; deshalb
gab ihn Gott preis im Kampfe mit Israel (2.Chron.25,20) - über Israel war zu dieser Zeit Joas
König.</p>


<b><h4>Was lernen wir für unser Leben aus diesem Bibeltext?</h4></b>
<p>
Wir lernen können etwas durch gute und schlechte Vorbilder lernen.</p>
<UL>

<LI>
Elisa kann uns gutes Vorbild sein, denn er lehnte sich nicht gegen den Willen Gottes auf
(seine Krankheit), auch wenn er ihn nicht verstand.</LI>

<LI>
Joas von Israel kann uns schlechtes Vorbild sein, wie er das Zeichen Elisas durch den HERRN
verachtete und so die Errettung durch Gott nicht ganz annahm. Elisa war zornig über ihn, weil er die
Gabe Gottes nicht angenommen hatte. Wir wollen das dankbar annehmen, was Gott uns gibt. Wenn ER uns
gnädig is und unverdien halfen möchte, wer sind wir oder was haben wir, um SEINE Gnade abzulehnen?
So wollen wir Gottes unverdiente Gnade (zuerst die Errettung, dann aber auch alles Schöne in
unserem Leben) annehmen.</LI>

<LI>
Joas kann uns gutes Vorbild sein, wie er den Mann Gottes in Ehren hielt und ihn auf dessen
Sterbebett besuchte. Das gereichte ihm zum eigenen Vorteil, und es wird auch unser eigener
geistlicher Vorteil sein.</LI>
</UL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> ab 5.12.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Kings 6:1-II Kings 6:7;">2. Könige 6:1-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(aus der Predigt in der Gemeinde Rehe am 15.10.2000. Referent: Michael Link)<BR>


Diese Geschichte illustriert die Arbeit für das Reich Gottes. Aufgrund einer von Gott geschenkten
Vision wollen die Prophetenschüler größere Wohnungen bauen (schön, wenn Gott einem einen Blick
dafür schenkt, dass noch Erweiterung und Wachstum in der Gemeinde möglich ist). Sie fragen, bevor
sie ans Werk gehen wollen, jedoch den Mann Gottes um Erlaubnis (V.1-2) und somit nach dem Willen
Gottes. Und sie wollen, dass ihr Herr mitgeht zu diesem Werk. Für uns heißt das: »Getrennt von mir
könnt ihr nichts tun« (Joh.15,5) - zwar hat jeder von Gott auch natürliche Gaben bekommen, aber
darauf als auf seine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen wird keine Frucht in der Arbeit für Gottes
Reich bringen. Vielleicht konnten wir schon immer gut reden oder singen, aber ohne dass
der HERR diesem Dienst durch SEINE Kraft Wirkung bei anderen verleiht, können wir für SEIN
Reich nichts ausrichten, können wir anderen nicht klarmachen, dass sie errettet werden müssen.
Es ist notwenig, dass wir alle unsere Gaben, auch die natürlichen, Gott zur Verfügung stellen
bitten »Wirke Du durch mich«, ihn unsere Gaben gebrauchen lassen statt das selbst zu tun. Dann
kann und will der HERR auch unsere natürlichen Gaben zu SEINER Ehre einsetzen.


<B>V.5-6:</B> Auch uns passiert es, dass wir irgendwann merken, dass unsere Arbeit keine Wirkung
mehr hat für SEIN Reich. Und wir müssen uns daran erinnern, dass alle unsere Gaben geliehen sind,
uns vom HERRN gegeben wurden, damit wir in der Arbeit für IHN IHM so danken können, dass ER uns vom
Verlorensein gerettet hat. »Wohin ist es gefallen?« (V.6): Woran liegt es, wenn Arbeit für SEIN
Reich ohne Wirkung bleibt, vielleicht nur aus Gewohnheit oder Pflichtgefühl ausgeführt wird? Der
HERR wird uns zeigen, wo wir von SEINEM Weg abgewichen sind, z.B. Sünde in unserem Leben dulden,
wenn wir IHN danach fragen. Dann muss Buße unter dem Kreuz geschehen, und dann kann der HERR uns
auch wieder in SEINEM Weinberg gebrauchen.


(aus der Vorbereitung einer Bibelarbeit im Jugendkreis Rehe am 7.1.2000)<BR>


<b><h4>Frage: Was lehrt Gottes Wort in 2.Kö.6 (Erkenntnis innerbiblischer Lehren und Anwendung im
Leben eines Menschen)?</h4></b>
<OL>

<LI>
Elisa war über 60 Jahre der »Prophet in Israel« (892-832 v.Chr.) und kann daher als Vorbild für das 
Leben eines Mannes Gottes für uns gelten. Was am Verhalten Elisas in 2.Kö.6 ist im speziellen vor-
bildhaft für uns?</LI>

<LI>
Das Kapitel 2.Kö.6 erzählt Episoden aus dem Leben Elisas, ohne durch Prophezeihungen Bezug auf 
eine weit entfernte Zukunft zu nehmen.</LI>

</OL>

<b><h4>Behandlung der biblischen Beziehung zwischen Knecht und Herrn; biblische Prinzipien der
Leitung</h4></b>
<p>
Die Prophetenschüler ergriffen die Initiative, etwas zu tun. Dass Elisa das akzeptierte,
dazu sogar  selbst seinen Wohnsitz wechselte, zeigt, dass Knechte (2.Kö.6,3) nach biblischen
Maßstäben die  Freiheit zum Handeln in Eigeninitiative haben (vgl. Gemeinde, Ehe, der einzelne
Gläubige zu IHM).  Es ist durch Gott nicht jeder Schritt in unserem Leben festgelegt!</p>

<p>
2.Kö.6,1-7: Die Prophetenschüler wollten sich am Jordan (d.h., entfernt vom Wohnort ihres
Lehrers)  Wohnungen bauen. Elisa war bereit, seine Schüler loszulassen (»Geht hin!«, 2.Kö.6,3),
wiewohl er  wusste, dass Schüler am besten bei ihrem Lehrer aufgehoben sind - vorbildlich für uns:
wir wollen  niemanden gegen seinen Willen zu seinem Glück zwingen, selbst wenn wir die Autorität
dazu haben,  wir müssen die Willensfreiheit des Menschen respektieren. Ebenso handelt nämlich auch
Gott: er  zwingt keinen Menschen zur Errettung (Bibelstelle: Gleichnis vom verlorenen Sohn; Gott
ließ Israels  Königen die Freiheit, sich für die Sünde zu entscheiden), sondern respektiert deren
Willensentsc- heidung (vgl. auch nach diesem Vorbild unseres HERRN christliche Prinzipien der
Führung in  Gemeinde und - als deren Bild - Ehe). Gott fordert Gehorsam, zwingt jedoch nicht dazu,
so dass es  keine andere Möglichkeit mehr gäbe.</p>

<p>
2.Kö.6,3: »Es sprach aber einer: Tu uns doch den Gefallen und komm mit deinen Knechten!« Das 
rechte Verhalten der Schüler zu ihrem Herrn ist: die Freiheit, die sie haben, sich für oder gegen 
die 
Nachfolge zu entscheiden, dazu zu nutzen sich aktiv um die Nähe ihres Herrn zu bemühen. So gibt 
auch ER uns immer die Freiheit, uns auch gegen IHN zu entscheiden. Diese Freiheit richtig zu 
nutzen, ist, uns aktiv für IHN zu entscheiden, SEINE Nähe zu suchen, wie die Schüler des Elisa die 
Nähe zu ihrem Lehrer suchten.</p>

<p>
Elisa gab seinen Schülern die Freiheit, richtig zu handeln; das setzt aber auch immer die
Freiheit und  Möglichkeit, falsch zu handeln voraus. Warum besitzen wir diese Freiheit, richtig zu
handeln? - Weil  wir nur, wenn wir Gott aus freien Stücken dienen (nicht unter Zwang), wir Lohn
bekommen werden  (1.Kor.9,16.17). Und weil wir - wenn wir nicht falsch handeln können - auch nicht
unsere Liebe zu  IHM zeigen können. Ist das auch der Grund dafür, dass es im Garten Eden eine
Möglichkeit gab,  falsch zu handeln? Und dass auch die Engel die Möglichkeit besitzen, falsch zu
handeln (vgl. Luzifer)?</p>

<p>
Elisa akzeptierte die Entscheidung seiner Knechte, richtig zu handeln, auch wenn das für ihn
selbst  Unannehmlichkeiten bedeutete (Wohnsitzwechsel). So ist der HERR auch bereit, mit uns auf
unserem  Weg zu gehen, solange wir etwas mit IHM tun wollen, uns also in unserer Freiheit für IHN
entscheiden - was immer das konkret ist. (Vgl. erhörliches Beten, wenn die Bitte nicht auf
fleischliches  gerichtet ist).</p>

<p>
(nach biblischen Maßstäben:) Wenn ein Knecht etwas aus Eigeninitiative tut und sein Herr geht
mit  ihm, so wird der Herr sich so hinter das stellen, was sein Knecht tut, dass er ihn sogar
tatkräftig unterstützt (Elisa tat ein Wunder, damit der Knecht den geliehenen Axtkopf
wiederbekam). Dazu ist von  der Seite des Knechtes aber folgendes notwendig: sich an seinen Herrn
zu wenden, seine Bitte zu  nennen und - wichtig! - die Hilfe auch in Demut anzunehmen. Denn Elisa
brachte seinem Knecht  nicht das Eisen, sondern sagte »Hebe es auf!« (2.Kö.6,7).</p>


<b><h4>Vergleich von 2.Kö.6,1-7 mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk.15,11-32)</h4></b>
<p>
Beide Geschichten verlaufen zunächst parallel: die Absicht der Knechte / des Sohnes, auszuziehen
- Elisa  bzw. der Vater hindert sie nicht daran. Der Unterschied: während der Sohn sich von seinem
Vater trennte und  auszog, um ein weltliches, ausschweifendes Leben zu führen, wollten die Knechte
ihren Lehrer Elisa bei  sich haben, sie waren also geistlich gesinnt. Hier zeigt sich die
gottgegebene Freiheit eines Menschen,  sowohl richtig als falsch, geistlich als fleischlich zu
handeln. Die beiden Geschichten zeigen jedoch auch die  unterschiedlichen Konsequenzen geistlichen
und fleischlichen Handelns: während der Sohn nach Ende  seines fleischlichen Vergnügens hungerte,
für Juden unreine Tiere hüten musste und endlich Buße tat und  umkehrte, stellte sich Gott durch
Elisa hinter das geistliche Verhalten der Prophetenschüler, indem er durch  Elisa ein Wunder
geschehen ließ. Was lernen wir aus diesem Vergleich? Dass wir unsere Freiheit, geistlich  oder
fleischlich zu handeln, recht nutzen wollen, nämlich dazu, in der Kraft des Heiligen Geistes
geistlich zu  leben, uns nicht fleischlichen Ausschweifungen hinzugeben, denn diese sind zeitlich
und »[...] der Tod ist  der Sünde Sold; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus
Jesus, unsrem Herrn.«  (Röm.6,23; Schlachter 1951).</p>


<b><h4>Das Wunder mit dem schwimmenden Beil</h4></b>
<p>Die Wunder Elisas, die mit Wasser zu tun hatten:</p>
<UL>

<LI>
Teilung des Jordans mit dem Mantel des Elia (2.Kö.2,14)</LI>

<LI>
Reinigung der Wasserquelle in Jericho (2.Kö.2,19-21)</LI>

<LI>
Wasser in der Wüste ohne Regen (2.Kö.3,17-20)</LI>

<LI>
Heilung Naamans (2.Kö.5)</LI>

<LI>
Das schwimmende Beil (2.Kö.6,5-7)</LI>

</UL>

<b><h4>Verhielt sich der Knecht richtig und angemessen, Elisa wegen des verlorenen Beils zu bitten /
zu  belästigen? (Diskussion)</h4></b>
<p>
Dass Elisa sich dieses Problems annahm, zeigt eigentlich schon, dass für Gott auch unsere 
alltäglichen Probleme nicht zu klein sind.<BR>
Der Knecht hatte das Eisen geliehen; uns steht es an, sorgfältig mit geliehenen Dingen 
umzugehen, denn man erwartet das auch von anderen (Mt.7,12: »Alles nun, was ihr wollt, 
daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten.«).<BR>
Der Knecht verhielt sich richtig, weil er nach der neutestamentlichen Offenbarung des erhörlichen 
Betens gerichtet ist, sofern die Bitte nicht auf fleischliches gerichtet ist.</p>


<b><h4>Verhältnis eines Jüngers des HERRN zur Arbeit</h4></b>
<p>
Die Prophetenschüler verlangten kein Wunder, damit sie mehr Raum zum Wohnen hätten, sondern sie 
wollten selbst arbeiten (und Elisa ließ sie gehen und bot auch kein Wunder an). Obwohl der Hausbau 
ein 
weit größeres Anliegen war als eine verlorene Axt, nahm sich Gott durch Elisa doch der letzteren 
an. Was 
lehrt das über die Dinge, um die wir Gott bitten dürfen / sollen und über die, die wir selbst tun
sollen (natürlich  nicht ohne unseren HERRN, vgl. 2.Kö.6,3)?</p>
<UL>

<LI>
Wenn wir etwas nach Gottes Willen tun (auch aus Eigeninitiative; so wie hier die Knechte,
die ihren  Herrn zu ihrem Vorhaben mitnehmen wollten), so können wir auf SEINE Unterstützung
zählen.</LI>

<LI>
Diskussion: Ist es biblisch, zu sagen »Wenn sich Gott selbst um unsere kleinsten Probleme
kümmert  wie einen verlorenen Axtkopf, dann lasse ich in Zukunft alles von IHM machen«? Nein, denn
darauf  wird ER nicht eingehen, will ER doch, dass wir arbeiten. Dazu gehört nach dem Sündenfall
die Arbeit  für natürliche Belange (Gen.3, 17-19), für den neuen, erretteten Menschen aber die
Arbeit für SEIN  Reich (Mt.6,31-34) statt für natürliche Güter (Mt.6,33): »Trachtet aber zuerst
nach dem Reiche  Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt
werden.« Beides soll  jedoch nicht ohne IHN geschehen, denn ER hilft und unerstützt uns, wenn wir
mit IHM arbeiten (vgl.  die Wiederbeschaffung des Axtkopfes) - jedoch müssen wir auch selbst
arbeiten. (Diskussion: Warum  hat der HERR uns Arbeit zu tun gegeben, wenn es doch auch anders
gegangen wäre?)</LI>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> ab 5.12.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Kings 6:8-II Kings 6:12;">2. Könige 6:8-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(aus der Vorbereitung einer Bibelarbeit im Jugendkreis Rehe am 7.1.2000)<BR>

<b><h4>Die Gefahr, nur einen Teil des Wortes Gottes zu beachten</h4></b>
<p>
Der König von Syrien und Joram, der König von Israel, begingen in 2.Kö.6,8-12 beide den gleichen
Fehler:  sie beachteten nur einen Teil des Wortes Gottes. Das war für diese Könige gefährlich, und
das ist es auch für  uns heute, wenn wir z.B. uns bekehren, dann aber nicht in der Nachfolge leben
(d.h., nicht Hörer und Täter  des Wortes sind).</p>

<p>
Joram, der Sohn Ahabs (2.Kö.8,16) war in 2.Kö.6 der König von Israel; er regierte von
852-841  v.Chr., seine gesamte Regierungszeit fiel also in die Wirkungszeit Elisas. Joram tat nach
der Weise  des Hauses Ahabs, was übel war vor dem HERRN (2.Kö.8,18), doch nicht wie Ahab, sein
Vater, denn  er beseitigte die Säule Baals, die Ahab gemacht hatte (2.Kö.3,2), aber er ließ nicht
von den Sünden  Jerobeams (2.Kö.3,3). Er glaubte und beachtete Elisas Warnungen vor den Syrern,
aber des Propheten  mit Sicherheit geschehene Warnungen vor seinen Sünden wollte er nicht beachten
(wiewohl er keinen  Grund hatte, diesen nicht zu glauben). Ungläubige wollen sich von Gott
vielleicht vom Tod erretten  lassen (Heilung von Krankheit o.ä.), aber nicht von der Hölle!
2.Kö.6,10: Joram »sandte hin an den  Ort«, an dem vorbeizugehen Elisa ihn gewarnt hatte. Er glaubte
den Worten Elisas also nicht ganz,  ohne es mit eigenen Augen gesehen zu haben: er sandte an den
Ort. Aber er glaubte den Worten Eli- sas doch etwas, denn »er nahm sich daselbst in acht«
(2.Kö.6,10). Diese Art des Unglaubens war  seine Grundhaltung, denn es geschah nicht bloß einmal
oder zweimal (2.Kö.6,10), also selbst dann  noch, als einige Male Elisas Voraussagen eingetroffen
waren. Joram ist damit das Beispiel eines  Mannes, der Gott nicht folgen und gehorchen will
(Götzendienst), der aber dennoch nicht ganz mis- sachtet, was Gott sagt - er ist sich unsicher, »ob
etwas dran ist« und überprüft vorsichtig die Proph- ezeihung. Da, wo es ihm Vorteile verspricht,
ist er bereit, zumindest teilweise Gottes Wort zu glauben.  Wo gibt es in der Bibel weitere
Beispiele von selektivem (und evtl. teilweisen, zögernden) Glaubens  von Menschen, die Gott nicht
folgen wollten?</p>

<UL>

<LI>
Gegenbeispiel: Mt.27,63: Als die Pharisäer das Grab Jesu bewachen lassen wollten. Dass die 
Pharisäer das Grab nur bis zum dritten Tag bewachen lassen wollten, zeigt, dass sie 
tatsächlich nur einen Diebstahl des Leibes Jesu verhindern wollten und nicht eine tatsächliche 
Auferstehung Jesu - an diese glaubten sie also offenbar überhaupt nicht.</LI>

<LI>
Beispiel: 2.Kö.6,30: Joram in Samaria, als er einen Sack unter dem Leib trug, aber durch 
seine Mordabsichten gegenüber Elisa zeige, dass er Gott nicht folgen wollte. Seine Buße war 
also nur äußerlich, vielleicht mit der Einstellung in seiner verzweifelten Situation »Einen 
Versuch ist es wert - vielleicht hilft es ja.« Wiederum: Selektives Hören auf Gottes Wort, wo 
es ihm Vorteile verspricht, aber nicht Gehorsam und Nachfolge.</LI>

<LI>
Beispiel: Apg.24,24.25: Felix. Er wollte wohl die Errettung annehmen, aber keinen beschw-
erlichen Weg in Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit gehen. Vielleicht war er auch unsicher, ob 
etwas dran sei - auf jeden Fall wollte er Gottes Wort nur da hören und glauben, wo es 
angenehm für ihn ist.</LI>

<LI>
Beispiel: Dan.2,47; Dan.3,28.29: Nebukadnezar erkannte Gott als den »Gott der Götter« an, 
nachdem Daniel ihm die ersehnte Traumdeutung kundgetan hatte. Er erkannte die Macht 
Gottes, zu erretten wie kein anderer, an, als Gott die drei Männer im Feuerofen errettete. Er 
selbst wollte Gott aber nicht so folgen wie Daniel und seine Verbündeten, denn er ließ ein 
goldenes Standbild aufstellen (Dan.3,1) und schrieb sich und nicht Gott in seinem Hochmut 
seine Leistungen zu (Dan.4,29.30). Nebukadnezar erkannte jedoch schließlich, dass »der 
Höchste Gewalt hat über das Königtum der Menschen und es gibt, wem er will« (Dan.4,32).</LI>

<LI>
(Von Klaus Borchert:) Der reiche Jüngling im NT, der dem HERRN nachfolgen wollte, bis 
dieser ihm sagte, er müsse alle seine Güter verkaufen und den Erlös den Armen geben.</LI>

</UL>

<p>
Der König von Syrien akzeptierte, dass Elisa der Prophet in Israel war (2.Kö.6,12). Dennoch
beacht- ete er dies nicht, als er Elisa greifen lassen wollte, obwohl er hätte wissen müssen, dass
er so gegen  Gott selbst kämpft. So musste der König von Syrien die Konsequenzen tragen, gegen
solch eine  Übermacht zu kämpfen: die Blamage in Samaria hielt die Streifscharen der Syrer vom
weiteren Krieg  mit Israel ab.</p>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> ab 5.12.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Kings 6:14-II Kings 6:17;">2. Könige 6:14-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(aus der Vorbereitung einer Bibelarbeit im Jugendkreis Rehe am 7.1.2000)<BR>

<b><h4>Klare Machtverhältnisse</h4></b>
<p>
Dies ist eine schöne Illustration von Röm.8,31-39; Röm.8,31 heißt: »Was wollen wir nun hierzu
sagen? Ist  Gott für uns, wer mag wider uns sein?«. Kein Feind ist mächtig genug, uns von Gott zu
scheiden, wenn Gott  für uns ist! Und Gott ist für uns, denn ER hat selbst seinen eigenen Sohn
nicht verschont, sondern für uns  hingegeben. Vielleicht sind wir manchmal menschlich verzweifelt
vor einem Feind (wie der Diener Elisas),  aber die Realität sieht anders aus: kein Feind kann einen
Erretteten vom HERRN scheiden, Gott selbst  garantiert dafür. Dies können wir im Glauben annehmen,
auch wenn wir meinen, etwas anderes zu sehen.</p>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> ab 5.12.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Kings 6:21-II Kings 6:23;">2. Könige 6:21-23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(aus der Vorbereitung einer Bibelarbeit im Jugendkreis Rehe am 7.1.2000)<BR>


<b><h4>Beispiel einer Konfliktlösung nach biblischen Maßstäben</h4></b>
<p>
Wenn der König von Israel nicht einmal seine Kriegsgefangenen schlug (= erschlug?), mit 
welchem Recht wollte er die schlagen, die Elisa nach Samaria brachte? So fragte Elisa. Er wusste 
eine weit 
klügere Lösung, als die Gefangenen zu schlagen, denn das hätte weiteren Streit provoziert: er ließ 
sie 
verköstigen und zurück zu ihrem Herrn ziehen. Hier zeigt sich, dass das Vorgehen unseres HERRN, das 
er 
uns im NT auch befiehlt, tatsächlich Probleme löst, statt neue (nämlich Rache) zu schaffen: (Lk.6, 
27) »Euch 
aber, die ihr zuhöret, sage ich: Liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen;« und 
(Lk.6,36) »Darum 
seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.«. Man beendet einen Streit (auch mit 
Nichtchristen) 
also, indem man die Liebe zu ihnen im Gutestun erweist; der Streit hört dann auf, weil auch die 
Sünder lie-
ben die, die sie lieben (Lk.6,32) und tun denen Gutes, die ihnen Gutes tun (Lk.6,33). Wichtig ist
die Unterscheidung dieser Erkenntnis von der bei ihrer Anendung benötigten Weisheit.</p>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> ab 5.12.1999</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Kings 6:24-II Kings 6:33;">2. Könige 6:24-33</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(aus der Vorbereitung einer Bibelarbeit im Jugendkreis Rehe am 7.1.2000)<BR>

<b><h4>Die Belagerung Samarias: Betrachtung des Verhaltens des Königs von Israel</h4></b>
<UL>

<LI>
2.Kö.6,30.31: Der König wahrte nach außen einen religiösen Schein (Sack auf dem Leib;
religiöse  Rede), aber seine Handlungen zeigen seine gegenteilige innere Einstellung, wollte er
doch den Proph- eten Elisa umbringen lassen. Er hatte also bisher keine Buße von seinen eigenen
Sünden (nämlich den  Sünden Jerobeams, 2.Kö.3,3; das sind die goldenen Kälber zu Bethel und zu Dan,
2.Kö.10,29) getan.</LI>

<LI>
Der König selbst sagte über seine Absicht, Elisa umbringen zu lassen: (2.Kö.6,33): »Siehe,
solches  Übel kommt vom HERRN, was soll ich noch auf den HERRN warten?«. Seine Mordabsicht 
gegenüber Elisa war also ein bewusstes Abwenden vom HERRN. Vielleicht erkannte der König 
durch die Bitte des Weibes in Samaria, dass die Belagerung ein Gericht des HERRN war, denn der 
Kannibalismaus war die Erfüllung einer Prophezeihung. So musste er auch erkennen, das das Gericht 
wegen Ungehorsam gekommen war - statt aber jetzt umzukehren und tatsächlich Buße zu tun, nämlich 
von seinen eigenen Sünden, wandte er sich vom HERRN ab.</LI>

<LI>
Das zeigt: seine vorherige Buße war rein äußerlich und heuchlerisch; weil er also nicht echt
zum  HERRN umkehrte, wandte der HERR sich auch nicht ihm zu.</LI>

<LI>
Die Frau aus Samaria wollte mit ihrer Bitte »Hilf mir, mein Herr und König!« (2.Kö.6,26) doch
wohl  erreichen, dass die andere Frau ihren Sohn herausgebe, damit sie ihn essen könne! Und mit
dieser  abscheulichen Bitte »König, hilf mir, einen Mord zu begehen!« wandte sie sich an ihren
König - kann  das etwas über den Charakter / Ruf des Königs zeigen? Diese Taten waren die Erfüllung
einer Proph- ezeihung (5.Mo.28,53-57): »(53:) Du wirst die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch
deiner Söhne  und deiner Töchter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat; in der Belagerung und
Not, womit dich  dein Feind bedrängen wird.«; diese sollte Israel treffen, wenn und weil es nicht
auf die Worte des  Gesetzes achtet (5.Mo.28,45). Daran sehen wir u.a. wie genau das eintritt, was
der HERR sagt (das  kann uns Vorbild sein: unter allen Umständen Übereinstimmung zwischen Sprechen
und Tun  anstreben); und dass ER Sünde sehr ernst nimmt, denn ER war nicht nachlässig, SEINE
Prophezeihungen zu erfüllen, die Konsequenzen zu ziehen.</LI>

</UL>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.10.2000</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Malachi 3:8-Malachi 3:10;">Maleachi 3:8-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR will den ganzen Zehnten - er will die ganze Liebe und Hingabe eines Menschen, auch wenn
Abgaben für den HERRN im NT nicht mehr mengenmäßig vorgeschrieben sind. Ein Mensch kann dem HERRN
weniger geben, als ER verdient, weniger als IHM zusteht, und beraubt IHN dadurch (Mal.3,8). Der
HERR nun fordert auf, IHN zu prüfen: ER wird Segen geben bis zum Übermaß, wenn wir IHM geben, was
IHM zusteht. (Mal.3,10). Im NT passt dazu der Vers: »Trachtet jedoch nach seinem Reiche, und dieses
wird euch hinzugefügt werden.« (Lk.12,31; vgl. auch Mt.6,33). Der HERR wird größere Hingabe nie
ohne überreiche Belohnung lassen. Wenn wir IHM aus Liebe mehr geben, wird uns daraus kein Mangel
werden. ER fordert uns sogar dazu auf, IHN so in der Praxis beim Wort zu nehmen und zu prüfen! Es
ist knauserig und kleingeistig, dem HERRN eigenem Besitz, Zeit etc. vorzuenthalten - ist doch alles
eine Gabe des HERRN und können wir doch nie verlieren, wenn wir IHM geben!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 2:18">1. Mose 2:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott hat die Frau dem Mann als Gehilfin gegeben. Im NT wird der Mann als Haupt der Frau 
dargestellt, wie Christus das Haupt der Gemeinde ist (Eph.5,28-33) - die Ehe ist also Bild der 
Beziehung von Christus zu SEINER Gemeinde. Daraus lernen wir für die Bedeutung »Gehilfin zu sein«: 
so wie Christus durch SEINE Gemeide handelt, kann auch der Mann durch seine Frau handeln, ihr 
ebenso wie Christus Gaben, Verantwortung und Aufgaben abgeben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ezekiel 22:30">Hesekiel 22:30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott sucht jemand, »der in den Riss tritt«, d.h. um eine angegriffene Stadt in einem in die 
Stadtmauer gehauenen Riss zu verteidigen, während andere diesen Riss wieder zumauerten. Die besten 
Kämpfer wurden dazu ausgewählt, und das war für sie das Todesurteil. Für uns hat Gott SEINEN Sohn 
in den Riss gestellt, ihn damit für uns geopfert, um Gottes eigenen Angriff abzuwehren.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Psalms 34:6">Psalm 34:6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Dieser Vers »Sie blickten auf ihn und strahlten.« begründet, warum es so wichtig ist, den HERRN in 
der Bibel zu betrachten: weil das unser Leben mit Freude erfüllt.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ecclesiastes 2:25-Ecclesiastes 2:26;">Prediger 2:25-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Essen und Trinken ist eine Freude, die ER uns aus Liebe bereitet und gehört zu dem Glück, das Gott 
uns gibt (Mt.6,33).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 3:1-Genesis 3:7;">1. Mose 3:1-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nicht Gott zu sein heißt doch nicht, weniger glücklich zu leben als Gott! Vielleicht war es dieses 
Misstrauen gegenüber der Liebe Gottes zu ihr, das Eva zur Sünde motivierte, um zu sein wie Gott.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 24:1-Genesis 24:67;">1. Mose 24:1-67</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
1.Mo.24,16.20-21: Gott stimmte dem zu, dass der Knecht Gottes Willen darin erkennen wollte, ob ein 
Mädchen über alle Maßen hilfsbereit und liebevoll ist (wie hier Rebekka, über die sich der Knecht 
verwunderte; 1.Mo.24,20-21), und nicht darin, ob sie schön wäre. Das war Rebekka noch dazu. Der 
Charakter, nicht das Aussehen, entscheidet darüber, ob man eine tüchtige Frau gefunden hat.

1.Mo.24,14: Es ist biblische Lehre, dass der HERR den Ehepartner vorherbestimmt hat. Im NT ist das 
freilich der / die, auf den / die die freie Partnerwahl unter Christen fällt (1.Kor.9,5).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Proverbs 18:20-Proverbs 18:21;">Sprüche 18:20-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wer mit seiner Zunge richtig umzugehen weiß, wer Leben statt Tod durch sie bringt, liebevoll Worte 
und Ermahnung und Ermunterung für seine Mitmenschen findet, dem wird seine Zunge gute Frucht 
bringen, er wird reichen Ertrag haben an Dank und Gaben von seinen Mitmenschen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.8.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Psalms 119:67-Psalms 119:71;">Psalm 119:67-71</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Auf die Frage, warum der HERR manchmal nicht sofort hilft, wenn wir versagt haben und ihn bitten, 
sondern wir nur immer mehr in Schande und Versagen hineinkommen, wird hier eine Antwort gegeben: 
damit wir demütig werden, lernen, dass wir selbst gar nichts können und der HERR alles ist, lernen, 
dass wir ganz auf Gott und SEINE Gebote angewiesen sind (Ps.119,67.71).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.9.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Ezekiel 16:1-Ezekiel 16:63;">Hesekiel 16:1-63</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
(Zusammenstellung des Kapitels aus GerSch, GerRElb, GerLut, GerLut1545)

1 Und das Wort des HERRN geschah zu mir so:
2 Du Menschenkind, offenbare der Stadt Jerusalem ihre Greuel,
3 und sprich: So spricht der Herr, HERR zu Jerusalem: Deine Herkunft und deine Abstammung sind aus 
dem Land der Kanaaniter; dein Vater war ein Amoriter und deine Mutter eine Hetiterin.
4 Mit deiner Geburt war es also: Am Tage, da du geboren wurdest, ist deine Nabelschnur nicht 
abgeschnitten worden; du bist auch nicht im Wasser gebadet worden zu deiner Reinigung; man hat dich 
weder mit Salz gerieben, noch in Windeln eingewickelt.
5 Niemandes Auge hat Mitleid mit dir gehabt, daß er dir etwas derartiges erwiesen und sich über 
dich erbarmt hätte, sondern du wurdest auf das Feld hinausgeworfen, so verachtet war dein Leben am 
Tage deiner Geburt.
6 Da ging ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut zappeln; und zu dir in deinem Blut sprach 
ich: Du sollst leben! Ja zu dir in deinem Blut sprach ich: Du sollst leben!
7 Und habe dich erzogen und lassen groß werden wie ein Gewächs auf dem Felde; und warest nun 
gewachsen und groß und schön worden. Deine Brüste waren gewachsen und hattest schon lange Haare 
gekriegt; aber du warest noch nackt und bloß.
8 Und ich ging vor dir vorüber und sah dich an; und siehe, es war die Zeit, um dich zu werben. Da 
breitete ich meinen Mantel über dich und bedeckte deine Scham. Und ich schwor dir und trat in einen 
Bund mit dir, spricht der Herr, HERR, und du wurdest mein.
9 Da habe ich dich mit Wasser gebadet und dich von all deinem Blut gewaschen und dich mit Balsam 
gesalbt.
10 Und ich bekleidete dich mit gestickten Kleidern und Schuhen aus Delphinleder. Ich unwand dich 
mit Byssus und bedeckte dich mit Seide.
11 Ich zierte dich mit Kleinoden; ich legte dir Spangen um deine Handgelenke und Kettlein um deinen 
Hals, 
12 und ich legte einen Reif an deine Nase und Ringe an deine Ohren, und setzte eine prachtvolle 
Krone auf deinen Kopf.
13 Summa, du warst geschmückt mit Gold- und Silberschmuck und gekleidet mit Byssus, Seide und 
Gesticktem. Du aßest Weizengries und Honig und Öl. Und du warst sehr, sehr schön und warst des 
Königtums würdig.
14 Und dein Ruhm erscholl unter den Heiden wegen deiner Schönheit; denn sie war ganz vollkommen 
durch meinen Schmuck, den ich dir angelegt hatte, spricht der Herr, HERR.
15 Aber du verließest dich auf deine Schönheit; und weil du so gerühmt warst, triebst du Hurerei. 
Und gossest deine Hurereien aus über jeden, der vorbeikam und wurdest sein.
16 Und du nahmst von deinen Kleidern und machtest dir bunte Altäre daraus und triebest deine 
Hurerei darauf, wie nie geschehen ist noch geschehen wird.
17 Und du nahmst deine prächtigen Schmuckstücke von meinem Gold und meinem Silber, das ich dir 
gegeben hatte, und machtest dir Abbilder von Männern daraus und hurtest mit ihnen.
18 Und du nahmst deine buntgewirkten Kleider und bedecktest sie damit; und mein Öl und mein 
Räucherwerk setztest du ihnen vor;
19 und meine Speise, die ich dir gegeben habe - mit Weizengrieß und Öl und Honig habe ich dich 
gespeist-, die setztest du ihnen vor zum wohlgefälligen Geruch. Solches ist geschehen, spricht der 
Herr, HERR. -
20 Ferner hast du deine Söhne und Töchter genommen, die du mir geboren hattest, und opfertest sie 
denselben zu fressen. War es zu wenig mit deiner Hurerei,
21 dass du mir meine Kinder schlachtest und lässest sie denselben verbrennen?
22 Und bei allen deinen Greueln und Hurereien hast du nie an die Zeit deiner Jugend gedacht, wie du 
damals nackt und bloß in deinem Blut zappeltest.
23 Über alle diese deine Bosheit (ach, weh dir, weh dir! spricht der Herr, HERR), 
24 bautest du dir einen Hurenaltar und machtest dir dein Hochlager auf jedem freien Platz;
25 an jeder Straßenecke bautest du dein Hochlager. Und du machtest deine Schönheit zu einem Greuel, 
und spreiztest deine Beine gegen jeden, der vorbeikam, und hast immer ärger Hurerei getrieben.
26 Du hurtest mit den Söhnen Ägyptens, deinen Nachbarn, mit dem großen Fleisch; und du machtest 
deine Hurerei groß, um mich zu reizen.
27 Aber siehe, da streckte ich meine Hand gegen dich aus und minderte dir deine Kost und gab dich 
dem Mutwillen deiner Feindinnen, der Töchter der Philister, preis, die sich deines verruchten 
Wesens schämten.
28 Und du hurtest mit den Söhnen Assurs, da du noch nicht satt warst; und du hurtest mit ihnen und 
wurdest auch nicht satt.
29 Da triebst du noch mehr Hurerei, nach dem Händlerlande Chaldäa hin. Aber auch da wurdest du 
nicht satt.
30 Wie fieberheiß ist dein Herz, spricht der Herr, HERR, wenn du dies alles tust - das Tun eines 
selbstherrlichen Hurenweibes -, 
31 wenn du deinen Hurenaltar an jeder Straßenecke baust und dein Hochlager auf jedem freien Platz 
machst! Dazu warst du nicht wie eine andere Hure, denn du verschmähtest sogar den Lohn. 
32 Die Frau, die statt ihrem Mann ehebrecherisch einen anderen nimmt, nimmt Geschenke an. 
33 Denn allen andern Huren gibt man Geld; du aber gibst allen deinen Buhlern Geld zu und beschenkst 
sie, damit sie von ringsumher zu dir kämen wegen deiner Hurereien.
34 Es geht bei dir umgekehrt wie bei anderen Frauen, dass du nämlich Hurerei triebst, während man 
dir nicht nachhurte, dass du Lohn gabst, während dir kein Lohn gegeben wurde. So wurdest du das 
Gegenteil.
35 Darum, du Hure, höre das Wort des HERRN!
36 Weil du deine Scham entbößt und deine Blöße aufgedeckt hast bei deinen Hurereien mit deinen 
Liebhabern und mit all deinen greulichen Götzen und wegen des Blutes deiner Söhne, die du ihnen 
hingegeben hast:
37 darum, siehe, will ich sammeln alle deine Buhlen, mit welchen du Wollust getrieben hast, samt 
allen, die du für Freunde hieltest, zu deinen Feinden; und will sie beide wider dich sammeln 
allenthalben und will deine Scham vor ihnen blößen, dass sie deine Scham ganz sehen sollen.
38 Und ich richte dich nach den Rechtsbestimmungen für Ehebrecherinnen und Blutvergießerinnen und 
werde dein Blut vergießen mit Grimm und Eifer.
39 Und ich gebe dich in ihre Hand, und sie werden deinen Hurenaltar zerstören und deine Höhen 
niederreißen und dir deine Kleider ausziehen und dir all deinen kostbaren Schmuck nehmen und dich 
nackt und bloß liegen lassen.
40 Und sie werden einen Haufen Leute gegen dich bringen, die dich steinigen und mit ihren 
Schwertern zerhauen
41 und deine Häuser mit Feuer verbrennen und an dir das Strafgericht vollziehen vor den Augen 
vieler Frauen. Und so werde ich dich aufhören lassen, Hure zu sein, und Lohn wirst du nicht mehr 
geben.
42 Und ich werde meinen grimmigen Zorn an dir stillen, und mein Eifer wird sich von dir abwenden; 
und ich werde ruhig sein und nicht mehr zürnen.-
43 Weil du nicht gedacht hast an die Tage deiner Jugend und mich durch das alles erregt hast, 
siehe, so habe auch ich deinen Weg auf deinen Kopf gebracht, spricht der Herr, HERR, damit du nicht 
zu allen deinen Greueln noch weitere Schandtaten verübest!
44 Siehe, jeder, der einen Spottvers über dich macht, wird diesen Spottvers sagen: Wie die Muter, 
so ihre Tochter!
45 Eine echte Tochter deiner Mutter bist du, die ihren Mann und ihre Söhne verabscheut hat; und 
eine echte Schwester deiner Schwestern bist du, die ihre Männer und ihre Kinder verabscheut haben. 
Eure Mutter war eine Hetiterin und euer Vater ein Amoriter.
46 Und deine größere Schwester ist Samaria, sie und ihre Töchter, die zu deiner Linken wohnt; und 
deine Schwester, die kleiner ist als du und die zu deiner Rechten wohnt, ist Sodom und ihre Töchter.
47 Aber du bist nicht nur auf ihren Wegen gegangen und hast nicht nur nach ihren Greueln getan, ja 
nach kurzer Zeit hast du verdorbener als sie gehandelt auf allen deinen Wegen.
48 So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, wenn deine Schwester Sodom, sie und ihre Töchter, 
jemals getan haben, wie du getan hast, du und deine Töchter.
49 Siehe, das war die Schuld deiner Schwester Sodom: Hoffart, Sattheit und sorglose Ruhe hatte sie 
mit ihren Töchtern, aber dem Armen und Dürftigen reichte sie nie die Hand,
50 sondern sie wurden stolz und verübten Greuel vor mir; deshalb verwarf ich sie auch, sobald ich 
es sah.
51 Und Samaria hat nicht halb so viel gesündigt wie du; sondern du hast viel mehr Greuel verübt als 
sie, so dass du deine Schwestern gerecht erscheinen ließest durch alle deine Greuel, die du 
begangen hast.
52 So trage auch du deine Schmach, die du für deine Schwestern eingetreten bist durch deine Sünden, 
die du greulicher begangen hast als sie! So sind sie gerechter als du. Und so schäme auch du dich, 
und trage deine Schmach, weil du deine Schwestern als gerecht hast erscheinen lassen!
53 Und ich wende ihr Geschick, das Geschick Sodoms und ihrer Töchter und das Geschick Samarias und 
ihrer Töchter, und ich wende dein Geschick in ihrer Mitte: 
54 damit du deine Schande trägst und dich alles dessen schämst, was du getan hast, wodurch du sie 
tröstest.
55 Und deine Schwestern, Sodom und ihre Töchter, werden wieder zu ihrem früheren Stand bekehret 
werden; auch Samaria und ihre Töchter sollen wieder zu ihrem früheren Stand bekehret werden; und du 
und deine Töchter, ihr sollt auch zu eurem früheren Stand zurückkehren.
56 Und du wirst nicht mehr dieselbige Sodom, deine Schwester, rühmen, wie zur Zeit deines Hochmuts, 
57 bevor deine eigene Bosheit aufgedeckt wurde, zu der Zeit, da die Töchter Syriens und alle ihre 
Nachbarn dich schmähten und die Töchter der Philister dich ringsum verachteten.
58 Deine Unzucht und deine Greuel, wahrlich, du mußt sie tragen, spricht der Herr, HERR.
59 Denn also spricht Gott, der HERR: ich tue dir, wie du getan hast! Du hast den Eid verachtet, den 
Bund gebrochen.
60 Ich aber, ich will an meinen Bund denken, den ich mit dir in den Tagen deiner Jugend geschlossen 
habe, und will mit dir einen ewigen Bund aufrichten.
61 Da wirst du an deine Wege denken und dich schämen, wenn du deine Schwestern zu dir nimmst die 
größer sind als du, samt denen, die kleiner sind als du, und ich sie dir zu Töchtern gebe, aber 
nicht aufgrund deines Bundes mit mir, 
62 sondern ich will meinen Bund mit dir aufrichten, dass du erfahren sollst, dass ich der HERR bin,
63 auf dass du daran denkst und dich schämst und vor Schanden den Mund nicht mehr öffnest, wenn ich 
dir alles vergebe, was du getan hast, spricht der Herr, HERR.

Wie ist Gott? SEIN Wesen, SEINE Liebe, SEINE Treue? Als Grund zur Anbetung.

Der HERR wählte Israel nicht zu seinem Volk, weil es ein starkes und schönes Volk war, sondern es 
war ein elendes, verachtetes Volk (Hes.16,4-5). Doch der HERR wollte, dass es leben sollte 
(Hes.16,6) und machte es zu einem starken und schönen Volk (Hes.16,8-14).

Ganz so wie der HERR seine Braut mit Gaben schmückte und ehrte (Hes.16,9-14), gab seine Braut diese 
Gaben schamlos weiter an ihre Freier (Hes.16,15-21) und wurde ihrem Mann ganz und gar untreu. Das 
heißt, dass Hesekiel dem Volk Israel sagen musste, dass es ganz und gar vom HERRN abgefallen war. 
Was wäre einfacher gewesen, als dass der HERR Israel verworfen hätte, wie er Sodom gerichtet hat 
(Hes.16,50)? Doch das tut der HERR nicht, trotz dass Israel eine Zeit lang unter Gottes Zorn steht 
(Hes.16,42-43); der HERR denkt auch dann noch an sein Versprechen (Hes.16,60), wenn Israel den Bund 
gleich einer untreuen Frau gebrochen hat, sogar Greuel verübt hat wie eine Frau, die ihre Kinder 
schlachtet (Hes.16,20-21). Es kann nichts besseres geben, als mit Gott einen Bund zu machen, denn 
trotz Israels Untreue verheißt der HERR, dass er einen ewigen Bund mit Israel aufrichten wird 
(Hes.16,60); und zu diesem vollkommeneren, ewigen Bund (es ist der neue Bund im Blut Christi) 
dürfen auch wir Heiden gehören (Hes.16,61). Wie unendlich sicher sind wir doch, wenn wir einmal in 
den Bund mit Christus getreten sind: der HERR wird diesen Bund nicht brechen, auch wenn wir noch so 
untreu sind, so wie es Israel als eine »untreue Ehefrau« gewesen ist: »sind wir untreu, so bleibt 
er treu, den er kann sich selbst nicht verleugnen« (2.Tim.2,13). Gott kann sich nicht verleugnen, 
er kann nicht einen Bund brechen, den er einmal eingegangen ist!

Um Israel und uns vergeben zu können, um uns nicht richten zu müssen, hat Gott sich selbst 
gerichtet in Jesus Christus; erst dadurch war wirklich Vergebung möglich (Hes.16.63).

Hes.16 lehrt uns also über Gottes Liebe und Treue; wie treu Gott zu seinen Bundesschlüssen steht; 
dass er mit SEINER Gemeinde einen ewigen Bund gemacht hat (Hes.16,60); wie die Liebe Gottes zu 
einem Menschen ohne jedes Ansehen der Person ist (Hes.16,6), sondern voller Mitleid.

Im NT wird die Gemeinde als Braut Christi dargestellt, so dass Hes.16 auch darauf bezogen werden 
kann: wie Gott seine Gemeinde (bzw. jeden einzelnen Gläubigen) in grundloser Liebe erwählt, dann 
gepflegt und wachsen lassen hat, dann (ab der Bekehrung) einen Bund mit ihm geschlossen hat, dann 
überreichen Segen gegeben hat (woran sich zeigt, wie Gott immer nur Gutes für uns will; am größen 
ist natürlich die Gabe, dass Gott sich in Christus selbst für uns gegeben hat), und auch 
bei Untreue treu bleibt (2.Tim.2,13), ja heute haben wir sogar den ewigen Bund mit Gott. Wir sind 
sein, untrennbar für ewig, auch wenn wir Gott noch so untreu sind und nicht mehr im Bund sein 
wollen mit Gott, wenn wir den Bund brechen! So groß ist die Liebe Gottes zu uns, ausgedrückt durch 
die Selbsthingabe Christi für uns.

Dies ist Gottes Vorbild für die Liebe und Treue, die ein Ehemann gegenüber seiner Frau zeigen soll 
(Eph.5,25).


Die Frau in Hes.16 fiel vom HERRN ab und trieb Hurerei, weil sie sich auf ihre eigene (die ihr doch 
nur von Gottgegeben war!) Schönheit verließ (Hes.16,15). Durch solchen Hochmut und 
Selbstherrlichkeit fiel auch Luzifer in Sünde.

Vergleiche zu Hes.16 die analogen Kapitel Jer.3 und Hos.2.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 27.9.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Hosea 6:6-Hosea 6:7;">Hosea 6:6-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier sagt Gott, dass Adams Sünde darin bestand, den Bund, den Gott mit ihm geschlossen hatte, zu 
übertreten. Und dass er aus Selbstliebe statt aus Liebe handelte, denn ebenso hat Israelden Bund 
(Hos.6,6) übertreten.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Deuteronomy 6:5-Deuteronomy 6:15;">5. Mose 6:5-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR weiß, dass wir Menschen sehr schnell unserem Gott untreu werden und IHN vergessen, wenn es 
uns gut geht, wenn wir glücklich sind (5.Mo.6,10-12). Wir vergessen dann, dass all diese guten 
Gaben allein von unserem Gott kommen (5.Mo.6,10-11). Wir rechnen uns vielleicht unser Glück selbst 
an, und kommen immer in die Versuchung, nach mehr solchem Glück zu streben, es zu erhalten (z.B. 
von einem Menschen geliebt zu werden) statt einzusehen, dass unser Glück immer eine Gabe Gottes 
ist. Solches Begehren ist wiederum Selbstliebe. Gott jedoch will, dass wir IHN immer noch lieben, 
selbstlos, ohne dafür etwas zurückzuerwarten, auch wenn es uns gut geht (5.Mo.5,5).

Wie nun können wir bleiben in dieser Liebe zu Gott? Indem wir Gottes Gebot der Liebe (zu Gott, auch 
zu unserem Nächsten) stets in uinserem Lbeen gegenwärtig sein lassen (5.Mo.6,6-9): beständig daran 
denken, beständig davon reden, und es auch aufschrieben und aushängen.

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.10.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="I Kings 19:19-I Kings 19:21;">1. Kön.19:19-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie entschlossen bin ich, Gottes Ruf zu folgen? Bin ich bereit, ohne Abschied alles sofort 
aufzugeben, wenn Gott mich in eine Aufgabe ruft? So wie Elisa es dann doch getan hat, indem er das 
opferte, was ihm bisher wertvoll war (er verschenkte das Fleisch und verbrannte das Geschirr der 
Rinder, eine menschlich gesehen irrationale Handlung).

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Samuel 12:12-II Samuel 12:25;">2. Samuel 12:12-25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gesühnte Schuld ist kein Grund zur Trauer!

David litt unter der Sünde, die er getan hatte, solange er sie nicht vor Gott bekannt hatte 
(Ps.32,3-4). Nachdem er sie jeoch bekannt hatte (Ps.32,5; 2.Sam.12,13) und der HERR ihm vergeben 
hatte (Ps.32,5; 2.Sam.12,13), und nachdem sein Sohn von Batseba gestorben war, so wie Gott es 
vorhergesagt hatte (2.Sam.12,18-19), da machte sich David durch bewusste Maßnahmen wieder froh: er 
erhob sich von der Erde, wusch und salbte sich, zog andere Kleider an, betete im Tempel an und aß 
dann zu Hause (2.Sam.12,20).

So wie David ist auch unser Verhalten richtig: Wenn wir Christus um etwas um Vergebung bitten, so 
vergibt ER es und hat es bereits am Kreuz gesühnt. Wir haben keine Strafe zu erwarten, unsere 
Schuld ist ganz und gar ausgelöscht. Wir haben keinen Grund, darüber traurig und ärgerlich zu sein, 
eine Sünde getan zu haben, die gar nicht mehr ist! Sondern wir sollten auch der Vergebung 
entsprechend leben, wie David: nicht Trauer über unser Wesen zur Schau stellen (das kennt Gott 
ohnehin), sondern Freude über die Vergebung. Dazu zählt neben äußeren Zeichen die Anbetung Gottes 
(2.Sam.12,20).

David schlief sogar bald danach wieder mit Batseba - Gott bestätigte, dass David richtig handelte, 
dass seine Sünde wirklich gelöscht und Batseba nun seine rechtmäßige Frau war und dass David zu 
recht wieder froh war dadurch, dass er das nächste Kind der Batseba liebte und zum großen König 
Salomo machte (2.Sam.12,24-25). Gott nannte den Salomo sogar »Jedidja, um des HERRN willen« 
(2.Sam.12,25) und zeigt damit: Gott will den Neuanfang nach einer Sünde; seine Vergebung löscht die 
Sünde und machte einen völligen Neuanfang von Null möglich. Und so wie Gott den Salomo zu einem 
großen König machte, ist es für Gottes Segen völlig irrelevant, ob der Beginn eines Weges in einer 
vergebenen Sünde besteht.

Schon im Alten Bund war die Sündenvergebung sehr einfach: David erkannte einfach an, vor dem HERRN 
gesündigt zu haben, statt wie vorher seine Sünde zu verschweigen: »Da sprach David zu Natan: Ich 
habe mich gegen den HERRN versündigt! Natan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde 
hinweggenommen; du sollst nicht sterben!« (2.Sam.12,13; vgl. Ps.32,4-5)

Also: Vergebene Schuld ist keine Schuld mehr; lebe so! Gott wird uns für vergebene Schuld weder 
strafen noch sie und vorhalten noch sonst etwas dergleichen! (vgl. Hebr.10,15-18).

Weitere Bestätigung: Ps.32,1-2.11 preist den Menschen glücklich, dem der HERR seine Sünden vergeben 
hat. Er sollte dann auch als glücklicher Mensch leben und nicht selbst noch betrübt sein über eine 
Tat, deren der HERR nicht mehr gedenkt! »in dessen Geist keine Falschheit ist« (Ps.32,2) bzw. »die 
ihr aufrichtgen Herzens seid« (Ps.32,11) kann aufgrund des Zusammenhangs nicht sündlose Menschen 
meinen - denn alle sind wir Sünder, und dieser Text spricht von begnadigten Sündern. Sondern es 
meint: solche, die aufrichtig vor dem HERRN ihre Schuld bekennen (und sch damit vergeben lassen) 
statt sie selbstgerecht zu verschweigen (wie David es zuerst tat: Ps.32,3-4), diese sind glückliche 
Menschen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 20.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 1:28-Genesis 1:30;">1. Mose 1:28-30</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
1.Mo.1,28: Gott hatte die Erde auch im vollkommenen Zustand nicht ohne eine Aufgabe für den 
Menschen geschaffen: die Erde war dem Menschen noch nicht untertan, sondern sie sollten sie erst 
dazu machen.

1.Mo.1,29-30: Hier ist definitiv gesagt, dass die Früchte der Bäume dem Menschen zur Speise gegeben 
wurden, das Grünzeug aber den Tieren. Die Bäume gibt es allein für uns Menschen, nicht auch um der 
Tiere willen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.12.2001</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Numbers 12:1-Numbers 12:15;">4. Mose 12:1-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mirjam und Aaron meinten, als Propheten Gottes Wort gegen Mose zu reden wegen der Äthiopierin, die 
er zur Frau genommen hatte (4.Mose 12,1-2). Gott selbst jedoch verurteilte nicht, dass Mose solches 
getan hatte (4.Mose 12,8), also hatten Mirjam und Aaron aus Vermessenheit geredet (5.Mo.18,22).

</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Exodus 2:15-Exodus 2:22;">2. Mose 2:15-22</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie bekam Mose seine Frau? Es begann damit, dass er den Töchtern Jethros half ...

Es ist überhaupt eine interessante Sache, dass das Werben um eine Frau in der Bibel mehrfach an 
einem Brunnen geschieht:

-- 1.Mo.29,6-12: Jakob suchte eine Frau und lernte Rahel an einem Brunnen kennen; er tränkte ihre 
Schafe. Seine Situation er suchte eine Frau in einem fremden Land.

-- 1.Mo.24,15-21: Der Knecht Abrahams fand Rebekka als Frau für Isaak an einem Brunnen; dass sie so 
hilfsbereit war und selbst alle Kamele des Knechtes Abrahams tränkte, war hier das Zeichen. Die 
Situation: Der Knecht Abrahams suchte eine Frau in einem fremden Land (1,Mo.24,37).

-- 2.Mo.2,15-21: Mose lernte seine Frau Zippora kennen, indem er den Töchtern Reguels gegen die 
Hirten half, ihre Schafe zu tränken.

Brunnen waren damals wohl gesellschaftliche Treffpunkte (vgl. Joh.4,6-10; 1.Mo.24,11: gewöhnlich 
kamen die Jungfrauen der Stadt abends zum Brunnen, um Wasser zu schöpfen). Und hier bot sich 
gleichzeitig die Gelegenheit zu gegenseitiger Hilfe. Dies beides zusammen sind wohl die idealen 
Voraussetzungen für einen Ort, an dem sich zukünftige Ehepartner kennenlernen können. In obigen 
Beispielen nämlich hatten die Suchenden das Ziel, Frauen kennenzulernen - sie waren ihnen bisher 
unbekannt!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Nehemiah 1:1-Nehemiah 6:19;">Nehemia 1:1-6:19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie tut man ein »großes Werk«, wie Nehemia es verrichtete (Neh.6,3)?

In 52 Tagen hatten die Bewohner Jerusalems unter Leitung Nehemias die Mauer wieder aufgebaut 
(Neh.6,15). Wie war das möglich gewesen? Nur dadurch, dass »dieses Werk von Gott getan worden war« 
(Neh.6,16). Auch Nehemia selbst sagte, dass Gott dies ihm ins Herz gegeben hatte, solches für 
Jerusalem zu tun (Neh.2,12). Bevor wir etwas Großes beginnen, müssen wir also sicher sein, dass 
Gott da mit uns sein wird - dann muss es gelingen. Dann können wir nämlich wie Nehemia sagen: »Der 
Gott des Himmels wird es uns gelingen lassen; darum wollen wir, seine Knechte, uns aufmachen und 
bauen;« (Neh.2,20). Wie aber können wir uns darüber sicher sein, ob Gott ein Vorhaben von uns will? 
Nehemia kannte Gottes Willen, den er in einer Verheißung ausgedrückt hatte und nahm dies ganz 
einfach in seinem eigenen Leben in Anspruch: »wenn ihr aber zu mir umkehret und meine Gebote 
befolget und sie tut: wenn ihr dann schon verstoßen wäret bis an der Himmel Ende, so würde ich euch 
doch von dannen sammeln und euch an den Ort bringen, den ich erwählt habe, daß mein Name daselbst 
wohne« (Neh.1,9). Er betete dann zu Gott, ihm dieses Werk gelingen zu lassen (Neh.1,11) und die 
ersten Gebetserhörungen machten ihn sicher, dass Gott mit ihm war und dieses Werk tun will 
(Neh.1,18).

Was ist weises Management großer Aufgaben nach dem Vorbild Nehemias?
-- Er begann das Werk mit Gott und bekannte Gott seine Sünden und die Sünden seines Volkes 
(Neh.1,6).
-- Mit Gottes Hilfe (Neh.2,5) ergriff er die Gelegenheit, als sie da war, und sagte dem König frei 
heraus, was er wollte (Neh.2,4-5).
-- Er untersuchte, was zu tun war, bevor er irgendjemandem sagte, was er tun wollte (Neh.2,11-15).
-- Er versuchte keinen Alleingang, trotz dass die Juden in Jerusalem wohl ziemlich mutlos waren. 
Stattdessen investierte er Zeit in sie, um ihnen Mut zu machen und sie als Mitarbeiter zu bekommen 
(Neh.2,18). Der Erfolg zeigt, wie richtig solches umsichtige Verhalten gegenüber einer »Kopf durch 
die Wand« -Methodik ist: »Und sie stärkten ihre Hände zum Guten.« (Neh.2,18 RELB).
-- Er war optimistisch: er und seine Mitarbeiter begannen mit dem Bau, weil sie wussten, dass Gott 
es ihnen gelingen lassen würde (Neh.2,20).
-- Er organisierte es so, dass am ganzen Werk der Mauer zugleich gearbeitet wurde (Neh.3)
-- Er verband Vertrauen auf Gottes Hilfe gegen den Feind mit praktischen Maßnahmen zu seiner Abwehr 
(Neh.4,9). Gottvertrauen und eigenes Handeln widersprechen sich nicht!
-- Er nahm Zwistigkeiten unter seinen Mitarbeitern wahr, nahm sie ernst und ergriff sofort 
Maßnahmen zur gerechten Lösung (Neh.5,1-13). Er schalt sie ber nicht nur (Neh.5,7-9), sondern 
zeigte gleichzeitig den Weg, wie die Situation gutzumachen war (Neh.5,10-12).
-- Nehemia war selbstlos: er war gekommen, um das Wohl seines Volkes zu suchen (Neh.2,10), nicht 
sein eigenes Glück oder Reichtum. Deshalb forderte er als Statthalter von Jerusalem auch nicht den 
»Unterhalt des Landpfegers« (Neh.5,14) wie die vorherigen Statthalter, arbeitete an der Mauer mit 
ohne Lohn dafür zu verlangen (Neh.5,16) und war gastfrei gegen die Vorsteher der Juden und die 
Juden, die aus dem Exil kamen (Neh.5,17). Weil Nehemia Gott fürchtete, hat er nicht wie die 
früheren Statthalter gehandelt (Neh.5,15); er erwartete seinen Lohn von Gott selbst und nicht von 
Menschen und sagte deshalb gan freimütig: »Gedenke, mein Gott, mir zugute, all dessen, was ich für 
dieses Volk getan habe!« (Neh.5,19).
Wenn wir uns von Gott gebrauchen lassen wollen, so müssen wir bereit sein, nach SEINEM Willen zu 
handeln: Gott zu lieben (für IHN etwas tun, nicht für eigenen Gewinn) und unsere Mitmenschen zu 
lieben (für sie etws tun, nicht für eigenen Gewinn).
-- Nehemia war stets mit Gott in Verbindung, er lebte beständig mit Gott! (Neh.2,5)
-- Er ließ sich keine Furcht einjagen und erkannte die falschen Propheten - Gott würde ihm nie 
sagen, mit einem Werk um irgendwelcher Feinde willen aufzuhören, das ER selbst begonnen hatte 
(Neh.6,10-14). Ebenso sollte uns nie Furcht vor dem Feind davon abbringen, ein Werk für Gott weiter 
zu tun - Gott wird uns stets Mut machen und nie Furcht vor dem Feind einjagen.
-- Gott arbeitet mit uns, trotz dass wir keine guten oder treuen Arbeiter sind. So arbeitete auch 
Nehemia mit denen aus den Obersten, die eigentlich mit Tobija verschworen waren (Neh.6,17-19).
-- Er war bereit, den Oberbefehl nach Vollendung des Werkes abzugeben, und er gab ihn an 
anerkanntermaßen zuverlässige und gottesfürchtige Leute (Neh.7,2).
-- Er ließ es nicht an Dank für Gott und Freude über das vollendete Werk fehlen, sondern 
veranstaltete dazu ein Fest mit einem Umzug (Neh.12,31.43). Weil dies nach Gottes Willen war und ER 
selbst ihnen die Freude gab (Neh.12,43), war dies nichts, womit die Israeliten sich selbst die Ehre 
gegeben hätten für das vollendete Werk, sondern sie gaben Gott die Ehre. Solch ein Fest ist deshalb 
auch nach größeren Erfolgen in der Reichgottes-Arbeit angebracht.


Warum war Nehemia nicht mit den anderen bereits nach Israel zurückgekehrt?


Sanballat und Tobija waren beide Samariter, sie kamen von den Moabitern und den Ammonitern. 
Sanballat war der Gouverneur der Samariter, Tobija war sein Diener. Die Moabiter und Ammoniter 
waren Feinde Israls, sie hatten ihnen keine Nahrung gegeben, als Israel aus Ägypten ausgezogen war. 
Sanballat und Tobija repräsentieren bloße Anhänger des Christentums, d.h. nicht bekehrte 
Namenschristen.

Nehemia war ein Arbeiter an Gottes Reich, und er hatte Feinde, die dies zu verhindern suchten. Was 
machen wir in einer solchen Situation? Neh.4: Die Anfechtung der Reich-Gottes-Arbeit von außen, 
durch Feinde. Neh.5: Die Anfechtung der Reich-Gottes-Arbeit von innen. Dies entspricht den 
Streitigkeiten in Gemeinden in unserer Zeit.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Nehemiah 4:4-Nehemiah 4:5;">Nehemia 4:4-5</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Verse sind ein Gebet Nehemias, sie gehören nicht mehr zu den Worten Tobijas. Dies ist 
erkennbar am Ende von Neh.4,5: »denn sie haben die Bauleute geärgert.«.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Nehemiah 4:12-Nehemiah 4:20;">Nehemia 4:12-20</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wiederum: Gottes Handeln und menschliches Handeln widersprechen sich nicht! Gott hatte den 
Angriffsplan der Samariter vereitelt (Neh.4,15), indem er Botschafter aus den Juden gebrauchte, die 
in ihrer Nähe wohnten (Neh.4,12).

Ebenso in Neh.4,20: Israel sollte sich sammeln und kämpfen, und doch würde Gott für sie kämpfen 
(Neh.4,20). Gott handelt durch verantwortungsbewusste und treue Männer wie Nehemia und die Bauleute 
und er gibt Gelingen zu dem, was sie tun - zum Mauerbau wie auch zu einem eventuellen Kampf.

Dies können wir übertragen auf die Art der Reichgottes-Arbeit heute (nach 1.Kor.3,6-9): Das 
Gelingen der Arbeit hängt allein von Gottes Segen ab, wir können nichts aus eigener Leistung 
vollbringen. Gott jedoch gebraucht uns als SEINE Mitarbeiter: ER baut sein Reich, indem ER Gelingen 
zu dem gibt, was wir für IHN tun wollen. Und es sind große Dinge, die ER durch uns tut, wie hier 
den Wiederaufbau Jerusalems durch Nehemia. Trotz dass wir keinen Lohn verdient haben, gibt Gott ihn 
uns aus seiner Gnade.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Daniel 9:25-Daniel 9:26;">Daniel 9:25-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Übersetzung der Schlachter-Bibel ist hier irreführend: »Vom Erlaß des Befehls zum Wiederaufbau 
Jerusalems bis auf den Gesalbten, einen Fürsten, vergehen sieben Wochen; und innert zweiundsechzig 
Wochen werden die Straßen und Gräben wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit. Und nach den 
zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden« (Dan.9,25-26).

Man erhält hier den Eindruck, es gebe zwei Gesalbte: den ersten nach den ersten nach 7 Wochen, den 
zweiten nach 62 Wochen. Es gibt aber nur einen Gesalbten, nur einen Messias, den Christus! Die 
Verse meinen: »Vom Erlaß des Befehls zum Wiederaufbau Jerusalems bis auf den Gesalbten, einen 
Fürsten, vergehen sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen; in diesen zweiundsechzig Wochen werden 
die Straßen und Gräben wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit. Und nach den zweiundsechzig 
Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden« (Dan.9,25-26).

So übersetzt z.B. die Luther 1545: »Von der Zeit an, so ausgehet der Befehl, daß Jerusalem soll 
wiederum gebauet werden, bis auf Christum, den Fürsten, sind sieben Wochen und zweiundsechzig 
Wochen« (Dan.9,25).

Es sind also vom ersten Befehl zum Wiederaufbau Jerusalems bis zu Christus 69 Jahrwochen. Die 
Unterteilung in 7 und 62 Wochen bedeutet:
-- den ersten Befehl zum Wiederaufbau gab Cyrus. In den folgenden 49 Jahren wurde der Tempel gebaut.
-- den zweiten Befehl zum Wiederaufbau gab Darius nach diesen 49 Jahren. In den folgenden 434 
Jahren wurde die Stadt Jerusalem wiederhergestellt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Nehemiah 1:1-Nehemiah 1:11;">Nehemia 1:1-11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wenn unsere Gebete unerhört bleiben, so kann das einfach daran liegen, dass wir Gottes 
Gebetserhörung nicht ausführen! Nehemia soll hier unser Vorbild sein: Er betete inständig vor 
Gott, so wie wir es auch tun sollen und vielleicht auch tun (Neh.1,4-10):
-- er zeigte, dass ihm sein Anliegen vor Gott ernst war (Neh.1,4), indem er fastete
-- er begann sein Gebet mit einer ehrfurchtsvollen Anrede Gottes (Neh.1,5)
-- er bekannte seine Sünden und die seines Volkes (Neh.1,6-7)
-- er erinnerte Gott an SEINE Verheißungen (Neh.1,8-9)
-- er erinnerte Gott an SEINE großen Taten (Neh.1,10)
-- er bat Gott um Erhörung seines Gebetes dadurch, dass ER Gelingen geben möge zu dem, was Nehemia 
in dieser Richtung anpacken werde (Neh.1,11)

Vielleicht ist es gerade dieser letzte Punkt, der uns fehlt: uns Gott zur Verfügung zu stellen, und 
in SEINER Kraft (mit SEINEM Segen; indem Gott erhört) dann Gottes Gebetserhörung einfach 
auszuführen. Und das auch selbst zu beginnen, wie Nehemia es tat (Neh.2,3-5).

Das heißt nicht, dass wir einer Gebetserhörung nachhelfen könnten; auch Nehemia wusste, dass dieses 
Werk, das er tat, nur von Gott getan wurde (Neh.6,16). Die Tatsache, dass Menschen beteiligt sind, 
wie bei vielen Gebetserhörungen, ändert nichts an der Tatsache und Größe der Erhörung.

Im NT ist es ähnlich: Christus handelt durch SEINEN Leib, die Gemeinde.

Weitere Beispiele, dass Erhörungen (das, was Gott uns geben will) einfach ausgeführt werden müssen:
-- der Knecht Elisas musste das Eisen, dass Elisa zum Schwimmen gebracht hatte, aufheben (2.Kö.6,7).
-- der Gelähmte musste sein Bett nehmen und aufstehen und heimgehen (Mt.9,6)
-- Petrus musste aufstehen, sich anziehen und dem Engel folgend, als er aus dem Gefängnis befreit 
wurde (Apg.12,7-8)
-- Naeman musste sich siebenmal im Jordan waschen, um rein zu werden (2.Kö.5,10).
-- Petrus musste schon das Schiff verlassen, um auf dem Wasser zu wandeln (Mt.14,29).

Die Annahme der Gebetserhörung fordert hier in den meisten Fällen den Glauben, dass Gott erhört 
hat. Anscheinend ist es oft so: wenn wir beten, so ist Gottes Antwort: »Ich habe erhört. Nimm es!« 
Und wir müssen dann einfach im Glauben an Gottes Erhörung handeln

Es gibt natürlich auch Gebete, bei deren Erhörung keine Menschen beteiligt sein können:
-- Elia betete ein Gebet und es regnete dreieinhalb Jahre nicht (Jak.5,17).
-- Elia betete um Feuer vom Himmel, das den Altar verzehrte (1.Kö.18,37)

Kann es sein, dass wir Gott oft darum bitten, etwas zu tun, das Gott eigentlich uns als Aufgabe 
gegeben hat und zu dem ER entsprechend unserem Gebet Gelingen geben will? Beispiele:
-- wir beten darum, dass sich neue Gemeindemitglieder wohl fühlen mögen in unserer Gemeinde, aber 
wir haben noch nie mit ihnen gesprochen und auch nicht unsere Liebe zu ihnen ausgedrückt.
-- wir beten, dass Gott die Lasten undere Geschwister tragen möge und vergessen »Einer trage des 
anderen Last.«


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 3:9-Zechariah 3:10;">Sacharja 3:9-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Sach.3,9 ist ein hinweis auf Christus, den Stein, den die Bauleute verworfen haben, und der zum 
Eckstein geworden ist, und durch den die ganze Sünde an einem Tage entfernt wurde. Nämlich an dem 
Tag, an dem Christus für unsere Sünde starb.

Sach.3,10 ist das Resultat: die Mission. Wir werden einander zu Christus einladen, dem Weinstock. 
Hier haben wir also schon im AT den Missionsauftrag für alle Gläubigen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Proverbs 8:1-Proverbs 9:18;">Sprüche 8:1-9:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese beiden Kapitel lehren über die in Jesus Christus personifizierte Weisheit (vgl. Spr.8,22-31). 
Diese Identifikation zeigt, dass alles, was Salomo in den Sprüchen über die Weisheit sagt, 
eigentlich von Jesus Christus gesagt ist.

Spr.8,33-34: Zum Gehorsam gegenüber Christus (gläubig werden und SEINEN Willen tun) ist es nötig, 
dass wir »täglich an seiner Pforte wachen und die Pfosten seiner Tür hüten«. Das heißt: dass wir 
die Gemeinschaft mit IHM suchen, z.B. durch Bibellesen und Gebet.

Spr.8,35: »denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Gnade von dem HERRN;«. Allein 
durch Jesus Christus können wir ewiges Leben und Gnade vor Gott finden.

Spr.8,30: Unser HERR Jesus Christus war stets die Freude SEINES Vaters.

Spr.8,14-16: Nur weil Christus sie ausrüstet, können Herrscher gerecht regieren und gerecht 
richten. Christus hält diese Welt in der Hand, niemand kann ohne IHN regieren! Und auch für das 
Leben jedes Einzelnen Menschen gilt (Spr.8,14): Alle Leistungsfähigkeit kommt von Christus, allein 
können wir nichts tun. Wir können uns von IHM Weisheit, Disziplin, Verstand und Kraft geben lassen:
»Nehmet meine Zucht an, und nciht Silber, und Erkenntnis lieber als feines Gold.« (Spr.8,10)

Spr.8,7: »meine Lippen verabscheuen loses Geschwätz« (Strong 7562: moralische Falschheit, 
Ungerechtigkeit, etwas Schlimmes). Der HERR hat nie so geredet!

Spr.8,8-9: »Den Verständigen sind sie ganz recht, und wer Erkenntnis sucht, findet sie richtig 
[nämlich die Reden Christi, Spr.8,8; Anm].« Wer tatsächlich Gott sucht (hier formuliert: »wer 
Erkenntnis sucht«), der wird stets Christus glauben, der hat keine Probleme damit.

Spr.8,1-6: Dies ist Jesu Einladung zum Glauben, der Ruf zum ewigen Leben.

Spr.9,3-6: Auch hier haben wir die Einladung Christi zum ewigen Leben, wie schon in Spr.8,1-6. 
Diese Einladung gilt allen, auch den Törichten und Unweisen (hier ein Bild auf Gottlose, vgl. 
Spr.9,13-18). Es fällt auf, dass hier nur Törichte (Gottlose) eingeladen werden - vielleicht 
deshalb, weil es keine gibt, die Gott gefallen, außer bei Christus. Die Aussendung der Mägde 
(Spr.9,3) ist ein Bild auf die Menschen, die Gott einladen: Propheten, Missionare, alle Christen. 
Mission ist Einladung zur Weisheit, zu Christus (Spr.9,4-6).

Spr.9,5: »Kommt, zehret von meinem Brot und trinket des Weins, den ich schenke!« Nach der Symbolik 
des Abendmahls im Neuen Testament bedeutet »mein Brot« »Das ist mein Leib, der für euch gegeben 
wird« (Lk.22,19) und der »Wein, den ich schenke« »Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute, 
das für euch vergossen wird« (Lk.22,20). Spr.9,5 ist damit eine Einladung an Sünder, das Opfer Jesu 
Christi zur Vergebung ihrer Sünden anzunehmen.

Spr.9,6: »Verlasset die Torheit, auf daß ihr lebet, und geht einher auf dem Wege des Verstandes!« 
Der Glaube, die Umkehr vom Leben mit dem Teufel, ist die einzige Möglichkeit, um zu leben.

Spr.9,11-12: »Denn durch mich werden deine Tage sich mehren und werden Jahre zu deinem Leben 
hinzugefügt. Bist du weise, so kommt es dir selbst zugute; bist du aber ein Spötter, so hast du's 
allein zu tragen.« Durch Christus haben wir ewiges Leben, und dieses ist zu unserem eigenen Besten. 
Wir können Gott nicht bereichern, sondern SEINE Gnade ist zu unserem eigenen Besten. Der Gottlose 
(hier: der »Spötter«) muss seine Schuld alleine tragen: er wird von Gott gerichtet.

Spr.9,13-18: Auch der Teufel lädt ein. Er kann jedoch nur einladen zur Sünde (Spr.9,17), aber nicht 
dazu zwingen. Der Teufel bringt zu Tode, wer in sein Haus kommt (Spr.9,18). Nur sagt er es denen 
nicht, die er einlädt (»Er weiß aber nicht [...]«; Spr.9,18), sondern lockt sie mit gestohlenem 
Wasser und heimlichem Brot (Spr.9,17). Dies ist dem Angebot Jesu (Brot und Wein; Spr.19,5) 
nachgeahmt; was bedeuten die Unterschiede?

Luther übersetz das Bild in Spr.9,13: »Es ist aber ein töricht, wild Weib, voll Schwätzens und weiß 
nichts«. Der Teufel selbst ist töricht und weiß nichts von der Weisheit.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Nehemiah 7:1-Nehemiah 13:31;">Nehemia 7:1-13:31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nehemia 7:
-- Einführung des Tempeldienstes
-- Aufbau der Stadtmauer
-- Verzeichnis der Heimkehrer

Nehemia 8:
-- Verlesung des Gesetzes (Neh.8,1-12)
-- Feier des aubhüttenfestes

Nehemia 9:
-- Erneuerung des Gottesbundes (Neh.9,1-10)

Nehemia 10:
-- Unterzeichung des Bundes und übernommene Verpflichtungen.

Nehemia 11:
-- Einwohnerlisten
-- Verzeichnisse der Priester und Leviten

Nehemia 12:
-- Mauereinweihung (Neh.12,27-43)
-- Ordnung des Tempeldienstes (Neh.12,44-47)
-- Trennung von allen Heiden

Nehemia 13:
-- Scheidung / Verbot von Mischehen

Wie lassen wir uns heute vom Wort Gottes berühren? Geht es uns nahe oder halten wir Distanz? 
(Neh.8,9)

Bekennen wie Gott unsere Schuld? (Neh.9)

Wie steht es mit Gottes Geboten in unserem Leben? (Neh.10)

Wie halten wir es mit dem Sonntag, dem Tag des HERRN? (Neh.13,15)

Was denken wir heute über Mischehen? (Neh.13)

Fazit aus dem Buch Nehemia: Wer mich liebt, der hält meine Gebote.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 1:1-Amos 1:2;">Amos 1:1-2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Durch einen niedrigen Hirten wie Amos hat Gott Könige zurechtgewiesen, und durch einen schwachen 
Knecht wie David schlug der HERR die Philister (1.Sam.17,40). Denn: »Und diese ganze Gemeinde soll 
erfahren, daß der HERR nicht durch Schwert noch Spieß hilft; denn der Kampf ist des HERRN Sache, 
und Er wird euch in unsre Hand geben!« (1.Sam.17,47).

So ist denn auch jeder Dienst, den wir aus eigener Kraft tun wollen, wertlos. Doch alles, was der 
HERR durch uns tut, ist stark und kräftig, auch wenn wir noch so schwach sind.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 4:13">Amos 4:13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott zeigt dem Menschen an, was seine (d.i. des Menschen) Gedanken sind. Wir können vor Gott nichts 
verstecken, auch unsere geheimsten Gedanken kennt der HERR, der auf das Herz sieht (1.Sam.16,7). 
Das bedeutet aber auch, dass Gott uns das offenbaren kann und offenbart, was in unserem Herzen ist, 
wir aber selbst nicht erkennen können (1.Kor.4,4-5). Wie gut also, dass Gott jemand ist, der auch 
die Sünden unseres Lebens korrigieren kann, die wir gar nicht kennen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 8:4-Amos 8:7;">Amos 8:4-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Beschreiben diese Verse nicht ebensogut das »kapitalistische Prinzip«, nach dem nahezu alle in der 
Marktwirtschaft westlicher Länder handeln? Immer mehr Geld und Macht über Menschen mit ungerechten 
Methoden zu bekommen, wenn möglich Abfall anzudrehen (»Spreu für Korn verkaufen«, Amos 8,6)?

Gott ist gegen jede Geldgier (Amos 8,7; 1.Tim.6,10), denn diese ist eine Wurzel aller Übel 
(1.Tim.6,10)! Gott ist also gegen das »kapitalistische Prinzip« (d.i. Gewinnmaximierung mit allen 
Mitteln), denn das ist synonym mit »Geldgier«. Stattdessen gelten für Christen ganz andere Maßstäbe:

-- Wir sollen nicht das Ziel haben, reich zu werden, denn das führt uns ins Verderben (1.Tim.6,9).
-- Wir sollen uns deshalb fern von solchen halten, die sich Christen nennen, ihre Gottseligkeit 
aber für ein Mittel zur Gewinnmaximierung halten (1.Tim.6,5).
-- Wir sollen einsehen: wir werden nichts mitnehmen, wenn wir sterben (1.Tim.6,7), deshalb ist es 
völlig unsinnig, mehr zu erwerben als Nahrung und Kleidung (1.Tim.6,8).
-- Wenn wir also genügsam sind, so bedeutet unsere Gottseligkeit tatsächlich eine Quelle für all 
das, was wir brauchen (1.Tim.6,6), sei es dass man eben mit ehrlicher Dienstleistung Geld besser 
verdienen kann als durch verdeckten Betrug, sei es dass Gott selbst garantiert, für unsere Nahrung 
und Kleidung zu sorgen, wenn wir nur SEIN Reich an erste Stelle setzen (Mt.6,33).

Auch für die, die bereits reich sind, hat Gott den richtigen Weg, denn Reichtum an sich ist keine 
Sünde:
-- sie sollen nicht stolz sein (1.Tim.6,17)
-- sie sollen ihre Hoffnung inihct auf den unbeständigen Reichtum setzen, sondern auf Gott, der 
ihnen diesen Reichtum zum Genuss gegeben hat (1.Tim.6,17).
-- sie sollen Gutes tun, reich sein an guten Werken (1.Tim.6,18)
-- sie sollen freigiebig und mitteilsam sein (1.Tim.6,18)
-- denn so werden sie sich Kapital im Himmel für das wahre Leben sammeln (1.Tim.6,19). Man könnte 
dies das »kapitalistische Prinzip des Gläubigen nennen«: Maximierung der guten Werke aus Liebe ...


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 5:21-Amos 5:24;">Amos 5:21-24</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wir können Gott nur dienen, wenn unser Leben nach SEINEM Willen ausgerichtet ist. Nur dann, wenn 
wir auch nach SEINEM Willen leben, wenn unser Herz nahe bei Gott ist. Sonst wird Gott auch zu uns 
dagen müssen:

»Tue nur weg von mir das Geplärr deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich gar nicht hören!« 
(Amos. 5,23)

»Weiter spricht der HERR: Weil sich dieses Volk mit seinem Munde mir naht und mich mit seinen 
Lippen ehrt, während doch ihr Herz ferne von mir ist und ihre Furcht vor mir nur angelernte 
Menschensatzung;« (Jes.29,13)


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 1:1-Amos 2:7;">Amos 1:1-2:7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Amos beginnt mit 6 Prophezeihungen gegen andere Völker (Amos 1,1-2,3), dann folgt eine gegen Juda 
(Amos 2,4-5) und eine gegen Israel (Amos 2,6-9,15).

Was waren die Übertretungen der anderen Völker, derentwegen Gott ihnen Gericht ankündigt?

-- Die Syrer haben Gilead grausam zerschlagen (Amos 1,3). Der Ausdruck »weil sie Gilead mit 
eisernen Schlitten zerdroschen haben« (Amos 1,3) ist wörtlich gemeint: die Opfer wurden vor 
Dreschschlitten geworfen und von diesen zermalmt. Dreschschlitten werden erwähnt in Jes.28,27-28. 
Hasael und sein Sohn Benhadad (2.Kö.13,3) waren die Könige Syriens, die solches taten (vgl. 
2.Kö.13,7). Das, was die Syrer unter Hasael Israel antun würden, hatte bereits Elisa vorausgesagt 
(2.Kö.8,12).

-- Die Philister haben Gefangene in voller Zahl an Edom ausgeliefert (Amos 1,6). Diese Gefangenen 
waren Israeliten, die sie als Sklaven an Edom (Israels Brudervolk) verkauft haben.

-- Die Bewohner von Tyrus haben Gefangene in voller Zahl an Edom ausgeliefert und des Bruderbundes 
nicht gedacht (Amos 1,9). Auch diese Gefangenen waren Israeliten, denn der gemeinte Bruiderbund von 
Tyrus bestand mit Israel (vgl. 2.Sam.5,11; 1.Kö.5,2-6; 9,11-14; 27,10-22; 1Chr.14,1; 2.Chr.8,18; 
9,10).

-- Die Edomiter haben unbarmherzig und wütend gegen ihr Brudervolk gekämpft (Amos 1,11). Die 
Edomiter haben Esau als Vater: Gen.25,30, die Israeliten aber Israel. Mit dem Brudervolk ist also 
Israel gemeint.

-- Die Ammoniter haben mit den Gileaditern gekämpft und ihre schwangeren Frauen aufgeschlitzt, um 
ihr Gebiet zu vergrößern (Amos 1,13). Die Gileaditer waren Israeliten! Die Ammoniter sind  
Nachkommen Lots, also Verwandte Israels (1.Mo.19,38).

-- Die Moabiter haben die Gebeine des Königs von Edom verbrannt (Amos 2,1). Dies ist die einzige 
Sünde eines heidnischen Volkes, die hier erwähnt wird, die nicht an Israel geschah. Die Moabiter 
sind Nachkommen Lots, also auch mit Israel verwandt (1.Mo.19,37).

Keines dieser Völker war schuldlos, jedes in einer Sache grausam. Die Moabiter haben grausam gegen 
die Edomiter gehandelt, die selbst Grausamkeiten verübten, und beide werden bestraft: eine 
Grausamkeit rechtfertigt keine Grausamkeit der Gegenseite. Gott sieht die Schuld bei grausamen 
Kriegen der Welt auf allen Seiten!

Welcher Übertretung wegen aber wird Juda bestraft? Sie haben das Gesetz des HERRN verachtet und 
seine Satzungen nicht beobachtet (Amos 2,4). Für die Nichtbeachtung des Gesetzes bestraft Gott nur 
den, der SEIN Gesetz auch kannte. Die Heiden werden dagegen nur für besonders grausame Sünden 
bestraft, von denen sie selbst erkennen können, dass sie falsch sind. Vgl. Lk.12,47-48: Auch Heiden 
können  tun, was gerecht bestraft werden muss, ihre Strafe wird aber geringer ausfallen. »Denn 
welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen« (Lk.12,48).

Welcher Übertretung wegen aber wird Israel bestraft? Es ist interessant, dass Israels Vergehen 
denen der Nationen ähnelt »weil sie den Gerechten um Geld und den Armen für ein Paar Schuhe 
verkaufen; weil sie nach dem Erdenstaub auf den Köpfen der Geringen gierig sind und die Wehrlosen 
vom Wege stoßen« (Amos 2,6-7). So, als sei Israel bereits so weit von Gott weg, das es SEIN Gesetz 
nicht mehr kennt und deshalb wie die Heiden nicht dafür bestraft werden kann. Später dann begründet 
Gott dann doch das Gericht an Israel mit der besonderen Stellung als Gottes Volk (Amos 3,1).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 28.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 3:1-Amos 3:15;">Amos 3:1-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Amos 3,3: Nur wenn zwei miteinander eins sind, gehen sie ja zusammen. Der HERR fragt hier: Wie 
sollte ich noch mit Israel zusammen gehen, wenn es doch derart gegen mich ist?

Amos 3,4-6 ist ein Chiasmus:

»Fällt auch ein Vogel in den Strick auf der Erde, da kein Vogler ist?« (Amos 3,5) entspricht
»Ist auch ein Unglück in der Stadt, daß der HERR nicht tue?« (Amos 3,6). So wie eine Falle immer 
auf einen Fallensteller hinweist, weist ein Unglück immer auf den HERRN hin, der es tut.

 
»Brüllt auch ein Löwe im Walde, wenn er keinen Raub hat?« (Amos 3,4) entspricht 
»Hebt man auch den Strick auf von der Erde, der noch nichts gefangen hat?« (Amos 3,5) entspricht
»Bläst man auch die Posaune in einer Stadt, daß sich das Volk davor nicht entsetze?« (Amos 3,6). So 
wie das Aufheben des Strickes immer einen Fang anzeigt, zeigt die Posaune immer einen Alarm an. Die 
Falle wird nicht aufgehoben vor dem Fang, und die Posaune nicht geblasen vor dem Unglück - so wird 
auch der HERR mit Sicherheit sein Volk heimsuchen (Amos 3,2) und das Gericht nicht vorher aufheben.

Amos 3,8: Für die Gläubigen des Neuen Testaments gilt dieser Vers auch (vgl. Apg.4,20): Wir können 
nicht anders, als Gott zu gehorchen und SEIN Evangelium zu verkündigen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 29.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 4:1-Amos 4:13;">Amos 4:1-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR wiederholt hier oft »dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt« (Amos 4,6.8.9.10.11). Das 
impliziert, dass die Israeliten die Möglichkeit hatten, nach Gottes Willen zu leben statt Böses zu 
tun. Und dass es für uns auch nicht die Ausrede für Sünde gibt »ich kann doch nicht anders«.

Amos 4,1.4.5: Gott weiß, was wir tun. Unsere Sünden sind IHM nicht verborgen. Selbst unsere 
Gedanken sind IHM nicht verborgen (Amos 4,13).

Die richtige Antwort auf eine Herausforderung Gottes zum Kampf (wie hier Amos 4,12) ist die 
Kapitulation, die Unterwerfung unter Gott. Vergleiche:
-- Jehu fordert die Hüter der Söhne Ahabs zum Kampf, diese aber kapitulieren (2.Kö.10,1-5)
-- Bekehrung im NT ist im Bild auch eine Kapitulation vor Gott, der mit einem mächtigeren Heer 
kommt (Lk.14,31-32). Die Kapitulation der Bekehrung muss vollständig sein: »So kann auch keiner von 
euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.« (Lk.14,33).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Esther 3:15">Ester 3:15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Haman trank mit dem König zusammen, so dass dieser im Rausch nicht die Trauer in Susa merken konnte 
noch sich seines Entschlusses gereuen lassen konnte.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Esther 5:7-Esther 5:8;">Esther 5:7-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Auch das entsprach der Vorsehung Gottes, dass Ester mit ihrer Bitte an den König einen Tag länger 
wartete. Denn Gott hatte vor, Haman vor Mordechai zu demütigen und Mordechai vor dem König zu 
erhöhen (Est.5,12-6,14).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Esther 9:17-Esther 9:19;">Ester 9:17-19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es ist ein guter Gedanke, nach großer Gnade und großem Segen oder Erfolg, den wir von Gott erhalten 
haben, Gott ein Fest dafür zu feiern und IHM zu danken. Nicht unseren eigenen Erfolg zu feiern um 
uns selbst weiter zu motivieren, sondern dem zu danken, der ihn uns gegeben hat!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Esther 1:1">Ester 1:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Geschichte der persischen Könige um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft der Juden:

-1- Nebukadnezar, der König von Babel, hatte die Juden in Gefangenschaft nach Babel geführt (Esra 
2,1) und den Tempel zerstört (Esra 5,12). Zu seiner Zeit war Daniel in Babylon. Nebukadnezar war 
es, der stolz wurde und dann von Gott gedemütigt wurde, bis er einsah, dass Gott das Königtum dem 
verleiht, dem er will (Dan.5,20-21). Er regierte 604-561 v.Chr..

-2- Belsazar war der Sohn und Nachfolger von Nebukadnezar (Dan.5,17). Belsazar war »König der 
Chaldäer« (Dan.5,30), er ließ sich von Daniel ein Gesicht deuten und machte ihn dann zum Dritten im 
Königreich (Dan.5,29). Nach ihm zerfiel das babylonische Reich in das Reich der Meder und Perser 
(Dan.5,30).

-3- Darius Hystaspis, der Meder, wurde nach Belsazar König (Dan.5,31). Er machte Daniel zu einem 
der drei höchsten Fürsten in seinem Reich, und unter seiner Regierung wurde Daniel aus der 
Löwengrube errettet (Dan.6). Er ist der Sohn des Meders Ahasveros (Dan.9,1), der jedoch selbst kein 
König gewesen war, sein Sohn wiederum ist König Ahasveros von Persien, d.i. Xerxes.

-3- Cyrus, der König von Persien (Esra 1,1; 4,5) und Babel (Esra 5,13) (auch »Kores«, »Kyrus«). Er 
war gleichzeitig oder nach Darius König (Dan.6,28) und regierte von 546 v.Chr. an (ISBE, »Cyrus«). 
Im dritten Jahr der Regierung des Cyrus empfing Daniel ein Gesicht (Dan.10-11). Danach sollen noch 
drei Könige in Persien aufstehen, der vierte werde größeren Reichtum erwerben als alle anderen und 
dann gegen Griechenland streiten (Dan.11,2). Cyrus hatte im ersten Jahr seiner Regierung den 
Wiederaufbau des Tempels befohlen (Esra 5,13). Doch so lange er lebte, verhinderten die umher 
wohnenden Völker den Wiederufbau des Tempels (Esra 4,4-5).

-4- König Ahasveros von Persien: eigentlich »Xerxes«, der Name »Ahasveros« bzw. engl. »Ahasuerus« 
entstand durch falsche Vokalisation des entsprechenden hebräischen Wortes (vgl. ISBE zu »Xerxes«). 
Er war Sohn und Nachfolger von Darius Hystaspis und herrschte 485-465 v.Chr. Er wurde 480 v.Chr. in 
der Schlacht bei Salamis von den Griechen geschlagen. Im siebten Jahr seiner Regierung machte er 
Ester zur Königin (Est.2,16-17). Aus seiner Regierungszeit stammt das Purimfest (Est.9,23-26). 
Ahasveros machte Esters Pflegevater Mordechai schließlich zum mächtigsten Mann nach ihm (Est.10,3). 
Josephus und die griechische Übersetzug der Septuaginta nennen diesen König Artaxerxes, 
was jedoch eine Verwechslung ist. Zu Beginn seiner Regierung wurden die Juden bei ihm angeklagt 
(Esra 4,6). Est.2,5-6: Wurde Kis oder Mordechai selbst von Nebukadnezar aus Jerusalem gefangen 
weggeführt?

-5- Artaxerxes (auch »Artasasta«) von Persien erlaubte Esra und den Leviten und Priestern die 
Rückkehr nach Jerusalem und befahl die Wiederaufnahme des Tempeldienstes (Esra 7,1). Nehemia, der 
die Stadtmauer von Jerusalem wieder aufbauen durfte, war sein Mundschenk. In der 
Geschichtsschreibung ist dies Artaxerxes I. (465-424 v.Chr.). Er ist der dritte Sohn des Xerxes 
(ISBE, »Artaxerxes«). Die Feinde der Juden schrieben an ihn einen Anklagebrief gegen die Juden 
(Esra 4,7), woraufhin Artaxerxes den Tempelbau in Jerusalem stoppen ließ.

-6- Darius, der König von Persien, Nachfolger des Artaxerxes (Esra 4,5.24). In Esra 4,5-7 wird 
nicht berichtet, dass Darius Nachfolger von Cyrus war, sondern dass bis zu seiner Zeit der 
Tempelbau verhindert wurde und zwischenzeitlich Ahasveros und Artaxerxes Könige waren. Als 
Artaxerxes I. 424 v.Chr. starb, wurden nacheinander seine drei Söhne Xerxes II., Sogdianus und 
Ochus König. Letzterer gab sich den königlichen Namen »Darius« und ist dieser Darius, König von 
Persien. Im zweiten Jahr seiner Regierung wurde der Bau des Tempels wieder aufgenommen (Esra 4,24; 
6,6-12).

Esra 6,14 zeigt, dass die Vollendung des Tempels auf den Befehl der drei persischen Könige Cyrus, 
Artasasta und Darius hin geschah, dass also der Bericht über das, was Artasasta dazu beitrug (ab 
Esra 7) in den Bericht über die Fertigstellung des Tempels (Esra 1-6) einzuordnen ist. Wie passt 
dazu aber »Nach diesen Geschichten aber begab es sich [...]« (Esra 7,1)?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Esther 7:4">Ester 7:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Auch heute ist es hoffentlich noch so: wer die Gläubigen verfolgt, kann keinem Herrscher den 
Schaden ersetzen, der ihm durch diesen Verlust entsteht. Was wäre unsere Gesellschaft ohne 
Christen?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Esther 3:2-Esther 3:3;">Ester 3:2-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Haus bzw. der Palast des Königs war wie folgt gabaut:

-- Vor dem Königstor lag der Platz der Stadt (Est.4,6).

-- Das Königstor war das Tor zum Haus bzw. Palast des Königs selbst, so wie damals jedes vornehme 
Haus ein Tor hatte, in dem an beiden Seiten Bänke abgebracht waren und in dem der Hausherr die 
Gäste empfing und hinter das Personen nur zu besonderen Gelegenheiten Zutritt hatten (vgl. Treasury 
of Scriptural Knowledge zu Est.3,2, zitiert Dr. Shaw). Zum Königstor durfte man nicht im 
Trauergewand hineingehen (Est.4,2).
Im Königstor saßen die Knechte des Königs (Est.3,2), zu denen auch Mardochai gehörte 
(Est.2,19.21-22). Mardochai war also am Hof des Königs angstellt, und er ist uns ein Vorbild dafür, 
wie man Gott fürchtet und einem Arbeitgeber dient: Er ließ dem König von einem geplanten Anschlag 
berichten (Est.2,21-22), d.h. er hielt die Treue gegenüber ihm; er gehorchte Gott aber mehr als dem 
König, denn ohne zu Zögern übertritt er das königliche Gebot, sich vor Haman niederzuwerfen 
(Est.3,2-3). Er hielt diese größere Treue gegenüber Gott selbst, als er »am Arbeitsplatz gemobbt« 
wurde (Est.3,3-4). Sein geradliniges Verhalten konnte Gott segnen und machte ihn zum zweiten nach 
dem König (Est.10,3).

-- danach kam der äußere Hof, in dem man wartete, wenn man zum König wollte (Est.6,4-5).

-- und schließlich der innere Hof, den man unaufgefordert nicht betreten durfte, was Esther aber 
trotzdem tat: Est.5,1. Vom inneren Hof aus konnte man den König sehen, wenn er auf seinem Thron saß 
(Est.5,2).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Esther 6:10">Ester 6:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Ahasveros wusste, dass Haman ein Feind der Juden war (Est.3,10), denn er hatte Hamansn,  Gesetz zu 
ihrer Vernichtung unterschrieben (Est.3,13.14). Er wusste also auch, wie er Haman demütigte als er 
sagte »tue also mit Mardochai, dem Juden, der vor dem Königstor sitzt« (Est.6,10).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.1.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Esther 4:14-Esther 4:16;">Ester 4:14-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es scheint, als ob absichtlich der Name Gottes in diesem Buch nicht erwähnt wird, da er auch hier 
nicht erwähnt wird, trotz dass dies naheliegender wäre als eine solche Umschreibung. Welchen Grund 
mag das haben?

Matthew Henry meint, dass das Buch Ester ein Teil der Chroniken der banylonischen Könige war und 
dass deshalb hier der Name Gottes nicht erwähnt wird. Es könnte auch sein, dass dieses Buch in 
einer Zeit geschrieben wurde und unter den Juden verbreitet werden sollte, als es verboten war, 
öffentlich den Namen Jahwes zu nennen oder zu verehren, ähnlich wie in einer Christenverfolgung. 
Die Adressaten wussten aber, dass mit den Umschreibungen in diesem Buch Gott und SEIN Handeln 
gemeint waren.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 5:1-Amos 5:27;">Amos 5:1-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Verse zeigen deutlich, was dem HERRN wichtig ist: ER achtet kein Stück auf äußerlichen Pomp, 
auf dargebrachte Opfer und schöne Musik (Am.5,21-23), sondern er will Herzen, sie IHN suchen und 
Gerechtigkeit tun (Am.5,5-7.24).

Den HERRN ehrt man mit einem gerechten und liebenden Herzen, durch äußerliche Heuchelei lässt sich 
Gott nicht täuschen! Christ zu heißen und zu tun, was Christen tun, ist vor Gott nichts - ein Herz, 
das gerecht ist, weil es an Christus als seinen Retter glaubt, und dann IHM aus Liebe dient, das 
gefällt Gott.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 5:8">Amos 5:8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott hat das Siebengestirn gemacht: Gott selbst hat die Sterne angeordnet und absichtlich sieben 
davon zusammengestellt. Die Sterne stehen nicht zufällig oder bedeutungslos so am Himmel, wie sie 
stehen, sondern weil Gott sie an diesen Platz gesetzt hat. Und es ist doch wirklich bemerkenswert, 
dass es so etwas einzigartiges am Himmel wie das Siebengestirn gibt! Gott sagt, dass er selbst das 
Siebengestirn zusammenbegunden hat (Hiob 38,31).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 6:1-Amos 6:14;">Amos 6:1-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Am.6,8: Der HERR hasst den Stolz Jakobs und seine Paläste - Salomo hatte auch einen Palast, aber 
den hasste der HERR nicht. Es kommt immer auf die Herzenseinstellung an, mit der wir etwas bauen, 
tun und besitzen: wenn wir etwas als eigene Leistung betrachten und darauf stolz sind, so ist das 
Gott zuwider. Deshalb demütigt er hier die Vornehmen Israels, die in Prunk und Luxus leben, sich 
nicht um Gerechtigkeit scheren und dabei sagen »Ist das nicht unsere Leistung?« (Am.6,4-6.11-13). 
Deshalb demütigt der HERR auch Nebukadnezar, als er sagte »Ist das nicht die große Babel, die ich 
mir erbaut habe zur königlichen Residenz, kraft meines Reichtums und zu Ehren meiner Majestät?« 
(Dan.4,30),bis er erkannte »wer aber stolz einhergeht, den kann er demütigen!« (Dan.4,37).

Wer aber nicht stolz ist, sondern von allem, was er hat, weiß, dass es Gottes Gabe ist, den braucht 
Gott nicht zu demütigen (Dan.4,32).

Am.6,11: Der HERR selbst gab den Befehl, dass der Tempel zerstört werden soll. Dies war also keine 
frevelhafte Handlung eines gottlosen Heidenvolks, sondern nach Gottes Befehl und Willen. Das zeigt 
auch: Gott hat es nicht nötig, dass wir IHM auf der Erde ein Haus bauen. Schon Salomo sagte von dem 
Tempel, den er für Gott gebaut hatte: »Aber wohnt Gott wirklich auf Erden? Siehe, die Himmel und 
aller Himmel Himmel mögen dich nicht fassen; wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut 
habe?« (1.Kö.8,27). 

Und im NT sagt Paulus zu den Athenern diesbezüglich: »Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, 
was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln von Händen gemacht; 
ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte, da er ja selbst allen 
Leben und Odem und alles gibt. [...] daß sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl spüren und 
finden möchten, da er ja nicht ferne ist von einem jeglichen unter uns;« (Apg.17,24-25.27)

Es ist eine völlig falsche und absurde Vorstellung, dass unser Schöpfer unseren Dienst braucht - 
unser Dienst erfüllt nicht Gottes Bedürfnisse (Apg.17,25), sondern soll allein Ausdruck unserer 
Liebe zu unserem Schöpfer sein. Wir haben den Missionsauftrag nicht deshalb bekommen, weil Gott 
unsere Hilfe dabei benötigt, sondern weil er SEINEN Kindern die Möglichkeit gibt, zusammen mit IHM 
zu arbeiten, ER aber gibt in allem das Gelingen (1.Kor.3,6-7). Unsere Arbeit in Gottes Reich ist 
also keine Leistung, sondern das Glück und die Möglichkeit, in diesen kleinen Dingen zu zeigen, 
dass wir Gott lieben, indem wir nämlich SEINEN Willen tun (Joh.14,21).

Wir gleichen damit einem kleinen Kind, das mit dem Vater in die Werkstatt gehen durfte und vom 
Vater eine kleine Arbeit bekommt, so dass es mithelfen darf. So wie sich der kleine Sohn oder die 
Tochter sehr darüber freut »dem Vater geholfen zu haben«, auch wenn diese Hilfe minimal und 
unvollkommen ist und der Vater das Werkstück sicher nachbearbeiten muss, so dürfen wir uns auch 
darüber freuen, Gott beim Bau SEINES Reiches helfen zu dürfen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 2:1-Genesis 2:3;">1. Mose 2:1-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Am Ende des Werkes jedes Schöpfungstages hatte Gott stets sein Werk betrachtet »und Gott sah, dass 
es gut war« (1.Mo.1,18). Und jetzt, nachdem ER Himmel und Erde vollendet hatte (1.Mo.2,1-3), gönnte 
Gott sich einen Tag Ruhe: nicht weil ER müde war.

Der Mensch ist nun nach dem Bilde Gottes erschaffen: deshalb ist es ein guter Ratschlag, wie Gott 
sich an einem vollendeten Werk zu freuen, zu sehen, dass man etwas Gutes gemacht hat, sich eine 
Pause (oder ein Fest) dafür zu gönnen. So macht Arbeit auch wieder Freude - unsere hektische Zeit 
will uns aber diese Freude an der eigenen Arbeit und der Arbeit mit Gott nehmen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 7:1-Amos 7:9;">Amos 7:1-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Amos 7,1-9 enthält eine Beschreibung der Phasen, in denen Israel in die babylonische Gefangenschaft 
geriet:

-- Am.7,1-3: Dies ist ein Symbol für Phul, den König von Assyrien, der zur Zeit Menachems nach 
Israel kam, aber wieder abzog, als König Menachem ihm 1000 Talente Silber gab (2.Kö.15,19-20). Gott 
hatte es sich gereuen lassen, Israel so zu richten - aufgrund eines Gebetes Amos (Am.7,2-3)! Wie 
mächtig ist doch das Gebet auch nur eines einzigen Gerechten vor Gott!

--  Am.7,4-6: Dies ist ein Symbol für Tiglat-Pileser, den König von Assyrien, der »hatte schon das 
Erbteil ergriffen« (Am.7,4), denn er führte die Bewohner einiger Landesteile Israels gefangen nach 
Assyrien (2.Kö.15,29).

-- Am.7,7-9: Salmanassar, der König von Assyrien, belagerte und zerstörte schließlich Samaria und 
führte die Stämme Israels gefangen nach Assyrien (2.Kö.17,3-6).

Amos war ein Prophet aus Juda, der nach Israel gesandt war: diese Gerichtsdrohungen galten nur 
Israel (Amos 7,9: das Haus Jerobeams, d.i. des Königs von Israel), und tatsächlich blieb das 
Königreich Juda von Salmanassar verschont und kam nicht in die assyrische Gefangenschaft 
(2.Kö.17,18). Jedoch lebte auch Juda nicht nach den Geboten Gottes, weshalb Gott dann das ganze 
Volk verwarf (2.Kö.17,19-20).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 7:12-Amos 7:15;">Amos 7:12-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Um Diener Gottes zu sein, ist eine theologische Ausbildung nicht zwingend notwendig, sondern die 
Berufung und Begabung durch Gott. So hatte der HERR mit Amos hier einen armen Schafhirten zum 
Propheten gemacht (Am.7,14-15).

Wer Gott dient, muss das unabhängig von Geld tun; Amos handelte so, als er nicht auf den Vorschlag 
Amaziahs einging, zurück nach Juda zu gehen und dort mit seinen Weissagungen seinen 
Lebensunterhalt zu verdienen (Am.7,12). Amos war kein falscher Prophet, der mit Lügen seinen 
Lebensunterhalt verdiente (vgl. aber Hes.13,17-19).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 8:4-Amos 8:8;">Amos 8:4-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Unser Gott achtet trotz SEINER Größe besonders auf die Armen und Dürftigen und straft, wie hier, 
ihre Unterdrückung. Gott wird nicht jedem Armen zu Reichtum verhelfen (es ist nicht verkehrt, arm 
zu sein), sondern er beschützt die Armen vor Ausbeutung. Dabei lässt ER es jedoch wie hier bis zu 
einem gewissen Maß zu, dass Menschen einander ausbeuten, denn ER hat dem Menschen die Freiheit 
gegeben, Gutes oder Böses zu tun.

Ist es nicht ebensolche Ausbeutung von Armen durch einen jeden von uns, wenn wir durch Kauf in 
einem Supermarkt Bananen zu einem solch geringen Preis von den armen Bauern und Plantagenarbeitern 
kaufen, die sie herstellen? Es ist falsch zu sagen, es sei das »Prinzip der Marktwirtschaft«, das 
die Armen ausbeute, denn dieses Prinzip besteht aus jedem, der kauft.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Amos 9:11-Amos 9:12;">Amos 9:11-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Prophezeihung wurde zur Zeit Nehemias, Esras und Serubbabels, des Statthalters von Juda 
(Hagg.1,1) nur in einer Vorschattierung erfüllt, denn hier kehrte nur Juda aus der babylonischen 
Gefangenschaft zurück. Bestätigt wird das durch Jer.32,44, wo nur die Stämme Juda und Benjamin 
erwähnt werden, die aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkeren werden, ebenso erwähnt Esra 
1,5 nur Juda, Benjamin und Levi. Hier wurde also nicht ganz Israel wiederhergestellt (auf die 10 
Stämme des Königreichs Israel beziehen sich Amos Prophezeihungen aber hauptsächlich), sondern nur 
Juda.

Diese Prophezeihung bezieht sich daher auf die Wiederherstellung Israels in der Endzeit, auf das 
irdische Reich Israels unter Jesus Christus, dem Messias.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 4:1">1. Mose 4:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Im Hebräischen wird für »das erste mal miteinander schlafen« ein Wort verwendet, das mit »eingehen« 
übersetzt wird. Hier jedoch steht »Adam erkannte sein Weib Eva«. Das impliziert, dass beide auch 
schon vor dem Sündenfall miteinander geschlechtliche Gemeinschaft hatten - es ist unbiblisch zu 
sagen, Adam habe bei der Zeugung Kains zum ersten mal mit Eva geschlafen und die Sexualität sei 
also durch den Sündenfall in die Welt gekommen.

Die Sexualität wurde von Gott am Anfang geschaffen; sie ist an sich rein und deshalb kein 
schmutziges Thema.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 1:1-Genesis 1:31;">1. Mose 1:1-31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zusammenfassung zur Predigt vom 10.2.2002 in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde 
(Brüdergemeinde) Rennerod (Deutschland, Westerwald). Referent: Michael Link.

Der Schöpfungsbericht enthält im Hebräischen nur dreimal das Wort bara' (Stronh 1254); es bedeutet 
hier »schaffen aus dem Nichts« und wird in dieser Bedeutung auch nur auf Gott angewandt. Andere 
Tätigkeiten in der Schöpfung kann der Mensch abbildhaft auch durchführen: sprechen (1.Mo.1,3), 
etwas aus etwas anderem machen (1.Mo.1,7), benennen (1.Mo.1,8). Die drei Stellen, an denen hebr. 
»bara'« vorkommt, sind:

»Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.« (1.Mo.1,1)

»Und Gott schuf die großen Fische und alles, was da lebt und webt, wovon das Wasser wimmelt, nach 
ihren Gattungen, dazu allerlei Vögel nach ihren Gattungen. Und Gott sah, daß es gut war.« 
(1.Mo.1,21)

»Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich 
schuf er sie.« (1.Mo.1,27)


In all diesen Stellen wird etwas völlig neues erschaffen, die anderen Schöpfungstaten Gottes 
bestehen aus einer logischen Folge bereits angelegter Dinge (z.B. 1.Mo.1,12: die Erschaffung der 
Pflanzen). Die Tiere jedoch sind gegenüber den Pflanzen etwas qualitativ neues: sie sind »lebendige 
Seelen«, wie man in 1.Mo.1,20 eigentlich übersetzen muss. Tatsächlich haben die Tiere seelisches 
Empfindungsvermögen: sie können Trauer, Schmerz und Freude ausdrücken und bewerten Vorgänge um sie 
herum. Das geht Pflanzen völlig ab. Wenn auch in geringem Ausmaß, so haben die Tiere damit etwas 
gemeinsam mit dem Menschen, der eine lebendige Seele ist (1.Mo.2,7). Aus diesem Grund sagt die 
Bibel auch: »Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; das Herz des Gottlosen aber ist unbarmherzig.« 
(Spr.12,10) und berichtet auch davon, dass Gott selbst Erbarmen hat mit dem Vieh (Jon.4,11).

Auch waren die Tiere ja nicht von Anfang an dem Menschen zur Speise gegeben (1.Mo.1,29-30), sondern 
erst nach der Sintflut (1.Mo.9,3). Der Odem, den Gott dem Menschen in die Nase bließ (1.Mo.2,7) und 
machte ihn zu einer lebendigen Seele (1.Mo.2,7); er stellt also nicht den Geist des Menschen dar, 
sondern die mit den Tieren gemeinsame lebendige, seelische Komponente. Was zeichnet den Menschen 
dann aber vor allen Tieren aus? Das Besondere am Menschen ist seine Gottesebenbildlichkeit 
entsprechend dem Entschluss Gottes (1.Mo.1,26-27). Deshalb nämlich ist es zwar seit Ende der 
Sintflut erlaubt, Tiere zu töten (1.Mo.9,3), aber nicht Menschen, denn Gott hat den Menschen nach 
SEINEM Bilde erschaffen (1.Mo.9,6).


1.Mo.1,14-17: Gott erschuf eine fertige Sonne. Heute können wir beobachten, wie neue Sterne 
entstehen, die Sonne jedoch wurde als fertiger Stern »mit Geschichte« erschaffen. Ein Beobachter 
mit heutigem Wissen hätte der Sonne sofort nach ihrer Erschaffung ein Alter von mehrern Millionen 
Jahren zugestehen müssen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 10.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 3:16">1. Mose 3:16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gottes Fluch für die Frau war unter anderem: »und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und 
er soll dein Herr sein.«. Für »Herr sein« steht hebräisch »mashal« (Strong 4910), d.h. »regieren«.

Demgegenüber wird Gottes Befehl »[...] füllt die Erde und macht sie euch untertan [Strong 3533, 
Anm.] und herrscht 07287 über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles 
Getier, das auf Erden kriecht.« (1.Mo.1,28) mit anderen Worten ausgedrückt:
-- herrschen (Strong 7287): wörtl. zertreten, also unterjochen: zur Herrschaft kommen und dann 
regieren.
-- untertan machen (Strong 3533): wörtl. zertreten, also erobern, unterwerfen.

Was für eine Herrschaft der Menschen über die Erde und was für eine des Mannes über die Frau nach 
dem Sündenfall hat Gott gemeint?

Beispiele für hebr. »mashal« (Strong 4910), d.i. »regieren«:
--  »Und Gott setzte sie an die Himmelsfeste, damit sie [...] den Tag und die Nacht beherrschten 
und Licht und Finsternis unterschieden.« (1.Mo.1,17-18).
-- » bist aber nicht fromm, so ruht die Sünde vor der Tür [...]; du aber herrsche [Strong 4910, 
Anm.] über sie.« (1.Mo.4,7)
-- »Und er sprach zu dem ältesten Knecht seines Hauses, der allen seinen Gütern vorstand [Strong 
4910, Anm.]: [...]« (1.Mo.24,2).
-- »Da sprachen seine Brüder zu ihm: Solltest du unser König werden und über uns herrschen [Strong 
4910, Anm.]? und sie wurden ihm noch feinder um seines Traumes und seiner Rede willen.« (1.Mo.37,8)
-- Von Christus selbst wird dieses Wort gebraucht: 2.Sam.23,3-4.

Dieses hebräische Wort meint also »herrschen, Herr sein, Machthaber sein« ohne jede qualitative 
Wertung der Art der Herrschaft. Gott sagte in 1.Mo.3,16 also erstmal nur, dass die Frau dem Mann 
gehorchen muss, dass er die Macht über seine Frau haben wird. In der Geschichte waren die 
Gesellschaften denn auch fast ausnahmslos patriarchalisch bestimmt. Dieses Gebot Gottes ist heute 
nicht aufgehoben, aber das NT lehrt, wie der Mann herrschen soll über die Frau, nämlich mit Liebe, 
die sich selbst für die Frau hingibt (Eph.5,25).

Auch bei hebr. »radah« (Strong 7287), das gebraucht wird für das Herrschen über das Vieh 
(1.Mo.1,28) ist noch keine qualitative Wertung der Art des Herrschens impliziert, wie die 
Verwendung dieses Wortes in 3.Mo.25,43 zeigt (»Und sollst nicht mit Strenge über sie herrschen 
[Strong 7287, Anm.], sondern dich fürchten vor deinem Gott«). In Verbindung mit Spr.12,10 (»Der 
Gerechte erbarmt sich seines Viehs; das Herz des Gottlosen aber ist unbarmherzig.«) zeigt sich, 
dass Gott vom Menschen eine weise, barmherzige Herrschaft über die Tiere wollte, die ER ihm 
unterstellt hatte.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 3:1-Zechariah 3:10;">Sacharja 3:1-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Sach.3,8-10 spricht von Jesus Christus, dem kommenden Messias (»Spross genannt«, Sach.3,8). Jedoch 
ist auch die Begebenheit mit Joschua (die hebräische Form zu griech. Jesus: Retter, Befreier) zuvor 
ein prophetisches Bild auf Jesus Christus.

Joschua stand vor dem »Engel des HERRN« (Sach.3,1); Jesus Christus als Person Gottes ist im AT 
dieser »Engel des HERRN«. Im Bild stand Jesus kurz nach SEINEM Tod am Kreuz vor Gott, und der Satan 
klagte ihn an (Sach.3,1). Doch Gott lässt diese Anklage nicht zu (Sach.3,1), sondern lässt Jesus 
die schmutzigen Kleider, das sind unsere Sünden, die ER trug, abnehmen und ihm Feierkleider geben. 
In Sach.3,7 findet sich dann die Einsetzung Jesu zu dem, was ER jetzt ist: Hoherpriester Gottes, 
(Hebr.7,26-27) der stets vollen Zugang zu Gott hat (Hebr.7,25), und gleichzeitig Richter dieser 
Welt (Hebr.2,8).

Jesus hatte auch Schuld (Sach.3,3) - aber nicht eigene, sondern unsere Sünden waren das!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 1:31">1. Mose 1:31</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott beendet hier sein Schöpfungswerk und nimmt das wahr: »Und Gott sah alles, was er gemacht 
hatte, und siehe, es war sehr gut.« (1.Mo.1,31), die Schöpfung war perfekt. Das findet eine völlige 
Parallele in der Beendigung des (weit größeren!) Erlösungswerkes durch Christus: »Als nun Jesus den 
Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.« 
(Joh.19,30). Damit hatte Christus eine »ewige Erlösung erfunden« (Hebr.9,12), d.h. dieses Werk war 
ebenfalls perfekt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 7.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Kings 2:19-II Kings 6:7;">2. Könige 2:19-6:7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was können wir aus diesen Geschichten lernen? »Das alles, was jenen widerfuhr, ist ein Vorbild und 
wurde zur Warnung geschrieben für uns, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen ist.« 
(1.Kor.10,11).

2.Kö.2,19-21
2.Kö.4,1-7
2.Kö.4,38-41
2.Kö.6,1-7

Welche Ähnlichkeiten gibt es zwischen diesen Geschichten?
-- Stets besteht zu Anfang ein Problem, das am Ende gelöst ist.
-- Fast überall geht es um »biologische Grundbedürfnisse«
-- Vor dem Wunder wird stets der Gehorsam geprüft.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 3:21">1. Mose 3:21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Warum musste hier ein absolut unschuldiges, unbeteiligtes Tier sterben, d.h. warum hat Gott nicht 
aus dem Leder der Schlange Kleidung für Adam und Eva gemacht? Die Schlange hätte für ihre 
Verführung doch den Tod verdient ...

Sich seiner Nacktheit zu schämen war erst eine Folge des Sündenfalls (1.Mo.3,7). Sie versuchten 
dann, ihre Nacktheit vor Gott zu verbergen (1.Mo.3,10), durch Feigenblätter (1.Mo.3,7) und indem 
sie sich hinter den Bäumen des Gartens Eden versteckten (1.Mo.3,8). Beides half nichts; Gott erst 
bedeckte die Auswirkungen ihrer Sünde, indem er ihnen Pelzröcke macht. Diese Handlung ist damit die 
Vorschattierung des Tieropfers, bei dem ebenfalls ein unschuldiges Tier für die Sünden von Menschen 
stellvertretend geopfert werden musste (vgl. Abels Opfer, 1.Mo.4,4). Wer selbst schuldig ist, kann 
unmöglich die Sünden anderer tragen oder ihnen aus der Not ihrer Sünden helfen.

Das Tieropfer wiederum ist die Vorschattierung des einen, vollkommenen Opfers Chrisi (Hebr.10,10), 
denn die Tieropfer selbst können unmöglich Sünden wegnehmen (Hebr.10,3-4.11).

Gott hat Adam und Eva nicht befohlen, ein Tier zu töten und sich Röcke zu machen, sondern ER hat es 
selbst getan. Dadurch wird bereits klar, dass Gott alle Schritte zu unserer Rechtfertigung selbst 
übernehmen wird (vgl. Röm.8,3).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 2:17">1. Mose 2:17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Für den Teufel gibt es nach seiner Sünde (Hes.28,12-19) keine Möglichkeit zur Errettung, er wird 
ewig verdammt werden (Offb.21,10). Auch für den Menschen hätte es keine Möglichkeit der Errettung 
gegeben, wenn er nach seiner Sünde vom Baum des Lebens gegessen hätte (1.Mo.3,22) - deshalb war es 
Gnade Gottes, den Menschen nach dem Sündenfall davor zu bewahren, d.h. davor, ewig in seiner Sünde 
leben zu müssen.

Der natürliche Tod bewahrt den Menschen also davor, zwangsläufig ewig in Sünde leben zu müssen und 
von Gott auf ewig verdammt werden zu müssen. Mit dem Tod hat Gott also eine Möglichkeit 
gegeben, dass einmal in Sünde gefallene Menschen wenigstens prinzipiell wieder mit IHM in 
Gemeinschaft kommen können, so wie Christen nach ihrem natürlichen Tod mit Gott im Himmel wieder 
die völlige Gemeinschaft haben werden aufgrund des stellvertretenden Todes Christi.

Gott hatte SEINE Schöpfung also als redundantes System ausgerüstet: selbst bei einem Sündenfall 
gibt es noch eine prinzipielle Chance für den Menschen, die Gott ihm schließlich in Jesus Christus 
angeboten hat.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 3:7">1. Mose 3:7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was bedeutet das Erkennen der eigenen Nacktheit nach dem Sündenfall? Gott wollte, dass die Menschen 
demütig mit ihrem Schöpfer leben, in einer Beziehung der Unterordnung und gegenseitigen Liebe. Der 
Mensch hatte so vor Gott nichts zu verbergen, auch hatten die Menschen voreinander nichts zu 
verbergen - Nacktheit drückt diesen ursprünglichen, schuldlosen Zustand aus.

Als der Mensch sich jedoch erhob und sein wollte wie Gott (1.Mo.3,5-6), war es mit dem demütigen, 
völlig offenen Umgang mit Gott vorbei: Adam und Eva versuchten ihre Schuld vor Gott zu verbergen 
(Hi.31,33).

Auch der völlig offene Umgang der Menschen miteinander, selbst eines Ehepaares, war vorbei: Adam 
und Eva verbargen ihre Nacktheit durch Feigenschurze voreinander (1.Mo.3,7). Das war nämlich noch 
kein Verbergen vor Gott, erst später, als sie sich vor IHM hinter den Bäumen versteckten 
(1.Mo.3,8). Durch die nun bestehende Möglichkeit zum Bösen müssen sich die Menschen durch Kleidung 
vor Blicken böser Begierde schützen. Auch Christen leben in dieser Welt nicht im Urzustand Adams 
und Evas, deshalb ist uns auch im NT der Schutz durch sittsame Kleidung geboten (1.Tim.2,9).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.3.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jonah 1:9-Jonah 1:16;">Jona 1:9-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Jon.1,14: Dass unschuldiges Blut auf jemandem ist heißt, es wurde jemand getötet, ohne es 
veschuldet zu haben (5.Mo.27,25; 1.Sam.19,5). Das ist sowohl der Fall, wenn ein Bluträcher jemanden 
tötet, der fahrlässige Tötung begangen hat (5.Mo.19,10), als auch wenn jemand aus Hass seinen 
Nächsten tötet (5.Mo.19,13), als auch wenn einer erschlagen wurde und der Mörder ist unbekannt 
(5.Mo.21,1.9).

»rechne uns aber auch nicht unschuldiges Blut zu« (Jon.1,14) heißt also: »HERR, wenn wir Jona ins 
Meer werfen, so rechne uns das doch nicht als Mord an«, d.h. als Tötung eines Menschen, der es 
nicht verdient hat.

Es ist doch erstaulich, wieviel Gottesfurcht man manchmal unter Heiden (heute: Nichtchristen) 
findet, obwohl man es nicht erwartet. So fürchteten sich die Männer sehr, als sie erfuhren dass 
Jona vor dem Angesicht des HERRN floh (Jon.1,10). Sie behandelten ihn milde, trotz dass Jona sie in 
solche Lebensgefahr und um ihre Güter (Jon.1,5) gebracht hatte und versuchten, sein Leben zu 
schonen (Jon.1,13) - das entspricht nicht dem fleischlichen Verhalten eines Menschen. Schließlich 
beteten sie zu gott und brachten IHM nach ihrer Errettung Schlachtopfer und Gelübde dar 
(Jon.1,14-16).

Es gibt weitere Beispiele, wo Menschen dort Gottesfurcht fanden, wo sie keine erwarteten: Abraham 
meinte, die Ägypter würden ihn um seiner schönen Frau willen töten (1.Mo.12,11-20); ebenso handelte 
er später gegenüber Abilmelech, dem König von Gerar (1.Mo.20), denn er dachte: »Weil ich dachte: Es 
ist gar keine Gottesfurcht an diesem Ort, darum werden sie mich um meines Weibes willen erwürgen.« 
(1.Mo.20,11); und ebenso handelte Abrahams Sohn Isaak gegenüber (einem anderen?) Abilmelech, dem 
König der Philister (1.Mo.26,6-11).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 1.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jonah 2:1-Jonah 2:10;">Jona 2:1-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Gebet Jonas um Errettung wird in Jon.2,2-9 nicht wörtlich wiedergegeben, sondern Jona berichtet 
uns vom Zeitpunkt der Abfassung seines Buches aus von seinem damaligen Gebet und dessen Erhörung. 
Begründung:

<UL>
  <LI>Jon.2,2-7 steht in der Vergangenheit und kann daher keine wörtliche Rese zum Zeitpunkt seiner 
gegenwärtigen Not sein, z.B. »Als mir angst war, rief ich zu dem HERRN, und er erhörte mich« 
(Jon.2,2).</LI>
  <LI>Jon.2,4 kann als wörtliche Rede nicht selbst Bestandteil wörtlicher Rede sein: »Und ich 
sprach: Ich bin von deinen Augen verstoßen [...]«.</LI>
  <LI>Jona sagt, er habe gerufen und geschrien (Jon.2,2), seine Rufe und Schreie werden uns jedoch 
hier nicht wörtlich berichtet.</LI>
</UL>

Jonas Bericht über sein Beten und Erhörtwerden enthält hintereinander verschiedene kurze  
Schilderungen seiner Not und Erhörung durch Gott:

<TABLE>
  <TH>
    <TD>Beschreibung der Not</TD>
    <TD>Beschreibung der Erhörung</TD>
  </TH>
  <TR>
    <TD>»Als mir Angst war [...]« (Jon.2,2)</TD>
    <TD>»[...] rief ich zu dem HERRN, und er erhörte mich[...]« (Jon.2,2)</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>[...] aus dem Bauch der Hölle [...]« (Jon.2,2)</TD>
    <TD>[...] schrie ich, und du hörtest meine Stimme!« (Jon.2,2)</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>»Du hattest du mich in die Tiefe geschleudert, mitten ins Meer, daß mich die Strömung 
umspülte; alle deine Wogen und Wellen gingen über mich. Und ich sprach: Ich bin von deinen Augen 
verstoßen; [...]« (Jon.2,3-4)</TD>
    <TD>»dennoch will ich fortfahren zu schauen nach deinem heiligen Tempel!« (Jon.2,4)</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>»Die Wasser umringten mich bis an die Seele, die Tiefe umgab mich, Meergras umschlang mein 
Haupt. Zu den Gründen der Berge sank ich hinunter; die Erde war auf ewig hinter mir verriegelt; 
[...]« (Jon.2,5-6)«</TD>
    <TD>»[...] da hast du, HERR, mein Gott, mein Leben aus dem Verderben geführt!« (Jon.2,6)</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD>»Da meine Seele bei mir verschmachtete, [...]« (Jon.2,7)</TD>
    <TD>»[...] gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel.« 
(Jon.2,7)</TD>
  </TR>
</TABLE>

Der in Jon.2,3 ausgedrückte Gegensatz »Und doch hattest du mich in die Tiefe geschleudert [...]« 
(Jon.2,3; Schlachter) passt nicht zu dieser Aufzählung als Textstruktur, man erwartet »Du hattest 
mich in die Tiefe geschleudert [...] dennoch will ich fortfahren zu schauen nach deinem heiligen 
Tempel.« (Jon.2,3-4) oder mindestens begründend zu Jon.2,2 »Denn du hattest mich in die Tiefe 
geschleudert [...]«. Im Vergleich mit anderen Übersetzungen zeigt sich, dass hier im Hebräischen 
kein Gegensatz steht und tatsächlich wie vorgeschlagen übersetzt werden kann, was die Logik in 
Jonas Gebet verständlich macht:

<UL>
  <LI>Luther1545 »Du warfst mich in die Tiefe mitten im Meer [...]« (Jon.2,3).</LI>
  <LI>Revidierte Elberfelder: »Und du hattest mich in die Tiefe geworfen [...]« (Jon.2,4).</LI>
  <LI>American Standard Version und Darby Übersetzung: »For thou didst cast me into the depth« 
(Jon.2,3).</LI>
</UL>

»Da meine Seele bei mir verschmachtete« (Jon.2,7) - Jona drückt aus, dass er völlig am Ende war, 
angesichts eines langsamen, elenden Todes im Bauch eines Fisches.

»Die Verehrer nichtiger Götzen verlassen ihre Gnade;« (Jon.2,8) - Jona will nicht sagen, dass 
Götzen dem bittenden Menschen Gnader erweisen könnten, bezeichnet er sie doch als »nichtige Götzen« 
und sagt doch die Bibel sonst vielfach, dass Götzen nicht helfen können (z.B. Jer.2,8.11). Jona 
stellt diesem Vers gegenüber: »ich aber will dir mit lauter Stimme danken und dir opfern« 
(Jon.2,9), will also sagen: Götzendiener bezahlen ihre Gelübde nicht, ich aber diene dem HERRN und 
will bezahlen, was ich gelobt habe (Jon.2,9). Man müsste also übersetzen: »Die Verehrer nichtiger 
Götzen verlassen ihre eigene (vgl. ASV, Darby) Frömmigkeit gegenüber ihnen« (Jon.2,8). Das ist 
möglich, da Strong 2617 (heb. checed) sowohl für die Gnade und Barmherzigkeit Gottes gebraucht wird 
als auch für die Frömmgkeit von Menschen gegenüber Gott (nämlich in Spr.20,6.28).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jonah 1:17">Jona 1:17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese drei Tage und drei Nächte Jonas im Bauch des Riesenfisches sind ein Hinweis auf Tod und 
Auferstehung Jesu Christi; denn ER sagt selbst: »Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im 
Bauche des Riesenfisches war, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nächte im Schoße der 
Erde sein.« (Mt.12,40). Tatsächlich ist Jonas Zeit im Fisch ein drastisches Bild vom Tod 
(Jon.2,2.6). Jesus sagt, dass Jona durch dieses Erlebnis den Leuten von Ninive ein Zeichen gewesen 
ist (Lk11,30) - sie werden also durch seinen Bericht oder durch seinen Anblick von dem wunderbarehn 
Wirken Gottes an Jona erfahren haben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jonah 3:2">Jona 3:2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Damals wie heute gilt: »Demnach kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch Gottes 
Wort.« (Röm.10,17). Die Leute aus Ninive glaubten der Predigt Jonas (Jon.3,5), der ihnen Gottes 
Wort verkündigte (Jon.3,2). Gott spricht damals wie heute nicht direkt zu Menschen, sondern über 
Propheten (wie Jona) und heute durch seine Gemeinde, der er das Wort der Versöhnung gegeben hat 
(2.Kor.5,19-20).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jonah 3:5-Jonah 3:10;">Jona 3:5-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das Verhalten der Leute von Ninive ist vorbildlich für uns: sie taten Buße auf die Predigt Jonas 
hin (Jon.3,5-10), wieviel mehr sollten wir dann erst Buße tun und glauben aufgrund der Predigt des 
HERRN Jesus, der mehr ist als Jona (Mt.12,41; Lk.12,31).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Isaiah 10:15">Jesaja 10:15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
So ist auch die Gemeinde heute Werkzeug in der Hand Gottes, denn nicht durch eigene Kraft 
vollbringt sie etwas (1.Kor.3,5-7).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jonah 4:6-Jonah 4:8;">Jona 4:6-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es ist doch interessant, dass Gott Jona stets durch die Natur seine Lektionen lehrte, so oft es 
hier berichtet wird:

<UL>
  <LI>ER gebrauchte einen starken Sturm auf dem Meer, als Jona vor Gott zu fliehen versuchte 
(Jon.1,4).</LI>
  <LI>ER befahl einem großen Fisch, Jona zu verschlingen (Jon.1,17) und später wieder auszuspucken 
(Jon.2,10).</LI>
  <LI>ER ließ eine Rizinusstaude über Jona wachsen, um ihn von seinem Zorn zu befreien 
(Jon.4,6).</LI>
  <LI>ER befahl einem Wurm, den Rizinus zum Verdorren zu bringen (Jon.4,7).</LI>
  <LI>ER benutze einen trockenen Ostwind und die Sonne, um Jona zu ermatten (Jon.4,8).</LI>
</UL>

Unser Gott lehrt uns, wie hier Jona, SEINEN Willen und SEINE Gedanken durch eindrückliche 
Lektionen. Dazu mag wie hier gehören, dass sie für uns körperlich und seelisch schwer zu ertragen 
sind (Jona war mehrmals körperlich am Ende, im Fisch (Jon.2,6-7) und nachdem der Rizinus verdorrt 
war (Jon.4,8)).

Das Buch Jona berichtet davon, wie schwer Jona die Lektion lernte, ein Missionar für die Heiden 
sein zu sollen: er floh davor und zürnte später darüber, dass Gott die Heiden begnadigte, doch Gott 
lehrte ihn SEINE Gedanken. Jonas Bericht wird für viele Juden ebensoschwer zu lernen gewesen sein 
und es mag sie sehr verwundert haben, dass Gott sich hier als Gott der Heiden, nicht nur Gott 
Israels, offenbart. Aber lernen nicht wir Christen heute genausoschwer, dass wir Missionare Gottes 
unter den Ungläubigen sein sollen? Fliehen wir nicht auch oft vor der Aufgabe der Mission?

Es ist zwar nicht jeder Christ ein Apostel oder Evangelist, aber jeder hat die Aufgabe, das 
Evangelium entsprechend seinen Gaben Ungläubigen weiterzusagen (2.Kor.5,18-20).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 3.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jonah 4:10-Jonah 4:11;">Jona 4:10-11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Leider geht es uns doch oft auch wie Jona: uns tut es oft richtig leid, wenn Dinge kaputtgehen - 
z.B. wenn wir unser neues Auto kaupttfahren. Aber unsere verlorenen Mitmenschen tun uns oft nicht 
leid. Gott jedoch wollte Jona lehren, warum es nicht richtig ist, über verlorene Menschen zu zürnen 
wie er es tat (Jon.4,2-4), und er will auch uns heute das Mitleid und die Sorge um unsere 
verlorenen Mitmenschen lehren.

Jon.4,10 deutet an, dass Gott sich um die Menschen bemüht und sie alle großgezogen hat, nicht wie 
Jona gegenüber dem Rizinus. Dass es IHN also erst recht jammern muss, wenn diese Menschen ins 
Verderben rennen durch ihre bösen Wege, ähnlich wie es Jona um den Rizinus jammerte, der verdorben 
war.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Haggai 1:1-Haggai 1:2;">Haggai 1:1-2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Serubbabel war Statthalter von Juda (Hagg.1,1), also der Fürst der zurückgekehrten Juden. Er war 
gleichzeitig der rechtmäßige Erbe auf dem Thron Davids, führte also die königliche Linie fort 
(1.Chr.3,19; Mt.1,12). Gott sorgte dafür, dass auch durch die babylonische Gefangenschaft hindurch 
das Haus Davids fortbestand, aus dem ja der Messias kommen sollte (Mt.1,16).


Die Geschichte des Wiederaufbaus des Tempels

Die Israeliten durften deshalb aus der Gefangenschaft zurückkehren, weil Gott Kores, dem König von 
Persien, den Bau des Hauses Gottes in Jerusalem befohlen hatte (Esr.1,2). Im ersten Jahr des Kores, 
des Königs von Persien, waren die Israeliten zurückgekehrt (Esr.1,1) und begannen am ersten Tag des 
siebten Monats dieses Jahres mit dem Opfer und feierten das Laubhüttenfest, obwohl der Grund zum 
Tempel des HERRN noch nicht gelegt war (Esr.3,6).

Im zweiten Jahre im zweiten Monat des Kores, des Königs von Persien, begannen Serubbabel und Josua 
(Hagg.1,1; in Esra »Jesua« genannt: Esr.3,8) damit, den Grund des Tempels zu legen (Esr.3,8-10). 
Darum sagt Sach.4,9: »Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet, seine Hände sollen es auch 
vollenden«. Dann jedoch verhinderten die Feinde Israels den Weiterbau, indem sie das Volk lässig 
machten und vom Bauen abschreckten (Esr.4,4-5). Esr.4,6-24 berichtet detailliert darüber. 

Der Tempelbau stockte »bis in das zweite Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien« 
(Esr.4,24) - zwischen Kores und Darius regierten noch Ahasveros und Artaxerxes von Persien (vgl. 
MAK zu Est.1,1). Im zweiten Jahre Darius' nun redete Gott durch seine Propheten Haggai und Sacharja 
zu den Juden (Esr.5,1; Hagg.1). Sie sind zusammen mit Maleachi die einzigen, die nach der 
Babylonischen Gefangenschaft weissagten. Serubbabel und Josua, denen Haggai weissagt, werden auch 
erwähnt in: Sach.3,1-10; Sach.4,9-10; Neh.7,7; 12,1.47; Esr.5,2 u.a.. Das Volk sagte damals »Die 
Zeit ist noch nicht gekommen, daß das Haus des HERRN gebaut werde!« (Hagg.1,2); sie bauten nicht am 
Tempel, denn die Feinde Israels hatten sie davon abgebracht (Esr.4). Nun aber bauten sie weiter 
(Hagg.1,12-15; Esr.5,2), vom 24. des 6. Monats im 2. Jahr Darius an. Gott sorgte dafür, dass der 
Bau nicht verhindert wurde bis zu einer Entscheidung Darius, die schließlich die Bauerlaubnis 
bestätigte (Esr.6,6-12).

Der Tempelbau wurde so vollendet am 3. Tag des Monats Adar, im sechsten Jahr der Regierung des 
Königs Darius (Esr.6,15).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Haggai 2:3-Haggai 2:4;">Haggai 2:3-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Als Serubbabel den Grund zum Tempel legte, weinten viele der Alten, die noch den ersten Tempel 
gesehen hatten, laut (Esr.8,12), denn sie achteten dieses kleine Fundament des zweiten Tempels für 
nichts (Hagg.2,3). Gott aber sagt ihnen: »Denn wer ist's, der den Tag geringer Anfänge verachtet, 
da doch mit Freuden das Senkblei sehen in der Hand Serubbabels jene sieben, die Augen des HERRN, 
welche die ganze Erde durchstreifen?« (Sach.4,10).

Auslegung: Der Bau des Tempels ist ein Bild auf den Bau der Gemeinde im NT (Eph.2,19-22), der 
einige Jahrhunderte später begann. Deshalb gilt auch dafür: Gott freut sich darüber, wenn jemand 
seine missionarische Arbeit an SEINEM Reich beginnt, auch wenn deren Anfänge »wie nichts« 
(Hagg.2,3) aussehen. Gott ermutigt alle Arbeiter an SEINEM Reich damals wie heute: wir sollen stark 
sein und arbeiten (!, das tut Gott nicht selbst), denn Gott ist mit uns (Hagg.2,4).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 5.2.2002; 12.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Haggai 1:3-Haggai 1:7;">Haggai 1:3-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR fordert die zurückgekehrten Juden auf: »Achtet auf eure Wege! [...]  Achtet genau auf eure 
Wege!« (Hagg.1,5.7). Also: Lebt doch nicht einfach ohne Nachdenken vor euch hin, sondern handelt 
überlegt - ihr müsst doch einsehen, dass die Fruchtlosigkeit eurer Arbeit (Hagg.1,6) irgendwie 
begründet ist und behoben werden sollte. Gott sagt: Weil der Tempel nicht gebaut wird, gelingt euch 
eure eigene Arbeit nicht; baut doch zuerst an meinem Haus, so werde ich eure Arbeit segnen 
(Hagg.2,19).

Im NT formuliert Jesus dies als: »Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner 
Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden.« (Mt.6,33). Auch im NT ist es also 
wie damals zur Zeit Haggais: Ein Christ, der nicht den Bau von Gottes Reich und SEINE Gerechtigkeit 
(d.i. Heiligung im eigenen Leben?; interessant, dass dies nach der Reich-Gottes-Arbeit genannt 
wird) an erste Stelle in SEINEM Leben setzt, dessen Arbeiten für natürliche Dinge ist um 
Größenordnungen ineffektiver! Es wird ihm in diesen Bereichen kein effektives Arbeiten gelingen.

Wer aber zuerst für Gottes Reich sorgt, dessen natürlichen Bedürfnisse wird der HERR auch erfüllen 
(Mt.6,33), z.B. indem ER die Arbeit unserer Hände segnet (Apg.20,33-35).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Haggai 1:9-Haggai 1:11;">Haggai 1:9-11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Gott sagt hier den Juden und uns sehr deutlich, warum in ihrem Leben alles schief läuft (»Und ich 
habe die Dürre gerufen [...] über alle Arbeit der Hände.« (Hagg.1,11)): weil sie zuerst für sich 
selbst sorgen statt für Gott: weil sie nicht SEINEN Tempel (im NT: SEIN Reich) bauen (Hagg.1,9).
Durch all dieses Misslingen will der HERR Menschen dazu bewegen, zu IHM umzukehren (Hagg.2,17), 
wieder zuerst SEIN Reich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen (Mt.6,33).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Haggai 2:6-Haggai 2:9;">Haggai 2:6-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Alle Propheten schließen mit Prophezeihungen auf den kommenden Messias, Christus, so auch Haggai 
hier. »[...] und es werden die Kostbarkeiten aller Nationen kommen [...]« (Hagg.2,7) kann mit 
Strong 2532 auch wörtlich übersetzt werden »und es wird kommen das Verlangen aller Heiden«. Die 
American Standard Version (ASV) hat diese Übersetzung als Fußnote; so wird klar, dass hier das 
Kommen des Messias prophezeit wird. »und ich will dieses Haus mit Herrlichkeit erfüllen« 
(Hagg.2,7): Christus kam in diesen Tempel, er war die Herrlichkeit, die diesen Tempel erfüllte 
(Mt.12,6). Dazu passt auch »Es soll die Herrlichkeit dieses letzten Hauses größer werden, als die 
des ersten war« (Hagg.2,9), und weiter »und an diesem Orte will ich Frieden geben« (Hagg.2,9). Denn 
durch Christus hat Gott uns mit sich versöhnt.

Wie aber passt in diese Auslegung Hagg.2,8 »Mein ist das Silber, und mein ist das Gold«, wenn mit 
den »Kostbarkeiten« doch Christus gemeint ist? Es mag sein, dass diese Prophezeihung zwei Ebenen 
hat: sie meint gleichzeitig materielle Kostbarkeiten und Herrlichkeit, und wirklich war der zweite 
Tempel zur Zeit Herodes größer und prächtiger als der erste (Mt.24,1; Mk.13,1; Joh.2,20); sie meint 
dann aber auch Christus, wie oben dargestellt.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.2.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Haggai 2:10-Haggai 2:14;">Haggai 2:10-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diese Verse nehmen eine neutestamentliche Lehre Christi vorweg: äußere Reinheit nutzt nichts, wenn 
das Herz des Menschen böse ist; wer aber im Herzen rein ist, dem ist alles rein (Lk.11,39-41). Hier 
sagt Haggai: jede äußerlich reine Tat wird unrein, wenn es aus bösem Herzen geschieht (Hagg.2,14), 
d.h. man kann Gott nicht dienen ohne ein reines Herz. Dass Gott hier durch Haggai sagt »Ebenso ist 
auch dieses Volk [...] vor mir [...] unrein ist es« (Hagg.2,14), dass es also selbst nach dem 
Wiederbeginn des Tempelbaus als einem äußerlich reinen Werk unrein vor Gott ist, deutet darauf hin, 
dass die Reinigung der Herzen noch aussteht; sie wurde durch Christus vollbracht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Haggai 2:15-Haggai 2:19;">Haggai 2:15-19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es gibt eine - menschlich gesehen - paradoxe Logik beim Dienst für Gott: Bevor wir Gott dienen, 
reicht unsere Zeit nicht einmal hin, um für unsere eigenen Bedürfnisse zu sorgen (Hagg.1,6; 2,16). 
Wir arbeiten Tag und Nacht, und kommen mit Mühe zurande mit unserer Arbeit. Dann fordert Gott uns 
auch noch auf, nicht mehr für diese Dinge zu sorgen, die wir benötigen (Mt.6,32), sondern zuerst an 
Gottes Reich zu bauen (Mt.6,33)! Wo sollen wir die Zeit dafür hernehmen?

Gott aber sagt: Von dem Tage an, an dem ihr mein Reich an erste Stelle setzt, will ich segnen 
(Hagg.2,19; Mt.6,33). Ihr werdet dann ohne Mühe hinzubekommen, was ihr selbst benötigt (Mt.6,33)! 
Es erfordert Glauben an Gott, danach zu handeln, zumal uns Gott darauf hinweist, dass dieser Segen 
nicht vom Anfang unserer Arbeit für Gott an sichtbar sein wird (Hagg.2,19), dass er aber sicher 
kommen wird!

Leben wir doch wirklich danach: SEIN Reich zuerst, und die Sorge für uns selbst auf Gott geworfen. 
In gespannter Erwartung, wie ER unsere Bedürfnisse erfüllen wird. Gottvertrauen! Gott sagt sogar, 
wie sollen ihn prüfen, ob er SEINE Verheißung erfüllt, wenn wir IHM und SEINEM Reich alles geben, 
was IHM zusteht: »Bringet aber den Zehnten ganz in das Kornhaus, auf daß Speise in meinem Hause 
sei, und prüfet mich doch dadurch, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht des Himmels 
Fenster auftun und euch Segen in überreicher Fülle herabschütten werde!« (Mal.3,10) Im Neuen 
Testament ist uns kein großer Reichtum verheißen für unseren Dienst gegenüber Gott, aber dennoch 
die Erfüllung unserer natürlichen Bedürfnisse (Mt.6,33). Rechnen wir noch mit der Größe und 
Allmacht (!) unseres Gottes, wenn wir derart zwanghaft um uns selbst besorgt sind, trotz dieser 
Verheißungen?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 1:7">Sacharja 1:7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Frage: Warum am 24. Tag dieses Monats? Auch Haggai, der zur selben Zeit weissagte (Esr.5,1-2) wurde 
mehrfach das Wort Gottes am 24. Tag eines Monats offenbart (Hagg.2,10.20). Hat es etwas damit zu 
tun, dass die Arbeit am zweiten Tempel am 24. Tag des sechsten Monats wieder aufgenommen wurde 
(Hagg.1,15)?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 1:8">Sacharja 1:8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Frage: Was bedeuten die unterschiedlichen Farben der Pferde? Matthew Henry legt dies in seinem 
Kommentar so aus, dass die vielen Pferde mit ihren Reitern Engel Gottes sind, die IHM zu Diensten 
stehen - sei es zum richten (rötliche Pferde), für Gnadenerweise (weiße Pferde) oder für beide 
Aufgaben (fuchsrote Pferde). Wenn das stimmt, so ist es interessant zu sehen, dass der Engel des 
HERRN (Sach.1,10-11), d.i. Christus, auf einem rötlichen Pferd reitet, also als Richter dargestellt 
wird.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 1:10-Zechariah 1:13;">Sacharja 1:10-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Sach.1,8-11 zeigt, dass der Reiter des rötlichen Pferdes, der unter den Myrten hielt (Sach.1,8.10) 
der Engel des HERRN ist (»der zwischen den Myrten hielt«; Sach.1,11), das ist die Bezeichung für 
Christus im Alten Testament. Sach.1,12-13 zeigt, dass der Engel des HERRN (Christus) identisch ist 
mit dem Engel, der mit Sacharja redete, denn dieser fragte Gott (Sach.1,12) und bekam darauf von 
Gott eine Antwort (Sach.1,13). Dies sind keine drei, sondern eine Person!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 1:18-Zechariah 1:21;">Sacharja 1:18-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was bedeutet ein Horn, und warum sind es vier Hörner? Sach.1,21 zeigt, dass mit den vier Hörnern 
vier Nationen gemeint sind. Da sich die Prophezeihungen der völligen Wiederherstellung Israels zur 
Zeit Serubbabels nur schattenhaft erfüllten und also auf die Zeit des tausendjährigen Reiches 
deuten, können mit den vier Nationen ohne weiteres die vier Weltreiche aus Daniel gemeint sein 
(Dan.2,37-40; 7,17.23).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 3:1-Zechariah 3:4;">Sacharja 3:1-4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier wird deutlich, wer mit dem »Engel des HERRN« im AT gemeint ist, nämlich Christus selbst: Josua 
stand vor dem Engel des HERRN (Sach.3,1), aber im nächsten Vers heißt es »Da sprach der HERR« 
(Sach.3,2) - beide Begriffe sind also austauschbar.

»Da sprach der HERR zum Satan: Der HERR schelte dich, du Satan« (Sach.3,2) - Der HERR bezieht sich 
hier auf eine weitere Person »HERR«. Das zeigt, wie Christus (der Engel des HERRN, hier auch selbst 
»HERR«) und der HERR beide zu dem einen Gott gehören.

Sach.3,4 berichtet, wie der Engel [des HERRN] (Sach.3,3) zu weiteren Engeln sagt: »Nehmt die 
unreinen Kleider von ihm weg!«, und dann selbst sagt: »Siehe, ich habe deine Sünde von dir 
genommen«. Das bestätigt: der Engel des HERRN ist Christus, denn ER allein nimmt Sünden weg. Das 
konnten die umherstehenden Engeln nicht tun. Deshalb ist der »Engel des HERRN« grundverschieden von 
allen anderen Engeln!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 3:9-Zechariah 3:10;">Sacharja 3:9-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der Engel des HERRN, d.i. Christus (Sach.3,6) gab hier dem Hohepriester Joschua einen Ausspruch 
seines Vaters, des HERRN der Heerscharen (Sach.3,7) weiter. ER bezeugt darin, dass der Vater 
Christus senden wird, um die Sünden des Landes an einem einzigen Tag zu entfernen (Sach.3,8-9) und 
dass diese Befreiung von der Sünde vollendet werden wird (Sach.3,10). Christus wusste, dass ER auf 
die Erde kommen und die Befreiung von den Sünden erwirken würde, ER kannte SEINE Aufgabe schon 
diese 500 Jahre (und mehr, natürlich ...) im Voraus.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 4:2-Zechariah 4:3;">Sacharja 4:2-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie sah Sacharjas Vision aus? Er sah einen goldenen Leuchter, auf dem oben ein Ölgefäß und sieben 
Lampen stehen. Von dem Ölgefäß führt je eine (oder: je sieben, nach Sach.4,2 in RevElb) Gießröhren 
zu einer der sieben Lampen, die sie mit neuem Öl versorgt. Rechts und links des Ölgefäßes steht je 
ein Ölbaum (besser: dort ist ein Zweibüschel eines Ölbaums; Sach.4,12), der das Ölgefäß durch je 
eine goldene Röhre mit goldenem Öl befüllt (Sach.4,12; am besten ersichtlich in der englischen KJV).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 4:4">Sacharja 4:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Sacharja fragt hier nach der Bedeutung der ganzen Vision; die Unterscheidung wie in der 
Schlachter-Übersetzung »was bedeuten diese?« (Sach.4,4) und »was das bedeutet« (Sach.4,5) gibt es 
im Hebräischen nicht. Auch könnte sich »diese« (Sach.4,4; Schlachter) unmöglich auf die sieben 
Lampen (Sach.4,2) beziehen, da ein ganzer Satz dazwischensteht (Sach.4,3). Die folgende Antwort des 
Engels des HERRN (d.i. Christus) ist also auf die ganze Vision bezogen; nur so kann auch 
Sach.4,6-10a als Teil der Bedeutung der Vision verstanden werden.

In der Revidierten Elberfelder Übersetzung dagegen wird Sacharjas Frage (Sach.4,4) auch nur auf die 
sieben Lampen bezogen und nur Sach.4,10b (»Diese sieben sind die Augen des HERRN, sie schweifen auf 
der ganzen Erde umher.«) als Antwort darauf gesehen. Das kann nicht sein, da sich Sach.4,4 eben 
nicht nur auf die sieben Lampen beziehen kann.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 4:6-Zechariah 4:10;">Sacharja 4:6-10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Nach diesem Kommentar (MAK) zu Sach.4,4 geben diese ganzen Verse die Bedeutung der Vision an, 
zusätzlich auch noch Sach.4,14. Die Zusammenfassung ist: »Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, 
sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen.« (Sach.4,6). Wir unterscheiden zwei 
Ebenen der Bedeutung, zuerst die unmittelbare Bedeutung der Vision für Serubbabel, an den diese 
Worte gerichtet waren (Sach.4,6):

Gott sagt zu Serubbabel: nicht durch menschliche Heeresmacht oder menschliche Kraft wirst du den 
Tempel vollenden, sondern durch meinen Geist. Wie groß der Berg der Schwierigkeiten auch vor Dir 
ist, so soll er zur Ebene werden (Sach.4,6-7). Darum ist das Öl, mit dem die Lampen in der Vision 
brannten, das Bild für den Heiligen Geist, wie auch sonst in der Bibel. Die beiden Ölbaumzweige, 
d.h. »die beiden Gesalbten, die bei dem HERRN der ganzen Erde stehen« (Sach.4,14), durch die die 
Lampen brennen, sind Serubbabel und Joschua, König und Priester, die von Gott mit Heiligem Geist 
für das Werk des Tempelbaus ausgestattet wurden (Sach.4,6). Deshalb kommt von ihnen das Öl. Das 
Werk des Tempelbaus wird durch den Leuchter mit den sieben brennenden Lampen dargestellt und vom 
Öl, dem Heiligen Geist, vollbracht.

Was bedeuten die sieben Lampen? Gibt es eine Verbindung zwischen den sieben Lampen und den »sieben 
Augen Gottes« (Sach.4,10), so wie in RElb übersetzt »Diese sind die sieben Augen des HERRN« 
(Sach.4,10)?

Nun ist der Bau des Tempels eine Vorschattierung auf den Bau der Gemeinde, denn die Gemeinde ist 
heute der Tempel des HERRN (Eph.2,21). Darum gibt es eine zweite Bedeutungsebene: Die beiden 
Ölbaumzweige eines einzigen Ölbaums, »die beiden Gesalbten, die bei dem HERRN der ganzen Erde 
stehen« (Sach.4,14), stellen Christus, den von Gott mit Heiligem Geist Gesalbten (Mk.1,10), in 
seiner Funktion als König (wie Serubbabel) und Priester (wie Joschua) dar. Wieder stellt das 
goldene Öl den Heiligen Geist dar, durch den das Werk des Tempelbaus (d.i. der Bau der Gemeinde) 
vollbracht wird - nicht durch menschliche Anstrengung (Sach.4,6). Vor Christus wird dadurch der 
große Berg der Schwierigkeiten zur Ebene werden, und ER wird SEINE Gemeinde vollenden (Sach.4,6-7), 
die ER gegründet hat (Sach.4,9). Auch wenn der Anfang dieses Werkes, des Baus der Gemeinde, 
verächtlich klein erscheint (Sach.4,10). Die Gemeinde wird hier durch den Leuchter mit dem Ölgefäß 
und den sieben brennenden Lampen dargestellt. Die Lampen werden fortwährend, ohne menschliches 
Zutun, mit Öl versorgt - so versorgt Christus fortwärend die Gemeinde mit dem Heiligen Geist, ohne 
menschliches Zutun, und so baut ER sie fortwährend, letztlich unabhängig von Menschen. Die Gemeinde 
soll durch die Kraft des Heiligen Geistes ein Licht in der Welt sein (Mt.5,14-16), so wie die 
Lampen leuchteten, durch das goldene Öl befeuert.

In Offb.1,12-20 steht eine ähnliche Vision, darin Christus und sieben Leuchter, das sind die sieben 
Gemeinden (Offb.1,20) (in Asien; Offb.1,4). Das zeigt: je eine Lampe dieser Vision in Sach.4 stellt 
eine Gemeinde dar. Alle Gemeinden bilden einen Leuchter, eine Einheit, da sie alle aus demselben 
Ölgefäß mit demselben Öl versorgt werden.


Anwendung: Gott baute den zweiten Tempel nicht durch Heere, Menschenkraft, perfekte Technik oder 
Organisation, sondern durch SEINEN Geist (Sach.4,6), dasselbe gilt heute für die Gemeinde. Gott tut 
das, obwohl alle Macht und Technik IHM gehört (»Nicht durch Heer [...] spricht der HERR der 
Heerscharen«; Sach.4,6), also absichtlich. Darum nutzte auch Jesus nicht die beste Technik SEINER 
Zeit, sondern ging zu Fuß als einfacher Wanderprediger. Gott lässt es also nicht zu, dass Technik 
zum Wachstum der Gemeinde beiträgt oder fehlende Technik dies behindert, sondern die Kraft der 
Gemeinde ist allein SEIN Geist (Sach.4,2-3), durch den ER Menschen bekehrt und Christus ähnlicher 
macht.

Was heißt das für Missionare? Für den Bau der Gemeinde ist es irrelevant, wie technisch perfekt 
unser Dienst ist (Phil.4,11-13). SEIN Geist und nicht technische Optimierung gibt den Segen 
(1.Kor.3,6-8), unser Dienst soll vom Geist gewirkt sein (1.Kor.3,10.12-15). Technik hat nur ihre 
ganz selbstverständliche Aufgabe beim Handeln in dieser materiellen Welt, und dazu genügt uns wie 
auch Christus (z.B. predigen vom Schiff aus: Lk.5,1-3) und Paulus (Phil.4,11-13; z.B. 
Schiffsreisen: Apg.16,11) die uns verfügbare Technik. Ein Missionar wird nicht nach materiellen 
Gaben trachten (Phil.4,11-13).

Was heißt das für gebende Geschwister? Mission ist unabhängig von technischer Unterstützung 
(Phil.4,11-13). Aber: wer Missionaren Material und Geld gibt, tut damit einen Dienst in Gottes 
Reich und wird von Gott belohnt (Phil.4,10.14.17-18).

Gott benötigt und benutzt keinen Dienst aus Menschenkraft zum Bau SEINES Reiches (Sach.4,6; 
Apg.17,25). ER baut SEIN Reich nicht durch Menschen, sondern durch SEINEN Geist (Sach.4,6); dieser 
wirkt auch durch SEINE Kinder (Apg.1,8; Mt.28,18-20), die ja den Heiligen Geist und Geistesgaben 
(z.B. Apostelamt, Geben) empfangen haben (1.Kor.12,4-11). So hat Gott SEINE Kinder zu Mitarbeitern 
gemacht (1.Kor.3,9). 

Ein Diener Gottes kann selbst niemanden gläubig machen, sondern dieses Gedeihen wirkt der Heilige 
Geist durch ihn (1.Kor.3,5-7). Lohn (1.Kor.3,8) bekommt der Diener darum nur für solche Arbeit, die 
der Heilige Geist (durch ihn) getan hat, denn nur dadurch baut Gott SEIN Reich (Sach.4,6; 
1.Kor.12,4); alle menschliche Arbeit aber verbrennt (1.Kor.3,15). Deshalb sollen wir auf die Art 
unserer Arbeit achten (1.Kor.3,10) - wer z.B. aus Selbstliebe handelt, bekommt dafür keinen Lohn 
(1.Kor.13,1-3). Darum sollen wir im Verborgenen geben, sonst ist unser Lohn dahin (Mt.6,2-4). Das 
ist auch anzuwenden bei Gaben für Missionare!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 5:3">Sacharja 5:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Falschschwörer« (Sach.5,3): Nach Sach.5,4 jemand, der fälschlich beim Namen des HERRN schwört.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 5:4">Sacharja 5:4</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Ich habe ihn ausgehen lassen [...]«: d.i. der Engel des HERRN, Christus, der mit 
Sacharja redete (Sach.1,12-13; 2,3; 4,1). Auch dass der Engel des HERRN hier sagt »der fälschlich 
bei meinem Namen schwört«, zeigt die Identität mit Christus, d.i. Gott.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 5:10">Sacharja 5:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Frage: Was bedeutet es, dass das Epha von zwei geflügelten Frauen weggetragen wird?


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 18.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 5:10">Sacharja 5:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was bedeutet das Wegtragen des Ephas? Gott sagt von sich selbst, dass ER »Tausenden Gnade bewahrt 
und Missetat, Übertretung und Sünde vergibt« (2.Mo.34,7), dass ER aber keineswegs ungestraft lässt 
den Schuldigen (1.Mo.34,7) - der HERR vergibt gerne, aber nur wenn wir bekennen und Buße tun. Darum 
bedeutet die Entfernung des Ephas nicht die Entfernung der Schuld von Israel (wie Sach.3,9), denn 
hier wird nicht berichtet, dass Israel von seinen Sünden Buße getan hätte (Sach.5,6.8). Sondern die 
Entfernung des Ephas deutet die zweite Verbannung Israels durch die Römer etwa 70 n.Chr an.

Diese Vision zeigt daher die Erfüllung der vorigen Vision, nämlich dass Gott das ganze Land 
reinigen wolle von allen Bösen (Sach.5,3).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 6:8">Sacharja 6:8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier ist eine weitere Bestätigung, dass der Engel, der gewöhnlich mit Sacharja redete (Sach.6,4), 
d.i. der Engel des HERRN, Christus selbst ist, denn hier spricht ER vom Geist Gottes als seinem 
Geist (Sach.6,8).

Es ist zur deutschen Übersetzung »Engel des HERRN« (z.B. Sach.1,11-12) folgendes zu sagen: Das mit 
»Engel« übersetzte Wort ist hebräisch »mal'akh«, Strong 4397 und meint ganz allgemein: Bote, 
Botschafter, Gesandter. Es wird für Menschen in dieser Funktion verwandt (z.B. 1.Sam.6,21; 
Jes.14,32) und auch für Engel in dieser Funktion - im Hebräischen gibt es kein eigenes Wort für 
»Engel«. Allerdings wird »mal'akh« (Strong 4397) einige Male auch für Engel verwendet, ohne dass 
diese als Boten auftreten (z.B. 1.Mo.28,12; 32,1-2; 4.Mo.24,12; Jos.6,17); es ist also zusätzlich 
ein Fachausdruck für eine bestimmte Art Wesen, ohne das die Bibel jedoch definiert, was für Wesen 
»Engel« sind.

Mit »Engel des HERRN« ist also keinesfalls gemeint, es handle sich hier um das, was man im 
Deutschen »Engel« nennt! Sondern man sollte übersetzen: Gesandter des HERRN, als einen 
feststehenden Ausdruck, der im AT als Bezeichnung für Christus gebraucht wird. Auch Ri.6,22-23 
bestätigt, dass der »Engel des HERRN« Christus, also Gott selbst, ist: Gideon meinte, er müsse 
sterben, weil er den Engel des HERRN gesehen hatte. Ebenso Ri.13,21-22: Manoah meinte, sterben zu 
müssen, weil er den Engel des HERRN gesehen hatte, indem er sagt: »Wir müssen sicherlich sterben, 
weil wir Gott gesehen haben!« (Ri.13,22).

Überhaupt ist es im AT so, dass »mal'akh« hauptsächlich für menschliche Boten und im Ausdruck »der 
Engel des HERRN« gebraucht wird; die Verwendung für Engel Gottes ist relativ selten (z.B. 
1.Sam.29,9; 2.Sam.14,17.20; 2.Sam.19,27; 1.Kö.13,18), so dass eine Verwechslung mit »Engel des 
HERRN«, d.i. Christus, ohnehin ausgeschlossen ist.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 6:9-Zechariah 6:14;">Sacharja 6:9-14</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wie Sach.4,6-10 hat diese Prophetie zwei Bedeutungsebenen: durch den Bau des zweiten Tempels lehrt 
und zeigt Gott einiges für den späteren Bau der Gemeinde.

Sach.6,11-13: Zum Hohepriester Josua, der maßgeblich am Bau des zweiten Tempels beteiligt ist, wird 
diese Prophetie gesagt; er dient dabei als Bild auf Christus, den »Spross«, der den geistlichen 
Tempel, die Gemeinde bauen wird (Eph.2,21). Sacharja prophezeit, dass der Christus gleichzeitig 
König und Priester sein wird (Sach.6,13); daran sollen die goldene und die silberne Krone im Tempel 
des HERRN (Sach.6,14) erinnern, die Sacharj anfertigen und Josua aufsetzen sollte (Sach.6,11).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Zechariah 6:15">Sacharja 6:15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wieder eine Prophetie mit zwei Bedeutungsebenen, wie schon Sach.4,6-10 und Sach.6,9-14: einmal ist 
der Bau des zweiten Tempels gemeint, dann aber auch der Bau de geistlichen Tempels, der Gemeinde, 
durch Christus (Sach.6,12). Die geistliche Bedeutung der Prophetie - nämlich das Heiden zum Volk 
des HERRN gehören werden - war zur Zeit Sacharjas keinesfalls offensichtlich, ist aber aus der 
Sicht des NT klar.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 31.4.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Psalms 106:23">Psalm 106:23</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Vgl. MAK zu Hes.22,32, was »in den Riss treten« bzw. »in die Bresche treten« bedeutet. Hier war 
Mose der, der »in die Bresche trat« (Ps.106,23), der den Zorn Gottes über die Sünde des Volkes 
Israel auf sich nehmen wollte (2.Mo.32,32). Mit dieser Bereitschaft, stellvertretend eine Strafe 
auf sich zu nehmen, ist Mose ein deutliches Bild auf Christus, der ja für uns »in die Bresche 
trat«, der für uns sich dem Zorn Gottes über unsere Sünde aussetzte und dafür starb.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 13.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 5:3">1. Mose 5:3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Seit Adam geschaffen wurde, wurde er Jahr für Jahr älter. Ohne den Sündenfall wäre er unendlich alt 
geworden. Nun aber musste er einmal sterben (1.Mo.5,4). Dieser Vers enthält also einen Hinweis, wie 
lange nach der Schöpfung der Sündenfall stattgefunden hatte: weniger als 130 Jahre, denn vor Seth 
und nach dem Sündenfall (1.Mo.3,24) hatte Adam schon Kain und Abel (1.Mo.4,1-2) als Kinder.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 11:1-Genesis 11:32;">1. Mose 11</scripRef></FONT><BR><P align="justify">

<h2><b>Die Geschichte des Turmbaus zu Babel</b></h2>

<p><b>Ende der Flut.</b> Am 27. Tag des 2. Monats im 601. Lebensjahr Noahs konnte Noah die Arche
verlassen (1.Mo.8,14), 1 Jahr und 10 Tage nach Beginn der Flut (1.Mo.7,11). Die Arche war auf dem
<u>Gebirge Ararat</u> gelandet (1.Mo.8,4).</p>

<p><b>Gebot zur Besiedlung der Erde.</b> Gott hatte bereits Adam und Eva geboten: &raquo;Seid 
fruchtbar und mehret euch und <u>füllet die Erde</u> und machet sie euch untertan und herrschet 
über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden 
kriecht!&laquo; (1.Mo.1,28). Nach der Flut hatte Gott dieses Gebot <u>gegenüber Noah 
wiederholt</u>: &raquo;Seid fruchtbar und mehret euch und <u>erfüllet die Erde</u>!&laquo; 
(1.Mo.9,1). Gott wollte, dass die Menschen <u>die ganze Erde besiedeln</u>.</p>

<p><b>Ansiedlung im Lande Sinear.</b> 1.Mo.11,2 sagt: Die Menschen zogen ostwärts und ließen sich 
dann in einer Ebene im Lande Sinear nieder. Frage: Wie stimmt das damit überein, dass Sinear 
südlich des Gebirges Ararat liegt? Die Bibel sagt nichts darüber, wie lange nach der Flut diese 
Ansiedlung stattfand.</p>

<p><b>Nimrod und der Turmbau zu Babel.</b> Der jüdische Geschichtsschreiber <u>Flavius Josephus</u> 
berichtet in seinen &raquo;Jüdischen Altertümern&laquo; (Buch 1, Kapitel 4.2 und 4.3; entstanden im 
1.Jh. n.Chr.): &raquo;

<blockquote>&raquo;<u>Es war Nimrod</u>, der die Menschen zu solcher Beleidigung und Verachtung
Gottes herausforderte. Er war der Enkel Hams, des Sohne Noahs, und ein kühner Mann mit großer
Kraft. Er überzeugte sie, ihr Wohlergehen nicht Gott zuzuschreiben, sondern daran zu glauben, dass
sie dies mit ihrer eigenen Tüchtigkeit hervorgebracht hatten. Er machte seine Herrschaft mehr und
mehr zu Tyrannei, weil er keinen anderen Weg sah, die Menschen von Gottesfurcht abzuhalten und in
Abhängigkeit seiner Macht zu bringen. Er sagte, er wolle sich an Gott rächen, wenn dieser die Welt
wieder ertränken wolle. Denn dafür würde er einen Turm bauen, dessen Höhe die  Wasserfluten nicht
erreichen könnten.&laquo;</blockquote>

Der biblische Bericht stimmt damit überein: Die Erde wurde <u>in den Tagen Pelegs verteilt</u> d.h. 
wohl zu seiner Lebenszeit (1.Mo.10,25). Peleg wurde <u>101 Jahre</u> nach (Beginn der?) Flut 
geboren (1.Mo.11,10.12.14.16) und lebte insgesamt <u>237 Jahre</u> (1.Mo.1,18-19). Die 
Sprachverwirrung fand also vor Pelegs Tod, 338 Jahre nach der Sintflut, statt, weil zu seiner 
Lebenszeit die darauf folgende Landverteilung geschah. Mit dieser Datierung des Turmbaus zu Babel 
ist es ohne weiteres m&ouml;glich, dass Nimrod den Turmbau zu Babel begonnen hat, wie Josephus 
berichtet. Zwar kann aus der Bibel nicht das exakte Datum seiner Geburt abgeleitet werden, abr als 
Sohn des Kusch, des Sohnes Hams kann er ohne weiteres schon 32 Jahre nach der Sintflut geboren 
worden sein. Die Bibel sagt nun: <u>er war der erste Machthaber auf Erden</u> (1.Mo.10,8), und der 
Anfang seines <u>Königreichs war Babel</u> usw. im Lande Sinear (1.Mo.10,10). Damit ist tatsächlich 
möglich, dass <u>Nimrod Babel gegründet und gleichzeitig den Turm gebaut</u> (1.Mo.11,4) hat, wie 
Josephus berichtet. Er könnte Babel auch zu einem Zeitpunkt nach Ende des Turmbaus erobert haben.
<br>
&raquo;Viele Autoren, die über den Babylonischen Turm schrieben, folgten der Überlieferung der 
Juden und Araber und identifizierten [...] [den babylonischen Turm] mit dem großen Tempel des Nebo 
in der Stadt Borsippa, heute <u>Birs-Nimrud</u> genannt (das ursprünglich Birj Nimrud, &raquo;Turm 
des Nimrod&laquo; gewesen sein mag).&laquo; (International Standard Bible Encyclopedia, 
&raquo;Babel, Tower of&laquo;, &raquo;3. Whereabouts of the Tower of Babel&laquo;). <u>Diese 
Identifikation ist möglich</u>, denn wenn an dieser Stelle Babel gegründet wurde, so ist es <u>mit 
den Größenangaben Herodots</u> möglich, dass auch die heute schon ausgegrabenen Ruinen Babylons, 
die etwa 9,6 km nordöstlich liegen, noch zum Stadtgebiet gehörten. Herodot schreibt nämlich, die 
Stadt habe eine Seitenlänge von 22,5km gehabt (Herodot: Geschichte und Geschichten. Buch 1-4 
(Zürich: Artemis, 1973); S.98 ff.). Die ISBE bestätigt, dass Borsippa mit Birs Nimrud zu Babylon 
gehört hat (International Standard Bible Encyclopedia, &raquo;Shinar&laquo;). Ein vollständiger 
virtueller Spaziergang durch Birs Nimrud findet sich unter
<a href="http://info.uibk.ac.at/c/c6/c616/birs_ns.html"> 
http://info.uibk.ac.at/c/c6/c616/birs_ns.html </a>.
Zwei Abbildungen dieser Turmruine sind enthalten in (Evelyn Klengel-Brandt: Der Turm von Babylon,
Legende und Geschichte eines Bauwerkes. © 1982 Koehler & Amelang (VOB), Leipzig. S.142.)
<br>
<u>Egal ob es noch Überreste</u> des Babylonische Turms gibt oder nicht, die derzeit <u>gängige 
Theorie ist falsch</u>. Sie besagt, der Babylonische Turm sei die Ruine <u>Etemenanki</u> in 
Babylon und der <u>größte von vielen Tempeltürmen</u> gewesen, der Abschluss einer 
<u>baugeschichtlichen Entwicklung</u>. Für die Kenntnis <u>seiner Geschichte</u> gilt aber: 
&raquo;So muss man sich vorerst damit begnügen, dass die Baugeschichte des Babylonischen Turms noch 
im Dunkeln liegt und erst im Verlaufe des 1. Jahrtausends v. Chr. die frühesten Erwähnungen von 
seiner Existenz zu registerieren sind.&laquo; (Evelyn Klengel-Brandt: Der Turm von Babylon, Legende 
und Geschichte eines Bauwerkes. © 1982 Koehler & Amelang (VOB), Leipzig. S.87.) Diese Datierung 
zeigt, dass mit der bisher bekannten Geschichte Etemenankis <u>nichts über den Babylonischen Turm 
der Bibel ausgesagt</u> wird, der <u>wesentlich früher</u> gebaut wurde.</p>

<p><b>Noah nach der Flut.</b> Noah lebte nach der Sintflut <u>noch 350 Jahre</u> (1.Mo.9,28). Wie 
oben begründet, endete der Turmbau zu Babel früher als 338 Jahre nach der Sinflut, d.h. <u>Noah 
erlebte diese neue Auflehnung</u> der Menschen gegen Gott mit. Er wird, wie vielleicht einige 
andere gottesf&uuml;rchtige Menschen, <u>nicht daran teilgenommen</u> haben!</p>

<p><b>Der Name Babel.</b> Die Entstehung und Bedeutung des Namens Babel wird verwendet, um die
Zuverlässigkeit der <u>Bibel zu unterminieren</u>. Die Bibel sagt: &raquo;Daher gab man ihr den 
Namen Babel, weil der HERR daselbst die <u>Sprache</u> der ganzen Welt <u>verwirrte</u> und sie von 
dannen über die ganze Erde zerstreute.&laquo; (1.Mo.11,9). Die <u>moderne Theologie</u> legt das so 
aus, dass dies auf einer <u>Volksethymologie</u> der Juden basiert, die &raquo;Babel&laquo; auf 
eine Reduplikation der hebräischen Wurzel &raquo;balal&laquo; (mischen) zurückführt. Dass nämlich 
&raquo;Babel&laquo; in der <u>babylonischen Form &raquo;Bab-ili&laquo;</u> eigentlich &raquo;Tor 
Gottes&laquo; heiße.
<br>
Was ist nun die Lösung dieses Problems? Zuerst ist es völlig <u>unsinnig</u>, anzunehmen, dass 
&raquo;Babel&laquo; ein hebräisches Wort sei. Warum sollte die Stadt nach der Sprachverwirrung 
einen Namen erhalten, der <u>nicht aus der Sprache ihrer Bewohner</u> kommt, den ihre Bewohner also 
nicht einmal verstehen? &raquo;Babel&laquo; muss also ein Wort sein, das die <u>ersten Bewohner der 
Stadt verstanden</u> haben; woher kommt es? &raquo;Babel&laquo; kann unmöglich vom babylonischen 
Wort &raquo;baldlu&laquo; (mischen, verwirren) kommen, die Bedeutung &raquo;Tor Gottes&laquo; ist 
ihrerseits als Volksethymologie erkannt worden; es gibt jedoch den wahrscheinlich noch älteren 
Ortsnamen &raquo;Babalam&laquo;, der aufgrund der Endung &raquo;-am&laquo; nicht &raquo;Platz der 
Zusammenkunft&laquo; heißen kann (ISBE, &raquo;Babel, Tower of&laquo;). Also kommt 
&raquo;Babel&laquo; <u>nicht von einer bekannten babylonischen Wurzel</u>; die einzige Alternative, 
deren internationale Verständlichkeit auch die Erwähnung mit dieser Bedeutung in der Bibel 
rechtfertigt, ist: &raquo;Babel&laquo; oder &raquo;Babalam&laquo; ist ein lautmalendes Wort
(<u>Onomatopoetikum</u>), das das Reden in unverständlicher Sprache nachbildet, ganz ähnlich wie 
heute &raquo;(to) babble&laquo; im Englischen, &raquo;Blabla&laquo; im Deutschen, 
&raquo;barbaros&laquo; im Griechischen (eigtl. &raquo;unverständlich sprechen&laquo;, Nichtgrieche 
ohne Abwertung, daher &raquo;Barbar&laquo;). In späterer Zeit mag diese Herkunft den Babyloniern 
selbst verloren gegangen sein, so dass sich Volksethymologien entwickelten.</p>

<p><b>Die Sprachverwirrung aus Sicht der Wissenschaft.</b> Es kann naturwissenschaftlich bestätigt
werden, dass die Sintflut stattfand. Die Bibel berichtet, dass es danach nur noch acht Menschen
gab, mit einer einzigen Sprache. Damit ist die <u>einzige Alternative</u>, die Kritiker gegen den 
Bericht der Sprachverwirrung anführen könnten, diese: dass <u>alle Sprachen von dieser Ursprache 
abstammen</u>, so wie sich heute Dialekte und Creole-Sprachen entwickeln. Dann wäre der gemeinsame 
Ursprung aller Sprachen durch Gemeinsamkeiten nachweisbar, denn die die parallele Entstehung 
mehrerer Sprachen &raquo;im Laufe der Evolution&laquo; konnte ja durch die Tatsache der Sintflut 
ausgeschlossen werden. Nun gibt es aber <u>keine Gemeinsamkeiten aller Sprachen</u> in Syntax und 
Lexik, sondern die unterschiedlichen Sprachfamilien sind in sich geschlossene Konstrukte! Das ist 
eine deutliche Bestätigung für den biblischen Bericht der babylonischen Sprachverwirrung.</p>


<h2><b>Was war die Motivation der Menschen zum Turmbau?</b></h2>

<ul>

<li><b>Rebellion gegen Gott.</b>Die Bibel gibt als Motivation f&uuml;r den Turmbau an, dass die 
Menschen <u>sich einen Namen machen</u> wollten, um ja nicht &uuml;ber die ganze Erde verstreut zu 
werden (1.Mo.11,4). Damit war ihre <u>Schuld die willentliche Missachtung</u> des Gebotes Gottes, 
die ganze Erde zu bevölkern: &raquo;Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet die Erde!&laquo; 
(1.Mo.9,1). Die Menschheit hatte sich also schon so bald nach dem Neuanfang Gottes nach der 
Sintflut vereinigt, um gegen Gott zu rebellieren. Sie setzten <u>Selbstverherrlichung</u> 
(&raquo;uns einen Namen machen&laquo;; 1.Mo.11,4) gegen die Verherrlichung Gottes. Sie wollten 
selbst etwas Gro&szlig;es werden. Das war auch die Motivation des Teufels zum Aufruhr gegen Gott 
(Hes.28,2)! Diese unbegr&uuml;ndete Feindschaft gegen Gott, so kurz nach SEINEM Gericht der 
Sintflut, beweist: &raquo;die Gesinnung des Fleisches [ist] Feindschaft wider Gott [...]; denn sie 
ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, sie kann es auch nicht.&laquo; (Röm.8,7).</li>

<li><b>Astrologisches Archiv.</b>In deutschen Übersetzungen steht, die Menschen wollten einen Turm 
bauen &laquo;dessen <u>Spitze bis an den Himmel</u> reicht&raquo; (1.Mo.11,4), um sich einen Namen 
zu machen. Von der H&ouml;he des Turms steht aber nichts im Urtext, auch ist der Gedanke 
<u>absurd</u>, Gott k&ouml;nnte sich durch einen hohen Turm im Himmel gest&ouml;rt gef&uuml;hlt 
haben. Solche heidnischen Vorstellungen gibt es nicht in der Bibel. Stattdessen sollte man 
&uuml;bersetzen: &raquo;einen Turm bauen, dessen <u>Spitze mit den Himmeln</u>&laquo; (1.Mo.11,4). 
Das hei&szlig;t: einen Turm, auf dessen Spitze <u>Darstellungen von der Himmel, also der 
Sternbilder usw.</u>, aufbewahrt werden. Das wird verst&auml;ndlich, wenn man den <u>Stellenwert der
Astrologie</u> im sp&auml;teren Babylonischen Reich betrachtet, und die Herkunft dieser Lehre: 
Josephus berichtet, dass die <u>Nachkommen Seths</u> sie erfunden haben. Sie war urspr&uuml;nglich 
die Projektion des <u>Wissens &uuml;ber den kommenden Messias</u>, Christus, in daf&uuml;r erdachte 
Sternbilder; diese <u>Bedeutung verlor sich</u> durch die Bosheit der Menschen, die immer mehr 
Mythen ihrer G&ouml;tzen damit verbanden. Die Erbauer von Babel werden dieses Wissen schon als ihre 
<u>eigene Weisheit angesehen</u> haben, ohne seine Botschaft zu kennen, wie der fr&uuml;h 
beginnende G&ouml;tzenkult vermuten l&auml;sst. Viele der Namen der urspr&uuml;nglichen Sternbilder 
sind jedoch bis heute erhalten geblieben. Auch der <u>Stern von Bethlehem</u>, aus dem die 
babylonischen Sternkundigen auf die Geburt des Christus schlossen, basiert auf dieser  
&raquo;bibeltreuen Astrologie&laquo;: eine Supernova im Sternbild der Jungfrau (Jes.7,14). Eine 
vollst&auml;ndige Darstellung dieser Astrologie und ihrer Verbindung mit dem Turm von Babel bietet 
das Buch: E. W. Bullinger: &raquo;The Witness of the Stars&laquo;, 1893. Es ist in elektronischer 
Version verf&uuml;gbar unter <a href="http://www.philologos.org">http://www.philologos.org</a>.
<br>
Es gibt <u>viele Ruinen sog. Zikkurate</u> in Babylon, die sowohl astronomischen Beobachtungen 
dienten als auch als G&ouml;tzentempel. Sie waren in <u>sieben farbigen Stufen</u> gebaut, jede war 
einem Planeten, der Sonne oder dem Mond, gewidmet. In den Tempeln <u>Denderah und Esneh</u> in 
&Auml;gypten hat man Darstellungen der Sternbilder gefunden. Durch diese Interpretation 
erkl&auml;rt sich die Entstehung der vielen Zikkurate, von denen eine nach vielen Arch&auml;ologen 
der Turm von Babel war: sie wurden nach der Sprachverwirrung <u>an verschiedenen Orten mit 
demselben Zweck</u> erbaut, daher dieselbe <u>symbolische Architektur in sieben farbigen 
Stufen</u>, die deutlich den Zweck dieser Bauten bezeugt. Der Turm von Babylon war die erste 
Zikkurat! <u>Birs Nimrud</u> kann also auch ohne weiteres eine der vielen Zikkurate sein, nicht 
unbedingt der originale Turm von Babylon. Auch wenn möglicherweise also keine Reste des Turms von 
Babylon erhalten sind, kann man an Birs Nimrud die prinzipielle Bauweise studieren.</li>

<li><b>Dauerhafte Erinnerung.</b>Der j&uuml;dische Geschichtsschreiber <u>Josephus</u> hat hat die 
folgende j&uuml;dische &Uuml;berlieferung niedergeschrieben (&raquo;Jüdischen Altertümern&laquo;, 
Buch 1, Kapitel 4.2 und 4.3): &raquo;Er [Nimrod; Anm.] sagte, er wolle sich an Gott rächen, wenn 
dieser die Welt wieder ertränken wolle. Denn dafür würde er einen Turm bauen, dessen Höhe die  
Wasserfluten nicht erreichen könnten. Und dass er selbst sich an Gott rächen würde, weil er die 
Vorfahren der Menschen vernichtet hatte. [...] Er [der Turm; Anm.] war aus gebrannten Ziegeln 
gebaut und mit Mörtel, der aus Asphalt gemacht wurde, vermauert, so dass er wasserfest wäre.&laquo; 
Das muss <u>keinesfalls</u> hei&szlig;en, Nimrod habe einen Turm als <u>Schutz f&uuml;r die 
Menschen</u> vor einer weiteren Sintflut bauen wollen. Diese Vorstellung ist auch <u>absurd</u>, 
weil ja niemals alle Menschen hier h&auml;tten Zuflucht finden k&ouml;nnen, also auch nicht daran 
mitgebaut h&auml;tten.
<br>
Sondern: der Turm wurde aus solchem dauerhaften, wasserfesten und auch feuerfesten (1.Mo.11,3)
Material gebaut, weil die Menschen sich ja <u>einen Namen machen</u> wollten (1.Mo.11,4). Vielleicht
auch, um die auf seiner Spitze aufbewahrten Erkenntnisse &uuml;ber die Sternbilder durch Flut und 
Feuer <u>f&uuml;r die Nachwelt zu bewahren</u>. Andernfalls h&auml;tte ja auch ein einfacheres 
Geb&auml;ude zu ebener Erde gen&uuml;gt!
<br>
Josephus berichtet, dass auch die Nachkommen Seths, die Erfinder der Astrologie, im Sinn hatten,
ihre Erkenntnisse vor den beiden Gerichten, des Wassers und des Feuers, die nach Adams Voraussage
kommen sollten, zu bewahren. Aus diesem Grund h&auml;tten sie zwei im Lande Siriad <u>S&auml;ulen
aufgerichtet</u> und damit beschriftet, eine aus Ziegeln und eine aus wasserfestem Stein.
(Flavius Josephus, &raquo;J&uuml;dische Altert&uuml;mer&laquo;, Buch 1, Kap. 2.3).
<br>
Aus welchem <u>besonderen Material</u> der Turm gebaut war, zeigen folgende Zitate: &raquo;Die 
wichtigste Voraussetzung und ein bedeutender Faktor für die Gestaltung der Bauwerke waren die 
vorhandenen Baumaterialien. Das rohstoffarme Südmesopotamien besaß vor allem Lehm und Schilf, 
jedoch kam Holz und keine Bausteine.&laquo; (Evelyn Klengel-Brandt: Der Turm von Babylon, Legende 
und Geschichte eines Bauwerkes. © 1982 Koehler & Amelang (VOB), Leipzig. S.53.)
<br>
Die heute ausgegrabenen Bauten aus Südmesopotamien bestehen meist aus ungebrannten Ziegeln, nur
wenige sind mit gebrannten Ziegeln verkleidet oder haben (bei Hochtempeln) eine Ummmauerung aus
gebrannten Ziegeln: &raquo;Es geschah recht selten in der Baugeschichte Südmesopotamiens, dass ein 
so gewaltiges Gebäude wie die Zikkurat von Ur vollständig mit gebrannten Ziegeln verkleidet wurde. 
Das war ein ungeheurer Arbeits- und Kostenaufwand, der auch später nur in Ausnahmefällen aufgebracht
werden konnte.&laquo; (Evelyn Klengel-Brandt: Der Turm von Babylon, Legende und Geschichte eines
Bauwerkes. © 1982 Koehler & Amelang (VOB), Leipzig. S.60.)</li>

<li>Nach dem Bericht des Josephus wollte Nimrod f&uuml;r eine kommende Sintflut vorsorgen. Dieser
<u>Unglaube gegen&uuml;ber der Zusage Gottes</u>, es werde keine Sintflut mehr geben (1.Mo.8,21), 
passt gut zu der <u>Rebellion der Menschen</u> gegen Gott, die sich im Turmbau zu Babel 
ausdr&uuml;ckt. Denn wie sie die anderen Gebote Gottes kannten, aber missachteten (1.Mo.11,4), so 
werden sie auch diese Zusage Gottes gekannt haben.</li>

</ul>


<h2><b>Wie reagiert Gott, und warum?</b></h2>

<p>Der Turmbau zu Babel zeigt <u>Gottes unzerbrechliche Treue</u>: ER hatte verheißen, nie mehr 
alles Leben auf der Erde vernichten zu wollen wie in der Sintflut (1.Mo.8,21-22). An diese Zusage 
<u>hielt sich Gott</u>, auch wenn die Menschen nicht daran glaubten und wenige Jahre nach der Flut 
Gottes Feinde wurden. Die Sprachverwirrung war die <u>gnädigste und mildeste Möglichkeit</u>, die 
gemeinsamen Rebellion der Menschen zu beenden, die größte Geduld Gottes mit uns gerichtsreifen 
Menschen. Dass Gott sich hier an SEIN Wort gehalten hat, macht uns sicher darin, dass Gott immer 
Wort hält, auch in unserem Leben: &raquo;sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich 
selbst nicht verleugnen.&laquo; <u>(2.Tim.2.13)</u>.</p>

<p>Die Sprachverwirrung <u>bewahrt den Menschen</u> vor gro&szlig;en <u>Zusammenschl&uuml;ssen zum
B&ouml;sen</u>, wie es der Turmbau zu Babel war: &raquo;Und der HERR sprach: Siehe, es ist nur ein
einziges Volk, und sie sprechen alle nur eine Sprache, und dies ist der Anfang ihres Unternehmens!
Nun wird es ihnen nicht unmöglich sein, alles auszuführen, was sie sich vorgenommen haben.&laquo;
(1.Mo.11,6). Natürlich hatte der Allmächtige keine Angst vor dem, was die Menschen tun könnten,
sondern ER wollte das <u>Entstehen eines &raquo;antichristlichen Reiches&laquo;</u> zu diesem 
Zeitpunkt verhindern. Einen solchen Zusammenschluss zum B&ouml;sen wird es n&auml;mlich erst wieder 
geben, wenn die Nationen in der Schlacht von <u>Hamargeddon</u> versuchen werden, Israel 
auszurotten.</p>

<p>Die Sprachverwirrung war also eine Gnade, die das eigentliche Gericht &uuml;ber das
widerg&ouml;ttliche Reich verhinderte. Denn <u>nicht der Bau des Turmes</u> an sich war der 
<u>Grund der Sprachverwirrung</u>, sonst h&auml;tten die vielen anderen Zikkurate in Mesopotamien 
und auch unsere Hochh&auml;user nie fertiggestellt werden k&ouml;nnen. <u>Sondern die Rebellion</u> 
der Menschen gegen Gott, indem sie SEIN Gebot der Besiedlung der ganzen Erde missachteten, war der 
Grund. Eine Bestätigung erfährt diese Auslegung durch 1.Mo.11,8, wo nichts vom Ende des Turmbaus 
gesagt wird.</p>

<p>Wie stimmt es nun mit Gottes Gerechtigkeit überein, dass Gott durch die Sintflut die Menschen für
ihre Sünden vernichtete und jetzt die <u>Sünden derart ungestraft</u> lässt? Dazu:

<blockquote>&raquo;Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der 
Herrlichkeit Gottes, so daß sie gerechtfertigt werden ohne Verdienst, durch seine Gnade, mittels 
der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer verordnet, durch sein Blut, für 
alle, die glauben, zum Erweis seiner Gerechtigkeit, wegen der Nachsicht mit den Sünden, die zuvor 
geschehen waren unter göttlicher Geduld, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, 
damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.&laquo; 
<u>(Röm.3,23-26)</u></blockquote>

Das zeigt: die <u>Nachsicht Gottes</u> mit den Sünden bis zur Sintflut (1.Petr.3,20) und nach der 
Sintflut (beim Turmbau zu Babel), d.h. dass die sündige Menschheit vor einem heiligen Gott weiter 
existieren konnte und nicht völlig ausgerottet wurde wie in der Sintflut, war <u>nur möglich, weil 
Gott die Strafe</u> dieser Menschen selbst trug. Deshalb heißt es: <u>der Tod Christi erweist, dass 
Gott gerecht ist</u>, trotz dass ER sündige Menschen schonte, und dient gleichtzeitig der 
Rechtfertigung dessen, der glaubt. Das ist der Grund, warum Christus <u>nicht nur für die Sünden 
der Gläubigen starb</u>, sondern für die der ganzen Welt (1.Joh.2,2): weil Gott in SEINER 
Gerechtigkeit <u>alle Sünden bestrafen muss</u>, und das ja <u>nicht mehr durch eine Sintflut</u> 
an den Menschen tun will (1.Mo.8,21-22), also <u>an sich selbst</u> getan hat.</p>


<h2><b>Wozu hat Gott diesen Bericht in die Bibel aufgenommen? Also was will Gott uns damit 
lehren?</b></h2>

<ul>

<li><b>Information.</b> ER wollte informieren, woher <u>die verschiedenen Sprachen</u> kommen, so 
wie der Schöpfungsbericht in aller Kürze über die Herkunft des Menschen informiert.</li>

<li><b>Erweis der Bosheit des Menschen.</b> Mit diesem Bericht von der gemeinsamen und völligen 
Abwendung der Menschheit von Gott kurz nach dem gnädigen Neuanfang nach der Sintflut <u>zeigt Gott 
die Wahrheit SEINER Aussage</u>: &raquo;das Dichten des menschlichen Herzens [ist] böse ist von 
seiner Jugend an&laquo; (1.Mo.8,21). Das heißt: Seit die Sünde mit Adam in die Welt gekommen ist, 
sind alle <u>Menschen von Natur aus verderbt</u> und können Gott nicht gehorchen (Röm.8,7). Es war 
also auch bei <u>völliger Ausrottung aller Bösen kein Neuanfang</u> möglich, wie die Sintflut 
zeigt. Denn damit wurde noch nicht das B&ouml;se ausgerottet!</li>

<li><b>Gott ist Sieger.</b> Gott zeigt deutlich: Es ist völlig <u>aussichtslos, gegen Gott 
kämpfen</u> zu wollen. Gott durchkreuzte das Vorhaben der Menschen mit <u>spielender 
Leichtigkeit</u>. Wir sollten als Menschen entsprechend dem leben, was wir sind und immer sein 
werden: <u>Geschöpfe Gottes</u>. Wir müssen uns in die Abhängigkeit von Gott fügen!</li>

<li><b>Reaktion: Vers&ouml;hnung</b> mit Gott. Jeder Mensch ist <u>von Natur aus ein Feind 
Gottes</u> (Röm.5,10; 1,18). Wer sich aber Gottes Willen widersetzen will, verliert, wie der 
Turmbau von Babel zeigt. Deshalb fordert die Bibel uns auf, unseren <u>Frieden mit Gott zu machen, 
indem wir vor IHM kapitulieren</u>:

<blockquote>&raquo;Sei deinem Widersacher bald geneigt, während du noch mit ihm auf dem Wege bist; 
damit der Widersacher dich nicht etwa dem Richter überantworte, und der Richter dich dem 
Gerichtsdiener übergebe, und du ins Gefängnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir, du wirst 
von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Heller bezahlt hast!&laquo; 
<u>(Mt.5,25-26)</u></blockquote>

<blockquote>&raquo;Oder welcher König, der auszieht, um mit einem andern König Krieg zu führen, 
setzt sich nicht zuvor hin und berät, ob er imstande sei, mit zehntausend dem zu begegnen, der mit
zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Wenn aber nicht, so sendet er, solange jener noch fern ist, eine
Botschaft und bittet um die Friedensbedingungen. So kann auch keiner von euch, der nicht allem
entsagt, was er hat, mein Jünger sein.&laquo; <u>(Lk.14,31-33)</u></blockquote>

Lk.14,33 zeigt, dass die <u>Bekehrung eine bedingungslose Kapitulation</u> ist, die Übergabe unseres
Lebens an Gott. Wer als <u>Christ</u> irgendwo bewusst dem Willen Gottes für sein Leben 
<u>widersteht</u>, muss hierin auch kapitulieren, seinen ohnehin zwecklosen Widerstand aufgeben. 
Dazu mag gehören, eine Sünde vor Gott oder Menschen zu bekennen und zu lassen. Denn ein Jünger des 
HERRN muss allem entsagen, was er hat: unser Leben gehört nicht mehr uns, sondern Gott.
<br>
Die Bekehrung als Aufgabe unser Feindschaft gegen Gott ist aber auch die <u>Versöhnung mit Gott als
Vater</u>, der uns vergeben will. Denn <u>weil Christus unsere Strafe getragen hat</u>, schont Gott 
uns, wenn wir vor IHM kapitulieren. ER wartet, dass wir zu IHM zurückkehren, wie der <u>Vater beim 
verlorenen Sohn</u>.

<blockquote>&raquo;Denn, wenn wir, als wir noch Feinde waren, mit Gott versöhnt worden sind durch 
den Tod seines Sohnes, wieviel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein 
Leben!&laquo; (Röm.5,10)</blockquote>

<blockquote>&raquo;Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben 
Brot im Überfluß, ich aber verderbe hier vor Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater 
gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr 
wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! Und er machte sich auf und ging 
zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen, lief, fiel ihm 
um den Hals und küßte ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel 
und vor dir, ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen! Aber der Vater sprach zu seinen 
Knechten: Bringet eilends das beste Feierkleid her und ziehet es ihm an, und gebet ihm einen Ring 
an die Hand und Schuhe an die Füße; und bringet das gemästete Kalb her und schlachtet es; lasset 
uns essen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war 
verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.&laquo; 
(Lk.15,17-24)</blockquote>
</li>

<li><b>Der Missionsbefehl.</b> Gott hat uns die <u>Aufgabe gegeben</u>, SEIN Angebot der Versöhnung 
weiterzusagen <u>(2.Kor.5,19-20)</u>, die Menschen in der Welt aufzufordern: Macht euren Frieden 
mit Gott. Die folgende Anwendung ist <u>keine Bibelexegese, sondern eine Merkhilfe</u>: Die 
Menschen nach der Sintflut <u>widerstanden Gottes Befehl</u>, in alle Welt hinauszugehen und sie zu 
bevölkern, quasi dem Proto-Missionsbefehl. Gott ließ sich das nicht gefallen. Was ist mit uns: 
<u>Widerstehen wir dem Missionsbefehl Gottes</u>, und wollen stattdessen lieber in unserer Gemeinde 
eine Stadt und einen Turm bauen, &raquo;dass wir uns einen Namen machen&laquo; (1.Mo.11,4)?</li>

<li>Es gibt nur eine Möglichkeit, mit Gott zu kämpfen und zu &raquo;siegen&laquo;: 1.Mo.32,24.</li>

</ul>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 32:24-Genesis 32:32;">1. Mo.32:24-32</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Hier haben wir die einzige Möglichkeit, gegen Gott zu kämpfen und zu siegen: das Gebet des 
Glaubens. Das Ringen Jakobs mit dem Engel des HERRN, d.i. Christus, kann als das natürliche Abbild 
eines solchen Gebetskampfes angesehen werden, sagt doch Hosea über die Art seines Kampfes: »er 
kämpfte mit dem Engel und siegte, er weinte und flehte zu ihm« (Hos.12,4).

Der Schlag des Engels des HERRN auf die Hüfte Jakobs (1.Mo.32,25) zeigte, wie sehr Jakob IHM 
körperlich unterlegen war - er hätte eigentlich sofort verloren. Durch die Bitten (Hos.12,4) den 
Glaubens aber siegte Jakob, so wie auch im NT ein Gebet erhört wird (Lk.18,1-5): allezeit zu beten 
ohne nachlässig zu werden (Lk.18,1). In diesem Sinne ist zu verstehen, dass der HERR Jakob nicht 
besiegen konnte (1.Mo.32,25) und dass Jakob mit Gott gekämpft und gewonnen hat (1.Mo.32,28): Gott 
wollte ihn gewinnen lassen, weil er glaubte.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 23.5.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 1:26-Genesis 1:27;">1. Mose 1:26-27</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Muss tatsächlich übersetzt werden »Lasst uns Menschen machen [...]«, oder kann übersetzt werden 
»Lass uns Menschen machen [...]«? D.h.: tauchen bereits hier alle drei Personen der Gottheit auf 
oder nicht?

Dass der Mensch als Abbild Gottes, Gott ähnlich geschaffen wurde (1.Mo.1,26-27) wird sich 
hauptsächlich auf seine geistigen Eigenschaften beziehen, denn äußerlich unterscheidet sich der 
Mensch ja nur wenig von z.B. Menschenaffen, geistig aber von Grund auf. Da nun der Mensch Gott 
ähnlich geschaffen wurde, folgern wir dass der Mensch, und nur der Mensch, Gott zu einem gewissen 
Grad verstehen kann.

Kinder sind das Abbild eines Menschen, so wie der Mensch Abbild Gottes ist (1.Mo.5,1-3). Wenn wir 
also in Gott und SEIN Verhalten einmal nicht verstehen (und uns vielleicht die Frage quält, ob Gott 
ungerecht ist?): dann versuche man, eine Analogie zu Gottes Verhalten im gottgefälligen Verhalten 
von Menschen gegenüber ihren eigenen Kindern zu finden. So wird schnell klar, dass Gott zuallererst 
und über alles die Menschen liebt (größter Ausdruck: 1.Joh.3,16), so wie Eltern ihre Kinder lieben. 
Auch teilweise enorme Härte in der Erziehung ist damit ja vereinbar - die Bibel selbst nimtt die 
kindererziehung als Bild, wie Gott uns Menschen behandelt (Hebr.12,4-11). Und: wenn wir unseren 
eigenen Zorn für logisch und verständlich halten, wie können wir dann wagen, Gottes Zorn über uns 
Menschen für unberechtigt zu halten? »Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer« (Hebr.12,29) 
- also auch im NT!

Der Mensch hat die Möglichkeit zur Sünde (Ungehorsam gegen Gott), Tiere nicht. Wir folgern, dass 
diese Entscheidungsfreiheit zur Gottesebenbildlichkeit gehört. Gott wollte den Menschen ja IHM 
ähnlich, zu SEINEM Bild erschaffen (1.Mo.1,26) - deshalb konnte er ihn nicht ohne 
Entscheidungsfreiheit schaffen, was die Möglichkeit zur Entscheidung gegen Gott beinhaltete.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 16.6.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 13:1-Genesis 13:18;">1. Mose 13:1-18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Wir können hier von Abraham lernen, wie sich unser Glaube auf unser ganz alltägliches Leben 
auswirken kann und soll. Abraham nämlich legte einen Streit nach geistlichen Prinzipien bei.

1.Mo.13,8-9: Es ist nach Gottes Willen, Streit beizulegen, denn eine Frucht, die Gottes Geist in 
uns wirken will, ist Friede (Gal.5,22). Um das zu tun, beginnen wir mit einem ersten Schritt auf 
den »Gegner« zu, so wie Abraham hier Lot ein Angebot machte, statt autoritär als Familienoberhaupt 
seinen eigenen Vorteil durchzusetzen.

Damit sich unser Glaube auf unser Leben auswirkt, sollte unsere Motivation die Nächstenliebe, das 
Stiften von Frieden und das Vertrauen auf Gottes Verheißungen (1.Mo.13,14-15). Das nämlich befähigt 
uns, nicht stets unseren eigenen Vorteil durchsetzen zu müssen.

Was ist nun die Voraussetzung, damit sich unser Glaube auf unser Leben auswirkt, damit wir aus der 
Frucht des Geistes handeln? Wir müssen eine enge und intakte Gemeinschaft mit Gott haben, jede 
Entscheidung in Abhängigkeit von Gott treffen. Als Abraham in Ägypten seine Frau als seine 
Schwester ausgab (1.Mo.12,10-20), war das ein eigener Weg, gegen Gottes Willen, und er endete nicht 
gut. Aber Abraham nutzte die Möglichkeit, wieder mit Gott in Gemeinschaft zu kommen (1.Mo.13,3-4).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.7.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 15:1-Genesis 15:21;">1. Mose 15:1-21</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die zentrale Aussage dieses Kapitels ist »Und Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur 
Gerechtigkeit.« (1.Mo.15,6). »Glauben« kann im AT auch mit »vertrauen« übersetzt werden und ist ein 
»Verhältnisbegriff«: nicht das intellektuelle Fürwahrhalten, sondern sein eigenes Leben vollständig 
auf eine andere Person zu stützen (Strong 539). Ebenso bezieht sich »anrechnen [als Gerechtigkeit]« 
auf eine Beziehung zwischen Personen: An Abrahams Vertrauen konnte Gott erkennen, dass dieser 
aufrichtig und gerade war in der Beziehung zu seinem Gott, und deshalb behandelte ER Abraham fortan 
als jemand, der von Herzen SEINEN Willen tun wollte. Gott ließ Abraham gelten als gerecht aufgrund 
des Glaubens: nicht weil er alle Gebote hielt, sondern weil er sein ganzes Leben auf Gott stützte 
und deshalb alle Gebote von Herzen gern halten wollte, auch wenn er darin versagte.

Trotzdem ist Gott ja auch gerecht und kann nicht einfach die Sünden der Gläubigen (die SEINEN 
Willen tun wollen, aber versagen) übersehen - Abraham hätte für seine Sünden wie jeder Gläubige 
auch die Todesstrafe verdient (Jak.1,15). Um das zu vermeiden, hat Gott in Christus die Strafe all 
unserer Sünden auf sich selbst genommen! So viel Anstrengung hat Gott auf sich genommen und den 
höchsten Einsatz SEINER Liebe gegeben, damit die, die ihr ganzes Leben auf Gott gestützt haben 
(d.h. die IHM glauben) nicht zuschanden werden in ihrem Vertrauen, sondern von IHM Hilfe in ihrer 
Not empfangen.

So ist nun das Opfer Christi die Grundlage unseres Glaubens: das, was Gott tat, um die zu retten, 
die all ihre Hoffnung auf Rettung auf Gott setzen: die so IHM ihr Leben geben, IHM ganz Vertrauen, 
ihr Leben auf IHN stützen.

Solcher Glaube (»sein Leben stützen auf«) kann unmöglich ohne praktische Auswirkung, ohne Werke 
bleiben. Abrahams Glaube erwies sich in der Prüfung, als er Isaak opfern sollte (1.Mo.22,1-18). 
Ebenso wird sich der Glaube von neutestamentlichen Gläubigen im Gehorsam und völligen Vertrauen auf 
Gott zeigen (Jak.2,14.17-18). Wollen wir doch täglich unseren Gott all unsere Hoffnung und Stütze 
sein lassen und voll auf IHN statt auf uns setzen, wenn Probleme und Leid uns treffen. Um z.B. im 
Gebet etwas zu erlangen, müssen wir Gott voll vertrauen (Jak.1,6-7), d.h. menschlich gesagt: das 
Risiko eingehen, alles auf eine Karte, auf Gott zu setzen. Wer das tut, den enttäuscht Gott nicht - 
Glaube ist kein Risiko.


V.8-21: Dieses Zeichen, das der HERR dem Abram gab, war die typische Art, wie damals ein Bund 
geschlossen wurde. So berichtet Jer.34,10.18-20 von einem solchen Bundesschluss, den König Zedekia 
mit allem Volk in Jerusalem gemacht hatte, dass nämlich alle hebräischen Knechte freigelassen 
werden sollten. Der Hintergrund dieser Handlung, zwischen geteilten und geschlachteten Tieren 
hindurchzugehen, war der, dass es jedem vertragsbrüchigen Bündnispartner ebenso ergehen sollte wie 
diesen Tieren. Das mag in Jer.34,19-20 angedeutet sein, wo die vertragsbrüchigen Bündnispartner mit 
dem Tod bestraft werden.

Das Besondere an Gottes Bund mit Abram ist: es war ein einseitiger Bündnisschluss von Gottes Seite 
aus! Denn Gott allein ging zwischen den Tierhälften hindurch (1.Mo.15,17), während Abram tief 
schlief (1.Mo.15,12).


Vor und nach diesem Bündnisschluss heißt es, dass Abram Gott glaubte (1.Mo.15,6; Hebr.11,17-19). 
Dass Abram hier ein Zeichen von Gott wünschte, kann dem also nicht widersprechen: Glaube sucht und 
braucht eine Grundlage, um sich darauf zu stützen. Der HERR gab Abram als Zeichen SEIN Wort in Form 
eines Bündnisschlusses (1.Mo.15,17-21), nicht ein Wunder. Denn Gottes Wort ist zuverlässiger als 
das größte Wunder, und der Gläubige nimmt sie an, hat er doch volles Vertrauen zu Gott. Ebenso ist 
auch heute Gottes zuverlässiges Wort die Grundlage unseres Glaubens (z.B. Joh.3,16).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 8.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Psalms 103:11-Psalms 103:12;">Psalm 103:11-12</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Osten und Westen sind unendlich weit voneinander entfernt, Norden und Süden jedoch nicht. Deshlab 
ist es interessant, dass hier nicht Norden und Süden erwähnt werden. Also: SEINE Gnade ist 
unendlich, die Sünden der SEINEN sind unendlich weit weg.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Numbers 11:1-Numbers 11:3;">4. Mose 11:1-3</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
1.Kor.10,1-13 zeigt, was solche Texte des AT einem Gläubigen des NT zu sagen haben.

Die Situation: 4.Mo.10,33 zeigt, dass die Israeliten gerade drei Tagesreisen weit gezogen waren, 
und schon war ihnen der Weg mit Gott (im NT: die Nachfolge) zu beschwerlich, und sie fingen an, 
sich schwer bei Gott zu beklagen (4.Mo.11,1). Sie klagten jedoch nicht über reale harte körperliche 
Beschwerden, denn es war ihnen immer noch möglich, 36 Stunden ohne Schlaf auszukommen, als es um 
ihr persönliches Vergnügen ging (4.Mo.11,32).

Die Israeliten murrten gegen Gott, und ebenso gibt es für Christen Versuchen dazu, über ihr 
schweres Leben als Christ zu murren. Das dürfen wir nicht tun (1.Kor.10,10), sondern wir sollen mit 
Freude Christ sein (Phil.4,4), uns an Christus und SEINER Gnade freuen. Wie kommen wir zu dieser 
Freude? Vgl. diesen Kommentar zu Gal.5,22.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 11.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Numbers 11:24-Numbers 11:29;">4. Mose 11:24-29</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mose sah hier prophetisch voraus, was zur Zeit des NT eintraf: dass der Geist des HERRN auf SEINEM 
ganzen Volk, der Gemeinde liegt, und die ganze Gemeinde weissagt. Dies hat auch Joel prophezeit 
(Joel 2,28-29). Es ging im NT in Erfüllung: hier hat Gott jedem Gläubigen besondere Geistesgaben 
gegeben, und Paulus schreibt er wünsche sich, dass jeder Christ weissage (1.Kor.14,5). Weissagung 
im NT ist dabei »das Reden für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost« (1.Kor.14,3), 
d.h. durch den Heilgen Geist einem Menschen genau das zu sagen, was er gerade braucht.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Numbers 11:4-Numbers 11:9;">4. Mose 11:4-9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Das »hergelaufene Gesindel in ihrer Mitte« (hebr. mischmasch) waren andere unterdrückte Völker, die 
zusammen mit Israel aus Ägypten ausgezogen waren. Das war nicht gegen Gottes Willen, sollten diese 
Völker doch an Israel als Vorbild lernen, wie man mit dem lebendigen Gott lebt. Analog ist die 
Gemeinde des NT eine Art »Baustelle«, zu der auch solche gehören, die noch nicht bekehrt sind.

Nun aber war nicht Israel ein gutes Vorbild für die anderen Völker, sondern die anderen Völker 
waren ein schlechtes Vorbild für Israel (4.Mo.11,4), denn Israel ließ sich von deren böser Gier 
anstecken. Böse Gier ist Lust auf Dinge, die nicht nach Gottes Willen sind, weil sie schlecht für 
einen selbst wären. So gab der HERR ihnen regelmäßig Manna, und dieses war sehr vielseitig 
verwendbar und wohlschmeckend (4.Mo.11,7-9). Die Israeliten verdrehten in ihrer Gier jedoch die 
ganze Situation, indem sie das Manna als öde Nahrung bezeichneten (4.Mo.11,6) und sich selbst 
belogen, indem sie sagten »es ging uns wohl in Ägypten« (4.Mo.11,18).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Numbers 11:10-Numbers 11:15;">4. Mose 11:10-15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Israel hatte sich vom schlechten Vorbild der anderen Volksgruppen anstecken lassen (4.Mo.11,4; vgl. 
diesen Kommentar dazu). Noch schlimmer war, dass sich Mose selbst vom schlechten Verhalten dieses 
Volkes dazu hinreißen ließ, vor Gott sein übles Los als Führer dieses Volkes zu beklagen 
(4.Mo.11,10-15).

Ebenso stehen auch die Ältesten im NT in Gefahr, ihre Verantwortung als drückende Last zu empfinden 
(Hebr.13,17), weshalb die Gemeinde aufgefordert wird, sich so zu verhalten, dass ihre Führer ihrer 
Dienst mit Freuden tun können (Hebr.13,17).


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Numbers 11:18-Numbers 11:35;">4. Mose 11:18-35</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR wusste, dass Fleisch zur Zeit keine gute Gabe für Israel sein würde, aber Israel wollte 
darauf nihct hören, sondern bettelte und weinte immer weiter um Fleisch. In einer solchen Situation 
kann es sein, dass der HERR sagt: »Ihr wollt immer noch Fleisch, trotz dass ich euch gesagt habe, 
es ist nicht gut für euch? Gut, so sollt ihr es haben, und wenn ihr daran erstickt.« (4.Mo.18,20). 
Wenn der HERR auf eine jammernde Bitte um Schlechtes unsererseits eingehen will, so sollte das uns 
ganz schnell dazu bewegen, davon Abstand zu nehmen, denn es kann sich doch nur um eine Strafe als 
Erziehungsmittel handeln, eben weil es nichts Gutes für uns ist! Gott will uns zeigen, dass es 
nichts Gutes ist. Tatsächlich wurde dieses Fleisch dem Volk zum Verderben (4.Mo.11,33-34), viele 
starben; ebenso kann zur Zeit des NT ein solches Erziehungsmittel bedeuten, dass wir ein ganzes 
Leben lang an den Folgen zu tragen haben, z.B. an immensen Schulden.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 12.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Numbers 11:16-Numbers 11:17;">4. Mose 11:16-17</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mose war sein Dienst in Gottes Reich zu schwer geworden (4.Mo.11,14). Wenn es uns so ergeht, so 
kann es daran liegen, dass wir meinen, alles allein tun zu müssen. Gott aber will, dass die ganze 
Gemeinde am Bau der Gemeinde arbeitet (1.Petr.4,10). Daher kann die Lösung sein, Verantwortung an 
fähige Menschen abzugeben, so wie es hier Mose tun sollte (4.Mo.11,16-17). Der HERR wollte auch 
diese mit SEINEM Geist begaben, um Führer des Volkes sein zu können. Es gilt stets: der HERR 
begabt, wen ER beruft.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 15:2-Genesis 15:6;">1. Mose 15:2-6</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Warum dauert es oft so lange, bis Gott ein Gebet erhört? Um uns Möglichkeit zum Glauben zu geben 
und uns zu zeigen, dass ER erhört hat und nicht wir etwas gemacht haben.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 30.8.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 4:3-Genesis 4:13;">1. Mose 4:3-13</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Zum Unterschied im Wert der Opfer vergleiche diesen Kommentar zu Röm.7,18.

Kain suchte nach seiner Sünde des Brudermords keine Gnade vor Gott - ebenso Judas, der Jesus 
überlieferte und sich anschließend selbst umbrachte.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 18:2">1. Mose 18:2</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Die Auslegung, dass der HERR, der Abraham erschien, ihm in Form der drei Männer (gleichzeitig) 
erschien und dass damit ausgedrückt wird, dass Gott aus drei Personen (Vater, Sohn, Heilger Geist) 
besteht, ist nicht haltbar. Es ist zwar deutlich, dass die Erscheinung der drei Männer die 
Erscheinung des HERRN vor Abraham beinhaltete (1.Mo.18,1-2), aber zwei der Männer waren nicht der 
HERR (1.Mo.18,22), sondern die beiden Engel, die Lot aus Sodom herausführten (1.Mo.19,1). Nur einer 
der drei Männer war also der HERR.

In 1.Mo.18,1-22 gibt es Stellen, wo die drei Männer zusammen sprachen (1.Mo.18,5.9) und wo einer 
von ihnen sprach (1.Mo.18,10.13-15.26), der als der »HERR« bezeichnet wird (1.Mo.18,13.17.26). Dies 
bestätigt ebenfalls, dass der HERR einer der drei Männer war, die anderen beiden aber Engel.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 2.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 19:1-Genesis 19:26;">1. Mose 19:1-26</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Lot hatte einst um den Genuss weltlicher Vorteile willen entschieden, in der Welt zu leben 
(1.Mo.13,10-11). Er schlug seine Zelte immer näher an Sodom auf (1.Mo.13,12) und nun wohnt er schon 
in Sodom (1.Mo.19,3), mitten unter sehr bösen Menschen (1.Mo.13,13).

Von Lot können wir daher lernen, was die Konsequenzen für Gläubige sind, die sich mit der Welt 
arrangieren, weil sie dort materielle, zeitliche Vorteile und viel »Vergnügen« haben. Was sind das 
für Konsequenzen?

Lot hatte Abraham zum Vorbild gehabt als einen Menschen, der mit Gott lebte. Er hatte auch selbst 
eine Beziehung zu Gott, denn er wird im NT als Gerechter bezeichnet (2.Petr.2,7-8). Aber Lot war 
kein Vorbild mehr, sondern lebte angepasst an die Welt (er nannte die Sünder aus Sodom »Brüder«; 
1.Mo.19,7). Deshalb hatte seine Familie keine eigene Beziehung zu Gott mehr! Wenn ein Erretteter, 
ein Christ, sich an die Welt anpasst, so wird er selbst noch widerstehen können, vom Glauben 
abzufallen und einer »von der Welt« zu werden - denn er ist ja errettet. Doch er wird seine Familie 
an die Welt verlieren!

Lot war einer, der als Gottseliger aus der Prüfung gerrettet wurde (2.Petr.2,9) - aber wie, um 
welchen Preis! Gleiches gilt für Gottes Kinder heute: sie sind errettet, also werden sie nicht vom 
Glauben abfallen, denn Gott bewahrt sie (Joh.17,11-15). Diese Bewahrung durch Gott kann für einen 
Gläubigen, der falsche Wege geht, hart sein: Gott ließ Lot und Familie mit Gewalt aus Sodom 
entfernen, weil ER ihn vor dem Gericht verschonen wollte (1.Mo.19,16). Lot verlor seine Frau und 
all seinen Besitz, aber sein Leben wurde vom HERRN gerettet.

Die Menschen der Welt sind nicht die Freunde der Christen - sie ertragen sie so lange, wie sie 
angepasst leben, denn so macht der Teufel Christen »unwirksam«. So duldeten die Bürger von Sodom es 
auch, dass Lot bei ihnen wohnte (1.Mo.19,1). Doch wenn Christen dann einmal Stellung beziehen 
(müssen), wird die ganze Feindschaft der Welt deutlich - die Bürger von Sodom wollten Lot 
umbringen(1.Mo.19,9).

1.Mo.19,8: Dieses Angebot machte Lot sicher aus Verzweiflung, es ist aber trotzdem Sünde. Seine 
Töchter zur Vergewaltigung anzubieten zeigt doch, dass auch Lot schon irgendwie von der sexuellen 
Perversion der Stadt beeinflusst war. Ein schlechter Einfluss auf die Gedanken bleibt nicht aus, 
wenn Christen sich der Welt anpassen. Später zeigt sich, dass auch Lots Töchter von der sexuellen 
Perversion in Sodom einen verdrehten Sinn bekommen hatten (1.Mo.19,31-36).

1.Mo.19,18-20: Lot hatte noch eine Beziehung zu Gott (2.Petr.2,7-8), aber keine enge: er vertraute 
Gott nicht, dass ER nur Gutes für ihn will, denn er meinte, eine Flucht ins Gebirge könne für ihn 
den Tod bedeuten.

1.Mo.19,22: Die Gegenwart von Gläubigen, von Gerechten, in der Welt hält Gottes Gericht über diese 
Welt zurück. Es ist SEINE Gnade! Ebenso wie bei Lot war es bei Noah: als die Gerechten in 
Sicherheit waren, brach das Gericht herein (Lk.17,26-29). Und genauso wird es bei der Wiederkunft 
des HERRN Jesus sein (Lk.17,30). Auch die Unbesorgtheit und falsche Sicherheit der Sünder zur Zeit 
Noahs, zur Zeit Lots, heute und bei der Wiederkunft des HERRN wird gleich sein (Lk.17,27-28.30): 
Lots zukünftige Schwiegersöhne meinten, er scherze, als er ihnen von der kommenden Zerstörung der 
Stadt erzählte (1.Mo.19,14); ebenso reagieren heute leider viele auf das Evangelium.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 4.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Malachi 2:14-Malachi 2:16;">Maleachi 2:14-16</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
An dieser schwierigen Stelle Mal.2,15a weichen die Übersetzungen in ihrer Bedeutung erheblich 
voneinander ab:

<ul>
  <li>Luther 1912: »Also tat der Eine nicht, und war doch großen Geistes. Was tat aber der Eine? Er 
    suchte den Samen, von Gott verheißen.«</li>
  <li>Luther 1545: »Also tat der Einige nicht und war doch eines großen Geistes. Was tat aber der 
    Einige? Er suchte den Samen von Gott (verheißen).«</li>
  <li>Schlachter 1951: »Und hat er sie nicht eins gemacht und geistesverwandt mit ihm? Und wonach 
    soll das eine trachten? Nach göttlichem Samen!« Umschreibung der Bedeutung siehe Revidierte 
    Elberfelder.</li>
  <li>Revidierte Elberfelder: »Und hat er sie nicht zu Einem gemacht? Zu einem Fleisch, in dem 
    Geist ist. Und was erstrebt das Eine? Nachkommenschaft von Gott.« »Fleisch« ist 
    erschlossener Text, der Masoretische Text hat »Rest«. Auch der Rest des Verses wurde mit 
    Textänderung übersetzt. Umschreibung der Bedeutung: Es war ja Gottes Wille, euch beide zu einer 
    Einheit, zu einem Fleisch zusammenzufügen, dich und die Frau deiner Jugend. Nun solltet ihr 
    Nachkommen nach dem Willen Gottes erstreben, also Nachkommen aus dieser Einheit, du von der 
    Frau deiner Jugend. Du sollst nicht mit einer Fremden schlafen und Kinder haben, denn das ist 
    nicht nach Gottes Willen!</li>
  <li>Revidierte Elberfelder, Fußnote: »Andere versuchen, diese schwierige Textstelle ohne 
    Textänderung zu übersetzen: Und nicht einer hat es getan, in dem noch ein Rest von Geist war. 
    Was ist das für einer? Einer, der Nachkommenschaft von Gott sucht.« Umschreibung der Bedeutung: 
    Keiner von euch, der noch einen Rest des Geistes (Gottes ?) hatte, war der Frau seiner Jugend 
    untreu. Das sind solche, die Nachkommen nach Gottes Willen wollen, also von ihrer eigenen Frau 
    aus ihrem eigenen Volk und nicht von einer Fremden. Darum sollen sich auch die anderen so hüten 
    in ihrem Geist und nicht dem Weib ihrer Jugend untreu werden.</li>
  <li>World English Bible, ins Deutsche übersetzt: »Hat ER nicht eine gemacht, obwohl er den
    Rest des Geistes hatte? Warum eine? ER suchte einen göttlichen Samen.</li>
  <li>American Standard Version, Fußnote, ins Deutsche übersetzt: »Und nicht einer hat so
    gehandelt, der einen Rest Geist hatte. Oder was? Gibt es einen, der göttlichen Samen 
    sucht?« Umschreibung der Bedeutung: Keiner, in dem noch ein Rest des Geistes (Gottes ?) ist, 
    hat (oder: hätte) so untreu gegenüber der Frau seiner Jugend gehandelt. Und nun? Gibt es unter 
    euch überhaupt noch solch einen? Einen, der Nachkommen nach Gottes Willen will, d.h. von seiner 
    eigenen Frau aus seinem eigenen Volk und nicht von einer Fremden?</li>
</ul>

Welche Bedeutung der Text tatsächlich hat, kann hier nicht entschieden werden. Vielleicht sollte 
aber die Bedeutung der Übersetzungen ohne Textänderung vorgezogen werden.

Im Hebräischen gibt es zwei Worte für »eins«:

<ul>
  <li>»echad« (Strong 259). Es leitet sich von »achad« (Strong 258; vereinigen) ab und meint daher 
    eine aus mehreren Teilen zusammengesetzte Einheit. Es ist das gewöhnliche Wort für »einer, 
    jemand, eins«, jedoch meint es nicht besonders »ein einziger«. Dieses Wort wird in Mal.2,15a 
    verwendet.</li>
  <li>»yachiyd« (Strong 3173). Es meint im Besonderen »ein einziger«, deshalb auch »allein, 
    einsam«. Alle Verwendungen in der Bedeutung »ein einziger«: 1.Mo.22,2.12.16; Ri.11,34; Spr.4,3; 
    Jer.6,26; Am.8,10; Sach.12,10.</li>
</ul>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Proverbs 20:18">Sprüche 20:18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Es heißt hier nicht: die richtigen Pläne entstehen durch Beratung. Sondern der Plan ist hier 
bereits vorhanden, und es geht darum, wie er Wirklichkeit werden kann: durch Beratung mit anderen. 
Es ist also ratsam, die Umsetzung von Plänen im eigenen Leben, auch für den Dienst in Gottes Reich, 
mit seinen Glaubensgeschwistern zu beraten, damit sie erfolgreich wird!

Der zweite Teil des Verses hat eine ähnliche Aussage: um einen Krieg zu gewinnen, muss man überlegt 
handeln, nicht vorschnell.

Spr.15,4 hat dieselbe Aussage in negativer Form: »Durch Mangel an Besprechung werden Pläne 
vereitelt; wo aber viele Ratgeber sind, da kommen sie zustande.«

Außerdem sollte man sich beim Verfolgen irgendwelcher Ziele merken: »wer zu schnell geht, geht 
leicht fehl« (Spr.19,2).

Die Grundlage, damit Pläne zustandekommen, aber ist: »Befiehl dem HERRN deine Werke, so kommen 
deine Pläne zustande.« (Spr.16,3). Das heißt: Vertraue deine Taten dem HERRN an, d.h. lass sie vom 
HERRN gestalten und lenken und vertraue darauf, dass ER sie dann auch zum Erfolg bringt, weil ER 
sie in der Hand hat. Dann werden deine Wege zustande kommen, deine Pläne und Taten Erfolg haben!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 6.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Proverbs 15:15">Sprüche 15:15</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Ein Unglücklicher hat lauter böse Tage, aber ein frohmütiger hat immerdar Festmahl.« (Spr.15,15) - 
Ob unser Leben aus guten oder bösen Tagen besteht, ist keine objektive Tatsache, sondern hängt vom 
Zustand unseres Herzens, d.h. von der Art unseres Umgangs mit der Realität ab: sind wir froh oder 
unglücklich, guten Mutes oder niedergeschlagen? Wozu niedergeschlagen sein, wenn man mit frohem Mut 
alle Tage froh leben kann, wie die Umstände auch immer sind?

Allerdings hilft solcher menschliche Zuspruch einem Niedergeschlagenen nicht, wieder Mut zu fassen: 
»Ein männlicher Mut erträgt sein Leiden; wer aber kann einen niedergeschlagenen Geist aufrichten?« 
(Spr.18,14). Gott allein kann den Niedergeschlagenen wieder aufrichten.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 14.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jeremiah 17:7-Jeremiah 17:8;">Jeremia 17:7-8</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Was ist der Unterschied zwischen »der auf den HERRN vertraut« und dem zweiten Teil des Verses 
»dessen Vertrauen der HERR ist«? Es geht darum, dass wir nicht nur etwas tun (ab und zu vertrauen), 
sondern etwas sind: solche, die im Vertrauen auf Gott leben und SEINE Jünger sind. Dann verheißt 
der HERR, dass wir nicht aufhören werden, Frucht zu bringen.

Besonders in der Mission ist es wichtig, Vorbild zu sein und nicht (nur) Theorien zu bringen.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 15.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="II Samuel 22:1-II Samuel 22:51;">2. Samuel 22:1-51</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Diesen Text kann man wohl ohne weiteres auch prophetisch auf Christus deuten. Und er kann uns 
Vorbild sein, so wie David und Christus allein auf Gott zu vertrauen!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 17.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 2:25">1. Mose 2:25</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mehrfach sagt die Bibel, wie wichtig und grundlegend es ist, Gott zu fürchten, z.B.: 

<ul>
  <li>»Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; sie macht alle klug, die sie üben.« 
    (Ps.111,10)</li>
  <li>»Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht!« 
    (Spr.1,7)</li>
  <li>»Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und die Erkenntnis des Heiligen ist Verstand.« 
    (Spr.9,10)</li>
  <li>Im AT wird Gottesfurcht sogar durchgängigg als Synonym für das richtige Verhältnis zu Gott 
    gebraucht (vgl. SWORD-Modul »International Standard Bible Encyclopedia«, Stichwort »Fear«, ab 
    »the "fear of God" or of Yahweh«. Daraus zitierte Bibelstellen: Ps.34,11; Spr.1,7; Jes.11,2-3; 
    Jer.2,19; Pred.12,13).</li>
  <li>»Laßt uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das soll 
    jeder Mensch! Denn Gott wird jedes Werk ins Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut 
    oder böse.« (Pred.12,13)</li>
  <li>»Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und 
    nachher nichts weiteres tun können. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet 
    den, welcher, nachdem er getötet, auch Macht hat, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch, 
    den fürchtet!« (Lk.12,4-5). Wer Jesus nachfolgen will, der soll furchtlos gegenüber Menschen 
    sein und Gott allein fürchten.</li>
</ul>

Besonders die oben zitierten Verse Pred.12,13 und Lk.12,4-5 zeigen, warum der Mensch seinen Gott 
fürchten soll: weil der Mensch Gott schlicht unterlegen ist; weil der Mensch ein Geschöpf und Gott 
sein Schöpfer und allmächtiger Richter ist; weil Gott der absolut Mächtigste ist, fähig, den 
Menschen auch nach seinem Tod zu verderben; weil der Mensch Gott schutzlos ausgeliefert ist.

(Diese Zeilen sollen in Christen keine Angst vor Gott schüren, denn sie sind mit Gott versöhnt; 
darum geht es zumindest für sie bei der »Gottesfurcht« auch gar nicht: denn als Christus SEINE 
Jünger auffordert, Gott zu fürchten, spricht ER, der ja Gott selbst ist, sie als Freunde an und 
ergänzt das ganze zu tröstenden Worten für die SEINEN: »Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei 
Pfennige? Und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen. Aber auch die Haare eures 
Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.« 
(Lk.12,6-7).)

Gott hat den Menschen so geschaffen, dass er IHM schutzlos ausgeliefert ist - äußerer Ausdruch 
davon ist die Nacktheit von Adam und Eva (1.Mo.2,25; im Gegensatz zu allen Tieren, die doch 
irgendwie mit Haaren, Schuppen, Federn oder Panzerung bedeckt sind). Die Ursünde, der zuerst Satan 
und dann auch die Menschen begingen, ist nun: nicht mehr so schutzlos Gott ausgeliefert und völlig 
von IHM abhängig sein zu wollen, sondern selbständig, ungebunden, Gott gleich (1.Mo.3,5-6; 
Hos.6,6-7; Hes.16;28,16-17). Ps.2 bestätigt in klaren Worten, dass die Menschen genau das wollen 
(Ps.2,2-3): sie wollen von seiner Herrschaft, d.h. dem Gehorsam gegenüber SEINEN Geboten, los sein, 
und drückten das im Besonderen auch durch die Kreuzigung Christi aus (Ps.2,2; Apg.4,24-27). Aber 
Ps.2 zeigt auch, wie unsinnig und aussichtslos dieser Kampf ist: der HERR lacht und spottet darüber 
(Ps.2,4) und hat Christus als Herrscher über die Erde eingesetzt (Ps.2,6-9). Der einzig gangbare 
Weg für die Menschen ist, ihren Frieden mit Gott zu machen (Ps.2,10-12). Gott dienstbar zu werden 
ist keine Schande, sondern ein Grund zur Freude (Ps.2,11); der HERR segnet, die sich IHM ergeben 
und will ihr Schutz sein (Ps.2,12) - sich Gott zu ergeben ist die bestmögliche Entscheidung eines 
Menschen!

Die erste Folge der Sünde war: sie versteckten ihre Nacktheit voreinander und vor Gott 
(1.Mo.3,7-8). Eben Ausdruck davon, dass sie der Abhängigkeit, dem Ausgeliefertsein vor Gott, 
widerstreben, ebenso dem Ausgeliefertsein voreinander in der Ehe, das ja Abbild des 
Ausgeliefertseins vor Gott ist (1.Kor.7,5; 11,3). Gott hat den Menschen ja zu SEINEM Bilde 
erschaffen (1.Mo.1,26-27) - die »Hierachie« in der Ehe ist Abbild der Beziehung in Gott selbst: in 
Gott selbst gibt es sowohl Autorität als auch Gehorsam, es ist IHM nicht unbekannt (1.Kor.11,3)!
Auch die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern gibt es ein solches Ausgeliefertsein, ein Abbild der 
Beziehung des Menschen zu Gott (1.Mo.5,1-3); deshalb sollen die Kinder ihre Eltern ehren 
(2.Mo.20,12), ein Abbild davon, dass Menschen in Ehrfurcht vor Gott leben sollen.

Nun ist Gott aber kein Despot oder ein Tyrann, unter dessen Herrschaft wir es schlecht hätten - 
sondern ein Vater, der uns über alles liebt! Und ein Retter, der bereit war, sich von seinen 
Geschöpfen schlagen und anspucken und verspotten und töten zu lassen, um ihnen Rettung zu bringen!

Diese Liebe Gottes soll sich ebenfalls in den Beziehungen unter Menschen niederschlagen, die Abbild 
der abhängigen Beziehung eines Menschen zu Gott sind: der Mann soll seine Frau lieben wie Christus 
die Gemeinde, d.h. bis zur Hingabe des eigenen Lebens (Eph.5,25), die Eltern sollen ihre Kinder 
lieben (Tit.2,4). Gott hat eine allumfassende Liebe zu uns, die bis zum äußerst Möglichen, der 
Hingabe seiner selbst reicht, wir sollen eine allumfassende Furcht (Demut, Ehrfurcht, Gottesfurcht) 
gegenüber Gott haben, die bis zum äußerst Möglichen, der Hingabe unserer selbst reicht (Lk.12,4-5)!
Und durch die ganze Bibel hindurch verheißt und gibt der HERR denen großen Segen, die IHN fürchten, 
(bzw. anders formuliert:) deren Vertrauen (Fundament, Basis, Rückhalt im Leben) der HERR ist.

Jeder Mensch braucht die Umkehr zu Gott (Bekehrung, Buße), um trotz seiner Sünde (d.i. Rebellion 
gegen Gott) gerettet zu werden, d.h. um sich seine Sünde vergeben zu lassen (Joh.3,16-18). Das 
beinhaltet, die Herrschaft Gottes über sein Leben wieder anzunehmen, wie der HERR an Kindern 
deutlich macht, die ja ganz natürlich unter der Herrschaft ihrer Eltern leben und sich ihrer 
Abhängigkeit von ihnen bewusst sind (Mt.18,3-4; 19,14). Wollen wir es uns doch von Gott wieder 
(neu) schenken zu lassen, in der »Furcht vor Gott, der uns liebt« zu leben - die Abhängigkeit 
gegenüber einem allmächtigen Gott, der uns allumfassend liebt, mit Freude und Demut anzunehmen. 
Christus selbst hat uns vorgelebt, wie man als Mensch so vor Gott lebt (Mt.11,29), ER hat nicht 
gegen Gott rebelliert (Joh.15,10)!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Exodus 33:11-Exodus 33:18;">2. Mose 33:11-18</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Kontext: Das Volk Israel hatte sich das goldene Kalb als Götzen gemacht, während Mose auf dem Berg 
Sinai die beiden Gesetzestafeln zum erstenmal empfing (2.Mo.32). Der HERR sprach deshalb zu Mose 
auf dem Sinai von »deinem Volk« (2.Mo.32,7) und wollte es vernichten (2.Mo.32,9-10). Mose jedoch 
flehte zu Gott für das Volk, so dass Gott das Unheil gereute, das ER SEINEM Volk antun wollte 
(2.Mo.32,11-14). Hier nun erinnert Mose Gott daran, dass Israel ja SEIN Volk und nicht Moses Volk 
ist (2.Mo.33,13)! Nachdem Israel sich das goldene Kalb gemacht hatte, hatte der HERR Mose befohlen, 
das Volk ins verheißene Land zu bringen (2.Mo.33,1), worauf Mose sich hier bezieht (2.Mo.33,12). 
Auch hatte er gesagt, nur einen Engel mitzusenden »Denn ich werde nicht in deiner Mitte 
hinaufziehen - du bist nämlich ein halsstarriges Volk, damit ich dich nicht auf dem Wege 
vernichte.« (2.Mo.33,3). Darauf bezieht sich Mose hier, als er sagt: »du hast mich nicht erkennen 
lassen, wen du mit mir senden willst« (2.Mo.33,12). Und dann bittet Mose Gott darum, doch selbst 
mitzuziehen, und der HERR erfüllt diese Bitte (2.Mo.33,15-17)! Dass Mose diese Bitte so kurz nach 
der Geschichte mit dem goldenen Kalb zu stellen wagt, noch mehr, dass Gott sie jetzt erhört, 
bekommt durch diesen Kontext besonderes Gewicht!

Mose hatte eine sehr enge Beziehung zu Gott - er wird von Gott als Freund behandelt (2.Mo.33,11), 
ebenso wie Abraham (Jak.2,23). Das erklärt, warum Mose hier derart freimütig mit Gott reden kann, 
und warum Gott Mose nicht für dreist hält, sondern seine Bitten soweit erfüllt, wie ER es 
verantworten kann (2.Mo.33,19-20).

Gott hatte Mose eine sehr große Aufgabe und Verantwortung gegeben, nämlich das Volk Israel in das 
verheißene Land zu bringen (2.Mo.33,12). In dieser Situation bittet Mose seinen Gott im 
Wesentlichen: »Sei mir ganz nahe, gehe Du mit uns, führe Du!«. Das sollte uns Vorbild sein in 
unseren Aufgaben und unter Verantwortung, bes. in Gottes Reich.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 19.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Exodus 33:19">2. Mose 33:19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Der HERR sagt zu Mose: »und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, 
dessen erbarme ich mich« (2.Mo.33,19), auch übersetzbar als »und wem ich gnädig sein werde, dem 
werde ich gnädig sein, und wessen ich mich erbarmen werde, dessen werde ich mich erbarmen«.

Paulus legt diesen Vers im NT für uns aus: ob ein Mensch Gnade von Gott empfängt, hängt nicht vom 
Willen oder der Anstrengung des Menschen ab, sondern vom freien Willen Gottes (Röm.9,15-16). Es ist 
sicher richtig, hinzuzufügen: weil eben kein Mensch Gottes Erbarmen verdient hat, sondern nur Gotts 
Zorn, muss das Erbarmen Gottes derart unbegründet sein. Das will Gott auch Mose hier sagen: Mose 
soll nicht meinen, er habe die große Gnade, Gottes Herrlichkeit sehen zu dürfen, verdient, sondern 
soll sie als unverdientes Geschenk betrachten.

Paulus sagt deutlich, dass Christen solche sind, denen sich Gott ohne Grund erbarmt hat 
(Röm.9,23-24), entsprechend SEINEM souveränen Willen (Röm.8,20-21) - besonders die Heiden, die 
nicht einmal Gnade von Gott gesucht hatten und nun SEINE Gnade empfangen haben (Röm.9,30). Von 
Israel dagegen sagt er, dass es Gottes Gnade durch Gesetzeswerke erlangen wollte (Röm.9,32) und sie 
deshalb nicht empfing (Röm.9,31). Das ist ein Beispiel dafür, dass man Gottes Gnade nicht durch 
eigene Leistung erlangen kann (Röm.9,15; 3,27), sondern sie einfach als Geschenk annehmen muss, 
wenn Gott sie anbietet. Gott bietet SEINE Gnade der Errettung heute jedem Menschen an (1.Tim.2,4; 
Röm.3,28-29)!

Gott hat es so eingerichtet, dass man SEINE Gnade (z.B. Errettung) nur annehmen, aber nie verdienen 
kann!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Exodus 34:1">2. Mose 34:1</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Als Mose die ersten Tafeln des Gesetzes zerbrach, wollte er damit ausdrücken, dass das Volk Israel 
durch seine Sünde mit dem goldenen Kalb den Bund mit Gott gebrochen hatte? Und nun will Gott den 
Bund erneuern, indem er zwei neue Tafeln schreiben will.


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Exodus 34:6-Exodus 34:7;">2. Mose 34:6-7</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»welcher Tausenden Gnade bewahrt und Missetat, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs 
ungestraft läßt, sondern heimsucht der Väter Missetat an den Kindern und Kindeskindern bis in das 
dritte und vierte Glied!« (2.Mo.34,7). <font color="#FF0000">Widerspricht sich diese Übersetzung 
nicht selbst, wenn sie einerseits die Vergebung Gottes darstellt, aber dann sagt, dass keine 
Missetat ungestraft bleibt? Widerspricht die hier übersetzte »Heimsuchung der Missetat an den 
Nachkommen« nicht auch 2.Chr.25,4 (»Die Väter sollen nicht für die Söhne und die Söhne nicht für 
die Väter sterben, sondern ein jeder soll um seiner eigenen Sünde willen sterben!«), vgl. das 
gesamte Kapitel Hes.18?</font>


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 21.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Exodus 34:9">2. Mose 34:9</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
Mit dieser Bitte um die Gegenwart Gottes »trotz dass es ein halsstarriges Volk ist« bezieht sich 
Mose auf 2.Mo.33,3, wo Gott im Kontext der Begebenheit mit dem goldenen Kalb gesagt hatte: »denn 
ich will nicht mit dir hinaufziehen, weil du ein halsstarriges Volk bist; ich würde dich sonst 
unterwegs verzehren« (2.Mo.33,3).

Mit welcher Begründung äußert Mose diese Bitte, da doch Gott gesagt hatte, er selbst wolle nicht 
mitziehen? Mose hat keine Begründung, sondern bezieht sich auf die Gnade Gottes, d.h. er bittet 
Gott um eine freie, unbegründete, gütige Gabe: »O Herr, habe ich vor deinen Augen Gnade gefunden 
[...]« (2.Mo.34,9).

Ein gutes Vorbild für das, was die Begründung unserer Bitten ist und sein soll!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 25.10.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Jeremiah 48:10">Jeremia 48:10</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
»Verflucht sei, wer des HERRN Werk lässig treibt«: Der HERR verabscheut halbherzigen, nachlässigen 
Dienst!


</P>
<FONT color="#800000"><B>Datum:</B> 24.9.2002</FONT><BR><FONT color="#800000"><B>Stelle:</B> <scripRef passage="Genesis 22:1-Genesis 22:19;">1. Mose 22:1-19</scripRef></FONT><BR><P align="justify">
In diesem Kapitel 1.Mo.22 wird nichts von Abrahams Gefühlen berichtet - nur von seinem Gehorsam. 
Abraham wird sich als Mensch emotional gegen den Gehorsam gesträubt haben, aber er gehorchte - und 
allein darauf kam es Gott an (1.Mo.22,12). Gott ist es nicht wichtig, was unsere Gefühle sind, wenn 
wir IHM gehorchen - Gehorsam allein reicht IHM!

Woher hatte Abraham diesen Glauben, diese Kraft, um diesen übermenschlichen Gehorsam auzubringen, 
seinen Sohn, den Verheißungsträger, zu opfern?
<ul>
  <li>Sein Glaube war gewachsen. In vorigen Kapiteln war oft berichtet worden, wie Abrahams Glaube 
    zu schwach war und er deshalb versagte; so hatte er zweimal aus Menschenfurcht seine Frau für 
    seine Schwester ausgegeben (1.Mo.12,10-20; 20,1-14). Auch hatte er zuerst Gottes Verheißung, 
    dass er in seinem Alter mit Sara noch einen Sohn haben werde, nicht geglaubt (1.Mo.17,17-18). 
    Nun aber wird berichtet, dass Abraham die härteste Prüfung bestand und ein ungeheuer großes 
    Vertrauen auf Gott bewies (Hebr.11,17-19). Das zeigt: Glaube und Vertrauen wächst in einem   
    Leben mit Gott; wer beginnt, mit Gott zu leben, muss nicht daran verzweifeln, dass er noch so 
    unvollkommen im Glauben ist.</li>
  <li>Er vertraute einfach fest den Verheißungen Gottes. Gott hatte ja verheißen, ihm in Isaak 
    Nachkommen zu geben (1.Mo.21,12). Abraham wusste, dass Gott diese Verheißung erfüllen würde 
    und folgerte, dass Gott Isaak also wieder von den Toten auferwecken würde. Abraham ist uns 
    hier ein Vorbild, Gott einfach zu gehorchen, und die Konsequenzen Gott zu überlassen: dass ER 
    trotzdem alle SEINE Verheißungen erfüllt.</li>
  <li>Er fürchtete Gott (1.Mo.22,12). Gott zu gehorchen war ihm am wichtigsten, wichtiger als seine 
    eigenen Gefühle und Wünsche.</li>
</ul>

Abraham war stets bereit, auf Gottes Stimme zu hören (1.Mo.22,1.11) - ein Zeichen seiner engen 
Beziehungmit Gott. Er war auch bereit, zu gehorchen - so führte er Gottes Willen, nach Morija zu 
gehen um dort seinen Sohn zu opfern, sofort aus (1.Mo.22,3), obwohl Gott ihm keinen Zeitpunkt 
genannt hatte.
</P>
